„Reallabore“ – neuer Modus Transformation zu verstehen?

„Reallabore“ dienen der Einbettung von Realexperimenten und tragen so zu einer Wissensgenerierung in konkreten Transformationsprozessen bei. In der Studie Transformative Wissenschaft wird das Konzept der Reallabore beschrieben, seine Bedeutung im Kontext von Transformationsprozessen diskutiert und einige schon vorhandene Orte der Umsetzung im Wissenschaftssystem benannt.

„Realexperimente vollziehen sich in „Reallaboren“, d.h. Umgebungen, in denen sich Akteure und die für Transformationsprozesse relevanten sozio-technischen Einflussfaktoren beobachten und auch beeinflussen lassen. Reallabore werden damit zu sogenannten „Boundary Objects“ in einem transdisziplinären Forschungsprozess, d.h. ein Bezugsort, der es unterschiedlichen Akteuren und Disziplinen ermöglicht, ihre Wissensbestände aufein- ander zu beziehen und damit transformatives Wissen zu schaffen (S. 126). Städte sind ein wichtiger und schon länger etablierter Typus für ein „Reallabor“. In ihnen lassen sich konkrete Transformations-Realexperi- mente initiieren und wissenschaftlich begleiten – wie z.B. Veränderungsprozesse, die auf eine konkrete Reduktion des CO2-Ausstoßes einer Stadt zielen. Durch ihre räumliche Abgrenzung sowie z.B. durch ein entsprechend gemeinsam vereinbartes Reduktionsziel schaffen eine Stadt, ein Stadtteil oder ein Dorf einen Rahmen, in dem Innovationen und Veränderungsstrategien aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht und aufeinander bezogen werden können“ (S. 127).

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Konzept des Reallabors findet sich im Buch auf den Seiten 124-137.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

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