Memorandum zur LehrerInnenbildung für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht

Das Netzwerk LeNa – LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung hat ein Memorandum „LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung – von Modellprojekten und Initiativen zu neuen Strukturen“ veröffentlicht. Das Netzwerk arbeitet seit 2013 unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Stoltenberg (Leuphana Universität Lüneburg) und hat sich zum Ziel gesetzt durch den Austausch von Erfahrungen und Konzepten, sowie durch die Beteiligung am bildungspolitischen Diskurs Bildung für eine nachhaltige Entwicklung strukturell in der LehrerInnenbildung zu verankern. Inzwischen gehören dem Netzwerk 24 Hochschulen/ Universitäten und vier Institutionen der LehrerInnenbildung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. In dem Memorandum werden Forderungen für eine Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der LehrerInnenbildung aufgestellt und konkrete Empfehlungen zur Umsetzung abgegeben. Das Memorandum bettet sich in den internationalen Diskurs um eine Weiterführung der Aktivitäten im Rahmen der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. In dem kommenden Weltaktionsprogramm wird die Stärkung der „Educators“ eine von fünf strategischen Prioritäten sein.

Das Memorandum finden Sie hier.

Nachhaltigkeit im Service-Learning – Tagung des Hochschulnetzwerks „Bildung durch Verantwortung“ am 03./04.April in Kiel

Am 3./4. April 2014 findet an der Universität Kiel die Tagung „Nachhaltigkeit im Service Learning“ statt. Sie wird organisiert vom Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung – einem Verbund an Hochschulen, die das Lehr-Lernformat Service Learning und damit das zivilgesellschaftliche Engagement aller Hochschulangehörigen stärken wollen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem BMFSFJ-Projekt „Potentialförderung von Service Learning an Hochschulen“ statt. Außerdem wurde sie von der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als Einzelprojekt anerkannt. Als Keynote-Speaker konnte Prof. Steve Mannell von der University of Dalhousie in Canada, gewonnen werden, an dessen Hochschule das Thema Sustainability im Service Learning eine tragende Rolle spielt. Die Präsentation zahlreicher Praxisbeispiele wird genauso Raum finden wie die gemeinsame Kleingruppenarbeit an der Frage, wann und wie Service Learning nachhaltig ist.
Anmeldungen zur Tagung sind noch bis zum 24.03. möglich.

Das Programm zur Tagung können Sie hier herunterladen:
http://www.netzwerk-bdv.de/download/tagungsprogramm_kiel.pdf

Studie zu Service Learning an Hochschulen in Deutschland erschienen

Zunehmend mehr Hochschulen und gemeinnützige Organisationen entwickeln gemeinsame Lehr- und Forschungsprojekte nach der Methode des Service Learning. Während Service Learning als ein „Lernen durch Verantwortung“ seit einigen Jahren eine rasante Verbreitung in Schulen gefunden hat, arbeiten nun auch zunehmend mehr Hochschulen daran diese gesellschaftliche verantwortliche Lehre im eigenen Lehrveranstaltungsangebot zu verankern. Die Sozialforscher Holger Backhaus-Maul und Christiane Roth von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben nun eine erste empirische Untersuchung über die Entwicklung von Service Learning in Deutschland vorgelegt. „Service Learning an Hochschulen in Deutschland. Ein erster empirischer Beitrag zur Vermessung eines jungen Phänomens“. Das Ergebnis zeigt, dass bereits ca. 15 Prozent aller Hochschulen (56 Hochschulen) in Deutschland Service Learning anbieten, vorwiegend in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in den Wirtschaftswissenschaften.
Die Studie kann hier bestellt werden.

Fortbildung zu Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung am 13.06. in Aachen

Die Initiative „We4Future und das Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung“ veranstalten am 13.06. den Auftakt zu einer MultiplikatorInnenfortbildung an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen „Bildung für nachhaltige Entwicklung im internationalen Kontext“. Die Fortbildung richtet sich explizit an Lehrende der Erziehungs- und Sozialwissenschaft, sowie Vertreter hochschulischer Fortbildungseinrichtungen.

Diese Fortbildung unterstützt einen Bildungsansatz, der den ökologischen, ökomischen und sozialen Herausforderungen des 21. gerecht wird. Das Konzept wurde unter Beteiligung internationaler und regionaler Fachkräfte im Bereich der BNE entwickelt und beinhaltet: Grundlagen des Konzeptes nachhaltiger Entwicklung, das Konzept der BNE, Lehrmethoden der BNE, internationale und lokale Praxisbeispiele sowie Module zur Entwicklung von BNE-Lehrveranstaltung.

