Forschungsaufruf zum Thema „Welternährung“ der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beteiligt sich im europäischen Forschungsnetzwerk ERA-ARD an einem gemeinsamen Aufruf verschiedener europäischer Partner für transnationale Forschungsprojekte zur Sicherung der Welternährung. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) übernimmt dabei die Projektträgerschaft. Das ERA-ARD (The Agricultural Research for Development Dimension of the European Research Area) ist ein europäisches Netzwerk zur Sicherung der Welternährung. Daran beteiligt sind 14 Organisationen aus 13 europäischen Ländern. Das BMELV wird in den nächsten drei Jahren rund 300.000 Euro für die Forschungsprojekte zur Verfügung stellen. Antragsfrist ist der 22. Mai 2012.

Die Forschungsprojekte sollen zur Verbesserung der ländlichen Entwicklung in Entwicklungsländern, zunächst vor allem im Afrika südlich der Sahara, beitragen. Dies soll durch die Förderung von nachhaltigen und Klima neutralen Agrarsystemen erreicht werden. Folgende Aktivitäten sind für eine Förderung vorgesehen:

  • Partizipatorische Forschung in ländlichen Regionen aufbauend auf Bedarf, Ressourcen und Nachfrage von Kleinbauern in Ländern des Südens. Ziel der Forschung ist die Implementierung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Intensivierung der Landwirtschaft und deren Einbettung in Wertschöpfungsketten.
  • Aktionsforschung zur Umsetzung von klimaresistenter Intensivierung oder Verbesserung von Wertschöpfungsketten der Landwirtschaft unter Berücksichtigung der lokalen und regionalen Bedingungen.
  • Meta-Analysen, die vorhandene Datensätze aus vergleichbaren Anbausystemen nutzen, um effektive Lösungen zu entwickeln
  • Stärkung vorhandener Forschungskapazitäten
  • Stärkung von Wissensmanagement zur Verbesserung von Informationsverbreitung und Einführung von Lösungsansätzen aus der Forschung („research into use“).
  • Netzwerk- und Koordinationsaktivitäten zur Integration von existie-renden sowie neuen Forschungsprogrammen, -netzwerken, -organisationen und -vorhaben.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://era-ard.org/
Q
uelle: http://idw-online.de/de/news467287

Einbindung von zivilgesellschaftlichen Organisationen in den Forschungsprozess – Call for Papers der Society for Social Studies of Science

Die Copenhagen Buisness School veranstaltet zusammen mit der European Association for the Study of Science and Technology (EASST) vom 17.-20.10.2012 das jährliche Meeting der Society for Social Studies of Science.

Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler_innen, sowie Vertreter_innen von Industrie, Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Zentales Thema der Konferenz ist die stärkere Einbindung dieser Organisationen in Forschungsprozesse. Zu diesem Zweck wurde das CONSIDER Projekt gegründet, an dessen Themenschwerpunkten sich die Konferenz orientiert. CONSIDER untersucht die speziellen Aspekte der Partizipation der zivilgesellschaftlichen Organisationen an Forschung. Das Projekt sucht nach Modellen und Richtlinien, welche die Teilnahmemöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Organisationen an der Forschung verbessern.

Im Rahmen der Konferenz wird um die Zusendung von Papers gebeten, die die Partizipationsmöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Organisationen an der Forschung thematisieren oder die Dynamiken und Wechselbeziehungen zwischen Wissenschaft, Technik und Gesellschaft analysieren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://4sonline.org/meeting

Die Einreichung der Papers wird bis zum 18.März 2012 erbeten.

Informationen zur Veranstaltungen finden sie auf folgender Homepage: http://www.4sonline.org/meeting
sowie http://www.easst.net/

Promotionsförderung der Heinrich-Böll-Stiftung – Forschung für und über die „Große Transformation“

Die aktuelle Einrichtung des Forschungsschwerpunkts Transformationsforschung im Rahmen der Promotionsförderung steht im Kontext des Programmschwerpunkts der Heinrich-Böll-Stiftung zur Großen Transformation. Das Themen-Cluster greift eine zentrale Forderung des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen (WBGU) zur „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ (WBGU 2011) zur Umsetzung des „Green New Deal“ auf: Mit dem Themenschwerpunkt leistet die Heinrich-Böll-Stiftung einen wichtigen Beitrag zum Aufbau des neuen Forschungsfelds der Transformationsforschung.

Die Arbeiten sollten „robustes Wissen“ zu Transformationsprozessen entwickeln und insbesondere auch Perspektiven auf sektorale Transformationsstrategien eröffnen. Wichtig ist dabei die Anschlussfähigkeit sowohl an das Wissenschaftssystem als auch an Akteure außerhalb der Wissenschaft.

Es wird angestrebt, einen Unterstützerkreis von Wissenschaftler_innen für den Förderschwerpunkt aufzubauen. Zudem werden ab 2013 Veranstaltungen zum fachlichen Austausch und zur gegenseitigen Vernetzung im Rahmen des ideellen Begleitprogramms des Studienwerks und in Kooperation mit den Fachabteilungen der Stiftung stattfinden. Es ist zudem geplant, das Begleitprogramm in Zusammenarbeit mit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Transformationsforschung weiter zu entwickeln, darunter folgende Institute: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (d.i.e.), das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH.


Weitere Informationen zu den Stipendien gibt es hier.

Bewerbungsfristen: 1. März und 1. September 2012

Stellenausschreibung für Nachhaltige Wissenschaft im Baden- Württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat sich zum Ziel gesetzt,
den Beitrag der Wissenschaft für die nachhaltige Entwicklung zu verstärken. Mit einer 
eigenen Förderlinie für Nachhaltige Entwicklung setzt die Regierung auf eine innovative
und zukunftsfähige Wissenschaftspolitik.
Für die Entwicklung und Umsetzung der Strategie Wissenschaft für Nachhaltigkeit
wird daher eine Person mit Hochschulabschluss, die über Erfahrungen und Kenntnis-
se in der Wissenschaftspolitik und im Themenfeld Nachhaltige Entwicklung verfügt gesucht.
Von Vorteil sind Erfahrungen in der Konzeption und Durchführung von Programmen.

Zur Stellenausschreibung geht es hier.
Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 03.02.2012 eingereicht werden.

Stellenausschreibungen der School of Sustainability der Arizona State University

Die Arizona State University schreibt bis zu drei Professorenstellen (zum Teil als Juniorprofessur) im Rahmen eines innovativen und interdisziplinären Studienprogramms für Nachhaltigkeit aus. Die School of Sustainability ist Teil des Global Institute of Sustainability und bearbeitet mit ihren transdisziplinären Lehr- und Forschungsaktivitäten ein weites Spektrum globaler Herausforderungen (Energie, Materialflüsse, Technologie, Wasser, internationale Entwicklungen, Ökosysteme, soziale Transformationen, Ernährung und Politik).

Es werden WissenschaftlerInnen mit folgendem Profil gesucht:

1. vorrangige Forschungs- und Lehrerfahrung im Bereich Nachhaltiger Entwicklung, 
2. methodologische Expertise in Fragen der Erfassung und Bewertung, Entscheidung und Planung, sowie  Intervention und Evaluation von Prozessen nachhaltiger Entwicklung,
3. Erfahrung in der Beteiligung von Akteuren aus der Gesellschaft in Forschungs- und Problemlösungsprozessen,
4. großes Interesse an innovativen Lehrmethoden (Problem- und Projektorientiertes Lernen, transformatives Lernen, kooperatives Lernen).

Die Ausschreibung findet sich unter: https://academicjobsonline.org/ajo/jobs/1331

Bewerbungen können, trotz angegebenem Bewerbungsschluss für die erste Runde, auch weiterhin eingereicht werden.

Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität der Universität Hamburg schreibt Postdoc-Stipendien für das Kolleg „Sustainable Future“ aus

Das Kompetenzzentrum „Nachhaltige Universität“ der Universität Hamburg schreibt noch bis zum 31.12.2011 die nächste Runde von Post-Doc-Fellowships aus. Die Stipendien sind auf maximal 2 Jahre mit 2200,- Euro + Sachkostenzuschuss dotiert. Bewerben können sich herausragend qualifizierte Postdoktorandinnen und -doktoranden sowohl von der Universität Hamburg als auch von anderen Universitäten im In- und Ausland. Voraussetzung ist, dass das betreffende Vorhaben das Thema der „Nachhaltigkeit“ entweder in
thematisch-inhaltlicher, reflexiv-wissenschaftskritischer, didaktischer und/oder institutioneller Perspektive aufgreift. Weitere Informationen zur Ausschreibung finden sich unter http://www.nachhaltige.uni-hamburg.de/de/Foerderung/Fellowships.html.

Nachhaltigkeitspreis für Abschlussarbeiten an der Universität Tübingen

Zum kommenden Wintersemester wird erstmalig der Nachhaltigkeitspreis für Abschlussarbeiten von der Universität Tübingen vergeben. Das Konzept dieses Preises wurde von dem seit einem Jahr bestehenden Beirat für Nachhaltige Entwicklung entwickelt, auf Initiative von und in Zusammenarbeit mit der StudierendenInitiative Greening the University e.V. Tübingen.

Mit dem Nachhaltigkeitspreis für Abschlussarbeiten sollen jährlich jeweils bis zu drei Bachelor- und Masterarbeiten (bzw. äquivalente akademische Leistungen wie z.B. Zulassungsarbeiten, Diplomarbeiten etc.) prämiert werden. Bis zum 1. September diesen Jahres können sich alle Studierenden und Alumni der Universität Tübingen für den Preis bewerben, die ihre Abschlussarbeit in den vergangenen beiden akademischen Jahren verfasst haben. Die Preise sind mit 300€ für Bachelorarbeiten und 500€ für Masterarbeiten dotiert und werden jedes Jahr im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung vergeben.

Mit der Vergabe des Nachhaltigkeitspreises möchte die Universität erreichen, dass Themen der Nachhaltigen Entwicklung vermehrt in Forschungsprojekten aufgegriffen werden. Hierbei richtet sich die Herausforderung einer Nachhaltigen Entwicklung – also der Frage, wie sich unsere Gesellschaft ökologisch, ökonomisch sowie sozial-kulturell global- und generationengerecht weiterentwickeln kann – explizit an alle Fachbereiche! Mit der Ausschreibung des Nachhaltigkeitspreises möchte die Universität also sowohl Anreize für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema der Nachhaltigen Entwicklung schaffen als auch bestehende gute Lehre und Forschung an der Universität Tübingen sowie deren Relevanz für die Gesellschaft sichtbar machen.

Die Verleihung des Preises wird am 11.11.2011 im Rahmen des Nachhaltigkeitstages der Hochschulregion Tübingen-Hohenheim in einer Vorabendveranstaltung stattfinden; Prof. Dr. Klaus Töpfer wird dabei die erste Sustainability Lecture der Universität Tübingen halten.

Wie oben bereits angemerkt können sich (leider) nur Studierende und Alumni bewerben, welche ihre Abschlussarbeiten an der Universität Tübingen abgefasst haben. Als Initiatoren dieses Preises hoffen wir natürlich darauf, dass weitere Hochschulen über Tübingen hinaus diesem Beispiel folgen werden, um verstärkt Anreize zur Erforschung von Themen der Nachhaltigen Entwicklung zu schaffen.

Den vollständigen Auschreibungstext sowie alle Bewerbungskriterien für den Nachhaltigkeitspreises für Abschlussarbeiten finden sich unter http://www.uni-tuebingen.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/Uni_Tuebingen/Fakultaeten/WiSo/Wiwi/Uploads/Karriere/Stipendien/Aushang_Nachhaltigkeitspreis_2011.pdf&t=1312629062&hash=f483d2acd8d254dfc3a9c2995e1b40bdf589f158

Call for applications für neue Regional Centres of Expertise on Education for Sustainable Development (RCEs)

Die United Nations University hat den diesjährigen Call for Applications für Regional Centres of Expertise on Education for Sustainable Development (RCEs) ausgesendet. Das 2005 im Rahmen der UN Dekade BNE initiierte RCE Netzwerk umfasst heute bereits 85 RCEs in Asien, N & S Amerika, Afrika, Europa und Australien. RCEs stellen auf lokaler/regionaler Ebene ein Netzwerk aus Hochschulen, formalen & non-formalen Bildungseinrichtungen, NGOs, GOs und Unternehmen dar. In diesem Netzwerk werden neue Nachhaltigkeitsinitiativen initiiert sowie werden international Forschungskooperationen zur gegenseitigen Unterstützung eingeleitet.
Im D-sprachigen Raum gibt es bereits in den folgenden Regionen RCEs:
Deutschland: München, Nürnberg, Hamburg, Vechta,
Österreich: Graz-Styria, Vienna
Niederlande: Rhine Meuse (Länderübergreifend B/NL/D)

Nähere Informationen zum Einreichverfahren finden sie unter: www.ias.unu.edu/efsd und auch ich stehe gerne für Fragen zur Verfügung.

Bei Interesse sollte dieses bereits bis zum 11. April an das Global RCE Service Centre (siehe Link) bekannt gegeben werden. Danach bekommt man vom Service Centre sowie auch von bereits bestehenden RCEs Unterstützung im Aufbau und der Entwicklung der Application.

Französische Förderagentur legt Programm „Innovative Gesellschaften“ auf

Die französische Förderagentur (Agence Nationale de la Recherche) hat ein umfassendes Förderprogramm „Innovative Gesellschaften“ aufgelegt. Das Programm folgt einem erfrischend weiten Innovationsverständnis und fühlt sich einem umfassenden interdisziplinären Ansatz verpflichtet. Einige Hintergrundinformationen zur Agentur finden sich hier.

„Sustainable Consumption – Towards Action and Impact“ – wissenschaftliche Beiträge erbeten

Kommenden Herbst findet vom 6.-8. November in Hamburg, der European green Capital 2011, eine internationale Wissenschaftskonferenz zur Thematik: „Nachhaltiger Konsum – Wege in die Praxis“ statt. Die Konferenz geht auf das inter- und transdisziplinären BMBF-Forschungsprogramm „From Knowledge to Action – New Paths towards Sustainable Consumption“ als Teil der Initiative Sozial-ökologische Forschung (SÖF) zurück.

Der Fokus der Konferenz ist auf das Konsumentenverhalten, dessen kulturelle wie soziale Einbettung und die Einflüsse institutioneller, ökonomischer, physischer und politischer Rahmenbedingungen gerichtet. Ziel der Konferenz ist den akademischen Diskurs um die Ansätze und Bemühungen um einen Nachhaltigen Konsum zu fördern.

Bis zum 10. Mai können Beiträge eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Themen und formalen Anforderungen finden Sie hier.