Sichert vollständige Autonomie Forschungsfreiheit und Vielfalt?

Die Diskussion über eine „transformative Wissenschaft“ löst in Diskussionen immer wieder eine Reihe von Sorgen und Bedenken sowie Fehlwahrnehmungen aus. 12 der wichtigsten Fehlwahrnehmungen greifen wir auf dem Blog sowie im Buch „Transformative Wissenschaft“ (S. 377 f.) auf:

„Die Sorge um Wissenschaftsfreiheit durch eine stärkere gesellschaftliche Orientierung geht meistens mit einer Erhöhung der vermeintlichen positiven Wirkungen von möglichst weitgehender Hochschulautonomie einher. Diese Position bezieht sich dabei auf die institutionelle Wissenschaftsfreiheit, d.h. die Autonomie von Hochschulen als Institutionen, und wird gerade von Hochschulleitungen gerne vertreten.

Zwar hat die in den letzten gut zehn Jahren eingeräumte Hochschulautonomie die Produktivität der Hochschulen erheblich gesteigert – insbesondere im Hinblick auf die eingeworbenen Drittmittel sowie die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit in Form international gemessener disziplinärer Exzellenz. Gleichzeitig hat eine inhaltliche Ausdifferenzierung gerade im Universitätsbereich kaum stattgefunden. Profilbildungsstrategien von Universitäten erweisen sich heute als weitgehend austauschbar. Die Evaluationen der Exzellenzinitiative haben dies gezeigt. Kleine Fächer, heterodoxe Zentren, umfassende Formen der Inter- und Transdisziplinarität und nicht drittmittelfähige Forschung haben es zunehmend schwerer, sich zu behaupten.“

Weitere der 12 Fehwahrnehmungen finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“ auf den Seiten 377 ff.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

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