Neues Präsidium für COPERNICUS Alliance gewählt

Das europäische Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung im Hochschulssystem – COPERNICUS Alliance – ist mit einem neuen Präsidium ins Jahr 2012 gestartet. Bereits auf der jährlichen Vollversammlung im November 2011 in Kerkrade/ Niederlande wurden Prof. Daniella Tilbury (University of Gloucestershire, UK) als Präsidentin und Dr. Clemens Mader (Universität Graz, Österreich) als Vize-Präsident gewählt. Das neue Team will sich für weitere Aktivitäten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, den Transfer der Ergebnisse von Rio + 20 für das Hochschulsystem und die Verbreiterung des Netzwerks in Europa engagieren.

Die Mitglieder der COPERNICUS Alliance verschreiben sich der COPERNICUS Charta, eine Selbstverpflichtung für Nachhaltige Entwicklung, die bisher 326 Hochschulen unterzeichnet haben. Die im Jahr 2011 aktualisierte Fassung der COPERNICUS Charta 2.0 kann unten heruntergeladen werden. Eine Teilnahme an einem der stärksten europäischen Netzwerke für eine Nachhaltige Wissenschaft bietet Hochschulen nicht nur freien Zugang zu relevanten Informationen, sondern auch die Teilnahme an den spannenden Veranstaltungen des Netzwerks.

Download der COPERNICUS Charta 2.0:

COPERNICUS Charta 2.0

Übersicht über aktuelle Veranstaltungen

Bundesweit laufen eine Reihe von Veranstaltungen im Kontext einer Nachhaltigen Wissenschaft. Eine Übersicht über aktuelle Veranstaltungen finden Sie hier:

BDV_logo_hintergrund_transparent 25./26.11.2015
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ Herbsttagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung
Frankfurt am Main

 

Uni Vechta  06./07.11.2015
Exzellenz für Alle? Bürgerwissenschaft, Hochschulen und Wissenschaftsläden – ein Blick nach vorne!“.
Oldenburg

 

JRF Logo  29.10.2015
Dynamik oder Verfall? Zur Zukunft der urbanen Infrastrukturen in NRW
Düsseldorf

 

ZeppelinUniversität 22./23.10.2015
 
Wissenschaftliche Praxis und (öko-)politischer Aktivismus Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie
    Zeppelin Universität Friedrichshafen

 

HS-Netzwerk BNE BaWü 08.10.2015
 
Lehrer/innen-Bildung für nachhaltige Entwicklung, Vernetzung Phase 1 & 2
   Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

 

logo_leuphana NEU_print_XS_mitSchutz 23.09.2015
 Leuphana Energieforum 2015

    Leuphana Universität Lüneburg

 

BMBF 14./15.09.2015
12. BMBF Forum für Nachhaltigkeit
Bonn

 

Rootability Logo 04.-06.09.2015
  Hochschulen und Nachhaltigkeit
Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten?
    Zeppelin Universität Friedrichshafen


logo_leuphana NEU_print_XS_mitSchutz 31.08.-08.09.2015
Summerschool Transdisciplinary Research at the Science / Society Interface
Leuphana Universität Lüneburg

 


Uni-Bamberg
16.07.2015
Treffen des Bayerischen Netzwerks „Hochschule und Nachhaltigkeit“
Universität Bamberg

 

ForschungswendeLogo 23.06.2015
Responsible Research and Innovation – Verantwortungsvolle Forschung und Innovation in der nationalen Förderpolitik

     ForschungswendeLogo 11.05.2015
Forschungspolitik – Ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?
Düsseldorf

   Baden-Würrtemberg-Logo 30.04.2015
BaWü-Labs GO! Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg,
Stuttgart

ZeppelinUniversität 29./30.04.2015
Nachhaltigkeitswissenschaften und die Suche nach neuen Wissensregimen
Zeppelin Universität Friedrichshafen

     BDV_logo_hintergrund_transparent 23./24.04.2015
„Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft“
Berlin

Ugaf   25.-27.03.2015
Green Academic Footprint Workshop
FU Berlin

images 24.03.2015
Erster Student Sustainability Summit
Leeds University

IBKN 12./ 13.02.2015
Zukunftsfähige Entwicklung und generative Organisationskulturen (ZEGO), Hochschule Bochum


Übersicht über Veranstaltungen im Jahr 2014


Übersicht über Veranstaltungen im Jahr 2013

Übersicht über Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/ Nachhaltigkeit“ 2012

Die Energiewende als sozialwissenschaftliche Herausforderung – Fachtagung Klimaschutz & Energienachhaltigkeit am 19./20.03.2012

Die Berücksichtigung sozialer Prozesse ist für eine gelingende und nachhaltige Energiewende von zentraler Bedeutung. Die Fachtagung „Klimaschutz & Energienachhaltigkeit“ beleuchtet u. a. den Beitrag der Sozialwissenschaften zu den drei Nachhaltigkeitsstrategien (Konsistenz, Effizienz und Suffizienz) sowie ihre Anwendung in der kommunalen Praxis. Neben Fachvorträgen verschiedener Disziplinen werden in transdisziplinären Diskussionsrunden gemeinsame Perspektiven sozialwissenschaftlicher und kommunaler Arbeit für den Klimaschutz erörtert.

