Leuphana Energie-Forum am 17.09.2014 an der Universität Lüneburg

Unter dem Titel „Vernetzt. Regionale Lösungen für die Energiewende“ öffnet das Leuphana Energieforum am 17. September 2014 zum dritten Mal seine Pforten. Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer, die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer sowie der Leiter der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen Lothar Nolte haben ihre Teilnahme zugesagt. Basierend auf aktuellen Entwicklungen und neuen Forschungsergebnissen werden Lösungsvorschläge zur nachhaltigen Umgestaltung des Energiesystems aufgezeigt. Dazu sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf den Campus Scharnhorststraße der Leuphana Universität Lüneburg eingeladen. Das Programm bietet insbesondere regionalen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung.
Informationen zum Programm und zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Call for Abstracts zur Konferenz „Education for Sustainability in Higher Education – Achievements and Prospects“

Am 8. Januar 2015 findet an der Plymouth University, England, die Konferenz „Education for Sustainability in Higher Education – Achievements and Prospects“ statt. Sie wird vom „Centre for Sustainable Futures“ und „PedRIO“ organisiert. Die Konferenz wird eine Rückschau auf 10 Jahre „Higher Education for Sustainable Development“ in Großbritannien geben und vor allem die Ebenen von innovativer und kreativer Lehre für Nachhaltigkeit in den Blick nehmen. „This conference will bring together, showcase, and celebrate achievements in sustainability-related teaching and learning, Continuing Professional Development (CPD), pedagogic research, resource development, hybrid learning space design, and whole institutional change.“ (Konferenz-Ankündigung)
Abstracts zu wissenschaftlichen Beiträgen im Umfang von maximal  500 Wörtern können bis zum 12.09. eingereicht werden, zu folgenden Themen:

  • ESD Pedagogy: Criticality, Creativity and Collaboration
  • Innovative Learning Spaces for sustainability education 
  • Towards the Sustainable University 
Mehr Informationen zur Konferenz und zum Einreich-Prozedere für Abstracts erhalten Sie hier.

Research for a Post-Carbon Future, 17.09.2014, Berlin

Das Ecologic Institute lädt ein zu der wissenschaftlichen Konferenz Research for a Post-Carbon Future am 17.09.2014 in Berlin. Die EU hat die Reduktion von CO2 als wesentliches Ziel für die europäischen Gesellschaften formuliert. Manche Staaten haben in diesem Bereich bereits einige Fortschritte gemacht. Dennoch gibt es viele technologische, politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und verhaltensbezogene Hürden um solch eine umfassende Transformation zu erreichen. Auf der Konferenz soll mit ExpertInnen aus Politik und Wissenschaft diskutiert werden, wie die Energie-Transformation gelingen kann, welche Treiber und Hürden es gibt und wie der Fortschritt in diesem Prozess gemessen werden kann.
Die Konferenzsprache ist englisch. Eine Anmeldung zur Konferenz kann hier vorgenommen werden.
Fragen können an diesen Adresse gesandt werden: post-carbonconference@ecologic-events.eu.

Save the Date: „konferenz n – Hochschule weiter denken“ am 10.10. in Bochum

Wie können Bildung und Forschung für eine nachhaltige Entwicklung gestaltet werden und welche Rolle spielen Studierende dabei? Dieser Frage möchte das netzwerk n im Rahmen der „konferenz n – Hochschule weiter denken“ am 10.10. in Bochum gemeinsam mit allen Interessierten diskutieren. Im Rahmen einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre sollen Akteure, die sich für eine nachhaltige Hochschullandschaft engagieren, in einen gemeinsamen Austausch kommen und positiv-gestaltend in die Zukunft blicken.

„Durch diese Konferenz möchten wir dazu beitragen, sowohl die Motivation für die eigene Arbeit in den jeweiligen lokalen Initiativen und Projekten zu stärken als auch Inspiration für neue Projekte und Kooperationspartner_innen liefern. Insbesondere möchten wir aufzeigen, wie bereits heute Studierende den Wandel von unten initiieren und mitgestalten und darauf aufbauend Wege aufzeigen, wie dieser Wandel zukünftig weiter forciert werden kann.

Das im Anschluss an die Konferenz stattfindende Netzwerktreffen (11. – 12. Oktober 2014) bietet allen Interessierten, insbesondere Studierenden und Promovierenden, die Möglichkeit, gemeinsam an der Konzeption neuer und der Umsetzung bestehender Projekte des netzwerk n arbeiten und dabei die Impulse der konferenz n – Hochschule neu denken direkt einzubinden.“ (Ankündigungstext)

Mehr Informationen können hier eingesehen werden. Eine Anmeldung ist unter diesem Link möglich.

11. BMBF Forum für Nachhaltigkeit am 23./24.09. in Berlin

Vom 23. bis 24. September findet im Ludwig Erhard Haus Berlin das 11. Forum für Nachhaltigkeit des BMBF statt. Im Fokus der Konferenz steht die Präsentation und Diskussion zum Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³), welches 2015 veröffentlicht wird. Vor einem Jahr auf dem 10. FONA-Forum 2013 in Leipzig wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft zum Auftakt des Agendaprozesses FONA³ über die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen für die Nachhaltigkeitsforschung diskutiert.

In diesem Jahr lädt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Präsentation der Struktur und Hauptmerkmale und einer gemeinsamen Diskussion zur Umsetzung des FONA³-Programms ein.

Ziel der Konferenz ist es, im Dialog inhaltliche Synergien aufzuzeigen, neue Formen der zukünftigen Zusammenarbeit und Mitwirkung zu diskutieren und die Umsetzung des neuen Rahmenprogramms voranzubringen.

Das Programm zum Forum Nachhaltigkeit finden Sie hier.
Eine Anmeldung ist hier möglich.

Veranstaltungsbericht „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“

Matthias Wanner

Wissenschaftlicher Assistent der Geschäftsleitung

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Diskussionsbeiträge
zur Transformativen Wissenschaft

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Am 10. und 11.07.2014 veranstaltete das Institut für urbane Entwicklungen in Kassel zusammen mit der NaWis-Runde ein Symposium zum Thema „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“. Im Zentrum der Diskussionen standen damit nicht nur der hochaktuelle Raum der Stadt (sowie der Region), sondern auch ein, die Nachhaltigkeitsdiskussion seit mehreren Jahren stark begleitendes Konzept, nämlich die (große) Transformation, sowie zwei aktuell stark diskutierte Begriffe: Resilienz und Reallabore.

 
Die einleitenden Beiträge widmeten sich dementsprechend dem Brückenschlag von den bekannten großen Herausforderungen (Klimawandel, Ressourcenknappheiten, demografischer Wandel) zum Verständnis einer großen Transformation und den hiermit geforderten Veränderungen im wissenschaftlichen System (transformative Forschung/ Transformationsforschung (WBGU 2011), transformative Wissenschaft (Schneidewind/ Singer-Brodowski 2014)). Neben den vielfältigen methodischen und strukturellen Veränderungen im Wissenschaftssystem könnten Reallabore eine innovative und integrative Form guter transdisziplinärer Forschung sein, die robustes, reflektiertes und anwendungsorientiertes Wissen und Erfahrungen erzeugt. Reallabore und auch Resilienz sind also Modi und Konzepte des Zwischenraums zwischen einer wachstumsorientierten, nicht-nachhaltigen Ist-Transformation und einer erwünschten Soll-Transformation. Diese These wurde im Lauf der Tagung eingehend diskutiert, sowohl auf begrifflich-methodischer Ebene, als auch verstärkt unter dem praktisch-empirischen Blickwinkel konkreter Projekte vor Ort.
 
Unter anderem wurde das scheinbar neue Konzept der Reallabore verschiedentlich angebunden an teils jahrzehntealte wissenschaftliche Konzepte realer Experimente mit hoher ökologischer Validität oder an die langjährige Praxis des BBSR, Modellvorhaben durchzuführen. Ebenso wurde einerseits die Ambivalenz des Begriffs (Labore als pragmatische Werkstätten oder als „aseptische“ Experimentalräume) und die Gefahr vor Missverständnissen (Beteiligte als unwissend Manipulierte oder Labore als unsaubere „soziale Experimente“) diskutiert, andererseits die Stärke eines attraktiven und pointierten Begriffs, der als Kristallationspunkt für Methoden- und Qualitätsdiskussionen im transdsiziplinären Kontext dient.
Über verschiedene Vorträge hinweg wurden die Konturen eines Reallabors deutlicher:
  • ein RL strebt Veränderungen in der „realen Welt“ (also zusätzlich zu akademischem Wissenszuwachs) an -> real-world impact UND scientific impact,
  • RL verankern sich in der transdisziplinären Forschung und versuchen deshalb, die mit Co-Design und Co-Produktion formulierten Ansprüche weitgehend einzulösen,
  • RL richten ihren Fokus verstärkt auf Transformationsprozesse und transformative Fähigkeiten der beteiligten Akteure,
  • RL sollten Beiträge zur Transformation zur Nachhaltigkeit sein, die deutlich über Projekte zur reinen Effizienzsteigerung hinausgehen

Öffentliche Anhörung zu den vorausgewählten Projekten im Rahmen des Niedersächsischen Förderprogramms „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“

Am 13./14.10.2014 findet in Schloss Herrenhausen die öffentliche Anhörung der vorausgewählten Projekte im Rahmen der niedersächsischen Förderstrategie „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ in Kooperation mit der VolkswagenStiftung statt. Zu der ersten Ausschreibungsrunde sind 66 Projekte mit durchschnittlich fünf Antragstellern aus fast allen niedersächsischen Hochschulen eingegangen. Die interdisziplinären Projektanträge zur Erforschung der großen Herausforderungen werden über den Sommer von einer Gutachterkommission sondiert und einige Projekte vorausgewählt. Mit der Präsentation im Herbst 2014 soll für die Endauswahl ein neues Format ausprobiert werden. Die Vorstellung der vorausgewählten Projekte findet in einer öffentlichen Veranstaltung statt, an der sich auch interessierte BürgerInnen beteiligen können. „Damit verfolgen wir das Ziel, mehr Transparenz und Dialog zwischen Gesellschaft und Wissenschaft herzustellen. Besonders bei der wissenschaftlichen Behandlung von drängenden gesellschaftlichen Fragen ist es mir wichtig, dass die Erwartungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mit einbezogen werden“, so die Wissenschaftsministerin Niedersachsens Gabriele Heinen-Kljajić in der Pressemitteilung zur Resonanz auf die Ausschreibung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung werden in Kürze veröffentlicht.

„Sustainable Science? Zur Nachhaltigkeit in der Wissenschaftsförderung“ – Jahrestagung des IFQ am 01./02.12. in Berlin

Das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) lädt sowohl Wissenschaftler als auch Förderer und Entscheider des Wissenschaftssystems zu seiner 7. Jahrestagung am 1. und 2. Dezember 2014 in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ein. Unter dem Titel „Sustainable Science?“ wird versucht, den Begriff der ‚Nachhaltigkeit‘ auf das Wissenschaftssystem und seine Förderbedingungen zu übertragen.
In der Tagungsbeschreibung heißt es, Wissenschaft soll „einerseits durch Forschung auf unterschiedlichen Gebieten (Klima-, Energie-, Geo-, Demografie-, Gesundheitsforschung usw.) selbst Technologien bereitstellen (…), die zugleich ökologisch sinnvoll, sozial verantwortlich und wirtschaftlich effizient sind. Andererseits soll sie auch über die Technologieentwicklung hinaus zur Vermittlung von Denk- und Handlungsmustern beitragen, die Nachhaltigkeit zum Ziel haben. Nachhaltigkeit kann daher selbst als ein wissenschaftliches Paradigma betrachtet werden.
Die Betrachtungsweise lässt sich aber auch umkehren, sodass die Frage nach der Nachhaltigkeit der Wissenschaft selbst im Brennpunkt steht. Ist das Wissenschaftssystem selbst ökologisch sinnvoll und sozioökonomisch effektiv und effizient? Kann es innerhalb bestimmter räumlicher Grenzen (z. B. Staaten), unter Berücksichtigung seiner allgemeinen Rahmenbedingungen (z. B. sektorale Aufteilungen, gesetzliche Grundlagen, Organisationstypen oder Fachkulturen) und nicht zuletzt gemessen an seiner Ausstattung (z. B. unterschiedliche Förderinstrumente oder personelle Rekrutierungschancen) als nachhaltig bezeichnet werden? Geht die Wissenschaft also alles in allem schonend mit ihren materiellen, aber auch personellen Ressourcen um? Ist sie langfristig organisiert? Berücksichtigt sie die Interessen künftiger Generationen? Und schließlich: Ist eine Wissenschaft, die in diesem Sinn nachhaltig wäre, überhaupt wünschenswert?
Das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) möchte im Rahmen seiner 7. Jahrestagung diesen interessanten Perspektivwechsel – von der Wissenschaft für Nachhaltigkeit zur Nachhaltigkeit von Wissenschaft – wagen.“

Das Programm der Tagung ist ab sofort online. Die Anmeldung ist hier möglich.

Impressionen der Tagung „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“

Mandy Singer-Brodowski Mandy Singer-Brodowski

Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt

Am 17. und 18. Juni 2014 veranstaltete die Stiftung Mercator in Berlin die Tagung „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“. Mit vielen hoch-karätigen und internationalen ReferentInnen und knapp 200 TeilnehmerInnen war die Tagung ein Ort des inspirierenden Austauschs. Der vorliegende Bericht bietet eine knappe und notwendigerweise reduzierte Zusammenfassung der komplexen und vielschichtigen Impulse und Diskussionen der Tagung aus Sicht der Autorin.
In seiner Begrüßungsredeerläuterte Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, den Hintergrund des Engagements der Stiftung und machte deutlich, dass mit den internationalen Tagungsgästen ein neues Niveau in die Diskussion gebracht wurde. Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Universität Bonn, zeigte in seinem kurzen Statement, aus der Perspektive eines Universitäts-Rektors auf, dass die Schnittstelle von Wissenschaft und Politik auch für eine einzelne Hochschule ein komplexes Phänomen im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz sei.
1. Analysing linkages between science and politics
Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, zeichnete in seinem Impulsvortrag als Ziel der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik eine Kartographie verschiedener politischer Pfade, die aufgrund wissenschaftlichen Wissens skizziert werden können. Am Beispiel des letzten IPPC, in dem er die Leitung einer Arbeitsgruppe verantwortete, verdeutlichte er warum die Arbeit in solch einem Gremium medial und politisch so sensibel ist. Besonders wichtig schien ihm daher eine Modellierung, Berechnung und Bewertung verschiedener Zukunftszenarien mit ihren jeweiligen Folgekosten und Implikationen (beispielsweise für die verschiedenen Annahmen über eine Erhöhung des Weltklimas von 2°, 3° und 5° Celsius). Dann können PolitikerInnen unter den Bedingungen unsicherer Wissensbestände mithilfe einer Karte unterschiedlicher wissenschaftlicher Expertise manövrieren.
Prof. Sir Peter Gluckmann, Chief Science Advisor des Neuseeländischen Ministerpräsidenten, erläuterte in seinem Vortrag die Rolle eines Chief Science Advisors als konkretes, angelsächsisch geprägtes Modell die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik zu gestalten. Als knowledge broker müssen die Science Adivors sehr genau zwischen wissenschaftlich produziertem Wissen und (politischen) Werten unterscheiden und Vertrauen zwischen Netzwerken der verschiedenen Stakeholder schaffen. In den vergangenen Jahren lässt sich nach Peter Gluckmann international die Tendenz beobachten, dass sich ein utilitaristischeres Verständnis von Wissenschaft im Sinne der Förderung nationaler Interessen und gesellschaftlich eingeforderter Forschung durchsetzt. Vor diesem Hintergrund sei es für die Glaubwürdigkeit des Wissenschaftssystems zentral, dass WissenschaftlerInnen sich nicht als Anwälte spezieller Positionen verkaufen.

Anmeldungen zur Sommerakademie „Spreading degrowth“ noch bis 15.06. möglich

Auch in diesem Jahr lädt die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) gemeinsam mit dem netzwerk n zu einer Sommerakademie nach Berlin ein. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre werden dieses Mal Strategien für die Verankerung neuer Konzepte (z.B. degrowth) in Wissenschaft und Lehre gesucht. Die Erfahrungen der Nachhaltigkeitsbewegung bieten dabei ein hervorragendes Fallbeispiel für die Gestaltungsmöglichkeiten von Studierendeninitiativen.

Eine anregende Mischung von Refrent_innen aus institutionalisierten Formen alternativer Wissenschaft (NaWis, Ecornet) und vielen nicht-institutionalisierten Formen (meist studentische Initiativen) ist angefragt. Die Sommerakademie wird von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet, welches viel Raum und Zeit bietet, mit Referent_innen und Teilnehmer_innen ins Gespräch zu kommen.

Zeitraum: 30. Juli bis 2. August 2014
Ort: Lobetal, bei Berlin.

Die Ergebnisse der Sommerakademie werden im September in die Diskussionen auf der internationalen Degrowth Konferenz in Leipzig einfließen.

Insgesamt sind 25 Plätze verfügbar. Die Organisator_Innen freuen sich besonders über Bewerber_innen, die eigene themenrelevante Arbeiten vorstellen möchten und haben die Anmeldefrist bis 15.06. verlängert.

Mehr Informationen und die Anmeldebögen finden Sie hier.
Fragen und Bewerbung können direkt an sommerakademie@voew.de geschickt werden.

„Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ – Tagung am 10./11.07. in Kassel

Vom 10.07. bis 11.07. findet an der Universität Kassel die Tagung „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ statt. Städte sind ein idealtypischer Raum für das Forschen in Reallaboren. In ihnen können Realexperimente zur Beförderung einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und wissenschaftlich begleitet werden. Die vielfältigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Projekte über den Stadtumbau hin zu resilienten Strukturen sollen in dem wissenschaftlichen Symposium zusammengeführt werden. Dabei wird zunächst bilanziert, wo die Forschung zur Resilienz und Transformation von Städten und Regionen steht, um dann über zukünftige Aufgaben und das systematische Implementieren von Reallaboren und ihrer Erforschung zu diskutieren. Es werden dabei auch konkrete Beispiele derartiger Labore einbezogen, die unter anderen durch die Impulse der ExpertInnen des Institut für urbane Entwicklungen der Universität Kassel und den kooperierenden NaWis-Institutionen vorgestellt werden.
Das vollständige Programm und mehr Informationen zur Tagung finden Sie hier.

„Universitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz?“ Vortrags- und Diskussionsabend an der Bergischen Universität Wuppertal

Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Nachhaltige Hochschule“ der Heinrich-Böll-Stiftung NRW fand am 13.05. ein Vortrags- und Diskussionsabend „Universitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz“ an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Dort wurden die Fragen beleuchtet, wie Universitäten in Forschung Lehre positiv auf die Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft einwirken können, ob sie dabei Unterstützung und Impulse von außen benötigen und wie die Arbeit von außeruniversitären Instituten mit den Hochschulen konkret aussieht.

Im ersten Teil hat Dr. Philip Schepelmann vom Wuppertal Institut für Umwelt, Klima und Energie die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der transformativen Forschung vorgestellt. Er erläuterte, wie aus ökologischen Problemanalysen technische und ökonomische Innovationen entwickelt werden können und wie durch Implementation und Wissenstransfer diese Innovationen zu größerem Nutzen für Umwelt und Mensch gebracht werden können. Bezogen auf die Thematik des Abends stellte er die These auf, dass Universitäten alleine kein praxisbezogenes Verständnis von Nachhaltigkeit entwickeln können und hierzu eine Kooperation mit externen Stellen notwendig ist.

Im zweiten Teil bereicherte Sonja Stracke von der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz (Neue Effizienz), wie zum einen Nachhaltigkeits- und Effizienzkonzepte innerhalb der Wirtschaft spürbare Vorteile erzeugen und sich eine Vereinbarkeit von ökologischen Notwendigkeiten mit ökonomischen Nutzen ergibt. Dabei sind vor allem Netzwerk- und Vermittlungsarbeit die Haupttätigkeit der Neuen Effizienz. Dies geschieht nicht nur zwischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren, sondern immer mehr auch für eine breitere Öffentlichkeit durch eine weit angelegte Bildungsarbeit. Insgesamt soll die Machbarkeit einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation im Rahmen ökologischer Grenzen deutlich gemacht werden. Die Möglichkeiten von Hochschulen wurden gerade in einer Kooperation mit außeruniversitären Instituten gesehen und betont. So können Universitäten über ihren direkten Einflussbereich hinaus Veränderungen bewirken.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem die wissenschaftliche Tätigkeit zwischen den Instituten und den Hochschulen näher besprochen. Auch die z.T. schwierigen Bedingungen, unter denen Forschung und Lehre stattfindet, wurden kontrovers diskutiert. Meist hielten sich die Beiträge zwischen skeptischer Betrachtung der Erfolgsaussichten und Begeisterung über die Chancen der transformativen Bildung und Forschung.

