Tagung “Engagierte Hochschule” vom 7.-11. November in Illertissen

Von Montag, 7.11.2016, bis Freitag, 11.11.2016 findet die Tagung “Engagierte Hochschule – Zusammenarbeit von Hochschule und Zivilgesellschaft an nachhaltigen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen” im Hochschulzentrum Vöhlinschloss in Illertissen (Nähe Neu-Ulm, Bayern) statt.

Die Tagung wird im Rahmen des bayerischen Dialogforums und gleichnamigen Programm des Stifterverbands „Campus & Gemeinwesen“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm, der Hochschule Augsburg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie dem Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. organisiert.

Thematisch steht die zivilgesellschaftliche Öffnung von Hochschulen sowie die Partnerschaft mit außeruniversitären Organisationen im Vordergrund. Alle Interessierten sind eingeladen, sich aktiv einzubringen.

Die Tagung setzt dabei verschiedene Schwerpunkte:

  • Montags stehen Zukunftsperspektiven und Wirkungsforschung rund um die Zusammenarbeit von Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Vordergrund,
  • Dienstags werden strategische Partnerschaften und bildungspolitische Fördermaßnahmen diskutiert,
  • Mittwochs steht das Engagement von Studierenden sowie dessen Förderung im Vordergrund,
  • während für Donnerstag und Freitag ein Schwerpunkt “Hochschule ohne Grenzen” zum Engagement für Geflüchtete vorgesehen ist.

Für Montag und Dienstag (7./8.11.) können Vorschläge für Beiträge eingereicht werden. Die Vorstellung von “Projekten”, “Papers” oder “Challenges” ist möglich. Alle Projekte von beispielgebenden Charakter können sich hier im Rahmen eines Gallery Walk mit Posterpräsentation vorstellen; zwölf ausgewählte Paper mit einer Länge von 4-6 Seiten sollen in den parallelen Sessions diskutiert werden und “Challenges” in Form von Themen-Tischen, sollen in zwei Runden von 45 Minuten von den Teilnehmenden interaktiv bearbeitet werden.
Vorschläge können bis zum 31. Juli per Mail eingereicht werden. Entsprechende Formblätter sowie alle weiteren Informationen zur Einreichung finden Sie hier.

Das vollständige Programm sowie alle weiteren Informationen finden Sie hier.

3. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ vom 6.-7. Oktober in Berlin

Am 6. und 7. Oktober 2016 veranstaltet das BMBF im Humboldt-Carré Berlin das 3. Symposium zum Thema “Nachhhaltigkeit in der Wissenschaft“.

Im Rahmen des Agendaprozess “Nachhaltigkeit in der Wissenschaft” (SiSi) wurden in zwei großen Symposien im April 2013 und Mai 2014 sowie in weiteren Fachveranstaltungen von Lehrenden, Forschenden, Studierenden und Hochschulverwaltungen Maßnahmen erarbeitet, um die Hochschulen in ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Um den Austausch zwischen den Akteuren anzuregen, soll das Symposium die Diskussion zu Facetten der Nachhaltigkeit in Hochschulen und Forschungseinrichtungen anregen. Thematisch geht es dabei insbesondere um Klimaschutz und Energienutzung, nachhaltigen Umgang mit (Bio)Ressourcen, Mobilitätsmanagement, grüne IT und Forschungsinfrastruktur sowie die Rolle von Forschungsräumen für den sozialen Zusammenhalt.

Dazu sind Interessierte eingeladen, ihre konkreten Beiträge und Erfahrungen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Forschung im Rahmen einer moderierten Poster-Session zu präsentieren oder Projekte und Initiativen zur Vorstellung vorzuschlagen. Vorschläge können Sie bis zum 10. August 2016 unter Verwendung dieser Vorlage an sisi@fona.de  senden.

Die Teilnahme am Symposium ist nur mit einer persönlichen Einladung möglich. Alle weiteren Informationen finden Sie in Kürze hier.

