Ist ein Umsteuern im Wissenschaftssystem überhaupt möglich?

Ein Umsteuern des Wissenschaftssystems ist auf der Ebene einzelner Organisationen, Bundesländer oder des gesamten Bundes möglich. Die Studie Transformative Wissenschaft skizziert erfolgreiche und mögliche Steuerungsimpulse auf allen Ebenen und beschreibt die Pioniere und Motoren dieser Veränderung.

„Die zweite Auflage des Buches schließt mit einem Fazit nach vier Jahren „Aktionsforschung“ und „teilnehmender Beobachtung“ im Wissenschaftssystem als einem der vermutlich besonders veränderungsresistenten Subsysteme unserer Gesellschaft. Die Erfahrungen der letzten Jahre und die überraschend intensive Aufnahme von einzelnen Impulsen hat zu einigen interessanten Einblicken über Veränderungsmöglichkeiten des Wissenschaftssystems geführt (…) Umsteuern im Wissenschaftssystem ist möglich – aber es wird ein langer Weg. Die Herausforderungen, vor denen moderne Gesellschaften stehen, machen es lohnenswert, diesen Weg auch in den kommenden Jahren weiter zu gehen“ (S. 374ff.).

Ein ausführliches Fazit zu den Potentialen und Grenzen eines Umsteuerns im Wissenschaftssystem findet sich im Buch auf den Seiten 374-376.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

Die Transition-Forschung – geeigneter Rahmen um Veränderungen im Wissenschaftssystem zu analysieren?

Im Rahmen der Transition-Forschung werden in den vergangenen Jahren zunehmend sektoriale Veränderungsprozesse, ihre Akteure und Wirkmechanismen untersucht. Die Studie Transformative Wissenschaft überträgt die Erklärungsmuster der Transition-Forschung auf das deutsche Wissenschaftssystem und leitet daraus Handlungsempfehlungen zur Neuausrichtung ab.

„Der Bezugsrahmen der Transition-Forschung und insbesondere die Logik der Mehr-Ebenen-Perspektive scheinen besonders geeignet, um Veränderungen im deutschen Wissenschaftssystem besser zu verstehen. In Deutschland gibt es keine einfache lineare Steuerungslogik des Wissenschaftssystems. Durch die grundgesetzlich geschützte Wissenschafts- und Hochschulautono- mie sind politischer Lenkung deutliche Grenzen gesetzt. Nationale Politik kann durch die föderalen Strukturen den Bundesländern nur bedingt Vorgaben machen. Daher wirken Steuerungsimpulse im deutschen Wissenschaftssystem nur multilokal und im Zusammenspiel miteinander. Genau diesem Wechselspiel trägt die Steuerungslogik der Transition-Forschung in besonderer Weise Rechnung.“ (S. 300)

Eine weitergehende Analyse der Möglichkeiten der Umsteuerung innerhalb des deutschen Wissenschaftssystems nach der Logik der Transition Forschung findet sich im Buch auf den Seiten 298-301.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.