Tagung „Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften“ des Wissenschaftsrates am 9./10.12.2012 in Bonn

Am 9. und 10.12. veranstaltet der Wissenschaftsrat eine Tagung zu den „Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften – Stellenwert/Förderung/Zukunftsperspektiven“ im Wissenschaftszentrum in Bonn. Die Tagung und die sie organisierende gleichnamige Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrates sensibilisieren für die Bedeutung von Forschungsinfrastrukturen jenseits der Technik- und Naturwissenschaften. Zu geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsinfrastrukturen zählen z.B. die Digitalisierung des kulturellen Erbes, die Digitalisierung von Sprachressourcen sowie quantitative und qualitative Datenbestände zur Beschreibung sozialer Prozesse. Gerade letztere sind auch für eine nachhaltigkeitsorientierte Transformationsforschung von zentraler Bedeutung. Für ein differenziertes Verständnis von Transformationsprozessen spielt die Gestaltung von Laboren bzw. Realexperimenten des Wandels z.B. in Städten oder Stadtteilen eine wichtige Rolle. Die systematische Konzeptionierung solcher Labore sowie die Erfassung und Auswertung in solchen Projekten gewonnener Daten gewinnt für die Nachhaltigkeitsforschung zunehmend an Bedeutung. Claus Leggewie, Direktor des kulturwissenschaftlichen Institutes in Essen mit seinem Schwerpunkt „Klimakulturen“ ist einer der aktiv Beitragenden auf der Tagung.