Reallabor Symposium am 27.04.2018 in Karlsruhe

Am 27. April 2018 fand im Bürgerzentrum Südstadt in Karlsruhe das Reallabor Symposium statt. Die Reallabore, ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus über 3 Jahren Reallabor-Forschung in Baden-Württemberg bildeten den Mittelpunkt der Veranstaltung flankiert von Inputs und Reflexionen aus Wissenschaft und Politik, interaktiven Elementen und einem festlichen Abendprogramm. Neben einer Reflexion des Erreichten gab es auch einen forschungspolitischen Ausblick zur Zukunft einer nachhaltigen Wissenschaft.

Der Tag startete mit einem Nachhaltigkeitsspaziergang des Reallabors 131 als Vorprogramm. Den Beginn des Symposiums bildete eine Einführung zur Wissenschaft für Nachhaltigkeit und der Reallabor Förderlinien von Dr. Felix Wagner gefolgt von eine Keynote von Prof. Dr. Lucia Reisch (Zeppelin Universität) mit dem Titel „Reallabore als Motor der Weiterentwicklung einer nachhaltigkeitsbezogenen Transformationsforschung und -Praxis?“. Die BaWü Labs und die Begleitforschungsteams präsentierten hiernach ihre Ergebnisse und Teams auf einer Messe den Besucherinnen und Besuchern des Symposiums.

Der zweite Teil der Veranstaltung startete mit Grußworten der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Dr. Frank Mentrup und dem Vizepräsident des KIT Prof. Dr. Thomas Hirth. Es folgten fachliche Inputs zur Entwicklung des transformativen Formates Reallabor der Begleitforschungsteams, der BaWü-Labs – Dr. Oliver Parodi für die Reallabore aus Baden-Württemberg – und von Prof. Dr. Uwe Schneidewind in Namen der Expertenkommission Wissenschaft für Nachhaltigkeit.

Den Abschluss des Symposiums bildete eine hochrangig besetzte Fishbowl-Podiumsdiskussion zum Thema „Reallabor Forschung: Wohin gehst Du ?“. Teilnehmende Gäste waren unter anderem Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Dr. Eugen Huthmacher (BMBF) und Prof. Dr. Armin Grunwald (KIT/ITAS) sowie Dr. Regina Rhodius (Wissenschaftsdialog Nordschwarzwald) und Dr. Walter Vogt (Future City Lab Stuttgart).
Die Veranstaltung war sehr gut besucht mit Teilnehmenden aus den Bereichen interessierte Öffentlichkeit, Reallabor-Forschende und Praktiker, Fördermittelgeber und Kommunen, Unternehmen und NGOs bis hin zu Studierenden.

Eine Auflistung aller Reallabore der Förderlinien sowie in Kürze eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Call for Papers: GAIA-Ausgabe Forschung zu den Sustainable Development Goals (SDGs)

Die GAIA  – Ecological Perspectives for Science and Society lädt bis zum 21. Mai 2018 zur Einreichung von Abstracts für ihre nächste Thematic Issue zum Thema „Forschung für Sustainable Development Goals (SDGs)“ ein.

Vor dem Hintergrund der Verabschiedung durch die General Assembly der Vereinten Nationen in 2015, stellen die SDGs erstmalig eine globale Agenda der geteilten Wertdimensionen und Zielwissen für nachhaltige Entwicklung dar. Dabei bringt der gesetzte Zeitrahmen bis 2030 eine hohe Dringlichkeit mit sich, die sich innerhalb unserer Wissensgesellschaft insbesondere auch an Wissenschaft und Forschung richtet. So ist insbesondere Transformationswissen gefragt, dass den multidimensionalen und gesellschaftlichen Kontext nachhaltiger Entwicklung mit einbezieht.

In der Ausgabe möchte GAIA daher die SDGs aus einer breiten Auswahl von Forschungsvorhaben beleuchten, die einen Fokus auf die Erreichung der Sustainable Development Goals legen. Dies soll das gegenseitige Lernen und den Diskurs um eine Erneuerung von Wissenschaft und Forschung für nachhaltige Entwicklung fördern.

Unterschiedliche Formate sind vorgesehen, darunter insbesondere Forum Contributions und Research articles unter anderem zu folgenden Themen:

  • Reflexion der institutionellen und methodischen Herausforderungen für Forschung und Wissenschaftssystem und die Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft sowie Wissenschaft und Politik.
  • Reflexion und der Rolle von Wissenschaft und Forschung in der Bewerbung der SDGs und dem Schließen von Wissenslücken in Bezug auf die SDGs und ihre Zusammenhänge untereinander.
  • Erfahrungen aus konkreten Forschungsvorhaben, die auf Erreichung eines oder mehrerer SDGs ausgerichtet sind.
  • Erkenntnisse oder Empirische Ergebnisse zu Trade-offs und Co-benefits der SDGs generell oder in konkreten Kontexten, sowie Ergebnisse wie Zielkonflikte reduziert bzw. ein Zusammenwirken verstärkt werden könnte.

Die Ausgabe wird peer-reviewed und unter Open Acess-Lizenz veröffentlicht. Es fallen keine Publikationsgebühren an. Die Publikationssprache ist englisch. Weitere Hinweise zur Publikation finden Sie in den Submission Guidelines.
Englischsprachige Extended Abstracts (500-1000 Wörter) können noch bis zum 21. Mai per Mail an urs.wiesmann@cde.unibe.ch und gaia@oekom.de eingereicht werden. Die Ausgabe soll dann im Frühjahr 2019 erscheinen.

Alle weiteren Informationen zu Themenschwerpunkten und Zeitplan sowie den gesamten Ausschreibungstext für die Ausgabe finden Sie hier.

Ausschreibung Forschungspreis Transformative Wissenschaft 2018

Nachdem das Wuppertal Institut 2017 zum ersten mal den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ der Zempelin Stiftung des Stifterverbandes verliehen hat, geht der mit 25.000€ dotierte Preis nun in die zweite Runde -diesmal mit einem Fokus auf Forschung in Reallaboren.

Dazu werden Personen gesucht, die im Rahmen wissenschaftlich konstruierte Räume Transformationsprozesse anstoßen oder auch aktiv begleiten. Die Spannbreite reicht von Interventionen mit Randomisierung und Kontrollgruppen, über Quasi- und Feldexperimente bis zum Aufbau von Transformationsräumen mit kontinuierlichen Interventionen. Dabei sind neben Reallaboren auch ähnliche Formate wie Sustainable Living Labs, Urban Transition Labs und Innovation Labs angesprochen. Das Preisgeld soll der Schaffung von Freiräumen und Ressourcen für die Durchführung zukünftiger Projektideen dienen.

Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen als auch Forschungsteams von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus der Zivilgesellschaft. Die Nominierung erfolgt auf Vorschlag, Selbstbewerbungen sind möglich. Eine unabhängige Jury wählt anschließend die Preisträger aus.

Kriterien für die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers sind die gesellschaftliche Relevanz, Qualität und Innovativität der Arbeit/Projekte sowie die transformativen Wirkungen der Forschung in Reallaboren sowie die Form und Qualität der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.

Die Bewerbung sollte ein Motivationsschreiben, eine Darstellung der bisherigen transformativen Forschung sowie einen Lebenslauf umfassen und bis zum 14. Mai 2018 bei franziska.stelzer@wuppertinst.org eingegangen sein. Alle weiteren Details zur Bewerbung finden Sie in der Ausschreibung.

 

Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ verliehen

Am 5. Dezember wurde der Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ in Berlin an Frau Dr. Laura Woltersdorf verliehen. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Konzept, in der sie ein integriertes Bewertungskonzept über die Nachhaltigkeit eines Wasserressourcen-Managements entwarf, umsetzte und verstetigte.

Innerhalb des am Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE durchgeführten Forschungsprojektes CuveWaters entwickelte Dr. Laura Woltersdorf ein integriertes Bewertungssystem für ein nachhaltiges Wassermanagement in Namibia. Die Jury war sich einig, dass die Arbeit von Laura Woltersdorf ein herausragendes Beispiel für ein transdisziplinäres Forschungsprojekt im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit ist.

Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Marquardt und einer Laudatio durch Herrn Prof. Roland Scholz bekam die Preisträgerin neben ihrem Preisgeld eine Skulptur, die eigens von Hand aus Schienen der Wuppertaler Schwebebahn geschmiedet wurde, überreicht. Das Preisgeld in Höhe von 25.000€ will sie für ihre transdisziplinäre Forschung einsetzen:

„Das Preisgeld nutze ich für meine Forschung, insbesondere die Weiterentwicklung meiner integrativen Methoden. Meine Ergebnisse möchte ich zudem der internationalen Forschungscommunity näher bringen und mein Netzwerk entsprechend erweitern“ sagt Dr. Woltersdorf.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier. Weitere Informationen zum Forschungspreis „Nachhaltige Wissenschaft“ finden Sie hier.

Save the Date: Reallabor Symposium am 27.04.2018 in Karlsruhe

Am Freitag, den 27.04.2018 sind die Reallabore der beiden Förderlinien der Reallabore Baden-Württembergs in Karlsruhe zu Gast und bieten die Möglichkeit, sich konkret über die Reallaborforschung aus den letzten drei Jahren zu informieren und mit den Forschenden aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch zu kommen.

Das Symposium stellt somit die Reallabore in Baden-Württemberg und Ihre Arbeit in den Mittelpunkt, flankiert von Inputs und Reflexionen aus Wissenschaft und Politik, interaktiven Elementen und einem festlichen Abendprogramm.

Die Veranstaltung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, von Reallabor-Forschenden und Praktiker, über Fördermittelgeber und Kommunen, Unternehmen und NGOs bis hin zu Studierenden sind alle Interessierten eingeladen, sich durch interaktive Formate in die Reflexion des erreichten Entwicklungsstandes des Formates Reallabor sowie bei einen forschungspolitischen Ausblick einzubringen.

Weitere Informationen folgen in Kürze, für Rückfragen können Sie sich an Dr. Felix Wagner des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Baden-Württemberg wenden. Eine Auflistung aller Reallabore der Förderlinien finden Sie hier.

Preisverleihung des Forschungspreises „Transformative Wissenschaft“

Achtung: Verlängerte Anmeldefrist bis zum 27.11.2017.

Am 05. Dezember 2017 findet die Preisverleihung des Forschungspreises „Transformative Wissenschaft“ im Haus Zwingli in Berlin statt. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Der Forschungspreis zielt auf Formen von Forschung, die gesellschaftliche Impulse auslöst und fördert und dabei die Zivilgesellschaft einbezieht. Das Wuppertal Institut vergibt dieses Jahr erstmals den Forschungspreis gefördert durch die Zempelin Stiftung im Stifterverband.
Die Gewinnerin des diesjährigen Forschungspreises ist Dr. Laura Woltersdorf (Goethe-Universität Frankfurt): Sie überzeugte die Jury mit ihrem integrierten Bewertungskonzept für ein nachhaltiges Wassermanagement in Namibia, das in einem aufwändigen transdisziplinären Prozess entwickelt wurde. Weitere Informationen zum Forschungspreis finden Sie hier.

Im Rahmen der Preisverleihung wird in einem kurzweiligen Programm neben Laudatio und Impulsvortrag durch die Nominierte auch zum Austausch über die Herausforderungen transdisziplinärer und transformativer Forschung angeregt.

Das Programm der Preisverleihung finden Sie hier. Bitte melden Sie sich bis zum 27. November 2017 verbindlich per Email unter forschungspreis@wupperinst.org an.

Abschlusspräsentation und UBA-Fachtagung des Reallabors für nachhaltige Verkehrskultur in Stuttgart

Vom 21.-23. September 2017 werden in Stuttgart die Ergebnisse des im Rahmen der Reallabore Baden-Württembergs geförderten „Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur“ präsentiert und der Abschluss des Forschungsvorhabens gefeiert.

Am 22. September wurde die UBA-Fachtagung „Neue Wege in der transformativen Umweltpolitik. Sozial-ökologische Perspektiven einer Transformationskultur am Beispiel nachhaltiger Alltagsmobilität“ in den Projektabschluss eingebettet:
Auf der Tagung sollen die im Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkungspotenziale transformativer Umweltpolitik beleuchtet und mögliche Übergänge von der (transformativen) Reallaborforschung in die gelebte Praxis mit Forscher*innen und Praktiker*innen diskutiert werden. Dazu wurden u.a. internationale Expert*innen der Living-Lab Forschung eingeladen.

Das vollständige Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung zur Tagung ist noch bis zum 15. September unter anmeldung@r-n-m.net möglich.

Am Vorabend der UBA-Fachtagung findet bereits eine Abendveranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung „Stuttgart in Bewegung“ statt, zu der auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer erwartet wird.

Zum Abschluss der Veranstaltung findet dann am Samstag, den 23.09. ein interaktiver Aktionstag mit Realexperiment-Workshops zu Mobilität sowie Aktionen wie einer Schnippeldisko und einem Lastenradrennen mit anschließender Party statt.

Den Programmflyer finden Sie hier, alle weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage des Reallabors.

Internationales Mentor*innenprogramm für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das ESD Expert Net bietet ab Oktober 2018 ein von Engagement Global  gefördertes internationales Mentor*innenprogramm für Bildung für nachhaltige Entwicklung an, welches sich an junge Berufstätige und Hochschulabsolvent*innen aus Deutschland, Indien, Mexiko und Südafrika richtet, die im BNE-Bereich tätig sind oder tätig sein möchten.

Kern des Programms ist neben der fachlichen Weiterbildung vor allem die Begleitung durch nationale und internationale Mentoren bei der Verwirklichung eigener Praxisideen im Themenfeld von BNE. Neben einem Online-Trainingsprogramm findet vom 11.-18. November ein Treffen aller Mentees in Bonn zum Thema „Leadership through Sustainability“ statt, auf dem die Teilnehmer*innen ihre Mentor*innen kennenlernen und Kontakte knüpfen können. Bis zum Mai 2018 finden dann weitere Gespräche und Workshops statt.

Interessierte können sich noch bis zum 20.08.2017 für das Programm bewerben. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung sowie zum Programm finden Sie hier.

Interkolloquium der Reallabore Stadt in Baden-Württemberg

Am 6. Juli fand an der Universität Stuttgart ein Interkolloquium für die zweite Förderreihe „Reallabore Stadt“ in Baden-Württemberger statt.
Auf dem Interkolloquium stand der Austausch zwischen den Reallaboren sowie die Diskussion und Weiterentwicklung der methodischen Reallabor-Forschung gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten auf der Agenda.
Theresia Bauer, die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin eröffnete persönlich das Interkolloquium und unterstrich die Bedeutung des innovativen Forschungs- und Transformationsformats für eine nachhaltige Entwicklung. Das Ministerium wolle und werde das ambitionierte Format der Reallabore auch in den nächsten Jahre weiterhin nach Kräften unterstützen.

Mit dabei waren neben einer Reihe der Projekte aus der ersten Förderlinie alle sechs Reallabore der zweiten Förderlinie, die zunächst Ministerin Theresia Bauer und den anwesenden Expert_innen den aktuellen Stand ihrer Vorhaben präsentierten. Eine Übersicht über alle Reallabore in Baden-Württemberg bietet inzwischen auch ein Wikipedia-Artikel „Reallabor„.

Neben Impulsen zum Forschungsmodus der nah verwandten urbanen Living Labs durch Prof. Dr. James Evan (Manchester) und den Herausforderung von „Real-world labs“ durch Prof. Dr. Andrew Karvonen (Stockholm) wurde in Workshops und einer abschließenden Fish-Bowl-Diskussion an Perspektiven für die Reallaborforschung gearbeitet.
In den Workshops wurde ausgiebig zur vielfältigen und oft herausfordernden Rolle von Forschung in den neuen Formaten diskutiert. Ebenfalls wurden die Herausforderungen der konkreten Interventionen, gemeinsame Lernprozesse und insgesamt die Bedeutung von transformativer Forschung erörtert.

In der abschließenden Fishbowl-Diskussion wurde deutlich, dass die Community an der Verknüpfung von Erfahrungen aus über 20 Jahren transdisziplinärer Forschung und dem an vielen Stellen verwandten Konzept der Reallabore arbeitet. Dieser Prozess sei aber noch nicht abgeschlossen und sollte immer wieder fruchtbar fortgeführt werden, wie Prof. Dr. Martina Schäfer betonte. Auch der Anspruch an ein echtes gemeinsames Co-Design zwischen Wissenschaft und Praxis wurde diskutiert und unterstrichen. Prof. Dr. Michael Stauffacher fand zum Ende diesbezüglich nachdenkliche Worte: einerseits sei es natürlich zu begrüßen, wenn das Format der Reallabore finanziell umfangreich unterstützt werde, gleichzeitig dürfe dies nicht dazu führen, dass neue Akteure aus primärem Interesse an den Fördertöpfen und geringem Bezug zur transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung das Feld übernähmen.

Eine große Abschlusskonferenz der Förderlinien ist für April 2018 geplant.

Projekt Nachhaltigkeit 2017 – Auszeichnungen für das Reallabor 131: KIT findet Stadt

Das Reallabor 131: KIT findet Stadt aus der Förderlinie der Reallabore Baden Württembergs wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierun (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ (früher Wekstatt N) ausgezeichnet und hat als eines von vier Projekten eine zusätzliche Auszeichnung zum „Transformationsprojekt“ erhalten.

Das „Reallabor 131: KIT findet Stadt“ des Karlsruher Instituts für Technologie versucht alle Akteure der Wirtschafts- und Stadtentwicklung auf Basis des Quartier Zukunft in fünf Realxperimenten zusammenzubringen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung auf Quartiersebene beizutragen. Dabei stehen insbesondere ein Energiekonzept im Quartier Oststadt, die Themen (nachhaltige) Mobilität und Beratung, Soziales und Raum als auch nachhaltiger Konsum, bspw. in Form eines verpackungsfreien Ladens, im Fokus.

Von 240 Einreichungen wurden im Rahmen der Auszeichnung 67 Projekte geehrt. Mit dem Qualitätssiegel möchte der RNE Projekte aus der Gesellschaft sichtbar machen, die einen besonderen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands und der Welt leisten. Mit der zusätzlichen Auszeichnung „Transformationsprojekt“ werden langfristig angelegte Projekten mit besonders großem Potenzial, die Welt nachhaltiger zu gestalten, geehrt.

Die Auszeichnungen werden im Rahmen der 17. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 29. Mai 2017 in Berlin öffentlich überreicht. Im Hochschulbereich wurden in 2017 darüber hinaus u.a. die Projekte Studentisches Nachhaltigkeitsbüro Humboldt Universität,  die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit, das KNE Thübingen und das Netzwerk LeNa ausgezeichnet. Eine Übersicht aller ausgezeichneten Projekte ist hier zu finden.

