Die Transition-Forschung – geeigneter Rahmen um Veränderungen im Wissenschaftssystem zu analysieren?

Im Rahmen der Transition-Forschung werden in den vergangenen Jahren zunehmend sektoriale Veränderungsprozesse, ihre Akteure und Wirkmechanismen untersucht. Die Studie Transformative Wissenschaft überträgt die Erklärungsmuster der Transition-Forschung auf das deutsche Wissenschaftssystem und leitet daraus Handlungsempfehlungen zur Neuausrichtung ab.

„Der Bezugsrahmen der Transition-Forschung und insbesondere die Logik der Mehr-Ebenen-Perspektive scheinen besonders geeignet, um Veränderungen im deutschen Wissenschaftssystem besser zu verstehen. In Deutschland gibt es keine einfache lineare Steuerungslogik des Wissenschaftssystems. Durch die grundgesetzlich geschützte Wissenschafts- und Hochschulautono- mie sind politischer Lenkung deutliche Grenzen gesetzt. Nationale Politik kann durch die föderalen Strukturen den Bundesländern nur bedingt Vorgaben machen. Daher wirken Steuerungsimpulse im deutschen Wissenschaftssystem nur multilokal und im Zusammenspiel miteinander. Genau diesem Wechselspiel trägt die Steuerungslogik der Transition-Forschung in besonderer Weise Rechnung.“ (S. 300)

Eine weitergehende Analyse der Möglichkeiten der Umsteuerung innerhalb des deutschen Wissenschaftssystems nach der Logik der Transition Forschung findet sich im Buch auf den Seiten 298-301.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

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