Buchpräsentation „Partizipation in der Wissenschaft“ am 19.06.2014

Am 19. Juni 2014 von 18:00 bis 21:00 Uhr lädt die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler ein zur Buchpräsentation „Partizipation in der Wissenschaft“ im Konferenzraum der Geschäftsstelle der VDW, Marienstr. 19/20 10117 Berlin

Die Autorin, Dr. Steffi Ober, beleuchtet das Verhältnis von Forschungspolitik und Zivilgesellschaft am Beispiel der Hightech-Strategie. Ihr Ansatz beschreibt nur einen Ausschnitt der Forschungspolitik, der jedoch große Summen und zentrale gesellschaftliche Themen bewegt. Große Herausforderungen wie Klimawandel, sich erschöpfende Ressourcen und die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung werfen neue Fragen an die Wissenschaft auf. Von ihr werden Antworten auf die Transformationen in der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft erwartet. Forschung soll die notwendigen Innovationen in Infrastruktur und Produktion voranbringen. Die Bundesregierung unterstützt Wissenschaft und Wirtschaft in der Gestaltung der Zukunft mit der Hightech-Strategie. Bislang wurde jedoch noch wenig untersucht, inwieweit diese Strategie mit der Gesellschaft verzahnt ist und ob sie im ausreichenden Maße dazu beiträgt, die globalen Zukunftsprobleme zu lösen. Die Untersuchung »Partizipation in der Wissenschaft« kommt hier zu einem kritischen Ergebnis.

Ein Blick auf die Strukturen in der Forschungspolitik schärft das Bewusstsein, wie man eine nachhaltige und transdisziplinäre Wissenschaft für die Lösung einer solch großen Herausforderung stärken kann. Die Zivilgesellschaft und ihre Akteure spielen in der Problemformulierung und -bearbeitung eine wesentliche Rolle. Wie dies besser gelingen kann, soll mit dieser Veranstaltung aus mehreren Perspektiven und mit unterschiedlichen ReferentInnen diskutiert werden.

Prof. Dr. Gesine Schwan lebt und verteidigt die Demokratie mit aller Kraft. Wissenschaft und Forschung müssen in ihrer Ausrichtung demokratisch mitbestimmt und kontrollierbar sein, da sie die Gesellschaft ganz wesentlich heute und in Zukunft prägen.

Prof. Dr. Dirk Messner bringt als Mitglied des WBGU und vor allem als Direktor des DIZ den Blick auf internationale Erfahrungen mit ein. Dort sind transdisziplinäre Wissenschaftsansätze schon wesentlich besser etabliert und strukturell verankert als in Deutschland.

Prof. Dr. Ulrich Bartosch ist Professor für Pädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und als solcher intensiv in die Diskussionen um Partizipation in der Wissenschaft eingebunden.

Im Anschluss an die Diskussion wird es einen kleinen Empfang geben. Bitte melden Sie sich möglichst zeitnah, mit Angabe des Veranstaltungstitels unter veranstaltungen@vdw-ev.de an.

Konferenz „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“ am 16./ 17. Juni

Was sind die neusten Entwicklungen im Verhältnis Wissenschaft und Politik? Wie stellt sich die Wissenschaft auf die veränderten Ansprüche und den sich wandelnden Bedarf der Politik ein? Und welche Rolle spielen Stiftungen, die sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik bewegen? Die internationale Konferenz „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“, die am 16. und 17. Juni 2014 im Humboldt-Carrée in Berlin stattfindet, soll helfen die Fragen zu beantworten.

Die Konferenz wird von der Stiftung Mercator, dem Forum Internationale Wissenschaft der Universität Bonn, der University of Sussex und dem Stanford Center on Philanthropy and Civil Society gemeinsam ausgerichtet. Fünf verschiedene Diskussionsrunden und vier Einführungsvorträge sollen dazu dienen, das Verhältnis von Wissenschaft und Politik systematisch zu untersuchen. Betrachtet werden soll unter anderem wie sich die Wissenschaft in Bezug auf ihre Auswahl- und Bewertungskriterien für Forschungsagenden, ihre Kommunikationsformen, die von ihr geleistete Beratung sowie ihre Institutionen und Funktionen verändert. Daneben wird auch die Rolle von Stiftungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik besondere Beachtung finden.

Informationen zur Anmeldung und das vollständige Programm können Sie hier einsehen.

Was darf die Klimaforschung? – Bericht zur Diskussion über gesellschaftliche Verantwortung der Forschung im WZB

Die internationale Klimaforschung befindet sich, wie andere Forschungsschwerpunkte der Nachhaltigkeitswissenschaften auch, in einer ständigen Debatte um das Verhältnis von wissenschaftlich neutraler Forschung und Politikberatung. Mit der Veranstaltung „Die gesellschaftliche Verantwortung der Klimaforschung – ein Streitgespräch“ hat das WZB Berlin am 12.05. diese öffentliche Diskussion aufgegriffen. Die Diskutanten waren Prof. Dr. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz Zentrum in Geesthacht, und Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Manfred Ronzheimer, Wissenschaftsjournalist aus Berlin, hat einen Bericht über das Streitgespräch verfasst, der hier gelesen werden kann.

Weitere Veranstaltungen in der Reihe des  WZB „Gesellschaftliche Verantwortung oder Neutralität der Wissenschaft“ können Sie hier finden.

Transformative Wissenschaft – Perspektiven für eine Volluniversität

Am 6. Mai hielt Uwe Schneidewind im Rahmen des ersten „Göttinger Sternwartengesprächs“ an der Universität Göttingen einen Vortrag zum Thema „Transformative Wissenschaft – Perspektiven für eine Volluniversität?“ Die Sternwartengespräche sind eine neue Veranstaltungsreihe der Universität Göttingen, die einen internen Diskurs zwischen interessierter Hochschulöffentlichkeit, Präsidium und Gremienmitgliedern am Göttingen Research Campus über die Zukunft von Universität, Wissenschaft und Wissenschaftspolitik anregen sollen.
In dem Vortrag ging Uwe Schneidewind auf den Begriff der transformativen Wissenschaft ein, thematisierte das damit verbundene neue Wissenschaft-Gesellschaftsverhältnis und die mit einer transformativen Wissenschaft zusammenhängenden Prinzipien und Methoden. Dabei wurde deutlich, dass exzellente disziplinäre und interdisziplinäre Forschung sich in hohem Masse zu einer transformativen und transdisziplinären Forschung komplementär verhalten, wenn die Forschungsfragen in den Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen eingebettet sind. Dieses Potenzial wird von vielen Volluniversitäten erst in Ansätzen genutzt.
 
Die Folien zum Vortrag sind hier abrufbar:
140506-Uni-Goettingen-Transformative-Wissenschaft-Voll-Universitaet

Die ursprüngliche Vortragsankündigung der Universität Göttingen finden Sie hier.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Neue Allianzen zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft – Veranstaltungsbericht zur Tagung der Plattform Forschungswende

„Nicht Ob sondern Wie“ – Zwischenbilanz der zivilgesellschaftlichen Beteiligung in der Wissenschaft

Mit ca. 100 TeilnehmerInnen zogen die OrganisatorInnen der Zivilgesellschaftichen Plattform Forschungswende am 07.05. in der BBAW ihre Zwischenbilanz. Seit Start der Plattform im Sommer 2012 hat die Plattform mit einer Reihe von Veranstaltungen, einem Gutachten zur Transparenz und Partzipation in der Wissenschaftspolitik und eigenen Forderungen der zivilgesellschaftlichen Verbände das Thema der Beteiligung der organisierten Ziviligesellschaft auf die wissenschaftspolitische Agenda gebracht. Nicht zuletzt die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankerte Einbindung der Zivilgesellschaft in der Diskussion neuer Forschungsprogramme zeigt, dass es bei diesen Forderungen nicht mehr um die grundsätzliche Frage des „Ob“, sondern um die Fragen des „Wie“ der zivilgesellschaftlichen Partizipation in der Wissenschaftspolitik geht.

„Die Wissenschaftspolitik braucht die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft“

Die Plattform Forschungswende bündelt dabei die wissenschaftspolitischen Anliegen der einzelnen Verbände und bildet damit auch für die wissenschaftspolitischen Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung einen wichtigen Ansprechpartner. So sprach Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Abteilungsleiter im BMBF, in seiner Rede den Plattform-OrganisatorInnen explizit seinen großen Dank für die geleistete Aufbauarbeit aus und betonte, dass die Wissenschaftspolitik den Dialog und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft brauche. Die neue Hightech-Strategie werde zum ersten Prüfstein, inwiefern die Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit und Beteiligung, sowie sozialer und ökologischer Innovationen, in die Wissenschaftspolitik Eingang gefunden habe. Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, forderte dabei, dass für eine solche Zusammenarbeit auch ein capacity building in den einzelnen Verbänden gefördert werden müsse, sonst drohe der Prozess die Verbände zu überfordern. Der Aufbau einer zivilgesellschaftlichen Agora könnte zu diesem capacity building entscheidend beitragen. Auch die Förderung des strukturierten Dialogs mit zivilgesellschaftlichen VertreterInnen vor Antragstellung eines konkreten Forschungsprojektes wäre ein wirksames Instrument zur stärkeren Beteiligung, so der Publikums-Beitrag von Herrn Joachim Spangenberg.

„Es bleibt ein Kampf auf allen Steuerungsebenen“

Die Integration zivilgesellschaftspolitischer Positionen in konkrete transdisziplinäre Forschungsprozesse oder ganze Forschungsagenden bleibt damit aber ein harter Kampf auf allen Steuerungsebenen, auch dies wurde durch Publikumsbeiträge zur Forschungspolitik der EU und der Bundesländer deutlich. Die Fortschreibung der Schwerpunktlinie „Wissenschaft in der Gesellschaft“ des 7. FRP der EU zur Richtline „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ im 8. FRP der EU konnte, so die Aussage von Claudia Neubauer, nur unter massivem Eingriff beteiligter Organisationen sicher gestellt werden. Auch auf Länderebene gibt es trotz einiger Erfolge mit neuen Förderrichtlinien, weiterhin viel Arbeit: Till Westermayer, Referent für Wissenschaft der Grünen in Baden-Würrtemberg, betonte dass die vergleichsweise kleine Änderung der Verwaltungspraxis mit einer Verankerung von pluralistisch besetzten Hochschulräten im neuen Landeshochschulgesetz zu massiven Widerständen der bisherigen Hochschulrats-Mitglieder geführt habe.

Der Nachmittag der Veranstaltung stand dann auch im Zeichen erfolgreicher Beispiele und der Geschichten des Gelingens, wie zum Beispiel des Next Hamburg oder der Vorstellung beginnender Prozesse, wie dem Forschungsforum Energiewende. Dr. Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der AG Bildung und Forschung der SPD-Bundestagfraktion, verwies darüber hinaus auf den laufenden politischen Prozess, in den es sich aktiv einzubringen lohnt. Die SPD hat in einem 2013 erschienen Positionspapier die Idee eines Bürgerzukunftsfonds gestärkt. Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende will, im Falle einer Weiterförderung durch das UBA, stärker die Zusammenarbeit mit den Bundesländern und den dortigen zivilgesellschaftlichen Landesverbänden suchen.

Erster studentischer Kongress „Nachhaltige Hochschulen“ vom 29.05. bis 01.06.2014

Vom 29.05. bis 01.06.2014 gestalten die drei bundesweit aktiven studentischen Nachhaltigkeitsnetzwerke, der Arbeitskreis Nachhaltigkeit des FZS, das Netzwerk Klimagerechte Hochschule und das Netzwerk studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen (netzwerk n) erstmals einen gemeinsamen Kongress „Nachhaltige Hochschulen“. Ziel der Veranstaltung ist es studentische Initiativen, Referate und Arbeitsgemeinschaften die sich mit Umwelt, Ökologie, globaler Gerechtigkeit und/oder Nachhaltigkeit beschäftigen, miteinander zu vernetzen. Dabei wird es die Möglichkeit geben sich zu verschiedenen Themen und Problemen im Rahmen eines studentischen Nachaltigkeitsengagements an der eigenen Hochschule auszutauschen. Im Rahmen des partizipativen Formats der Veranstaltung soll auf die Interessen der anwesenden Teilnehmenden eingegangen werden und im Laufe des Kongresses eine gemeinsame Kampagne erarbeitet werden.
Stattfinden wird das Treffen in der „Freien Alternativ Schule Dresden“ . Für das gesamte Wochenende wird ein Beitrag von 25 € erhoben. Ist es nicht möglich diesen Beitrag über die eigene Hochschule zu finanzieren, besteht die Möglichkeit über einen Härtefall-Antrag einen Zuschuss zu erhalten. Eine frühzeitige Anmeldung ist erwünscht an folgende Mailadresse: anmeldung.knh.oeko@stura.htw-dresden.de
Auch Programmvorschläge werden noch entgegen genommen: programm.knh.oeko@stura.htw-dresden.de

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

„Spreading Degrowth“ – Sommerakademie der VÖW und des netzwerk n

Vom 30. Juli bis 2. August 2014 lädt die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) und das studentische Netzwerk der Nachhaltigkeitsinitiativen (netzwerk n) zur diesjährigen Sommerakademie „Spreading Degrowth“ in Lobetal bei Berlin ein. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre werden dieses Mal Strategien für die Verankerung neuer Konzepte (z.B. degrowth) in Wissenschaft und Lehre gesucht. Die Erfahrungen der Nachhaltigkeitsbewegung bieten dabei ein hervorragendes  Fallbeispiel für die Gestaltungsmöglichkeiten von Studierendeninitiativen. Die Ergebnisse der Sommerakademie werden im September in die Diskussionen auf der internationalen Degrowth Konferenz in Leipzig einfließen.

Die interdisziplinäre Akademie ist offen für Studierende, Absolvent_innen und Doktorand_innen aller Fachrichtungen. Voraussetzung ist ein gewisses Grundwissen und Interesse an alternativen Ansätzen im Bereich degrowth. Eine Bewerbung mit einem kurzen Lebenslauf und einem halbseitigen Motivationsschreiben (Anmeldeformular auf der Homepage) ist bis zum 25. Mai 2014 möglich. Die Bewerbung oder Fragen können an folgende Adresse gerichtet werden: sommerakademie(at)voew.de

Die komplette Ausschreibung der Sommerakademie finden Sie hier.

 

„Gesellschaftliche Verantwortung oder Neutralität der Wissenschaft?“ Veranstaltungsreihe des WZB und des INCHER

Die Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und das International Centre for Higher Education Research (INCHER-Kassel) der Universität Kassel gestalten von Mai bis Juli 2014 eine Kolloquienreihe zum Thema „Gesellschaftliche Verantwortung oder Neutralität der Wissenschaft?“. In drei Veranstaltungen werden aktuelle Entwicklungen des Wissenschaftssystems und Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung an der Schnittstelle von Wissenschaftsforschung und Wissenschaftspolitik diskutiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe steht die Frage, wie sich die Orientierung der Wissenschaft an den gesellschaftlichen Herausforderungen mit dem Postulat der gesellschaftspolitisch unabhängigen wissenschaftlichen Expertise vereinbaren lässt. Die drei Veranstaltungen finden jeweils montags um 18Uhr im WZB statt und haben im einzelnen folgende Schwerpunkte:

Montag, 12. Mai 2014

Die gesellschaftliche Verantwortung der Klimaforschung – ein Streitgespräch

Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Professor Dr. Hans von Storch, Leiter des Instituts für Küstenforschung, Helmholtz Zentrum Geesthacht

Montag, 26. Mai 2014

Public, Polis and the Social Sciences

Professor Craig Calhoun, Direktor der London School of Economics (LSE)

Montag, 14. Juli 2014

Honest Engagements: The Integrity of Policy-Relevant Science

Professorin Sheila Jasanoff, Ph.D., Pforzheimer Professor of Science and Technology Studies

Ein komplettes Veranstaltungsprogramm kann hier heruntergeladen werden.

Universtitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz? Vortrag am 13.05. an der Bergischen Universität Wuppertal

Am 13.05.2014 um 18.00 bis ca. 20.00 Uhr findet an der Bergischen Universität Wuppertal (Campus Grifflenberg, Raum K.11.20) eine Diskussionsveranstaltung zu Nachhaltigkeit und Effizienz an Universitäten statt.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile allgegenwärtig. Doch was genau meint nachhaltige Entwicklung und wie wird sie angestoßen? Universitäre Wissenschaft kann die verschiedenen Auffassungen von Nachhaltigkeit untersuchen und strukturieren. Darüber hinaus können Universitäten zwischen Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft vermitteln und sogar eine transformierende Wirkung entfalten. Sonja Stracke von der Agentur Neue Effizienz und Dr. Philipp Schepelmann vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erläutern im Rahmen der Veranstaltung praktische Konzepte für Nachhaltigkeit und Effizienz und wie sich die Bergische Universität daran beteiligt.

FCKW, Tschernobyl, Brundtland, Kyoto, Nagoya: zum Einfluss globaler Themen auf die deutsche Umweltpolitikforschung, Veranstaltung am 12.05. im Ecologic Institut

„FCKW, Tschernobyl, Brundtland, Kyoto, Nagoya: zum Einfluss globaler Themen auf die deutsche Umweltpolitikforschung“ lautet die sechste und vorerst letzte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Die Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecornet und des Ecologic Instituts. Sie findet am 12.05. um 18.30Uhr im Ecologic Institut statt.

Die Liste globaler Umweltprobleme ist lang und uns heute allgemein geläufig: Artensterben, Klimawandel, Ozonloch, Müllaufkommen und die Grenzen natürlicher Ressourcen. In Deutschland stehen viele dieser Themen hoch in Kurs. Diverse wissenschaftliche Einrichtungen beschäftigen sich dezidiert mit deren Auswirkungen und möglichen Lösungsansätzen.

Auf der Veranstaltung soll sich mit der Frage beschäftigt werden, wie sich dieser Status Quo historisch entwickelt hat. Auf welche Weise haben globale Entwicklungen und Umweltprobleme die Umweltpolitikforschung in Deutschland beeinflusst? Und: Welche Wechselwirkungen hat es gegeben? Inwiefern haben deutsche Forschung und politische Ansätze wiederum eine Auswirkung auf dem globalen Parkett gehabt – und welche Rolle spielten deutsche Institutionen und Institute dabei?


Folgende ExpertInnen sind eingeladen:

Prof. Dr. Edda Müller war stellvertretende Vorsitzende des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE)
Prof. Dr. Meinard Schulz-Baldes war Generalsekretär des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)
Dr. Hans-Joachim Ziesing war Abteilungsleiter Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)

Moderiert wird die Veranstaltung durch Matthias Duwe, Leiter des Bereichs Klimaschutz am Ecologic Institut.
Sie können sich zu der Veranstaltung unter diesem Link anmelden:

Transdisziplinaritäts-Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg

Vom 01. bis 09. September 2014 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die dritte Summerschool „Transdisciplinary Research at the Science | Society Interface“ statt. Die diesjährige Summerschool beinhaltet ein fünf-tägiges Intensiv-Training zu theoretischen und methodischen Fragen der transdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Zusätzlich wird ein zweitägiges Training „mutual learning in urban climate change adaptation“ in Kooperation mit dem Climate Service Center, Hamburg angeboten. Zielgruppe der Summerschool sind sowohl WissenschaftlerInnen aller Disziplinen als auch Praxisakteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Eine Anmeldung zur Summerschool ist bis zum 15. Juni möglich.

Das komplette Programm und mehr Informationen zur Summerschool erhalten Sie hier.

2. Symposium Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (SISI) des BMBF am 08.05. in Berlin

Am 08.05.2014 findet im Humboldt Carre in Berlin das zweite Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ des BMBF statt. Ziel der Veranstaltung ist es, sich über Erfahrungen, Herausforderungen und gute Beispiele zur Implementierung von Nachhaltigkeit in der deutschen Wissenschaftslandschaft auszutauschen. Die Ergebnisse des Symposiums sollen auch dazu dienen konkrete Maßnahmen und Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in der Forschung zu erörtern, sowie Impulse für das neue BMBF-Rahmenprogramm zur „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³) zu generieren.
Das Programm des Symposiums finden Sie hier online. Eine Anmeldung zum Symposium ist weiterhin möglich.