Veranstaltungs-Eckdaten:

Donnerstag, den 13. Juni 2013, 15.00 – 18.00 Uhr

Präsentation am Institut für Politische Wissenschaft RWTH Aachen University Mies-van-der-Rohe-Straße 10, Raum B EG 1.04, 52074 Aachen
Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen: Programm_Flyer_BNE Konzeptpräsentation

Zukunftsstrategie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015+ veröffentlicht

Das deutsche Nationalkomitee der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat einen Entwurf zur Zukunftsstrategie BNE 2015+ veröffentlicht und stellt ihn der interessierten Fachcommunity zur Diskussion. Bis zum 14.09. können Kommentare an die Verfasser aus der Zukunftskommission gesandt werden.

Der Bericht ist in die einzelnen Bildungsbereiche unterteilt. Für den Bereich der Hochschulen heißt es: „Durch das Memorandum „Hochschule und Nachhaltigkeit“, das die deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Anfang 2010 gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) verabschiedete (DUK/HRK 2010), haben die nachhaltigkeitsbezogenen Aktivitäten an Hochschulen Rückenwind bekommen. In dieser von der AG „Hochschule“ des Runden Tisches erarbeiteten Publikation werden Empfehlungen zur Orientierung universitärer Kernaufgaben wie Forschung und Wissenstransfer, Lehre und Studium an einer nachhaltigen Entwicklung gegeben. Im Juni 2012 hat die DUK ein weiteres Memorandum „Wissenschaft für Nachhaltigkeit. Der Durchbruch muss gelingen“ verabschiedet, in dem Wissenschaft und Forschung aufgefordert werden, stärker inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze in ihrer Arbeit zu berücksichtigen.“

In der Zukunftsstrategie werden einige allgemeine Tendenzen in den Hochschulen beschrieben, etwa die Regionalisierung in der Lehre im Kontext „praktischer Beispiele und des „Lernens vor Ort“, in Bezug auf die (angewandte) Forschung“ und die „Kooperation mit lokalen Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und Behörden“. Weiterhin werden Best-Practice für die Implementierung von BNE genannt, z.B. das Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Fachhochschulen des Landes Baden-Württemberg oder das zunehmend vernetzte Engagement der Studierenden.

Nicht zuletzt werden in der Zukunftsstrategie zentrale Ziele für eine qualitative und quantiative Weiterentwicklung der BNE in Hochschulen aufgezählt:

  • Ausbau der Nachhaltigkeitswissenschaften
  • Vermittlung von BNE-relevanten Kompetenzen in Lehre und Studium
  • Reformation der Lehrerbildung
  • Implementierung der Prinzipien der Nachhaltigkeit in allen betrieblichen Organisations- und Tätigkeitsbereichen
  • nationaler Nachhaltigkeits-Indikatorenbericht für den Hochschulbereich

Den Entwurf zur Zukunftsstrategie sowie die Fragebögen zur Kommentierung finden Sie hier.

Ein Aufruf an die Hochschulen zur Einbeziehung von Nachhaltigkeit in die Curricula

Die Principles for Responsible Management Education (PRME) und das UN Global Compact Office rufen im Zusammenhang mit der UN Konferenz für Nachhaltige Entwicklung (Rio+20) weltweit Führungskräfte akademischer Institutionen auf eine Deklaration zur Bekenntnis nachhaltiger Praxis in Wissenschafts-Institutionen zu unterzeichnen. Die Deklaration fordert von Hochschulen ein stärkeres Engagement in den folgenden fünf Bereichen:

  • Konzepte der Nachhaltigen Entwicklung lehren,
  • Forschung zu Themen Nachhaltiger Entwicklung ermutigen,
  • Nachhaltigkeitsmanagement auf den Campi anstoßen,
  • Nachhaltige Initiativen in der Kommune unterstützen und
  • internationale Rahmenabkommen teilen.

Die Initiative steht in Verbindung mit dem 3ten Global Forum for Responsible Management Education und dem Rio+20 Corporate Sustainability Forum sowie einer Partnerschaft von UN Organisationen, die mit universitären Netzwerken kooperieren. Die HEI Deklaration ist ein öffentliches Bekenntnis zu des Aktivitäten, zu denen sich Bildungsinstitutionen im Rahmen ihrer Teilnahme an den PRME und dem Global Compact bekannten.

