Was ist eine „transformative Wissenschaft“?

Transformative Wissenschaft ist ein vom WBGU in die wissenschaftspolitische Debatte eingebrachter Begriff. Die Studie Transformative Wissenschaft greift ihn in ihrer Analyse auf und entwickelt damit den 2009 vorgestellten Ansatz einer „Nachhaltigen Wissenschaft“ weiter:

„Transformative Wissenschaft versteht sich dabei als eine Wissenschaft, die als Katalysator für gesellschaftliche Veränderungsprozesse wirkt (…). Der Begriff der transformativen Wissenschaft lehnt sich an die vom WBGU (2011) geprägte Definition einer >transformativen Forschung< an. Transformative Wissenschaft ist demnach eine Wissenschaft, die >Umbauprozesse durch spezifische Innovationen (…) befördert. Sie unterstützt Transformationsprozesse konkret durch die Entwicklung von Lösungen sowie technischen und sozialen Innovationen; dies schließt Verbreitungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Möglichkeiten zu deren Beschleunigung ein und erfordert zumindest in Teilen systemische Betrachtungsweisen sowie inter- und transdisziplinäre Vorgehensweisen, darunter die Beteiligung von Stakeholdern< (WBGU 2011, S. 374.)“

Eine transformative Wissenschaft ist eine Antwort auf die Herausforderungen einer „reflexiven Moderne“. Sie macht den bewussten Umgang mit den ökologischen, sozialen und ökonomischen Nebenfolgen ausdifferenzierter Gesellschaften möglich. Mit ihr gehen drei „Wenden“ im Wissenschaftsystem einher: ein „normative turn“, ein „experimental turn“ und ein „institutional turn“.

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Konzept einer transformativen Wissenschaft findet sich im Buch „Transformative Wissenschaft“ auf den Seiten 67-76.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei Amazon.

5 Gedanken zu „Was ist eine „transformative Wissenschaft“?“

  1. Sehr schön, zu diesem Buch wird also auch ein Blog betrieben 🙂

    Das Buch analysiert die deutsche Wissenschaftslandschaft und zeigt bestehende Defizite in Forschung und Lehre auf.

    Umbauprozesse durch spezifische Innovationen.Nun ja, gesellschaftliche Veränderungsprozesse sind unumgänglich und man sollte sich damit „auseinandersetzen.

    Damit die Erde auch in Zukunft noch lebenswert bleibt, muss die Wissenschaft aktiver als bisher mit Wissen und Lösungen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
    Und auch jeder Einzelne darf gerne mitdenken 🙂

    ⟣ Die Transformation ist ein wissensbasierter gesamtgesellschaftlicher Suchprozess, der von der Wissenschaft ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung erfordert.
    ⟣ Die Transformation erfordert die Kooperation einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen, die um eine systematische Perspektive ergänzt und deutlich stärker
    integriert werden sollten.
    ⟣ Die notwendige Entwicklung und Verbreitung sozialer und technischer Innovationen erfordert umfassende wissenschaftliche Unterstützung

    Die Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ wurde von Pionierinstitutionen der Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland ins Leben gerufen. Sie hatte im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufen worden war, für große Aufmerksamkeit gesorgt. Auf 16 Tagungen diskutierten insgesamt über 1500 Experten über den Beitrag der Wissenschaft für Nachhaltigkeit.

    Allein auf technologische Innovationen und lineares Wachstum zu setzen, reicht nicht länger, um die fundamentalen Umbrüche dieser Zeit zu bewältigen. Ein neues Fortschrittsverständnis gewinnt an Kontur, in dem soziale, institutionelle und systemische Innovationen von zentraler Bedeutung sind. Damit stellen sich auch neue Anforderungen an die Wissenschaft.

    Wird das deutsche Wissenschaftssystem diesen neuen Herausforderungen gerecht? Zunehmend mehren sich die Zweifel daran.

    Es entwickelt die Perspektive einer „transformativen Wissenschaft“, die den Weg in ein zukunftsfähiges Wissenschaftssystem weist. Vorangetrieben wird sie derzeit von der organisierten Zivilgesellschaft, in Pionier-Hochschulen und -Instituten, von Vorreiter-Landesregierungen und von Stiftungen und studentischen Initiativen.

