Veranstaltungsbericht „Transformative Wissenschaft – Katalysator für neue Wohlstandsmodelle in Niedersachsen?“ am 13.11. in Hannover

Die Orientierung der Wissenschaft an den großen Herausforderungen („Grand Challenges“) ist auch für Niedersachsen ein Thema von hoher Relevanz – dies zeigte die gute Resonanz auf die Podiumsdiskussion am 13.11.2012 in Hannover. Die Kooperationsveranstaltung der Stiftung Leben und Umwelt und der NaWis-Runde war Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des Wissenschaftsjahres „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“.

Auf die knapp 50 Gäste wartete ein hochkarätig besetztes Podium aus drei Universitätsleitungen (Prof. Dr. Jürgen Hesselbach/ Präsident der Universität Braunschweig & Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz, Prof. Dr. Sascha Spoun/ Präsident Leuphana Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lücke/Vizepräsident der Universität Göttingen), der Politik (Dr. Gabriele Heinen-Kljajic/ Wissenschaftspolitische Sprecherin Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen), der Zivilgesellschaft (Prof. Dr. Helmut Horn/ BUND) und studentischen Vertretern (Andre Vespermann/ Universität Hildesheim). Prof. Dr. Uwe Schneidewind/ NaWis-Runde moderierte die Runde.

Anja Piel, Stiftungsrätin der Stiftung Leben und Umwelt und Landesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen Niedersachsen skizzierte in ihrer Eröffnung den notwendigen Paradigmenwandel des aktuellen Wissenschaftssystems hin zu einer Transformativen Wissenschaft, die die Zivilgesellschaft mit einbindet und den eigenen Strukturwandel voranbringt.

Die Diskussion der Podiumsteilnehmer beleuchtete zunächst deutlich die Diversität der Wege einer Universität zu mehr Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Die TU Braunschweig ist durch ein stärker klassisches (Natur- und Ingeneur-)Wissenschaftliches Verständnis geprägt, das zugleich seit vielen Jahren in der Kooperation mit Unternehmen eine Öffnung erfährt. Die Universität Göttingen hat mit dem Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung bereits einen Leuchturm für transdisziplinäre Forschung und plant ein Studium Oecologicum nach dem Vorbild der Initiative „Greening the University“ in Tübingen. Die Leuphana Universität Lüneburg setzt mit einer eigenen Fakultät Nachhaltigkeit und einer umfassenden transdisziplinären Eingangsphase (Leuphana Semester) eine Wissenschaft für und mit der Gesellschaft am konsequentesten um.

 

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