Bildung einer zivilgesellschaftlichen Plattform zur transformativen Wissenschaftspolitik erfolgreich vorbereitet

Am 03.07.2012 kamen ca. 50 Vertreter_innen von Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften, Verbraucherschutz- und entwicklungspolitischen Verbänden in der Bundesgeschäftsstelle des NABU zusammen, um über gemeinsame Positionen innerhalb der Wissenschafts- und Forschungspolitik zu diskutieren. Die Konstellation dieses breiten Bündnisses kurz nach den Transformationskongress des DNR, des DGB und der EKD in Berlin zeigt, dass sich in der Zivilgesellschaft ein zunehmendes Unbehagen über die aktuellen wissenschaftspolitischen Antworten auf die wirtschaftlichen und ökologischen Krisen breitmacht. Der Begriff der Transformation erweist sich dabei für die Rahmung der Debatte als sehr geeignet, denn es geht nicht um kosmetische Korrekturen bisheriger Politik, sondern um strukturelle Weichenstellungen.

Nach einem Impulsvortrag von Dr. Steffi Ober „Warum brauchen wir eine Transformation des Wissenschaftssystems und eine Partizipation der Zivilgesellschaft?“ erörterten die Teilnehmer_innen in vier verschiedenen Arbeitsgruppen zunächst die zentralen Defizite der aktuellen Forschungs- und Wissenschaftspolitik. Neben einer mangelnden gesellschaftlichen Problemorientierung der aktuellen Wissenschaftspolitik, sowie einer Technologie-Fixierung innerhalb großer Förderprogramme wurde von den Teilnehmer_innen das Fehlen von Möglichkeiten und der Bereitschaft zur Partizipation der (organisierten) Zivilgesellschaft an wissenschaftspolitischen Entscheidungen kritisiert.

Der Nachmittag wurde mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Uwe Schneidewind „Warum braucht die Forschungslandschaft die Zivilgesellschaft?“ eingeleitet. In diesem Vortrag thematisierte der Referent die Bedeutung der organisierten Zivilgesellschaft zur Ausbalancierung verschiedener Interessen(sgruppen) an die Wissenschaft und die damit einhergehende Wahrung der Forschungsfreiheit. Anschließend suchten die Teilnehmer_innen wiederum in vier Arbeitsgruppen nach möglichen Strategien auf dem Weg zu einer transformativen Forschungs- und Wissenschaftspolitik. Neben einer ehöhten Transparenz und der gezielten Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in wichtige wissenschafts- und forschungspolitische Entscheidungsprozesse, fanden die Teilnehmer_innen das Capacity Buildiung und die Knüpfung eines breiten Netzwerks Wissenschaftspolitik besonders wichtig. Zentrales Ergebnis der Veranstaltung war daher, dass ab August 2012 ein regelmäßiger Austausch zwischen den Teilnehmenden zum Aufbau solch einer zivilgesellschaftlichen Plattform führen soll.

2 Gedanken zu „Bildung einer zivilgesellschaftlichen Plattform zur transformativen Wissenschaftspolitik erfolgreich vorbereitet“

    1. Hallo Jens,
      eine Webseite ist im Aufbau, solange können Sie sich hier auf dem Blog über die wichtigsten Geschehnisse informieren.

      Entschuldigen Sie die verzögerte Antwort…

      mit Freundlichen Grüßen
      Ihr TransformationWissen-Team

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