„Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ – Eine Broschüre gibt Orientierungshilfe –

In Deutschland beginnen jedes Jahr knapp 400.000 neue Studierende an 400 Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen ihr Studium. Ein Ziel der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist es, ihre Lehrpläne dauerhaft um das Konzept der Nachhaltigkeit zu bereichern.Einige Studien- und Promotionsprogramme existieren bereits. Forschung, Lehre und Betrieb der Hochschule müssen jedoch Hand in Hand gehen, wenn das Konzept ganzheitlich umgesetzt werden soll.

Die neue Broschüre der AG „Hochschule und Nachhaltigkeit“ der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigt deshalb nicht nur die akademische Leistungsfähigkeit verschiedener Initiativen auf, sondern nennt auch hilfreiche Quellen, Netzwerke und Beispiele aus dem Alltag, etwa in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaneutralität.

Sie bietet außerdem eine Checkliste, die es erleichtert, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie in Hochschulen zu implementieren: Wie viele Schritte auf dem Weg zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigeren Hochschule wurden schon zurückgelegt? Welche weiteren Schritte können gegangen werden? Wie kann das Nachhaltigkeitsengagement sichtbarer gemacht werden?


Ein kleiner Einblick aus der Broschüre:

STUDIERENDE FÜR NACHHALTIGKEIT AN HOCHSCHULEN

Für eine Hochschullandschaft in nachhaltiger Entwicklung!

Forderungspapier des Netzwerks studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen


FORSCHUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Nachhaltigkeitsforschung: Was können Hochschulen tun?


LEHRE FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Ansatzpunkte in Studium und Lehre


Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit

Ein Angebot innovativer Lehrveranstaltungen für eine nachhaltige Entwicklung


GEMEINSAME ERKLÄRUNG

Hochschulen für nachhaltige Entwicklung ?
Erklärung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) zur Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung


BETRIEB DER HOCHSCHULE

Nachhaltige Entwicklung im Betrieb der Hochschulen


NACHHALTIGE WISSENSCHAFT IM NETZ

Blog Nachhaltige Wissenschaft


PROFILBILDUNG UND NETZWERKE FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Heraus aus der Nische ? 
Profilbildung und Netzwerke als Katalysatoren für die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems


EIN BUNDESLAND UNTERSTÜTZT SEINE HOCHSCHULEN

Hochschulen als Antreiber für nachhaltige Entwicklung


TRANSDISZIPLINÄRE FORSCHUNG

Hochschulen und nachhaltige Entwicklung in der Region


NACHHALTIGKEITSBEWERTUNG

Nachhaltigkeitsbewertung von Hochschulen


NACHHALTIGKEITSSELBSTTEST

Nachhaltigkeit in der Hochschule: Ein Konzept für die interne Selbstüberprüfung

Skizzenblätter für den ersten Selbsttest

 

BUND legt wissenschaftspolitisches Positionspapier vor – Forderung nach einer „Nachhaltigkeitsmilliarde“

Der größte deutsche Umweltverband BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat heute in Berlin ein wissenschaftspolitisches Positionspapier vorgelegt. Passend zum Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“ bringen sich damit die Umweltverbände aktiv in die Debatte über die künftige Forschungs- und Wissenschaftspolitik ein.

Seine Forderung bringt der BUND dabei auf die prägnante Formel einer „Nachhaltigkeitsmilliarde“, d.h. das Ziel, eine Milliarde Euro für eine gesellschaftsorientierte Forschung zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen umzuwidmen. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger griff in der heutigen Pressekonferenz die Engführung im Wissenschaftssystem durch die zu starke Drittmittel-, Technik- und disziplinäre Exzellenzorientierung auf und machte deutlich, dass es hier eine konsequente Umsteuerung braucht.

Das Positionspapier des BUND ist in mehrfacher Hinsicht beachtenswert:

o Es liefert eine sehr gute Analyse der aktuellen Defizite im Wissenschaftssystem und schließt dabei u.a. an die bestehenden Kritiken z.B. des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) aus dem letzten Jahr an.

o Mit diesem Schritt des BUND tritt ein weiterer wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur in der wissenschaftspolitischen Debatte auf. Dies nährt die Hoffnung einer künftig breiteren und pluralistischer getragenen Wissenschaftspolitik.

o Die Formel der „Nachhaltigkeitsmilliarde“ ist im Positionspapier mit eine Reihe an innovativen Vorschlägen hinterlegt. Es wird deutlich, dass die auf den ersten Blick ehrgeizig wirkende Größenordnung durchaus erreichbar ist.

