Behindert staatliche Steuerung die Wissenschaft?

Die Diskussion über eine „transformative Wissenschaft“ löst in Diskussionen immer wieder eine Reihe von Sorgen und Bedenken sowie Fehlwahrnehmungen aus. 12 der wichtigsten Fehlwahrnehmungen greifen wir auf dem Blog sowie im Buch „Transformative Wissenschaft“ (S. 377 f.) auf.

„Wer in einer möglichst weitgehenden Hochschulautonomie den zentralen Imperativ für eine qualitätsvolle Hochschulentwicklung sieht, muss jede Form staatlichen Eingriffs als Behinderung empfinden. In der wissenschaftspolitischen Debatte findet sich diese Position prominent vertreten von Hochschulleitungen, aber auch aus dem Bereich der Wirtschaft.

Für einen Sektor, der zu rund 80% öffentlich finanziert wird – wie das bei Hochschulen der Fall ist – birgt eine solche Position Risiken. Es droht eine „Autonomiefalle“. Denn ohne die Möglichkeit der politischen Rückkopplung von Hochschulstrategien droht Legitimations- und damit letztlich auch Finanzierungsverlust. Hochschulen tun daher gut daran, den staatlichen Gestaltungsanspruch als sinnvoll anzuerkennen. Die eigentliche Diskussion sollte um die Form der Umsetzung gehen. Und im Zuge neuer Steuerungsphilosophien liegt diese jenseits bürokratischer Gängelung.“

Weitere der 12 Fehwahrnehmungen finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“ auf den Seiten 377 ff.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

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