Preisverleihung des Forschungspreises „Transformative Wissenschaft“

Am 05. Dezember 2017 findet die Preisverleihung des Forschungspreises „Transformative Wissenschaft“ im Haus Zwingli in Berlin statt. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Der Forschungspreis zielt auf Formen von Forschung, die gesellschaftliche Impulse auslöst und fördert und dabei die Zivilgesellschaft einbezieht. Das Wuppertal Institut vergibt dieses Jahr erstmals den Forschungspreis gefördert durch die Zempelin Stiftung im Stifterverband.
Die Gewinnerin des diesjährigen Forschungspreises ist Dr. Laura Woltersdorf (Goethe-Universität Frankfurt): Sie überzeugte die Jury mit ihrem integrierten Bewertungskonzept für ein nachhaltiges Wassermanagement in Namibia, das in einem aufwändigen transdisziplinären Prozess entwickelt wurde. Weitere Informationen zum Forschungspreis finden Sie hier.

Im Rahmen der Preisverleihung wird in einem kurzweiligen Programm neben Laudatio und Impulsvortrag durch die Nominierte auch zum Austausch über die Herausforderungen transdisziplinärer und transformativer Forschung angeregt.

Das Programm der Preisverleihung finden Sie hier. Bitte melden Sie sich bis zum 12. November 2017 verbindlich per Email unter forschungspreis@wupperinst.org an.

 

 

Abschlusspräsentation und UBA-Fachtagung des Reallabors für nachhaltige Verkehrskultur in Stuttgart

Vom 21.-23. September 2017 werden in Stuttgart die Ergebnisse des im Rahmen der Reallabore Baden-Württembergs geförderten „Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur“ präsentiert und der Abschluss des Forschungsvorhabens gefeiert.

Am 22. September wurde die UBA-Fachtagung „Neue Wege in der transformativen Umweltpolitik. Sozial-ökologische Perspektiven einer Transformationskultur am Beispiel nachhaltiger Alltagsmobilität“ in den Projektabschluss eingebettet:
Auf der Tagung sollen die im Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkungspotenziale transformativer Umweltpolitik beleuchtet und mögliche Übergänge von der (transformativen) Reallaborforschung in die gelebte Praxis mit Forscher*innen und Praktiker*innen diskutiert werden. Dazu wurden u.a. internationale Expert*innen der Living-Lab Forschung eingeladen.

Das vollständige Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung zur Tagung ist noch bis zum 15. September unter anmeldung@r-n-m.net möglich.

Am Vorabend der UBA-Fachtagung findet bereits eine Abendveranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung „Stuttgart in Bewegung“ statt, zu der auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erwartet wird.

Zum Abschluss der Veranstaltung findet dann am Samstag, den 23.09. ein interaktiver Aktionstag mit Realexperiment-Workshops zu Mobilität sowie Aktionen wie einer Schnippeldisko und einem Lastenradrennen mit anschließender Party statt.

Den Programmflyer finden Sie hier, alle weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage des Reallabors.

Internationales Mentor*innenprogramm für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das ESD Expert Net bietet ab Oktober 2018 ein von Engagement Global  gefördertes internationales Mentor*innenprogramm für Bildung für nachhaltige Entwicklung an, welches sich an junge Berufstätige und Hochschulabsolvent*innen aus Deutschland, Indien, Mexiko und Südafrika richtet, die im BNE-Bereich tätig sind oder tätig sein möchten.

Kern des Programms ist neben der fachlichen Weiterbildung vor allem die Begleitung durch nationale und internationale Mentoren bei der Verwirklichung eigener Praxisideen im Themenfeld von BNE. Neben einem Online-Trainingsprogramm findet vom 11.-18. November ein Treffen aller Mentees in Bonn zum Thema „Leadership through Sustainability“ statt, auf dem die Teilnehmer*innen ihre Mentor*innen kennenlernen und Kontakte knüpfen können. Bis zum Mai 2018 finden dann weitere Gespräche und Workshops statt.

Interessierte können sich noch bis zum 20.08.2017 für das Programm bewerben. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung sowie zum Programm finden Sie hier.

