Neuer Newsletter der Nachhaltigkeitsinitiative an der Universität Duisburg-Essen erschienen

An der Universität-Duisburg Essen ist der neue Newsletter der BENA-Initiative erschienen – anbei einige der wichtigsten Nachrichten:

Nachhaltigkeit zahlt sich aus. Nachdem das BENA-Netzwerk „Nachhaltigkeit entdecken“ an der Universität Duisburg-Essen bereits vergangenen Herbst als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ausgezeichnet wurde, gewann sie gleichzeitig den Wettbewerb „Ideen Initiative Zukunft“ der Drogeriekette DM.

Weiterhin fand am 15.01.11 sowie am 19.02.11 die zweite Runde der Mobilität^Werk^Stadt statt. Im Zentrum dieser Initiative steht die Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern mit entsprechenden ExpertInnen, um gemeinsam Konzepte und Maßnahmen für ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu entwickeln. Es geht um Ideen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrssituation alternativ zum Bau neuer Autobahnen.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsinitiative sowie zum BENA-Projekt gibt es unter: http://www.uni-due.de/nachhaltigkeit/

Podiumsdiskussion: „Lust auf Zukunft? Denken und Handeln in einer nachhaltigen Arbeitswelt“

Die Initiative für Nachhaltigkeit lädt am Dienstag, den 20. April um 19.15 Uhr ein zur Podiumsdiskussion zum Thema „Lust auf Zukunft? Denken und Handeln in einer nachhaltigen Arbeitswelt“. Veranstaltungsort ist der Glaspavillon der Universität Duisburg-Essen am Campus Essen.

Ziel der Veranstaltung ist es, einen Raum für Bewusstseins- und Entwicklungsprozesse bezüglich der (Aus-) Bildung im Themenfeld der nachhaltigen Entwicklung zu schaffen und potentielle Kooperationen anzustoßen. Denn für Studierende gewinnen zunehmend Arbeitsfelder rund um das Themenfeld der Nachhaltigen Entwicklung an Attraktivität und Zukunftsfähigkeit, wobei die universitären und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diesen Nachfragen oftmals nicht gerecht werden.

Dieser Herausforderung möchte sich die Veranstaltung in einem diskursiven Rahmen mit namhaften VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik stellen. Hierbei nehmen folgende Fragen eine zentrale Rolle ein: Wie können Unternehmen und Universitäten enger und transparenter miteinander kooperieren, um einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden? Worin liegt das Potenzial eines gemeinsamen Agierens von Wirtschaft, Wissenschaft und Studierenden? Wie gefragt sind solche akademischen Hintergründe in der Wirtschaft? Welche Rolle spielen politische EntscheidungsträgerInnen, um den Prozess zu fördern?

Den Link zur Veranstaltung finden Sie hier:
http://www.uni-due.de/de/veranstaltungen/?jahr=2010&monat=04&tag=20#a

Die Homepage der Initiative für Nachhaltigkeit an der Universität Duisburg-Essen finden Sie hier:
http://www.initiative-für-nachhaltigkeit.de/

Nachhaltigkeitsbericht der Uni Graz

Die Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit führt zunehmend auch zu sehr praktischen Umsetzungen im Hochschulbereich. So hat die Karl-Franzens-Universität Graz bereits 2005 ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.

Auch der aktuelle Bericht von 2008 kann durchaus als Vorbild für andere Universitäten gelten. Er zeichnet sich besonders durch den breiten Ansatz aus, der die gesamte Universität umfasst und alle Bereiche aktiv miteinbezieht. So haben zum Beispiel die einzelnen Fakultäten jeweils ihren Zugang zum Leitbild der Nachhaltigkeit definiert. Dabei wird deutlich, welch umfassenden Organisations-Entwicklungsprozess eine gesamt-universitäre Nachhaltigkeitsorientierung darstellt. Ein hohes Maß an Überzeugung und Kooperationsbereitschaft ist von allen Beteiligten gefragt.

Insgesamt ist die Uni Graz dabei auf einem eindrucksvollen und sehr erfolgreichen Weg. Sie erhielt bei der Verleihung des Sustainability Award 2008 durch das österreichische Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gleich mehrere Preise für ihr Engagement beim Thema Nachhaltigkeit.

Die Nachhaltigkeitsberichte der Uni Graz können auf der folgenden Website heruntergeladen werden:
http://www.uni-graz.at/en/geo2www/geo2www_nachaltigkeitsberichte.htm

Campusgrün Herbstkongress

Auch in den Parteien spielen Fragen nachhaltiger Uni-Gestaltung weiter eine Rolle. So wird ‚Campusgrün‘, die Studierendenorganisation der Grünen, ihren diesjährigen Herbstkongress unter das Leitthema „Nachhaltige und klimagerechte Hochschule“ stellen. Es wird einen wissenschaftlichen Vortrag von Herrn Joachim Müller von der HIS zum Thema Nachhaltigkeit an Hochschulen geben und darauf aufbauend verschiedene Workshops, die sich vor allem mit der Erarbeitung von Zielen und konkreten Handlungsmöglichkeiten beschäftigen.

