Hochschultag Transformative Wissenschaft am 17.11. an der Bergischen Universität Wuppertal

Der AStA der Bergischen Universität Wuppertal organisiert am 17.11.15 den öko-sozialen Hochschultag „Transformative Wissenschaft“. Die Studierenden stellen mit dieser Veranstaltung die Frage, wie die Hochschule der Zukunft aussehen kann. Welche Art von Lehre und Forschung soll es an den Hochschulen geben, damit sie einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der „großen Transformation“ leisten können. Wie kann sich Wissenschaft in Anbetracht von Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft neu aufstellen?

Auf der Veranstaltung soll die transformative Wissenschaft als Form der Wissenschaft vorgestellt werden, die Ihre Forschungsfragen aus den gesellschaftlichen Herausforderungen ableitet, transdisziplinär und partizipativ arbeitet, außeruniversitäre Akteure miteinbezieht und Veränderungen so selber mit anstößt. Von Reallaborforschung bis hin zu einer Lehre in gesellschaftlichen Verantwortung (Service Learning) soll an dem Hochschultag gezeigt werden, wie eine transformative Wissenschaft in der Praxis ganz konkret aussehen kann. Die daraus entstandenen Ideen sollen anschließend mit dem Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und weiteren Gästen diskutiert werden. Ein offener Ausklang mit Fingerfood und Getränken bietet Raum zum diskutieren und kennenlernen.

Die Veranstaltung findet ganztägig auf der AStA-Ebene statt und ist öffentlich. Für die beiden Workshops „Transformative Lehre“ und „Transformative Forschung“ wird um Anmeldung an oekologie(at)asta.uni-wuppertal.de gebeten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.asta-wuppertal.de/hochschultag

Der Tag findet in Kooperation mit TransZent und der Initiative ökosoziale Hochschultage statt, und wird von der Stadtsparkasse Wuppertal und der Barmenia gesponsert.

Transdisziplinäre Forschung – Quo vadis?

Für eine nachhaltige Wissenschaft spielt der Ansatz der „Transdisziplinarität“ eine zentrale methodische Rolle. Transdisziplinäre Forschung nimmt ihren Ausgangspunkt von gesellschaftlichen Problemen, bearbeitet sie disziplinenübergreifend und bezieht betroffene Akteure ein. Ergebnis ist ein „sozial robustes Wissen“ über Ziele, Systemzusammenhänge und insbesondere Transformationsprozesse. Im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung sind solche gesellschaftlichen Transformations-herausforderungen von zentraler Bedeutung. Vom Umbau des Energiesystems über neue Mobilitätsstrukturen bis zur Neugestaltung urbaner Räume reichen die Gegenstände der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung.

Trotz der Bedeutung transdisziplinärer Forschung steht sie im Wissenschaftssystem erst am Anfang:

  • Es fehlen noch etablierte Qualitätskriterien und -sicherungsmechanismen für transdisziplinäre Forschung.
  • In den bestehenden disziplinären Scientific Communities gibt es wenig Anerkennung für transdisziplinäre Forschung.
  • Bei DFG-Begutachtungen -sowohl für Einzelanträge als auch für Forschergruppen, Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereiche fallen transdisziplinäre Anträge daher häufig durch die (diszplinären) Raster.
  • Bei den Ergebnissen der Exzellenzinitiative sah es ähnlich aus.
    Referierte Journals mit einer explizit transdisziplinären Ausrichtung existieren erst in geringer Zahl.

Im Schwerpunktthema des Monats Oktobers stehen daher Beiträge zur Zukunft der transdisziplinären Forschung in Deutschland im Zentrum des Weblogs. U.a. folgende Fragen sollen diskutiert werden:

1. Was sind „Best Practices“ transdisziplinärer Forschung in Deutschland? Wo haben wir Projekte, die die Ideen einer transdisziplinären Forschung in idealtypischer Weise umgesetzt haben und als Vorbild für andere dienen können?

