Fokus: Neue Studiengänge

Die Reform schon bestehender Bachelor-/Master-Studiengänge ist eine Herausforderung, die richtige Gestaltung neuer Studiengänge die andere. In den meisten Hochschulen sind aktuell viele zusätzliche Studiengänge in Planung – sowohl in der grundständigen Lehre als auch im Weiterbildungsbereich. Hier gilt es von vorneherein, die Fehler zu vermeiden, die zu den aktuellen Studierendenprotesten geführt haben.

Empfehlung: Jeder neue Studiengang muss von Studienkommission und Fach-/Fakultätsrat genehmigt werden. Bringen Sie sich als studentische Vertreter in die Planung der Studiengänge ein. Weisen Sie früh auf Fehlentwicklungen hin und animieren Sie die Studiengangsplaner zu Mut bei Lehr- und Prüfungsformen. Neue Studiengänge und zukünftige Studierendengenerationen sollten von Ihren Erfahrungen profitieren.

Links: Kapitel „Neue Studiengänge“ im Buch „Nachhaltige Wissenschaft“

Zurück zum Überblicksbeitrag.

Ein Gedanke zu „Fokus: Neue Studiengänge“

  1. Die Reform ist natürlich auch als eine Chance zu begreifen. Es geht also nicht so sehr um zusätzliche Angebote, vielmehr erfordert das Vorhandene einen neue Zuschnitt. Ich selbst beobachte das mit Kollegen in der Informatik. Die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann, gilt nicht nur hier. Auch in den USA wagt man sich an völlig neue Gedanken (siehe die letzten Ausgaben der Communications of the ACM). Bis hin zu: „Computer Science“ als „Social Science“. Mit dem Einbringen und etwas Mut ist es in dem Fall nicht mehr getan – und in vielen anderen Bereichen dürfte es ähnlich aussehen. Es braucht eine völlig neue fundamentale Idee. Was macht eine Informatik aus, die sich mit Informatik-Systemen in der Lebenswelt und in sozialen Subsystemen befasst? Das betrifft also Informatik-Systeme in Organisationen, aber eben auch zunehmend die „Social Networks“ und dem neuen Umgang mit externalisiertem Wissen. Es ergeben sich da schnell auch spannende Bezüge zu Fragestellungen sich vollziehender und erwünschter gesellscjaftlicher Veränderungen (Informations- und Wissensgesellschaft, nachhaltige Entwicklung, Informatik-Systeme als neue Medien und Kommunikation usw.).

Kommentare sind geschlossen.