Call for Papers: GAIA-Ausgabe Forschung zu den Sustainable Development Goals (SDGs)

Die GAIA  – Ecological Perspectives for Science and Society lädt bis zum 21. Mai 2018 zur Einreichung von Abstracts für ihre nächste Thematic Issue zum Thema „Forschung für Sustainable Development Goals (SDGs)“ ein.

Vor dem Hintergrund der Verabschiedung durch die General Assembly der Vereinten Nationen in 2015, stellen die SDGs erstmalig eine globale Agenda der geteilten Wertdimensionen und Zielwissen für nachhaltige Entwicklung dar. Dabei bringt der gesetzte Zeitrahmen bis 2030 eine hohe Dringlichkeit mit sich, die sich innerhalb unserer Wissensgesellschaft insbesondere auch an Wissenschaft und Forschung richtet. So ist insbesondere Transformationswissen gefragt, dass den multidimensionalen und gesellschaftlichen Kontext nachhaltiger Entwicklung mit einbezieht.

In der Ausgabe möchte GAIA daher die SDGs aus einer breiten Auswahl von Forschungsvorhaben beleuchten, die einen Fokus auf die Erreichung der Sustainable Development Goals legen. Dies soll das gegenseitige Lernen und den Diskurs um eine Erneuerung von Wissenschaft und Forschung für nachhaltige Entwicklung fördern.

Unterschiedliche Formate sind vorgesehen, darunter insbesondere Forum Contributions und Research articles unter anderem zu folgenden Themen:

  • Reflexion der institutionellen und methodischen Herausforderungen für Forschung und Wissenschaftssystem und die Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft sowie Wissenschaft und Politik.
  • Reflexion und der Rolle von Wissenschaft und Forschung in der Bewerbung der SDGs und dem Schließen von Wissenslücken in Bezug auf die SDGs und ihre Zusammenhänge untereinander.
  • Erfahrungen aus konkreten Forschungsvorhaben, die auf Erreichung eines oder mehrerer SDGs ausgerichtet sind.
  • Erkenntnisse oder Empirische Ergebnisse zu Trade-offs und Co-benefits der SDGs generell oder in konkreten Kontexten, sowie Ergebnisse wie Zielkonflikte reduziert bzw. ein Zusammenwirken verstärkt werden könnte.

Die Ausgabe wird peer-reviewed und unter Open Acess-Lizenz veröffentlicht. Es fallen keine Publikationsgebühren an. Die Publikationssprache ist englisch. Weitere Hinweise zur Publikation finden Sie in den Submission Guidelines.
Englischsprachige Extended Abstracts (500-1000 Wörter) können noch bis zum 21. Mai per Mail an urs.wiesmann@cde.unibe.ch und gaia@oekom.de eingereicht werden. Die Ausgabe soll dann im Frühjahr 2019 erscheinen.

Alle weiteren Informationen zu Themenschwerpunkten und Zeitplan sowie den gesamten Ausschreibungstext für die Ausgabe finden Sie hier.

The World as a Lab – GAIA special issue on experimental formats for transdisciplinary sustainability research

A detailed and deep insight in the work and effects of real-world laboratories is given in the latest GAIA special issue with the title „Labs in the Real World“. Questions on transdisciplinarity and different dimensions of learning are addressed, as well as the transformative potential of real-world laboratories as research concept regarding empirical and theoretical aspects of the sustainability studies.

How can processes of societal transformation in the direction of a sustainable development be understood and enhanced using experimental methods? To explain this, scientists work together with local stakeholders from business, politics, administration and civil society on specific social ecological changes. Since 2015, the Ministry for Science, Research and Art of the state Baden-Württemberg is funding the work of the 14 real-world laboratories, out of which many experiences are incorporated in this special issue. The aim is to establish so called „learning spaces“, in which the social attitude, questions and needs of all participants and stakeholders can be addressed. With the wishes and the insider knowledge of these local people effective and accepted solutions for transformation processes, from urban redevelopment of a neighbourhood to sustainable mobility systems, can be found.

