Veranstaltungsbericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Im letzten Teil der Veranstaltung wurde durch Arian Meyer (rootability) ein von Studierenden betriebenes Nachhaltigkeitsbüro, das Green Office Model Maastricht, als Reallabor zur Umwandlung der Universität vorgestellt. Das Green Office Maastricht zeigt lebendig: Studierende können als Impulsgeber und Treiber einer Transformation der Hochschule in Richtung Nachhaltigkeit entscheidende Beiträge leisten und letztlich sogar koordinieren. Dass diese Transformationsprozesse an Hochschulen im Sinne eines forschenden Lernen wiederum für die Ausbildung der Studierenden und die Qualtitätsentwicklung in der Hochschullehre genutzt werden können, machte der letzte Vortrag des Tages  von Prof. Dr. Markus Tritschler (Hochschule Esslingen)
und Dr. Uta Eser (Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen) deutlich. Die Kurse zur EMAS-Zertifizierung unter Einbindung der Studierenden führen jedoch neben den Lerneffekten auch zu neuen Spannungsfeldern wie dem der Qualität eines EMAS-Prozesses vs. der Partizipation der Studierenden.

Die abschließende Podiumsdiskussion band wiederum zusätzlich zu den Vortragenden noch weitere ExpertInnen wie André Postema (Vize-Präsident der Universität Maastricht) und Prof. Dr. Dr. Hans-Jochen Schiewer
 (Rektor der Universität Freiburg, stellvertretender Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg), sowie das Publikum der Veranstaltung mit ein. Hier wurde noch einmal der Nutzen der Nachhaltigkeitsorientierung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Sinne einer Profilbildung deutlich. Dass eine solche Profilbildung jedoch nur für die Pioniere einen entscheidenden Vorteil mit sich bringt, wurde von einigen kritisch diskutiert. Im Sinne eines Mainstreamings von Nachhaltigkeitsaktiväten wird es eine Aufgabe der kommenden Pioniere in der Wissenschaftslandschaft sein, dieses Problem zu lösen.

Dieser Bericht ist unter Mithilfe von Arian Meyer (rootability) und Jennifer Krah (BNE Hochschulnetzwerk Baden-Württemberg) entstanden.