Die sozial-ökologische Forschung – Vorbild für eine transformative Wissenschaft?

Die sozial-ökologische Forschung (SÖF) in Deutschland wird seit dem Jahr 1999 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschug gefördert und hat entscheidende Entwicklungen (beispielsweise in der Diskussion um Qualitätskriterien transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung) ermöglicht. Seit der Etablierung der sozial-ökologischen Forschung wurden auch institutionelle Innovationen befördert – z.B. durch die Förderung von sozial-ökologischen Nachwuchsgruppen zur Qualifizierung von transdisziplinär arbeitenden NachwuchsforscherInnen. Die Studie Transformative Wissenschaft diskutiert warum sie durch diese institutionellen Innovationen ein Vorbild für eine transformative Wissenschaft sein kann.

„Die Sozial-ökologische Forschung verstand und versteht sich deswegen als Motor für die Entwicklung sozialwissenschaftlich aufgeklärter Transformationsstrategien von Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen sowie als Katalysator für die Entwicklung transdisziplinärer Forschungsstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem. (…) Dabei wurde mit dem Förderprogramm zur Sozial-ökologischen Forschung von Anfang an ein zweifaches Ziel verfolgt: einmal konkrete Projektförderung in dem gerade definierten Schnittbereich zu fördern, zum anderen aktiv zum „Capacity Building“, d.h. dem Aufbau von dauerhaften Strukturen für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung beizutragen: Neben der Projektförderung in Form der Förderung thematischer Forschungsverbünde erfolgten von Beginn an auch sogenannte „Infrastrukturförderungen“ (S. 155).

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der sozial-ökologischen Forschung findet sich im Buch auf den Seiten 154-165.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.