 

Im „Zeitgespräch“: Expertenwissen und Wirtschaftswissenschaften im postfaktischen Zeitalter

Das aktuelle „Zeitgespräch“ des „Wirtschaftsdienst“ der Leibniz-Gemeinschaft, einer der der traditionsreichsten Zeitschriften für aktuelle Debatten zur deutschen Wirtschaftspolitik, widmet sich dem Thema „Expertenwissen im postfaktischen Zeitalter“ – mit Beiträgen von Lars Feld (Sachverständigenrat), Reint Gropp (Leiter des Leibniz-Forschungsinstitutes für Wirtschaftswissenschaften in Halle), Karl-Heinz Paqué (Magdeburg und Mitglied der Wachstums-Enquete), Oliver Geden/Lars Brozus (Stiftung Wissenschaft und Politik) und Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie). Ein Überblick über die Beiträge findet sich hier. Das gesamte PDF mit allen Beiträgen kann hier heruntergeladen werden.

Der Beitrag „Von der Reparatur-Ökonomik zur Orientierungswissenschaft“ von Uwe Schneidewind baut dabei eine Brücke zu den Forderungen nach einer „transformativen Wirtschaftswissenschaft“. Er macht deutlich, dass die Herausforderung der Ökonomie nicht lediglich bei einer verbesserten Politikberatung, sondern am Grundverständnis des Faches ansetzen muss.
Er beleuchtet dabei vier Aspekte:
(1) die Begrenzungen durch den methodologischen Individualismus als erkenntnistheoretische Grundlage der Wirtschaftswissenschaften,
(2) die Annahme exogen gegebener Präferenzen,
(3) die Berührungsangst mit Normativität,
(4) das Ausblenden ihres performativen und sozialwissenschaftlichen Charakters und zeigt u.a. die institutionellen Konsequenzen für eine sich erneuernde Wirtschaftswissenschaft auf.

Der Beitrag von Uwe Schneidewind kann hier heruntergeladen werden.

Beitrag im Merton Magazin „Wissenschaft darf sich nicht auf Fakten reduzieren“

In einem weiteren Beitrag in seiner Kolumne „Transformative Wissenschaft“ plädiert Prof. Dr. Uwe Schneidewind für ein erweitertes Wissenschaftsverständnis moderner Gesellschaften im Sinne einer Öffnung zur Gesellschaft und dem aktivem Einbringen in gesellschaftliche Diskurse.

In seinem Kolumnenbeitrag wendet er sich dabei auch gegen Peter Strohschneider, der in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung „Wissenschaft muss für die Demokratie streiten“ zwar treffend die Herausforderungen von Wissenschaft im wissenschaftsskeptischen Klima analysiert, dabei aber lediglich für die Wissenschaftskommunikation Verbesserungsbedarf sieht.
Dem setzt Prof. Schneidewind 5 Kernforderungen für einen neuen Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entgegen.

Den Beitrag finden Sie hier.

Themenschwerpunkt „Transformative Wissenschaft“ in den ARL-Nachrichten für Raumforschung

Die neu erschienene Ausgabe 2/2016 der Nachrichten der Akademie für Raumforschung und Landesplanung – ARL (Leibniz-Forum für Raumwissenschaften) widmet sich in ihrem Themenschwerpunkt „Transformative Wissenschaft“ dem Mehrwert des Wissenschaftsmodus für die Raumwissenschaften.

Neben einer Einführung in Form von fünf Thesen zur Verbindung von Wissenschaftsdiskurs und Raumforschung und der möglichen Bedeutung transformativer Methoden in den Raumwissenschaften, schildert im Heft u.a. Prof. Uwe Schneidewind in einem Interview seine Sichtweise auf das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft und die Bedingungen für transformative Forschung in Deutschland – inklusive Verbesserungspotenzialen.
Weitere Beiträge zu „transdisziplinären Antworten auf globale Fragen“, „Forschen in gesellschaftlicher Forschung“ und der “ Evaluierung transdisziplinärer Forschung“ machen das Heft dabei nicht nur für Raumforscher_innen interessant.

Die komplette Ausgabe ist hier im Volltext verfügbar.

Bibliographische Angaben
Nachrichten der ARL 2/2016 – Transformative Wissenschaft / ISSN 1612-3905. Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

Call for Papers: GAIA Sonderausgabe zu Reallaborforschung

Für eine Sonderausgabe ruft die GAIA als inter- und transdisziplinäre Fachzeitschrift für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme sowie -lösungen zur Einreichung von Beiträgen zum Themenschwerpunkt „Reallabore als transformativer Forschungsmodus“ auf.

Aufbauend auf den Erfahrungen der Reallabore Baden-Württembergs und Konferenzen und Workshops zum Forschungsmodus soll die Sonderausgabe empirische Beobachtungen aus verschiedenen Projekten systematisch mit der konzeptuellen Arbeit und komparativen Analyse zusammenbringen.

Dabei stehen insbesondere die Erfahrungen hinsichtlich des Potenzials aber auch der Probleme und Grenzen der Reallaborforschung im Vordergrund, um Best-Practices und Einblicke in den besonderen Mehrwert von Reallaboren gegenüber anderen transdisziplinären und transformativen Forschungsansätzen zu geben. Dabei sind Einbindungen in den internationalen Kontext, kritische oder epistemologische Reflexionen ebenso wie Politikstrategien und Beiträge aus praktischer Perspektive zu einer Bandbreite an Unterthemen willkommen.

Englischsprachige und in Ausnahmefällen auch deutsche Beiträge zu den Themen sind in den üblichen GAIA-Formaten möglich. Abstracts (500-1000 Wörter) zu geplanten Beiträgen sind bis zum 11. April 2017 einzureichen. Die Sonderausgabe soll im Frühjahr 2018 erscheinen.

Weitere Informationen zur Sonderausgabe finden Sie hier oder im Call for Papers.

International Transdisciplinary Conference 2017 vom 11.-15.09. an der Leuphana Universität Lüneburg

Vom 11.-15. September 2017 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die International Transdisciplinarity Conference 2017, organisiert von der Leuphana und dem TD-Net der Schweizer Akademie der Wissenschaften, statt. Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz sind Aspekte von Interkulturalität im Themenkomplex transdisziplinärer Bildung und Forschung.

Durch die Konferenz soll die internationale Community transdisziplinärer Bildung und Forschung gestärkt werden, indem deren Fortschritte in theoretischer, empirischer und transformativer Hinsicht sichtbar gemacht und im Sinne einer Kultur der Interkulturalität auch auf der Konferenz selber verschiedene Regionen, Institutionen, Kulturen und Gemeinschaften zusammengebracht werden.
Im Themenschwerpunkt soll Transdisziplinarität in seiner (inter)kulturellen Dimension betrachtet werden, um das Potenzial von Transdisziplinarität im Umgang mit Heterogenität und sozialen, epistemologischen, als auch regionalen Unterschieden zu beleuchten.

Beiträge in den Kategorien Theorien, Methoden und Case-Studies, als auch didaktische Konzepte können noch bis Freitag, den 10. März in Form von Abstracts eingereicht werden. Den ausführlichen Call können Sie hier herunterladen. Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

Online-Konsultation zum Nationalen Aktionsplan für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Noch bis zum 15. März 2017 stehen die Ziele und Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), entwickelt durch die Nationale Plattform BNE unter Leitung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Online-Konsultation bereit.

Das Portal zur Kommentierung finden Sie unter in-aktion.bne-portal.de.

Im Rahmen der Online-Konsultation können Sie die Ziele nachhaltiger Entwicklung, welche für die sechs Bereiche frühkindliche Bildung, Schule, Hochschule, non-formales Lernen, berufliche Bildung und Kommunen durch die Fachvertreter*innen in den gleichnamigen Fachforen ausgearbeitet wurden, bewerten und eigene Vorschläge einbringen.
Für jedes der benannten Handlungsfeld wurden dort kurz-, mittel- und langfristige Ziele mit konkreten Anforderungen und Akteuren formuliert, zu denen nun Maßnahmen für eine erfolgreiche Umsetzung gesammelt werden.

Unter den Vorschlägen für den Bereich Hochschule finden sich (aufgeteilt in fünf Handlungsfelder) unter anderem die Vorschläge, BNE flächendeckend in allen Hochschul-Curricula fest zu verankern, Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Standard für Hochschulen zu erheben, vermehrt (virtuelle) Studienangebote für Nachhaltigkeit zu schaffen, studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen auf verschiedenen Ebenen zu fördern, neue Förderangebote für Forschung zu BNE zu schaffen sowie die Einbeziehung von BNE-Kriterien in Akkreditierungs- und Berufungsverfahren als auch in die Leistungs- und Zielvereinbarungen der Hochschulen mit den Ländern.

Hintergrund

In 2015 hat die UNESCO das Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gestartet. Die Nationale Plattform BNE wurde vom BMBF als oberstes Lenkungsgremium für die deutsche Umsetzung des Weltaktionsprogramms gegründet. Ihm gehören 37 Entscheidungsträger_innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an.

Die Vorschläge aus der Online-Konsultation werden in den Fachforen ausgewertet und fließen in den Entwurf des übergreifenden Nationalen Aktionsplans ein, welcher auf der Sitzung der Nationalen Plattform am 20. Juni beschlossen und bis zum Jahr 2019 umgesetzt werden soll.
Begleitet wird die Ausarbeitung und Umsetzung durch jährlich stattfindende Agendakongresse, die wissenschaftlichen Berater der Plattform, sowie die Partnernetzwerke, welche die Akteure untereinander vernetzen und impulsgebend für die Umsetzung vor Ort sind.

 

Lesetipp: Reallabore im Kontext transformativer Forschung

Im Rahmen der Begleitforschung der geförderten Reallabore in Baden-Württemberg ist ein neues Diskussionspapier „Reallabore im Kontext transformativer Forschung“ mit Ansatzpunkten zur Konzeption und Einbettung von Reallaboren in den internationalen Forschungsstand erschienen. Der Beitrag steht hier zum Download.

Das Projektteam von Wuppertal Institut, Leuphana Universität und ISOE möchte mit dem Beitrag durch Herausarbeitung eines Begriffsverständnis sowie charakteristischer Merkmale von Reallaboren deren Beitrag zu Transformationsprozessen herausarbeiten. Dazu beschäftigen sie sich in dem Beitrag mit dem Experiment als Forschungsmethode und transdisziplinärem Forschungsmodus sowie der Übertragbarkeit und Skalierbarkeit der Erkenntnisse aus der Reallaborforschung; jeweils unter Berücksichtigung einschlägiger Fachliteratur und den im Rahmen der Begleitforschung zahlreich geführten Gesprächen.

Um eine Einordnung und Abgrenzung im internationalen Kontext zu schaffen, erfolgt ein Vergleich mit den ähnlichen Ansätzen der „Living Labs“, „Urban transitions Labs“ und „Niche Experiments“, um Forschenden und Praktikern der Reallaborforschung eine theoretische Orientierung zu ermöglichen und im Sinne eines Diskussionspapiers zur konzeptionellen Diskussion des Forschungsmodus beizutragen.

Bibliographische Angabe:

Schäpke, N., Stelzer, F., Bergmann, M., Singer-Brodowski, M., Wanner, M., Caniglia, G., Lang, D.J. (2017). Reallabore im Kontext transformativer Forschung. Ansatzpunkte zur Konzeption und Einbettung in den internationalen Forschungsstand. (No. 1/2017) Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Ethik und Transdisziplinäre Nachhaltig- keitsforschung. doi:10.13140/RG.2.2.28604.23687
Download: Reallabore im Kontext transformativer Forschung.

Lesetipp: Reallaborforschung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen

In einer Case Study im kürzlich erschienen Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education (Filho et al., 2017), stellt das Reallabor EnSign (Zweite Förderlinie der Reallabore Baden-Württemberg) an der HfT Stuttgart seinen Ansatz vor, die nachhaltige Entwicklung der Hochschule im Rahmen eines Reallabor-Forschungsprojektes  zu übertragbaren Konzepten für einen klimaneutralen Hochschulbetrieb voranzutreiben.

Das Buchkapitel präsentiert die Entwicklung eines iterativen und integrativen Projekt- und Wissensmanagements zur Einbindung interner und externer Stakeholdern, welches im Zentrum des Forschungsvorhabens steht. Ziel ist es, die Transformation des Campus durch ein Maßnahmenbündel u.a. von angepasstem Benutzerverhalten, höherer Enenergieeffizienz durch neue Gebäudeverwaltungskonzepte, neuen Finanzierungsmodellen für Gebäuderenovierungen, die Integration von Stakeholdern sowie institutionelle Managementstrukturen zu fördern.

„While the technical project results will be of transferable to other public buildings, the study of the transformation process catalyzed by EnSign, including the definition of development scenarios, methods, indicators, and assessment protocols, is perhaps of greater value to the societal SD transition than singular energy efficiency achievements.“ (Filho et al., S. 85)

Nach einer Einordung und Reflexion der Relevanz des Forschungsmodus werden anhand von ersten Ergebnissen die angewandte Kommunikationsstrategie und Wege der partizipativen Ausgestaltung des Projektes, verbunden mit einer Einschätzung des institutionellen Transformationspotenzials diskutiert. Bis zum Projektabschluss bleibt noch die weitere Bündelung des Engagements in einem möglichen Green Office offen, sowie eine Ergänzung von Nachhaltigkeitskriterien und EMAS, um neben der ökologischen auch der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Das Kapitel sowie das Handbuch sind über den Springer-Verlag erhältlich:

Botero, Lisa, Michael Bossert, Ursula Eicker, Jan Cremers, Nansi Palla, und Christiane Schoch. „A Real-World Lab Approach to the Carbon Neutral Campus Transition: A Case Study.“ Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education World Sustainability Series (2016): 73-88. doi:10.1007/978-3-319-47895-1_5

in: Filho, Walter Leal. et al. Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education. Volume 3. Springer, 2017. http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-47895-1

Zum weiterlesen: Die Folien einer ersten Zwischenpräsentation des Reallabors EnSign im Juni 2016 stehen hier zum Nachlesen zu Verfügung.

Transformations Konferenz 2017: „Transformations in Practice“ vom 30.08.-01.09. in Dundee

Vom 30.08.-01.09.17 findet die Transformations Konferenz 2017 zum Thema „Transformations in Practice“ an der University of Dundee in Schottland statt.

Die Transformations Konferenz zielt auf die gegenwärtigen Herausforderungen einer Transformation zu Nachhaltigkeit und geht der Frage nach, wie Voraussetzungen für ein gutes Leben, heute und in der Zukunft geschaffen werden können, während gleichzeitig unsere Umwelt gestärkt wird. Die diesjährige Konferenz widmet sich daher konkreten Praktiken aus aller Welt, die soziale und ökologische Transformationen auf verschiedenen Ebenen ermöglichen. Als transdisziplinäre Konferenz kommen dabei sowohl Forschende wie Engagierte aus der Praxis zu Wort.

Die sechs Subthemen sind dabei die Konzeptualisierung von Nachhaltigkeitstransformationen, Designing Transformation und transformative Formen von Design, Konditionen und Praktiken für Transformationen, Transformationsforschung, Kreativität und Innovationen für erweiterte Praktiken von Transformationen und die Verbindung von Aktivismus und Gesetzgebung.

Als erste Keynote-Speaker wurden Hilary Bradbury und Michael Quinn Patton bestätigt.

Die Einreichungsfrist für Konferenzbeiträge ist bereits abgelaufen, eine Early-Bird-Registrierung ist noch bis April hier möglich. Alle weiteren Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

Ausstellung des Reallabors Asyl

Das „Reallabor Asyl„, Teil der Zweiten Förderlinie der Reallabore Baden-Württembergs, präsentiert sich noch bis zum 28.02. im Rathaus Wiesloch in einer Poster-Ausstellung mit praxisorientierten Lösungsvorschlägen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt der Kommunen der Rhein-Neckar-Region.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Reallaborprojektes gemeinsam von Wissenschaftlern der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) entwickelt und bietet der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit sich über die aktuelle Forschung, regionale Konzepte und Integrationsmaßnahmen zu informieren. Einige Poster finden Sie hier auch online.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird erprobt, welche Faktoren die wirtschaftliche und soziale Integration von Flüchtlingen in den Bereichen Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration und Wohnen fördern, mit dem Ziel Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten. Neben der wissenschaftlichen Arbeit ist auch der Austausch mit Praktizierenden und der Fachöffentlichkeit integraler Projektbestandteil.

Die Posterausstellung stellt die einzelnen Teilprojekte des Reallabors vor. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellung wie der Kopplung von Sprach- und Kompetenzerwerb in der beruflichen Bildung, der Entwicklung von Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Hinsicht auf Unterstützungsangebote, Faktoren der Unterbringung für eine echte Integration in die Stadtquartiere oder politische Ansätze für die kommunale Politik.

Weitere Einlicke in die Arbeit des Reallabors liefert die Studie „Integrating Refugees in the Rhine-Neckar-Region: Initial Evidence from an Inclusive Soccer Project„, welche im Dezember veröffentlicht wurde. Die Studie können Sie hier herunterladen.

 

Ausschreibung Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“

Nachdem das Wuppertal Institut im vergangen Jahr damit beauftragt wurde, den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ der Zempelin Stiftung des Stifterverbandes zu verleihen, steht der mit 25.000€ dotierte Preis nun erstmals zur Ausschreibung.

Der Preis soll alle Formen transformativer Wissenschaft berücksichtigen: Von die Zivilgesellschaft einbeziehenden, transdisziplinären Forschungsdesigns über unterschiedliche Formen von Bürgerwissenschaft bis hin zu die gesellschaftliche Debatte anregende Formen der Wissenschaft. Das Preisgeld soll der Schaffung von Freiräumen und Ressourcen für die Durchführung zukünftiger Projektideen dienen.

Bewerben können sich sowohl Einzelpersonen als auch Forschungsteams. Die Nominierung erfolgt auf Vorschlag, Selbstbewerbungen sind möglich. Eine unabhängige Jury wählt die Preisträger aus. Antragsberechtigt sind Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Zivilgesellschaft.

Kriterien für die Auswahl der Preisträgerin/des Preisträgers sind die gesellschaftliche Relevanz, Qualität und Innovativität der Arbeit/Projekte sowie die eigene Reflexion und geplante Verwendung des Preisgeldes.

Die Bewerbungsunterlagen sind als PDF-Datei bis zum 15. Mai 2017 an franziska.stelzer@wupperinst.org zu schicken. Alle weiteren Details zur Bewerbung finden Sie in der Ausschreibung.

Lesetipp: Schwerpunktheft „Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation“

Im Dezember ist das Schwerpunktheft „Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation“ der Zeitschrift Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis des KIT erschienen, welches neben konzeptionellen Beiträgen auch erste Ergebnisse aus vier Reallaboren der Förderlinien Baden-Württembergs vorstellt.

Im Schwerpunkt wird durch zwei einführende Beiträge mit konzeptionellen Überlegungen zum Forschungsformat und einer Diskussion der Schlüsselbegriffe des Forschungsmodus der Kontext für die Vorstellung der 4 Reallabor Case-Studys gegeben, wodurch wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Reallaborprojekte deutlich werden.

