Reformvorschlag 5: Innovationsministerien im Zeichen des Klimawandels nutzen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Verstärkung der sozial- und geisteswissenschaftlichen Kompetenzen in den nationalen Wissenschaftsgemeinschaften

Gerade die Kombination von Wissenschafts- und Wirtschaftsressort bietet vor dem Hintergrund einer Nachhaltigen Entwicklung die interessante Chance, die vorherrschende Dominanz von Wirtschaft vor Wissenschaft in einem solchen „Innovations-Ministerium“ umzudrehen: d.h. eine Wirtschaftspolitik konsequent so zu gestalten, dass die Erkenntnisse zu den Anpassungsherausforderungen an eine nachhaltige Entwicklung in wirtschaftspolitische Impulse für Schlüsselbranchen eines Landes übersetzt werden. Dies ist leider immer noch die Ausnahme, die Wirtschaftsministerien oft „Blockade“- und nicht „Förder“- Ministerien für einen nachhaltigen Wandel.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Seit 2009 hat es noch keine Umsetzung eines solchen Ressortzuschnittes gegeben. Aber es gibt in einzelnen Bundesländern Schritte, die in diese Richtung weisen: So wird das Wissenschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen seit 2010 mit Svenja Schulze von einer ausgewiesenen Umweltpolitikerin geleitet. Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg ist seit 2011 stark in die Nachhaltigkeits-Landesstrategie des Ministerpräsidenten eingebettet.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.