Die Pressemeldung des BUND findet sich hier.

Das Positionspapier des BUND kann heruntergeladen werden unter: www.bund.net/pdf/nachhaltige_wissenschaft

The Global Sustainability Summer School 2012

Das Potsdam Insitute for Climate Impact Research (PIK) und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) veranstalten vom 08.07. – 21.07.2012, in Kooperation mit dem Santa Fe Instiute (SFI), die Global Sustainability Summer School in Potsdam. Erforscht und diskutiert werden globale Themen der Nachhaltigkeit, Risiken des Klimawandels, Extremereignisse und dringende soziale und ökonomische Angelegenheiten.

An dem intensiven zweiwöchigen Programm können 35 Teilnehmer_innen zwischen 25 und 40 Jahren aus unterschiedlichen Disziplinen und Regionen teilnehmen. Die Summer School richtet sich an junge Fachleute aus Universitäten, Regierungsorganisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und der Industrie. Das Programm verbindet Lektüren, Feldforschungen und interaktive Projekttätigkeit. Feldforschungen führen unter anderem zu einer Anlage der Kohlenstoffsammlung und -speicherung. Neben Referent_Innen aus allen drei Institutionen, werden führende internationale Wissenschaftler_innen, Politiker_innen und wichtige Repräsentanten der Zivilgesellschaft vertreten sein.

Die Teilnehmer_innen werden gebeten dem gesamten Programm beizuwohnen. Alle Aktivitäten finden in englischer Sprache statt. Ermöglicht wird die Summer School durch die Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Anmeldeschluss ist der 1. März 2012, für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

 

„Was bewegt? – Von sozial-ökologischen Experimenten im Alltag“ – Tagung des Instituts und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung

„Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ – so lautet die gemeinsame Jahrestagung von IÖW und VÖW vom 08. bis 09. März im Umweltforum Berlin.

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die immer weiter um sich greifende Feststellung, dass weitreichende gesellschaftliche Transformationen erforderlich sind, um den gekoppelten gesellschaftlichen und ökologischen Krisen zu begegnen. Wesentliche Ideengeber und Treiber dieses Wandels sind sozial-ökologische Pioniere etwa in der nachhaltigen Energieerzeugung, im Unternehmertum oder im Wandel des Konsums. Was bewegt solche Pioniere und wie sehen ihre Zukunftsentwürfe aus? Könnten ihre sozialen Innovationen zur alltäglichen Praxis vieler Menschen werden? Welche neuen politischen Strategien und Rahmenbedingungen sind dafür erforderlich?
Auf der Tagung kommen Pioniere sozial-ökologischer Lebensweisen zusammen, um ihre Visionen zu präsentieren und gemeinsam mit Wissenschaftler/innen, Vertreter/innen von NGOs, Politiker/innen und Unternehmer/innen zu diskutieren. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie die politischen Handlungsstrategien und Forschungsansätze so gestaltet werden können, dass sie dazu beitragen, nachhaltige Lebensweisen substanziell zu verbreiten. Raus aus der Experimentierphase, rein in den Alltag! Nachhaltige Lebensweisen ? wie können sie tauglich für den Mainstream werden?
Anmeldeschluss ist der 28.02., direkt zur Anmeldung geht es hier.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des NaWis-Verbundes und des Ecornet, die sich als Beitrag für das BMBF- Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde“ versteht.

Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

DFG fördert Forschungskolleg zu Postwachstumsgesellschaften

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit 6 Millionen Euro eine sozialwissenschaftliche Kollegforscher_innengruppe „Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mit dem „Festtag der Jenaer Soziologie“ am 26. Januar nahm die Forscher_innengruppe unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Dörre ihre Arbeit auf. Die Initiatoren begründen die Beantragung des Kollegs mit weltweiten Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und sich verschärfende soziale Ungleichheiten. Diese Herausforderungen führen zu einem Ende des Wachstumskapitalismus und benötigen daher die sozialwissenschaftliche Erforschung von Alternativen. Das – auf 6 Jahre ausgelegte – Kolleg, ist das bislang erste und einzige DFG-geförderte Kolleg dieser Art und kann, laut Prof. Dr. Klaus Dörre, als Ritterschlag bezeichnet werden.