The articles are written in English and were compiled by the scientists of the accompanying research team for the real-world laboratories in Baden-Württemberg, consisting of the Institute for Social-Ecological Research (ISOE), the Leuphana University Lüneburg and the Wuppertal Institute. In addition to concrete application references on site, the conditions of success of real-world laboratories are described, as well as their scientific and methodological potential as a whole.  Editor for GAIA, Ortwin Renn, summarizes it as follows:

Real-world labs are a viable and promising concept for realizing the vision of transdisciplinary research.

All contributions of the special issue are open access and can be found on Ingenta.

Die Welt als Labor – GAIA-Sonderheft über experimentelle Formate der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung

Einen detailierten und tiefen Einblick in die Arbeits- und Wirkungsweise von Reallaboren gibt die aktuelle Ausgabe der GAIA in Form eines kompakten und umfassenden Sonderheftes unter dem Titel „Labs in the Real World“. Beleuchtet werden Fragen, nach Transdisziplinarität und verschiedenen Dimensionen des Lernens sowie nach dem transformativen Potential der Reallabore als Forschungskonzept für die Vielfalt an Empirie und Theorie in den Nachhaltigkeitswissenschaften.

Wie können gesellschaftliche Transformationsprozesse in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung auf experimentelle Weise besser verstanden und beschleunigt werden? Um das zu klären, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft jeweils vor Ort an konkreten sozial-ökologischen Veränderungen. Seit 2015 fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Arbeit der 14 Reallabor-Projekte, deren Erfahrungen in die Sonderausgabe eingeflossen sind. Es sollen sogenannte „Lernräume“ etabliert werden, in denen gezielt auf die Haltungen, Fragestellungen und Bedürfnisse aller Beteiligten eingegangen werden kann. So können mit den Wünschen und dem Insider-Wissen der Menschen vor Ort wirkungsvollere und akzeptierte Lösungen für Transformationsprozesse, von der Stadtteilsanierung bis zum nachhaltigen Mobilitätssystem, gefunden werden.

Die englischsprachigen Artikel wurden zusammengestellt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Begleitforschungsteams der baden-württembergischen Reallabore, bestehend aus dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), der Leuphana Universität Lüneburg und dem Wuppertal Institut. Neben konkreten Anwendungsbezügen vor Ort werden auch die Erfolgsbedingungen von Reallaboren beschrieben oder das wissenschaftliche und methodische Potential von Reallaboren insgesamt.
Redakteur der GAIA, Ortwin Renn, fasst es folgendermaßen zusammen:

Reallabore sind ein praktikables und vielversprechendes Konzept zur Umsetzung der Vision einer transdisziplinären Forschung„.

Alle Beiträge des Sonderhefts sind Open-Access und auf Ingenta zu finden.

Internationales Mentor*innenprogramm für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das ESD Expert Net bietet ab Oktober 2018 ein von Engagement Global  gefördertes internationales Mentor*innenprogramm für Bildung für nachhaltige Entwicklung an, welches sich an junge Berufstätige und Hochschulabsolvent*innen aus Deutschland, Indien, Mexiko und Südafrika richtet, die im BNE-Bereich tätig sind oder tätig sein möchten.

Kern des Programms ist neben der fachlichen Weiterbildung vor allem die Begleitung durch nationale und internationale Mentoren bei der Verwirklichung eigener Praxisideen im Themenfeld von BNE. Neben einem Online-Trainingsprogramm findet vom 11.-18. November ein Treffen aller Mentees in Bonn zum Thema „Leadership through Sustainability“ statt, auf dem die Teilnehmer*innen ihre Mentor*innen kennenlernen und Kontakte knüpfen können. Bis zum Mai 2018 finden dann weitere Gespräche und Workshops statt.

Interessierte können sich noch bis zum 20.08.2017 für das Programm bewerben. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung sowie zum Programm finden Sie hier.

„The Future of Sustainable Food Business“ Sommeruniversität im August 2016 in Emmendingen

Vom 31. Juli bis zum 14. August 2016 findet die zweite Sommeruniversität
„The Future of Sustainable Food Business“ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie in Kooperation mit dem College of the Atlantic in Emmendingen (nähe Freiburg im Breisgau) statt.