Nachhaltigkeit im Service-Learning – Tagung des Hochschulnetzwerks „Bildung durch Verantwortung“ am 03./04.April in Kiel

Am 3./4. April 2014 findet an der Universität Kiel die Tagung „Nachhaltigkeit im Service Learning“ statt. Sie wird organisiert vom Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung – einem Verbund an Hochschulen, die das Lehr-Lernformat Service Learning und damit das zivilgesellschaftliche Engagement aller Hochschulangehörigen stärken wollen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem BMFSFJ-Projekt „Potentialförderung von Service Learning an Hochschulen“ statt. Außerdem wurde sie von der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als Einzelprojekt anerkannt. Als Keynote-Speaker konnte Prof. Steve Mannell von der University of Dalhousie in Canada, gewonnen werden, an dessen Hochschule das Thema Sustainability im Service Learning eine tragende Rolle spielt. Die Präsentation zahlreicher Praxisbeispiele wird genauso Raum finden wie die gemeinsame Kleingruppenarbeit an der Frage, wann und wie Service Learning nachhaltig ist.
Anmeldungen zur Tagung sind noch bis zum 24.03. möglich.

Das Programm zur Tagung können Sie hier herunterladen:
http://www.netzwerk-bdv.de/download/tagungsprogramm_kiel.pdf

Eröffnungsfeier des Instituts für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Bochum

Am 31.03.2014 findet an der Hochschule Bochum die Eröffnungsfeier des Instituts für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) statt. Das IBKN ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Bochum und Nachfolgeeinrichtung des „Instituts für Zukunftsorientierte Kompetenzentwicklung – IZK“. Es ergänzt die Fachausbildung in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch fachübergreifende Bildungsangebote im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung. Unter dem Begriff „Schlüsselbildung“ fördern die Lehrveranstaltungen des IBKN die Entwicklung von Studierenden zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die ihre Fähigkeiten, Stärken und Schwächen kennen, daran arbeiten und nachhaltig beruflich handeln lernen.
Das Programm zur Eröffnungsveranstaltung kann hier herunter geladen werden:
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Studentische Konferenz „Nachhaltige Uni & Urbaner Campus“, 15.5. – 16.5.2014 in Sommerhausen

Im Rahmen des Symposiums „Urbanity and Human Ecology“ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH) und dem Commonwealth Human Ecology Council (CHEC) vom 14.5. – 17.5. 2014 findet die Studentische Konferenz „Nachhaltige Uni & Urbaner Campus“ statt.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung ist wichtiger den je, denn die junge Generation steht vor der großen Herausforderung die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Die Universität soll die Studierenden auf diese Aufgabe vorbereiten und ist gleichzeitig selbst Gegenstand von Reformbestrebungen. Durch studentische Mitbestimmung eröffnen sich neue Perspektiven: Wie kann ein nachhaltiger, urbaner Campus aussehen, der in engem Bezug zur Region steht und einen öffentlichen Ort des Austausches darstellt? Studierende präsentieren visionäre Ideen, wie sie ihre Universität gestalten wollen, und machen Vorschläge wie transdisziplinäres Lernen und Arbeiten aussehen kann. Raus aus dem Hörsaal – Rein in die Realität: Nach diesem Prinzip soll in Zukunft in „Reallaboren“ die Wissenschaft zusammen mit Kommunen, Verbänden, Betrieben und Unternehmen gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen vor Ort anpacken.“ (Ankündigungstext zur Konferenz)

Abstracts (ca. eine halbe DIN A4 Seite) für Projekte und Ideen, die auf der Konferenz vorgestellt werden sollen, können noch bis zum 23. März 2014 an dgh2014@dg-humanoekologie.de geschickt werden. Die thematischen Stränge dafür sind:
Nachhaltigkeitswissenschaft – Forschung für nachhaltige Entwicklung – Transdisziplinäre Lehre – Regionale Kooperation & Praxis – Reallabore- Urbaner Campus – Nachhaltigkeitscheck für die Universität – Studentische Mitbestimmung

Mehr Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“

Vom 30. Juni bis 02. Juli 2014 findet an der Universität Wien das 13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“ (SDN) statt. Das Netzwerk beschäftigt sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, sowie Technikfolgenabschätzung. Das diesjährige Treffen wird entlang der drei Themenschwerpunkte „institutions“, „citizenship and partizipation“ und „communication and representation“ ausgerichtet. Die OrganisatorInnen laden dazu ein Paper-Abstracts (300 Wörter), die Bezug zu einem der drei Schwerpunkte, haben bis zum 15. März einzureichen. Vor allem WissenschaftlerInnen, die im letzten Jahrestreffen nicht präsentiert haben, werden die Möglichkeit haben ihre Forschungsarbeiten vorzustellen. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

„Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik?“ Eine Zwischenbilanz der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende

Die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende lädt ein zur Tagung „Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik? Eine Zwischenbilanz“ am 07. Mai 2014, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt in Berlin. Auf der Tagung sollen nach zwei Jahren Laufzeit des UBA-Projektes „Transparenz und Partizipation in der Forschungspolitik“ bisherige Erfolge und noch ausstehende Hürden in der Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutiert werden.

„Der Koalitionsvertrag verspricht verheißungsvoll, die Akteure der Zivilgesellschaft konsequent in die Diskussion um Zukunftsprojekte und die Ausgestaltung von Forschungsagenden einzubinden.

Wie sieht die Realität aus? Welche Chancen und Hürden treten auf?
  • Chancen: Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erweitern den Horizont aller Beteiligten. Vertrauen wächst ebenso wie das Verständnis für die Sicht der Anderen. Eine größerer Diversität der Akteure im Formulieren von Forschungsagenden trägt dazu bei, dass die Entwürfe gerechter, robuster und innovativer werden. Geteilte Problemsichten, Bewertungen und Lösungsansätze führt in der Regel dazu, dass sich alle für den Prozess verantwortlich fühlen, ein entscheidender Vorteil für eine zügige Umsetzung.
  • Transparenz: Das Agendasetting in der Forschungspolitik verläuft bisher wenig transparent, partizipativ oder pluralistisch, eher homogen besetzte Expertenkommissionen formen gesellschaftliche Zukunftsentwürfe entscheidend mit.
  • Partizipation: Die Möglichkeiten der Verbände, sich in das Agendasettting der Forschung einzubringen, ist deutlich beschränkt sowohl im zuständigen Ministerium BMBF als auch in den großen Forschungseinrichtungen – so das Fazit einer Studie des ISOE, die der Autor Dr. Matthias Bergmann auf dieser Tagung vorstellen wird.
  • Innovation: Der herrschende Innovationsbegriff ist weitgehend auf technologische Innovationen verengt. Dies wird nicht ausreichen, um den großen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheiten und Welternährung zu begegnen.
  • Governance: Wie sieht eine Governance der Forschung aus, die den komplexen Herausforderungen in einer pluralen Gesellschaft gerecht wird? Wie kann die Wissenschaft ihre Eigengesetzlichkeiten behaupten und macht Partizipation überall Sinn?
  • Neue Ansätze: Das europäische Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 setzt auf „Responsible Research and Innovation“ mit dem Anspruch, dass die Zivilgesellschaft und ihre Akteure stärker in Agendasetting und Umsetzung einbezogen werden. Bottum up entstehen sozial innovative Energieprojekte in Städte und Dörfer, die Erfahrungswissen und neue Forschungsfragen sammeln. Dazu werden Beispiele aus einer Studie zu Good Practices von den Autorinnen Dr. Stella Veciana, Dr. Claudia Neubauer und Dr. Steffi Ober vorgestellt werden.“ (aus der Veranstaltungseinladung)
Gemeinsam mit Ihnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen die Rahmenbedingungen und Umsetzungsideen für mehr Beteiligung in der Wissenschaft und Forschung diskutiert werden. Nähere Informationen folgen in Kürze. Eine Anmeldung kann jetzt schon vorgenommen werden unter: forschungswende@vdw-ev.de.

Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrikatage des BMBF

Am 17. und 18. März 2014 findet im Berlin Congress Center die Veranstaltung „Deutsch- Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrika-Tage des BMBF“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stehen aktuelle Forschungsinitiativen des BMBF in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern. Schwerpunktthemen sind Bioökonomie, Gesundheit, Umwelt sowie die Beiträge von Bildung und Forschung zu gesellschaftlichen Umbrüchen. Im Rahmen von Fach-Workshops werden deutsche und afrikanische Expertinnen und Experten die für ihren Themenbereich interessanten Fragen diskutieren. Darüber hinaus wird ein fächerübergreifender Diskurs zu übergreifenden Querschnittsthemen stattfinden, der in gemeinsamen Empfehlungen für die Politik münden wird.

Die Einladung und das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Workshop TransformationTransformationsworkshop_vorläufiges Programm

Programm zum BMBF Symposium „Sustainability in Science“ am 08.05. in Berlin online

Die Sustainability in Science Initiative unterstützt die Wissenschaft, mehr Nachhaltigkeit in den eigenen Reihen zu wagen. Anknüpfend an den Erfolg des ersten Symposiums im April 2013 veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung am 8. Mai 2014 das 2. Symposium „Sustainability in Science“ im Humboldt-Carré in Berlin.

Ziel ist es, den Austausch von Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsbeispielen fortzusetzen und Maßnahmen und Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in der Forschung abzuleiten. Der identifizierte Handlungsbedarf dient dabei als Input für das neue BMBF-Rahmenprogramm zur „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³), welches 2015 veröffentlicht wird. Das vorläufige Programm steht ab sofort hier online.

Im Fokus der Konferenz stehen die drei Handlungsfelder:
Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung
Nachhaltige Infrastrukturen
Nachhaltigkeit an Hochschulen in Forschung und Lehre

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte, eröffnet das Symposium. Die Anmeldung wird in Kürze gestartet. Eine Teilnahme ist nur mit einer persönlichen Einladung möglich.

„Umweltpolitikforschung und die Europäische Union“ – Veranstaltung am 05.03.2014 im Ecologic Institut

„Von der nationalen zur supranationalen Ebene: Umweltpolitikforschung und die Europäische Union“ lautet die fünfte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Die Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecornet und des Ecologic Institut. Sie findet am 05.03. um 18.30Uhr im Ecologic Institut statt.

Dass „Umweltprobleme nicht an Grenzen halt machen“ ist eine vielzitierte Binsenweisheit, wenn über die Notwendigkeit europäischer Umweltpolitik diskutiert wird. In der Tat hat sich der Umweltbereich zu einem der wichtigsten Politikfelder der EU entwickelt. In den vorangegangenen Veranstaltungen der Reihe wurde denn auch die Rolle der EU von den meisten ZeitzeugInnen als positiv für den Umweltschutz eingestuft: „Europa ist gut für die Umwelt“ so das Credo. Doch welche Auswirkungen hat die EU für die Umweltpolitikforschung und –beratung? Und wie sieht die Zukunft europäischer Umweltforschung aus? Kann die positive Bilanz weitergeführt werden oder bedürften die Zukunftsdebatten eines anderen Zuschnitts? Beispiel Postwachstumsgesellschaft und „beyond growth“: Sind die sozialen und ökonomischen Realitäten in den Mitgliedsstaaten so unterschiedlich, dass die EU hier eher zum Bremsklotz wird? Wie können Umweltforschungsinstitute dazu beitragen, solche Debatten europaweit wissenschaftlich zu unterfüttern?
 
Diese und weitere Fragen werden mit folgenden Gästen diskutiert:

DirProf. Dr. Christian Hey ist Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und im Vorstand des Netzwerkes der Europäischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte (EEAC). Seit 2006 ist er Sprecher der Energiearbeitsgruppe von EEAC.
Prof. em. Dr. Eckard Rehbinder ist emeritierter Professor für Wirtschaftsrecht, Umweltrecht und Rechtsvergleichung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 1987 bis 2000 war er Mitglied des SRU (Vorsitzender 1996 bis 2000). Weiterhin ist er Mitglied und Regional Governor des International Council for Environmental Law.

Moderiert wird die Veranstaltung durch Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte unter diesem Link.

„Wissenschaft und Frieden“ – Konferenz der VDW vom 16. bis 18.05. in Potsdam

Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. richtet vom 16. bis 18.05. einen Kongress „Wissenschaft und Frieden“ in Potsdam aus. In dem Hintergrund-Text zum Programm heißt es: „der Erste Weltkrieg hat die politische, soziale, geostrategische und ökonomische Landschaft der Welt grundlegend verändert und spätere Kriege vorbereitet. Er brachte ungeahnte Grausamkeiten, brutale Vernichtung und Ausbeutung von Mensch und Umwelt hervor. Ohne eine massive Indienstnahme von Wissenschaft und Forschung und einer Instrumentalisierung des Wissens der verschiedenen Wissenschafts- und Forschungsbereiche wäre dieser Krieg und auch der Zweite Weltkrieg nicht möglich gewesen; Wissenschaften und Wissenschaftler/innen wurden als Ressourcen der „modernen“ Kriegsführung eingespannt. Wir wollen auf dem Kongress (…) die Rolle von Wissenschaft und Forschung, von Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstitutionen analysieren, aktuelle Entwicklung wie die Roboterisierung und die Automatisierung (u.a. Drohnen) bearbeiten und kritisieren. Stark im Mittelpunkt soll die Diskussion von friedlichen und zivilen Alternativen stehen (z.B. Zivilklauseln); Abrüstung als gesellschaftlicher Prozess ist die Herausforderung, Entmilitarisierung der Gesellschaft das humane Ziel.“
Bitte melden Sie sich für den Kongress an unter: kongress@ialana.de
Das vollständige Programm finden Sie hier:

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German Future Earth Summit 2014 – Ein Veranstaltungskommentar von Steffi Ober aus der Perspektive der Zivilgesellschaft

Dr. Steffi Ober Dr. Steffi Ober

NABU/ Plattform Forschungswende

Diskussionbeiträge zur Nachhaltigen Wissenschaft


Die Future Earth Forschung beschäftigt sich mit Themen und Problemstellungen, die inter- und transdisziplinär gelöst werden sollen. Sie sieht ihren Schwerpunkt darin, Lösungsansätze zu formulieren, damit sich Gesellschaft und Institutionen global nachhaltig entwickeln. Die Themenschwerpunkte liegen auf „Dynamic Planet“, die Frage wie ein „safety space for humanity“ in Anlehnung an das Rockström Modell gesichert werden kann. Ein zweiter Schwerpunkt „Globale Entwicklung“ stellt die gerechte Verteilung von ökologischen und ökonomischen Ressourcen in den Mittelpunkt“ und ein dritter Schwerpunkt betrachtet die Transformation, und die Entwicklung von Narrativen, Normen und Werten ebenso wie Technologien, um eine nachhaltige Zukunft zu befördern. Mit dem ersten German Future Earth Summit vom 27. bis 28.01.2014 in Berlin wurde der Raum für einen inhaltlichen Austausch von interessierten Akteuren geschaffen.

Prof. Dr. Frans Berkhout, der Interims Direktor von Future Earth, betonte in seinem Eingangsvortrag, dass sich das Future Earth Projekt als Brückenbauer verstehe. Damit eine nachhaltige Zukunft entstehen könne, müsse man Möglichkeiten für fundamentale Änderungen und transitions schaffen. Es ginge darum „Science to Society“ aber auch „Society to Science“ zusammen zu denken. Für das Deutsche Future Earth Committee betonte Prof. Dr. Martin Visbeck ebenso, dass sich das Projekt als Plattform für Co-Design, Co-Produktion und Co-Kommunikation von Wissen verstehe und dass es nun darum gehe, diesen Anspruch mit konkreten Ideen und Projekten zu unterfüttern.

Die folgende Podiumsdiskussion zeigte jedoch vor allem auf, wie schwer es in der wissenschaftlichen Community nach wie vor ist, interdisziplinär zusammen zu kommen. Es mangelt nach Ansicht der Diskutanten an Räumen, Anreizen und Karrieremöglichkeiten. Der Schritt weiter hin zu externen Akteuren, dem vielbeschworenen Stakeholderdialog, erscheint dann noch schwieriger und vor allem noch viel ungeübter. Als einzige außerwissenschaftliche Akteure in der gesamten Tagungsregie saßen ein Vertreter der Munich Re sowie eine Vertreterin des BMU, also aus Wirtschaft und Politik, am Montag morgen auf dem Podium. Dr. Ebernhard Faust von der Münchner Rückversicherung machte seinen Standpunkt deutlich. Es mangele der Wissenschaft an Praxisbezug und an einer visionären Praxis, was man gemeinsam mit den Stakeholdern erreichen wolle. Das Co-Design habe noch einen langen Weg, um in den Köpfen der Wissenschaftler anzukommen. Dabei forderte er, dass zu Beginn eines jeden wissenschaftlichen Projektes eine gemeinsame Problemformulierung mit den Stakeholdern passieren müsse. Die Multiperspektivität, die verschiedenen Systemlogiken aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, müsse explizit gemacht und ausgehandelt werden, wenn man gemeinsam etwas erreichen will.

Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Herausforderungen für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Die GIZ lädt am 27.02. von 10 bis 13Uhr in Eschborn ein zu einem Fachgespräch: „Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Welche Herausforderungen stellen sich für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und EZ?“. Dr. Anja Christinck und Prof. Dr. Martina Padmanabhan werden auf dem Fachgespräch einen Einblick in ihr neues Buch „Cultivate Diversity!“ geben und mit anderen ExpertInnen die Anforderungen an gelungene Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis in der Landwirtschaft diskutieren.

„Die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme erfordert die Zusammenarbeit vielfältiger Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern. Wie müssen Forschungs- und Innovationsprozesse jetzt und in Zukunft gestaltet werden, damit sie sinnvoll dazu beitragen können? In dem Fachgespräch werden aktuelle Erfahrungen aus den Themenbereichen internationale Agrarforschung, Anpassung an den Klimawandel und Agrobiodiversität vorgestellt und diskutiert.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung gebeten unter: sarah.schielinsky@giz.de

Ein Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Fachgespräch und Buchvorstellung

Infotag zu Master- und Promotionsstudium in Lüneburg am 23.04.

Am 23. April 2014 veranstaltet die Leuphana Universität Lüneburg einen Infotag zu Möglichkeiten des Masters und der Promotion. „Die Leuphana Graduate School bietet insgesamt 14 konsekutive Masterstudiengänge in drei übergreifenden Programmen an: Arts & Sciences mit den Studiengängen Kulturwissenschaften, Staatswissenschaften und Nachhaltigkeitswissenschaft, Management & Entrepreneurship mit sechs Schwerpunkten, u.a. Marketing oder Human Resources, und Education für Bildungswissenschaft sowie die Studiengänge für das Lehramt.
Masterstudium und Promotion sind in Lüneburg konsekutiv angelegt und können so unkompliziert miteinander verzahnt werden. Promovierende der Leuphana sind im Promotionsprogramm eingeschrieben, das sie mit fachübergreifenden und fachspezifischen Veranstaltungen bei ihrer Arbeit an der Dissertation begleitet.
Die Leuphana Graduate School lädt interne wie externe Interessierte herzlich ein, vor Ort mit Lehrenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen und sich eingehend über das Studienmodell, die konsekutiven Masterprogramme und die Promotionsmöglichkeiten an der Leuphana zu informieren.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Bericht zur Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“

Am 20.01. fand an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) die Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ statt. Mit 130 TeilnehmerInnen und einer inhaltlich fundierten Diskussion setzte diese erste Kooperationsveranstaltung zwischen einem großen Umweltverband (BUND) und einer Hochschule (HNEE) einen wichtigen Akzent in der Diskussion über die Umorientierung im Wissenschaftssystem in Richtung Nachhaltigkeit. Im Folgenden finden Sie eine inhaltliche Zusammenfassung der Tagung von Mandy Singer-Brodowski.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Willhelm-Günther Vahrson, Präsident der HNEE fokussierte Dr. Johannes Merck, Leiter des Direktionsbereiches Corporate Responsibility der Otto Group in seinem Vortrag „Nachhaltig Wirtschaften – Welche Erwartungen haben Unternehmen an die Wissenschaft?“ vor allem auf die notwendigen Kompetenzen des akademischen Nachwuchses für die große gesellschaftliche Transformation. Ausgehend von der Frage „Was macht einen guten Nachhaltigkeitsmanager aus?“ erörterte Herr Merck, dass vor allem ein ausgeprägtes Querschnitts-Know How der AbsolventInnen notwendig ist um ein gutes Change-Management in Richtung Nachhaltigkeit in den Organisationen zu entwickeln: Wie gut ist ihr Verständnis der Governance-Strukturen im speziellen Unternehmensfeld? Wie entwickeln sie Strategien für change management, die breite Akzeptanz bei allen beteiligten Akteuren finden? Und nicht zuletzt: wie können junge AbsolventInnen, die mit einer hohen intrinsischen Motivation ins Unternehmen kommen dauerhaft motiviert bleiben? Denn in der Umsetzung des überwiegend randständigen Themas Nachhaltigkeit besteht die Gefahr eines Motivationsverlustes, wenn konkrete Nachhaltigkeitsprojekte nicht sofort Zustimmung erfahren.