Transdisziplinäre Ansätze auf dem 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zum Thema: „Vielfalt und Zusammenhalt“

Der 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der vom 1. bis zum 5. Oktober 2012 an der Ruhr-Universität Bochum und an der Technischen Universität Dortmund stattfindet, wird sich mit dem Thema „Vielfalt und Zusammenhalt“ beschäftigen. Damit bietet sich der Soziologie als Profession wie auch dem interessierten Publikum eine hervorragende Gelegenheit, um die Herausforderungen, aber auch die Chancen neuer gesellschaftlicher Komplexität im Lichte aktueller Forschungsbefunde zu diskutieren.

Durch zwei Veranstaltungen zum Thema: „Energievielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt: Deutschland und die Energiewende“ und „Transdisziplinarität in der Umweltsoziologie am Beispiel von Umweltkonflikten“ wird die Sektion Umweltsoziologie vertreten werden.

Um Abstracts für Vorträge (max. 300 Wörter) wird bis zum 31. März 2012 per E-Mail gebeten:

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden sie unter: www.dgs2012.de

Offizielle BMBF-Homepage zum Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Nachhaltigkeit“ jetzt online

Ab sofort ist die offizielle Homepage des BMBF zum Wissenschaftsjahr 2012 unter http://www.zukunftsprojekt-erde.de/ online. Neben vielfältigen allgemeinen Informationen aus dem Themenfeld des Wissenschaftsjahres findet sich auf der Seite ein (leider etwas unübersichtlicher) Veranstaltungskalender, auf dem auch die von Partnerinstitutionen durchgeführten Veranstaltungen abrufbar sind.

Eine Ankündigung der für den 08.02.2012 geplanten Auftaktveranstaltung des Wissenschaftsjahres mit Ministerin Schavan in Berlin gibt es bisher nicht, diese wird aber vermutlich zeitnah folgen.

Transformatives Wissen schaffen – Hintergründe zur Veranstaltungreihe

Die Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ ist eine Plattform für die Debatte über das Verhältnis von „Transformation“ und „Wissen“ in unserer Gesellschaft – und dies in zwei Richtungen:

  1. „Wissen für Transformationen“:  Welches Wissen ist für die aktuellen umfassenden Transformationsprozesse in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik notwendig? Hier greift die Reihe eine Kritik auf, die in den letzten Jahren immer deutlicher zu vernehmen ist (vgl. z.B. die Kritik des Wissenschaftlichen Beirates für Globale Umweltfragen (WBGU) im Jahr 2011): Das heute im Wissenschaftssystem entstehende Wissen ist demnach kaum ausreichend für die Bewältigung der „großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ („Grand Challenges“) wie den Klimawandel, die Urbanisierung, die aktuellen ökonomischen Krisen oder den demographischer Wandel. Wissenschaft bezieht sich noch zu stark auf sich selber. Das dabei bestehende Wissen ist dadurch oft zu disziplinär und zu isoliert technologisch. Es fehlt an „sozial robusten Wissen“, das Disziplinengrenzen überwindet und Orientierung für Gesellschaft und Politik liefert.
  2. Transformation des Wissen-schaffens„:  Daraus ergeben sich unmittelbare Konsequenzen für das „Wissen-schaffen“ und damit die „Wissenschaft“ in unserer Gesellschaft. An relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen ausgerichtete, disziplinen überschreitende „Wissens-Prozesse“ sind auf strukturelle Veränderungen im Wissenschaftssystem angewiesen. Diese reichen vom Aufweiten disziplinärer Strukturen über neue Formen der Lehre, veränderte wissenschaftliche Karriereverläufe, neue wissenschaftliche Infrastrukturen für eine transformative Forschung bis zu Konsequenzen für die Art der Wissenschaftsförderung.

Für diese Diskussion schafft die Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ eine Plattform: Wie lässt sich Wissenschaft stärker „für und mit der Gesellschaft“ betreiben? Wie wird die Diskussion über unser Wissenschaftssystem wieder zu einer gesellschaftlichen Debatte?

In der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ diskutieren hierzu Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2012 in einer Reihe von Veranstaltungen. Drei Perspektiven stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Analyse – Veranstaltungen, die aktuelle Entwicklungen und Strukturen im Wissenschaftssystem aufzeigen. Schlüsselfragen sind hier: Wo steht das Wissenschaftssystem heute? Wie gut wird Wissenschaft den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht? Was sind (kritische) Entwicklungstendenzen?

  • Vision/Best Practice – Veranstaltungen, die wünschenswerte Entwicklungen und positive Beispiele national/international thematisieren. Schlüsselfragen sind: Wohin sollte sich das System weiterentwickeln? Was ist heute national/international schon möglich?