Den Link zur Veranstaltung finden Sie hier:
http://www.campusgruen.de/aktuelles/nachrichten/2916122.html

Tagung des VHB zum Thema Nachhaltigkeit

Der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. trifft sich einmal jährlich zu seiner traditionellen Pfingsttagung, um aktuelle wissenschaftliche und hochschulpolitische Themen zu diskutieren. Im Jahr 2011 findet diese Veranstaltung in Kaiserslautern statt und befasst sich mit dem übergeordneten Thema: „Nachhaltigkeit – Unternehmerisches Handeln in globaler Verantwortung“.

Es gab bereits in der Vergangenheit Jahrestagungen des VHBs, die sich mit Themen der unternehmerischen Verantwortung und dem Umweltmanagement beschäftigten, jetzt erfolgt erstmalig die Öffnung gegenüber dem Thema „Nachhaltigkeit“. Die Fragen und Debatten rund um das Thema Nachhaltigkeit scheinen daher zunehmend im wissenschaftlichen Mainstream anzukommen. Eine entsprechende Entwicklung ist auch für weitere Disziplinen zu hoffen.

Wissenschaftspolitik nach der Bundestagswahl – Erste Einschätzung und Weblinks

Forderungen aus dem Wissenschaftssystem an die neue Bundesregierung

Wenige Wochen nach der Bundestagswahl und im Hinblick auf den Abschluss der Koalitionsverhandlungen melden sich auch Vertreter aus dem Wissenschaftssystem bezüglich ihrer Wünsche und Erwartungen an die neue Bundesregierung zu Wort.

In den aktuellen Äußerungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nehmen beinahe ausschließlich Forderungen nach mehr Geld eine zentrale Rolle ein. HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel hofft, dass die konsequente Förderung von Forschung und Lehre an den Universitäten in der neuen Haushaltspolitik Berücksichtigung findet. Die HRK weist besonders auf das angestrebte 10%-Ziel hin, welches den Anteil des Bruttoinlandsprodukts zur Investition in Forschung und Bildung ausmachen soll. Auch die DFG fordert, dass die Wissenschaft weiterhin eine finanzielle Priorität bleiben muss. Mögliche und wünschenswerte inhaltliche Ausrichtungen der zukünftigen Wissenschaftspolitik tauchen allerdings kaum auf.

Eine erfreuliche Ausnahme stellen diesbezüglich jedoch die Forderungen zum Ausbau der Energieforschung dar, wie zum Beispiel jene des ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE). Konkret fordert dieser die Entwicklung einer High-Tech-Strategie für erneuerbare Energien und Energieeffizienztechnologien, basierend auf einer gezielten Förderung von Forschung, Innovation und Technologietransfer in diesem Bereich.

In der öffentlichen Debatte sind solche Forderungen jedoch eng an das Vorhaben der Koalitionspartner geknüpft, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern. Außerdem richtet sich der Fokus sehr stark auf technologische Aspekte der Energieforschung. Hier wäre ein differenzierterer Blick in die Zukunft wünschenswert. Aus der Perspektive der bestehenden Nachhaltigkeitsherausforderungen ist die aktuelle Debatte eher ernüchternd. Es braucht dringend einen Dialog darüber, wie eine integrierte Förderung der Energieforschung aussehen muss, um alle Facetten einer umfassenden Transformation des Energiesystems zu beleuchten.

Schließlich bleibt zu hoffen, dass sich die neuen Regierungsparteien an ihre Versprechen vor der Wahl erinnern. So spielt z.B. die Förderung von Forschung und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Wahlprogramm der FDP eine wichtige Rolle.

Wichtige Links zur aktuellen Debatte finden Sie hier:

Forderungen des ForschungsVerbundes Energie
http://idw-online.de/pages/de/news339736

Forderungen der HRK im Rahmen der Koalitionsverhandlungen
http://idw-online.de/pages/de/news340060

„HRK-Präsidentin: Hochschulen erwarten Verlässlichkeit und Initiative von der neuen Bundesregierung“
http://www.hrk.de/95_5114.php

„DFG-Präsident Matthias Kleiner gratuliert Bundeskanzlerin zum Wahlausgang“
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2009/presse_2009_49.html

Spiegel Online
„Koalitionsverhandlungen Arbeitsgruppe Bildung, Forschung und Innovation“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,653453-11,00.html

„HRK: Zwölf Fragen an die Parteien vor der Bundestagswahl“
http://www.hrk.de/de/brennpunkte/5018.php

Position der FDP zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung
http://www.bne-portal.de/coremedia/generator/unesco/de/03__Aktuelles/12__Bundestagswahl/FDP.html

„Bildung und Forschung unter Schwarz-Gelb“
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2006856_Schwaches-Leuchten.html

„Was tut Schwarz-Gelb für die Universitäten?“
http://www.stern.de/politik/deutschland/koalitions-check-6-was-tut-schwarz-gelb-fuer-die-universitaeten-1514167.html

„Abbau von Fördermitteln für Solaranlagen/Investition der Zusatzgewinne durch Laufzeitverlängerungen von AKW in Förderung erneuerbarer Energien“
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,654775,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,654775,00.html