In den vier Case-Studies stellen dann die Reallabore „Wissensdialog Schwarzwald„, „Urban Office – Nachhaltige Stadtenwicklung in der Wissensgesellschaft„, „Quartier Zukunft – Reallabor 113“ und „Energielabor Tübingen – Gemeinsam zur Energiewende“ ihre jeweiligen Forschungsdesigns und erste gewonnene Erkenntnisse aus der partizipativen Zusammenarbeit in den Reallaboren vor Ort vor.

Abschließend stellt das Begleitforschungsteam ForReal konzeptuelle, praxisorientierte und reflexive Thesen zur Diskussion, welche sich auf die Bedeutung zielorientierter Methodennutzung und das Thematisieren von Lernprozessen als Kerncharakteristiken von Reallaboren stützen.

Das Heft (Open-Access) kann hier heruntergeladen werden.

Factsheet des WBGU zur „Forschung für die Transformation der Städte zu Nachhaltigkeit“

Der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat in einem neuen Factsheet die wichtigsten wissenschaftspolitischen Empfehlungen des WBGU-Städtegutachens „Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“ (2016) zusammengefasst.

Bereits im Hauptgutachten kommt Forschung eine bedeutende Rolle als Mittler zu, einen gesellschaftlichen Lern- und Suchprozess zu unterstützen. Die Empfehlungen zielen dabei darauf ab, sowohl die Datenlage für Stadtforschung durch bessere Rahmenbedingungen und Kooperation mit gesellschaftlichen Schlüsselakteuren, als auch global mit anderen Städten und Organisationen zu verbessern. Auch soll Stadtforschung in Reallaboren selbst zur nachhaltigen Entwicklung der Städte beitragen. Dabei macht das Gutachten nicht bei der Nord-Süd Grenze halt sondern fordert auch hier eine globale Perspektive.

Kernforderungen stellen ein „Max-Planck-Institut für urbane Transformation“, „50 urbane Reallabore für 50 Jahre“, sowie die gezieltere Erfassung sozialer, politischer und ökonomischer Indikatoren dar.

„Nachhaltigkeit sollte querschnittsmäßig in allen Programmen der Bundesregierung mit Stadtfokus verpflichtend aufgenommen werden, ohne dabei zur Floskel oder Worthülse degradiert zu werden.“

Der Factsheet steht hier zum Download.

Neuer Master-Studiengang „Transformationsstudien“ an der Universität Flensburg

Zum Herbstsemester 2017 startet an der Europa-Universität Flensburg
der Master-Studiengang „Transformationsstudien“, der sozial-ökologische Krisen der Gegenwart zum Gegenstand hat.

Der Studiengang, welcher am Norbert Elias Center for Transformation Design & Research angegliedert ist beschäftigt sich mit den drei großen Themenschwerpunkten Gegenwart, Historie und Zukunft vor der Fragestellung nach einer Veränderung unserer Gesellschaft „by design or by desaster“ – durch technische, ökonomische, institutionelle wie auch kulturelle Veränderung. „Neuer Master-Studiengang „Transformationsstudien“ an der Universität Flensburg“ weiterlesen

Forschungspreis für nachhaltige Entwicklung des BUND

Der BUND schreibt in 2017 erstmals einen Preis für wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Nachhaltige Entwicklung in den zwei Kategorien Studentische Abschlussarbeiten und Forschungsarbeiten aus.

Der Preis soll zur Beschäftigung mit dem Thema anregen und dazu beitragen, das Wissenschaftssystem für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu sensibilisieren.
Dabei können Arbeiten aus allen Fachdisziplinen eingereicht werden, mit besonderer Berücksichtigung von interdisziplinär angelegten Arbeiten.
Der Preis ist für studentische Arbeiten (Bachelor- oder Masterthesen) mit 1.000€, für Forschungsarbeiten (Dissertationen oder Forschungsberichte) auf 3.000€ dotiert. Es können noch bis zum 15. März 2017 seit Januar 2015 fertig gestellte Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Die feierliche Preisverleihung erfolgt im Juni 2017. Die prämierten Arbeiten werden anschließend auf der Homepage des BUND veröffentlicht. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Kolloquium „Wege aus der Wachstumsgesellschaft“ vom 31.03.-2.04. in Otzenhausen

Die Stiftung Forum für Verantwortung veranstaltet vom 31. März – 2. April 2017 ein Kolloquium zum Thema „Wege aus der Wachstumsgesellschaft“ in Otzenhausen (Saarland). Das Kolloquium richtet sich an Masterstudierende und DoktorandInnen aller Disziplinen.

Thematischer Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass wachstumszentrierte Ökonomien das Überleben der Menschheit mittelfristig gefährden. Obwohl zahlreiche Analysen und Studien dazu existieren, gebe es aber kaum Visionen dazu, wie Alternativen praktisch aussehen und erreichbar wären.

Hier möchte das Kolloquium ansetzen – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie u.a. Hans Diefenbacher, Niko Paech und Michael Kopatz stellen unter der Leitung von Harald Welzer Alternativen zur Wachstumswirtschaft zur Diskussion und versuchen, gemeinsam mit den Teilnehmenden Denk- und Möglichkeitsräume für eine Postwachstumsökonomie und Wege zur Nachhaltigkeit zu öffnen.

Die Stiftung trägt dabei alle Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Voraussetzung für eine Bewerbung um die Teilnahme ist die Einsendung einer Begründung, weshalb die Bewerberin/der Bewerber am Kolloquium teilnehmen möchte (maximal 1000 Zeichen) sowie eines Lebenslaufs per E-Mail an Birgit Hamm. Die Bewerbung ist noch bis 31.01.2017 möglich.

Das Programm finden Sie hier zum Download. Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungswebseite.

Jahresrückblick 2016: Aktivitäten in der Reallaborforschung

Das Jahr 2016 war ein erfolgreiches in Sachen Reallaborforschung. Der nachfolgende Überblickbeitrag soll die wichtigsten Meilensteine aus der deutschen Reallaborforschung aufzählen um den aktuellen Stand der Forschung und Forschungsförderung von transformativer Forschung im Rahmen von Reallaborprojekten in Deutschland zu geben.
Dabei möchten wir lediglich den Überblick über den großen Rahmen bieten; details was in den einzelnen Projekten passiert ist finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Reallabore.

Zweite Reallabor-Förderlinie BaWü gestartet

Ein größerer Meilenstein in der Reallaborförderung war der Start der zweiten großen Förderlinie des Wissenschaftsministeriums in Baden-Württemberg. Im Rahmen der Förderung werden sieben weitere Reallaborprojekte eingerichtet, mit einem Gesamtfördervolumen von rund 8 Mio. Euro über drei Jahre. Thematischer Schwerpunkt ist nach der ersten, breiter ausgelegten Förderrichtlinie nun insbesondere das Themenfeld „Stadt“. Weitere Infos im Beitrag.

Interkolloquium: Erste Zwischenbilanz der ersten Förderlinie BaWü

Im April 2016 fand ein erstes großes Interkolloquium statt, bei dem die Reallabore der ersten Förderlinie des Baden-Württembergischen Reallabor-Förderprogramms aus ihrem ersten Förderjahr berichtet haben. So wurden erste Ergebnisse und Erfahrungen präsentiert und mit internationalen Erxpertinnen und Experten diskutiert.
Weitere Informationen zum Interkolloquium finden Sie im Beitrag.

Reallabore Baden-Wüttemberg in der GAIA

Neben den Kurzberichten auf dem NaWis-Blog werden die Reallabor-Projekte künftig auch auf den GAIA-Mitteilungsseiten einen festen Platz erhalten. Dort soll künftig regelmäßig über Entwicklungen, Neuigkeiten und Ergebnisse aus den Reallaborprojekten sowie der Begleitforschung berichtet werden.

Die aktuelle Ausgabe der GAIA (4/2016) hat außerdem die Reallaborforschung als Themenschwerpunkt. Beiträge zu Reallaboren im Kontext transdisziplinärer Forschung mit konzeptionellen Überlegungen ebenso wie Case Studies aus der Forschungspraxis, darunter die Reallabore Baden-Württembergs, sind vertreten. Die Beiträge finden Sie hier.

Reallabore auf der IST

Auf der International Sustainable Transitions-Konferenz in Wuppertal mit über 400 internationalen Gästen haben sich auch die Reallabore aus Deutschland präsentiert: In zwei eigenen Sessions ging es speziell um die Baden-Württembergischen Reallaborprojekte, von denen Projekte der ersten und zweiten Förderlinie in Dialog und Poster-Sessions näher vorgestellt und diskutiert wurden. Näheres dazu im Beitrag.

Im Rahmen der Konferenz wurde darüber hinaus auch das Reallaborprojekt „Wohstandstranformation Wuppertal (WTW)“ in zwei Sessions präsentiert und im Rahmen eines Side-Events auch vor Ort begutachtet und diskutiert.

Gemeinsames Kick-off der Begleitforschung BaWü-Labs ‚Stadt‘

In einem gemeinsamen Kick-Off am 27. September 2016 wurde das Begleitforschungsprogramm für die zweite Reallabor-Förderlinie in Baden-Württemberg gestartet. Die Begleitforschung bietet unter anderem Unterstützung in Form einer externen Beratung oder Trainings zu inter-/transdisziplinärer Arbeit für die Projektteams der Reallabore.
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag.

Relevante Publikationen

Im vergangenen Jahr wurde eine Anzahl relevanter Fachbeiträge zum Thema Reallaborforschung publiziert. Eine Auswahl finden Sie im Folgenden:

Schäpke, N., Singer-Brodowski, M., Stelzer, F., Bergmann, M. , & Lang, D. J. (2015). Creating Space for Change: Real-world Laboratories for Sustainability Transformations: The Case of Baden-Württemberg. Gaia, 24(4), 281-283.

Felix Wagner et al.: BaWü-labs on Their Way – Progress of Real-world Laboratories in Baden-Württemberg. zur Webseite

Uwe Schneidewind, Karoline Augenstein, Franziska Stelzer, Dorle Riechert, Luisa Lucas. “The Woodstock of Sustainability Science”. Impulses from the Wuppertal Making Utopia Possible Conference Week. GAIA 25/3 (2016): 207 – 209

Luederitz, C., et al., Learning through evaluation – A tentative evaluative scheme for sustainability transition experiments, Journal of Cleaner Production (2016), http://dx.doi.org/10.1016/j.jclepro.2016.09.005.

Uwe Schneidewind, Mandy Singer-Brodowski, Karoline Augenstein, Franziska Stelzer: Pledge for a Transformative Science: A Conceptual Framework. Wuppertal Paper Nr. 191 (Juli 2016).

Der konzeptionelle Rahmen einer transformativen Wissenschaft, die nicht nur beobachtet sondern selber aktiv wird und sich forschender Weise einmischt, wird im folgenden Beitrag auch der internationalen Fachwelt zugänglich gemacht. zum Download

Workshop „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“ vom 24.-25.01.17 in Wuppertal

Vom 24.-25. Januar 2017 veranstalten das Wuppertal Institut und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen gemeinamen Workshop zum Thema „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“ in Wuppertal.

Der Workshop richtet sich an FachexpertInnen aus Wissenschaft und Praxis und soll den Austausch zwischen Reallabor-Forschung und dem Bereich der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) fördern. So sollen gemeinsam Ideen entwickelt werden, wie sich im Zusammenspiel didaktische Erkenntnisse aus dem Bereich der BNE mit den Praxiserfahrungen der Reallabor-Forschung verknüpfen lassen.

Als Referentinnen und Referenten werden u.a. Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal Instituts), Dr. Heinrich Bottermann (Generalsekretär der DBU), Prof. Dr. Ilka Parchmann (Vizepräsidentin der Uni Kiel) sowie Dr. Mandy Singer-Brodowski (Institut Futur Berlin) dabei sein.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Es wird um Anmeldung bis zum 17.01.2017 bei karoline.augenstein@wupperinst.org gebeten.

Promotionsstipendium „Öko-Dorf-Innovationen für den urbanen Raum“

Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (Karlsruhe) hat ein Promotionsstipendium zum Thema „Öko-Dorf-Innovationen für den urbanen Raum“ ausgeschrieben.

Ziel der Promotionsarbeit ist es, die Übertragbarkeit nicht‐technischer wie technischer Innovationen aus Ökodörfern auf städtische Kontexte zu untersuchen. Ausgehend von den Betrachtungen zur Übertragbarkeit sollen Handlungsempfehlungen für EntscheidungsträgerInnen abgeleitet werden und optional auch in Form eines transdisziplinären Experiments in Karlsruhe angewandt werden.

Die Promotion ist dabei in die Arbeiten und Projektgruppe des Quartier Zukunft – Labor Stadt eingebunden und erfolgt am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT – im Rahmen des Kooperativen Promotionskollegs Energiesysteme und Ressourceneffizienz (Enres).

Eine Bewerbung ist noch bis zum 15.12.16 möglich. Alle weiteren Details finden Sie hier.

Forum „Zukunftsfähige Hochschule gestalten – Wo liegen die politischen Hebelpunkte?“ am 5.12. in Berlin

Am Montag, den 5.12.16 veranstalten das netzwerk n und die Heinrich-Böll-Stiftung ein gemeinsames Forum unter dem Titel „Zukunftsfähige Hochschule gestalten – Wo liegen die politischen Hebelpunkte?“. Das Forum ist Teil der konferenz n und findet in den Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin statt.

Im Rahmen des Forums soll unter anderem ein Positionspapier des studentischen Netzwerks vorgestellt werden und anschließend mit einer breiten Öffentlichkeit aus Politik, Hochschule, Aktivist_innen und allen weiteren Interessierten diskutiert werden. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie der aktuelle Stand der Nachhaltigkeitsbestrebungen an Hochschulen ist und wie diese im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zukunftsfähig gemacht werden können.

Es wird um eine Anmeldung an bildung@boell.de gebeten.

Für die konferenz n (vom 3.-5.12. in Berlin) sind noch Restplätze vorhanden – Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

Uwe Schneidewind im Merton-Magazin zum Wandel in den Wirtschaftswissenschaften

In einem neuen Artikel seiner Kolumne „transformative Wissenschaft“ im Merton-Magazin des Stifterverbands geht Prof. Uwe Schneidewind auf die bisherige Rolle der Wirtschaftswissenschaften ein und fordert den Wandel hin zu einer „Möglichkeitswissenschaft“.

Der Kolumnenbeitrag erschien anlässlich der Spiekerooger Klimagespräche, die sich dieses Jahr dem Thema „Transformative Wirtschaftswissenschaften“ widmen.

Den Beitrag im Merton Magazin können Sie hier nachlesen.

NachDenkstatt 2016 – Denken.Handeln.Wandeln. vom 25.-27.11. in Oldenburg

Vom 25.-27. November 2016 findet an der Universität Oldenburg die NachDenkstatt 2016 statt, eine studentisch organisierte und transdisziplinär ausgerichtete Workshop-Konferenz, die zum mitdenken und selber handeln anregen soll, um gemeinsam den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten.

Auf der Konferenz sollen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen mit BürgerInnen, Studierenden und weiteren Interessierten gesellschaftlich relevante Lösungsansätze zu vorher definierten Problemen erarbeiten

Die Workshopthemen reichen dabei von materiellem Wohlstand über den Wandel auf individueller Ebene hin zu ökologischen Stoffströmen bis zu den Chancen der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei ist wichtig, dass zum Abschluss der Konferenz konkrete Ergebnisse im Sinne des transdisziplinären Prozesses erarbeitet worden sind, welche Aktive in Praxis und Wissenschaft zu neuen Fragen und Ansätzen anregen und erste Lösungsansätzen zu bestehenden Problemen bieten.

Bereits seit 2012 organisieren Studierende der Uni Oldenburg ehrenamtlich neben ihrem Studium die NachDenkstatt. Das Organisationsteam besteht dabei zu einem großen Teil aus Studierenden des Master in Sustainability Economics & Management. Alle weiteren Informationen finden Sie hier, für Interessierte gibt es die Möglichkeit, sich noch auf die Nachrückliste der Veranstaltung setzen zu lassen.

Reallabore Baden-Württemberg:
Reallabor Schorndorf

Im Februar 2016 startete das Baden-Württemberger „Reallabor Schorndorf: Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr – Bürgerorientierte Optimierung der Leistungsfähigkeit, Effizienz und Attraktivität im Nahverkehr (BOOLEAN)“ sowie die ergänzende Begleitforschung mit dem Vorhaben, ein ergänzendes Buskonzept zu entwickeln, das individuell abrufbar ist und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in den schwächer ausgelasteten Nebenzeiten flexible Mobilität gewährleistet. Jetzt konnte mit Mercedes Benz Vans ein neuer Praxispartner dazugewonnen werden.

Die Besonderheiten des Projekts, das von einem vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) angeführten Konsortium durchgeführt wird, liegen in der Nutzung von Kleinbussen, die effizienter und ressourcenschonender als normale Linienbusse sind, sowie im Verzicht auf feste Haltepunkte. Dazu wird an einem digitalen Bedienkonzept geforscht, welches den Nahverkehr auf die individuellen Ansprüche der Nutzenden anpassen soll.

Im Rahmen der Projektentwicklung ist dann ein weiterer Schwerpunkt die umfangreiche Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, für die seit Februar ein Konzept erarbeitet wurde, welches mit ersten Projektpräsentationen auf dem Schorndorfer Bürgermarkt nun in die Umsetzungsphase gegangen ist. Weitere Schwerpunkte des Beteiligungsprozesses liegen in vertiefenden Diskussions- und Experimentierrunden zur Fahrzeugentwicklung und der Erprobung des Bedienkonzeptes.

Als neuer Kooperationspartner konnte nun Mercedes-Benz Vans für die technische Entwicklung der Fahrzeuge gewonnen werden. u.a. für die Bereitstellung von Minibussen, als auch für die Bereitstellung von „Know-how“ zur Entwicklung des Bedienkonzeptes sowie der Informationsschnittstelle zwischen Leitstelle, Fahrpersonal und Nutzenden. Darüber hinaus möchte das Unternehmen das Beteiligungsverfahren unterstützen.

Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung

Im Rahmen eines Expertenworkshops am 14. Juni 2016 in Berlin zum Thema „Transformation Research – Goals, Contents, Methods“, organisiert vom Dutch Research Institute for Transition (DRIFT) und Ecologic, haben 25 führende Forscherinnen und Forscher über Ansätze, Ziele, Inhalte und Ergebnisse transformativer Forschung diskutiert. Ein besonderer Fokus lag auf geeigneten Methoden und Praktiken aus den Sozialwissenschaften, welche die Erforschung von Prozessen und der Dynamik von Transformationen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen.