Interkolloquium der Reallabore Stadt in Baden-Württemberg

Am 6. Juli fand an der Universität Stuttgart ein Interkolloquium für die zweite Förderreihe „Reallabore Stadt“ in Baden-Württemberger statt.
Auf dem Interkolloquium stand der Austausch zwischen den Reallaboren sowie die Diskussion und Weiterentwicklung der methodischen Reallabor-Forschung gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten auf der Agenda.
Theresia Bauer, die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin eröffnete persönlich das Interkolloquium und unterstrich die Bedeutung des innovativen Forschungs- und Transformationsformats für eine nachhaltige Entwicklung. Das Ministerium wolle und werde das ambitionierte Format der Reallabore auch in den nächsten Jahre weiterhin nach Kräften unterstützen.

Mit dabei waren neben einer Reihe der Projekte aus der ersten Förderlinie alle sechs Reallabore der zweiten Förderlinie, die zunächst Ministerin Theresia Bauer und den anwesenden Expert_innen den aktuellen Stand ihrer Vorhaben präsentierten. Eine Übersicht über alle Reallabore in Baden-Württemberg bietet inzwischen auch ein Wikipedia-Artikel „Reallabor„.

Neben Impulsen zum Forschungsmodus der nah verwandten urbanen Living Labs durch Prof. Dr. James Evan (Manchester) und den Herausforderung von „Real-world labs“ durch Prof. Dr. Andrew Karvonen (Stockholm) wurde in Workshops und einer abschließenden Fish-Bowl-Diskussion an Perspektiven für die Reallaborforschung gearbeitet.
In den Workshops wurde ausgiebig zur vielfältigen und oft herausfordernden Rolle von Forschung in den neuen Formaten diskutiert. Ebenfalls wurden die Herausforderungen der konkreten Interventionen, gemeinsame Lernprozesse und insgesamt die Bedeutung von transformativer Forschung erörtert.

In der abschließenden Fishbowl-Diskussion wurde deutlich, dass die Community an der Verknüpfung von Erfahrungen aus über 20 Jahren transdisziplinärer Forschung und dem an vielen Stellen verwandten Konzept der Reallabore arbeitet. Dieser Prozess sei aber noch nicht abgeschlossen und sollte immer wieder fruchtbar fortgeführt werden, wie Prof. Dr. Martina Schäfer betonte. Auch der Anspruch an ein echtes gemeinsames Co-Design zwischen Wissenschaft und Praxis wurde diskutiert und unterstrichen. Prof. Dr. Michael Stauffacher fand zum Ende diesbezüglich nachdenkliche Worte: einerseits sei es natürlich zu begrüßen, wenn das Format der Reallabore finanziell umfangreich unterstützt werde, gleichzeitig dürfe dies nicht dazu führen, dass neue Akteure aus primärem Interesse an den Fördertöpfen und geringem Bezug zur transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung das Feld übernähmen.

Eine große Abschlusskonferenz der Förderlinien ist für April 2018 geplant.

Projekt Nachhaltigkeit 2017 – Auszeichnungen für das Reallabor 131: KIT findet Stadt

Das Reallabor 131: KIT findet Stadt aus der Förderlinie der Reallabore Baden Württembergs wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierun (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ (früher Wekstatt N) ausgezeichnet und hat als eines von vier Projekten eine zusätzliche Auszeichnung zum „Transformationsprojekt“ erhalten.

Das „Reallabor 131: KIT findet Stadt“ des Karlsruher Instituts für Technologie versucht alle Akteure der Wirtschafts- und Stadtentwicklung auf Basis des Quartier Zukunft in fünf Realxperimenten zusammenzubringen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung auf Quartiersebene beizutragen. Dabei stehen insbesondere ein Energiekonzept im Quartier Oststadt, die Themen (nachhaltige) Mobilität und Beratung, Soziales und Raum als auch nachhaltiger Konsum, bspw. in Form eines verpackungsfreien Ladens, im Fokus.