Frau Dr. Inge Paulini (WBGU) erläuterte in ihrem Vortrag „Die große Transformation – Auftrag an die Wissenschaft“ das Konzept der großen Transformation, das der WBGU 2011 in die Debatte eingebracht hat. In dem Gutachten des WBGU werden zwei historische Transformationen (neolithische und industrielle Revolution) als Beispiele für komplexe gesellschaftliche Veränderungsprozesse herangezogen. Die bereits laufende Transformation in eine CO2- arme Gesellschaft ist demgegenüber ein gesamtgesellschaftlicher Such- und Lernprozess. Die Wissenschaft muss in diesen Prozess ein übergreifendes Orientierungs- und Handlungswissen (durch Transformationsforschung und transformative Forschung) mit einspeisen, sowie eine Grundbildung zur gesellschaftlichen Teilhabe und der Gestaltung der Transformation für die Studierenden bereit stellen (Transformationsbildung und transformative Bildung). Der neue Gesellschaftsvertrag, wie ihn der WBGU vorschlägt, erfordert auch eine neue „Selbstverpflichtung“ der Wissenschaft und eine Umorientierung der Forschung und Lehre. Methodisch sollte diese Wissenschaft systemisch, interdisziplinär, transdisziplinär ausgerichtet sein; in der Durchführung sollte sie international kooperierend, reflexiv und langfristig angelegt sein. Die Orientierung an diesen Ansätzen würde soziale Innovationen für die Transformation befördern, sowie Verbreiterungs- und Beschleunigungsbedingungen dieser Innovationen anstoßen. Dabei müsste die Zivilgesellschaft in dem konkreten Forschungsprojekt eng mit eingebunden sein.

„Zwischen Vorlesung und Seminar die Welt verbessern?“ Studentisches Seminar für nachhaltige Hochschulen

Der Verein zur Förderung politischen Handelns und rootability veranstalten gemeinsam vom 25.04. bis 27.04. in Köln das Seminar „Nachhaltige Hochschulen – Zwischen Vorlesung und Seminar die Welt verbessern?“. „Hochschulen können zu einer besseren Welt beitragen, indem sie zukünftige Entscheidungsträger/innen mit Nachhaltigkeitskompetenzen ausstatten, neues Wissen schaffen und ihren eigenen ökologischen und sozialen Fußabdruck verringern. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für eine Hochschule konkret und wie können sich Studierende verstärkt dafür engagieren?“ (aus der Seminarankündigung). In dem Wochenendseminar sollen erfolgreiche studentische Projekte für Nachhaltigkeit an Hochschulen vorgestellt werden und am Beispiel des Maastricht University Green Office gezeigt werden, wie studentisches Nachhaltigkeitsengagement strukturell verankert werden kann. Daneben soll es viel Raum für Austausch, Vernetzung und Ideenentwicklung für eigene Projekte geben.
 

Eine Anmeldung für das Seminar kann hier erfolgen.

„Welternährung im 21. Jahrhundert: Brauchen wir eine neue Agrarforschung?“ Diskussion am 15.01.14 in Berlin

Die aktuelle Agrarforschung sieht sich mit großen, globalen Herausforderungen konfrontiert. Am 15.01.2014 wird in der NRW-Landesvertretung darüber diskutiert, wie sich diesen Herausforderungen aktuell gestellt wird und welche Form der Agrarforschung notwendig ist um eine Welternährung im 21. Jahrhundert zu sichern. „Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leiden unter Hunger und Unterernährung. Jedes fünfte Kind, das heute geboren wird, wächst hungrig auf. Gleichzeitig wandern immer mehr Nahrungskalorien in Tröge und Tanks. Mitte des Jahrhunderts werden neun Milliarden Menschen die Erde bewohnen. All das sind Herausforderungen für eine ambitionierte Agrarforschung. Das Thema sollte ganz oben auf der Agenda stehen, tatsächlich jedoch wurden die Forschungsgelder im Agrarsektor jahrelang heruntergefahren.

Wir wollen u.a. darüber diskutieren:
– Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit die Zahl der Hungernden nicht weiter steigt?
– Was ist der richtige Weg, um – in Zeiten von Klimawandel und wachsender Weltbevölkerung – die Ernährung zu sichern?
– Stellt die Agrarforschung die richtigen Fragen, um die Probleme der Zukunft zu lösen?
– Brauchen wir eine intensive und industrielle Landwirtschaft – oder ist regional angepasster ökologischer Landbau die richtige Alternative?
– Und welchen Beitrag kann die deutsche Agrarforschung leisten?(aus der IDW-Pressemitteilung zur Veranstaltung)

Auf dem Podium sind vertreten:

Dr. Wilfried Bommert, Buchautor, Agrar-Journalist und Sprecher des Instituts für Welternährung, Nümbrecht
Dipl.-Ing. agr. Stefan Lange, Forschungskoordinator des Thünen-Instituts, Braunschweig
Dr. Henk van Liempt, Referatsleiter Bioökonomie, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Prof. Dr. Ulrich Köpke, Institut für Organischen Landbau, Universität Bonn
Prof. Dr. Hans-Jörg Jacobsen, Institut für Pflanzengenetik, Universität Hannover
Moderation: Claudia Ruby, freie Wissenschaftsjournalistin

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Melden Sie sich wegen des begrenzten Platzangebots bitte an: wpk@wpk.org

„World Symposium on Sustainability at Universities“ vom 03. bis 05.09.2014 in Manchester

Vom 03. bis 05. September 2014 wird in Manchester/ Großbritannien das World Symposium on Sustainability at Universities (WSSD-U-2014) stattfinden. Es stellt ein Follow-up eines Side-Events in Rio de Janeiro 2012 dar. Ein Call for Papers  für die Konferenz ist nun freigeschaltet. Die VeranstalterInnen laden qualifizierte WissenschaftlerInnen, Forschungsgruppen und Studierende ein Beiträge zu Projekten der Nachhaltigkeitsforschung einzubringen, speziell zu „curriculum greening“ und Campusaktivitäten in dem Kontext Nachhaltigkeit und Hochschulen. Die Abstracts im Umfang von 200 Wörtern sollen bis zum 30. Januar 2014 eingereicht werden.
 
Ein Ergebnis des WSSD-U-2014 wird ein Buch zu „Transformative approaches to sustainable development at universities: working across disciplines” (peer-reviewed) sein. Mehr Informationen zu dem Call for Paper und der Konferenz erhalten Sie hier.

Tagung: „Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung – neue Partner für die Entwicklungsarbeit“

Das Team der Zivilgesellschaftlichen Plattform „Forschungswende“ lädt ein zur Tagung „Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung – neue Partner für die Entwicklungsarbeit“ am 25. Februar 2014 von 10.30 Uhr bis 18:00 Uhr im Zentrum für Entwicklungsforschung, Bonn.
„Gemeinsam wollen wir die Prämissen in der deutschen Forschungspolitik für die Entwicklungszusammenarbeit hinterfragen. In der Tagung wollen wir Kernthemen der Entwicklungszusammenarbeit wie Armut, Ernährung, Gesundheit oder Energie vor dem Hintergrund diskutieren und dazu die Frage stellen, inwiefern die wissenschaftlichen Fragestellungen diesen Großen Herausforderungen gerecht werden. 
Die begleitende Ausstellung „Herausforderung YASUNÍ-ITT: Entwicklungsforschung und das Gute Leben” will zu einer Diskussion zum Umgang mit Erdölreserven und internationaler Mitverantwortung anregen.
Diese Tagung soll dazu dienen, Akteure aus den zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Verbände und Stiftungen mit Wissenschaft und Entwicklungs-Politik wie BMBF oder BMZ zu vernetzen und so die Diskussion über gesellschaftliche Anforderungen an die Wissenschaft voranzubringen.“ (Aus der Veranstaltungseinladung)

Um Anmeldung unter forschungswende@vdw-ev.de wird bis zum 3. Februar 2014 gebeten.

Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ am 20.01.2014 in Eberswalde

Der BUND und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde richten am 20.01.2014 eine Tagung zum Thema „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ aus. „Hochschulen stehen als zentrale gesellschaftliche Einrichtungen in der Verantwortung, zu einer zukunftsfähigen, „nachhaltigen“ Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Die Tagung beleuchtet zentrale Fragen und Herausforderungen, die mit der Umsetzung einer Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung einhergehen:

Wie muss eine Wissenschaft aussehen, die den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird?
Wie wirken sich Forschung und Lehre für nachhaltige Entwicklung auf das Eigenleben einer Hochschule aus?
Wie können transdisziplinäre Ansätze sowohl zu Unternehmen als auch zu zivilgesellschaftlichen Akteuren gelebt werden?

Durch die Tagung sollen der Diskussionsprozess zur Lösung dieser Fragen verstärkt, Lösungsansätze sichtbar gemacht und erste Umsetzungsschritte eingeläutet werden.“ (Tagungsankündigung)

Um eine Anmeldung wird bis zum 05.01.2013 gebeten. Das Programm zur Tagung finden Sie hier:
Tagungsankündigung Nh Wissenschaft 2014-01-20
Einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Drittes Seminar der Reihe „Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen“

Am 09. und 10. Dezember findet bei Bremen das dritte Seminar der Reihe „Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen – Gute Wege in schwierigem Gelände finden“ statt. Die Seminarreihe wird angeboten von Prof. Dr. Georg Müller-Christ und Dr. Anna Katharina Liebscher von der Universität Bremen und richtet sich explizit an NachhaltigkeitskoordinatorInnen.

„Immer mehr Hochschulen schaffen die Funktion der Nachhaltigkeitskoordination. Direkt angesiedelt bei der Hochschulleitung sollen die Stellenin- haber/innen wirksame Impulse für eine nachhaltige Ausrichtung der Hochschule schaffen. Dabei stellen sich fast in allen Hochschulen dieselben Fragen, wie der Prozess konstruktiv begleitet werden kann, an dessen Ende dann Nachhaltigkeit gut in der Hochschule aufgestellt ist.“ (Aus der Veranstaltunsankündigung)

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

Seminar Nachhaltigkeitskoordinatoren Faltblatt

Future Earth Summit am 27./28. Januar 2014

Das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung im „Future Earth Programm“ richtet am 27./28. Januar eine erste große öffentliche Veranstaltung aus: den German Future Earth Summit.

Future Earth ist ein weltweites Programm mit dem Ziel der Koordination und Integration sozial- und naturwissenschaftlicher gesellschaftsrelevanter Forschungsthemen im Rahmen der Global Change Forschung. Die Neuausrichtung der Global Change Forschung soll einen intensivierten Austausch mit der Zivilgesellschaft ermöglichen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das sogenannte „Co-Design“, d.h. die gemeinsame Festlegung von Forschungsthemen und Fragen mit der Zivilgesellschaft, als auch die „Co-Production“, d.h. Forschungsprozesse, in die betroffene Akteure intensiv eingebunden sind.

Auf dem German Future Earth Summit sollen in interdisziplinärem Austausch die Weiterentwicklung des internationalen Forschungsprogramms diskutiert und deutsche Forschungsinteressen identifiziert werden. Hierzu gibt es die Möglichkeit bis zum 16.12.2013 Themenvorschläge einzubringen, die sich unter den Future Earth Themenbereichen „dynamischer Planet“, „Globale Entwicklung“ oder „Transformation zur Nachhaltigkeit“ befinden könnten. Hier erhalten Sie weitere Informationen dazu.

Teil des Programms des Future Earth Summit ist auch ein Netzwerktreffen der Early Career Scientists. Die Einladung zu beiden Veranstaltungen erhalten Sie hier.

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„Raus aus dem Elfenbeinturm – Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft“ – Fünfter Teil der Veranstaltungsreihe des Ecologic Instituts und des Ecornet

Am 04. Dezember 2013 um 18.30Uhr findet im Ecologic Institut in Berlin der fünfte Teil der Veranstaltungsreihe „Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecologic Instituts und des Ecornet statt. Thema des Abends: Raus aus dem Elfenbeinturm – Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft.

„Wissenschaft und Gesellschaft sind auf vielfältige Weise miteinander verflochten. Wissenschaftliche Erkenntnisse wirken auf die Gesellschaft ein, gleichzeitig bestimmen gesellschaftliche Diskurse mit, welche Wissenschaft nötig ist. Wissenschaft „im Elfenbeinturm“ findet gesellschaftlich wenig Anerkennung – gefordert werden Antworten auf gesellschaftsrelevante Fragen. In der fünften Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe möchten wir uns unter dem Thema „Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft“ mit zwei Fragekomplexen befassen: Zum einen der Wirkung der Gesellschaft auf die Forschungsinstitute und zum anderen, wie gesellschaftlich relevante Forschung gestaltet werden muss.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Diskutanten:

Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorstandsvorsitzender des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung.

Dr. Thomas Jahn, Mitbegründer des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Sprecher der Institutsleitung.

Moderiert wird die Veranstaltung durch Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts.

Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie hier:
Einladung_Geschichte der Umweltpolitikberatung_5

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte hier.

Save the Date – 2. Symposium „Sustainability in Science“

Am 08. Mai 2014 wird im Humboldt-Carré, Berlin, das 2. Symposium „Sustainability in Science“ des BMBF statt finden. Als eigenständige Initiative im Rahmen von FONA (Forschung für nachhaltige Entwicklung) soll auf den Symposien diskutiert werden, wie eine strukturelle Stärkung der Nachhaltigkeit in der Wissensschaftslandschaft unterstützt werden kann. Dazu gab es beim letzten Symposium, im April 2013, eine Umfrage sowie einen noch laufenden Agendaprozess.

Weitere Informationen zum Programm des Symposiums folgen in Kürze hier.

Öffentliche Diskussion der Empfehlungen aus dem Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2013

Am 04.11. um 18.30Uhr bis 21Uhr findet in der GIZ Repräsentanz in Berlin eine öffentliche Vorstellung der Ergebnisse des Peer-Review der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie statt. Der Vorsitzende der internationalen Expertengruppe, Prof. Dr. Björn Stigson, erläutert die Schlussfolgerungen aus der fast einjährigen intensiven Befassung zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und -politik und stellt sich der Diskussion. In ihrem Bericht nehmen die Experten eine Bestandsaufnahme erzielter Fortschritte in der Nachhaltigkeitspolitik seit dem ersten Peer Review 2009 vor und leiten daraus und unter Bezugnahme auf neue Herausforderungen zentrale Empfehlungen ab.

Die Wissenschaft wird in den insgesamt 15 Empfehlungen der internationalen ExpertInnen zwei mal thematisiert.

Forschung und Entwicklung: Wissen und Lösungen für die Transformation stärken

Im Rahmen dieser Empfehlung wird die Erhöhung der Ausgaben für nachhaltigkeitsbezogenen Forschung und Entwicklung, sowie die Erforschung innovativer Nachhaltigkeitslösungen außerhalb der Mainstream-Forschung diskutiert (vgl. Peer-Review 2013, S. 82). Für das Überbrücken disziplinärer Grenzen wird die Stärkung von transdisziplinären Ansätzen empfohlen und im Zusammenhang mit der forschungspolitischen Agenda eine engere Verschränkung mit der nationalen Nachhaltigkeitsagenda angeraten. Für beides ist die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft unabdingbar (vgl. ebd., S. 83). Nicht zuletzt raten die Expertinnen Kenngrößen für die Bewertung wissenschaftlicher Exzellenz im Gebiet der Nachhaltigkeitsforschung zu entwickeln, sowie die Performance wissenschaftlicher Einrichtungen an Nachhaltigkeitskriterien zu messen (vgl. ebd., S. 84).

Bildung: Nachhaltigkeit wirkungsvoller in alle Bildungsstufen integrieren

In Bezug auf die stärkere Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sollten von Bund und Ländern mehr Mittel für die Schritte vom Projekt zur Struktur bereit gestellt werden. Die lokale Vernetzung von Bildungseinrichtungen mit Unternehmen, Behörden, Kirchen und NGOs kann hierbei hilfreich sein (vgl. ebd., S. 86). Darüber hinaus sollten die Hochschulen von Bund und Ländern zur Einführung von Bildungsprogrammen zur nachhaltigen Entwicklung angehalten werden – vor allem um junge Menschen mit den gesellschaftlich benötigten Führungskompetenzen auszustatten.

Die komplette Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung können Sie hier vornehmen.

2. Forum N – Gestalten, Beteiligen, Messen – Nachhaltige Entwicklung im Betrieb von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen

Vom 31.03. bis 02.04.2014 gestalten die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und die HIS-Hochschulentwicklung im DZHW das 2. Forum N an der Freien Universität Berlin.

„Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen werden auch durch den Umgang mit Nachhaltigkeit im betrieblichen Bereich geprägt. Methodisch vielseitig und über ganz unterschiedliche und individuelle Wege erfolgt die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Unter der Überschrift „Gestalten – Beteiligen – Messen“ werden im Forum N unterschiedliche Zugänge zu einer nachhaltigen Entwicklung im Betrieb von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen aufgezeigt. Ansatzpunkte und Gestaltungsmöglichkeiten werden an Beispielen aus der Praxis erörtert und auch auf dem Podium mit Hochschulleitungen diskutiert. Motivation und Beteiligung sind dabei zentrale Themen. Instrumente und Methoden für Motivation und Beteiligung werden im Forum N vorgestellt, kritisch hinterfragt und mit psychologischer Expertise beleuchtet. Ein weiterer Fokus liegt auf Qualitätskriterien für eine Berichterstattung, die auch eine Messung der nachhaltigen Entwicklung ermöglichen soll“ (aus der Veranstaltungseinladung).

Zum Veranstaltungsflyer gelangen Sie hier:

2014_03_31_flyer_forum_n

Weitere Veranstaltungen im Kontext einer Nachhaltigen Wissenschaft finden Sie hier.

Veranstaltungsbericht „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Insgesamt 150 Teilnehmer besuchten die Veranstaltung „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ am 27.09. in Stuttgart. Nach einem Grußwort der Ministerin, Theresia Bauer, wurden im ersten Teil der Veranstaltung die Empfehlungen der „Expertengruppe Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ von Prof. Dr. Armin Grunwald vorgestellt. Mit dem Fokus auf die Empfehlung der Etablierung von Reallaboren war sowohl der Rahmen für die ganze Veranstaltung gesetzt, als auch ein wichtiger Schwerpunkt für die kommende Ausschreibung des MWK zur Förderung der Nachhaltigen Wissenschaft in Baden-Württemberg präzisiert. Anhand einer Reihe von internationalen, nationalen und landesweiten Beispielen wurde gezeigt, wie eine Konkretisierung von Reallaboren sowohl innerhalb einer Hochschule, als auch in einem Verbund mit lokalen Partnern aussehen kann. 

Herbert Dreiseitl
 (Atelier Dreiseitl Rambøll Gruppe) verdeutlichte zunächst anhand der Renaturalisierung des Kallang River im Bishan-Ang Mo Kio Park in Singapur wie ein umfassendes Infrastrukturprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung erfolgreich umgesetzt werden kann. Dr. Michael Stauffacher vom Institut für Umweltentscheidungen (IED) an der ETH Zürich machte in seinem Vortrag über transdisziplinäre schweizerische Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Energiestrategien deutlich, dass für diese kontinuierliche Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb der Hochschule das Vertrauen der beteiligten Akteure ein wichtiges Gelingenskriterium ist – zusätzlich zu den Qualitätskriterien der Forschung insgesamt.