Jahrestreffen der “Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit” vom 29.-31. Juli in Ulm

Vom 29.-31. Juli 2016 findet das Jahrestreffen der Hochschultage für ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit 2016 im Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg bei Ulm statt.

Alle Hochschulangehörigen, die interessiert sind, sich im Rahmen der Hochschultage für eine nachhaltige Entwicklung zu engagieren oder sich für das Thema ökosoziale Marktwirtschaft interessieren, sind eingeladen dem Treffen beizuwohnen.

Im Vordergrund der Veranstaltung steht die Vernetzung mit den Projektträgern und Beteiligten der in Deutschland, Österreich und Schweiz stattfindenden Hochschultage. Der inhaltlichen Diskurs dreht sich um das Thema ökosoziale Marktwirtschaft, das Format der Hochschultage sowie Nachhaltigkeit an Hochschulen im Allgemeinen.

Die Teilnahme kostet 195€, für Studierende werden die Kosten übernommen. Das Programm sowie alle relevanten Informationen finden Sie hier oder auf der Webseite der Initiative.

Neues Reallabor-Forschungsprogramm „Trafo BW“ des Landes Baden-Württemberg gestartet

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat ein neues Forschungsprogramm „Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW“ gestartet.

Nachdem das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs bereits seit 2015 zwei Förderlinien für Reallaborforschung unterhält, fördert nun auch das Umweltministerium mit knapp sechs Millionen Euro bis zum Jahr 2021 inter- und transdisziplinäre Reallaborforschung im Kontext der Energiewende Baden-Württembergs.

Thematisch werden Forschungsvorhaben zum Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis für die Themenfelder Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität, der Überwindung von Hemnissen für Energieeffizienzmaßnahmen auf Verbraucherseite sowie hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten von Solarthermie und Bioenergie (2.0) gefördert.

Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung und Akzeptanz von technologischen Lösungen sondern auch um Innovationen bsp. von Geschäftsmodellen, hinsichtlich gesellschaftlichem Bewusstsein, Verbaucherverhalten oder organisatorischer Einbindung von Akteuren.

Das neue Forschungsprogramm wurde durch eine Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses des Beirats der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung angestoßen.

Alle weiteren Informationen zur Förderlinie sowie Informationen zur Antragsstellung (Frist 22.08.16) finden Sie hier.

Anhörung “Forschung und Innovation in Deutschland”: Stand der Hightech-Strategie am 6. Juli im Bundestag

Am Mittwoch, den 6. Juli fand um 9.30h eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgen-abschätzung zum Thema „Forschung und Innovation in Deutschland: Stand und Perspektiven – einschließlich Zwischenbilanz der Hightech-Strategie“ statt.

Es waren sieben Experten zur Anhörung eingeladen, darunter Dirk Messner, Vorsitzender des WBGU, der in seiner Stellungnahme eine stärkere Ausrichtung der Forschungspolitik auf globale und gesellschaftliche Herausforderungen, insbesondere auf eine Transformation zur Nachhaltigkeit fordert. Er kritisiert an der aktuellen Hightech-Strategie die starke Ausrichtung auf ökonomische Aspekte, und bemängelt das Fehlen einer systemischen Perspektive. Der WBGU sieht daher eine Weiterentwicklung notwendig, die:

“(1) der Dringlichkeit der Transformation zur Nachhaltigkeit Rechnung trägt, die
(2) systemischen statt isolierten technologischen Innovationen Raum schafft und die
(3) auch die nötigen institutionellen und gesellschaftlich-kulturellen Innovationen umfasst.”

Auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sieht soziale Innovationen bisher kaum gefördert. Daher sollten aus öffentlichen Mitteln geförderte Innovationen künftig vor allem dem Gemeinwohl statt wirtschaftlicher Interessen dienen. Dazu ist aus Sicht des WGBU eine breite gesellschaftliche Beteiligung notwendig, um die gesellschaftliche Relevanz und Akzeptanz der strategischen Ziele zu gewährleisten.