Die Fachtagung der Forschungsgruppe Umweltpsychologie wird im Zuge des – vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten – Projekts „Sozialwissenschaftliche Begleitung der nationalen Klimaschutzinitiative – Aktive Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen (NKI-Akzeptanz)“ ausgerichtet. Sie richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kommunen und Praxis. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich online an unter: www.fg-umwelt.de

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: fachtagung(at)fg-upsy.com.

 

Aktueller Umweltbericht der TU Berlin veröffentlicht

Die TU Berlin hat vor kurzem ihren aktuellen Umweltbericht veröffentlicht.
Der CO2-Ausstoß wurde halbiert, der Stromverbrauch ist jedoch gestiegen.

Diese und andere Ergebnisse können im neuen Umweltbericht der TU Berlin für das Jahr 2010 nachgelesen werden. Er stellt ausführlich die Umweltauswirkungen von Lehre, Forschung und Verwaltung der Universität dar. Der Anteil von Lehre (10%) und Forschung (15%) mit Nachhaltigkeitsbezug erhöht sich stetig.

Als besonderer Erfolg konnte die CO2-Emission der TU Berlin durch Umstellung der elektrischen Energie auf erneuerbare Energiequellen auf 17.000 Tonnen pro Jahr mehr als halbiert werden. Doch auch kritische Entwicklungen sind auszumachen: Aufgrund der steigenden Technisierung z. B. im EDV-Bereich und der Tendenz zu halbindustriellen Großforschungsständen steigt der Stromverbrauch seit Jahren trotz korrigierender Maßnahmen der Fachtechnik kontinuierlich an.

Umweltbericht der TU Berlin als Download:    
Umweltbericht_2011

„Evidence for Sustainable Development“ – Konferenz des Forschungszentrums für Umweltpolitik der FU Berlin und des Network of Excellence LIAISE

Das Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin und das LIAISE (Linking Impact Assessment Instruments to Sustainability Expertise) Network of Excellence laden am 5. und 6. Oktober 2012 in Berlin zur 11ten Konferenz der Reihe Conferences on the Human Dimensions of Global Environmental Change ein. Die Themen der Konferenz sind die Wissensbasierung von politischen Entscheidungen für eine Nachhaltige Entwicklung, die Konstruktion von wissenschaftlichem Wissen („evidence“) und die Wege, wie solches Wissen in politischen Entscheidungen genutzt wird.

Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftler_innen verschiedener Fachrichtungen und Forschungsgebiete, die Wissen produzieren, welches zur Unterstützung der Entscheidungsfindung für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann, zusammenzubringen mit jenen Wissenschaftler_innen, die über die Nutzung dieses Wissens forschen. Darüberhinaus sind politische Entscheidungsträger_innen und Praktiker_innen, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik arbeiten oder sich mit dem Umgang mit wissenschaftlichem Wissen in der Politik befassen, herzlich eingeladen. 

Abstracts für Papers können bis zum 1. April 2012 eingereicht werden. Alle Einreichungen werden von einem internationalen Review-Team begutachtet. Die Bekanntgabe des Reviews wird spätestens zum 30. Juni 2012 per E-Mail mitgeteilt. Die vollständigen Papers werden bis zum 15. September 2012 erwartet.

Weitere Informationen zu den Konferenzthemen entnehmen Sie dem Call for Papers.
Zu den allgemeinen Informationen zur Konferenz besuchen Sie bitte die Website: http://www.berlinconference.org/2012/

Für einen neuen Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – Erfolgreiche Auftaktveranstaltung der Initiative Transformatives Wissen schaffen im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“

Die Wissenschaftsministerinnen der beiden großen Wissenschaftsstandorte NRW (Svenja Schulze) und Baden Würtemberg (Theresia Bauer), der Vorsitzende des größten deutschen Umweltverbandes (Hubert Weiger), eine der wenigen Frauen im Vorstand eines DAX-Unternehmen (Kathrin Menges/Henkel) und einer der Autoren des Hauptgutachtens zur „Großen Tranformation“ (Prof. Dr. Dirk Messner/WBGU): besser hätte das Podium der ersten größeren im – vom BMBF ausgerufenenen – Wissenschaftsjahr Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde organisierten Veranstaltung nicht zusammengesetzt sein, um über den neuen „Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft“ zu diskutieren.