Die anschließende Podiumsdiskussion fand unter Beteiligung der beiden Redner, sowie Prof. Dr. Rainer Grieshammer (Geschäftsführer des Öko -Institut Freiburg), Prof. Dr. Wolfgang Marquardt (Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrates) und Julia Wittmayer
(Projektleiterin am Dutch Research Institute for Transitions (DRIFT) der Erasmus University Rotterdam statt und zeigte einmal mehr das dynamische Spannungsverhältnis von traditionell disziplinär organisierter Wissenschaft und der Wissenschaft mit einem transdisziplinären und transformativem Anspruch auf. Insbesondere von Prof. Marquardt wurde betont, dass zur erfolgreichen Etablierung der Nachhaltigkeitswissenschaft der eigene „Kern der Forschung“ herausgearbeitet werden müsse. Letztlich wurde von allen Podiumsdiskutanten bestätigt, dass für individuelle Lebensläufe und Karrieren im klassischen Wissenschaftssystem Inter- und Transdisziplinarität zumindest keinen beschleunigenden Effekt habe. Dies macht einmal mehr die Notwendigkeit des Aufbaus institutioneller und komplementärer Strukturen durch die Wissenschaftspolitik deutlich, damit ausreichend Anreize für WissenschaftlerInnen zur Arbeit am und im Reallabor geschaffen werden.

„Pioniere des Wandels – Transformationsforschung für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ – Veranstaltungsbericht

FotoVerena

Verena Salomon

Studentisches netzwerk n

Diskussionsbeiträge zur Nachhaltigen/ Transformativen Wissenschaft

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Hannes Bever

Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende

Diskussionsbeiträge
zur Nachhaltigen/ Transformativen Wissenschaft

Vom 15. bis 16. Oktober 2013 fand in der Berliner Zentrale der Heinrich Böll Stiftung das Transformative Symposium mit dem Untertitel „Pioniere des Wandels – Transformationsforschung für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ statt. Der Andrang und die aktive Beteiligung sprechen für sich, es musste im Vorfeld Teilnehmern abgesagt werden und die angemeldeten nahmen in großer Zahl an der Vorab-Umfrage teil, welche gleich zu Beginn der Veranstaltung ausgewertet wurde.
Seitens der Wissenschaft aber auch der Politik wurde der Anspruch an die Zivilgesellschaft gestellt, gemeinsam mit einer starken Stimme zu sprechen. Die Forschungsgemeinschaft richtete symbolisch das Angebot an die anwesenden Praxisakteure aus der Zivilgesellschaft (beispielsweise Ökodörfer) in direkteren Austausch zu treten und zu formulieren, welche Art von Unterstützung erwünscht und nötig sei. Immer wieder rückte die Frage in den Mittelpunkt, ob ein Wandel aus dem Wissenschaftssystem selbst heraus oder nur von „außen“ möglich sei, was sich in einer hitzigen Diskussion am Mittwochvormittag zwischen Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal Instituts), Prof. Dr. Harald Welzer (Stiftung Futur II) und dem Publikum noch einmal zuspitzte. Dass es in dieser Debatte keine entweder-oder-Antwort geben kann, wurde uns als Pioniere des Wandels, in der Abschlussrunde noch einmal deutlich.
Besonders stach hervor, dass das zu großen Teilen aus Wissenschaftlern bestehende Publikum die Rolle der Wissenschaft als Vermittler auf dem Weg zur großen Transformation eher kritisch betrachtet. Auch die Sinnhaftigkeit, sich an immer neuen Begrifflichkeiten wie Nachhaltigkeit oder Transformation aufzuhängen, wurde hinterfragt. Viel vermeintlich Neues hat es historisch unter anderem Namen gegeben, die Konzepte liegen in der Schublade, nur an der Umsetzung scheitern wir immer wieder.

Braucht eine nachhaltige Gesellschaft eine Demokratisierung der Wissenschaft? Parlamentarischer Abend der Leopoldina

Bereits im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/ Nachhaltigkeit“ hatte die Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine Workshop zu „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ veranstaltet. In dem parlamentarischen Abend gemeinsam mit der Jungen Akademie soll diese Diskussion fortgesetzt und die Auswirkungen einer Orientierung am Leitbild Nachhaltiger Entwicklung auf die Qualitätsstandards oder das Portfolio der einzelnen Disziplinen erörtert werden. 

Wann: 12. November 2013 um 18.00 Uhr
Wo: Landesvertretung Sachsen‐Anhalt (Luisenstr. 18 I 10117 Berlin)

Impulsreferate:

Prof. Dr. Gerd Michelsen (Leuphana Universität Lüneburg)
Prof. Dr.‐Ing. Dr. h.c. Matthias Kleiner (Technische Universität Dortmund)

Außerdem auf dem Podium:

Hartmut Möllring (Minister für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen‐Anhalt)
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker (Präsident der Leopoldina)
Prof. Dr. Martin Wilmking (Ernst‐Moritz‐Arndt‐Universität Greifswald)

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen

Ab 19.15 Uhr wird zum Empfang geladen. Bitte melden Sie sich zur Teilnahme bis zum 31. Oktober 2013 hier an.

Konferenzbericht zur Tagung „Neue Governance der Wissenschaft“ am 10./ 11. Oktober im WZB Berlin

Mandy Singer-Brodowski Mandy Singer-Brodowski

Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt


Die Tagung „Neue Governance der Wissenschaft“ war von ca. 70 TeilnehmerInnen besucht und stellte einen Abschluss der gleichnamigen BMBF-Förderinitiative dar. Die Vorstellung der 13 Forschungsprojekte, die auch in dem Sammelband „Neue Governance der Wissenschaft – Evaluation, externe Anforderungen, Medialisierung“ ausführlich beschrieben sind, stand daher auch im Mittelpunkt. Sie stellen den State-of-the-Art der Wissenschaftsforschung in Deutschland dar. Insgesamt gab es eine Vielfalt von Projekten, die teilweise erstaunlichen Bezug zu den Themenstellungen einer Nachhaltigen Wissenschaft hatten. Im Rahmen des folgenden Konferenzberichts sollen einige Vorträge mit besonderem Bezug zu den sonstigen Beiträgen im Blog kurz vorgestellt und einige weiterführende Gedanken ausgeführt werden. Das komplette Programm der Tagung sowie Hintergrund-Informationen zur Förderinitiative können hier eingesehen werden.

Das Konzept der Governance ist zunächst eine sozialwissenschaftliche Perspektive, die die Interdependenzen und das Zusammenspiel, sowie die Aushandlungsprozesse verschiedener gesellschaftlicher Akteure beschreibt. Im Vergleich zu anderen politikwissenschaftlichen Analyse-Rahmen steht in der Theorie der Governance der handelnde Akteur im Mittelpunkt. Mit dem Schwerpunkt der „externen Anforderungen“ wurden in den vorgestellten Governance-Projekten nun vor allem die nationalen und internationen Trends, die auf Forschungseinrichtungen einwirken sowie deren „Reaktion“ darauf diskutiert. Diese enspringen zum einen aus neuen Steuerungsmodellen in der Hochschulpolitik („New public management“) und zum anderen aus gesellschaftlichen Megatrends, wie der Medialisierung, also der zunehmenden Durchdringung wissenschaftlicher und medialer Wissensgenerierung.

Prof. Dr. Bogumil skizzierte in dem ersten Vortrag „Zwischen Selbstverwaltung und Managementmodell“ die Ergebnisse einer quantiativen Untersuchung über den Implementationsstand neuer Steuerungsinstrumente in allen deutschen Universitäten aus der Perspektive vieler hochschul-interner Akteure (PräsidentInnen, KanzlerInnen, DekanInnen und ProfessorInnen). Die Implementierung der neuen Steuerungsinstrumen ist überraschend weit – so der Bochumer Hochschulforscher – geht jedoch mit  hohen Transaktionkosten und einem signifikanten Administrationsaufwand einher, woraus die Forderung einer Nachsteuerung entsteht.

NRW Kongress „Fortschritt gestalten“ am 02.12. in Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen hat mit seiner Forschungsstrategie Fortschritt NRW zentrale Impulse gesetzt für eine Wissenschaft, die Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt. Die Forschungsstrategie soll die Erforschung eines Wohlstandes befördern, der gleichzeitig die ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebensgrundlagen bewahrt. Auf dem Kongress „Fortschritt gestalten“ am 02.12. in Düsseldorf werden zentrale Themenfelder aus der Forschungsstrategie diskutiert.
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„Nordrhein-Westfalen hat großes Potenzial, Antworten auf die globalen Herausforderungen der Zukunft zu geben: NRW ist das bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Bundesland, es ist die bedeutendste Wirtschaftsregion in Deutschland und es hat eine europaweit einzigartig hohe Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dieses „living lab“ ist geradezu prädestiniert, wissensbasierte aber auch alltagstaugliche Antworten auf die drängenden Fragen der Zukunft zu geben. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsminister Garrelt Duin laden Sie ein, am 2. Dezember 2013, 11.00 – 13.30 Uhr, mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in vier parallelen Themenworkshops zu den Schwerpunkten
  • Zukunft des Wirtschaftens und Arbeitens
  • Zukunft des urbanen Lebens
  • Zukunft der Energieversorgung
  • Zukunft des Dialogs zwischen Unternehmen und Gesellschaft

anhand von Praxisbeispielen zu diskutieren“ (aus der Veranstaltungsankündigung).
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Forschungswende für die Energiewende – Fachgespräch am 21.10.2013

Um die Energiewende umzusetzen, ist ein auch eine Wende in der Forschung über Energie notwendig. Die Zivilgesellschaftliche Platfform Forschungswende, die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) laden daher zu einem Fachgespräch am 21.10. von 11 bis 16 Uhr Uhr in der NABU Geschäftsstelle ein.
„In den letzten Jahren wurden politisch mit dem Gesetz zum endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie Fakten geschaffen, doch die Forschungsförderung für den Umbau zu einer energieleichten Gesellschaft wurde lange unterfinanziert. „Altlasten“ der Kernenergie wie der Rückbau von Forschungsmeilern aber auch Investitionen in Kohle-­ und CCS Förderung belasten den Forschungshaushalt noch über längere Zeit.
Es ist verständlich, dass ein erheblicher Teil dieser Mittel in technologisch orientierte Forschungsprojekte geht, da hier ein großer Nachholbedarf besteht. Gleichzeitig muss aber sichergestellt werden, dass zugleich hinreichende Finanzmittel in die begleitende Forschung für den – zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende – notwendigen Umbau der Gesellschaft sowie der Transformation der Konsum-­ und Produktionsmuster investiert werden. Ob diese Ansätze den notwendigen Support erfahren, wollen wir gemeinsam klären.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Das Programm zum Fachgespräch kann hier herunter geladen werden: Einladung Energieforschung_DNR_Forschungswende

„Der gläserne Elfenbeinturm – Mehr Transparenz in der Drittmittelforschung?“ Diskussionsveranstaltung am 30.09. um 18.00 Uhr in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, Berlin

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung über Transparenz in der Drittmittelforschung mit Prof. Dr. Udo Fink (Deutscher Hochschulverband), Dr. Thomas Weber (BASF), Krista Sager (Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Prof. Dr. Ullrich Buller (Fraunhofer-Gesellschaft) und anderen.

„Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wird immer enger. Davon profitieren beide Seiten: Die Wirtschaft hat einen Erkenntnisgewinn und die Wissenschaft einen wirtschaftlichen Gewinn. Mit der wachsenden Zusammenarbeit ist aber auch die Gefahr einer vermehrten Einflussnahme der Wirtschaft auf die Hochschulen und womöglich auch auf die Forschungsfreiheit verbunden. Deswegen hat sich der Deutsche Bundestag bereits mit diesem Thema befasst; in den Medien ist in drastischer Zuspitzung sogar von der „gekauften Wissenschaft“ (DIE ZEIT vom 1.8.2013) die Rede. Kritiker befürchten eine verborgene Einflussnahme u. a. auf Forschungsgegenstände und Forschungsergebnisse. Die Informationsfreiheitsbeauftragten des Bundes und der Länder sehen in einer größeren Transparenz der Kooperationsprojekte einen Ausweg. Aber auch das wird von den Beteiligten kontrovers diskutiert“ (aus der Veranstaltungsankündigung).

Die vollständige Veranstaltungsankündigung kann hier heruntergeladen werden: 20130930_Transparenz_Drittmittelforschung

 

Die Umweltpolitikforschung wird erwachsen/1980er Jahre – Dritter Teil der Veranstaltungsreihe des Ecologic Institutes und des Ecornet

Waldsterben, saurer Regen, Wasserverschmutzung und Verkehr waren in den frühen 80er Jahren die bestimmenden Umweltthemen in der Bundesrepublik, bis 1986 der Reaktorunfall in Tschernobyl die Debatte um die Atomkraft neu entfachte und die öffentliche Aufmerksamkeit bündelte. Diese Zeit bedeutete eine Phase des „Erwachsenwerdens“, der Professionalisierung und Institutionalisierung der unabhängigen Forschungsinstitute.

In der dritten Veranstaltung der Veranstaltungsreihe „Die Geschichte der Umweltpolitikberatung“ am 19. September 2013, 18.15 – 20.00 Uhr möchten die Veranstalter den Blick auf die Entwicklung der Umweltforschungsinstitute in den achtziger Jahren werfen und insbesondere Themen diskutieren, die weiterhin Aktualität besitzen.

Die Ehrengäste sind dieses Mal:

Dr. Volker Hauff (SPD) war von 1978 bis 1980 Bundesminister für Forschung und Technologie und von 1980 bis 1982 Bundesminister für Verkehr unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Von September 2001 bis Juni 2010 war Volker Hauff Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Michael Sailer ist Sprecher der Geschäftsführung des Öko-Instituts e.V. in Freiburg. Das Öko-Institut wurde aus dem Widerstand gegen das damals geplante Atomkraftwerk in Wyhl gegründet.

Moderiert wird die Veranstaltung durch R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Ecornet statt und wird durch die Deutsche Bundestiftung Umwelt gefördert. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte unter diesem Link. Die Veranstaltung findet statt im:

Ecologic Institut
Pfalzburger Str. 43/44
10717 Berlin

Weitere Veranstaltungen im Themenfeld finden Sie hier.

„Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ – Veranstaltungsprogramm online

Am 27. September 2013 findet in Stuttgart die öffentliche Veranstaltung „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erpobungsräume für Transformation“ mit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin, Theresia Bauer, und dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Wolfgang Marquardt, statt. Der Veranstalter, das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat nun das Programm veröffentlicht.

„Die Landesregierung möchte Projekte fördern, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen vor Ort bearbeiten. Damit greift sie die Idee der Reallabore auf, die von der Expertengruppe formuliert wurde. Die Veranstaltung bietet ein Forum für Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft, die Empfehlungen der Expertengruppe zu diskutieren und weiter zu konkretisieren. Diese sollen dabei anhand nationaler und internationaler Beispiele von Reallaboren verdeutlicht werden.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Anmeldung bis zum 13. September 2013 unter nachhaltigkeit(at)mwk.bwl.de oder Fax: 0711/279-3210.
Das Programm kann hier heruntergeladen werden:
Programm_MWK_130927

Tagung „Umweltmanagement und seine Perspektiven in Hochschulen“ Ev. Akademie Bad Boll am 07.11.2013

Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und die Universität Hohenheim haben das Umweltmanagementsystem nach EMAS erfolgreich eingeführt. Ihre Erfahrungen sollen für andere Hochschulen nutzbringend aufgezeigt und offene Fragestellungen erläutert und diskutiert werden.

Zu den Referenten/Referentinnen gehören:

• Anja Kordowich – Umweltmanagerin der Hochschule Esslingen
• Prof. Dr. Martin Kreeb – Fachgebiet Umweltmanagement, Universität Hohenheim
• Helmfried Meinel – Ministerialdirektor, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg
• Prof. Dr. Willfried Nobel – Umweltmanagementbeauftragter der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen
• Hedwig Ogrzewalla – Umweltkoordinatorin der Universität Tübingen

Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Universität Hohenheim, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Ev. Akademie Bad Boll und Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft statt.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier:

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„Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung: „Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Reallabore als Erprobungsräume für Transformation“ werden am 27. September die Empfehlungen der Expertenkomminission „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ in Baden-Würrtemberg diskutiert. Die Veranstaltung findet von 13 bis 18Uhr an der Hochschule für Technik Stuttgart statt.

„Wissenschaft ist ein Problemlöser. Doch die Lösungen für viele große Fragen wie den Klimaschutz, die Energiewende oder den demografischen Wandel kann Wissenschaft heute nur zusammen mit anderen Akteuren entwickeln. Die Landesregierung Baden-Württemberg möchte daher Projekte fördern, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen vor Ort bearbeiten.

Die Landesregierung greift damit die Idee der „Reallabore“ auf, die die Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ in Baden-Württemberg im Juni 2013 in ihren Empfehlungen entwickelt hat. Die Veranstaltung stellt nationale und internationale Beispiele solcher Reallabore vor. Mit Akteuren aus Wissenschaft und Gesellschaft sollen die Empfehlungen der Expertengruppe diskutiert und weiter konkretisiert werden.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

VDW Tagung Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt

Die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) führt vom 22. bis 24.11. in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen eine Konferenz durch, auf der Forscherinnen und Forschern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit Raum gegeben werden soll, über die globale Bedeutung der Nachhaltigkeit aus gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren.

Auf der Tagung soll die Idee der Nachhaltigkeit als Richtschnur für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, ihrer Biodiversität und unseren nur begrenzt verfügbaren Lebensgrundlagen überprüft werden. Aus der Analyse werden Schlussfolgerungen für das individuelle Verhalten gezogen sowie Erwartungen an verantwortliche Akteure in Wissenschaft und Politik formuliert.

Universitäten sind Orte gesellschaftlich relevanter Diskurse. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu. In diesem Sinne möchte die Konferenz „Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt“ dazu einladen, Ansätze zur Lösung existenzieller Zukunftsfragen zu diskutieren und kreative Konzepte zur Nachhaltigkeit aus interdisziplinären Forschungsansätzen zu entwickeln.

Eine Anmeldung ist unter der folgenden Seite möglich.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier:

Flyer_Programm_Nachhaltigkeit.010713

Symposium Transformationsforschung – Pioniere des Wandels für eine Kultur der Nachhaltigkeit

15/10/2013-16/10/2013, Berlin

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung wird Research in Community, ein Netzwerk für die Erforschung und Förderung einer „Kultur der Nachhaltigkeit“, diese Auftaktveranstaltung für eine transformative Veranstaltungsreihe durchführen. In dem Symposium sollen Wege erörtert und beschritten werden, wie Wissenschaft als Vermittler zwischen dem gestaltenden Staat und Pionieren des Wandels zu einer gesellschaftlichen Transformation in Richtung einer „Kultur der Nachhaltigkeit“ beitragen kann“. Aus der Veranstaltung heraus sollen gemeinsam Forschungsprojekte konzipiert und initiiert werden.

Leitfragen des Symposiums werden sein:

Was können Pioniere des Wandels für die Gesellschaft und eine „Kultur der Nachhaltigkeit“ konkret beitragen?
Welche transdisziplinären Forschungsansätze und konkreten Forschungsprojekte braucht es dafür?
Wie kann der Elfenbeinturm der Forschung als „Leuchtturm“ für nachhaltigen Wandel fungieren?
Wie kann der Staat Wissenschaft in seiner Vermittlerrolle stärken?
Welche Bedingungen unterstützen Pioniere des Wandels darin, mit ihren sozial- ökologischen Innovationen und ihrer gelebten Praxis aus ihren gesellschaftlichen Nischen zu kommen und mehr Breitenwirkung zu erzielen?

Mehr über die Veranstaltung erfahren Sie hier.

