Ausschreibung zu transdisziplinären Forschernachwuchsgruppen im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen des Förderschwerpunkts der Sozial-ökologischen Forschung die Förderung von transdisziplinären Forschernachwuchsgruppen ausgeschrieben. Ziel dieser „Infrastrukturförderung“ ist vor allem die Weiterentwicklung von personellen und institutionellen Kapazitäten für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland. Die bisherigen Förderinitiativen zu Nachwuchsgruppen im Rahmen der SOEF mit Start in 2002 und 2008 haben erheblich zu einem Capacity Building für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung beigetragen (siehe Hintergrund-Information unten).
Antragsteller können Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sein, die Förderdauer erstreckt sich auf 5 Jahre und erfährt nach dem ersten Jahr eine Zwischenevaluation. Die komplette Ausschreibung können Sie hier lesen.

Hintergrund: Nachwuchsförderung im Programm Sozial-ökologische Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 13 Jahren Nachwuchsgruppen der Sozial-ökologischen Forschung. Eine Evaluation der beiden bisherigen Förderphasen, an denen die Ecornet-Institute mit insgesamt zehn Projekten beteiligt waren, kam zu dem Ergebnis, dass die SÖF-Nachwuchsgruppen überaus positiv bewertet werden. Die ausführliche Bilanzierung wurde bereits 2013 vom Projektträger im DLR durchgeführt und steht auf www.fona.de/de/9880 zum Download bereit. Grundlage war eine Befragung der Gruppenmitglieder und der beteiligten Institutionen.

Wichtige Alleinstellungsmerkmale sind:

  •         Förderung von Kompetenzen der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung
  •         Natur- und Sozialwissenschaften übergreifender Ansatz
  •         Zusammenarbeit von Hochschulen und außeruniversitären Instituten
  •         Beteiligung von Praxispartnern und Zivilgesellschaft
  •         Thematische Offenheit

Aus den bisherigen Nachwuchsgruppen sind bereits zehn ordentliche Professuren und zwölf weitere Professuren hervorgegangen (Stand Februar 2015). Rund drei Viertel der Gruppenmitglieder arbeiten nach Ende der Förderung in einer wissenschaftlichen Einrichtung – das ist deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt.

In der neuen Bekanntmachung greift das BMBF Verbesserungsvorschläge aus der Evaluation der bisherigen Förderung auf.