Zum Workshop wurde nun von Julia Wittmayer und Katharina Hölscher ein abschließender Bericht veröffentlicht. Dieser fasst die Hauptargumente aus den Debatten zusammen und formuliert Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten zur Analyse und Unterstützung von Nachhaltigkeitstransformationen. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Transformationsforschung hat sich in den letzten Jahren schnell als Forschungsperspektive entwickelt, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen. Dabei verbindet sie verschiedene Forschungsfelder und Ansätze, kombiniert theoretische Konzepte und Rahmenbedingungen und bedient sich unter anderem transdisziplinärer
Daraus ist eine intensive Debatte über die Legitimität, die gesellschaftlichen und institutionellen Auswirkungen sowie den Bedarf für entfacht.
Bislang fehlen jedoch weitgehend konzeptionelle Arbeiten zur empirischen und theoretischen Untersetzung von Transformationsforschung, ihren Methoden und inhaltlichen Schwerpunkten.

Der Workshop hat sich nun diesen Problemen zugewandt. Dabei wurden fünf wesentliche Diskussionspunkte in Bezug auf zukunftsweisende Forschungsfragen identifiziert, um Transformationsforschung weiterzuentwickeln „DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung“ weiterlesen

Best-Practice Sammlung des netzwerk n veröffentlicht

Das netzwerk n hat am Freitag, den 7. Oktober seine Best-Practice-Sammlung zu Nachhaltigkeitsprojekten im Hochschulbereich im Rahmen des 3. Symposiums Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (SISI) in Berlin veröffentlicht.

Die Best-Practice-Sammlung, welche in Kooperation mit der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit produziert wurde, zeigt 27 konkrete Projekte und Strukturen an Hochschulen auf, die bereits heute in den Bereichen Lehre, Governance, Betrieb und Forschung Nachhaltigkeit in der Praxis umsetzen. Die Bandbreite reicht, um einige Beispiele zu nennen, vom Studium Oecologicum in Tübingen, über das Kompetenzzentrum nachhaltige Entwicklung (Wien), die grüne Mensa  „Veggie No. 1“ (Berlin) bis zu einem Student Journal aus Maastricht.

Dabei stellen gerade Studierende und Initiativen an Hochschulen einen wichtigen Faktor im Rahmen des Transformationsprozesses zu Nachhaltigkeit dar. So schaffen diese es, durch ihr ehrenamtliches Engagement starke Veränderungsimpulse in die Institutionen hineinzutragen und sich öffentliches Gehör zu verschaffen, um notwendige Reformen einzufordern.

Die Best-Practice Sammlung können Sie hier herunterladen.
Bei Fragen können Sie sich an Lisa Weinhold vom netzwerk n wenden.

Koordinator/in für das Green Office der Universität Hildesheim gesucht

Das Green Office (Nachhaltigkeitsbüro) der Universität Hildesheim sucht im Rahmen einer Mutterschutzvertretung zum 1. Dezember eine/n neue/n Koordinator/in (TV-L E 13), zunächst befristet bis zum 07.03.2017 (100%). Mit einer voraussichtlich darauf folgenden Elternzeitvertretung vom 08.03.2017 bis 07.08.2017 (auf 100%) ist eine Weiterarbeit ab dem 08.08.2017 auf 50% möglich.

Die Aufgaben umfassen das Management des Green Office Hildesheim (u.a. Koordination der 6 Hilfskräfte, Teambildung, Vernetzung, Zukunftsplanung), die Nachhaltigkeitsberichterstattung,
sowie die Evaluation des Green Office Projektes. Außerdem interdisziplinäre Lehre im Umfang von 2 SWS pro Semester und
Begleitforschung mit der Möglichkeit zur Weiterqualifikation.

Die vollständige Stellenanzeige finden Sie hier.

Wandercoaching und Konferenz des netzwerk n

3. Runde des Wandercoachings

Das Wandercoaching des netzwerk n geht in die dritte Runde und studentische wie auch gemischte Gruppen können sich noch bis zum
9. Oktober für eine individuelle Beratung durch zwei ausgebildete Coaches des netzwerk n bewerben, um sich rund um das Thema nachhaltige Hochschule inhaltlich, methodisch und strategisch weiterbilden und coachen zu lassen.

Studentische Initiativen spielen eine wichtige Rolle in der Transformation der Hochschulen, um neue Impulse zu setzen. Daher fördert das BMBF das Wandercoaching im Rahmen des Projektes „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten„. Einen Eindruck von der letzten Runde des Wandercoachings vermittelt dieses Video. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

konferenz n

Das netzwerk n veranstaltet vom 3.-5. Dezember in Berlin bereits zum dritten mal seine jährliche konferenz n, diesmal zum Thema „Studentisches Engagement für nachhaltige Hochschulen – Alles neu durch die Sustainable Development Goals?“.
Informationen zur Anmeldung und Programm finden Sie in Kürze hier.
Ein Video von der letzten konferenz n im Januar in Berlin finden Sie hier.

perspektive n

Am Donnerstag, den 29. September findet im Rahmen des RASUM-Symposiums an der Hochschule Darmstadt eine Diskussionsrunde perpektive n zum Thema „Herausforderung Nachhaltige Entwicklung – die Hochschule Darmstadt weiter denken“, im Rahmen des RASUM-Symposiums der Schader-Stiftung statt.

Das Format „perpektive n“ stellt eine Reihe an Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format an verschiedenen Hochschulen dar, in der jeweils mit Vertreter_innen der Hochschulverwaltung und Studierendenschaft Nachhaltigkeitsperspektiven für die jeweilige Hochschule diskutiert werden. Weitere Informationen zum Format finden Sie hier. Bei Fragen oder Interesse an einer solchen Veranstaltung vor Ort können Sie Michael Flohr kontaktieren.

Neuer Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ der Zempelin Stiftung

Die Zempelin Stiftung hat dem Wuppertal Institut Mittel zur jährlichen Vergabe eines Forschungspreises für transformative Wissenschaft gestiftet.

Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums, welches am 8. September in Wuppertal im Rahmen eines Festaktes unter dem Motto „Making Utopia Possible“ gefeiert wurde, hat der Stifterverband dem Institut den Forschungspreis für „Transformative Wissenschaft“ für die nächsten fünf Jahre übergeben.

Jährlich soll das Institut im Rahmen eines Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens eine Preisträgerin oder einen Preisträger ermitteln, welche/r den mit 25.000€ dotierten Preis erhält. Dazu hat die Stiftung dem Wuppertal Institut insgesamt 250.000€ zur Verfügung gestellt, um die Ehrung im Rahmen eines Symposiums vorzunehmen, welches aktuelle Fragen zu transformativer Forschung adressiert.

Inhaltlich zielt der Forschungspreis auf „alle Formen von Wissenschaft, die Impulse auslösen, die den gesellschaftlichen Fortschritt befördern.“ Vorgeschlagen werden können NachwuchswissenschaftlerInnen, zivilgesellschaftliche Institutionen oder Wissenschaftseinrichtungen, die sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen annehmen und zu einer nachhaltigen Transformation unserer Gesellschaft und Umwelt beitragen, sowie solche, die sich der Nachwuchsförderung in dem Feld verdient machen.

Die offizielle Mitteilung vom Stifterverband finden Sie hier.

Stand der transformativen Forschung in NRW

Am Mittwoch, den 21. September 2016 fand in Düsseldorf eine Veranstaltung zum Thema „Transformative Forschung – Wo steht NRW?“, veranstaltet vom Wissenschaftsministerium NRW, statt.

Auf der Veranstaltung wurde der Stand der seit 2013 verfolgten Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ diskutiert, die zum Ziel hat, umsetzungsorientierte Forschung zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stärken. Sie zielt außerdem darauf ab, die Entwicklung von Themen wie der Energiewende, digitalem Wandel, Arbeit 4.0 oder Verbraucherschutzthemen nachhaltig auszugestalten und dabei auch die Zivilgesellschaft stärker einzubeziehen.

Im Rahmen eines „Science Match“ hat sich eine große Bandbreite an Projekten aus NRW vorgestellt, darunter die transdisziplinären Forschungskollegs und Regionalnetzwerke in NRW, die von Lebensqualität im hohen Alter über Kinder und Jugendgesundheit, Energieeffizienz und Ressourcen in der Landwirtschaft eine große Bandbreite an Themen bearbeiten.

Auch die Verbraucherzentralen NRW engagieren sich zunehmend in dem Feld, indem sie Verbraucherforschung für, mit und zu Konsumentinnen und Konsumenten betreiben.

Ebenfalls kontrovers diskutiert wurde, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft möglich wäre. Während sich die Podiumsgäste hinsichtlich der allgemeinen Zielsetzung einer „transformativen“ Wissenschaft einig waren, kam die Kritik an Bürgeruniversitäten hier eher von außen.

Ein kürzlich erschienener Artikel in der Welt legt die Ängste in der Debatte anschaulich dar, berücksichtigt aber leider nicht den inzwischen sehr differenzierten Stand der Diskussion (vgl. dazu die Debatte in der GAIA).

Reallabore aus Baden-Württemberg auf der International Sustainable Transitions Konferenz

Die Reallabore der Förderlinien des Landes Baden-Württembergs haben ihre Aktivitäten auf der 7. International Sustainable Transitions (IST) Konferenz, die vom 6.-9. September in Wuppertal stattfand, einem internationalen Fachpublikum präsentiert.

Am Donnerstag, den 8. September diskutierten die Forschenden der Reallabor-Projekte gemeinsam mit den beiden Teams der Begleitforschung und den internationalen Gästen in zwei Dialog-Sessions sowohl „Reallabore als neuen Forschungsmodus“ unter Betrachtung der konzeptionellen Rahmungen und Fallbeispiele aus Baden-Württemberg ebenso wie die „Potenziale und Grenzen von Reallaboren“ aus Sicht von Wissenschaft und Praxis in einer zweiten Session. Dabei präsentierten zunächst Forschende aus den Reallabore-Projekte in Kurzvorträgen ihre Projekte und spezifische Perspektive auf das Thema. Anschließend wurden dann einzelne Aspekte unter Einbeziehung von internationalen ExpertInnen der Transition-Forschung diskutiert.

In einer Speeddating Session sowie einem eigenen Ausstellungsbereich für die Baden-Württemberger Reallabore im Rahmen der nachmittäglichen Poster-Sessions kamen die VerterInnen aus insgesamt sieben Reallaboren dann auch mit den BesucherInnen der Konferenz näher ins Gespräch und konnten Fragen der Gäste aber auch eigene Herausforderungen mit dem Fachpublikum diskutieren.

Folgende Poster und Reallabore haben sich im Rahmen der Konferenz präsentiert:

  • Structure of the “Real-World Laboratory 131: KIT findet Stadt”.
  • Participation on the way to the Real-World Laboratory 131.
  • Reallabor 131 – Overview of the real-world experiments.
  • Co-Design and Co-production in the Real-world Laboratory Knowledge Dialogue Northern Black Forest.
  • SPACESHARING LABORATORY.
  • Future City Lab – “Realworld Laboratory for a Sustainable Mobility Culture”.
  • With public participation to a stopless and timetableless urban quarter bus in the Reality Lab Schorndorf.
  • Rethinking schools in the context of demographic and pedagogic shift: The research agenda of Reallabor STADT-RAUM-BILDUNG.
  • Real-world lab ASYLUM.

Ausweitung der Begleitforschung für die Reallabore Baden-Württembergs

Seit September 2016 wurde die bestehende Begleitforschung der ersten Förderlinie des Landes Baden-Württemberg auch auf die Reallabor-Projekte der zweiten Förderlinie ausgeweitet.

Bereits seit Mitte 2015 hatten sich zwei Projektteams unter Leitung der Leuphana Universität Lüneburg sowie der Universität Basel auf den Weg gemacht, um die Reallabore sowohl zu unterstützen als auch begleitend zu erforschen.

Die Begleitforschung besteht dabei aus zwei Projekten:
Die Projektteam unter Leitung der Universität Lüneburg begleitet unter dem Titel „Forschung in Reallaboren begleiten, systematisieren und transferieren“ die 14 Reallabore praxisnah hinsichtlich deren Prozessgestaltung. Darüber hinaus unterstützt das Team durch die Erfassung übergreifender Ergebnisse und Best-Practices sowie die nationale und internationale Vernetzung der Akteure untereinander.

Das Projektteam der Universität Basel versucht währenddessen unter dem Titel „Reallabore vernetzen, verstehen, verstetigen“ Einsichten in die Prozesse in den Reallaboren selbst, insbesondere hinsichtlich methodischem Vorgehen, Qualitätsmerkmalen sowie der transdisziplinären Wissensintegration zu gewinnen. Dabei bietet es einen (moderierten Rahmen) für das gemeinsame Lernen und die Generalisierung der gewonnenen Erfahrungen.

Die Begleitforschung bietet den Reallaboren so konkrete Unterstützung in Form einer externen Beratung oder Reflexion sowie eine Plattform zur gegenseitigen Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch, welche Methodenkenntnis und Praxiswissen, auch aus den beiden Begleitforschungsteams zusammenbringt. Währenddessen wird gleichzeitig übergreifendes Methodenwissen festgehalten, um die Reallaborforschung insgesamt zu fördern und zu verstetigen.

Einen Überblick über die Begleitforschung können sie diesem Flyer entnehmen.

 

Uwe Schneidewind im Merton Magazin: „Radikaler Perspektivwechsel für Hochschulen“

Im Rahmen seiner Kolumne im Merton-Magazin des Stifterverbands hat Prof. Dr. Uwe Schneidewind einen Beitrag zum Perspektivwechsel von Hochschulen hinsichtlich der Bedeutung von gesellschaftlichen Herausforderungen in Forschung und Lehre verfasst.

Er plädiert in seinem Artikel dafür, die „Third Mission“ von Hochschulen zur „First Mission“ zu machen: Eine „transformative“ Ausrichtung hin zu gesellschaftlichen Problemstellungen macht das Verhältnis von Hochschulen zu ihrem Umfeld zu einer systematische Gestaltungsaufgabe. Davon profitieren sowohl die einzelnen Disziplinen, welche sich immer wieder der Anschlussfähigkeit an andere Disziplinen stellen müssen, als auch die Studierenden durch ansprechende Lehrformate. Der Wettbewerb „Innovative Hochschule“ eröffnet gerade kleineren Hochschulen die Möglichkeit sich in diesem Feld zu entwickeln.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen.
Den zugehörigen wissenschaftlichen Artikel, erschienen in der Zeitschrift „die Hochschule„, finden Sie hier.

Nachhaltigkeitsbericht der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erschienen

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat unter dem Titel „Footprints“ ihren Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2014 und 2015 veröffentlicht.

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht legt die Hochschule in Eberswalde Rechenschaft über den Fußabdruck ihrer Aktivitäten ab und informiert ausführlich über ihre nachhaltige Entwicklung nicht nur in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer und Betrieb sondern auch hinsichtlich sozialer Aspekte wie nachhaltige Entwicklung im beruflichen und sozialen Kontext, Beteiligung und ihre Wirksamkeit sowie Förderung von Engagement und Leistung. Dabei ist der Bericht nach den an der Hochschule entworfenen Nachhaltigkeitsgrundsätzen gegliedert.

Die Hochschule hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur ökologisch neutral zu werden, sondern auch sichtbar zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Die Hochschule wirtschaftet daher bereits seit 2014 klimaneutral und kompensiert nicht vermeidbare Emissionen über ein von Alumni gegründetes und von Studierenden beforschtes Lehmofenprojekt in Kenia. Zusätzlich versucht sie durch gezielte Förderung bspw. von Projektwerkstätten und gezielten Maßnahmen auch ihren positiven Handabdruck zu vergrößern.

Auch hat die Hochschule mit dem Bericht eine erste Entsprechenserklärung zum hochschulspezifischen Deutschen Nachhaltigkeitskodex abgegeben und kommuniziert Wünsche an ihre Landesregierung gleich mit, wie den nach einer fächerübergreifenden Brandenburgischen Akademie zur Promotionsförderung. Auch die Studierenden werden, wie etwa in Rolle eines studentischen Vizepräsidenten umfassend eingebunden und kommen auch im Bericht zu Wort.

Den Bericht können Sie hier herunterladen.
Die zugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Stellenausschreibung Studiengangskoordination Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement an der HNEE

(Bewerbungsfrist Mittwoch, 10.08.26)

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) sucht zum 19.09.16 eine/n neue/n akademische/n Mitarbeiter/in (50%, TV-L E 13) zur Koordination des Weiterbildungsstudiengangs „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement„. Die Stelle ist ist im BMBF-Projekt „Weiterentwicklung, Evaluation und Etablierung von berufsbegleitenden Weiterbildungsangeboten an der HNE Eberswalde“ angesiedelt und zunächst bis zum 30.09.2017 befristet.

Zum Aufgabenbereich gehören die konzeptionelle Weiterentwicklung, Evaluierung und Qualitätssicherung des Weiterentwicklungsangebots sowie die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing für den Studiengang. Weiterhin gehören die Projektadministration und Betreuung von Studierenden, Lehrenden und Hilfskräften, sowie der Online-Lernplattform, dazu. Darüber hinaus auch eine Mitwirkung in der Lehre möglich.
Anforderung ist ein Masterabschluss, idealer Weise mit interdisziplinärer und nachhaltiger Ausrichtung, Erfahrung in der Abwicklung von Drittmittelprojekten sowie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Bewerbungen sind in elektronischer Form bis zum 10. August unter Angabe der Kennziffer „28/16“ an Frau Großkopf zu richten.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier, Fragen richten Sie bitte an Herrn Benjamin Nölting.

 

Bericht des Wissenschaftsrats zur Evaluation des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

Der Wissenschaftsrat hat vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst den Auftrag erhalten, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) wissenschaftlich zu evaluieren. Das Ergebnis der Evaluation hat der Wissenschaftsrat in seiner Sommersitzung beschlossen.

Der Wissenschaftsrat hebt in seiner Stellungnahme die Forschungsleistung und zentrale Rolle des ISOE für die Entwicklung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland hervor und nennt als Alleinstellungsmerkmal die Verknüpfung von Theorie und Praxis, durch die das Institut transdisziplinäre Forschung methodisch geprägt und weiterentwickelt habe.

Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz im Gebiet der sozial-ökologischen Forschung empfiehlt der Wissenschaftsrat aber auch eine inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung. Dabei sollen eine stärkere Fokussierung der Forschungsfelder und eine Veröffentlichungsstrategie helfen.
Im Zuge einer zunehmend akademischen Ausrichtung soll das Institut seine Anbindung an die Goethe-Universität bsp. durch eine gemeinsame Professur verstärken und sich international ausrichten. Durch eine Erhöhung der Grundausstattung seitens des Hessischen Ministeriums sowie eine Diversifizierung der Drittmittelquellen könnte die knappe personelle Ausstattung, insbesondere im Transferbereich, nachhaltig verbessert werden.

Laut Thomas Jahn, Sprecher und Institutsleiter, bestätigen die Empfehlungen des Wissenschaftsrat dabei den aktuellen Entwicklungsplan des ISOE, in Zukunft die Grundlagenforschung und Beratungstätigkeit im Rahmen von nationalen und internationalen Kooperationen auszubauen. Dabei sollen die Forschungsfelder Integrierte Wasserforschung, Angewandte Lebensstilforschung in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Mobilität sowie sozial-ökologische Biodiversitätsforschung im Vordergrund stehen.
Insgesamt verstehe das Institut die Bewertung als Auftrag seine inhaltlichen und methodischen Kompetenzen auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.

