Dossier „Wissenschaft für eine nachhaltige Gesellschaft“ des oekom Verlages

Der oekom Verlag hat ein Dossier zum Thema „Transformation der Wissenschaft“ mit Artikeln aus den Zeitschriften politische ökologie, GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society, Ökologisches Wirtschaften und umwelt aktuell zusammengestellt und auf seiner Webseite veröffentlicht.

Das Dossier schafft eine Übersicht der Debattenbeiträge zu einer transformativen Wissenschaft und darüber hinaus, welche seit Ende 2012 in den Zeitschriften des oekom Verlages erschienen sind. Darunter Ausgabe 140 der politischen Ökologie, welche das Thema zusammen mit citizen science aufgreift, ebenso wie die kontroverse Diskussion in GAIA, deren Beiträge auch bereits hier auf dem Blog vorgestellt wurden.

Was fehlt sind die Debattenbeiträge aus anderen Zeitschriften. Wer etwa die Fundamentalkritik von Strohschneider vermisst, der sollte hier weiterlesen.

Die einzelnen Artikel des Dossiers können Sie über die Verlinkungen auf der Überblickseite abrufen.

Neuigkeiten vom netzwerk n: Launch der plattform n und Wandercoaches gesucht

Das netzwerk n hat seine plattform n offiziell geöffnet und sucht für die nächste Runde des „Wandercoachings“ noch Studierende, die studentische Nachhaltigkeitsinitiativen beraten möchten.

Launch der plattform n

Seit dem 16. Juni ist die plattform n offiziell für alle Nachhaltigkeits-initiativen an Hochschulen geöffnet. Studentische wie nicht-studentische Akteure sind eingeladen, sich über die Online-Plattform zu vernetzen und diese für ihre Projektarbeit zu nutzen.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick
Vernetzung: Austausch und Wissenstransfer mit anderen Aktiven über das  „Forum“ und Zusammenarbeit in übergreifenden Gruppen und Projekten
Kollaboration: Projektmanagement-Tools zur Dokumentenerstellung, Dateiablage, Nachrichten, Terminfindung, Kalender und Aufgabenplanung
Präsentation: Eine öffentlich zugängliche Infoseite bietet die Möglichkeit der Außenwelt das eigene Projekt und Aktivitäten zu präsentieren
Neu hinzugekommen sind Funktionen zur Facebook-Integration, sowie die Möglichkeit, jetzt auch Tabellen anzulegen.

Das netzwerk n lädt dazu ein, die Plattform zu testen und auszuprobieren. Erste Anleitung und Hilfestellung finden Sie hier, Ansprechpartner für weitere Fragen und Anregungen ist Tillmann Schmitz.

Wandercoaches gesucht

Es werden derzeit für das Projekt „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“ engagierte Studierende gesucht, die im Rahmen der dritten Runde des Wandercoaching zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 Nachhatigkeitsinitiativen vor Ort beraten möchten.

Die neuen Wandercoaches bekommen in Workshops das nötige Wissen vermittelt um studentische Initiativen beraten zu können. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2016 bei Henrike Lindemann formlos möglich.

Alle weiteren Infos im untenstehenden Flyer sowie hier.
Wandercoaching Ausschreibung 16

Andreas Freytag in der Wirtschaftswoche: „Soll Wissenschaft gesellschaftlich gesteuert werden?“

In seiner „Freytags-Frage“ stellt sich Wirtschaftswoche-Kolumnist Andreas Freytag dem Thema gesellschaftlicher Einflussnahme auf Wissenschaft.

Unter Bezug auf die Debatte über eine transformative Wissenschaft warnt Freytag vor der Idee von Bürgeruniversitäten und dem normativen Impetus der entsprechenden Debatten. Eindrucksvoll und erfreulich ist, dass diese wissenschaftspolitische Diskussion inzwischen auch in einem führenden Wirtschaftsmagazin Resonanz findet – da die Debatte über transformative Wissenschaft gerade auch auf Defizite der aktuellen Wirtschaftswissenschaft zielt.

Der Beitrag von Andreas Freytag kann hier abgerufen werden.

Beitrag im Merton Magazin von Prof. Uwe Schneidewind: „Die ‚Co-Benefits‘ einer transformativen Wissenschaft“

Im Rahmen seiner Kolumne im Merton-Magazin des Stifterverbands diskutiert Prof. Dr. Uwe Schneidewind die Vorteile einer „transformativen Wissenschaft“ vor dem Hintergrund der kürzlich angekündigten Details der nächsten Exzellenzinitiative.

In seinem Beitrag geht er auf die Vorzüge eines erweiterten Methodenkanons für Lehre und Forschung ein und betont die verbesserten Chancen für den transdisziplinär ausgebildeten wissenschaftlichen Nachwuchs auch jenseits der klassischen Karrierepfade. Auch im internationalen Austausch spricht er sich für eine verbesserte Kultur des gegenseitigen Lernens auf Augenhöhe aus.