Daher schlägt Messner vor, die Hightech-Strategie neben einer inhaltlichen Neuausrichtung an Nachhaltigkeitsaspekten auch durch einen neuen Namen „Forschungsstrategie für Wohlfahrt, Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit in Deutschland“ zu reformieren. Eine Orientierung an den Globalen Nachhaltigkeitszielen der 2030 Agenda, und der derzeit entstehenden neuen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung würde die Bestrebungen dabei sinnvoll miteinander verküpfen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat dazu im Juni einen Antrag mit dem Titel “Innovationspolitik neu ausrichten – Forschen für den Wandel befördern” in den Bundestag eingebracht, in welchem die Fraktion die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, eine Neuausrichtung der Innovationsstrategie an Nachhaltigkeitskriterien vorzunehmen und dabei auf sukkzessive Beteiligung der Zivilgesellschaft und Reallaborforschung zu setzen. Kleine Fächer und Kleinforschungsprojekte sollen ebenfalls stärker gefördert werden. Eine Steuererleichterung um 15% für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Unternehmen unter 249 Mitarbeitenden soll das auch auf wirtschaftlicher Seite ermöglichen.

Ein Vorbericht zur Anhörung in der taz von Manfred Ronzheimer ist hier zu lesen.

Eine Aufzeichnung der Debatte kann in der Mediathek des Deutschen Bundestages angesehen werden.
Eine kurze Zusammenfassung der Sitzung finden Sie hier.

 

BNE Agendakongress am 11./12. Juli in Berlin

Vom 11. bis 12. Juli findet, organisiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Agendakongress “Bildung für nachhaltige Entwicklung” im Berlin Congress Center (bcc) statt.

Einmal im Jahr veranstaltet das BMBF einen Agendakongress um die Diskussionen und Ideen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung bundesweit zu vernetzen. Der Kongress richtet sich an alle in dem Feld aktiven Akteure und Initiativen, sowie an die Gremienmitglieder, die das Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland begleiten. Im Vordergrund steht der Austausch und die gemeinsame Arbeit am Nationalen Aktionsplan, der im Frühjahr 2017 verabschiedet werden soll.

An beiden Tagen werden auch Workshops zum Themenbereich “nachhaltige Hochschulen” angeboten. Am Dienstag wird im Workshop ein erster Entwurf mit Zielen und Maßnahmen für BNE im Hochschulkontext aus dem Fachforum Hochschule vorgestellt.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind noch bis
Montag, den 4. Juli unter diesem Link möglich.
Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Konferenz “Transformative Research Development in Urban and Regional Environments” vom 1.-3. September an der Universität Bozen-Bolzano

Die Freie Universität Bozen-Bolzano veranstaltet in Kooperation mit der Donau Universität Krems vom 01.-03.09.2016 eine Konferenz zur Entwicklung transformativer Forschung im urbanen und regionalen Kontext. Die Konferenz findet am Universitätscampus in Brixen, Italien, statt.

Thematisch liegt der Fokus auf den sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen von Transformation im urbanen/regionalen Raum. Schwerpunkt liegt dabei in der aktiven Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Transformationsprozesse und urbane/regionale Entwicklung.
Neben theoretischen und methodischen Ansätzen werden Wissenschaftler*innen und Aktive aus verschiedenen Disziplinen ihre Ansätze und Ergebnisse aus transformativer Forschung präsentieren. Inhaltlich sollen die Themen Migration und Integration, Solidarökonomie, Strategien zur Armutsbekämpfung, Gesundheit in urbanen Lebensräumen, gesellschaftliche Entwicklung sowie lebenslanges Lernen im Forschungs- und Transformationskontext diskutiert werden.

Die Konferenzergebnisse werden in der UniPresse der Universität Bozen-Bolzano publiziert, sowie ausgewählte Papers in einem Online-Journal veröffentlicht. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Ankündigung sowie das Programm finden Sie hier.
Eine Registrierung ist erforderlich und kann hier vorgenommen werden.
Fragen richten Sie bitte an transformativeresearch(at)unibz.it

Dossier “Wissenschaft für eine nachhaltige Gesellschaft” des oekom Verlages

Der oekom Verlag hat ein Dossier zum Thema “Transformation der Wissenschaft” mit Artikeln aus den Zeitschriften politische ökologie, GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society, Ökologisches Wirtschaften und umwelt aktuell zusammengestellt und auf seiner Webseite veröffentlicht.