Die Pressemitteilung des Wissenschaftsrates zur Evaluation finden Sie hier, die vollständige Stellungnahme hier.
Die Pressemitteilung des ISOE finden Sie hier.

Tagung „Engagierte Hochschule“ vom 7.-11. November in Illertissen

Von Montag, 7.11.2016, bis Freitag, 11.11.2016 findet die Tagung „Engagierte Hochschule – Zusammenarbeit von Hochschule und Zivilgesellschaft an nachhaltigen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen“ im Hochschulzentrum Vöhlinschloss in Illertissen (Nähe Neu-Ulm, Bayern) statt.

Die Tagung wird im Rahmen des bayerischen Dialogforums und gleichnamigen Programm des Stifterverbands „Campus & Gemeinwesen“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm, der Hochschule Augsburg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie dem Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung e.V. organisiert.

Thematisch steht die zivilgesellschaftliche Öffnung von Hochschulen sowie die Partnerschaft mit außeruniversitären Organisationen im Vordergrund. Alle Interessierten sind eingeladen, sich aktiv einzubringen.

Die Tagung setzt dabei verschiedene Schwerpunkte:

  • Montags stehen Zukunftsperspektiven und Wirkungsforschung rund um die Zusammenarbeit von Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Vordergrund,
  • Dienstags werden strategische Partnerschaften und bildungspolitische Fördermaßnahmen diskutiert,
  • Mittwochs steht das Engagement von Studierenden sowie dessen Förderung im Vordergrund,
  • während für Donnerstag und Freitag ein Schwerpunkt „Hochschule ohne Grenzen“ zum Engagement für Geflüchtete vorgesehen ist.

Für Montag und Dienstag (7./8.11.) können Vorschläge für Beiträge eingereicht werden. Die Vorstellung von „Projekten“, „Papers“ oder „Challenges“ ist möglich. Alle Projekte von beispielgebenden Charakter können sich hier im Rahmen eines Gallery Walk mit Posterpräsentation vorstellen; zwölf ausgewählte Paper mit einer Länge von 4-6 Seiten sollen in den parallelen Sessions diskutiert werden und „Challenges“ in Form von Themen-Tischen, sollen in zwei Runden von 45 Minuten von den Teilnehmenden interaktiv bearbeitet werden.
Vorschläge können bis zum 31. Juli per Mail eingereicht werden. Entsprechende Formblätter sowie alle weiteren Informationen zur Einreichung finden Sie hier.

Das vollständige Programm sowie alle weiteren Informationen finden Sie hier.

3. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ vom 6.-7. Oktober in Berlin

Am 6. und 7. Oktober 2016 veranstaltet das BMBF im Humboldt-Carré Berlin das 3. Symposium zum Thema „Nachhhaltigkeit in der Wissenschaft„.

Im Rahmen des Agendaprozess „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SiSi) wurden in zwei großen Symposien im April 2013 und Mai 2014 sowie in weiteren Fachveranstaltungen von Lehrenden, Forschenden, Studierenden und Hochschulverwaltungen Maßnahmen erarbeitet, um die Hochschulen in ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Um den Austausch zwischen den Akteuren anzuregen, soll das Symposium die Diskussion zu Facetten der Nachhaltigkeit in Hochschulen und Forschungseinrichtungen anregen. Thematisch geht es dabei insbesondere um Klimaschutz und Energienutzung, nachhaltigen Umgang mit (Bio)Ressourcen, Mobilitätsmanagement, grüne IT und Forschungsinfrastruktur sowie die Rolle von Forschungsräumen für den sozialen Zusammenhalt.

Dazu sind Interessierte eingeladen, ihre konkreten Beiträge und Erfahrungen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Forschung im Rahmen einer moderierten Poster-Session zu präsentieren oder Projekte und Initiativen zur Vorstellung vorzuschlagen. Vorschläge können Sie bis zum 10. August 2016 unter Verwendung dieser Vorlage an sisi@fona.de  senden.

Die Teilnahme am Symposium ist nur mit einer persönlichen Einladung möglich. Alle weiteren Informationen finden Sie in Kürze hier.

Jahrestreffen der „Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit“ vom 29.-31. Juli in Ulm

Vom 29.-31. Juli 2016 findet das Jahrestreffen der Hochschultage für ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit 2016 im Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg bei Ulm statt.

Alle Hochschulangehörigen, die interessiert sind, sich im Rahmen der Hochschultage für eine nachhaltige Entwicklung zu engagieren oder sich für das Thema ökosoziale Marktwirtschaft interessieren, sind eingeladen dem Treffen beizuwohnen.

Im Vordergrund der Veranstaltung steht die Vernetzung mit den Projektträgern und Beteiligten der in Deutschland, Österreich und Schweiz stattfindenden Hochschultage. Der inhaltlichen Diskurs dreht sich um das Thema ökosoziale Marktwirtschaft, das Format der Hochschultage sowie Nachhaltigkeit an Hochschulen im Allgemeinen.

Die Teilnahme kostet 195€, für Studierende werden die Kosten übernommen. Das Programm sowie alle relevanten Informationen finden Sie hier oder auf der Webseite der Initiative.

Neues Reallabor-Forschungsprogramm „Trafo BW“ des Landes Baden-Württemberg gestartet

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat ein neues Forschungsprogramm „Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW“ gestartet.

Nachdem das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs bereits seit 2015 zwei Förderlinien für Reallaborforschung unterhält, fördert nun auch das Umweltministerium mit knapp sechs Millionen Euro bis zum Jahr 2021 inter- und transdisziplinäre Reallaborforschung im Kontext der Energiewende Baden-Württembergs.

Thematisch werden Forschungsvorhaben zum Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis für die Themenfelder Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität, der Überwindung von Hemnissen für Energieeffizienzmaßnahmen auf Verbraucherseite sowie hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten von Solarthermie und Bioenergie (2.0) gefördert.

Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung und Akzeptanz von technologischen Lösungen sondern auch um Innovationen bsp. von Geschäftsmodellen, hinsichtlich gesellschaftlichem Bewusstsein, Verbaucherverhalten oder organisatorischer Einbindung von Akteuren.

Das neue Forschungsprogramm wurde durch eine Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses des Beirats der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung angestoßen.

Alle weiteren Informationen zur Förderlinie sowie Informationen zur Antragsstellung (Frist 22.08.16) finden Sie hier.

Anhörung „Forschung und Innovation in Deutschland“: Stand der Hightech-Strategie am 6. Juli im Bundestag

Am Mittwoch, den 6. Juli fand um 9.30h eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgen-abschätzung zum Thema „Forschung und Innovation in Deutschland: Stand und Perspektiven – einschließlich Zwischenbilanz der Hightech-Strategie“ statt.

Es waren sieben Experten zur Anhörung eingeladen, darunter Dirk Messner, Vorsitzender des WBGU, der in seiner Stellungnahme eine stärkere Ausrichtung der Forschungspolitik auf globale und gesellschaftliche Herausforderungen, insbesondere auf eine Transformation zur Nachhaltigkeit fordert. Er kritisiert an der aktuellen Hightech-Strategie die starke Ausrichtung auf ökonomische Aspekte, und bemängelt das Fehlen einer systemischen Perspektive. Der WBGU sieht daher eine Weiterentwicklung notwendig, die:

„(1) der Dringlichkeit der Transformation zur Nachhaltigkeit Rechnung trägt, die
(2) systemischen statt isolierten technologischen Innovationen Raum schafft und die
(3) auch die nötigen institutionellen und gesellschaftlich-kulturellen Innovationen umfasst.“

Auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sieht soziale Innovationen bisher kaum gefördert. Daher sollten aus öffentlichen Mitteln geförderte Innovationen künftig vor allem dem Gemeinwohl statt wirtschaftlicher Interessen dienen. Dazu ist aus Sicht des WGBU eine breite gesellschaftliche Beteiligung notwendig, um die gesellschaftliche Relevanz und Akzeptanz der strategischen Ziele zu gewährleisten.

Daher schlägt Messner vor, die Hightech-Strategie neben einer inhaltlichen Neuausrichtung an Nachhaltigkeitsaspekten auch durch einen neuen Namen „Forschungsstrategie für Wohlfahrt, Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit in Deutschland“ zu reformieren. Eine Orientierung an den Globalen Nachhaltigkeitszielen der 2030 Agenda, und der derzeit entstehenden neuen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung würde die Bestrebungen dabei sinnvoll miteinander verküpfen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat dazu im Juni einen Antrag mit dem Titel „Innovationspolitik neu ausrichten – Forschen für den Wandel befördern“ in den Bundestag eingebracht, in welchem die Fraktion die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, eine Neuausrichtung der Innovationsstrategie an Nachhaltigkeitskriterien vorzunehmen und dabei auf sukkzessive Beteiligung der Zivilgesellschaft und Reallaborforschung zu setzen. Kleine Fächer und Kleinforschungsprojekte sollen ebenfalls stärker gefördert werden. Eine Steuererleichterung um 15% für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Unternehmen unter 249 Mitarbeitenden soll das auch auf wirtschaftlicher Seite ermöglichen.

Ein Vorbericht zur Anhörung in der taz von Manfred Ronzheimer ist hier zu lesen.

Eine Aufzeichnung der Debatte kann in der Mediathek des Deutschen Bundestages angesehen werden.
Eine kurze Zusammenfassung der Sitzung finden Sie hier.

 

BNE Agendakongress am 11./12. Juli in Berlin

Vom 11. bis 12. Juli findet, organisiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Agendakongress „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Berlin Congress Center (bcc) statt.

Einmal im Jahr veranstaltet das BMBF einen Agendakongress um die Diskussionen und Ideen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung bundesweit zu vernetzen. Der Kongress richtet sich an alle in dem Feld aktiven Akteure und Initiativen, sowie an die Gremienmitglieder, die das Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland begleiten. Im Vordergrund steht der Austausch und die gemeinsame Arbeit am Nationalen Aktionsplan, der im Frühjahr 2017 verabschiedet werden soll.

An beiden Tagen werden auch Workshops zum Themenbereich „nachhaltige Hochschulen“ angeboten. Am Dienstag wird im Workshop ein erster Entwurf mit Zielen und Maßnahmen für BNE im Hochschulkontext aus dem Fachforum Hochschule vorgestellt.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind noch bis
Montag, den 4. Juli unter diesem Link möglich.
Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Konferenz „Transformative Research Development in Urban and Regional Environments“ vom 1.-3. September an der Universität Bozen-Bolzano

Die Freie Universität Bozen-Bolzano veranstaltet in Kooperation mit der Donau Universität Krems vom 01.-03.09.2016 eine Konferenz zur Entwicklung transformativer Forschung im urbanen und regionalen Kontext. Die Konferenz findet am Universitätscampus in Brixen, Italien, statt.

Thematisch liegt der Fokus auf den sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen von Transformation im urbanen/regionalen Raum. Schwerpunkt liegt dabei in der aktiven Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Transformationsprozesse und urbane/regionale Entwicklung.
Neben theoretischen und methodischen Ansätzen werden Wissenschaftler*innen und Aktive aus verschiedenen Disziplinen ihre Ansätze und Ergebnisse aus transformativer Forschung präsentieren. Inhaltlich sollen die Themen Migration und Integration, Solidarökonomie, Strategien zur Armutsbekämpfung, Gesundheit in urbanen Lebensräumen, gesellschaftliche Entwicklung sowie lebenslanges Lernen im Forschungs- und Transformationskontext diskutiert werden.

Die Konferenzergebnisse werden in der UniPresse der Universität Bozen-Bolzano publiziert, sowie ausgewählte Papers in einem Online-Journal veröffentlicht. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Ankündigung sowie das Programm finden Sie hier.
Eine Registrierung ist erforderlich und kann hier vorgenommen werden.
Fragen richten Sie bitte an transformativeresearch(at)unibz.it

Dossier „Wissenschaft für eine nachhaltige Gesellschaft“ des oekom Verlages

Der oekom Verlag hat ein Dossier zum Thema „Transformation der Wissenschaft“ mit Artikeln aus den Zeitschriften politische ökologie, GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society, Ökologisches Wirtschaften und umwelt aktuell zusammengestellt und auf seiner Webseite veröffentlicht.

Das Dossier schafft eine Übersicht der Debattenbeiträge zu einer transformativen Wissenschaft und darüber hinaus, welche seit Ende 2012 in den Zeitschriften des oekom Verlages erschienen sind. Darunter Ausgabe 140 der politischen Ökologie, welche das Thema zusammen mit citizen science aufgreift, ebenso wie die kontroverse Diskussion in GAIA, deren Beiträge auch bereits hier auf dem Blog vorgestellt wurden.

Was fehlt sind die Debattenbeiträge aus anderen Zeitschriften. Wer etwa die Fundamentalkritik von Strohschneider vermisst, der sollte hier weiterlesen.

Die einzelnen Artikel des Dossiers können Sie über die Verlinkungen auf der Überblickseite abrufen.

Neuigkeiten vom netzwerk n: Launch der plattform n und Wandercoaches gesucht

Das netzwerk n hat seine plattform n offiziell geöffnet und sucht für die nächste Runde des „Wandercoachings“ noch Studierende, die studentische Nachhaltigkeitsinitiativen beraten möchten.

Launch der plattform n

Seit dem 16. Juni ist die plattform n offiziell für alle Nachhaltigkeits-initiativen an Hochschulen geöffnet. Studentische wie nicht-studentische Akteure sind eingeladen, sich über die Online-Plattform zu vernetzen und diese für ihre Projektarbeit zu nutzen.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick
Vernetzung: Austausch und Wissenstransfer mit anderen Aktiven über das  „Forum“ und Zusammenarbeit in übergreifenden Gruppen und Projekten
Kollaboration: Projektmanagement-Tools zur Dokumentenerstellung, Dateiablage, Nachrichten, Terminfindung, Kalender und Aufgabenplanung
Präsentation: Eine öffentlich zugängliche Infoseite bietet die Möglichkeit der Außenwelt das eigene Projekt und Aktivitäten zu präsentieren
Neu hinzugekommen sind Funktionen zur Facebook-Integration, sowie die Möglichkeit, jetzt auch Tabellen anzulegen.

Das netzwerk n lädt dazu ein, die Plattform zu testen und auszuprobieren. Erste Anleitung und Hilfestellung finden Sie hier, Ansprechpartner für weitere Fragen und Anregungen ist Tillmann Schmitz.

Wandercoaches gesucht

Es werden derzeit für das Projekt „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“ engagierte Studierende gesucht, die im Rahmen der dritten Runde des Wandercoaching zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 Nachhatigkeitsinitiativen vor Ort beraten möchten.

Die neuen Wandercoaches bekommen in Workshops das nötige Wissen vermittelt um studentische Initiativen beraten zu können. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2016 bei Henrike Lindemann formlos möglich.

Alle weiteren Infos im untenstehenden Flyer sowie hier.
Wandercoaching Ausschreibung 16

Andreas Freytag in der Wirtschaftswoche: „Soll Wissenschaft gesellschaftlich gesteuert werden?“

In seiner „Freytags-Frage“ stellt sich Wirtschaftswoche-Kolumnist Andreas Freytag dem Thema gesellschaftlicher Einflussnahme auf Wissenschaft.

Unter Bezug auf die Debatte über eine transformative Wissenschaft warnt Freytag vor der Idee von Bürgeruniversitäten und dem normativen Impetus der entsprechenden Debatten. Eindrucksvoll und erfreulich ist, dass diese wissenschaftspolitische Diskussion inzwischen auch in einem führenden Wirtschaftsmagazin Resonanz findet – da die Debatte über transformative Wissenschaft gerade auch auf Defizite der aktuellen Wirtschaftswissenschaft zielt.

Der Beitrag von Andreas Freytag kann hier abgerufen werden.

Beitrag im Merton Magazin von Prof. Uwe Schneidewind: „Die ‚Co-Benefits‘ einer transformativen Wissenschaft“

Im Rahmen seiner Kolumne im Merton-Magazin des Stifterverbands diskutiert Prof. Dr. Uwe Schneidewind die Vorteile einer „transformativen Wissenschaft“ vor dem Hintergrund der kürzlich angekündigten Details der nächsten Exzellenzinitiative.

In seinem Beitrag geht er auf die Vorzüge eines erweiterten Methodenkanons für Lehre und Forschung ein und betont die verbesserten Chancen für den transdisziplinär ausgebildeten wissenschaftlichen Nachwuchs auch jenseits der klassischen Karrierepfade. Auch im internationalen Austausch spricht er sich für eine verbesserte Kultur des gegenseitigen Lernens auf Augenhöhe aus.

Den Beitrag können Sie hier lesen.

WBGU-Städtegutachen und SRU-Gutachten mit wissenschaftspolitischen Impulsen

WBGU

Der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat ein neues Hauptgutachten zu Urbanisierung herausgegeben.

In der Studie, die sich den Herausforderungen der „großen Transformation“ (WBGU 2011) anschließt und diese auf den Kontext der Urbanisierung überträgt, gibt das Gutachten Handlungsanweisungen für eine urbane Transformation, die zu Städten führen soll, die „die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, die Teilhabe gewährleisten und Eigenart ermöglichen“.

Das Gutachten enthält auch einen umfassenden forschungspolitischen Empfehlungsteil, der hier abrufbar ist. In seiner Analyse nimmt der WBGU eine Bewertung der bestehenden nationalen und internationalen Stadtforschung vor und empfiehlt u.a. die Einrichtung eines „Max Planck Institutes für urbane Transformationsforschung“ sowie unter der Formel „50 urbane Reallabore auf 50 Jahre“ den internationalen Ausbau langfristiger Reallabore für die Erforschung urbaner Transformationsforschung.

Ein Kommentar von Manfred Ronzheimer zur Übersicht ist unter diesem Link in der taz erschienen.

Die Kurzfassung und Empfehlungen des Gutachtens finden Sie hier, die Langfassung ist ab Juni unter dem gleichen Link erhältlich.

SRU

Ebenso hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) sein neues Umweltgutachten zu den Haupthandlungsfeldern einer ökologischen Transformation herausgebracht.

Im Gutachten thematisiert der SRU aufgeteilt in sechs Handlungsfelder mögliche Politikstrategien für die intraministerielle Zusammenarbeit für integrativen Umweltschutz in den Problemfeldern der Rolle staatlicher Steuerung, Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Sozialpolitik der Energiewende, Flächenverbrauch und demographischer Wandel, Raum für Wildnis sowie Schutz der Biodiversität vor dem Hintergrund steigenden Einsatzes von Pestiziden.

