„Wie weltfremd darf die Wissenschaft sein?“ – Kommentar von Patrick Illinger in der Süddeutschen Zeitung

Patrick Illinger, Wissenschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung, hat sich in der SZ-Ausgabe vom 02.01.2016 mit dem ernüchternden Umgang des Wissenschaftssystems mit großen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandergesetzt. Er greift dabei auch die Wissenschaftsrats-Position zu den „Großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ auf.

Der Beitrag von Patrick Illinger ist ab sofort auch online abrufbar.

Ein Gedanke zu „„Wie weltfremd darf die Wissenschaft sein?“ – Kommentar von Patrick Illinger in der Süddeutschen Zeitung“

  1. Wissenschaft muss scheitern, weil ihre Anwendung in der Technik positiv und negativ, gut und böse, abhängig vom Bezugssystem Mensch ist. Das neoliberalistische Denken des homo economicus überfällt uns überall
    (Brown: Wie der Neoliberalismus unsere Demokratie bedroht), Geld geht vor Menschenrechte, dezentrale
    Nachhaltigkeit (Energiewende, Forschungswende) wird durch zentrale Anti-Nachhaltigkeit ( nukleare und fossile Energieerzeugung) blockiert. Altes, konservatives Denken kennt, nach Karl Mannheim ( Ideologie und Utopie) keine konkrete Utopie. Oft steckt in einer anfänglichen Utopie (friedliche Nutzung der Atomkraft) eine Dystopie („Nobelpreisträger entlarven sie als Totengräbertechnologie“). Die Politik, wie modern sie auch erscheinen mag, will keine Wende! z.B. Frau Merkel spricht 2011 vom Atomausstieg, führt aber (siehe Atomgesetz 7,2) eine zweite Laufzeitverlängerung durch, obwohl die Atomtechnik völlig gescheitert ist (Radkau/Hahn:Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft).
    Wissenschaft muss von der Philosophie (Logik, Ethik und Ästhetik) aus entscheiden, vom „Leben“ aus….

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