    Eine produktive Ausrichtung von Wissenschaft und Forschung an den Erfordernissen der Transformation könnte durch einen
    neuen Vertrag zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft erreicht werden.

    Wer hierzu mehr wissen möchte bedient sich bitte des Factsheet5 unter nachfolgendem Link
    http://www.wbgu.de/fileadmin/templates/dateien/veroeffentlichungen/factsheets/fs5/wbgu_fs5.pdf

  2. Leider sind die Anzahl der Zeichen im Kommentabereich begrenzt und es wird hier mehrteilig. Auch weiß ich leider nicht wie ein Sonderzeichen mit „Daumen hoch“ erstellen kann und muss mich hier einem „Zeichen“ bedienen um Akzeptanz zum Ausdruck zu bringen.

    Grundlegend hat die transdiziplinäre Gendernachhaltigkeitsforschung Erkenntnisse für Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsstrategien, nachhaltige Verkehrsplanung und -politik sowie eine internationale Klimapolitik erarbeitet.
    Angelehnt an die hier zu Verfügung gestellte Ordnung „Reformvorschlag 1- 28“ habe ich (aus Verlegenheit) folgendes Zeichen „☛“ zum „unterstreichen“ der These bzw. das , wo die Meinung übereinstimmt benutzt-die Reformvorschläge bietet also tatsächlich eine konstruktive und hoffentlich fruchtbare Perspektive.

    „Reformvorschlag 1: Mut zu hochschulpolitischen Leitbildern bei möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen“
    ☛ Gesellschaftliche Gruppen sollten Mut zu selbständigen hochschulpolitischen Entwürfen aufbringen und sich dabei von vergangenheitsorientierten ideologischen Barrieren lösen.

    „Reformvorschlag 2: „Grenzgänger-Anreize““

    ☛ Ein Ansatz kann die Schaffung von Juniorprofessuren in transdisziplinären Forschungsfeldern sein,

    3: Empirische Wissenschaftsforschung zur Nachhaltigkeit stärken“

    ☛ Systematische empirische Untersuchungen des deutschen (und anderer nationaler) Wissenschaftssysteme im Hinblick auf die Entwicklung ihrer ökologischen und nachhaltigen Ausrichtung fehlen bisher weitgehend. Diese Form der Forschung gilt es unbedingt auszubauen.

    „Reformvorschlag 4: Stärkung der sozial- und geisteswissenschaftlichen Kompetenzen in den nationalen Wissenschaftsgemeinschaften“
    ☛ Naturwissenschaftlich-technische Institute der Fraunhofer-Gesellschaft bzw. der Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft sollten konsequenter ihre sozial- und geisteswissenschaftlichen Kompetenzen ausbauen.

    „Reformvorschlag 5: Innovationsministerien nutzen“
    ☛ Gerade die Kombination von Wissenschafts- und Wirtschaftsressort bietet vor dem Hintergrund einer Nachhaltigen Entwicklung die interessante Chance, die vorherrschende Dominanz von Wirtschaft vor Wissenschaft in einem solchen „Innovations-Ministerium“ umzudrehen

    „Reformvorschlag 6: Netzwerk von Nachhaltigkeitshochschulen als Angebot an Politik und Gesellschaft“
    ☛ Dies sollte sowohl kommuniziert werden als auch in den Rahmen bestehender staatlicher Steuerungsmodelle (Zielvereinbarungen, indikator-orientierte Mittelzuweisungen) der jeweiligen Sitzländer eingebettet sein. (S. 45).

    „Reformvorschlag 7: Nachhaltigkeits-Wissenschaftsrat“
    ☛ Dieser Rat wäre dafür verantwortlich eine zwischen Wissenschaft und Politik eng abgestimmte Forschungsagenda zu beraten und zu verabschieden

    „Reformvorschlag 8: Inseln der Heterodoxie“
    ☛ Auf ihnen sollten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus neuen und ungewöhnlichen Perspektiven Fragen der Nachhaltigkeit und der Transdisziplinarität nähern können. (S. 80).