Knapp 200 Teilnehmer besuchten am 06. Februar die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ in der NRW-Landesvertretung in Berlin.

Die Veranstaltung nahm die Aufforderung des BMBF, das Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit“, auch für kontroverse Diskussion über die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems zu nutzen, ernst. Mit der fast zeitgleichen Veröffentlichung des wissenschaftspolitischen Positionspapiers des BUND und der Broschüre zu Hochschulen und Nachhaltigkeit der AG Hochschule des Deutschen Unesco Komitees (DUK) brachten zudem zentrale Akteure der Zivilgesellschaft ihre Anforderungen und positiven Beispiele einer Nachhaltigen Wissenschaft in die Auftaktveranstaltung ein.

Die Initiatoren der Reihe – der NaWis-Verbund und das Ecornet – selber Netzwerke der Pioniere einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung wollen mit ihrer Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ eine Plattform für diese Debatten im Wissenschaftsjahr bieten.

Im ersten Podium stellten die Initiatoren das Anliegen der Reihe vor. Ein Blick auf die Gründungsgeschichte von vielen freien Nachhaltigkeitsforschungsinstituten zeigt, dass Veränderungen des Wissenschaftssystems häufig von außerhalb des Wissenschaftssystems kamen und ein offener Dialog helfen kann, Bewegung im gesamten Wissenschaftssystem auszulösen.

In einem zweiten Podium stellten unterschiedliche Vertreter zivilgesellschaflicher Organisationen ihre Anforderungen ans Wissenschaftssystem vor. Weil Wissenschaft zum großen Teil aus Steuergeldern finanziert würde, sollte sie sich stärker am Gemeinwohl orientieren. Der BUND – größter deutscher Umweltverband – forderte daher eine Wissenschaft für statt über die Gesellschaft : „Public money for public goods“, um auch mutige und unabhängige Forschung voranzubringen.  Auch Studierende positionierten sich als innovative Ideengeber und Pioniere des Wandels, was sich in der Initiative Greening the University beispielhaft zeigt. Sie forderten ihr eigenes Engagment stärker in den Prozess der Umsteuerung des Wissenschaftssystems einzubeziehen und zugleich auch anzuerkennen.

Im dritten Podium lag der Fokus auf länderweiten, nationalen und internationalen Perspektiven einer Transformativen Wissenschaft, bei der die Selbstreflexion des Wissenschaftssystems und die Anerkennung anderer Formen des Wissens im Vordergrund stehen. In Nordrhein-Westfalen wird dieser Prozess in der Fortschrittsinitiative NRW organisiert, bei der ein qualitativer (auf Mensch und Natur ausgerichteter) Fortschritt angesteuert wird. National müsse es um die Entwicklung gemeinsamer methodischer Standards für die transdisziplinäre Forschung bei gleichzeitiger disziplinärer Rückgebundenheit gehen. Die internationalen Impulse zeigten deutlich die Vorreiterschaft anderer Länder und gaben spannende Impulse zur Weiterentwicklung für Deutschland. Der schweizerische Nationalfonds (Pendant zur deutschen DFG) trug durch eine programmunabhängige Förderung transdisziplinärer Projekte entscheidend zu der Verbreiterung nachhaltiger Wissenschaftsprojekte bei. Im österreichischen Projekt Sparkling Sciene wird eine echte Beteiligung von Jugendlichen in der Forschung zu Konsumverhalten praktiziert. Insgesamt ist ein Kreis aus europäischen Experten dabei zu diskutieren, wie eine Forschungsförderung für eine Nachhaltige Entwicklung aussehen kann (RD4SD). Die Atmosphäre des dritten Podiums zeigte deutlich: es gibt hervorragende Beispiele für transdisziplinäre und transformative Wissenschaft, die  aus der Nische  heraus müssen. Für dieses Mainstreaming sind Experimente mutiger Pioniere entscheidend, damit die Akteure durch engagiertes Handeln dazu kommen neues transformatives Wissen zu schaffen.

Die Wissenschaftsministerin von NRW Svenja Schulze als Gastgeberin betonte das starke Signal, das die Veranstaltung durch die Zusammensetzung der Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ausstrahle. An verschiedenen Beispielen aus NRW erörterte sie, wie sich wissenschaftspolitische Maßnahmen an den Grand Challenges – den epochalen Herausforderungen der Gesellschaft – orientieren könne. Mit der Fortschritts-Initiative setzt NRW auf eine Innovationsstrategie, die sich an ökologischer Verträglichkeit und sozialer Gerechtigkeit orientiert, bspw. durch die Förderung von klugen Kooperationsstrukturen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft so genannte regionale nnovationsnetzwerke, sowie die Auszeichnung von Pionieren des Fortschritts.