Von 240 Einreichungen wurden im Rahmen der Auszeichnung 67 Projekte geehrt. Mit dem Qualitätssiegel möchte der RNE Projekte aus der Gesellschaft sichtbar machen, die einen besonderen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands und der Welt leisten. Mit der zusätzlichen Auszeichnung „Transformationsprojekt“ werden langfristig angelegte Projekten mit besonders großem Potenzial, die Welt nachhaltiger zu gestalten, geehrt.

Die Auszeichnungen werden im Rahmen der 17. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 29. Mai 2017 in Berlin öffentlich überreicht. Im Hochschulbereich wurden in 2017 darüber hinaus u.a. die Projekte Studentisches Nachhaltigkeitsbüro Humboldt Universität,  die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit, das KNE Thübingen und das Netzwerk LeNa ausgezeichnet. Eine Übersicht aller ausgezeichneten Projekte ist hier zu finden.

 

Im „Zeitgespräch“: Expertenwissen und Wirtschaftswissenschaften im postfaktischen Zeitalter

Das aktuelle „Zeitgespräch“ des „Wirtschaftsdienst“ der Leibniz-Gemeinschaft, einer der der traditionsreichsten Zeitschriften für aktuelle Debatten zur deutschen Wirtschaftspolitik, widmet sich dem Thema „Expertenwissen im postfaktischen Zeitalter“ – mit Beiträgen von Lars Feld (Sachverständigenrat), Reint Gropp (Leiter des Leibniz-Forschungsinstitutes für Wirtschaftswissenschaften in Halle), Karl-Heinz Paqué (Magdeburg und Mitglied der Wachstums-Enquete), Oliver Geden/Lars Brozus (Stiftung Wissenschaft und Politik) und Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie). Ein Überblick über die Beiträge findet sich hier. Das gesamte PDF mit allen Beiträgen kann hier heruntergeladen werden.

Der Beitrag „Von der Reparatur-Ökonomik zur Orientierungswissenschaft“ von Uwe Schneidewind baut dabei eine Brücke zu den Forderungen nach einer „transformativen Wirtschaftswissenschaft“. Er macht deutlich, dass die Herausforderung der Ökonomie nicht lediglich bei einer verbesserten Politikberatung, sondern am Grundverständnis des Faches ansetzen muss.
Er beleuchtet dabei vier Aspekte:
(1) die Begrenzungen durch den methodologischen Individualismus als erkenntnistheoretische Grundlage der Wirtschaftswissenschaften,
(2) die Annahme exogen gegebener Präferenzen,
(3) die Berührungsangst mit Normativität,
(4) das Ausblenden ihres performativen und sozialwissenschaftlichen Charakters und zeigt u.a. die institutionellen Konsequenzen für eine sich erneuernde Wirtschaftswissenschaft auf.

Der Beitrag von Uwe Schneidewind kann hier heruntergeladen werden.

Beitrag im Merton Magazin „Wissenschaft darf sich nicht auf Fakten reduzieren“

In einem weiteren Beitrag in seiner Kolumne „Transformative Wissenschaft“ plädiert Prof. Dr. Uwe Schneidewind für ein erweitertes Wissenschaftsverständnis moderner Gesellschaften im Sinne einer Öffnung zur Gesellschaft und dem aktivem Einbringen in gesellschaftliche Diskurse.

In seinem Kolumnenbeitrag wendet er sich dabei auch gegen Peter Strohschneider, der in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung „Wissenschaft muss für die Demokratie streiten“ zwar treffend die Herausforderungen von Wissenschaft im wissenschaftsskeptischen Klima analysiert, dabei aber lediglich für die Wissenschaftskommunikation Verbesserungsbedarf sieht.
Dem setzt Prof. Schneidewind 5 Kernforderungen für einen neuen Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entgegen.

Den Beitrag finden Sie hier.

Themenschwerpunkt „Transformative Wissenschaft“ in den ARL-Nachrichten für Raumforschung

Die neu erschienene Ausgabe 2/2016 der Nachrichten der Akademie für Raumforschung und Landesplanung – ARL (Leibniz-Forum für Raumwissenschaften) widmet sich in ihrem Themenschwerpunkt „Transformative Wissenschaft“ dem Mehrwert des Wissenschaftsmodus für die Raumwissenschaften.