    „Reformvorschlag 9: Kompetenzzentren für transdisziplinäre Forschung“
    ☛ Sowohl die großen nationalen Wissenschaftsgemeinschaften als auch die mit Zukunftskonzepten erfolgreichen Universitäten der Exzellenzinitiative sollten Kompetenzzentren für Methoden und das Management transdisziplinärer Forschung einrichten

    „Reformvorschlag 10: Nachhaltigkeitscluster und Graduiertenschulen“
    ☛ Dabei sollte auf die Projekterfahrungen und institutionellen Vorarbeiten des sozial-ökologischen Förderprogramms (SÖF) aufgebaut werden. Einzelne Forschungsgruppen der Nachhaltigkeitsforschung sollten sich im Vorfeld bewusst um eine Reinhart-Koselleck-Förderung bemühen, um auch hierüber eine Sensibilisierung der DFG-Gremien für risikoreiche transdisziplinäre Forschungsvorhaben zu erreichen. (S. 120).

    „Reformvorschlag 11: Stärkung der sozial-ökologischen Forschung“
    ☛ Diese Förderprogramme sollten auf innovativen Formen der integrierten Bund-Länder-Förderung basieren, die auch die Hochschulen im Hinblick auf die Verstetigung sozial-ökologischer Forschung in die Pflicht nehmen.
    Das Mittelvolumen für sozial-ökologische Forschungsansätze sollte erheblich ausgeweitet werden, insbesondere dadurch, dass in bestehenden Forschungsprogrammen mit hoher Nachhaltigkeitsrelevanz Anreize für eine stärkere sozial-ökologische Ausrichtung der Forschung geschaffen werden.

    „Reformvorschlag 12: Schaffung einer Mistra-Stiftung“
    ☛ Die das Stockholmer Resilience Centre finanzierende Schwedische Stiftung für strategische Umweltforschung (MISTRA) sollte Vorbild für die Schaffung einer ähnlichen Stiftung in Deutschland sein.

    „Reformvorschlag 13: Schaffung von „Resilience“- oder „Tyndall“-Zentren“
    ☛ Im Sinne eines globalen „Capacity Building“ für mehr transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung sollte es in Deutschland eine Initiative für die Schaffung von einem oder sogar mehreren Zentren für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung geben

    „Reformvorschlag 14: Sozial- und kulturwissenschaftliche Förderoffensive“
    ☛ Eine solche Initiative sollte u.a. Folgendes umfassen:

    ☛ eine Ausweitung der sozial- und kulturwissenschaftlichen
    Programmförderung,

    ☛ die Gewinnung von „Leitwissenschaftlern“ der Disziplinen für die
    Nachhaltigkeits-Debatte durch spezifische Anreize,

    ☛die Einrichtung von Professuren zu „Sozialwissenschaften und
    Nachhaltigkeit/Klimawandel“,

    ☛ den Aufbau „sozialwissenschaftlicher Infrastrukturen“ im Sinne von
    Panels für Längsschnittanalysen aber auch in Form von
    sozialwissenschaftlichen „Laboren“.

  3. „Reformvorschlag 15: Kriterien transdisziplinärer Forschung verankern“
    ☛ Rankings nach Transdisziplinaritätskriterien würden z.B. Veröffentlichungen mit anderen Wissenschaftlern, Publikationen in fachfremden Journals oder den Impact der Forschung z.B. in Form von Auflagenzahlen von Büchern messen und auf diese Weise einen Überblick darüber geben, wo besonders herausragende transdisziplinäre Forschung stattfindet.
    In immer mehr Fächern wird es zur Regel, die schriftliche Habilitationsleistung und auch die schriftliche Promotionsleistung „kumuliert“ zu erbringen. D.h. statt eines umfassenden wissenschaftlichen Buches reicht die DoktorandIn bzw. die HabilitandIn mehrere in wissenschaftlichen Journals veröffentlichte Aufsätze ein. In den Promotions- und Habilitationsordnungen der Fakultäten ist geregelt, in welcher Zahl und Güte (Welche Journal-Qualität?) diese Aufsätze für einen erfolgreichen Abschluss des Verfahrens mindestens vorliegen müssen.

    „Reformvorschlag 16: Alternativer Nobelpreis für transdisziplinäre Forschung“
    ☛ Mit diesem Preis würde jedes Jahr eine herausragende Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler für ihre Arbeit im Bereich transdisziplinärer Forschung ausgezeichnet werden. (S. 168).