Weitere Informationen über die Principles for Responsible Management Education (PRME) erhalten sie unter:

www.unprme.org/global-forum/index.php
www.unprme.org/the-6-principles/index.php

Fachhochschulen in Baden Württemberg für Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Anläßlich des Regierungswechsels in Baden Württemberg haben die 21 staatlichen Fachhochschulen des Landes Baden-Württemberg ihr Angebot, eine „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszubauen, bekräftigt. Die Initiative ist als Netzwerk konzipiert, das an jeder Hochschule einen Knoten in Gestalt eines Senatsbeauftragten für Nachhaltige Entwicklung und mittlerweile ca. 180 Kolleginnen und Kollegen umfasst. Bei der Gründung des „HNE-Netzwerks“ am 28. Oktober 2005 in Ulm wurde das Referat für Technik- und Wissenschaftsethik (rtwe) als geschäftsführendes Institut und Prof. Dr. Michael Wörz als Sprecher des Netzwerks gewählt.

Das gesamte Projekt wurde erstmals im April 2006 und zuletzt im Februar 2010 von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014“ ausgezeichnet. Unter http://www.rtwe.de/hne findet sich ein aktueller Stand der Initiative.

Call for applications für neue Regional Centres of Expertise on Education for Sustainable Development (RCEs)

Die United Nations University hat den diesjährigen Call for Applications für Regional Centres of Expertise on Education for Sustainable Development (RCEs) ausgesendet. Das 2005 im Rahmen der UN Dekade BNE initiierte RCE Netzwerk umfasst heute bereits 85 RCEs in Asien, N & S Amerika, Afrika, Europa und Australien. RCEs stellen auf lokaler/regionaler Ebene ein Netzwerk aus Hochschulen, formalen & non-formalen Bildungseinrichtungen, NGOs, GOs und Unternehmen dar. In diesem Netzwerk werden neue Nachhaltigkeitsinitiativen initiiert sowie werden international Forschungskooperationen zur gegenseitigen Unterstützung eingeleitet.
Im D-sprachigen Raum gibt es bereits in den folgenden Regionen RCEs:
Deutschland: München, Nürnberg, Hamburg, Vechta,
Österreich: Graz-Styria, Vienna
Niederlande: Rhine Meuse (Länderübergreifend B/NL/D)

Nähere Informationen zum Einreichverfahren finden sie unter: www.ias.unu.edu/efsd und auch ich stehe gerne für Fragen zur Verfügung.

Bei Interesse sollte dieses bereits bis zum 11. April an das Global RCE Service Centre (siehe Link) bekannt gegeben werden. Danach bekommt man vom Service Centre sowie auch von bereits bestehenden RCEs Unterstützung im Aufbau und der Entwicklung der Application.

Internationaler Kongress „Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten und verankern“

Der internationale Kongress von 4.-6. Juli in Laufen soll in erster Linie zeigen, welche Erfolge in der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) bereits zu verzeichnen sind und was wir von Anderen lernen können. Konzepte und Erfahrungen sollen diskutiert, nationale und regionale Besonderheiten sowie Best-Practice-Beispiele vorgestellt werden. Der Kongress ist hierfür der erste internationale Austausch über Erfahrungen und Perspektiven und bietet einen fokussierten Blick auf die systematische Verankerung von BNE in den deutschsprachigen Ländern. Vortragende und Beispiele werden aus allen drei deutschsprachigen Ländern präsentiert.
Hier finden sie weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung zu Tagung: Link zu Kongress

„Hochschule und Nachhaltigkeit – Eine kritische Bestandsaufnahme“ – zu einem Beitrag von Maik Adomßent auf dem Treffen der AG Hochschule am 03.03.11 in Essen

Mit Blick auf vielversprechende Bekenntnisse und Initiativen zu einer nachhaltigen Entwicklung (NE) in den vergangenen Jahren stellt berechtigterweise die Frage: Was hat sich getan im deutschen Hochschulwesen?

Maik Adomßent, Mitglied im Institut für Umweltkommunikation an der Leuphana-Universität in Lüneburg, unterzog den Komplex „Hochschule und Nachhaltigkeit“ kritisch einer Bilanz.
Ausgangspunkt stellte eine mittlerweile fünf Jahre alte Bestandsaufnahme dar. Für damals galt festzuhalten, dass sich nur sehr vereinzelt in der Bildungslandschaft innovative Beispiele in Forschung und Lehre finden ließen. Nach der Unesco-Weltkonferenz „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vom Frühjahr 2009 und einer gemeinsamen Erklärung „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ von der deutschen Unesco-Kommission und der Hochschulrektorenkonferenz bleibt zu fragen, wo diese Impulse Niederschlag im hiesigen Hochschulsystem gefunden haben.

Maik Adomßent stellte erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor und leitete über in eine strategische Diskussion über, die sich Problemen und weiterem Vorgehen im Forcieren einer nachhaltigen Entwicklung (NE) im Hochschulsektor widmete.