Die Sommeruniversität richtet sich an (angehende) Abiturienten und Bachelor-Studierende, die in Gruppen selbstgewählte Projekte bei Unternehmen aus der Region durchführen und dabei von erfahrenden Lehrenden angeleitet werden. Dabei werden relevante Inhalte, theoretische Konzepte und Forschungsmethoden in einem Reallabor, erarbeitet, um das Wissen in einer transdisziplinären, praxisorientierten Gruppenarbeit und der offenen Atmosphäre einer Charrette (einer öffentlichen Projektwerkstatt) anzuwenden, die den Partnerbetrieben und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die direkte Beteiligung an den Studienprozessen ermöglicht.

Inhaltlich steht die Diskussion um unser heutiges Ernährungssystem, seiner nachhaltigen Entwicklung und möglicher innovativer Konzepte eines Wandels hin zu einer grünen Ernährungswirtschaft im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30. April 2016.

Hochschultag Transformative Wissenschaft am 17.11. an der Bergischen Universität Wuppertal

Der AStA der Bergischen Universität Wuppertal organisiert am 17.11.15 den öko-sozialen Hochschultag „Transformative Wissenschaft“. Die Studierenden stellen mit dieser Veranstaltung die Frage, wie die Hochschule der Zukunft aussehen kann. Welche Art von Lehre und Forschung soll es an den Hochschulen geben, damit sie einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der „großen Transformation“ leisten können. Wie kann sich Wissenschaft in Anbetracht von Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft neu aufstellen?

Auf der Veranstaltung soll die transformative Wissenschaft als Form der Wissenschaft vorgestellt werden, die Ihre Forschungsfragen aus den gesellschaftlichen Herausforderungen ableitet, transdisziplinär und partizipativ arbeitet, außeruniversitäre Akteure miteinbezieht und Veränderungen so selber mit anstößt. Von Reallaborforschung bis hin zu einer Lehre in gesellschaftlichen Verantwortung (Service Learning) soll an dem Hochschultag gezeigt werden, wie eine transformative Wissenschaft in der Praxis ganz konkret aussehen kann. Die daraus entstandenen Ideen sollen anschließend mit dem Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und weiteren Gästen diskutiert werden. Ein offener Ausklang mit Fingerfood und Getränken bietet Raum zum diskutieren und kennenlernen.

Die Veranstaltung findet ganztägig auf der AStA-Ebene statt und ist öffentlich. Für die beiden Workshops „Transformative Lehre“ und „Transformative Forschung“ wird um Anmeldung an oekologie(at)asta.uni-wuppertal.de gebeten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.asta-wuppertal.de/hochschultag

Der Tag findet in Kooperation mit TransZent und der Initiative ökosoziale Hochschultage statt, und wird von der Stadtsparkasse Wuppertal und der Barmenia gesponsert.

Studentische „konferenz n – Hochschule weiter denken“ und Ausschreibung zum Wandercoaching für studentische Nachhaltigkeitsinitiativen

Am 22.01.2016 findet die „konferenz n – Hochschule weiter denken“ des Netzwerks studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen (netzwerk n) – gefolgt vom Vernetzungstreffen am 23. und 24. 01. – in Berlin statt. Zum Start des Weltaktionsprogrammes legen die Studierenden dieses Jahr den Schwerpunkt auf das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Dazu möchten sie eine offene, wertschätzende Atmosphäre schaffen, echten Perspektivwechsel wagen, Interdisziplinarität erlebbar machen und gemeinsam positiv-gestaltend in die Zukunft blicken. Eingeladen sind alle Akteure, die sich für eine nachhaltige Hochschullandschaft engagieren. Alle weiteren Infos dazu finden sich hier.
Weiterhin bietet das netzwerk n studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen eine kostenlose mehrmonatige Begleitung durch zwei sogenannte Wandercoaches an, um sich rund um das Thema nachhaltige Hochschule inhaltlich, methodisch und strategisch weiterbilden und coachen zu lassen. Die Coaches sind ausgebildet und motiviert, die erste Runde an Coachings ist gestartet. Alle interessierten Gruppen und Initiativen (studentisch und gemixt) können sich jetzt bis zum 22.11.15 bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen dazu finden sich hier.

