Reformvorschlag 15: Übergreifende Nachhaltigkeitscluster und Graduiertenschulen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Übergreifende Nachhaltigkeitscluster und Graduiertenschulen

Nachhaltigkeitsorientierte Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollten sich rechtzeitig vor dem Ausschreibungsbeginn der nächsten Runde der Exzellenzinitiative zusammentun, um Vorbereitungen für Graduiertenschulen und Exzellenzclusteranträge der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung vorzubereiten. Dabei sollte auf die Projekterfahrungen und institutionellen Vorarbeiten des sozial-ökologischen Förderprogramms (SÖF) aufgebaut werden. Einzelne Forschungsgruppen der Nachhaltigkeitsforschung sollten sich im Vorfeld bewusst um eine Reinhart-Koselleck-Förderung bemühen, um auch hierüber eine Sensibilisierung der DFG-Gremien für risikoreiche transdisziplinäre Forschungsvorhaben zu erreichen.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Auch die dritte und letzte Runde der Exzellenzinitiative folgte im Wesentlichen den Auswahlkriterien der ersten beiden Runden. Daher ließ sich der Reformvorschlag in der vorgeschlagenen Form nicht umsetzen. Es gilt nun die angedachten Ideen wie im Text skizziert im Kontext der ausgewählten Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte umzusetzen.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

2 Gedanken zu „Reformvorschlag 15: Übergreifende Nachhaltigkeitscluster und Graduiertenschulen“

  1. Zu den „aktuellen Entwicklungen“:
    Ist die Empfehlung, die hier gegeben wird, so zu verstehen, dass die ausgewählten Graduiertenschulen, Exzellenzclustern und Zukunftskonzepte NICHT so umgesetzt werden sollen, wie in diesen –erfolgreichen- Anträgen dargelegt, sondern dass diese so umgesetzt werden sollen, wie es der Reformvorschlag 15 vorsieht? M. E. wäre das ein Aufruf dazu, die Mittel für ANDERE Zwecke und Ziele als die Beantragten (und Bewilligten) einzusetzen. Ist das wirklich gemeint?

  2. Auch innerhalb der bestehenden Anträge ergeben sich eine Reihe von Freiheitsgraden in der Umsetzung der wissenschaftlichen Kooperation – gerade bei den Zukunftskonzepten. Darauf zielt die ergänzende Empfehlung.

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