Postulierte Leitbilder klingen zwar beim ersten Hören nach viel, aber gilt es Hochschulen hinsichtlich einer NE zu bewerten, sollte man den Blick auf das Wirken in der Praxis lenken. Die Fachhochschule Eberswalde stellt ein gutes Beispiel dar, wie Wort und Tat in Einklang gebracht werden können. Sie benannte sich zur „Hochschule für nachhaltige Entwicklung“ um und übertrug dieses Prinzip auch konsequent auf das eigene Handeln. Tagungen in Berlin und Bremen im vergangenen Jahr zeugen davon, dass das Interesse an nachhaltiger Entwicklung im Hochschulsektor längst kein Nischendasein mehr führt. Auch Studierende werden verstärkt aktiv: so stellte ein Gruppe studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen auf der Berliner Tagung im Dezember einen Forderungskatalog vor. Die Bewerbung der Universität Hamburg bei der Exzellenzinitiative mit dem Zukunftskonzept einer „Nachhaltigen Universität“, die wiederaufgenommenen Aktivitäten der COPERNICUS-Alliance sowie die zunehmende Resonanz des Webblogs „Nachhaltige Wissenschaft“ zeugen von dem Schwung, der in den vergangenen Jahren in die Debatte gekommen ist.
Konstatieren lässt sich, dass die Entwicklungen im Bereich der Lehre durchaus mit vorsichtigem Optimismus zu beobachten sind. Nachdem die Lehre hier in kleinen Schritte vorangeht, verbleibt jedoch die Frage: Wo spiegelt sich dieser Trend in der Forschung wieder? Nur sehr vereinzelt finden sich hier Ansätze.
Die Leuphana Universität in Lüneburg gilt wohl als prominentestes Beispiel für hochschulische Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit. Weitere Beispiele nachhaltiger Forschung finden sich eher im außeruniversitären Sektor, wie beispielsweise am Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies.

Als roter Faden durch diese Debatten zieht sich die Frage, welche Rolle der Politik beim Fördern einer NE im Hochschulbereich spielen kann und wie die Akteure selbst politisch Einfluss nehmen können. Forderungskataloge großer Verbände stellen ein effizientes Mittel dar, um der Lobby der Nachhaltigen Wissenschaft den Rücken zu stärken. Akzente zu setzen, ist jedoch auch über Forschungsanträge, die ein entsprechendes Thema forcieren, möglich.
Zwar mag auch der HRK politischer Einfluss attestiert werden, allerdings schien das Postulat „Hochschulen und Nachhaltigkeit“, in dem ein eindeutiges Bekenntnis zur Nachhaltigen Entwicklung zu erkennen war, im universitären Alltag kaum tiefgreifende Spuren zu hinterlassen; geschweige denn, dass es in der politischen Debatte Beachtung fand. Dies mag auch daran liegen, dass in Politik und Verwaltung oft ein eher abstraktes Bild von Qualität in der Forschung vorhanden ist. Was NE an Hochschulen in der Praxis zu bedeuten hat, ist für viele ein unbestimmter Begriff. Die Tatsache, dass Nachhaltigkeit nach wie vor als separate Zusatzqualifikation betrachtet wird, wirkt dem nicht entgegen. Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung könne nicht in verpflichtenden Zusatzvorlesungen für alle liegen, sondern müsse integraler Bestandteil eines jeden Studienganges werden. Forderungen nach einer jeweiligen Wissenschaftsethik stellen einen ersten Schritt dar. Auch in technischen Fächer ist eine selbstkritische Reflexion wichtiger denn je.

Das Aus in der Exzellenzinitiative kann für viele Universitäten auch Anstoß zur grundlegenden Neukonzeption darstellen. Universitäten, die aus dem Rennen sind, müssen ihre Rolle neu definieren. Eine Profilierung im Bereich der Nachhaltigkeit bietet eine gute Chance.

Abschließend lässt sich festhalten, dass für das Etablieren von NE nach wie vor eine Vielzahl der Akteure in der Pflicht ist. Es gilt, politisch Druck zu machen über Forderungskataloge. Auch die anstehenden Landtagswahlen sowie darauf folgenden Koalitionsverhandlungen stellen eine gute Bühne dar, um den Fuß in die Tür zu setzen. Hoffnung bleibt auch hinsichtlich kleiner und mittlerer Hochschulen, die ohne die Möglichkeit auf den Titel eine Eliteuni neue Profilierungsmöglichkeiten suchen.
Fakt ist, dass Qualifizierungsangebot im Bereich der Nachhaltigkeit nur eine vorübergehende Lösung sind. Ziel sollte es sein, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit als unumgängliche, integrale Komponenten in jedem Studiengang zu verankern.