Wohin geht eigentlich unsere Forschungsförderung?

Deutschland investierte 2012 insgesamt ca. 70 Milliarden Euro (2,82% seines Bruttoinlandsprodukt) in die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Die Studie Transformative Wissenschaft zeigt, wie diese Gelder verteilt werden und welche Rolle darin eine Forschung für Nachhaltigkeit einnimmt.

„Rund zwei Drittel der Aufwendungen werden in Forschungsprojekten innerhalb der deutschen Industrie erbracht und davon rund 77% in den Sektoren Fahrzeugbau (37% der gesamten Industrie- F&E-Aufwendungen), der Elektroindustrie, der Chemie, der Pharmaindustrie und des Maschinenbaus. Der zentrale Anteil der Forschungsanstrengungen in Deutschland ist daher unmittelbare technologische Forschung in den deutschen Schlüsselindustriesektoren.“ (S. 141)

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Verteilung der Forschungsförderung findet sich im Buch auf den Seiten 139-166.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

2 Gedanken zu „Wohin geht eigentlich unsere Forschungsförderung?“

  1. und ein erheblicher Anteil der Steigerung von 2,8 % F&E in 2011 auf 2,88 % in 2012 geht auf das Konto der exportorientierten Rüstungsindustrie (EFI 2013). Sind das Steigerungsraten der Forschungsausgaben, die wir bejubeln sollten?

  2. Mit den ganzen steuerlichen Änderungen nach den nächsten Bundestagswahlen soll sich auch was im Sektor Forschungsförderung tun. „Andreae: Dort, wo Forschung steuerlich gefördert wird, gibt es einen Innovationsschub. Mittelständler sind oft finanziell nicht dazu in der Lage, intensiv zu forschen. Deshalb wollen wir mittelständische Unternehmen in der Forschungsförderung entlasten. Hinzu kommt eine Entbürokratisierung bei der Abschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter und eine Vereinfachung der Thesaurierung, um die Eigenkapitalbasis dieser Unternehmen zu stärken.“ (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/vermoegensabgabe-zielt-auf-hohe-vermoegen/ )
    Das hört sich doch gut an, wenn man bedenkt, dass das Land Innovationen benötigt, um im Wettbewerb bleiben zu können.

    Gruß,
    W.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.