Für Ihre Voranmeldung und organisatorische Fragen kontaktieren Sie bitte Zoha Aghamehdi unter: aghamehdi@boell.de

EINLADUNG – Podiumsdiskussion zum Abschluss der Ringvorlesung „Vom Wissen zum Wandel“

Zum Abschluss der Ringvorlesung „Vom Wissen zum Wandel – Nachhaltigkeit als Herausforderung für Universität und Wissenschaft“ veranstaltet die Initiative SUSTAIN IT am Donnerstag den 11.07.2013 ab 18:00 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zukunftsfähig durch Nachhaltigkeit!?“. Zusammen mit den Podiumsgästen sollen die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Ringvorlesung diskutiert werden:

Prof. Dr. Peter-André Alt | Präsident der Freien Universität Berlin

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder | Leiter der AG Geobiologie und Anthropozänforschung an der Freien Universität Berlin, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Prof. Dr. Miranda Schreurs | Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin (FFU), Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU)

Johannes Geibel | Netzwerk N – das Netzwerk der Nachhaltigkeitsinitiativen an Hochschulen

Zeit und Ort: Donnerstag der 11.07.2013 | 18:00-20:00

Seminarzentrum in der Silberlaube | Raum L113

Weitere Informationen, eine Anfahrtsbeschreibung und der Podcast zur Ringvorlesung finden Sie unter http://www.fu-berlin.de/sites/sustain/hst/Ringvorlesung_2013/index.html

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Sektempfang statt – alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen in diesem Rahmen die Diskussion fortzusetzen.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Tagung der AG Hochschule Bildung für nachhaltige Entwicklung am 20.09. in Bremen

An vielen Hochschulen gibt es kleinere und größere Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Immer mehr Menschen setzen sich aktiv dafür ein, dass Studierende im Rahmen ihres Studiums die Gelegenheit haben, Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit zu belegen. „Vom Projekt zur Struktur“ ist dabei die Herausforderung der meisten Hochschulen: In welchen Strukturen und Formen können die vielen einzelnen Projekte verstetigt werden? Die Teilnehmer/ innen der Tagung haben die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und sich über die Verstetigungsformen auszutauschen.

Am Ende der Tagung wird eine Erklärung zum Abschluss der Dekade 2014 aus Sicht der Hochschulen erarbeitet. Diese Erklärung wird Gegenstand der deutschen Abschlusskonferenz zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im September 2014 werden.

Das Programm der Tagung können Sie hier herunterladen:
BNE_Einladung2013

Öffentliche Buchvorstellung von „Transformative Wissenschaft“ am 27.06. in Berlin

Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) veranstaltet am 27.06. ein offzielle Vorstellung des Buches „Transformative Wissenschaft – Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem“ in Berlin. In den Räumen der VDW werden die Autoren Kernbotschaften des Buches präsentieren und mit Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Vorsitzender der VDW) und Prof. Dr. Ulrike Beisiegel (PräsidentIn der Universität Göttingen und Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz) diskutieren. Beginn der Veranstaltung im Konferenzraum der Geschäftsstelle der VDW, Marienstr. 19/20, 10117 Berlin ist um 11:00 Uhr am 27.06.2013. Anschließend wird ein kleiner Imbiss gereicht. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Aus dem Ankündigungstext der VDW:
„Das deutsche (und internationale) Wissenschaftssystem steht vor großen Herausforderungen! Kann unsere Wissenschaft diese bewältigen? Leistet Wissenschaft einen Beitrag zur Lösung der globalen Herausforderung oder beharrt sie in einem scheinbaren Elfenbeinturm? Wie muss sich das System Wissenschaft selber ändern? Wer sind die Akteure der Veränderung? Wie steht es um die immer wieder beschworene Freiheit von Forschung und Lehre?

Das vorliegende Buch ist eine konstruktive Provokation. Es entwickelt die Perspektive einer transformativen Wissenschaft, die den Weg in eine lebensfähige Gesellschaft mit einem leistungsfähigen Wissenschaftssystem weist. Es ist faktenreich und kontrovers und sucht zugleich auch einen neuen gesellschaftlichen Konsens. Die VDW möchte es der Öffentlichkeit und den Medien vorstellen.“

Die vollständige Einladung mit Hinweisen zur Anmeldung können Sie unter diesem Link herunterladen.

Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung /Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe TU-Dialoge am 30. Mai 2013 zu Substitution von Materialien und Reboundeffekten

An der Technischen Universität startet am 30. Mai 2013 eine neue Veranstaltungsreihe: Die TU-Dialoge bieten Raum für den disziplinübergreifenden Dialog zu nachhaltigkeitsrelevanten Themen.

Wann: 30. Mai 2013, 18:00-20:00 Uhr mit anschließendem Buffetempfang
Wo: Lichthof des Hauptgebäudes der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin


Wissenschaft lebt vom Dialog: Über die Grenzen der Disziplinen hinweg, zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen Lehrenden und Lernenden. Dieser Dialog wird immer wichtiger, um den zahlreichen Herausforderungen der Zukunft wie z.B. Klimawandel und Ressourcenknappheit zu begegnen. Perspektiven anderer Fachgebiete werden zur Inspiration für die eigene und die gemeinsame wissenschaftliche Entwicklung. Im Rahmen der internen Forschungsförderung soll mit dem Format der TU Dialoge der Austausch zwischen den verschiedenen Fach- und Wissenschaftskulturen innerhalb der Universität gestärkt werden. Die inhaltliche Rahmung der Dialoge bildet das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung, wie es im Leitbild der Technischen Universität Berlin verankert ist. Aus der konkreten Arbeit der einzelnen Fachgebiete mit ihren Ansätzen, Methoden und Themenfeldern werden Forschungsfragen generiert, die die Grundlage der Dialoge bilden und so das Potenzial für gemeinsame Forschungsaktivitäten erkennbar machen.

Das Thema der ersten Veranstaltung wird sich der Substitution von Materialien und Rebound-Effekten widmen. Moderiert von Thomas Korbun (IÖW) und gemeinsam mit der anwesenden Öffentlichkeit diskutieren Frau Prof. Rotter vom Fachgebiet Abfallwirtschaft und Herr Prof. Thomas von der Arbeitsgruppe Funktionsmaterialien am Institut für Chemie sowie Herr Prof. Straube vom Fachgebiet Logistik und Herr Prof. Lang vom Fachgebiet Nano Interconnect Technologies der TU Berlin.

Anmeldung unter:
tu-dialoge@tu-berlin.de

Weitere Informationen zu der Veranstaltung:
www.tu-dialoge.de

Die Medieninformation der TU Berlin:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/2013/mai_2013/medieninformation_nr_962013/

Politikrelevante Forschung für eine nachhaltige Entwicklung – Herausforderungen und Lösungsansätze – Fachtagung am 18.06.

Die Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung stellt neue Anforderungen an das Zusammenspiel von Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Diese Anforderungen richten sich auch an eine zukunftsfähige Forschungsförderung. Sie muss Rahmenbedingungen für eine Forschung schaffen, die nicht nur gesichertes, sondern auch gesellschaftlich und politisch anschlussfähiges Wissen breitstellen kann.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt und das Dialogforum „Qualität und Relevanz der Nachhaltigkeitsforschung“ veranstalten zu diesem Thema am 18. Juni 2013 eine Fachtagung. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, wird dort in seiner Keynote zu den Anforderungen an einen wissenschaftsbasierten Umgang mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen sprechen. Weitere Vorträge, ein World Café und eine Paneldiskussion beschäftigen sich mit einer politikrelevanten Nachhaltigkeitsforschung und der Rolle der dort beteiligten Akteure.

Ziel der Fachtagung ist es, Handlungsoptionen für eine stärker in Netzwerken operierende Forschungsförderung zu identifizieren. Die Fachtagung versteht sich als Ergänzung zu Initiativen aus der Wissenschaft wie die Sustainability in Science Initiative oder aus der Zivilgesellschaft wie die Plattform ForschungsWende. Sie möchte zudem die produktiven Diskussionen weiterführen, die im vergangenen Wissenschaftsjahr unter dem Stichwort „Nachhaltige Wissenschaft“ angestoßen wurden.

Die Fachtagung richtet sich an öffentliche und private Forschungsförderer, an die Nachfrager und Anwender von Forschung in Politik und Verwaltung, an Personen aus politiknahen Beratungsgremien und Akademien sowie an Forschende. Die Teilnahme ist nur auf persönliche Einladung möglich. Interessierte, die keine Einladung bekommen haben, können sich jedoch bei Frau Dr. Vanessa Aufenanger (aufenanger@isoe.de) anmelden. Eine endgültige Anmeldebestätigung ist abhängig von der Verfügbarkeit von Plätzen und wird bis spätestens 7.6.2013 verschickt.

Datum: 18. Juni 2013, 10:00-17:30 Uhr
Ort der Veranstaltung:
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB.)
Reichpietschufer 50
10785 Berlin

Weitere Informationen: Fachtagung_18062013(3)

Transdisziplinaritäts-Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg vom 01.09. bis 10.09.

Vom 01. bis 10. September 2013 findet an der Leuphana Universität Lüneburg eine Summerschool für Transdisziplinarität statt. Auf die TeilnehmerInnen warten theoretische Impulse und praktische Erfahrungen im Design und der Umsetzung transdisziplinärer Forschungsprozesse. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erweiterung interdisziplinärer Forschungsansätze hin zu transdisziplinären Ansätzen in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren. Die Summerschool richtet sich an PraktikerInnen und WissenschaflerInnen aller Disziplinen, die ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft erweitern wollen. Sie findet in Kooperation mit der TU Berlin statt und ist in zwei seperat buchbare Module unterteilt.

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2013. Mehr Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

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Seminarreihe: Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen – Gute Wege in schwierigem Gelände finden

Immer mehr Hochschulen schaffen die Funktion der Nachhaltigkeitskoordination. Direkt angesiedelt bei der Hochschulleitung sollen die Stelleninhaber/innen wirksame Impulse für eine nachhaltige Ausrichtung der Hochschule schaffen. Dabei stellen sich fast in allen Hochschulen dieselben Fragen, wie der Prozess konstruktiv begleitet werden kann, an dessen Ende dann Nachhaltigkeit gut in der Hochschule aufgestellt ist. Eine Weiterbildung im Rahmen der AG Hochschule des Runden Tisches zur Umsetzung der Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung soll engagierte Nachhaltigkeitskoordinatoren in diesem Prozess unterstützen.

Die Seminarreihe für Koordinatoren und Koordinatorinnen von nachhaltiger Entwicklung in Hochschulen wird von Prof. Dr. Georg Müller-Christ (Universität Bremen) und Dr. Anna Katharina Liebscher angeboten und wird in vier Modulen stattfinden. Systemaufstellungen werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Das erste Modul zum Thema „Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Betrieb – den Weg zeichnen“ eröffnet die Reihe am 03. und 04. Juni in der Nähe von Bremen.

Ausführliche Informationen finden Sie in dem Flyer zur Seminarreihe

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oder hier.

 

Forschungskonferenz: Klimarobustes und nachhaltiges Deutschland – Wie gestalten wir die Transformation?

Zur Diskussion künftiger Forschungsschwerpunkte lädt das Umweltbundesamt Akteure der Klimaanpassungs- und Nachhaltigkeitsforschung sowie der Forschungsförderung am 11. und 12. Juni 2013 nach Dessau ein.

Dreiklang aus Nachhaltigkeits-, Transformations- und Anpassungsforschung

Die deutsche Klimapolitik zielt sowohl auf die Vermeidung von Treibhausgasen als auch auf die Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels. Zudem sind die sozialen und ökologischen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung weiterhin Treiber für zukunftsorientierte Politik und Forschung.

Die diesjährige Forschungskonferenz des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt stellt die Forschung zur Anpassung an den Klimawandel in Bezug zu Zielen und Konzepten einer nachhaltigen Entwicklung und sozial-ökologischen Transformationsprozessen. Im Fokus stehen Verbindungen von Anpassungsforschung, Nachhaltigkeitsforschung und der Forschung für eine „Große Transformation“ (WBGU).

Klimaschutz, Klimaanpassung, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Transformation – Wie können diese Forschungsfelder zukünftig noch stärker verschränkt werden, um Impulse für ein nachhaltiges und klimarobustes Deutschland zu entwickeln?

Die Konferenz bietet einen Rahmen, um u. a. folgende Fragen zu diskutieren und weiter zu entwickeln:
► Wie lassen sich Erkenntnisse aus der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung stärker in der Anpassungsforschung berücksichtigen?
► Was ergibt sich aus der Anpassungsforschung für die Gestaltung nachhaltiger Zukünfte?
► Welche Erkenntnisse lassen sich für erfolgreiche Forschungs- und Politikansätze weiterentwickeln?
► Wie lassen sich Anstöße zur Veränderung der Forschungslandschaft entwickeln?

Interaktives Format – neue Forschungsthemen gemeinsam entwickeln

Diskussion und Austausch sowie die gemeinsame Entwicklung innovativer Forschungsthemen und -fragen stehen im Mittelpunkt der Konferenz. Akteure der Forschung und der Forschungsförderung sind dazu eingeladen, ihr Wissen und ihre Expertise einzubringen, um die zentralen Themen und Fragen für eine nachhaltige und klimarobuste Gesellschaft zu identifizieren.

Die Diskussionen erfolgen in parallelen Arbeitsgruppen. Für die Identifikation der Themen und Leitfragen der Arbeitsgruppen werden die Teilnehmenden bereits bei der Anmeldung aktiv im Rahmen einer Befragung mit einbezogen. Die Ergebnisse der Befragung werden in die Konzeption der Arbeitsgruppen und die Entwicklung von Leitfragen einfließen.

Veranstalter: Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt

Konzeption und Durchführung: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)


Weitere Informationen und Anmeldung

A New Social Contract for Sustainability? – An Anglo-German Conference

Inspiriert von dem Gutachten des WBGU „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ richtet die Schumacher Gesellschaft in Großbritannien eine zweitägige Tagung Workshop „An Anglo-German Conference: A New Social Contract for Sustainability“ aus. Ziel der Konferenz ist es neue Formen des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bürgerschaft zu diskutieren.

Unter Rückgriff auf Theorien des Gesellschaftsvertrags werden Nachhaltigkeitsprozesse  und ihre Aushandlung vor dem Prozess gesetzlicher Legitimation betrachtet – in den Bereichen Produktion, Konsum und Konflikte zwischen verschiedenen Interessensgruppen. Auch ein neuer Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft spielt hier eine Rolle.

Die Konferenz findet vom 20. bis 21. Juni in Bristol statt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Wirtschaftskrise als Chance für eine nachhaltige Ökonomie – Tagung der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie

„Vorsorgende Ökonomie denken und gestalten“ lautet der Titel der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH), die damit zum ersten Mal einen Schwerpunkt auf wirtschaftswissenschaftliche Fragen legt. Die DGH ist eine der wenigen interdisziplinären Fachgesellschaften, die auf ihren Veranstaltungen und in ihren Veröffentlichungen die Wirkungszusammenhänge und Interaktionen zwischen Gesellschaft, Mensch und Umwelt thematisiert.

„In Fragen der Bewahrung der natürlichen Umwelt wurde in der Ökonomie versucht, das reale Marktversagen theoretisch zu erklären, mit Hilfe von Externalitäten und sozialen Kosten. Der Nachaltigkeits Vordenker Hermann Daley, nennt dieses Denken den „unsichtbaren Fuss“, den Adam Smith wohl übersehen habe. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise und des demographischen Wandels stehen Politiker, Wirtschaftsweise und Wirtschaftsführer gleichermaßen vor einer mentalen Zäsur und die Ökonomie wird, wider Willen, zu einer Sozialwissenschaft.

Ziel der Tagung, mit der die DGH auch Nachwuchswissenschaftler gezielt anspricht, wird sein Forschungsnetzwerke aus unterschiedlichen Schulen zu vernetzen, aber auch im politischen Raum, einen richtungsweisenden Impuls zu setzen, für die begonnene Neuorientierung von Wissenschaft und Wirtschaft. Eingeladen sind alle, die sich an diesem Diskurs beteiligen wollen, eigene Erfahrungen und Fragestellungen mitbringen oder Orientierung und Anknüpfungspunkte suchen. Sommerhausen steht für eine humanökologische Tradition in Deutschland, die das Neu-Denken bereits in ihrem Gencode beinhaltet.“ (Veranstalter)

Die Tagung „Vorsorgende Ökonomie denken und gestalten“ wird vom 23. bis 25. Mai 2013 in Sommerhausen am Main bei Würzburg im Evangelischen Gemeindehaus stattfinden. Das Programm der Tagung kann hier abgerufen werden:

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Anmeldungen können bis zum 05.05. hier erfolgen.

 

Partizipation und Transparenz in der Wissenschafts- und Forschungspolitik – Tagung am 31.05.

Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende lädt herzlich zur Tagung „Partizipation und Transparenz in Wissenschafts- und Forschungspolitik“ am 31. Mai in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin ein. Diskutieren Sie mit uns und Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft und Stiftungen über zivilgesellschaftliche Partizipation in Wissenschafts- und Forschungspolitik. Weitere Informationen und das Programm finden sie hier.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 14. Mai unter: forschungswende@vdw-ev.de. Vielen Dank!

Vom Wissen zum Wandel – Nachhaltigkeit als Herausforderung für die Universität und Wissenschaft

Die Initiative „Sustain It“ der FU Berlin veranstaltet im beginnenden Sommersemester eine öffentliche Ringvorlesung zu Nachhaltigkeit und Wissenschaft. Mit der  fächerübergreifenden Ringvorlesung soll erkundet werden, was Universität und Wissenschaft zu den großen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit beitragen können. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Offenen Hörsaals der Freien Universität präsentiert und findet jeweils donnerstags um 18Uhr statt. Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

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Global Sustainability Summer School 2013 vom 01. bis 12. Juli in Potsdam

Unter dem Titel „Complex(c)ity – urbanization and energy transitions in a changing climate“ wird vom 01. bis 12. Juli die internationale Summerschool des IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies) und des PIK (Potsdam Institute for Climate Impact Research) statt finden. Bereits zum zweiten Mal wird diese internationale Veranstaltung In Kooperation mit dem Santa Fe Institute (SFI), dem Institute for New Economic Thinking (INET), der Oxford Martin School (University of Oxford), dem Joint Institute for Strategic Energy Analysis (JISEA) und dem National Renewable Energy Laboratory (NREL) organisiert. Ziel der Veranstaltung ist es international renommierte WissenschaftlerInnen mit NachwuchswissenschaftlerInnen, PolitikerInnen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammenzubringen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Forschungsfreiheit und Verantwortung – (k)ein Widerspruch? Veranstaltung am 13.04. in Heidelberg

Zu dem Spannungsfeld von Wissenschaft zwischen Forschungsfreiheit und Verantwortung diskutiert die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 13.04.2013 an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Eingebettet ist die Diskussion in eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft der Grünen Baden- Würrtembergs unter gleichnamigen Titel. Zum Hintergrund der Veranstaltung:

„Wissenschaft bewegt sich im Spannungsfeld von Forschungsfreiheit und ethischer Verantwortung. In der Politik stößt der Wunsch nach aktiver Gestaltung an verfassungsrechtliche Grenzen. Ein Widerspruch? Was passiert, da, wo Wissenschaft und Politik sich überlappen? Dürfen der Wissenschaft im Interesse der Gesellschaft Grenzen gesetzt werden? Darf Politik diese Grenzen definieren, darf sie in die Wissenschaft hineinregieren? Und umgekehrt: Was ist die politische Verantwortung der Wissenschaft, welche Ansprüche dürfen an sie gestellt werden?“ (Flyer der Veranstaltung)

Ein aus Wissenschaft und Politik besetztes Podium wird mit Theresia Bauer über den Widerspruch zwischen Forschungsfreiheit und Verantwortung diskutieren. Das Thema wird anschließend in offenen Workshops zu Themen wie Zivilklausel und Transparenz, Wissenschaft für Nachhaltigkeit und grüner Innovation vertieft.
Weitere Informationen finden Sie hier.

„Strategien und Kompetenzen für eine Nachhaltigkeitstransformation“ – Symposium am 15.04. an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde setzt mit ihrem Profil auf Schlüsselbereiche wie Erneuerbare Energien, Regionalmanagement, Nachhaltigen Tourismus, Naturschutz, Forstwirtschaft, Ökolandbau, Anpassung an den Klimawandel oder Nachhaltige Wirtschaft. Ab dem Wintersemester 2013/14 wird als berufsbegleitender Fernstudiengang der Master „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ angeboten. Begleitend zur Konzeption des Masters werden in öffentlichen Veranstaltungen Konzepte und Theorien einer Ausbildung für Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement diskutiert.

Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement stellt hohe Ansprüche an Organisationen. Hochschulen können sie durch die Bereitstellung von Transformationswissen und die Ausbildung von qualifizierten Fach- und Führungskräften unterstützen. Seit mehreren Jahren bieten sie spezielle Studiengänge zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitstransformation an.

Wie die Vielfalt an Konzepten, Ausbildungsprofilen und Studiengängen zeigt, gibt es nicht „das“ Konzept für eine Nachhaltigkeitsmanagementausbildung, sondern verschiedene fachliche und methodische Ansätze, branchenspezifische Zugänge und Schwerpunktsetzungen. Auf der Veranstaltung soll diskutiert werden, wie die Hochschulen ein differenziertes hochwertiges Bildungsangebot entwickeln und diesen „Markt“ gemeinsam erschließen können.