Campus und Community – Zertifikatskurs Intersektorales Management

Die Akademie des Netzwerks „Bildung durch Verantwortung“ und die Agentur Mehrwert bieten gemeinsam einen Zertifikatskurs „Campus und Community“ an. Der Kurs richtet sich an GestalterInnen aus Hochschule und Zivilgesellschaft, die Prozesse und Kooperationen zur Gesellschaftsorientierung von Wissenschaft an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft managen.
„Intersektorale Kooperationen sind anspruchsvoll und scheitern oft an ungeklärten Erwartungen und unterschiedlichen „Sprachen“. Genau für diese Herausforderung wurde der Zertifikatskurs Campus und Community – CuC entwickelt. Für Gestalterinnen und Gestalter aus Hochschule und Zivilgesellschaft. Das Besondere ist die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmenden und der Referenten. CuC arbeitet mit innovativen Methoden wie Design Thinking, Muster impliziten Wissens und leitet permanent zu einem Perspektivenwechsel an. Im Zentrum von CuC steht ein eigenes Projekt, das zertifiziert wird.“ (Ausschreibung Zertifikatskurs)
Die 4 Module des Kurses sind über ein Jahr angelegt und starten im September 2015. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. Nähere Informationen zum Kurs erhalten Sie hier.

Call for Papers für die Herbsttagung des Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung in Frankfurt am Main

Am 25./26. November 2015 findet unter dem Motto „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ die Herbsttagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung statt, die sich mit der Initierung von Service Learning befasst. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fordern Hochschulen und Zivilgesellschaft zu einer aktiven und intersektoralen Zusammenarbeit heraus. Service Learning, Community Based Research und ähnliche Formate stellen mögliche Instrumente dar, diese Zusammenarbeit beidseitig lösungsorientiert und nutzbringend zu gestalten. Bei der diesjährigen Herbsttagung des Hochschulnetzwerks soll der Fokus auf die Frage gelegt werden, wie Partnerschaften zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft erfolgreich initiiert werden, damit diese dauerhaft und für beide Seiten gewinnbringend verlaufen.

„Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft“ Tagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung am 23./24. April in Berlin

Das „Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung“ ist ein seit 2009 bestehender Zusammenschluss von mittlerweile über 30 Hochschulen, die das zivilgesellschaftliche Engagement von Studierenden, Lehrenden und anderen Hochschulangehörigen stärken möchten. Ziel ist es, die Qualität der akademischen Lehre sowie des wechselseitigen Wissenstransfers zwischen Hochschule und Gesellschaft zu verbessern und damit einen spezifischen Beitrag zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinander zu leisten. Im Frühjahr 2015 wird sich das Netzwerk als eingetragener Verein institutionalisieren. Gerahmt wird die Gründungsfeier von einer Fachtagung zum Thema „Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft“ am 23./24. April 2015 in Berlin. Mit ihr soll auf Bundesebene der Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft angeregt werden. Welche Erwartungen haben beide aneinander? Wie wollen sie Kooperationen aufbauen? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Der erste Tag der Tagung reflektiert diese Fragen auf (hochschul-)politischer Ebene. Am zweiten Tag werden die Ergebnisse des von fünf Hochschulen durchgeführten Verbundprojekts „Potenzialförderung für Lernen durch Engagement und gesellschaftliche Verantwortung an Hochschulen“ vorgestellt, das seit 2012 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.

Die Tagung richtet sich an Hochschulleitungen und -mitarbeitende sowie an Vertreter_innen und Interessierte politischer und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie will Impulse geben zum aktiven Austausch zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft und die Zusammenarbeit zu konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen im Hinblick auf Bildung, Politik, Wirtschaft, Sozialem, Kultur und Umwelt anregen. Eine ausführliche Einladung zur Tagung können Sie hier herunterladen.