Den Beitrag können Sie hier lesen.

WBGU-Städtegutachen und SRU-Gutachten mit wissenschaftspolitischen Impulsen

WBGU

Der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat ein neues Hauptgutachten zu Urbanisierung herausgegeben.

In der Studie, die sich den Herausforderungen der „großen Transformation“ (WBGU 2011) anschließt und diese auf den Kontext der Urbanisierung überträgt, gibt das Gutachten Handlungsanweisungen für eine urbane Transformation, die zu Städten führen soll, die „die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, die Teilhabe gewährleisten und Eigenart ermöglichen“.

Das Gutachten enthält auch einen umfassenden forschungspolitischen Empfehlungsteil, der hier abrufbar ist. In seiner Analyse nimmt der WBGU eine Bewertung der bestehenden Stadtforschung national und internationalen Stadtforschung vor und empfiehlt u.a. die Einrichtung eines Max Planck Institutes für urbane Transformationsforschung sowie unter der Formel „50 urbane Reallabore auf 50 Jahre“ den internationalen Ausbau langfristiger Reallabore für die Erforschung urbaner Transformationsforschung.

Ein Kommentar von Manfred Ronzheimer zur Übersicht ist unter diesem Link in der taz erschienen.

Die Kurzfassung und Empfehlungen des Gutachtens finden Sie hier, die Langfassung ist ab Juni unter dem gleichen Link erhältlich.

SRU

Ebenso hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) sein neues Umweltgutachten zu den Haupthandlungsfeldern einer ökologischen Transformation herausgebracht.

Im Gutachten thematisiert der SRU aufgeteilt in sechs Handlungsfelder mögliche Politikstrategien für die intraministerielle Zusammenarbeit für integrativen Umweltschutz in den Problemfeldern der Rolle staatlicher Steuerung, Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Sozialpolitik der Energiewende, Flächenverbrauch und demographischer Wandel, Raum für Wildnis sowie Schutz der Biodiversität vor dem Hintergrund steigenden Einsatzes von Pestiziden.

Eine wichtige Rolle spielen aber auch die für die Umsetzung relevanten wissenschaftspolitischen Empfehlungen (vgl. S. 64-74). Dort sind die wichtigsten Forderungen um öffentliche Forschungsförderung auf nachhaltige Entwicklungspfade hin auszurichten:

  1. Demokratische Erneuerung: Stärkung von Transparenz und Beteiligung in der Forschungsgovernance
  2. Differenzierte Forschung: Stärkung der Forschung zu sozio-ökonomischen Transformationsbedingungen
  3. Akteure im Rahmen von Technologieentwicklung stärker sozialwissenschaftlich und partizipativ begleiten.
  4. Gemeinsame Zielsetzung: Verbesserung der Ressortszusammenarbeit und Definition langfristiger Forschungsprioritäten
  5. Beendigung der Förderung nicht mehr zeitgemäßer Forschungsbereiche wie bsp. der Extraktion fossiler Ressourcen und Priorisierung relevanter Forschungsfelder.

Vorrangige Aufgabe der Umweltpolitik soll es werden, die Idee einer umfassenden ökologischen Transformation im Sinne eines erweiterten Innovationsverständnisses auf kulturellen, gesellschaftlichen und institutionellen Wandel weiterzuentwickeln und integrativ in die bestehenden Politikfelder einzubinden.

Das Gutachten in Kurz- und Langfassung finden Sie hier zum Download.

Wilfried Hinsch in der FAZ: „Die Freiheit der Forschung“

In einem neuen Beitrag zur Wissenschaftsfreiheit und der Legitimität politischer Steuerung von Forschungsprozessen diskutiert Wilfried Hinsch das Konzept und die Forderungen nach einer transformativen Wissenschaft vor dem Hintergrund der Theorie von „Organisationen“ und „spontanen Ordnungen“ (von Hayek).

Während Wissenschaft klassische Organisationseinheiten voraussetze, dürfe der Prozess wissenschaftlichen Erkennens nicht als organisierter Prozess verstanden werden sondern müsse als „kooperatives kollektives Unternehmen“ verstanden werden, „dessen Ziel ein systematischer gemeinsamer Erkenntnisgewinn ist, auch wenn vorab nicht zu sehen ist, welche Form dieser Gewinn annehmen wird“.

Dies schließe die politische Vorgabe „großer gesellschaftlicher Herausforderungen“ nicht aus. Es schließe aber aus, die wissenschaftliche Auseinandersetzung im Detail zu steuern, da politische Steuerung voraussetze, dass wir wissen, was genau wir erreichen wollen.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen.

Wissenschaftliche Mitarbeiter/in für Bildung für nachhaltige Entwicklung am Institut Futur an der FU Berlin gesucht

Die Arbeitsstelle beim Wissenschaftlichen Berater des BMBF für das UNESCO-Weltaktionsprogramm (WAP) Bildung für nachhaltige Entwicklung, Prof. Gerhard de Haan, angesiedelt am Institut Futur der FU Berlin sucht befristet bis zum 25.09.17 eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in zur Elternzeitvertretung (75%, 13 TV-L FU).