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, griff ein Schlagwort aus dem Gutachten des WBGU auf und forderte einen Umbau aus Einsicht, Umsicht und Vorraussicht. Zur Bewältigung der epochalen Aufgaben habe die Landesregierung das Thema Nachhaltige Entwicklung zur Chef-Sache gemacht und eine Steuergruppe beim Ministerpräsidenten eingerichtet. Dieser Expertenrat soll strategische Handlungsfelder einbgrenzen und innovative Anreize in der Forschungsförderung setzen. Die Wissenschaftspolitik in Baden-Württemberg ziele auf eine Veränderung von Forschung, Lehre und Verwaltung der Institutionen, in der auch die Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren entscheidend sei. Politische Veränderungen seien dann erfolgreich, wenn sie gesellschaflich vorgedacht seien.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreter(innen) aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft war man sich nahezu einig, dass das Engagement und der Druck der verschiedenen Akteure in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass die Notwendigkeit einer Nachhaltigen Entwicklung in der Mitte von Wissenschaft und Gesellschaft angekommen sei. Jetzt sei die gemeinsame Kernarbeit aller notwendig um die große Transformation in die Breite zu tragen. Dazu seien eine offene, kontroverse und positive Diskussion quer durch die verschiedenen Milieus genauso notwendig wie die Stärkung und der Ausbau der vorhandenen Netzwerke der Vorreiter. Ein nationaler Masterplan für eine transformative Wissenschaft könne für die weitere Diskussion wichtige Impulse setzen.

All dies verspricht eine spannende Perspektive auf die weiteren Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ und des Wissenschaftsjahres.

Links zu Berichten über die Veranstaltung

Die Initiatoren der Reihe zusammen mit Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (NRW) und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Baden Württemberg), Bild: Michael Miethe

„Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ – Eine Broschüre gibt Orientierungshilfe –

In Deutschland beginnen jedes Jahr knapp 400.000 neue Studierende an 400 Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen ihr Studium. Ein Ziel der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist es, ihre Lehrpläne dauerhaft um das Konzept der Nachhaltigkeit zu bereichern.Einige Studien- und Promotionsprogramme existieren bereits. Forschung, Lehre und Betrieb der Hochschule müssen jedoch Hand in Hand gehen, wenn das Konzept ganzheitlich umgesetzt werden soll.

Die neue Broschüre der AG „Hochschule und Nachhaltigkeit“ der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigt deshalb nicht nur die akademische Leistungsfähigkeit verschiedener Initiativen auf, sondern nennt auch hilfreiche Quellen, Netzwerke und Beispiele aus dem Alltag, etwa in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaneutralität.

Sie bietet außerdem eine Checkliste, die es erleichtert, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie in Hochschulen zu implementieren: Wie viele Schritte auf dem Weg zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigeren Hochschule wurden schon zurückgelegt? Welche weiteren Schritte können gegangen werden? Wie kann das Nachhaltigkeitsengagement sichtbarer gemacht werden?


Ein kleiner Einblick aus der Broschüre:

STUDIERENDE FÜR NACHHALTIGKEIT AN HOCHSCHULEN

Für eine Hochschullandschaft in nachhaltiger Entwicklung!

Forderungspapier des Netzwerks studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen


FORSCHUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Nachhaltigkeitsforschung: Was können Hochschulen tun?


LEHRE FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Ansatzpunkte in Studium und Lehre


Die Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit

Ein Angebot innovativer Lehrveranstaltungen für eine nachhaltige Entwicklung


GEMEINSAME ERKLÄRUNG

Hochschulen für nachhaltige Entwicklung ?
Erklärung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) zur Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung


BETRIEB DER HOCHSCHULE

Nachhaltige Entwicklung im Betrieb der Hochschulen


NACHHALTIGE WISSENSCHAFT IM NETZ

Blog Nachhaltige Wissenschaft


PROFILBILDUNG UND NETZWERKE FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Heraus aus der Nische ? 
Profilbildung und Netzwerke als Katalysatoren für die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems


EIN BUNDESLAND UNTERSTÜTZT SEINE HOCHSCHULEN

Hochschulen als Antreiber für nachhaltige Entwicklung


TRANSDISZIPLINÄRE FORSCHUNG

Hochschulen und nachhaltige Entwicklung in der Region


NACHHALTIGKEITSBEWERTUNG

Nachhaltigkeitsbewertung von Hochschulen


NACHHALTIGKEITSSELBSTTEST

Nachhaltigkeit in der Hochschule: Ein Konzept für die interne Selbstüberprüfung

Skizzenblätter für den ersten Selbsttest

 

BUND legt wissenschaftspolitisches Positionspapier vor – Forderung nach einer „Nachhaltigkeitsmilliarde“

Der größte deutsche Umweltverband BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat heute in Berlin ein wissenschaftspolitisches Positionspapier vorgelegt. Passend zum Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“ bringen sich damit die Umweltverbände aktiv in die Debatte über die künftige Forschungs- und Wissenschaftspolitik ein.

