Behindert studentische Beteiligung den akademischen Betrieb?

Die Diskussion über eine „transformative Wissenschaft“ löst in Diskussionen immer wieder eine Reihe von Sorgen und Bedenken sowie Fehlwahrnehmungen aus. 12 der wichtigsten Fehlwahrnehmungen greifen wir auf dem Blog sowie im Buch „Transformative Wissenschaft“ (S. 377 f.) auf.

„Eine besondere Form der Beteiligung am Wissenschaftsprozess ist die studentische Beteiligung in den Hochschulen. Im Rahmen der Hochschulreformen in den 70er-Jahren wurde sie im Zuge der Einrichtung studentischer Selbstverwaltung zum flächendeckenden Element im deutschen Hochschulsystem. Abnehmende Wahlbeteiligungen insbesondere an den Wahlen zum Studierendenparlament und den Allgemeinen Studierendenausschüssen (ASten) führten zu Legitimationskrisen studentischer Beteiligung und gingen bis zur Abschaffung der bestehenden studentischen Selbstverwaltung in einzelnen Bundesländern.

Viele positive Erfahrungen mit der Gestaltungskraft studentischer Initiativen gerade im Nachhaltigkeitsbereich, der Beteiligung von Studierenden bei den Entscheidungen über die Verteilung von Studienbeiträgen oder auch studentischen Vizepräsident(inn)en zeigen, wie produktiv sich Studierende in die Mitgestaltung ihrer eigenen Hochschule einbringen können. Die politische Diskussion muss sich daher um das Wie und nicht um das Ob studentischer Beteiligung in Hochschulen drehen. (Vgl. zur Bedeutung studentischen Engagements das gleichnamige Kapitel: S. 282 ff.)“

Weitere der 12 Fehwahrnehmungen finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“ auf den Seiten 377 ff.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

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