Modus 3- Wissenschaft – Was bedeutet das?

Modus 3- Wissenschaft ist die wissenssoziologische Weiterentwicklung einer Modus 2 Wissenschaft in der reflexiven Moderne. Das Konzept wird in der Studie Transformative Wissenschaft hergeleitet, mit Beispielen unterlegt und auf die Möglichkeiten zur Umsetzung im Wissenschaftssystem hin diskutiert.

„Die Idee einer „Modus 3“-Wissenschaft unterstreicht (…) die Notwendigkeit eines „Third-Order-Changes“, d.h. eines grundlegenden Wandels eben auch dieses institutionellen Gefüges (im Wissenschaftssystem). Eine Modus 3-Wissenschaft ist (…) eine Wissenschaft, die sich im Bewusstsein ihrer gesellschaftlichen Rolle im Hinblick auf ihre Forschungsinhalte und -methoden, ihre Ausbildungs- und Vermittlungsfunktion sowie ihrer institutionellen Verfasstheit kontinuierlich weiterentwickelt.“ (S. 123) Sie vereint stark kontextualisiertes System-, Ziel- und Transformationswissen, die (Zivil-) Gesellschaft als Akteur der Wissensproduktion und institutionellen Wissenschaftsorganisation, eine heterodoxe Wissensbasis aus Reallaboren und konkreten Transformationsprozessen, kooperative Organisationsstrukturen in der Wissensproduktion und sich im Science-Society- Zusammenspiel weiterentwickelnde Qualitätssysteme (vgl. S. 122).

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Konzept der Modus 3-Wissenschaft findet sich im Buch auf den Seiten 121-124.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

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