Seine Forderung bringt der BUND dabei auf die prägnante Formel einer „Nachhaltigkeitsmilliarde“, d.h. das Ziel, eine Milliarde Euro für eine gesellschaftsorientierte Forschung zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen umzuwidmen. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger griff in der heutigen Pressekonferenz die Engführung im Wissenschaftssystem durch die zu starke Drittmittel-, Technik- und disziplinäre Exzellenzorientierung auf und machte deutlich, dass es hier eine konsequente Umsteuerung braucht.

Das Positionspapier des BUND ist in mehrfacher Hinsicht beachtenswert:

o Es liefert eine sehr gute Analyse der aktuellen Defizite im Wissenschaftssystem und schließt dabei u.a. an die bestehenden Kritiken z.B. des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) aus dem letzten Jahr an.

o Mit diesem Schritt des BUND tritt ein weiterer wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur in der wissenschaftspolitischen Debatte auf. Dies nährt die Hoffnung einer künftig breiteren und pluralistischer getragenen Wissenschaftspolitik.

o Die Formel der „Nachhaltigkeitsmilliarde“ ist im Positionspapier mit eine Reihe an innovativen Vorschlägen hinterlegt. Es wird deutlich, dass die auf den ersten Blick ehrgeizig wirkende Größenordnung durchaus erreichbar ist.

Die Pressemeldung des BUND findet sich hier.

Das Positionspapier des BUND kann heruntergeladen werden unter: www.bund.net/pdf/nachhaltige_wissenschaft

The Global Sustainability Summer School 2012

Das Potsdam Insitute for Climate Impact Research (PIK) und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) veranstalten vom 08.07. – 21.07.2012, in Kooperation mit dem Santa Fe Instiute (SFI), die Global Sustainability Summer School in Potsdam. Erforscht und diskutiert werden globale Themen der Nachhaltigkeit, Risiken des Klimawandels, Extremereignisse und dringende soziale und ökonomische Angelegenheiten.

An dem intensiven zweiwöchigen Programm können 35 Teilnehmer_innen zwischen 25 und 40 Jahren aus unterschiedlichen Disziplinen und Regionen teilnehmen. Die Summer School richtet sich an junge Fachleute aus Universitäten, Regierungsorganisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und der Industrie. Das Programm verbindet Lektüren, Feldforschungen und interaktive Projekttätigkeit. Feldforschungen führen unter anderem zu einer Anlage der Kohlenstoffsammlung und -speicherung. Neben Referent_Innen aus allen drei Institutionen, werden führende internationale Wissenschaftler_innen, Politiker_innen und wichtige Repräsentanten der Zivilgesellschaft vertreten sein.

Die Teilnehmer_innen werden gebeten dem gesamten Programm beizuwohnen. Alle Aktivitäten finden in englischer Sprache statt. Ermöglicht wird die Summer School durch die Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Anmeldeschluss ist der 1. März 2012, für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

 

„Was bewegt? – Von sozial-ökologischen Experimenten im Alltag“ – Tagung des Instituts und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung

„Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ – so lautet die gemeinsame Jahrestagung von IÖW und VÖW vom 08. bis 09. März im Umweltforum Berlin.

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die immer weiter um sich greifende Feststellung, dass weitreichende gesellschaftliche Transformationen erforderlich sind, um den gekoppelten gesellschaftlichen und ökologischen Krisen zu begegnen. Wesentliche Ideengeber und Treiber dieses Wandels sind sozial-ökologische Pioniere etwa in der nachhaltigen Energieerzeugung, im Unternehmertum oder im Wandel des Konsums. Was bewegt solche Pioniere und wie sehen ihre Zukunftsentwürfe aus? Könnten ihre sozialen Innovationen zur alltäglichen Praxis vieler Menschen werden? Welche neuen politischen Strategien und Rahmenbedingungen sind dafür erforderlich?
Auf der Tagung kommen Pioniere sozial-ökologischer Lebensweisen zusammen, um ihre Visionen zu präsentieren und gemeinsam mit Wissenschaftler/innen, Vertreter/innen von NGOs, Politiker/innen und Unternehmer/innen zu diskutieren. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie die politischen Handlungsstrategien und Forschungsansätze so gestaltet werden können, dass sie dazu beitragen, nachhaltige Lebensweisen substanziell zu verbreiten. Raus aus der Experimentierphase, rein in den Alltag! Nachhaltige Lebensweisen ? wie können sie tauglich für den Mainstream werden?
Anmeldeschluss ist der 28.02., direkt zur Anmeldung geht es hier.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des NaWis-Verbundes und des Ecornet, die sich als Beitrag für das BMBF- Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde“ versteht.

Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

DFG fördert Forschungskolleg zu Postwachstumsgesellschaften

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit 6 Millionen Euro eine sozialwissenschaftliche Kollegforscher_innengruppe „Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mit dem „Festtag der Jenaer Soziologie“ am 26. Januar nahm die Forscher_innengruppe unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Dörre ihre Arbeit auf. Die Initiatoren begründen die Beantragung des Kollegs mit weltweiten Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und sich verschärfende soziale Ungleichheiten. Diese Herausforderungen führen zu einem Ende des Wachstumskapitalismus und benötigen daher die sozialwissenschaftliche Erforschung von Alternativen. Das – auf 6 Jahre ausgelegte – Kolleg, ist das bislang erste und einzige DFG-geförderte Kolleg dieser Art und kann, laut Prof. Dr. Klaus Dörre, als Ritterschlag bezeichnet werden.

Transdisziplinäre Ansätze auf dem 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zum Thema: „Vielfalt und Zusammenhalt“

Der 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der vom 1. bis zum 5. Oktober 2012 an der Ruhr-Universität Bochum und an der Technischen Universität Dortmund stattfindet, wird sich mit dem Thema „Vielfalt und Zusammenhalt“ beschäftigen. Damit bietet sich der Soziologie als Profession wie auch dem interessierten Publikum eine hervorragende Gelegenheit, um die Herausforderungen, aber auch die Chancen neuer gesellschaftlicher Komplexität im Lichte aktueller Forschungsbefunde zu diskutieren.

Durch zwei Veranstaltungen zum Thema: „Energievielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt: Deutschland und die Energiewende“ und „Transdisziplinarität in der Umweltsoziologie am Beispiel von Umweltkonflikten“ wird die Sektion Umweltsoziologie vertreten werden.

Um Abstracts für Vorträge (max. 300 Wörter) wird bis zum 31. März 2012 per E-Mail gebeten:

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden sie unter: www.dgs2012.de

Offizielle BMBF-Homepage zum Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Nachhaltigkeit“ jetzt online

Ab sofort ist die offizielle Homepage des BMBF zum Wissenschaftsjahr 2012 unter http://www.zukunftsprojekt-erde.de/ online. Neben vielfältigen allgemeinen Informationen aus dem Themenfeld des Wissenschaftsjahres findet sich auf der Seite ein (leider etwas unübersichtlicher) Veranstaltungskalender, auf dem auch die von Partnerinstitutionen durchgeführten Veranstaltungen abrufbar sind.

Eine Ankündigung der für den 08.02.2012 geplanten Auftaktveranstaltung des Wissenschaftsjahres mit Ministerin Schavan in Berlin gibt es bisher nicht, diese wird aber vermutlich zeitnah folgen.

Transformatives Wissen schaffen – Hintergründe zur Veranstaltungreihe

Die Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ ist eine Plattform für die Debatte über das Verhältnis von „Transformation“ und „Wissen“ in unserer Gesellschaft – und dies in zwei Richtungen:

  1. „Wissen für Transformationen“:  Welches Wissen ist für die aktuellen umfassenden Transformationsprozesse in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik notwendig? Hier greift die Reihe eine Kritik auf, die in den letzten Jahren immer deutlicher zu vernehmen ist (vgl. z.B. die Kritik des Wissenschaftlichen Beirates für Globale Umweltfragen (WBGU) im Jahr 2011): Das heute im Wissenschaftssystem entstehende Wissen ist demnach kaum ausreichend für die Bewältigung der „großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ („Grand Challenges“) wie den Klimawandel, die Urbanisierung, die aktuellen ökonomischen Krisen oder den demographischer Wandel. Wissenschaft bezieht sich noch zu stark auf sich selber. Das dabei bestehende Wissen ist dadurch oft zu disziplinär und zu isoliert technologisch. Es fehlt an „sozial robusten Wissen“, das Disziplinengrenzen überwindet und Orientierung für Gesellschaft und Politik liefert.
  2. Transformation des Wissen-schaffens„:  Daraus ergeben sich unmittelbare Konsequenzen für das „Wissen-schaffen“ und damit die „Wissenschaft“ in unserer Gesellschaft. An relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen ausgerichtete, disziplinen überschreitende „Wissens-Prozesse“ sind auf strukturelle Veränderungen im Wissenschaftssystem angewiesen. Diese reichen vom Aufweiten disziplinärer Strukturen über neue Formen der Lehre, veränderte wissenschaftliche Karriereverläufe, neue wissenschaftliche Infrastrukturen für eine transformative Forschung bis zu Konsequenzen für die Art der Wissenschaftsförderung.

Für diese Diskussion schafft die Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ eine Plattform: Wie lässt sich Wissenschaft stärker „für und mit der Gesellschaft“ betreiben? Wie wird die Diskussion über unser Wissenschaftssystem wieder zu einer gesellschaftlichen Debatte?