2. Aktuell gibt es viele Forschungsförderinitiativen, die einen umfassenden Transformationsanspruch haben. Dazu gehören z.B. das Klimzug-Programm des BMBF (zur Entwicklung regionaler Klimaanpassungsstrategien), die Großprojekte zum Ausbau der Elektromobilität in Deutschland oder die neu entstehenden Knowledge Innovation Clusters (KICs) auf EU-Ebene. Trotz ihres inhärent transdisziplinären Charakters spielen transdisziplinäre Methoden in diesen Verbünden bisher keine wirkliche Rolle. Was kann getan werden, um diese Großforschungsverbünde zu Orten auch aktiver transdisziplinärer Methodenentwicklung und -anwendung zu machen?

3. Was sind die aktuell besten Orte und Umfelder für eine transdisziplinäre Forschung in Deutschland? An welchen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Forschungemeinschaften wird transdisziplinäre Forschung heute schon praktiziert und aktiv gefördert?

4. Wie messe und bewerte ich hochwertige transdiszipinäre Forschungsarbeit? Wo steht die Kriteriendebatte und Qualtitätssicherung? An welchen Publikationen und Beispielen läßt sich die Einhaltung entsprechender Kriterien besonders gut beobachten und erlernen?

Hinter jeder dieser Fragen steht ein kurzer Einleitungsbeitrag (Klicken Sie auf die rot hinterlegte Schrift). Sie sind herzlich eingeladen, diese Beiträge zu kommentieren und zu ergänzen. Auf diese Weise soll ein virtueller Kompass zur transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland unterstützt werden.

Bewertung hochwertiger transdisziplinärer Forschungsarbeit

Wie messe und bewerte ich hochwertige transdiszipinäre Forschungsarbeit? Wo steht die Kriteriendebatte und Qualtitätssicherung? An welchen Publikationen und Beispielen läßt sich die Einhaltung entsprechender Kriterien besonders gut beobachten und erlernen?

Nennen Sie uns unter „Kommentar schreiben“ Beispiele und Publikationen, die für Sie im Hinblick auf die Kriterien von transdisziplinärer Forschung von zentraler Bedeutung sind!

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Aktuell beste Orte und Umfelder für eine transdisziplinäre Forschung

Was sind die aktuell besten Orte und Umfelder für eine transdisziplinäre Forschung in Deutschland? An welchen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Forschungsgemeinschaften wird transdisziplinäre Forschung heute schon praktiziert und aktiv gefördert?

Nennen Sie unter „Kommentar schreiben“ Beispiele oder stellen Sie die Ansätze aus Ihrer eigenen Institution vor.

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Bestehende Grossforschungsvorhaben transdisziplinärer machen

Aktuell gibt es viele Forschungsförderinitiativen, die einen umfassenden Transformationsanspruch haben. Dazu gehören z.B. das Klimzug-Programm des BMBF (zur Entwicklung regionaler Klimaanpassungsstrategien), die Großprojekte zum Ausbau der Elektromobilität in Deutschland oder die neu entstehenden Knowledge Innovation Clusters (KICs) auf EU-Ebene. Trotz ihres inhärent transdisziplinären Charakters spielen transdisziplinäre Methoden in diesen Verbünden bisher keine wirkliche Rolle. Was kann getan werden, um diese Großforschungsverbünde zu Orten auch aktiver transdisziplinärer Methodenentwicklung und -anwendung zu machen? Wir freuen uns auf Kommentare zu unserer Einschätzung und Vorschlägen zu einer Verknüpfung dieser Großvorhaben mit Ansätzen transdisziplinärer Forschung.

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Best Practices transdisziplinärer Forschung in Deutschland

Was sind die besten Beispiele und Projekte transdisziplinärer Forschung in Deutschland? Auch wenn inzwischen eine Reihe von Fallbeispielen transdisziplinärer Forschung dokumentiert und analysiert sind, gibt es bisher wenig Austausch über beispielgebende Projekte. Geben Sie unter „Kommentare schreiben“ einen Hinweis auf ein aus ihrer Sicht vorbildliches, interessantes oder lehrreiches transdisziplinäres Projekt, von dem andere lernen können!

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