  • Handlungsstrategien – Veranstaltungen, die konkrete Strategien für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik entwickeln. Schlüsselfragen sind: Welche konkreten Veränderungsimpulse im Wissenschaftssystem sind nötig? Wer sind zentrale Akteure des Wandels?

Die Veranstaltungsreihe will die Diskussion weit in die Gesellschaft hineintragen. Schlüsselaussagen aus den Veranstaltung werden daher auf dem Blog „Nachhaltige Wissenschaft“ dokumentiert und diskutiert. Sie sollten am Ende des Wissenschaftsjahres zu einem umfassenden Aussagen- und Thesenkatalog zusammenfließen.

 

Ecological Research Network (Ecornet) – der freien Umwelt-/Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland

Das „Ecological Research Network“ (Ecornet) versteht sich als Netzwerk von Pioniereinrichtungen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. Aus den konkreten Herausforderungen der ökologischen und nachhaltigkeitsorientierten Wende ist in den letzten 30 Jahren der Bedarf in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft nach einer Forschung und Forschungseinrichtungen entstanden, die die entsprechenden Transformationsprozesse wissenschaftlich begleiten und befördern. Durch die existierende Wissenschaftslandschaft konnte dieser Bedarf nicht befriedigt werden. Dies führte zur Gründung einer Reihe von freien Forschungsinstituten (vgl. Übersicht der beteiligten Institute weiter unten) mit besonderen Spezifika:

  • Konsequente Orientierung an einer Forschung für Nachhaltige Entwicklung und damit Ausrichtung der Forschung an konkreten gesellschaftlichen Problemlagen. Die Forschung der Institute soll gesellschaftlich relevante Fragestellungen thematisieren, die Forschungsergebnisse Eingang in das Handeln der betroffenen Akteure finden. Der Umgang mit dieser normativen Dimension ihrer Forschung erfolgt explizit.
  • Problemdefinition der Forschungsvorhaben gemeinsam mit betroffenen Akteuren/Auftraggebern. Ein besonderes Charakteristikum der Umweltforschungs-Institute ist das breite Spektrum ihrer Förderer, die von Politik über Unternehmen bis zu Umweltverbänden und der Wissenschaft selbst reichen.
  • Umsetzung einer hohen Interdisziplinarität in der Forschungsarbeit – insbesondere ein intensiver Brückenschlag zwischen Natur-, Technik- und Sozialwissenschaften.
  • Besondere strukturelle Bedingungen (geringe/keine Grundförderung, Ausrichtung an Drittmittelmärken), die ständigen Anreiz zu hoher Innovationsfähigkeit, Flexibilität und Anschlussfähigkeit an die Adressaten der Forschung führen.
  • Hohes Maß an Reflexität über Inhalte und Art der eigenen Forschung.

Die Institute verkörpern damit in besonderen Maße die Anforderungen an eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft. Durch die Förderung in spezifischen Forschungsprogrammen, insbesondere der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) des BMBF wurden die inhaltlichen und insbesondere methodischen Standards dieser Forschung entscheidend weiterentwickelt.

Im deutschen Wissenschaftssystem stellen die führenden freien gemeinnützigen Umweltforschungsinstitute heute eines der inhaltlich und methodisch am besten entwickelten Zentren transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung dar.

Mitglied des Ecornet sind folgende Institute:

Zur Homepage des Ecornet gelangen Sie unter: http://ecornet.de/

Verbund für Nachhaltige Wissenschaft (NaWis) und Ecological Research Network (Ecornet) – Netzwerke zur Stärkung der Nachhaltigkeitsforschung

BildDie Universität Kassel, die Leuphana Universität Lüneburg und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH haben sich zur NaWis-Runde zusammengeschlossen. Seit dem 01.01.2012 ist auch das Institute for Advanced Sustainability Studies Mitglied der NaWis-Runde. Ziel des Verbundes ist die Förderung transdisziplinärer Nachhaltigkeitswissenschaft im deutschen Wissenschaftssystem – sowohl in Hochschulen als auch in außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Klima- und Umweltherausforderungen sprengen schon lange Disziplinengrenzen. Sie erfordern eine enge Zusammenarbeit von Natur- und Technik- mit Sozial- und Geisteswissenschaften. Nur so lassen sich Übergänge zu einer nachhaltigen Gesellschaft gestalten. International entwickeln sich viele Initiativen für eine inter- und transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft. Im deutschen Wissenschaftssystem steht diese noch am Anfang.