Das Symposium möchte einen Austausch von Unternehmen, Non-profit-Organisationen und Hochschulen zu folgenden Fragen anregen:

• Was macht eine Transformationsstrategie aus?
• Wer kann diese konzipieren und wie?
• Wie kann die Transformationsstrategie unter den gegebenen Rahmenbedingungen umgesetzt werden?
• Welche Erwartungen haben Organisationen an die Hochschulausbildung zum Nachhaltigkeitsmanagement? Wie ist der Bedarf an qualifizierten Absolventen/-innen?

Eine Anmeldung zum Symposium und weitere Informationen sind in Kürze hier erhältlich.

10. BMBF Forum für Nachhaltigkeit am 10. und 11. September in Leipzig

Vom 10.-11. September 2013 findet das 10. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit im KUBUS des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig statt. Im Fokus der Konferenz stehen die Umsetzung aktueller Ergebnisse der Nachhaltigkeitsforschung, die Stärkung der Zusammenarbeit der Forschergemeinschaft sowie die Diskussion über zukünftige Forschungsprioritäten.

In mehr als 10 Sessions präsentieren Forschungsgruppen am ersten Tag der Konferenz ihre Ergebnisse aus aktuellen FONA-Schwerpunkten, wie der Sozial-ökologischen Forschung, dem nachhaltigen Land- und Wassermanagement, den Rohstoffeffizienztechnologien oder der Klima- und Energieforschung und diskutieren deren Umsetzung. Im Mittelpunkt des zweiten Tages steht die Entwicklung der thematischen Schwerpunkte für das dritte FONA-Rahmenprogramm. Gemeinsam mit Experten aus Unternehmen, Kommunen und NGOs wird die zukünftige Ausrichtung der Forschung für eine Nachhaltige Entwicklung erarbe itet.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen in Kürze hier!

Wettbewerbsgedanken in der Forschung – Workshop der VDW am 21.02. in Berlin

Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) lädt zu einem Workshop über die Wettbewerbsgedanken in der Forschungslandschaft ein. Die VDW steht in der Tradition der Bemühungen um eine verantwortungsvolle Wissenschaft und engagiert sich zunehmend auch im Kontext der Nachhaltigen Wissenschaft und der Partizipation zivilgesellschaftlicher Akteure im Wissenschaftsystem, u.a. durch die Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende. Wettbewerbsgedanken in der Forschung sind immer wieder Thema teils kontroverser Debatten in der Förderung einer Wissenschaft für die „Grand Challenges“.

„Seit einigen Jahren haben die Begriffe Wettbewerb und Wettbewerbsfähigkeit Konjunktur in der Forschungspolitik. Die VDW will sich im Rahmen eines Workshops gemeinsam mit Interessierten kritisch mit diesen Begriffen auseinandersetzen und sowohl die Bedeutung als auch die Praxis beleuchten. Insbesondere soll folgenden Fragen nachgegangen werden:

  • Was zeichnet „guten“ Wettbewerb aus?
    Welche Rahmenbedingungen fördern, welche Rahmenbedingungen behindern diesen guten Wettbewerb?

    Was steckt hinter dem Konzept der Wettbewerbsfähigkeit – wem nützt und wem schadet es?

    Was gibt es jenseits der Grenzen des Wettbewerbs?
    Inwieweit ist es in der Wissenschaft und an Hochschulen möglich, Fortschritt ohne Wettbewerb zu erzielen?

Ziel der Veranstaltung ist es, den Diskurs über die Anforderungen an die Forschungspolitik insbesondere zwischen der Wissenschaft und der Politik zu befördern.“

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier:

Workshop Wettbewerb Forschung Feb13 Programm

Ort: VDW Geschäftsstelle, Marienstr. 19/20, 10117 Berlin (S-/U-Bhf. Friedrichstr.) Zeit: 10 – 16 Uhr
Anmeldung: info@vdw-ev.de, Stichwort: WS Forschungspolitik

„Forschen für den Fortschritt“- Konferenz am 22.02. in Düsseldorf

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich auf der Basis eines sozial-ökologischen Fortschrittsverständnisses eine eigene Strategie gegeben: Fortschritt NRW. Der Entwurf der Strategie wurde in den vergangenen Wochen mit Akteuren aus der Wissenschaftslandschaft und der Ziviligesellschaft diskutiert und soll am 22.02. auf der Konferenz „Forschen für den Fortschritt“ in Düsseldorf vorgestellt werden. Das Programm des Kongresses ist nun online und kann hier heruntergeladen werden.

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Eine Anmeldung ist noch bis zum 15.02. hier möglich.

Weitere Veranstaltungen im Themenfeld finden Sie hier.

Symposium des BMBF: Sustainability in Science am 23.04. in Berlin

„Forschung und Wissenschaft sind vor allem dann überzeugend und glaubwürdig, wenn sie sich den ethischen Prinzipien, die sich mit Nachhaltigkeit verbinden, verpflichtet fühlen. Dies gilt sowohl für die Durchführung der Forschung als auch für die Auswahl und kritische Begleitung von Forschungsthemen. Auch die Gesellschaft erwartet bei der Bewältigung von Nachhaltigkeitsproblemen Lösungen von der Politik und der Wissenschaft“, so das BMBF in der Ankündigung seines Symposiums „Sustainability in Science“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in ihrem Bestreben, mehr Nachhaltigkeit in den eigenen Reihen zu wagen und lädt Sie ein zum Symposium „Sustainability in Science“ am 23. April 2013 im Humboldt-Carré in Berlin.

Gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren Sie über die verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Forschung und ihre Umsetzung in die Praxis.

Das Symposium setzt einen Startschuss für die „Sustainability in Science Initiative“. Im Dialog mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft soll erarbeitet werden, wie Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler Nachhaltigkeit in ihrem Tätigkeitsfeld konkret umsetzen können. Es soll ein Ort des Austausches sein, der Raum für inhaltliche und strategische Diskussionen schafft, in dem sich bestehende Initiativen vorstellen und vernetzen können.

Informationen zum Programm und zu den Inhalten der Workshops finden Sie hier.“

Quelle der Nachricht: http://www.fona.de/de/15897

„Forschungswende für die große Transformation“ – Workshop am 19. Februar in Berlin

Die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende hat sich zum Ziel gesetzt die Transparenz und Partizipation in der Forschungslandschaft und im Wissenschaftssystem insbesondere für zivilgesellschaftliche Organisationen zu erhöhen. Der Plattform gehören Umweltverbände (BUND, NABU, DNR), Entwicklungshilfeorganisationen, Gesundheitsorganisationen, Kirchen (ev., kath.), Gewerkschaften (DGB, ver.di) und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen an. Die Geschäftsstelle der Zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende befindet sich unter dem Dach der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und arbeitet seit der Auftaktveranstaltung dem Runden Tisch Zivilgesellschaft im Juli 2012 zusammen.

Nachdem im 2. Workshop erfolgreich die Kernforderungen der Verbände zu strukturellen Änderungen in der Wissenschafts-­ und Forschungspolitik diskutiert wurden, sollen mit dem 3. Workshop am 19.02. die großen Herausforderungen, die „Grand Challenges“, im Mittelpunkt stehen. Der Verlust der Biodiversität und die Erderwärmung sind unbestreitbare Zeichen dafür, wie sehr die Menschheit die planetaren Grenzen in einigen Bereichen bereits überschritten hat. Es drohen ernsthafte Konsequenzen für die Menschheit. Um die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu gestalten, braucht es fundamentale Änderungen, die unsere Art zu leben ebenso betreffen wir unsere Bewertungsraster von Innovationen in sozialer wie technischer Hinsicht.

Dies wird nicht ohne eine Transformation unserer bisherigen ökonomischen Vorstellungen und öffentlicher Infrastrukturen gehen. Doch die Mainstreamforschung bietet dazu bislang nur wenige Ansätze. Daher soll in diesem Workshop diskutiert werden, was diese Herausforderungen für die Ausrichtung der Wissenschafts-­ und Forschungspolitik bedeuten. Welche neuen Pfade sollen mit Hilfe der Wissenschaft beschritten werden? Wie können wir diese Themen in den Verbänden umgesetzt werden?

Ort: NABU-­Bundesverband, Charitéstrasse 5, 10117 Berlin
Lageplan unter http://www.nabu.de/nabu/portrait/bundesgeschaeftsstelle/
Zeit: 10.00 bis 17.00 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten unter: forschungswende@vdw‐ev.de
Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende für das Catering wird gebeten.

Das Programm zum Workshop und weitere Informationen finden Sie hier.

NRW Fortschrittskonferenz am 22.02.2013 in Düsseldorf

Die Forschungspolitik des Landes Nordrhein Westfalen orientiert sich zukünftig an den „Grand Challenges“, den globalen Schlüsselherausforderungen. Daher hat das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Forschung NRW die Fortschrittsstrategie NRW aufgelegt und damit einen sozial-ökologischen Fortschrittsbegriff in den Mittelpunkt der eigenen Aktivitäten gestellt. Neben Baden-Würrtemberg ist NRW daher eines der Bundesländer, die in Sachen nachhaltiger Wissenschaft besonders gut aufgestellt sind.

„Globaler Wandel bringt große gesellschaftliche Herausforderungen mit sich, die sich mit bisherigem Wissen, bekannten Strategien und erprobten Technologien nicht bewältigen lassen. Um sie zu meistern, müssen alte Denkmuster abgelegt und neue Denkansätze verfolgt werden. Aus diesem Grund richtet das Wissenschaftsministerium mit der Forschungsstrategie Fortschritt NRW seine Forschungspolitik neu aus.“ (Homepage MIWF).

Der Entwurf der Fortschrittsstrategie wurde als partizipativer Prozess gestaltet, dessen Ergebnisse nun vorgestellt werden sollen. Am 22. Februar 2013 wird die Fortschrittsstrategie beim Fortschrittskongress „Forschen für den Fortschritt“ vorgestellt und mit den KonferenzteilnehmerInnen diskutiert. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Konferenz zu transdisziplinärer Forschung und Modellierung vom 10./11.04. 2013 in München

Um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, ist eine umfassende Transformation der heutigen sozio-ökologischen Systeme (beispielsweise Werte, Normen, Strategien, Infrastrukturen und der Wirtschaft) erforderlich. Es besteht eine Übereinstimmung darin, dass diese Transformation nicht durch Wissen aus einer Disziplin unterstützt werden kann. Daher ist es notwendig Instrumente zu entwickeln, die an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Disziplinen und zwischen Wissenschaft und Gesellschaft positioniert sind. Weiterhin sollten Methoden entwickelt werden um potentielle Auswirkungen von Szenarien und Strategien (bspw. gesellschaftliche Entscheidungen und Entwicklungen) zu antizipieren und aus der Perspektive der nachhaltigen Entwicklung zu bewerten. Aus einer wissenschaftlichen Perspektive scheinen zwei Elemente entscheidend zu sein um die Transformation zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen: Transdisziplinarität und Modellierung.

Ziel der Konferenz

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die Potentiale transdisziplinärer Forschung und Modellierung, sowie der Austausch von Wissen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dabei werden die Gemeinsamkeiten, Differenzen und Verbindungen zwischen transdisziplinären Methoden und Instrumenten der Modellierung im Kontext von Transformationprozessen diskutiert.

Referenten

Prof. Dr. Wolfram Mauser – Universität München
Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl – Universität Osnabrück
Prof. (emeritus, ETH Zürich) Dr. Roland Scholz – Fraunhofer Institut und Universität Zürich
Prof. Dr. Urs Wiesmann
- Universität Bern

Konferenzbeiträge können noch bis zum 15. Januar eingereicht werden.
Für detailliertere Informationen, klicken Sie bitte hier.

Übersicht über die Veranstaltungen der Reihe im Wissenschaftsjahr

Übersicht über die Veranstaltungen der Reihe im Wissenschaftsjahr

Das deutsche Bundesforschungsministerium (BMBF) hat das Jahr 2012 zum Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/Nachhaltigkeit“ ausgerufen. Die Initiative „Transformatives Wissen schaffen“ nimmt dies zum Anlass, in einer Reihe von Veranstaltungen zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen das Wissenschaftssystem selbst steht, um eine Motorfunktion auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu erfüllen. Zusammenfassungen zu dem bisher gelaufenen Veranstaltungen finden sie unter dem Einträgen.

Weiter Hintergründe zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

NRW_LR_dt_RGB Kopie 06.02.2012 (Auftakt) Auftaktverstaltung zur Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ NRW-Landesvertretung, Berlin Bericht über die Veranstaltung

 

Bild Zahrnt 29.02.-02.03.12 Leuphana Sustainability Summit Lüneburg Leuphana-Universität Lüneburg Bericht über die Veranstaltung

 

nstitut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH

08.03. -09.03.12 IÖW-VÖW-Jahrestagung „Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ Berlin Bericht über die Veranstaltung

 

GAIA 20.4.-21.04.12 (Partnerveranstaltung) GAIA-Jahres-Treffen an der Leuphana-Universität Lüneburg (intern)

 

Stiftung Mercartor

07.05.12 „Wohin läuft das Wissenschaftssystem?“ ProjektZentrum Berlin, Stiftung Mercator

Bericht über die Veranstaltung

 

UNESCO

14.06.12 Diskussionveranstaltung der Deutschen UNESCO Kommission – Vorstellung des Memorandums „Wissenschaft für Nachhaltigkeit: Der Durchbruch muss gelingen“– Denkerei Berlin

Bericht über die Veranstaltung

 

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03.07.12 Runder Tisch „Forderungen der Zivilgesellschaft an eine künftige Wissenschaftspolitik“ NABU Geschäftsstelle Berlin

Bericht über die Veranstaltung

 

sneep vöw 20.-24.8. (Partnerveranstaltung) „Unternehmen Postwachstum: Unternehmensstrategien an den Grenzen des Wachstums“ sneep/ VÖW Sommerakademie 2012 Berlin

 

Stiftung Mercator

10.09.12 „Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft“ ProjektZentrum Berlin, Stiftung Mercator

Kommentar zur Veranstaltung

 

Oeko-Institut

13.09.12 „Energiewende – Gut vernetzt? Anforderungen an Governance und Infrastruktur der Transformation des Energiesystems“
Jahrestagung des Öko-Institutes Berlin

Link zur Dokumentation der Jahrestagung

 

Berlin Conferenz 2012 05.-06.10.12 (Partnerveranstaltung) „Evidence for Sustainable Development” – Berlin Conference on the Human Dimensions of Global Environmental Change – Berlin

 

VÖW-Logo 09.11.12 (Partnerveranstaltung) Perspektiven der Wachstumskritik – VÖW-Mitgliedsversammlung mit Diskussionsveranstaltung Berlin

 

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13.11.12 Transformative Wissenschaft – Katalysator für neue Wohlstandsmodelle in Niedersachsen? Hannover

Bericht über die Veranstaltung

 

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16.11.12 Wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitskeitsforschung ausmacht? Frankfurt a.M.

Bericht zur Veranstaltung

 

VDW-Logo 30.11.-02.12.12 (Partnerveranstaltung) Welternährung und Armutsbekämpfung
Jahrestagung der Vereinigung deutscher Wissenschaftler in der Reihe Wissenschaft für Frieden und Nachhaltigkeit
Göttingen

 

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10.12.12 Abschlusstagung der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“
Landesvertretung Baden Württemberg Berlin

Pressemitteilung zur Veranstaltung Bericht über die Veranstaltung

Getragen wird die Initiative zum Wissenschaftsjahr von wissenschaftlichen Vorreiter-Einrichtungen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaft. Dazu gehören neben dem NaWis-Verbund aus den Universitäten Kassel und Lüneburg sowie dem Wuppertal Institut und dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), das Ecological Research Network (Ecornet) der freien Umwelt-/Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland, die seit über 20 Jahren eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung als Pioniere betreiben. Dem Ecornet gehören an: das Öko-Institut, das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU), das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Ecologic Institute, das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Viele weitere Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen u.a. aus der Arbeitsgruppe Hochschule des Deutschen UNESCO-Komitees unterstützen das Netzwerk. Im Rahmen der Veranstaltungen werden eine Reihe von Schlüsselsätzen prominenter Akteure gesammelt, die zur Diskussion einladen und das Anliegen der Reihe plastisch machen sollen. Die Stiftung Mercator unterstützt die Koordination der Reihe finanziell. Der Oekom-Verlag begleitet die Reihe als Medienpartner. Hier können Sie die Veranstaltungsübersicht als PDF herunterladen: Nawis_Veranstaltungen 120605

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Veranstaltungsdokumentation „Schafft Wissenschaft die große Transformation?“ online

Mit knapp 200 TeilnehmerInnen in der Baden-Württembergische Landesvertretung bildete die Veranstaltung „Schafft Wissenschaft die große Transformation?“ einen erfolgreichen Abschluss der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“. Veranstalter waren das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen, der Runde für Nachhaltige Wissenschaft (NaWis) und dem Ecological Research Network (Ecornet). Die Veranstaltungsdokumentation besteht aus einer schriftlichen Dokumentation (erstellt durch das MWK Baden-Württemberg) und einer multimedialen Dokumentation.


Impressionen der Abschlussveranstaltung und Stimmen zur Reihe „Transformatives Wissen schaffen“

„Wissenschaft für Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg“ – Eröffnung der Veranstaltung durch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer/Baden Württemberg

Die besondere Rolle der Wissenschaft, so die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, liege zum einen darin, Wege für eine Transformation zu erarbeiten, und zum anderen müsse sich die Wissenschaft auch selbst verändern. Schlussendlich gehe es um eine gute Balance: Die Freiheitsrechte der Wissenschaft seien wichtig, würden sie doch nicht zuletzt für Ergebnisoffenheit und Vielfalt sorgen, doch trage die Wissenschaft auch eine Verantwortung in der und für die Gesellschaft. Zur Rolle der Wirtschaftswissenschaften erklärte Bauer, es bedürfe dringend sozialer Innovationen, die in die Gesellschaft hineinwirken. So müsse neu gefragt werden, was Wohlstand und Gerechtigkeit heute und in Zukunft heißt, in einem Bewusstsein um die Endlichkeit der Ressourcen und die enormen Herausforderungen globaler Veränderungen. Schulze stimmte bei, die Wissenschaft müsse sich auf die berechtigen Erwartungen der Gesellschaft einstellen und das Wohlergehen der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Es brauche Systeminnovation entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach sozialen und ökologischen Maßgaben. Dafür sei Kooperation über nationale Grenzen und akademische Disziplinen hinweg zentral. Es sei Aufgabe der Politik, hierfür verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Dem Konzept der Nachhaltigkeit wies Bauer klar eine ökologische Kerndimension zu, die aber mit einer wirtschaftlichen, sozialen, globalen und zeitlichen Dimension verbunden sei. In Baden-Württemberg habe sich die gesamte Regierung das Ziel der Nachhaltigkeit gesetzt, so Bauer. Sie verwies auf den vom Ministerpräsidenten einberufenen Nachhaltigkeitsbeirat, der ressortübergreifend Lösungsansätze erarbeiten soll. Das Wissenschaftsministerium habe seit April 2012 eine Expertengruppe zu Nachhaltigkeit eingesetzt, die im kommenden Jahr Ergebnisse vorlegen werde. Eine Verordnung von oben hält Bauer für den falschen Weg. Vielmehr setze man darauf, dass die Wissenschaft sich selbst den dringenden Fragen unserer Zeit zuwendet, und dies umso mehr tut, wenn die Politik den Rahmen dafür stärkt. In Baden-Württemberg arbeite man thematisch konkret an den Themen Mobilität, vor allem Elektro-Mobilität, Energiewende, Leichtbau, Bioökonomie und Ressourcenschutz. Nachhaltigkeit sei aber auch eine Herausforderung für das Hochschulsystem. Im Rahmen einer Ausschreibung zu der Thematik seien zahlreiche Anträge mit Ideen eingegangen, die derzeit ausgewertet würden. Die hochschulpolitischen und universitären Strukturen müssten von einer guten Balance aus sichernder Grundfinanzierung und wichtigen Impulsen durch Projektförderung und Drittmittel geprägt sein, an der man gemeinsam mit Bund und Ländern arbeiten wolle. Mit Blick auf 2013 skizzierte Bauer einen umfänglichen Mehrebenenansatz, bei dem Initiativen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen heraus gefördert, Impulse vom Land ausgehen, und auch Studierende aktiv in die Transformation einbezogen werden sollen. Es brauche im Sinne der Perspektivenvielfalt mehrere Orte des Austauschs, nicht nur unter universitären Akteuren sondern auch mit Kommunen, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Akteuren.