Eine wichtige Rolle spielen aber auch die für die Umsetzung relevanten wissenschaftspolitischen Empfehlungen (vgl. S. 64-74). Dort sind die wichtigsten Forderungen um öffentliche Forschungsförderung auf nachhaltige Entwicklungspfade hin auszurichten:

  1. Demokratische Erneuerung: Stärkung von Transparenz und Beteiligung in der Forschungsgovernance
  2. Differenzierte Forschung: Stärkung der Forschung zu sozio-ökonomischen Transformationsbedingungen
  3. Akteure im Rahmen von Technologieentwicklung stärker sozialwissenschaftlich und partizipativ begleiten.
  4. Gemeinsame Zielsetzung: Verbesserung der Ressortszusammenarbeit und Definition langfristiger Forschungsprioritäten
  5. Beendigung der Förderung nicht mehr zeitgemäßer Forschungsbereiche wie bsp. der Extraktion fossiler Ressourcen und Priorisierung relevanter Forschungsfelder.

Vorrangige Aufgabe der Umweltpolitik soll es werden, die Idee einer umfassenden ökologischen Transformation im Sinne eines erweiterten Innovationsverständnisses auf kulturellen, gesellschaftlichen und institutionellen Wandel weiterzuentwickeln und integrativ in die bestehenden Politikfelder einzubinden.

Das Gutachten in Kurz- und Langfassung finden Sie hier zum Download.

Wilfried Hinsch in der FAZ: „Die Freiheit der Forschung“

In einem neuen Beitrag zur Wissenschaftsfreiheit und der Legitimität politischer Steuerung von Forschungsprozessen diskutiert Wilfried Hinsch das Konzept und die Forderungen nach einer transformativen Wissenschaft vor dem Hintergrund der Theorie von „Organisationen“ und „spontanen Ordnungen“ (von Hayek).

Während Wissenschaft klassische Organisationseinheiten voraussetze, dürfe der Prozess wissenschaftlichen Erkennens nicht als organisierter Prozess verstanden werden sondern müsse als „kooperatives kollektives Unternehmen“ verstanden werden, „dessen Ziel ein systematischer gemeinsamer Erkenntnisgewinn ist, auch wenn vorab nicht zu sehen ist, welche Form dieser Gewinn annehmen wird“.

Dies schließe die politische Vorgabe „großer gesellschaftlicher Herausforderungen“ nicht aus. Es schließe aber aus, die wissenschaftliche Auseinandersetzung im Detail zu steuern, da politische Steuerung voraussetze, dass wir wissen, was genau wir erreichen wollen.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen.

Interkolloquium: Zwischenbilanz der ersten Förderlinie der Reallabore Baden-Württembergs

Am 29. April 2016 fand an der Hochschule für Technik Stuttgart ein Interkolloquium statt, in dessen Rahmen die Reallabore der ersten Förderlinie des Landes Baden-Württembergs aus ihrem ersten Förderjahr berichtet und in themenspezifischen Workshops konkrete Herausforderungen mit internationalen ExpertInnen diskutiert haben.

Im Rahmen des Interkolloquiums wurden erste Ergebnisse und Erfahrungen aus den Projekten im Beisein von Ministerin Theresia Bauer präsentiert und mit internationalen Expertinnen und Experten wie u.a. Dr. Andrew Karvonen (University of Manchester) und Uwe Schneidewind (Wuppertal Insitut, per Videochat) diskutiert.

In sechs Workshops wurden dann spezifische Themen vertieft:

Ein erster Workshop beschäftigte sich mit einem wissenschaftlich fundierten „Versuchsaufbau“ von Reallaboren im Zusammenhang mit der Stakeholder-Einbindung hinsichtlich des Bewirkens von Veränderungen während ein zweiter Workshop die transformative Wirkung von Reallaboren hinsichtlich des Potenzials zivilgesellschaftlicher Initiativen und deren Rolle in „Models of Change“ behandelte. Der dritte Workshop untersuchte die „Integration von Wissen in transdisziplinären Prozessen“ – also wie und wo welche Arten von Wissen in der Interaktion der unterschiedlichen Akteure entstehen während der vierte Workshop Konflikte im Umgang mit Stakeholdern behandelt hat: Von notwendigen Konflikten und Widersprüchen partizipativer Forschung bis hin zu ethischen Fragestellungen. Der fünfte Workshop hingegen beschäftigte sich mit eher wissenschaftstheoretischen Fragestellungen, insbesondere dem Erkenntnisgewinn in Hinblick auf Lernprozesse und ihre forschungspraktische Relevanz, ebenso wie die Übertragbarkeit aus dem ‚Labor‘-Kontext heraus. Im sechsten Workshop ging es dann ganz um den Lernbegriff innerhalb der transformativen Nachhaltigkeitsforschung – welche Umgebungsgestaltung unterstützt welche Arten von Kompetenzerwerb?

In einer abschließenden Paneldiskussion wurden dann Potenziale und Grenzen der Reallaborforschung mit den eingeladenen ExpertInnen zusammengetragen. Insgesamt ging es sowohl um die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen, (wissenschaftliche) Qualitätssicherung in der Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und Institutionen auch hinsichtlich der Professionalität und Routinisierung. Ebenso einen Ausblick auf mögliche Zukunftsszenarien der Reallabore. Dabei wurde auch das große Engagement der Beteiligten in dem noch wenig etablierten Forschungsformat deutlich.

Zum Schluss gab Dr. Felix Wagner vom Baden-Württembergischen Ministerium noch einen kurzen Ausblick auf den weiteren Schritte der Begleitforschung und Evaluation der Reallabore Baden-Württembergs.

Hier finden Sie das Programm sowie die Workshopbeschreibungen.
Einen Kurzbericht von Dr. Michael Kalf für die HfT finden Sie hier.

Wissenschaftliche Mitarbeiter/in für Bildung für nachhaltige Entwicklung am Institut Futur an der FU Berlin gesucht

Die Arbeitsstelle beim Wissenschaftlichen Berater des BMBF für das UNESCO-Weltaktionsprogramm (WAP) Bildung für nachhaltige Entwicklung, Prof. Gerhard de Haan, angesiedelt am Institut Futur der FU Berlin sucht befristet bis zum 25.09.17 eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in zur Elternzeitvertretung (75%, 13 TV-L FU).

Ziel der wissenschaftlichen Beratung am Institut Futur ist die Entwicklung und Durchführung eines Monitorings zur Beobachtung von Entwicklungsprozessen bei der Umsetzung des Weltaktionsprogramms (WAP) sowie der BNE-Implementierung in Deutschland und einer entsprechenden Berichterstattung gegenüber verschiedenen WAP-Gremien (Nationale Plattform, Fachforen, Partnernetzwerke etc.).

Zu den Aufgaben gehören die Mitarbeit bei der Erarbeitung von Positionspapieren und thematischen Synopsen ebenso wie die Erstellung von Sachstandsberichten, wissenschaftlichen Publikationen und Präsentationen sowie wissenschaftliche Beratung.

Es sind Bewerbungen von Absolvent/innen der Erziehungs-, Politik-, Kommunikations- oder Nachhaltigkeitswissenschaften mit Erfahrung in Bildung für nachhaltige Entwicklung erwünscht. Bewerbungsfrist ist der 09.05.2016. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Call for Papers: Open Access Journal SOCIENCE

Das neue inter- und transdisziplinäre Open Access Online Journal SOCIENCE lädt zum Einreichen von Beiträgen zur Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, insbesondere zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Rolle transformativer Lernprozesse für einen sozial-ökologischen Wandel, ein.

Das Ziel des neuen Journals ist die Unterstützung angewandter und verantwortungsbewusster transformativer Forschung, die einen offenen und kritischen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert.

Für die erste Ausgabe von SOCIENCE sind Beiträge mit theoretischem, konzeptionellem oder empirischem Hintergrund aus den Gebieten transdisziplinärer Forschung und Nachhaltigkeitsprozessen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, besonders solche mit Fokus auf Wissensaustausch und Lehr-/Lernprozesse erwünscht.

Einreichungsfrist ist der 15. Juni 2016, das angestrebte Publikationsdatum im Oktober. Ansprechpartner für Fragen ist Christian Rammel.
Alle weiteren Informationen finden Sie Call for Papers SOCIENCE.

Symposium „Wie innovativ ist Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland“ am 13. Juni an der HAW Hamburg

Die HAW Hamburg veranstaltet am Montag, den 13. Juni ein Symposium zum Thema „Innovation in der Nachhaltigkeitsforschung: ein Beitrag zur Umsetzung der UNO Nachhaltigkeitsziele“.

Nach Verabschiedung der sog. „Sustainable Development Goals
(SDGs) und des Dokuments „Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development“ in 2015 steht nun die Umsetzung der SDGs an. Dazu soll diskutiert werden, wie Forschung zum Thema Nachhaltigkeit hier einen Beitrag leisten kann: Wie sehen innovative Ansätze in der integrativen Forschung für eine globale Nachhaltigkeit aus und wie kann Nachhaltigkeitsforschung nicht nur ökologisch sondern auch wirtschaftlich und sozial relevant sein ?

Um hier konkrete Ansätze zu erarbeiten lädt das Forschungs-und Transferzentrum „Applications of Life Sciences“, Initiator des „World Symposium on Sustainability in Higher Education“, zum Symposium ein.

Als Dokumentation und Output der Veranstaltung soll das Buch „Innovation in der Nachhaltigkeitsforschung“ als Teil der Buchreihe
„Theorie and Praxis der Nachhaltigkeit“ im Springer Verlag veröffentlicht werden.

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wochenendakademie für Studierende zu Nachhaltigkeit an Hochschulen vom 6.-8. Mai in Aachen

Der Verein zur Förderung politischen Handelns und rootAbility halten von Freitag, den 06.05. bis Sonntag, den 08.05. in Aachen erneut das Seminar „Hochschulen und Nachhaltigkeit – Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten?“. Das Seminar richtet sich an Studierende, die sich für Nachhaltigkeit interessieren und mehr Wissen und Fähigkeiten erlernen möchten, wie sie Nachhaltigkeit an ihrer Hochschule voranbringen können. Inhaltlich soll es darum gehen:

  • Einsichten zu erlangen, wie sich Nachhaltigkeitsprozesse an Hochschulen gestalten lassen,
  • Sich mit anderen aktiven Studierenden zu vernetzen und auszutauschen,
  • Methoden, Projekte, Tipps und Tricks zu erlernen wie der Nachhaltigkeitsprozess an der eigenen Hochschule besser begleitet werden kann,
  • Neue Inspiration, Motivation und Energie zu gewinnen,
  • Mehr von einem Referenten der Universität Maastricht über das Green Office Modell zu lernen.

Die Plätze sind auf 20 Teilnehmende begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro. Alle weitere Informationen erhalten Sie hier.

Grünbuch Citizen Science Strategie Deutschland 2020

Im Rahmen des Projekts „BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger“ (GEWISS) wurde als Teil des GEWISS-Bausteinprogramms eine Citizen Science-Strategie 2020 für Deutschland entwickelt und nun in Form eines Grünbuchs veröffentlicht.

In acht Dialogforen mit einem Thinktank, einer Auftaktveranstaltung sowie zahlreichen weiteren Beiträgen unter der bundesweiten Beteiligung von über 700 an Citizen Science interessierten Personen aus mehr als 350 Organisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Fachgesellschaften, Vereinen und Verbänden, Stiftungen und Einzelpersonen wurde über Citizen Science diskutiert. Daraus wurden nun Beiträge zur Entwicklung der Visionen und Handlungsoptionen für das Grünbuch zusammengeführt und in einer weiteren umfänglichen Online-Konsultation von Privatpersonen und verschiedenen Organisationen aus Wissenschaft und Gesellschaft erörtert.

Das daraus entstandene Grünbuch für eine Citizen Science Strategie 2020 stellt die Ziele, Potenziale und Herausforderungen von Citizen Science in Deutschland dar und zeigt Handlungsoptionen für die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die Wissenschaft auf. Dabei wird der Fokus auf drei Handlungsfelder gelegt: Die Stärkung etablierter Strukturen, die Neuschaffung von Rahmenbedingungen und die weitere Integration von Cititzen Science in bestehende Konzepte durch verschiedene Maßnahmen. Außerdem werden im Grünbuch vor allem auch die Ziele und Möglichkeiten ebenso wie eine Vision für die Rolle von Citizen Science im Jahr 2020, unter anderem in Form von zehn Leitbildern, definiert. Im Vordergrund stehen auch hier die breite Etablierung, Anerkennung und Einbeziehung von Citizen Science in gesellschaftsrelevante Kontexte.

Das Grünbuch steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Forschungswende Jahreskonferenz am 7. Juni in Berlin

Zum Abschluss der vier Projektjahre, in denen das BMUB die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende gefördert hat, findet am 7. Juni die Forschungswende Jahreskonferenz zum Thema „Neue Horizonte für die Forschungspolitik – Wissensgesellschaft und Institutionen im Wandel“ in den Räumlichkeiten der Bank für Sozialwirtschaft in Berlin statt.

Im Rahmen der Veranstaltung soll diskutiert werden, wie Wissenschaft, Wirtschaft und wichtige Forschungsstrategien aufgestellt sind, um die Sustainable Development Goals innerhalb der planetaren Leitgrenzen zu fördern und welche Rolle dabei die organisierte Zivilgesellschaft heute und in Zukunft spielt.

Da gesellschaftliche Transformation nicht nur einen Wandel für die Art und Weise des Wirtschaftens, Konsumierens oder der Mobilität, sondern auch einen Wandel für die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Organisationen bedeutet, sollen hierfür in interaktiven Sessions neue Ansätze erarbeitet werden.

Eine Anmeldung ist bis zum 1. Mai unter hello@forschungswende.de möglich, alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Call for Participants: Best-Practice-Beispiele für nachhaltige Hochschulprojekte in Forschung und Betrieb gesucht

Das netzwerk n sucht Beispiele für erfolgreiche und inspirierende Projekte oder Hochschulstrukturen in den Handlungsfeldern Forschung und Betrieb, um diese in einer Best-Practice-Sammlung zu porträtieren.

Nachdem die Sammlung von Beispielen aus den Handlungsfeldern Lehre und Governance nun abgeschlossen ist (den vorläufigen Entwurf finden Sie hier), sollen nun auch Beispiele aus den Bereichen Forschung und Betrieb gesammelt werden. Durch die konsistente Aufbereitung und De-Kontextualisierung soll der Transfer und die Adaptierung erfolgreicher Projekte und Strukturen an weiteren Hochschulen erleichtert und beschleunigt werden. Die Best-Practice-Beispiele sollen durch drei Formate der relevanten Community zur Verfügung gestellt werden: als Broschüre (ca. 100 Seiten; Auflage: 1500 Exemplare), Veröffentlichung auf der Website und der Online-plattform n des netzwerk n sowie als Kurzvideos (60-90 Sekunden lang).

Wenn Ihr Projekt Teil der Best-Practice-Sammlung werden soll, können Sie den hier verlinkten Fragebogen bis zum 10. April 2016 an Paul Weisser schicken.

Eröffnung des „Future City Lab – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“ am 03. April in Stuttgart

Am Sonntag, den 03.04.2016 findet die Eröffnungsfeier des „Future City Lab – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“, eines der Reallabore der ersten Förderlinie des Landes Baden-Württemberg, in Stuttgart statt.

Im Rahmen der Veranstaltung stellt sich das Projekt der Universität Stuttgart der breiten Öffentlichkeit vor und startet mit einer Karawane der nachhaltigen Fortbewegungsformen durch Stuttgart. Auf einem Markt der Möglichkeiten werden verschiedene Mobilitätsformen, -technologien und -praktiken getestet und gezeigt. Mit weitere Gäste, einer Fish-Bowl-Diskussion sowie einer Ausstellung der geplanten Realexperimente findet nachmittags im Theater Rampe die feierliche Eröffnung statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage. Das Programm finden Sie hier, die Einladung zur Karawane hier. Anmeldungen für die Diskussion an karten@theaterrampe.de.

2 wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (50%) für das Projekt „Bildung für Nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining“ an der Leuphana Universität gesucht

Die Leuphana Universität Lüneburg sucht für das Forschungsprojekt „BiNKA – Bildung für Nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining“ zwei wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (50%, E13 TV-L) befristet bis zum 28.02.2018.

Das vom BMBF geförderte Projekt untersucht die Effekte eines konsumspezifischen Achtsamkeitstrainings auf das Konsumverhalten von Schüler und Studierenden sowie Angestellten. Die beiden Stellen haben die Schwerpunkte „quantitative Methoden“ und „qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung“ mit der Möglichkeit zur Promotion.

Die Ausschreibungen finden Sie hier und hier. Bewerbungsfrist ist der 10. April 2016. Bei Fragen können Sie sich an Daniel Fischer wenden.

Konzeptwerkstatt „Strukturen für Nachhaltigkeit an Hochschulen“ vom 4.-8. Mai in Lüneburg

Das netzwerk n lädt zusammen mit der Leuphana Universität Lüneburg vom 4.-8. Mai 2016 zur einer ersten Konzeptwerkstatt unter dem Titel „Strukturen für Nachhaltigkeit an Hochschulen: Analysieren, Vergleichen & Neues schaffen“ nach Lüneburg ein.

Inhaltlich steht die Frage im Vordergrund, was für Strukturen es braucht, um Nachhaltigkeit an Hochschulen zu verankern. Darüber hinaus wird diskutiert, wie die Gremien und Strukturen an anderen (Vorreiter-) Hochschulen funktionieren, und wie das dort bereits vorhandene Wissen auf die Institutionen der Teilnehmenden übertragen und vor Ort genutzt werden kann.

Bewerben können sich Gruppen mit 4-5 Personen, die idealer Weise sowohl aus Studierenden als auch Hochschulmitarbeitenden und Lehrpersonen bestehen. Ansprechpartnerin für Fragen ist Henrike Lindemann.

Eine Kurzinformation mit Programm finden Sie hier, alle weiteren Informationen finden Sie hier. Bewerbungsfrist ist der 10. April 2016.

EFI zu sozialen Innovationen

Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) betont nach Veröffentlichung ihres Jahresgutachtens 2016 in einer ergänzenden Pressemitteilung nochmals ausdrücklich die Bedeutung sozialer Innovationen in der Forschungs- und Innovationsförderung.

Die EFI äußert sich damit auch zu der Kritik, ein zu enges soziales Innovationsverständnis zu bedienen, wie sie u.a. von Dirk Messner und Uwe Schneidewind geäußert wurde (siehe Kolumne des DIE).
EFI-Mitglied Prof. Böhringer macht in der Pressemitteilung deutlich: „Wir haben die Sorge, durch die Fokussierung auf ein technologisches Innovationsverständnis in der Förderpolitik wichtige soziale Innovationspotenziale zu vernachlässigen“. Die Expertenkommission fordert daher „von der Bundesregierung nun mutige Schritte ein, um mit neuen Formaten der Partizipation und mit neuen Förderinstrumenten zu experimentieren“.

Die Kommission verweist für eine zukünftige Förderung auf Preisgeld-Wettbewerbe oder Vorreiter-Beispiele wie die Reallaborförderung in Baden-Württemberg.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Call for Papers Umweltpsychologie: Schwerpunktthema Partizipation

Für das Heft 2/2017 der Zeitschrift Umweltpsychologie werden zum Themenschwerpunkt „Partizipation“ psychologische und sozialwissenschaftlich fundierte Beiträge aus benachbarten Wissenschaftsdisziplinen sowie aus relevanten Praxisfeldern, die sich mit Partizipation in Umweltkontexten befassen, gesucht.