Neben einer Einführung in Form von fünf Thesen zur Verbindung von Wissenschaftsdiskurs und Raumforschung und der möglichen Bedeutung transformativer Methoden in den Raumwissenschaften, schildert im Heft u.a. Prof. Uwe Schneidewind in einem Interview seine Sichtweise auf das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft und die Bedingungen für transformative Forschung in Deutschland – inklusive Verbesserungspotenzialen.
Weitere Beiträge zu „transdisziplinären Antworten auf globale Fragen“, „Forschen in gesellschaftlicher Forschung“ und der “ Evaluierung transdisziplinärer Forschung“ machen das Heft dabei nicht nur für Raumforscher_innen interessant.

Die komplette Ausgabe ist hier im Volltext verfügbar.

Bibliographische Angaben
Nachrichten der ARL 2/2016 – Transformative Wissenschaft / ISSN 1612-3905. Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

Call for Papers: GAIA Sonderausgabe zu Reallaborforschung

Für eine Sonderausgabe ruft die GAIA als inter- und transdisziplinäre Fachzeitschrift für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme sowie -lösungen zur Einreichung von Beiträgen zum Themenschwerpunkt „Reallabore als transformativer Forschungsmodus“ auf.

Aufbauend auf den Erfahrungen der Reallabore Baden-Württembergs und Konferenzen und Workshops zum Forschungsmodus soll die Sonderausgabe empirische Beobachtungen aus verschiedenen Projekten systematisch mit der konzeptuellen Arbeit und komparativen Analyse zusammenbringen.

Dabei stehen insbesondere die Erfahrungen hinsichtlich des Potenzials aber auch der Probleme und Grenzen der Reallaborforschung im Vordergrund, um Best-Practices und Einblicke in den besonderen Mehrwert von Reallaboren gegenüber anderen transdisziplinären und transformativen Forschungsansätzen zu geben. Dabei sind Einbindungen in den internationalen Kontext, kritische oder epistemologische Reflexionen ebenso wie Politikstrategien und Beiträge aus praktischer Perspektive zu einer Bandbreite an Unterthemen willkommen.

Englischsprachige und in Ausnahmefällen auch deutsche Beiträge zu den Themen sind in den üblichen GAIA-Formaten möglich. Abstracts (500-1000 Wörter) zu geplanten Beiträgen sind bis zum 11. April 2017 einzureichen. Die Sonderausgabe soll im Frühjahr 2018 erscheinen.

Weitere Informationen zur Sonderausgabe finden Sie hier oder im Call for Papers.

International Transdisciplinary Conference 2017 vom 11.-15.09. an der Leuphana Universität Lüneburg

Vom 11.-15. September 2017 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die International Transdisciplinarity Conference 2017, organisiert von der Leuphana und dem TD-Net der Schweizer Akademie der Wissenschaften, statt. Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz sind Aspekte von Interkulturalität im Themenkomplex transdisziplinärer Bildung und Forschung.

Durch die Konferenz soll die internationale Community transdisziplinärer Bildung und Forschung gestärkt werden, indem deren Fortschritte in theoretischer, empirischer und transformativer Hinsicht sichtbar gemacht und im Sinne einer Kultur der Interkulturalität auch auf der Konferenz selber verschiedene Regionen, Institutionen, Kulturen und Gemeinschaften zusammengebracht werden.
Im Themenschwerpunkt soll Transdisziplinarität in seiner (inter)kulturellen Dimension betrachtet werden, um das Potenzial von Transdisziplinarität im Umgang mit Heterogenität und sozialen, epistemologischen, als auch regionalen Unterschieden zu beleuchten.

Beiträge in den Kategorien Theorien, Methoden und Case-Studies, als auch didaktische Konzepte können noch bis Freitag, den 10. März in Form von Abstracts eingereicht werden. Den ausführlichen Call können Sie hier herunterladen. Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier.