Veranstaltungsbericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Insgesamt 150 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ am 27.09. in Stuttgart. Nach einem Grußwort der Ministerin, Theresia Bauer, wurden im ersten Teil der Veranstaltung die Empfehlungen der „Expertengruppe Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ von Prof. Dr. Armin Grunwald vorgestellt. Mit dem Fokus auf die Empfehlung der Etablierung von Reallaboren war sowohl der Rahmen für die ganze Veranstaltung gesetzt, als auch ein wichtiger Schwerpunkt für die kommende Ausschreibung des MWK zur Förderung der Nachhaltigen Wissenschaft in Baden-Württemberg präzisiert. Anhand einer Reihe von internationalen, nationalen und landesweiten Beispielen wurde gezeigt, wie eine Konkretisierung von Reallaboren sowohl innerhalb einer Hochschule, als auch in einem Verbund mit lokalen Partnern aussehen kann. 

Herbert Dreiseitl
 (Atelier Dreiseitl Rambøll Gruppe) verdeutlichte zunächst anhand der Renaturalisierung des Kallang River im Bishan-Ang Mo Kio Park in Singapur wie ein umfassendes Infrastrukturprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung erfolgreich umgesetzt werden kann. Dr. Michael Stauffacher vom Institut für Umweltentscheidungen (IED) an der ETH Zürich machte in seinem Vortrag über transdisziplinäre schweizerische Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Energiestrategien deutlich, dass für diese kontinuierliche Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb der Hochschule das Vertrauen der beteiligten Akteure ein wichtiges Gelingenskriterium ist – zusätzlich zu den Qualitätskriterien der Forschung insgesamt.

Die anschließende Podiumsdiskussion fand unter Beteiligung der beiden Redner, sowie Prof. Dr. Rainer Grieshammer (Geschäftsführer des Öko -Institut Freiburg), Prof. Dr. Wolfgang Marquardt (Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrates) und Julia Wittmayer
(Projektleiterin am Dutch Research Institute for Transitions (DRIFT) der Erasmus University Rotterdam statt und zeigte einmal mehr das dynamische Spannungsverhältnis von traditionell disziplinär organisierter Wissenschaft und der Wissenschaft mit einem transdisziplinären und transformativem Anspruch auf. Insbesondere von Prof. Marquardt wurde betont, dass zur erfolgreichen Etablierung der Nachhaltigkeitswissenschaft der eigene „Kern der Forschung“ herausgearbeitet werden müsse. Letztlich wurde von allen Podiumsdiskutanten bestätigt, dass für individuelle Lebensläufe und Karrieren im klassischen Wissenschaftssystem Inter- und Transdisziplinarität zumindest keinen beschleunigenden Effekt habe. Dies macht einmal mehr die Notwendigkeit des Aufbaus institutioneller und komplementärer Strukturen durch die Wissenschaftspolitik deutlich, damit ausreichend Anreize für WissenschaftlerInnen zur Arbeit am und im Reallabor geschaffen werden.

„Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ – Veranstaltungsprogramm online

Am 27. September 2013 findet in Stuttgart die öffentliche Veranstaltung „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ mit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, und dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Wolfgang Marquardt, statt. Der Veranstalter, das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat nun das Programm veröffentlicht.

„Die Landesregierung möchte Projekte fördern, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen vor Ort bearbeiten. Damit greift sie die Idee der Reallabore auf, die von der Expertengruppe formuliert wurde. Die Veranstaltung bietet ein Forum für Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft, die Empfehlungen der Expertengruppe zu diskutieren und weiter zu konkretisieren. Diese sollen dabei anhand nationaler und internationaler Beispiele von Reallaboren verdeutlicht werden.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Anmeldung bis zum 13. September 2013 unter nachhaltigkeit(at)mwk.bwl.de oder Fax: 0711/279-3210.
Das Programm kann hier heruntergeladen werden:
Programm_MWK_130927

„Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung: „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“ werden am 27. September die Empfehlungen der Expertenkomminission „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ in Baden-Würrtemberg diskutiert. Die Veranstaltung findet von 13 bis 18Uhr an der Hochschule für Technik Stuttgart statt.

„Wissenschaft ist ein Problemlöser. Doch die Lösungen für viele große Fragen wie den Klimaschutz, die Energiewende oder den demografischen Wandel kann Wissenschaft heute nur zusammen mit anderen Akteuren entwickeln. Die Landesregierung Baden-Württemberg möchte daher Projekte fördern, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen vor Ort bearbeiten.

Die Landesregierung greift damit die Idee der „Reallabore“ auf, die die Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ in Baden-Württemberg im Juni 2013 in ihren Empfehlungen entwickelt hat. Die Veranstaltung stellt nationale und internationale Beispiele solcher Reallabore vor. Mit Akteuren aus Wissenschaft und Gesellschaft sollen die Empfehlungen der Expertengruppe diskutiert und weiter konkretisiert werden.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Video zum baden-württembergischen Bericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ online

Inhaltliche Eckpunkte des Berichtes „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ Baden-Württemberg

Am 13.06.2013 empfing die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, im Rahmen einer Pressekonferenz die Empfehlungen zur „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ durch den Vorsitzenden der Expertenkomission, Prof. Dr. Uwe Schneidewind. In einem kurzen Videostatement geht Uwe Schneidewind auf wichtige Inhalte des Berichtes ein und erläutert die Relevanz nachhaltiger Entwicklung für das baden-württembergische Wissenschaftssystem.

Veröffentlichung des Baden-Württembergischen Expertensberichts zu Nachhaltiger Wissenschaft

UweSchneidewind_Theresia BauerFoto: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Kommissionsvorsitzender Prof. Dr. Uwe Schneidewind
(Quelle: MWK)
Am 13.06. empfing die Baden-Württembergische Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, im Rahmen einer Pressekonferenz die Empfehlungen zur „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ durch den Vorsitzenden der Expertenkomission, Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Die siebenköpfige Expertenkommission hatte seit Frühjahr 2012 beraten, wie das Baden-Württembergische Wissenschaftssystem den großen gesellschaftlichen Herausforderungen in geeigneter Weise begegnen kann. Der Abschlussbericht der Kommission bündelt die Ergebnisse der Analyse und stellt zentrale Empfehlungen vor. Die Wissenschaftsministerin kündigte im Rahmen des Empfangs der Empfehlungen die zweite Ausschreibungsrunde einer Förderlinie über 5 Millionen Euro für Nachhaltigkeitsprojekte an Baden-Württembergischen Hochschulen an. 3 Millionen Euro wurden bereits im Rahmen einer ersten Ausschreibungsrunde vergeben.

Die Empfehlungen können Sie hier herunterladen.