Warum die Umweltverbände die Wissenschaftspolitik für sich entdecken

Aktuelle Umweltpolitik ist ein stark wissenschaftsgestütztes Politikfeld. Die gleichzeitige Expansion von Umweltbewegung und Hochschulausbau in den 70er Jahren führte dazu, dass die Umweltverbände immer über ausreichende „Sparrings-Partner“ im Wissenschaftssystem verfügten. Aktuell wird der aktive Austausch von Umweltverbänden und dem etablierten Wissenschaftsystem jedoch zunehmend geringer. Die Studie Transformative Wissenschaft untersucht die Folgen dieser Entkopplung: ein gesteigertes Engagement der Umweltverbände in der Wissenschaftspolitik.

„Seit einigen Jahren merken die Umweltverbände aber, dass der intensive Austausch mit dem etablierten Wissenschaftssystem geringer wird. Die Generation der in den 70er-Jahren berufenen Hochschullehrerinnen und -lehrer tritt ab. Viele der von ihnen vertretenen Lehrstühle werden gar nicht oder nur in veränderten Denominationen nachberufen. Die Umweltverbände spüren plötzlich die (…) skizzierten Folgen eines sich reduzierenden, auf rein innerwissenschaftliche disziplinäre Exzellenz konzen- trierenden Wissenschaftssystems“ (S. 309).

Eine Beschreibung der Hintergründe und Folgen des wissenschaftspolitischen Engagements der Umweltverbände findet sich im Buch auf den Seiten 308-311.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.