    „Reformvorschlag 17: Panel/Programme on Sustainable Germany“
    ☛ Damit wäre es ein wichtiger Ansprechpartner für gesellschaftliche Stakeholder und die Politik (und auch die Forschungspolitik auf Länder- und Bundesebene). Eine solche Einrichtung wäre eng zu verbinden mit den bestehenden internationalen Forschungsprogrammen der Earth System Science Partnership (ESSP), aber auch mit bestehenden nationalen Einrichtungen mit vergleichbaren politischen Bündelungsfunktionen wie dem Nationalen Komitee der Global Change-Forschung oder der deutschen wissenschaftlichen Akademie Leopoldina.

    „Reformvorschlag 18: Virtuelle BNE Academy in den General Studies-Bereichen“
    ☛ Um die Möglichkeiten der General-Studies-Bereiche der Bachelor- und Master-Studiengänge konsequent und auf hohem Qualitätsniveau für eine nachhaltigkeitsorientierte Lehre zu nutzen, bietet sich die enge Kooperationen mehrerer Hochschulen an, um auf diese Weise ein Lehrangebot zu schaffen, das standortübergreifend von Studierenden belegt werden kann – idealerweise im Rahmen von internationalen Kooperationen.

    „Reformvorschlag 19: Nachhaltige Supercool School“
    ☛ Um die Möglichkeiten des Web 2.0 noch intensiver im Nachhaltigkeitsbereich zur Geltung zu bringen, sollte eine „Nachhaltige Supercool School“ initiiert werden. Sie sollte sowohl den Schul- als auch den Hochschulbereich umfassen.
    Genauso könnte sie zur Austauschplattform zwischen NGOs und Angehörigen in Hochschulen werden, um das Wissen über einen „Wandel für Nachhaltigkeit“ für konkrete Initiativen vor Ort verfügbar zu machen. (S. 203).

    „Reformvorschlag 20: Sustainable Second Life“
    ☛ Solche Projekte sollten dabei durchaus an mehreren Hochschulstandorten aufgesetzt werden und die Lehr- und Forschungsgruppen sich eng vernetzen – insbesondere auch zum Austausch methodischer Fragen. (S. 204).

    „Reformvorschlag 21: Weiterbildungsoffensive“
    ☛ Vorbild sollte dabei das Modell der „Third Stage of University Education“ der Harvard University sein. Das BMBF sollte eng mit dem Auswärtigen Amt und dem Entwicklungsministerium (BMZ) und ggf. Landesministerien kooperieren und den engen Austausch mit Umwelt- und Entwicklungsorganisationen suchen, um Angebote zu generieren, die auf die Bedürfnisse von Non-Profit-Organisationen im Nachhaltigkeitsbereich zugeschnitten sind. Eine besondere Rolle sollten Programme spielen, die in Kooperation mit ausländischen Partnern realisiert werden, um die internationale Dimension der Qualifizierungsangebote zu unterstreichen. (S. 208).

    „Reformvorschlag 22: Lehrprofessuren für Nachhaltige Entwicklung“
    ☛ Die LehrstuhlinhaberInnen sollten hohe Anforderungen an Transdisziplinarität und Qualität ihrer bisherigen Lehre erfüllen. Vor diesem Hintergrund sollten in den Berufungsprozess sowohl Studierende als auch unterschiedliche Praxispartner und Anspruchsgruppen (u.a. aus dem NGO-Bereich) stärker als sonst an der Auswahl der Professuren beteiligt werden.

    „Reformvorschlag 23: Förderung von studentischem Nachhaltigkeits-Engagement“
    ☛ Solche Auszeichnungen bieten eine hervorragende Möglichkeit zur stärkeren Sichtbarkeit des Themas Nachhaltigkeit an Hochschulen, gleichzeitig leisten sie neben der Motivation für engagierte Studierende einen Beitrag zur Profilbildung von Hochschulen im Bereich Nachhaltigkeit.