In der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ diskutieren hierzu Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2012 in einer Reihe von Veranstaltungen. Drei Perspektiven stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Analyse – Veranstaltungen, die aktuelle Entwicklungen und Strukturen im Wissenschaftssystem aufzeigen. Schlüsselfragen sind hier: Wo steht das Wissenschaftssystem heute? Wie gut wird Wissenschaft den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht? Was sind (kritische) Entwicklungstendenzen?

  • Vision/Best Practice – Veranstaltungen, die wünschenswerte Entwicklungen und positive Beispiele national/international thematisieren. Schlüsselfragen sind: Wohin sollte sich das System weiterentwickeln? Was ist heute national/international schon möglich?

  • Handlungsstrategien – Veranstaltungen, die konkrete Strategien für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik entwickeln. Schlüsselfragen sind: Welche konkreten Veränderungsimpulse im Wissenschaftssystem sind nötig? Wer sind zentrale Akteure des Wandels?

Die Veranstaltungsreihe will die Diskussion weit in die Gesellschaft hineintragen. Schlüsselaussagen aus den Veranstaltung werden daher auf dem Blog „Nachhaltige Wissenschaft“ dokumentiert und diskutiert. Sie sollten am Ende des Wissenschaftsjahres zu einem umfassenden Aussagen- und Thesenkatalog zusammenfließen.

 

Ecological Research Network (Ecornet) – der freien Umwelt-/Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland

Das „Ecological Research Network“ (Ecornet) versteht sich als Netzwerk von Pioniereinrichtungen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. Aus den konkreten Herausforderungen der ökologischen und nachhaltigkeitsorientierten Wende ist in den letzten 30 Jahren der Bedarf in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft nach einer Forschung und Forschungseinrichtungen entstanden, die die entsprechenden Transformationsprozesse wissenschaftlich begleiten und befördern. Durch die existierende Wissenschaftslandschaft konnte dieser Bedarf nicht befriedigt werden. Dies führte zur Gründung einer Reihe von freien Forschungsinstituten (vgl. Übersicht der beteiligten Institute weiter unten) mit besonderen Spezifika:

  • Konsequente Orientierung an einer Forschung für Nachhaltige Entwicklung und damit Ausrichtung der Forschung an konkreten gesellschaftlichen Problemlagen. Die Forschung der Institute soll gesellschaftlich relevante Fragestellungen thematisieren, die Forschungsergebnisse Eingang in das Handeln der betroffenen Akteure finden. Der Umgang mit dieser normativen Dimension ihrer Forschung erfolgt explizit.
  • Problemdefinition der Forschungsvorhaben gemeinsam mit betroffenen Akteuren/Auftraggebern. Ein besonderes Charakteristikum der Umweltforschungs-Institute ist das breite Spektrum ihrer Förderer, die von Politik über Unternehmen bis zu Umweltverbänden und der Wissenschaft selbst reichen.
  • Umsetzung einer hohen Interdisziplinarität in der Forschungsarbeit – insbesondere ein intensiver Brückenschlag zwischen Natur-, Technik- und Sozialwissenschaften.
  • Besondere strukturelle Bedingungen (geringe/keine Grundförderung, Ausrichtung an Drittmittelmärken), die ständigen Anreiz zu hoher Innovationsfähigkeit, Flexibilität und Anschlussfähigkeit an die Adressaten der Forschung führen.
  • Hohes Maß an Reflexität über Inhalte und Art der eigenen Forschung.

Die Institute verkörpern damit in besonderen Maße die Anforderungen an eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft. Durch die Förderung in spezifischen Forschungsprogrammen, insbesondere der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) des BMBF wurden die inhaltlichen und insbesondere methodischen Standards dieser Forschung entscheidend weiterentwickelt.

Im deutschen Wissenschaftssystem stellen die führenden freien gemeinnützigen Umweltforschungsinstitute heute eines der inhaltlich und methodisch am besten entwickelten Zentren transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung dar.

Mitglied des Ecornet sind folgende Institute:

Zur Homepage des Ecornet gelangen Sie unter: http://ecornet.de/

Verbund für Nachhaltige Wissenschaft (NaWis) und Ecological Research Network (Ecornet) – Netzwerke zur Stärkung der Nachhaltigkeitsforschung

Die Universität Kassel, die Leuphana Universität Lüneburg und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH haben sich zur NaWis-Runde zusammengeschlossen. Seit dem 01.01.2012 ist auch das Institute for Advanced Sustainability Studies Mitglied der NaWis-Runde. Ziel des Verbundes ist die Förderung transdisziplinärer Nachhaltigkeitswissenschaft im deutschen Wissenschaftssystem – sowohl in Hochschulen als auch in außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Klima- und Umweltherausforderungen sprengen schon lange Disziplinengrenzen. Sie erfordern eine enge Zusammenarbeit von Natur- und Technik- mit Sozial- und Geisteswissenschaften. Nur so lassen sich Übergänge zu einer nachhaltigen Gesellschaft gestalten. International entwickeln sich viele Initiativen für eine inter- und transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft. Im deutschen Wissenschaftssystem steht diese noch am Anfang.