Hier setzt die von den Universitäten Kassel und Lüneburg, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie dem Institute for Advanced Sustainability Studies getragene „NaWis“-Runde an. Sie wird von vier führenden Wissenschaftseinrichtungen im Bereich der Nachhaltigen Wissenschaft getragen.

Schon heute arbeiten die vier Trägerinstitutionen auf Schlüsselfeldern der Nachhaltigkeitswissenschaft zusammen, wie z.B.

  • der Klimaanpassungsforschung,
  • dem Ausbau regenerativer Energiezeugung,
  • die nachhaltige Gestaltung von Ressourcen- und Stoffströmen,
  • nachhaltige Prozesse auf Stadtebene bzw. Nachhaltigkeitsstrategien von Städten

In Zukunft plant die NaWis-Runde u.a.

  • gemeinsame Forschungsprojekte, Graduiertenkollegs und Lehrangebote zu initiieren,
  • die Konzepte und Methoden einer transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaft weiterzuentwickeln,
  • gemeinsam Foren und Tagungen zur Weiterentwicklung einer transdisziplinären Nachhaltigkeits-Wissenschaft im deutschen Wissenschaftssystem zu veranstalten und
  • Positionen zur institutionellen und wissenschaftspolitischen Weiterentwicklung einer Nachhaltigkeits-Wissenschaft in Deutschland zu entwickeln.

Als deutscher Herausgeberkreis der transdisziplinär ausgerichteten Zeitschrift GAIA verfügt die NaWis-Runde über eine Publikationsplattform.

Weitere Hintergrundinformationen zur NaWis-Runde: Homepage der NaWis-Runde

Ecological Research Network (Ecornet) – der freien Umwelt-/Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland

7114616_c11600232a_oDas „Ecological Research Network“ (Ecornet) versteht sich als Netzwerk von Pioniereinrichtungen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. Aus den konkreten Herausforderungen der ökologischen und nachhaltigkeitsorientierten Wende ist in den letzten 30 Jahren der Bedarf in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft nach einer Forschung und Forschungseinrichtungen entstanden, die die entsprechenden Transformationsprozesse wissenschaftlich begleiten und befördern. Durch die existierende Wissenschaftslandschaft konnte dieser Bedarf nicht befriedigt werden. Dies führte zur Gründung einer Reihe von freien Forschungsinstituten (vgl. Übersicht der beteiligten Institute weiter unten) mit besonderen Spezifika:

  • Konsequente Orientierung an einer Forschung für Nachhaltige Entwicklung und damit Ausrichtung der Forschung an konkreten gesellschaftlichen Problemlagen. Die Forschung der Institute soll gesellschaftlich relevante Fragestellungen thematisieren, die Forschungsergebnisse Eingang in das Handeln der betroffenen Akteure finden. Der Umgang mit dieser normativen Dimension ihrer Forschung erfolgt explizit.
  • Problemdefinition der Forschungsvorhaben gemeinsam mit betroffenen Akteuren/Auftraggebern. Ein besonderes Charakteristikum der Umweltforschungs-Institute ist das breite Spektrum ihrer Förderer, die von Politik über Unternehmen bis zu Umweltverbänden und der Wissenschaft selbst reichen.
  • Umsetzung einer hohen Interdisziplinarität in der Forschungsarbeit – insbesondere ein intensiver Brückenschlag zwischen Natur-, Technik- und Sozialwissenschaften.
  • Besondere strukturelle Bedingungen (geringe/keine Grundförderung, Ausrichtung an Drittmittelmärken), die ständigen Anreiz zu hoher Innovationsfähigkeit, Flexibilität und Anschlussfähigkeit an die Adressaten der Forschung führen.
  • Hohes Maß an Reflexität über Inhalte und Art der eigenen Forschung.

Die Institute verkörpern damit in besonderen Maße die Anforderungen an eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft. Durch die Förderung in spezifischen Forschungsprogrammen, insbesondere der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) des BMBF wurden die inhaltlichen und insbesondere methodischen Standards dieser Forschung entscheidend weiterentwickelt.

Im deutschen Wissenschaftssystem stellen die führenden freien gemeinnützigen Umweltforschungsinstitute heute eines der inhaltlich und methodisch am besten entwickelten Zentren transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung dar.

Mitglied des Ecornet sind folgende Institute:

Zur Homepage des Ecornet gelangen Sie unter: http://ecornet.de/