    „Reformvorschlag 24: Nachhaltigkeitsverband für die deutsche Wissenschaft“
    ☛ Analog zum Stifterverband für die Wissenschaft mit seinen hoch effektiven Instrumenten zur Impulsgebung an das Deutsche Wissenschaftssystem sollte ein „Nachhaltigkeitsverband für die Deutsche Wissenschaft“ initiiert werden, der von heute schon bestehenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsstiftungen, von Umweltverbänden, Kirchen sowie umweltorientierten Unternehmen getragen wird. (S. 231).

    „Reformvorschlag 25: Centrum für nachhaltige Hochschulentwicklung (CNH)“
    ☛ Institutionell wäre vorstellbar das Kuratorium einer solchen Einrichtung mit Mitgliedern aus dem Nachhaltigkeitsrat sowie Vertretern des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) und des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WGBU) zu besetzen, um darüber eine enge Verzahnung mit anderen Schlüsselinstitutionen der Nachhaltigkeit in der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik zu gewährleisten. (S. 236).

    „Reformvorschlag 26: Übersetzungsinstitutionen“
    ☛ Im Kontext nachhaltiger Entwicklung gibt es bisher nur sehr wenige solcher Übersetzungsinstitutionen. Dazu gehören z.B. das Wuppertal-Institut sowie einige freie Forschungseinrichtungen wie das Öko-Institut oder Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).
    Bei der Einrichtung neuer Forschungsinstitute im Rahmen der nationalen Wissenschaftsgemeinschaften, aber auch bei Initiativen auf der Ebene einzelner Bundesländer sollte daher verstärkt darauf geachtet werden, die Kapazitäten im Bereich dieser Übersetzungsinstitutionen auszubauen. (S. 239).

    „Reformvorschlag 27: IPCC-angelehnte Strukturen der Politikberatung“
    ☛ Ähnliche Strukturen der Wissenssichtung und -bewertung sollten auch für andere Umweltbereiche, aber insbesondere auch für die Wissensbestände über effektive Politikmuster erfolgen.
    In einer internationalen Abstimmung sollten „Lead-Institutionen“ den Aufbau entsprechender Panels für unterschiedliche Wissensbereiche übernehmen. (S. 240).

    „Reformvorschlag 28: Netzwerk mittelgroßer Nachhaltigkeitsuniversitäten“
    ☛ Eine kleine Zahl mittelgroßer Universitäten sollte den Mut haben, bewusst den Weg von „Nachhaltigkeitsuniversitäten“ mit transdisziplinärer Ausrichtung zu gehen. Sie sollten sich zur hochschulpolitischen Wirksamkeit und dem weiteren Ausbau der für eine solche Forschung notwendigen Infrastrukturen untereinander und miteinander vernetzen, um auf diese Weise zum Katalysator für einen Wandel im Wissenschaftssystem zu werden. (S. 258).

    ——————————

    Auch wer selbst keine Reformforschläge zum Besten gibt-es wird Zeit. Da können wir im Rahmen der Selbstverantwortung durchaus auch schon mal damit anfangen ein Buch zu lesen.

    Alles in allem ein tolles Thema mit vielversprechenden neuen und wirkungsvolleren Ansatzmöglichkeiten, das auch zugunsten der Überwindung von End-of-the-pipe-Ansätzen neue Handlungsfelder und -möglichkeiten eröffnen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgender_Umweltschutz

    Mehr Informationen zum Ausschuss für Wissenschaft des Berliner Abgeordnetenhauses:

    http://www.parlament-berlin.de/pari/web/wdefault.nsf/vHTML/C16-00102?OpenDocument

    Vielen Dank für dein Engagement und diesen Einblick
    Liebe Grüße
    Seelenschwingung

  4. Hiya ihr transform-Wissenschaftler,

    Es wäre gut wenn ´die Wissenschaft´, was mithin ein weites Gebiet und auch der Bedeutung ist, mal überhaupt eines wäre was vom Volk bzw. den Menschen gemacht wird. Dem ist freilich gewisser Maßen so, sofern diese auch ´aus Deutschland´ (evo. bio.) sind, und nicht nur von Merkel. Neuerlich wohl auch die Erzengel, gestützt auf die Forschung die Betrand Russel (siehe ´Prinzipia …´ festgestellt hat, das wir im Univerusm sind. Vielleicht lags daran das der Engländer war und unter dem Inselsyndrom litt). Auch abgesehen davon das das Higgs-Teilchen noch nicht gefunden worden ist, zumindest wenigsten 10^-14 [s] beobachtet, wie vorausgesagt, ´mit dem + an theo.´, und die diversen schwarzen Löcher „die full alles immer einlutschen!“, m.a.W. saugen die ganze Materie (Achtung !Atomar, Grün!) auf. Ect. pp. usw.