Hier setzt die von den Universitäten Kassel und Lüneburg, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie dem Institute for Advanced Sustainability Studies getragene „NaWis“-Runde an. Sie wird von vier führenden Wissenschaftseinrichtungen im Bereich der Nachhaltigen Wissenschaft getragen.

Schon heute arbeiten die vier Trägerinstitutionen auf Schlüsselfeldern der Nachhaltigkeitswissenschaft zusammen, wie z.B.

  • der Klimaanpassungsforschung,
  • dem Ausbau regenerativer Energiezeugung,
  • die nachhaltige Gestaltung von Ressourcen- und Stoffströmen,
  • nachhaltige Prozesse auf Stadtebene bzw. Nachhaltigkeitsstrategien von Städten

In Zukunft plant die NaWis-Runde u.a.

  • gemeinsame Forschungsprojekte, Graduiertenkollegs und Lehrangebote zu initiieren,
  • die Konzepte und Methoden einer transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaft weiterzuentwickeln,
  • gemeinsam Foren und Tagungen zur Weiterentwicklung einer transdisziplinären Nachhaltigkeits-Wissenschaft im deutschen Wissenschaftssystem zu veranstalten und
  • Positionen zur institutionellen und wissenschaftspolitischen Weiterentwicklung einer Nachhaltigkeits-Wissenschaft in Deutschland zu entwickeln.

Als deutscher Herausgeberkreis der transdisziplinär ausgerichteten Zeitschrift GAIA verfügt die NaWis-Runde über eine Publikationsplattform.

Weitere Hintergrundinformationen zur NaWis-Runde: Homepage der NaWis-Runde

Ecological Research Network (Ecornet) – der freien Umwelt-/Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland

7114616_c11600232a_oDas „Ecological Research Network“ (Ecornet) versteht sich als Netzwerk von Pioniereinrichtungen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. Aus den konkreten Herausforderungen der ökologischen und nachhaltigkeitsorientierten Wende ist in den letzten 30 Jahren der Bedarf in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft nach einer Forschung und Forschungseinrichtungen entstanden, die die entsprechenden Transformationsprozesse wissenschaftlich begleiten und befördern. Durch die existierende Wissenschaftslandschaft konnte dieser Bedarf nicht befriedigt werden. Dies führte zur Gründung einer Reihe von freien Forschungsinstituten (vgl. Übersicht der beteiligten Institute weiter unten) mit besonderen Spezifika:

  • Konsequente Orientierung an einer Forschung für Nachhaltige Entwicklung und damit Ausrichtung der Forschung an konkreten gesellschaftlichen Problemlagen. Die Forschung der Institute soll gesellschaftlich relevante Fragestellungen thematisieren, die Forschungsergebnisse Eingang in das Handeln der betroffenen Akteure finden. Der Umgang mit dieser normativen Dimension ihrer Forschung erfolgt explizit.
  • Problemdefinition der Forschungsvorhaben gemeinsam mit betroffenen Akteuren/Auftraggebern. Ein besonderes Charakteristikum der Umweltforschungs-Institute ist das breite Spektrum ihrer Förderer, die von Politik über Unternehmen bis zu Umweltverbänden und der Wissenschaft selbst reichen.
  • Umsetzung einer hohen Interdisziplinarität in der Forschungsarbeit – insbesondere ein intensiver Brückenschlag zwischen Natur-, Technik- und Sozialwissenschaften.
  • Besondere strukturelle Bedingungen (geringe/keine Grundförderung, Ausrichtung an Drittmittelmärken), die ständigen Anreiz zu hoher Innovationsfähigkeit, Flexibilität und Anschlussfähigkeit an die Adressaten der Forschung führen.
  • Hohes Maß an Reflexität über Inhalte und Art der eigenen Forschung.

Die Institute verkörpern damit in besonderen Maße die Anforderungen an eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft. Durch die Förderung in spezifischen Forschungsprogrammen, insbesondere der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) des BMBF wurden die inhaltlichen und insbesondere methodischen Standards dieser Forschung entscheidend weiterentwickelt.

Im deutschen Wissenschaftssystem stellen die führenden freien gemeinnützigen Umweltforschungsinstitute heute eines der inhaltlich und methodisch am besten entwickelten Zentren transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung dar.

Mitglied des Ecornet sind folgende Institute:

Zur Homepage des Ecornet gelangen Sie unter: http://ecornet.de/