Es können theoretisch-konzeptionelle Beiträge zu empirischen Fallstudien, kritischen Methodendiskussionen oder auch Beispiele aus der Beteiligungspraxis eingereicht werden, die sich formellen, informellen oder auch unkonventionellen Partizipationsansätzen bzw. –verfahren widmen.

Die Beiträge müssen spätestens bis zum 30. September 2016 eingereicht werden. Bei inhaltlichen Fragen können Sie sich an Stefanie Baasch wenden, weitere Informationen zum Begutachtungsverfahren finden Sie hier.

Den ausführlichen Call for Papers können Sie auf deutsch oder englisch lesen.

Interview „The knowledge of 7.4 Billion“ mit Uwe Schneidewind

Für die Ausgabe #17 „Sharing“ der Zeitschrift Digital Development Debates hat Prof. Dr. Uwe Schneidewind ein Interview zum Thema „The knowledge of 7.4 Billion“  gegeben.

Im Interview diskutiert Prof. Schneidewind den Stand der wissenschaftspolitischen Debatte in Deutschland und beleuchtet die Möglichkeiten transformativer Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika, Asien und Südamerika.

Den vollständigen englischsprachigen Artikel können Sie hier lesen.
Eine deutsche Kurzinformation zur Ausgabe finden Sie hier.

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in als Koordinator/in des Green Office der Universität Hildesheim gesucht

An der Stiftung Universität Hildesheim ist zum nächstmöglichen Termin erneut die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters/in als Koordinator/in des „Green Office“ (TV-L E 13, 100%) für 3 Jahre zu besetzen.

Die Aufgaben der Stelleninhaber/in umfasst das Management des Green Office Hildesheim (u.a. Koordination der 6 Hilfskräfte, Teambildung, Vernetzung, Verwaltung, Zukunftsplanung), die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts der Universität Hildesheim, die Evaluation des Green Office Projektes, sowie die begleitende Forschung und Lehre.

Bewerbungen mit Lebenslauf und Motivationsschreiben sind bis zum 30.03.2015  einzureichen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Workshop „Experimente für gelebte Nachhaltigkeit – Ein Ansatz im Reallabor“ am 11.03. in Berlin

Im Rahmen des Reallabors Future City Lab_Stuttgart Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur findet am Freitag, den 11. März 2016 im Umweltbundesamt in Berlin ein Workshop zum Thema „Experimente für gelebte Nachhaltigkeit  – Ein Ansatz im Reallabor“ statt.
Im Rahmen des Workshops soll die Rolle und Bedeutung von Reallaborexperimenten für soziale Innovationen und gelebte Nachhaltigkeit diskutiert werden. Vor dem Hintergrund erster Erkenntnisse aus dem Future City Lab_Stuttgart geht es dabei um die identifizierung spezifische Chancen und Herausforderungen, die mit der Umsetzung verbunden sind.

Weitere Details können Sie der Einladung entnehmen, das Programm finden Sie hier.

Anmeldungen werden bis spätestens Montag, den 7. März 2016 von Eric Puttrowait entgegen genommen.

Rudolph Stichweh über „Große gesellschaftliche Herausforderungen“

Anlässlich der Konferenz ‚Die Freiheit und Relevanz der Wissenschaft‘, im Februar 2016 an der Universität zu Köln hat Rudolph Stichweh einen Beitrag über „Große gesellschaftliche Herausforderungen“, zum Papier des Wissenschaftsrats und zur Theorie des Wissenschaftssystems veröffentlicht.

In seinem Beitrag setzt sich Stichweh kritisch mit der Rolle der Subjekte des Wissenschaftssystem auseinander: Er fragt nach der Verortung der Definitionsmacht darüber, was gesellschaftliche Probleme sind und wer deren Auswahl steuert. Dabei identifiziert er sechs Schwierigkeiten und Gefahren im Positionspapier des Wissenschaftsrat.

Den Beitrag können Sie hier lesen.

Neue Kolumne „Transformative Wissenschaft“ auf dem Online Magazin MERTON des Stifterverbandes

In seinem Online-Magazin MERTON hat der Stifterverband eine eigene Kolumne „Transformative Wissenschaft“ eingerichtet.
Der erste Beitrag zur Kolumne  „Was ist und warum provoziert Transformative Wissenschaft?“ ist gerade erschienen. In dem Beitrag setzt sich Uwe Schneidewind mit dem Anliegen „Transformativer Wissenschaft“ und den Gründen für die kontroverse Diskussion über das Thema auseinander.

Der Beitrag kann hier abgerufen werden.

„Zu enges Verständnis von sozialen Innovationen“ – Dirk Messner und Uwe Schneidewind kritisieren aktuellen Jahresbericht der Expertenkommission für Forschung und Innovation

Am 17.02. hat die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI), die die deutsche Bundesregierung in Forschungs- und Innovationsfragen berät, ihr Jahresgutachten „Forschung, Innovation und technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands“ vorgelegt. Ein Schwerpunkt in dem Jahresbericht waren soziale Innovationen.

In einer aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik kritisieren Prof. Dr. Dirk Messner und Prof. Dr. Uwe Schneidewind das zu enge Verständnis sozialer Innovationen im Jahresbericht der EFI.

Die Kolumne können Sie hier lesen.

Stellenausschreibung Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im Forschungsschwerpunkt Transdisziplinäre Methoden und Konzepte am ISOE

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in im Forschungsschwerpunkt Transdisziplinäre Methoden und Konzepte.

Aufgabe ist es, die künftigen Qualitätsstandards transdisziplinärer Forschungsmethodik mit- und weiter zu entwickeln. Im Austausch mit Forschenden soll ermittelt werden, wie die Zusammenarbeit zwischen Sozial- und Naturwissenschaften verbessert und wie der gesellschaftliche und wissenschaftliche Impact der Forschung erhöht werden kann. Außerdem sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Institutionen in Prozessen des Austauschs und des gemeinsamen Lernens im Rahmen der Stelle unterstützt werden.
Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-H (Teilzeit möglich), Ansprechpartnerin für die Stelle ist Dr. Alexandra Lux, lux(at)isoe.de.

Bewerbungfrist ist der 7. März 2016.
Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier.

Symposium „Reallabor Spacesharing“ am 18.02.16 an der Kunstakademie Stuttgart

Am 18.02. findet von 9-12.30h an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ein Symposium anlässlich der EuroFM Winterschool 2016“  zum Thema „Reallabor Spacesharing“ statt.

Im Rahmen des Symposiums wird das Forschungsprojekt „Reallabor Spacesharing“ vorgestellt und diskutiert, welche Potentiale und Herausforderungen sich bei der Nutzungsintensivierung von Gebäuden durch dynamische Programmierung mit dem Ziel der „24/7-Nutzung“ ergeben.
Das vorgestellte Reallabor ist eines der in der ersten Förderrunde des Landes Baden-Württemberg geförderten Projekte.

Das Symposium findet in englischer Sprache statt. Das Programm sowie alle weiteren Informationen zum Symposium finden Sie hier.

Lesetipp: Transdisziplinär forschen – zwischen Ideal und gelebter Praxis. Hotspots, Geschichten, Wirkungen.

Defila, Rico, Di Giulio Antonietta (Hrsg.) (2016): Transdisziplinär forschen – zwischen Ideal und gelebter Praxis. Hotspots, Geschichten, Wirkungen. Frankfurt a.M., New York: Campus Verlag, 344 Seiten.

Die gelebte Praxis transdisziplinärer Forschung steht im Mittelpunkt der Analysen und Reflexionen dieser Teilsynthese aus dem BMBF-Themenschwerpunkt „Vom Wissen zum Handeln – Neue Wege zum nachhaltigen Konsum“. Den Erfahrungshintergrund bilden Projekte, in denen die Kooperation zwischen den Partnern aus Forschung und Praxis aus Sicht aller Beteiligten erfolgreich verlief. Dabei zeigt sich, dass es unterschiedliche Wege zum Erfolg gibt, die nicht alle ‚lehrbuchkonform‘ sind und sein müssen. Das Buch ermuntert dazu, transdisziplinäre Prozesse pragmatisch-kreativ anzugehen, ohne dabei den Qualitätsanspruch an transdisziplinäre Forschung aufzugeben. Es richtet sich an Forschende, die transdisziplinär forschen, aber auch an Fördergeber, die transdisziplinäre Projekte fördern, und schließlich an Forschende, die über transdisziplinäre Projekte forschen. Zur Veröffentlichung.

Die Einführung steht auch als kostenfreier Download zu Verfügung: Defila_Di Giulio_2016_Wie_es_begann

(Quelle: SÖF-Konsum-BF)

„3. Forum Nachhaltigkeit: Standpunkte – Verantwortung – Ansprüche“ vom 13. bis 15. September 2016 in Eberswalde

Vom 13. bis 15. September 2016 findet das „3. Forum Nachhaltigkeit: Standpunkte – Verantwortung – Ansprüche“ in Eberswalde statt.

Die Veranstaltung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und des HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. richtet sich an Gestalterinnen und Gestalter nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen und in Forschungsinstituten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Inhaltlicher Schwerpunkt ist dieses Mal die soziale Verantwortung im Kontext von nachhaltiger Entwicklung an wissenschaftlichen Einrichtungen. Der Themenkreis umfasst u. a. den Umgang mit Begrifflichkeiten wie Ethik, Moral, Gerechtigkeit und Verantwortung, es geht um Begeisterungsfähigkeit und Handlungsoptionen, Gemeinwohl, Chancen aus Strukturunterschieden von Hochschulen, Anspruch und Erwartungen an die Akteure und den hochschulspezifischen Deutschen Nachhaltigkeitskodex.
Das konkrete Programm und die Anmeldung folgen demnächst.

(Quelle: HIS-HE-Newsletter)

„The Future of Sustainable Food Business“ Sommeruniversität im August 2016 in Emmendingen

Vom 31. Juli bis zum 14. August 2016 findet die zweite Sommeruniversität
„The Future of Sustainable Food Business“ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie in Kooperation mit dem College of the Atlantic in Emmendingen (nähe Freiburg im Breisgau) statt.

Die Sommeruniversität richtet sich an (angehende) Abiturienten und Bachelor-Studierende, die in Gruppen selbstgewählte Projekte bei Unternehmen aus der Region durchführen und dabei von erfahrenden Lehrenden angeleitet werden. Dabei werden relevante Inhalte, theoretische Konzepte und Forschungsmethoden in einem Reallabor, erarbeitet, um das Wissen in einer transdisziplinären, praxisorientierten Gruppenarbeit und der offenen Atmosphäre einer Charrette (einer öffentlichen Projektwerkstatt) anzuwenden, die den Partnerbetrieben und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die direkte Beteiligung an den Studienprozessen ermöglicht.

Inhaltlich steht die Diskussion um unser heutiges Ernährungssystem, seiner nachhaltigen Entwicklung und möglicher innovativer Konzepte eines Wandels hin zu einer grünen Ernährungswirtschaft im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30. April 2016.

Die Imboden-Kommission, wissenschaftspolitische Jubelchöre und ein fehlender Plan A2

Warum sich der Erfolg des wissenschaftspolitischen Establishments für die Wissenschaft noch rächen kann – ein Kommentar von Uwe Schneidewind

Am letzten Freitag hat die „Imboden“-Kommission ihre lang erwarteten Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung der deutschen Exzellenzinitiative vorgelegt. Sie verknüpft ein beherztes Bekenntnis zur Spitzenforschung mit eleganten Formeln zur weiteren Finanzierung von Eliteuniversitäten: Eine längere und vom Umfang her flexiblere Finanzierung der Exzellenzzentren wird verbunden mit einer an zehn Universitäten unbürokratisch – nämlich gemessen an ihren bisherigen Erfolgen – ausgezahlte „Exzellenzprämie“.

Noch am selben Tag begrüßten viele Hochschul- und Wissenschaftsorganisationen sowie fraktionsübergreifend die Wissenschaftspolitik auf Bund und Länder-Ebene die Ergebnisse der Imboden-Kommission fast einstimmig (Vgl. zum Überblick die idw-Tickermeldungen vom 30.01.2016).

Dabei bergen die Empfehlungen der Kommission und die erwartbare Reibungslosigkeit, mit der sie jetzt die weiteren wissenschaftspolitischen Entscheidungen leiten werden, große Gefahren für die Zukunft des Wissenschaftssystems in sich.

Die Herausforderung der horizontalen Differenzierung bleibt ungelöst

Die Vorschläge zementieren eine rein vertikale Strukturierung des Wissenschaftssystems, d.h. eine an einem sehr engen wissenschaftlichen Exzellenzverständnisses orientierte Sortierung von Hochschulen nach „besser“ oder „schlechter“. Diese Orientierung war von Beginn an der Ausgangspunkt der Exzellenzinitiative und führte dazu, dass jede Hochschule zumindest ein wenig an dem Glanz der Exzellenzinitiative teilhaben wollte, um nicht als zweitklassig zu gelten.

Die Vorschläge der Imboden-Kommission verfestigt diese Strukturierung des Hochschulsystems. Die Formel der zehn nach den klassischen wissenschaftlichen Leistungen auszuschüttenden Exzellenzprämien hält in fast jedem (größeren) Wissenschaftsbundesland die Hoffnung wach, auch künftig dazu gehören zu können. Das erklärt die breite Zustimmung der Wissenschaftsministerien in den meisten Ländern.

Dabei verbaut die vertikale Orientierung den Weg zu etwas, was das Wissenschaftssystem eigentlich braucht: eine horizontale Differenzierung sowohl zwischen als auch innerhalb von Hochschulen. Angesichts wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen, heterogener Studierendenzusammensetzung oder den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung benötigt es eine Vielfalt von Exzellenz: Hochschulen, die sich konsequent und strategisch an gesellschaftlichen Herausforderungen, an neuen Formen transdisziplinärer Forschung oder an Lehre im digitalen Zeitalter ausrichten und dies zum Kern ihrer strategischen Mission machen. Dies wird solange nicht geschehen, solange dies nicht Anerkennung und Reputation auf gleicher Augenhöhe ermöglicht. Die Exzellenzinitiative hätte mit ihrem Reputationskapital die Chance geboten, hier erste wichtige Akzente auszusenden.

Die Empfehlungen der Imboden-Kommission zementieren aber die bisherige einseitige vertikale Orientierung. Dies kommt schon in ihrem engen Verständnis von horizontaler Differenzierung zum Ausdruck. Sie bezieht sich alleine auf die „Fokussierung der Hochschulen in der (Spitzen-)Forschung auf eine begrenzte Anzahl von Forschungsthemen“ (S. 35 des Imboden-Berichtes). Damit bleiben alle anderen Dimensionen der horizontalen Differenzierung ausgeblendet.

Die wenigen kritischen Kommentierungen der Kommissionsvorschläge, die einfach mehr Grundförderung für alle Hochschulen fordern, lösen das Problem auch nicht. Während die Imboden-Kommission eine viel zu enge Form der Differenzierung forciert, lehnen diese Stimmen Differenzierung letztlich ganz ab.

Was moderne Gesellschaften im 21. Jahrhundert aber brauchen, ist eine intelligente Differenzierung ihrer Hochschulsysteme, um der neuen Bedeutung von Wissen und Wissenschaft in Gesellschaften des Umbruchs gerecht zu werden.

Die Bedingungslosigkeit der Mittelzuwendung wird ein Problem werden

Der Bericht der Imboden-Kommission verstärkt eine weitere Gefahr: die Bedingungslosigkeit, mit der Spitzenforschung Geld vom Staat einfordert. Die allein wissenschaftsgeleiteten Kriterien der Mittelvergabe wurden aus dem Wissenschaftssystem immer wieder gefordert. Mit ihrem Verteilungsvorschlag für die „Exzellenzprämie“ übersetzt die Imboden-Kommission diese Forderung in ein administrativ einfach zu handhabendes System. Die von wissenschaftlichen Peers festgestellte Exzellenz entscheidet darüber, wer auch künftig viel Geld bekommt.

Auch wenn die Ablehnung politisch durchgesetzter Regional-Proporze bei der Mittelvergabe berechtigt scheint, ist es gefährlich daraus abzuleiten, dass sich Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gegenüber gar nicht zu rechtfertigen habe.

Denn „Gesellschaftsorientierung“ meint nicht einfache Lösungsorientierung, sondern die Bereitschaft, Wissenschaft umfassend auf gesellschaftliche Herausforderungen zu beziehen, sich kritisch einzumischen, sich bewusst zu sein, dass Wissenschaft in modernen Wissenschaftsgesellschaften auch besondere gesellschaftliche Aufgaben und Verantwortung zukommen. Dafür reicht es nicht, dies als individuelles Bewusstsein einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu formen oder hier und da als Nische in einer einzelnen Hochschule zu kultivieren, wie es aktuell passiert.

Eine umfassende Gesellschaftsorientierung braucht institutionelle Formen, muss sich niederschlagen in transdisziplinären Forschungsprogrammen, in angepassten Studienprogrammen, in Reputations- und Qualitätssicherungsmechanismen. Das alles wird nur gelingen, wenn einzelne Hochschulen dies systematisch zu einer strategischen Orientierung ausbauen und damit Impulse in das Gesamtsystem senden – so, wie es aktuell die „Eliteuniversitäten“ für klassische Formen exzellenter Forschung tun.

Die fünf Milliarden Euro, die in den kommenden zehn Jahren zusätzlich ins Hochschulsystem fließen, wären eine Chance gewesen, hier einen Akzent zu setzen.

Schuldenbremse und wachsende gesellschaftliche Problemlagen verlangen einen Plan A2 für das Wissenschaftssystem

Mit der auf zehn Jahre angelegten Runde der Exzellenzinitiative fühlt sich die etablierte Wissenschaft auf der sicheren Seite. Die Laufzeit der nächsten Runde der Exzellenzinitiative „durchtunnelt“ nicht nur mehrere Legislaturperioden auf Bundes- und Landesebene, sondern auch die ab 2020 greifende Schuldenbremse auf Landesebene.

Doch diese Sicherheit ist trügerisch. Aktuell erleben wir eine Phase fast singulärer ökonomischer Prosperität und gefüllter (Bundes-)Haushalte in Deutschland. Die aktuellen internationalen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Umbrüche deuten an, wie brüchig diese Stabilität ist. Und die immer wieder beschworene Formel „Unabhängige Spitzenforschung ist auch Garant für einen prosperierenden Technologiestandort Deutschland“ ist alles andere als belastbar – gerade in Phasen globaler ökonomischer Neuorientierung.

Daher kann es früher als gehofft passieren, dass Wissenschaft nach ihrem gesellschaftlichen Beitrag gefragt wird. Gerade dann, wenn Bundes- und insbesondere Landeshaushalte enger werden und andere gesellschaftliche Anliegen wie z.B. die Flüchtlingsintegration oder Fragen der inneren Sicherheit in der gesellschaftlichen Debatte an Finanzierungspriorität gewinnen.

