„Pioniere des Wandels – Transformationsforschung für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ – Veranstaltungsbericht

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Verena Salomon

Studentisches netzwerk n

Diskussionsbeiträge zur Nachhaltigen/ Transformativen Wissenschaft

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Hannes Bever

Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende

Diskussionsbeiträge
zur Nachhaltigen/ Transformativen Wissenschaft

Vom 15. bis 16. Oktober 2013 fand in der Berliner Zentrale der Heinrich Böll Stiftung das Transformative Symposium mit dem Untertitel „Pioniere des Wandels – Transformationsforschung für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ statt. Der Andrang und die aktive Beteiligung sprechen für sich, es musste im Vorfeld Teilnehmern abgesagt werden und die angemeldeten nahmen in großer Zahl an der Vorab-Umfrage teil, welche gleich zu Beginn der Veranstaltung ausgewertet wurde.
Seitens der Wissenschaft aber auch der Politik wurde der Anspruch an die Zivilgesellschaft gestellt, gemeinsam mit einer starken Stimme zu sprechen. Die Forschungsgemeinschaft richtete symbolisch das Angebot an die anwesenden Praxisakteure aus der Zivilgesellschaft (beispielsweise Ökodörfer) in direkteren Austausch zu treten und zu formulieren, welche Art von Unterstützung erwünscht und nötig sei. Immer wieder rückte die Frage in den Mittelpunkt, ob ein Wandel aus dem Wissenschaftssystem selbst heraus oder nur von „außen“ möglich sei, was sich in einer hitzigen Diskussion am Mittwochvormittag zwischen Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal Instituts), Prof. Dr. Harald Welzer (Stiftung Futur II) und dem Publikum noch einmal zuspitzte. Dass es in dieser Debatte keine entweder-oder-Antwort geben kann, wurde uns als Pioniere des Wandels, in der Abschlussrunde noch einmal deutlich.
Besonders stach hervor, dass das zu großen Teilen aus Wissenschaftlern bestehende Publikum die Rolle der Wissenschaft als Vermittler auf dem Weg zur großen Transformation eher kritisch betrachtet. Auch die Sinnhaftigkeit, sich an immer neuen Begrifflichkeiten wie Nachhaltigkeit oder Transformation aufzuhängen, wurde hinterfragt. Viel vermeintlich Neues hat es historisch unter anderem Namen gegeben, die Konzepte liegen in der Schublade, nur an der Umsetzung scheitern wir immer wieder.