Ziel der wissenschaftlichen Beratung am Institut Futur ist die Entwicklung und Durchführung eines Monitorings zur Beobachtung von Entwicklungsprozessen bei der Umsetzung des Weltaktionsprogramms (WAP) sowie der BNE-Implementierung in Deutschland und einer entsprechenden Berichterstattung gegenüber verschiedenen WAP-Gremien (Nationale Plattform, Fachforen, Partnernetzwerke etc.).

Zu den Aufgaben gehören die Mitarbeit bei der Erarbeitung von Positionspapieren und thematischen Synopsen ebenso wie die Erstellung von Sachstandsberichten, wissenschaftlichen Publikationen und Präsentationen sowie wissenschaftliche Beratung.

Es sind Bewerbungen von Absolvent/innen der Erziehungs-, Politik-, Kommunikations- oder Nachhaltigkeitswissenschaften mit Erfahrung in Bildung für nachhaltige Entwicklung erwünscht. Bewerbungsfrist ist der 09.05.2016. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Call for Papers: Open Access Journal SOCIENCE

Das neue inter- und transdisziplinäre Open Access Online Journal SOCIENCE lädt zum Einreichen von Beiträgen zur Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, insbesondere zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Rolle transformativer Lernprozesse für einen sozial-ökologischen Wandel, ein.

Das Ziel des neuen Journals ist die Unterstützung angewandter und verantwortungsbewusster transformativer Forschung, die einen offenen und kritischen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert.

Für die erste Ausgabe von SOCIENCE sind Beiträge mit theoretischem, konzeptionellem oder empirischem Hintergrund aus den Gebieten transdisziplinärer Forschung und Nachhaltigkeitsprozessen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, besonders solche mit Fokus auf Wissensaustausch und Lehr-/Lernprozesse erwünscht.

Einreichungsfrist ist der 15. Juni 2016, das angestrebte Publikationsdatum im Oktober. Ansprechpartner für Fragen ist Christian Rammel.
Alle weiteren Informationen finden Sie Call for Papers SOCIENCE.

Symposium „Wie innovativ ist Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland“ am 13. Juni an der HAW Hamburg

Die HAW Hamburg veranstaltet am Montag, den 13. Juni ein Symposium zum Thema „Innovation in der Nachhaltigkeitsforschung: ein Beitrag zur Umsetzung der UNO Nachhaltigkeitsziele“.

Nach Verabschiedung der sog. „Sustainable Development Goals
(SDGs) und des Dokuments „Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development“ in 2015 steht nun die Umsetzung der SDGs an. Dazu soll diskutiert werden, wie Forschung zum Thema Nachhaltigkeit hier einen Beitrag leisten kann: Wie sehen innovative Ansätze in der integrativen Forschung für eine globale Nachhaltigkeit aus und wie kann Nachhaltigkeitsforschung nicht nur ökologisch sondern auch wirtschaftlich und sozial relevant sein ?

Um hier konkrete Ansätze zu erarbeiten lädt das Forschungs-und Transferzentrum „Applications of Life Sciences“, Initiator des „World Symposium on Sustainability in Higher Education“, zum Symposium ein.

Als Dokumentation und Output der Veranstaltung soll das Buch „Innovation in der Nachhaltigkeitsforschung“ als Teil der Buchreihe
„Theorie and Praxis der Nachhaltigkeit“ im Springer Verlag veröffentlicht werden.

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wochenendakademie für Studierende zu Nachhaltigkeit an Hochschulen vom 6.-8. Mai in Aachen

Der Verein zur Förderung politischen Handelns und rootAbility halten von Freitag, den 06.05. bis Sonntag, den 08.05. in Aachen erneut das Seminar „Hochschulen und Nachhaltigkeit – Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten?“. Das Seminar richtet sich an Studierende, die sich für Nachhaltigkeit interessieren und mehr Wissen und Fähigkeiten erlernen möchten, wie sie Nachhaltigkeit an ihrer Hochschule voranbringen können. Inhaltlich soll es darum gehen:

  • Einsichten zu erlangen, wie sich Nachhaltigkeitsprozesse an Hochschulen gestalten lassen,
  • Sich mit anderen aktiven Studierenden zu vernetzen und auszutauschen,
  • Methoden, Projekte, Tipps und Tricks zu erlernen wie der Nachhaltigkeitsprozess an der eigenen Hochschule besser begleitet werden kann,
  • Neue Inspiration, Motivation und Energie zu gewinnen,
  • Mehr von einem Referenten der Universität Maastricht über das Green Office Modell zu lernen.

Die Plätze sind auf 20 Teilnehmende begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro. Alle weitere Informationen erhalten Sie hier.