Online Beteiligungsplattform zur Forschungswende

Bereits im Jahr 2012 hat die zivilgesellschaftliche Plattform „Forschungswende“ eine Online Beteiligungsplattform gestartet. Kurz vor dem dritten Workshop der Plattform aus Umweltverbänden, kirchlichen und gewerkschaftlichen Akteuren wird das Tool nochmals offensiv beworben. Auf der Seite können Interessierte in den Bereichen Ernährung, Wachstumsdebatte, Energiewende oder Mobilität die aus ihrer Sicht aktuell offenen Forschungsfragen artikulieren und diskutieren.

„Die Online ‚Beteiligungsplattform Forschungswende‘ gibt uns Hoffnung auf die Chance einer höheren zivilgesellschaftlichen Beteiligung“ meint ein Mitglied der 2012 gegründeten Initiative. „Und diese aktive Teilnahme der zivilgesellschaftlichen Organisationen als Pioniere des kulturellen Wandels für eine nachhaltigen Gesellschaft wird dringend benötigt“ bekräftigt Dr. Steffi Ober, die Leiterin des Projektes. Um die großen Herausforderungen wie Klimawandel, Finanzkrise oder Ressourcenknappheit zu bewältigen, erwarten wir Lösungen aus der Wissenschaft. Jedoch reichen die Antworten der Forschungssysteme nicht aus, bleiben oft technologiefixiert und beziehen gesellschaftliche Akteure zu wenig ein.

Deshalb hat die Initiative am 30. Oktober 2012 die ‚Beteiligungsplattform Forschungswende‘ freigeschaltet. Die Beteiligungsplattform dient der Meinungsbildung und Bündelung der Interessen. Angesichts der komplexen Wirklichkeit kann keine gesellschaftliche Gruppe mehr alleine (weder Wissenschaft, noch Wirtschaft oder Politik) Problemlösungen und Zukunftsentwürfe formulieren. Die Vielfalt der Ansätze stärkt die Idee einer deliberativen Demokratie, in der sich Bürgerinnen und Bürger partizipativ in den Diskurs einbringen.

Die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende lädt alle Interessierte herzlich ein, ihre Anliegen einzubringen, denn die Herausforderungen der „Großen Transformation(en)“ unserer Gesellschaft fordern uns alle gemeinsam zum Nachdenken und Handeln auf. Wissenschaft und Forschung für eine nachhaltige Gesellschaft sind Querschnittsthemen, die Anknüpfungsmöglichkeiten in alle Bereich bieten. Vorschläge können zu Themen wie die Energiewende, Mobilitätssysteme, Ernährung oder die Wachstumsdebatte eingebracht werden. Dabei geht es weniger darum konkrete Lösungen durchzusetzen als gemeinsam nach Forschungsfragen zu suchen und mögliche Alternativen zu formulieren. Senden Sie uns ihre Forschungsfragen und Forschungskritik unter: http://forschungswende.adhocracy.de