Das Dossier schafft eine Übersicht der Debattenbeiträge zu einer transformativen Wissenschaft und darüber hinaus, welche seit Ende 2012 in den Zeitschriften des oekom Verlages erschienen sind. Darunter Ausgabe 140 der politischen Ökologie, welche das Thema zusammen mit citizen science aufgreift, ebenso wie die kontroverse Diskussion in GAIA, deren Beiträge auch bereits hier auf dem Blog vorgestellt wurden.

Was fehlt sind die Debattenbeiträge aus anderen Zeitschriften. Wer etwa die Fundamentalkritik von Strohschneider vermisst, der sollte hier weiterlesen.

Die einzelnen Artikel des Dossiers können Sie über die Verlinkungen auf der Überblickseite abrufen.

Neuigkeiten vom netzwerk n: Launch der plattform n und Wandercoaches gesucht

Das netzwerk n hat seine plattform n offiziell geöffnet und sucht für die nächste Runde des “Wandercoachings” noch Studierende, die studentische Nachhaltigkeitsinitiativen beraten möchten.

Launch der plattform n

Seit dem 16. Juni ist die plattform n offiziell für alle Nachhaltigkeits-initiativen an Hochschulen geöffnet. Studentische wie nicht-studentische Akteure sind eingeladen, sich über die Online-Plattform zu vernetzen und diese für ihre Projektarbeit zu nutzen.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick
Vernetzung: Austausch und Wissenstransfer mit anderen Aktiven über das  “Forum” und Zusammenarbeit in übergreifenden Gruppen und Projekten
Kollaboration: Projektmanagement-Tools zur Dokumentenerstellung, Dateiablage, Nachrichten, Terminfindung, Kalender und Aufgabenplanung
Präsentation: Eine öffentlich zugängliche Infoseite bietet die Möglichkeit der Außenwelt das eigene Projekt und Aktivitäten zu präsentieren
Neu hinzugekommen sind Funktionen zur Facebook-Integration, sowie die Möglichkeit, jetzt auch Tabellen anzulegen.

Das netzwerk n lädt dazu ein, die Plattform zu testen und auszuprobieren. Erste Anleitung und Hilfestellung finden Sie hier, Ansprechpartner für weitere Fragen und Anregungen ist Tillmann Schmitz.

Wandercoaches gesucht

Es werden derzeit für das Projekt “Zukunftsfähige Hochschulen gestalten” engagierte Studierende gesucht, die im Rahmen der dritten Runde des Wandercoaching zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 Nachhatigkeitsinitiativen vor Ort beraten möchten.

Die neuen Wandercoaches bekommen in Workshops das nötige Wissen vermittelt um studentische Initiativen beraten zu können. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2016 bei Henrike Lindemann formlos möglich.

Alle weiteren Infos im untenstehenden Flyer sowie hier.
Wandercoaching Ausschreibung 16

Andreas Freytag in der Wirtschaftswoche: “Soll Wissenschaft gesellschaftlich gesteuert werden?”

In seiner „Freytags-Frage“ stellt sich Wirtschaftswoche-Kolumnist Andreas Freytag dem Thema gesellschaftlicher Einflussnahme auf Wissenschaft.

Unter Bezug auf die Debatte über eine transformative Wissenschaft warnt Freytag vor der Idee von Bürgeruniversitäten und dem normativen Impetus der entsprechenden Debatten. Eindrucksvoll und erfreulich ist, dass diese wissenschaftspolitische Diskussion inzwischen auch in einem führenden Wirtschaftsmagazin Resonanz findet – da die Debatte über transformative Wissenschaft gerade auch auf Defizite der aktuellen Wirtschaftswissenschaft zielt.

Der Beitrag von Andreas Freytag kann hier abgerufen werden.