    Also wenn ihr dann mal hier fertig seid mit eurem ´Seelenschwingsgetröte´ folgendes dazu:
    Allgemeines: Ich bin voll Fan von Cornelius Castoriadis ´Gesellschaft als imaginäre Institution´, wenngleich ich von solchem nur bedingt ATTAC überzeugen kann ~ was auch durchaus Sinn hat (insofern z.B. solidarische Hilfe praktischer ist).
    Ich fand z.B. ´Transformation des Politischen´ von Thomas Meyer gar nicht falsch bzw. idS. in die richtige Richtung.

    Letzt gab es ein Preisrätsel vom Bäcker um die Ecke. Da habe ich zu der Frage: „Was würden Sie vorschlagen zu verbessern?“ geschrieben: Gut fände ich wenn die Angestellten zur Ganzheit der Produkte Kenntnis hätten. Anbaugebiete, Agrarkultur, Lebensmittelchemie, und solches. – Mir geht nämlich die Schmarotzeridiotenscheiße von den Medien-Info-Blödscheißen-Parasiten-Schmarotzer Idiote’innen gehörig auf den Keks!!~ das ist ja nur noch so!, nur noch das kreatürliche Fickorganisationsgehopse ! ~ bei Tag&Nacht, mit Oberkommissar, Generalmajor (internationaler Friedenseinsatz usw.) freilich.

    Gut wäre auch wenn ´die Politikertröten´ mal überhaupt Grundschule abgeschlossen hätten, dann würden die nämlich mal ´Zeit und Raum´, mithin auch nur irgendwas im Anflug dessen an ´gesellschaftlicher Wissenschafts-Grundlagen´ repäsentieren. Ganz abgesehen von dem anderen Blödscheißen Abbi’Gelalle. Betriftt dito auch ´Erasmus´ und sonstigen neuen ´Kraft durch Freude´- diary’s Mitteilungen.

    Darunter wäre auch z.B. Sozialhilfe im Islam zu denken, und zwar auch ´transformativ aus dem Bestehenden´.

    Da ist real Nichts an jeweiliger ´Volksdemokratie´, ob im Stadtteil, ob in der Landespolitik, ob in der internationalen Politik. Und zwar eben ´politisch´-politologisch´, und das ist auch empiritisch so.

    ~~, kurzum an das ´transformative Wissenschafts´ transformative ist nur die neuerlich manifest pathologische Formulierung des ´Reduktionistischen Positivismus´. Mithin ist es wiederum kaum was anderes als das was es immer gewesen ist, nämlich die pleremische Trötidiotie derselbigen. Und zwar aller dieser für ´die Kapitalisten´, ´für das Verbrechertum´ und das ´Proletenmiststückgetue´~ davon der Abschaum. In Wahrheit steckt nämlich das dahinter. Anstatt nämlich all jenes der in sonstwas Ländern ´Fragen der Revolution´, der ´Selbstorganisation des Volkes´ usw. dafür und danach überhaupt in das vermeintliche Kalkül dessen einzuschließen bzw. zu meinen. Stattdessen wir wieder die Sozialkakker und Kindertussen-Elite ins Feld geführt, die sobald diese das Maul aufmachen jegliche revolutionär/forschrittliche, denn demokratistische Projektion, ad absurdum todpsychotisieren. Was an ´Kultur´ besteht ist denn sowieso offensichtlich was ´Lebensbewältigung´ heißt.

    Ich will Euch mit meinen kurzen Statement hier gar nicht direkt persönlich meinen. Ich bin auch nicht von Nichts und Ohne und habe meine Erfahrungen damit gemacht. Insofern aber weiß ich das auch zu bewerten, und zwar auch das der gesellschaftliche Kontext für die Finalität in dieser eigentlichen Massenpsychose fehlt bzw. eben solcher ist.

    … – greetings-

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