Eine Wissenschaft, die nur auf ihre Kraft als Selbstzweck verweist, wird es da schwer haben. Dabei könnte sie so viel mehr: Sie könnte sich strategisch einbringen in die Fragen gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen, der Flüchtlingsintegration, der Auseinandersetzung mit vielen anderen gesellschaftlichen Herausforderungen. Das passiert heute durchaus, aber immer nur vereinzelt und nie im Sinne einer strategischen Mission von Hochschulen.

Es ist schade, dass die Chance zu einer solchen wirklichen Ausdifferenzierung des Hochschulsystems in dem aktuellen fantastischen Gelegenheitsfenster durch die eindimensionale Verstetigung der bisherigen Exzellenzorientierung vergeben wird. Dabei wäre noch nicht einmal ein Plan B notwendig gewesen, der Spitzenforschung in Frage stellt. Bedurft hätte es nur eines Plan A2, der einen starken Impuls in Teile der Hochschullandschaft gegeben hätte, sich konsequent auch an gesellschaftlichen Herausforderungen auszurichten und damit eine wirkliche horizontale Differenzierung auf den Weg zu bringen.

„Responsible University Symposium“ am 07. April 2016 in Lüneburg

Die Leuphana Universität Lüneburg veranstaltet im Rahmen der vom Stifterverband geförderten Initiative „Campus und Gemeinwesen“ am 07. April 2016 auf dem Campus Scharnhorststraße ein Dialogforum über Wege und Wirkungen der Zusammenarbeit von Hochschulen und Gesellschaft.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Gesellschaft und Politik werden in einer Podiumsdiskussion und anschließenden Workshops die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen näher beleuchtet und Fragen nach den Beiträgen gestellt, die diese zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten können. Dabei sollen auch die Auswirkungen von transdisziplinären Forschungsmethoden auf die Rolle von Hochschulen, die sich durch einen Einbezug der Gesellschaft ergeben,  thematisiert werden.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie die Anmeldung finden Sie hier.

Tagung der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen“ am 14. April in Bremen

Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit veranstaltet am 14.04.2016 zusammen mit dem Partnernetzwerk Hochschule an der Universität Bremen eine Tagung zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen“.

Inhaltlich soll es passend zum 5-jährigen Jubiläum der Virtuellen Akademie sowie des Weltaktionsprogramms BNE der UNESCO um die „innovative Transformation von Lern- und Lehrumgebungen für die Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen“ gehen. Dabei sollen vor allem Praxisbeispiele aus verschiedenen Kontexten im Vordergrund stehen, abschließend soll die Frage nach Zukunftsvisionen für BNE diskutiert werden.

Dabei gibt es auch die Möglichkeit eigene Erfahrungen mit einem Poster, Abstract und Kurzvortrag oder Ideen für das Barcamp einzubringen. Einreichungen werden (als kurze Zusammenfassung der Idee) bis zum 15.02.16 per Email entgegen genommen. Die Ergebnisse der Tagung werden auch als Video dokumentiert.

Alle weiteren Informationen sowie das aktuelle Programm finden Sie hier.

Im Anschluss an die Tagung findet am Freitag, den 15.04.16 ein offenes Treffen des Partnernetzwerks „Hochschule und Nachhaltigkeit“ statt.

2 Post-Doc Stellen im Projekt „Educating Future Change Agents“ an der Leuphana Universität ausgeschrieben

An der Leuphana Universität sind im neuen transdisziplinären Projekt „Educating Future Change Agents – Higher Education as a Motor of the Sustainability Transformation“, gefördert vom Land Niedersachsen und der Volkswagen Stiftung, 2 volle Post-Doc Stellen (E 13/TV-L) ausgeschrieben.

Eine Stelle ist im Teilprojekt „Transformation on the micro level“ angesiedelt, die andere Stelle im Teilprojekt „Transformation on the macro level“. Die vollständige Ausschreibung können Sie hier einsehen.

 

Forum Citizen Science Deutschland am 16. März in Berlin

BürGEr schaffen WISSEN (GEWISS), ein Konsortium verschiedener Leibniz- und Helmholtz-Institute, Universitäten und Wissenschaft im Dialog lädt am Mittwoch den 16.03.2016 nach Berlin zum „Forum Citizen Science Deutschland“ ein.

Als Abschlussveranstaltung des GEWISS-Bausteinprogramms werden dort die Prozessergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, insbesondere die Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland. Anschließend soll die Anschlussfähigkeit an weitere politische Strategien, unter anderem Nachhaltigkeitsforschung und Innovation, diskutiert werden.

In Storytelling-Sessions sollen Citizen Science Projekte und die darin aktiven Menschen sichtbar gemacht machen. Wer sein eigenes Projekt im Rahmen der Veranstaltung vorstellen möchte, kann sich hier anmelden.

Das Programm finden Sie hier, Informationen zur Anmeldung unter: http://www.buergerschaffenwissen.de/forum-citizen-science

„Wie weltfremd darf die Wissenschaft sein?“ – Kommentar von Patrick Illinger in der Süddeutschen Zeitung

Patrick Illinger, Wissenschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung, hat sich in der SZ-Ausgabe vom 02.01.2016 mit dem ernüchternden Umgang des Wissenschaftssystems mit großen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandergesetzt. Er greift dabei auch die Wissenschaftsrats-Position zu den „Großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ auf.

Der Beitrag von Patrick Illinger ist ab sofort auch online abrufbar.

Doktorandenstellen an der SPRU der University of Sussex

Die Science Policy Research Unit (SPRU) der University of Sussex in Brighton, England, hat mehrere offene und projektbezogene PhD-Stellen und Stipendien im Bereich Transformationsforschung mit Beginn im September 2016 zu vergeben. Die Stellen können hier eingesehen werden. Allgemeine Informationen zum PhD-Programm der University of Brighton finden sich hier.

Gleichzeitig werden bis zu 22 Stipendien in 6 Themenfeldern ausgeschrieben, auf die sich parallel beworben werden kann: ESRC 1+3 and +3 Scholarships (2016). Bewerbungsfrist ist der 22. Januar 2016.

Interessierte Bewerber können sich mit ihrem Themenvorschlag auch direkt an die Fakultätsmitglieder wenden. Anschließend ist noch eine formale Online-Registrierung erforderlich. Informationen zu den Vorraussetzungen finden sich in diesem Video.

Johannes-Rau-Symposium am 16.01. an der Bergischen Universität Wuppertal: „Die Rolle der Länder in der Wissenschaftspolitik“

Am 16. Januar wäre Johannes Rau (1931-2006) 85 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 16. Januar, an der Bergischen Universität Wuppertal das Symposium „Die Rolle der Länder in der Wissenschaftspolitik“ statt. Zu Gast sein werden unter anderem Christina Rau, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), und Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW.

In drei Paneldiskussionen soll dabei die Frage zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik diskutiert werden: Worin liegt die Verantwortung der Politik, worin die Autonomie der Wissenschaft? Welche Akzente können in der Länderpolitik gesetzt werden? Was kann gemeinsam getan werden, um allen Talenten ein wissenschaftliches Studium zu ermöglichen und um eine Tätigkeit in der Wissenschaft zu einer attraktiven Berufsperspektive zu machen?

Das Programm des Symposiums finden Sie hier, eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist noch bis Mittwoch, 13. Januar, unter www.rau-symposium.de möglich. Veranstalter sind die Bergische Universität Wuppertal, die Johannes RauStiftung, die Stiftung Mercator und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

(Quelle: Pressemitteilung der Bergischen Universität Wuppertal)

Demokratie und Wissenschaft – Eine Beziehung voller Widersprüche

In der aktuellen Ausgabe des Forum Wissenschaft hat Steffi Ober einen Beitrag zur Einflussnahme wirtschaftlicher Akteure auf die Forschungs- und Innovationspolitik verfasst. In ihrem Artikel „Demokratie und Wissenschaft – Eine Beziehung voller Widersprüche“ analysiert sie die Rolle des wissenschaftspolitischen Gremiums der Forschungsunion in der Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Die Hightech-Strategie hat sich in den letzten Jahren für die Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure geöffnet und sich damit vermehrt auch gesellschaftlichen Fragestellungen jenseits der technologischen Innovationsförderung gewidmet.  Steffi Ober zeigt am Beispiel der Plattform Forschungswende wie die Partizipation zivilgesellschaftlicher Organisationen einen Mehrwert für eine Good Governance der Wissenschaft darstellen können und was diese dafür brauchen.

Der Artikel kann hier herunter geladen werden:

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Partizipation als Trumpf?! – Workshop zur Reflexion partizipativer Prozesse im Kontext der „Großen Transformation“ am 29.02./01.03.16

Vom 29.02. bis 01.03.2016 veranstaltet das Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) einen Workshop zur Reflexion partizipativer Prozesse im Kontext der „Großen Transformation“ in Essen.

Im Diskurs um sozial-ökologische Transformationsprozesse werden Partizipation und Beteiligung vielfach als eine Notwendigkeit angesehen. Dabei variieren die Standpunkte darüber wie, wann, mit wem, wie oft und wozu Beteiligung durchgeführt werden soll. Für die Herstellung und Durchsetzung politischer Entscheidungen wird Partizipation zum Teil als Instrument der Legitimation konstruiert. An anderer Stelle die Stärkung von bottom-up Initiativen als Weg gesehen, gesellschaftliche Demokratisierung und Empowerment zu fördern. Die finanzielle Beteiligung an Bürgergenossenschaftsanlagen sowie die Umsetzung energiesparender Maßnahmen gelten in bestimmten Diskursen ebenfalls als Beteiligung an der Energiewende.

Trotz dieser teils widersprüchlichen Verständnisse von Partizipation, unterliegen diese Transformationsprozesse der Besonderheit, dass sie von der Politik als normativ wünschenswert festgelegt wurden. Die konkrete Umsetzung muss jedoch gestaltet werden. Zivilgesellschaftliche Akteure, Unternehmen, politische Initiativen und die Wissenschaft sind daran ebenso beteiligt wie Kommunen, Land- und Bundesebene. Die Auswirkungen betreffen die gesamte Gesellschaft, daher braucht es eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der notwendigen Veränderungen sowie deren Übernahme in alltägliches Handeln.

Die Tagung „Partizipation als Trumpf?!“ thematisiert die mit Partizipation verbundenen Herausforderungen. Im Zentrum stehen das Verständnis der Partizipation im Kontext der sozial-ökologischen Transformation sowie Formate und Bedingungen, die Rolle der Akteure und die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Begleitung partizipativer Verfahren.

Das Programm der Tagung und die Möglichkeit zur Anmeldungen finden Sie hier.

Warum Wissenschaft neue Formen der Demokratisierung braucht

Die Debatten um eine Demokratisierung der Wissenschaft und eine damit einhergehende Neuaushandlung der Beziehungen von Wissenschaft und Gesellschaft haben in den vergangenen 2 Jahren eine intensive Dynamik entfaltet. Uwe Schneidewind und Carsten von Wissel haben in der vierten Ausgabe von „Forum Wissenschaft“ jetzt einen weiteren Debattenbeitrag veröffentlicht: „Transformative Wissenschaft: Warum Wissenschaft neue Formen der Demokratisierung braucht“. Sie argumentieren in dem Artikel, dass besonders die zivilgesellschaftlichen Ansprüche, bspw. in der Mitgestaltung von Forschungsagenden, zu einer Pluralisierung und damit einer Demokratisierung in der Wissenschaftslandschaft führen und zeigen auf welche Herausforderungen und Fragen für die zukünftige Debatte zu erwarten sind.

Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Call for Papers: International Sustainability Transitions (IST) Conference 2016 in Wuppertal

Vom 06. bis 09. September 2016 begeht das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie seinen 25. Geburtstag und verbindet dieses Jubiläum mit der Ausrichtung der International Sustainability Transitions Conference (IST). Das Wuppertal Institut holt damit die jährliche Konferenz des international führenden Sustainability Transitions Research Network (STRN) nach Deutschland.

Mit den zentralen Leitthemen der IST 2016 Conference – „Transformative Wissenschaft“ und „Urbane Reallabore“ – setzt das Wuppertal Institut wichtige Impulse aus der deutschen Debatte und generiert internationale Sichtbarkeit für aktuelle Themen, wie bspw. die Rolle der Wissenschaft und von Städten als Experimentierfelder für eine nachhaltige Entwicklung.

Der Call for Papers kann auf der Konferenz-Homepage heruntergeladen werden: www.ist2016.org

Lesetipp: Sustainability Science – An Introduction

Das Lehrbuch „Sustainability Science – An Introduction“, herausgegeben von Harald Heinrichs, Pim Martens, Gerd Michelsen und Arnim Wiek, ist soeben im Springer Verlag erschienen. Es ist in Kooperation zwischen der Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana Universität Lüneburg, der Sustainability School der Arizona State University und der Maastricht University und unter Beteiligung führender internationaler NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen entstanden. Das Lehrbuch richtet sich insbesondere an Lehrende und Studierende der inter- und transdisziplinären Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften. Darüber hinaus gibt es einen einführenden Überblick für alle an Nachhaltigkeitsthemen interessierten Fachkreise.

Das Buch kann hier beim Springer-Verlag eingesehen werden.

„konferenz n – Hochschule weiter denken“ – vom 22. bis 24. Januar in Berlin

Das netzwerk n lädt ein zur nächsten konferenz n – Hochschule weiter denken“ rund um das Thema Nachhaltigkeit an Hochschulen vom 22. bis 24. Januar 2016 in Berlin. Wie schon im Oktober 2014 bringt das netzwerk n auch im Januar 2016 wieder alle Akteure zum Thema Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung auf einer Konferenz zusammen. Die Konferenz gliedert sich dabei in zwei Teile:

Am Freitag, den 22. Januar, widmen sich die Teilnehmenden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Hochschulen, bringen alle Akteursgruppen zusammen und erarbeiten gemeinsam Ideen zur stärkeren Integration der BNE für die Wissenschaftspolitik.

Samstag und Sonntag, 23. und 24. Januar, sind primär für Studierende da; das studentische Engagement für Nachhaltigkeit an Hochschulen steht dann im Vordergrund. Ziel ist es, sich gegenseitig zu inspirieren, über aktuelle Projekte auszutauschen und gemeinsam aus Ideen konkrete Projekte zu entwickeln.

Das Anmeldeformular findet sich hier. Anmeldefrist ist der 15. Januar 2016.

„Studierende als kreative, revolvierende Ressource“ – Nachhaltigkeitstag an der Universität Osnabrück am 11.12.

Am Freitag, den 11. Dezember, findet an der Universität Osnabrück der 4. Nachhaltigkeitstag der Initiative »CookUOS« unter dem Motto »Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule – Studierende als kreative, revolvierende Ressource« statt.

Die interdisziplinäre Seminarreihe CookUOS will in Zusammenarbeit mit regionalen Schulen und Partnern die Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. Außerdem richtet sie sich speziell an Lehramtsstudierende, um die Kompetenz in den Bereichen Gesundheits-, Ernährungs-, Verbraucher- und Umweltbildung zu fördern, damit diese im Umfeld Schule an die nächste Generation weitergegeben werden kann.

Der Nachhaltigkeitstag ist eine von mehreren Gelegenheiten, diese Ideen einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Key-Note-Sprecher ist Walter Hirche, Wirtschaftsminister a.D. in Niedersachsen und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Daneben sind Johannes Geibel von netzwerk n, sowie Nadine Dembski vom Lehrstuhl Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen als Referenten geladen. Nadine Dembski stellt das Konzept der virtuellen Akademie – Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor. Johannes Geibel zeigt Möglichkeiten auf, wie Studierende als kreative, revolvierende Ressource erfolgreich in den Nachhaltigkeitsprozss an einer Hochschule eingebunden werden können.  Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre der Universität Osnabrück.

Die Veranstaltung findet ab 13 Uhr im Bohnenkamp-Haus (Albrechtstraße 29) im Botanischen Garten der Universität Osnabrück statt. Der Eintritt ist frei, eine rechtzeitige Anmeldung unter »http://tickets.cookuos.de erforderlich.

Lesetipp: Routledge Handbook of Higher Education for Sustainable Development

Das neu erschienene Routledge Handbook of Higher Education for Sustainable Devlopment (Herausgeber: Matthias Barth, Gerd Michelsen, Marco Rieckmann und Ian Thomas) gibt einen systematischen Überblick über etablierte und neue Forschungsansätze in der internationalen „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Fokus des Handbuchs liegt dabei auf theoretischen Aspekten und methodischen Vorgehensweisen des interdisziplinären und vergleichsweise jungen Forschungsfeldes, wie die Implementierung von BNE an Hochschulen, die Operationalisierung von BNE-Kompetenzen und der organisationale Wandel in Hochschulen. Darüber hinaus werden übergreifende Forschungsparadigmen und Methodologien in der HBNE, zukünftige Forschungsansätze und konkrete Beispiele der HBNE-Forschung vorgestellt. Das Handbuch kann im Routledge Verlag hier bestellt werden.

Sustainable Development Goals and the Role of Research – Konferenz der Volkswagen Stiftung am 08./09.12. in Hannover

Die Volkswagen Stiftung veranstaltet am 08. und 09. Dezember eine Herrenhäuser Konferenz zum Thema „Sustainable Development Goals and the Role of Research: A Focus on Coastal Regions“ in Hannover. Anmeldungen zur kostenlosen Teilnahme sind noch möglich.

Mit der Konferenz werden drei Ziele verfolgt:

  1. Die Rolle von Forschung in der Umsetzung der Sustainable Development Goals fokussieren,
  2. Themenschwerpunkte für zukünftige Forschung identifizieren und
  3. mögliche Fördermaßnahmen zur Unterstützung dieser Forschung diskutieren.

Die Konferenz wird in englischer Sprache und mit einer Reihe internationaler ExpertInnen abgehalten. Das vollständige Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Thinking ahead sustainably: policies, scenarios and models to address grand societal challenges – Konferenz am 16.12. in Brüssel

Das Konsortium des EU-Projektes FLAGSHIP “Forward Looking Analysis of Grand Societal Challenges and Innovative Policies” (gefördert im FP7) lädt ein zur Abschlusskonferenz und Ergebnisdiskussion am 16.12.2015 in Brüssel. In dem Forschungsprojekt wurde der state-of-the-art der forward-looking analysis (FLA) zusammengetragen und mit qualitativen und quantitative Methoden analysiert, wie große gesellschaftliche Herausforderungen bewertet werden können. Auf der Konferenz mit dem Titel „Thinking ahead sustainably: policies, scenarios and models to address grand societal challenges“ sollen nun die wissenschaftlichen Ergebnisse vorgestellt und mit internationalen ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik diskutiert werden.

Das vorläufige Konferenzprogramm finden Sie hier. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, um Anmeldung wird jedoch bis zum 11.12. unter diesem Link gebeten.