„Wahrhaft nützlich – Was eine kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht?“ – Veranstaltungsbericht zur Tagung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung

Neuartige und komplexe Problemlagen, wie sie etwa für den Klimawandel oder den Verlust der Artenvielfalt charakteristisch sind, stellen Wissenschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund war es Ziel der vom ISOE veranstalteten Tagung „Wahrhaft nützlich – Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“ zu diskutieren, wie Wissenschaft und Forschung mit der Spannung zwischen dem eigenen Wahrheitsanspruch und den gesellschaftlichen bzw. den politischen Forderungen nach Nützlichkeit von Forschung umgehen soll. Durch die fast 140 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft waren die verschiedenen gesellschaftlichen Perspektiven zum Thema vertreten und sorgten für eine lebhafte Diskussion.

Diskussions- und Orientierungsgrundlage waren die vom ISOE entworfenen „Frankfurter Thesen zur kritischen Nachhaltigkeitsforschung“. Diese wurden zu Beginn der Tagung von Thomas Jahn vorgestellt und erläutert. In dem darauffolgenden Eingangsvortrag beschrieb Professorin Gesine Schwan zunächst die Bedeutung der Freiheit der Wissenschaft und deren Suche nach Wahrheit und kam zu dem Schluss, dass die Freiheit der Wissenschaft eine zweckgerichtete und engagierte Wissenschaft nicht ausschließe, solange diese methodisch reflektiert sei. Am Beispiel des von der Humboldt-Viadrina School of Governance initiierten Energiewende-Trialogs berichtete Schwan anschließend über die Erarbeitung von Lösungsansätzen für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende durch unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen.

In der Podiumsdiskussion „wahrhaft nützlich – Anspruchskonflikt zwischen Wissenschaft und Gesellschaft“ wurden an konkreten Beispielen aus der Nachhaltigkeitsforschung Ansprüche an Wissenschaft und Forschung sowie die Themensetzung in der Wissenschaftspolitik diskutiert: Wichtig sei eine breite Einbindung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen – sowohl bei der Themensetzung im Rahmen der Forschungspolitik als auch in der Forschungspraxis selbst. Auf die Forschungspraxis bezogen bedeute dies – ganz im Sinne eines transdisziplinären Forschungsprozesses – sich in einem ersten Schritt auf einen gemeinsamen Forschungsgegenstand zu verständigen. Während des Forschungsprozesses sollten die gesellschaftliche Problemwahrnehmung und die wissenschaftliche Problembeschreibung regelmäßig abgeglichen werden und schließlich sei eine gemeinsame kritische Bewertung der Ergebnisse vorzunehmen.

Der zweite Teil der Tagung galt den Transformationsfeldern „Wasserressourcen und Wasserinfrastruktur“, „Energie und Konsum“, „Elektromobilität und Verkehr“ und „Ernährungssicherung und Biodiversität“. In Workshops wurden die wichtigsten Problemfelder und daraus resultierende Forschungsbedarfe benannt. Das themenübergreifende forschungspolitische und -praktische Fazit lautet, dass nicht nur die Vernetzung der verschiedenen Versorgungssysteme, wie etwa die Wasser- oder Nahrungsversorgung, sondern auch die Rolle der KonsumentInnen als entscheidender Faktor in der Transformation sowohl in der Forschung als auch in der Forschungsförderung bislang zu wenig Beachtung finde.

Eine ausführliche Tagungsdokumentation befindet sich derzeit in Bearbeitung und wird demnächst auf der Webseite www.isoe.de erscheinen.

Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“.

 

NRW- Wissenschaftsministerium stellt Forschungsstrategie Fortschritt NRW zur Diskussion

Globaler Wandel bringt große gesellschaftliche Herausforderungen mit sich, die sich mit bisherigem Wissen, bekannten Strategien und erprobten Technologien nicht bewältigen lassen. Um sie zu meistern, müssen neue Denkansätze verfolgt werden. Aus diesem Grund richtet das nordrhein-westfälische Forschungsministerium die Forschungspolitik des Landes NRW neu aus. Mit der Forschungsstrategie Fortschritt NRW zielt es darauf ab, die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft und Forschung zu stärken.

Um die im Wandel liegenden Chancen zu ergreifen, brauchen wir neue Ideen, neue Konzepte und ein neues Verständnis von Innovationen. Fortschritt im 21. Jahrhundert muss im Zeichen sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit stehen. „Innovationen sind zunehmend soziale Prozesse, Dienstleistungen und Lösungen, die die Folgen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt gleichermaßen im Blick haben. Fortschritt bezieht die soziale Frage ein und verbindet Ökonomie und Ökologie“, so Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Wissenschaft liefert die Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Antworten, die nachhaltig sind und zu Wohlstand und Wohlergehen der Menschen führen. Damit dies noch besser gelingt, ist ein grundlegender Kulturwandel nötig. Im Konkreten bedeutet das: Wissenschaft muss vermehrt umsetzungsorientiert und transdisziplinär arbeiten. Sie muss sich noch mehr zur Gesellschaft hin öffnen und gesellschaftliche Akteure frühzeitig und aktiv in den Forschungs- und Innovationsprozess einbeziehen.

Von diesem notwendigen Kulturwandel darf sich die Wissenschaftspolitik selbst nicht ausnehmen. Die Koalitionsfraktionen haben sich deshalb vorgenommen, die Gesellschaft bei der Formulierung künftiger Forschungsziele aktiv zu beteiligen.

Einen Entwurf der Forschungsstrategie Fortschritt NRW finden Sie hier. An dieser Stelle lädt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen herzlich dazu ein, über die neue Forschungsstrategie zu diskutieren. Schreiben Sie bis Ende des Jahres Ihre Meinung an meinung@fortschritt.nrw.de.

Quelle und mehr Informationen unter: http://www.wissenschaft.nrw.de/forschung/fortschritt-nrw/forschungsstrategie-fortschritt-nrw/

„Global Energy Assessment – Towards a Sustainable Future“ – 12. Dezember Berlin

Am 12. Dezember stellen Mitglieder des WBGU eine Studie zur Transformation der globalen Energiesysteme vor und diskutieren die Implikationen für die deutsche Energiewende.

Das Global Energy Assessment (GEA) zeigt, dass die Transformation der Energiesysteme viele Vorteile hat und dass es mehrere machbare Wege dahin gibt. Das GEA ist die weltweit erste integrierte Analyse der Herausforderungen, Chancen und Strategieoptionen für die Transformation der Energiesysteme in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern. Am von International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) koordinierten GEA waren über 500 führende Energieexperten aus Forschung, Wirtschaft, Industrie und Politik aus 70 Ländern über mehrere Jahre beteiligt. Drei WBGU-Mitglieder haben an diesem Prozess mitgewirkt.

Mit seinem integrierten und umfassenden Lösungsansatz zur Bewältigung der globalen Herausforderungen im Energiebereich ist das GEA einzigartig. Der globale Energiebe- richt identifiziert die wesentlichen Herausforderungen für eine globale Energiewende und bewertet die Energieressourcen und technischen Optionen zum Aufbau nachhal- tiger Energiesysteme. Schließlich werden Politikoptionen und der Investitionsbedarf für nachhaltige Entwicklungspfade skizziert.

Datum: 12. Dezember 2012, 14–16 Uhr

Ort: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Stresemannstraße 128-130, 10117 Berlin, Atrium

Anmeldung erforderlich unter: http://www.wbgu.de/anmeldung-gea-2012/

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:Flyer_GEA_121128

Veranstaltungsbericht „Transformative Wissenschaft – Katalysator für neue Wohlstandsmodelle in Niedersachsen?“ am 13.11. in Hannover

Die Orientierung der Wissenschaft an den großen Herausforderungen („Grand Challenges“) ist auch für Niedersachsen ein Thema von hoher Relevanz – dies zeigte die gute Resonanz auf die Podiumsdiskussion am 13.11.2012 in Hannover. Die Kooperationsveranstaltung der Stiftung Leben und Umwelt und der NaWis-Runde war Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des Wissenschaftsjahres „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“.

Auf die knapp 50 Gäste wartete ein hochkarätig besetztes Podium aus drei Universitätsleitungen (Prof. Dr. Jürgen Hesselbach/ Präsident der Universität Braunschweig & Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz, Prof. Dr. Sascha Spoun/ Präsident Leuphana Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lücke/Vizepräsident der Universität Göttingen), der Politik (Dr. Gabriele Heinen-Kljajic/ Wissenschaftspolitische Sprecherin Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen), der Zivilgesellschaft (Prof. Dr. Helmut Horn/ BUND) und studentischen Vertretern (Andre Vespermann/ Universität Hildesheim). Prof. Dr. Uwe Schneidewind/ NaWis-Runde moderierte die Runde.

Anja Piel, Stiftungsrätin der Stiftung Leben und Umwelt und Landesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen Niedersachsen skizzierte in ihrer Eröffnung den notwendigen Paradigmenwandel des aktuellen Wissenschaftssystems hin zu einer Transformativen Wissenschaft, die die Zivilgesellschaft mit einbindet und den eigenen Strukturwandel voranbringt.

Die Diskussion der Podiumsteilnehmer beleuchtete zunächst deutlich die Diversität der Wege einer Universität zu mehr Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Die TU Braunschweig ist durch ein stärker klassisches (Natur- und Ingeneur-)Wissenschaftliches Verständnis geprägt, das zugleich seit vielen Jahren in der Kooperation mit Unternehmen eine Öffnung erfährt. Die Universität Göttingen hat mit dem Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung bereits einen Leuchturm für transdisziplinäre Forschung und plant ein Studium Oecologicum nach dem Vorbild der Initiative „Greening the University“ in Tübingen. Die Leuphana Universität Lüneburg setzt mit einer eigenen Fakultät Nachhaltigkeit und einer umfassenden transdisziplinären Eingangsphase (Leuphana Semester) eine Wissenschaft für und mit der Gesellschaft am konsequentesten um.

 

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Ausstellung und Veranstaltung „Nachhaltiges Textiles Design“ am 13. und 14. Januar 2013 in der NRW Landesvertretung in Berlin

Intelligente und nachhaltige Konzepte im Textilen Design

Mit der Ausstellung und Dokumentation zum „Nachhaltigen Textilen Design / Sustainable textiles Design“ möchte die Hochschulle Niederrhein (Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik) die vielen, sehr guten theoretischen Diskussionen zum Wissenschaftsjahr 2012 „Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde“ bereichern und Sie einladen, an Hand der dreidimensionalen Design-Objekte und visualisierten Designkonzepte neue Perspektiven zu ertasten, zu hinterfragen und gemeinsam für das „Zukunftsprojekt Erde“ zu diskutieren und zu kreieren.

Die Veranstaltung am 14. Januar 2013 ist als Nachklang des Wissenschaftsjahres 2012 und als Auftaktveranstaltung zur Berliner Fashion Week 2013 geplant, die unter anderem nachhaltige Designkonzepte in der Textilwirtschaft zur Diskussion stellt. Es erscheint zeitgleich eine Publikation im Schaff Verlag.

Zum Hintergrund der Ausstellung können Sie auf den nächsten Seiten lesen:

CSR-Salon – Kooperative Nachhaltigkeitsforschung von Unternehmen und Wissenschaft am 11.12. in Berlin

Kooperative Forschung von Unternehmen und Wissenschaft spielt eine wichtige Rolle, um Antworten auf Fragen einer nachhaltigen Entwicklung zu finden. Mit dem CSR-Salon wollen econsense (Forum für nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft) und das UPJ- Unternehmensnetzwerk zum Jahresausklang einen Blick zurück auf das Jahr 2012 werfen, das im „Wissenschaftsjahr – Zukunftsprojetk Erde“ ganz im Zeichen der Nachhaltigkeitsforschung stand. Wie Unternehmen und Wissenschaft erfolgreich miteinander kooperieren steht im Fokus des CSR-Salons. Als besonderes Highlight wird einer der Finalisten des Science Slams zum „Wissenschaftsjahr – Zukunftsprojekte Erde“ begrüßt.

Das vollständige Programm finden sie hier.

Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 3. Dezember 2012 an unter:
www.econsense.de/anmeldung

Welttag „Wissenschaft für Frieden und Entwicklung“ 2012 unter dem Motto „Science for Global Sustainability“

Seit 2001 begeht die UNESCO jedes Jahr am 10. November den Welttag der Wissenschaft. Der Tag ist ein Ergebnis der Weltwissenschaftskonferenz, welche die UNESCO und der Weltwissenschaftsrat ICSU 1999 in Budapest organisiert haben. Deren Abschlussdokumente unterstrichen nachdrücklich die Bedeutung von Wissenschaft für Frieden und Entwicklung. Der Weltwissenschaftstag macht die Öffentlichkeit jährlich auf dieses Thema aufmerksam und zeigt, warum Wissenschaft für jedermann wichtig ist.

Im Jahr von Rio+20 und dem deutschen Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“ lautet das Motto des Welttages „Science for Global Sustainability: Interconnectiveness, co-laboration and cooperation“.

Die Deutsche UNESCO Komission ruft dazu auf, sich an dem Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung zu beteiligen, beispielsweise durch Eintragung eigener Veranstaltungen in den Online-Kalender zum Welttag. Bitte schreiben Sie an sekretariat(at)unesco.de.

Weitere Informationen finden sie hier.

Gesellschaft im Wandel – Forschung im Wandel – Tagung der Bayerischen Forschungsverbünde am 12.11. in München

Mehr denn je ist die Wissenschaft gefragt, Antworten auf komplexe Fragestellungen über traditionelle Fachgrenzen hinweg zu finden. Die Bayerischen Forschungsverbünde kommen seit 1985 dieser Aufgabe nach, indem sie disziplinübergreifend Lösungsmöglichkeiten für wirtschaftlich-gesellschaftliche Herausforderungen erarbeiten. Die Bayerischen Forschungsverbünde lädt mit der Unterstützung der Bayerischen Forschungsallianz herzlich zu einem interdisziplinären Austausch ein, der das Wirken der Forschungsverbünde im Zusammenspiel mit einer sich wandelnden Welt näher beleuchtet.

Am Montag, 12. November 2012 soll im Literaturhaus München von 13-18 Uhr der Kongress „Gesellschaft im Wandel – Forschung im Wandel“ veranstaltet werden. Grundlegende Fragen sind, wie gesellschaftliche Trends die Forschung beeinflussen und welche Rückwirkungen dies auf die Gesellschaft hat.

Detailliertere Informationen zum Programm finden Sie im Flyer zur Veranstaltung unter: http://www.bayfor.org/flyer-forschungsverbund-kongress

Die Presseinformationen und ein kurzer Bericht zur Tagung ist hier zu finden: http://www.bayfor.org/forschungsverbund-kongress-bilder

Wissenschaft und Forschung als Motor für Entwicklung – Auftakt der neuen GIZ-Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Praxis: nachhaltige Entwicklung in der internationalen Zusammenarbeit“

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) lädt herzlich zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Praxis“ ein. Thema am 29. Oktober ist die Rolle von Wissenschaft und Forschung für nachhaltige Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Diskutieren Sie mit Prof. Dr. Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) und Joachim Prey, Leiter des Fach- und Methodenbereichs der GIZ. Moderation: Dirk Asendorpf, freier Wissenschaftsjournalist.

Bei der Auftaktveranstaltung stehen unter anderem folgende Fragen im Fokus der Diskussion: Wie kann Wissenschaftspolitik für nachhaltige Entwicklung gestaltet werden? Welche Disziplinen sind besonders als Motor von Entwicklung geeignet? Wie ist die Situation von Wissenschaft und Forschung in den verschiedenen Regionen der Welt und welche Entwicklungspotenziale haben sie? Wie kann die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinen Partnerländern gestärkt werden?

Die Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Praxis: nachhaltige Entwicklung in der internationalen Zusammenarbeit“ am Standort Godesberger Allee der GIZ in Bonn bringt im monatlichen Rhythmus ein breites Spektrum von Themen zur Sprache wie Umwelt, Gesundheit, Bildung, Agrarwirtschaft, Frieden und Sicherheit, Transport und Energie. Neueste Forschungsergebnisse werden aus Sicht der Praxis der internationalen Zusammenarbeit erörtert.

Datum: 29. Oktober 2012, 14 bis 16 Uhr

Ort: GIZ, Godesberger Allee 119, Bonn

Kontakt und Anmeldung (bitte bis 22.10.): Sonja Moissidis, GIZ, 0228 24934-138, sonja.moissidis@giz.de

Leopoldina Workshop „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft” am 12. November 2012

Ankündigung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina:
„Nachhaltigkeit scheint eines der prägenden Schlagworte Anfang des 21. Jahrhunderts zu sein. Nahezu in allen Bereichen verwendet, mal mehr, mal weniger konkret definiert, wirft der Begriff auch für die Wissenschaft verschiedene Fragen auf: Kann es eine nachhaltige Wissenschaft geben? Sind wir gar verpflichtet, bei wissenschaftlicher Praxis stets deren Nachhaltigkeit zu berücksichtigen?[…]“

Mit einem eintägigen Workshop möchte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina einen Rahmen bieten, um diese vielfältige Beziehung zwischen Wissenschaft und Nachhaltigkeit zu beleuchten und in konzentrierter Atmosphäre zu diskutieren.

Die Veranstaltung richtet sich an ein geladenes Fachpublikum. Zur  Anmeldung gelangen Sie über folgenden Link.

Hinweis zum Programm.

Fit für das 21. Jahrhundert? Wissenschaft als Motor für Nachhaltigkeit

Die Landesregierung von Baden-Württemberg möchte den Beitrag von Wissenschaft und Forschung für eine nachhaltige Entwicklung stärken. Sie hat sich das Ziel gesetzt, eine Wissenschaftskultur zu fördern, in der über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg die großen Zukunftsprobleme der Gesellschaft bearbeitet werden können.  Im April 2012 wurde deshalb vom Wissenschaftsministerium die Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ einberufen, die Anregungen für die Stärkung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und im Betrieb von Hochschulen in Baden-Württemberg erarbeiten soll. Mit dieser öffentlichen Diskussionsveranstaltung gewährt das Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, einen ersten Blick in die Arbeit der Experten. Das MWK lädt Sie ein, erste Analysen und Thesen der Expertengruppe zu debattieren, deren Abschlussbericht im Frühjahr 2013 vorgelegt wird.

Mitglieder der Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“

  • Prof. Dr. Uwe Schneidewind
    Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH.
  • Dr. Bettina Brohmann
    Leiterin des Bereichs „Energie & Klimaschutz“ am Öko-Institut e.V. in Darmstadt.
  • Prof. Dr. Armin Grunwald
    Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Forschungszentrums Karlsruhe (ITAS).
  • Nikolas Hagemann
    StudierendenInitiative Greening The University e.V., Tübingen und Mitglied im Beirat für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Tübingen.
  • Prof. Dr. Martin Müller
    Professor des Stiftungslehrstuhls Nachhaltiges Wissen, nachhaltige Bildung, nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Ulm.
  • Dr. Chantal Ruppert-Winkel
    Nachwuchsforschungsgruppenleiterin des BMBF-Forschungsprojektes: „EE-Regionen: Sozialökologie der Selbstversorgung“ am Zentrum für Erneuerbare Energien an der Universität Freiburg.
  • Prof. Dr. phil. Dipl.-Ing. (FH) Michael Wörz
    Professor für Technik- und Wissenschaftsethik an der Hochschule Karlsruhe – Hochschule für Technik und Sprecher des Netzwerkes „Hochschulen für Nachhaltige Entwicklung“ in Baden-Württemberg.

Die Veranstaltung findet, am 5. November 2012, 13.00 bis 17.15 Uhr im Heusteigtheater Stuttgart, Heusteigstr. 45, 70180 Stuttgart, statt.
Informationen und Anmeldung unter: karin.boschert@mwk.bwl.de und dem ProgrammheftProgramm-05.11.12

Zwischen Experiment und Exzellenz – Kreativität in der Wissenschaftspolitik, am 13.11.2012 aus der Veranstaltungsreihe: Wertedenken – Denkenswertes

Raum für Kreativität schaffen – darum bemühen sich Universitäten, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen seit Jahren. Denn nur dort, wo sich frei von Zwängen forschen und lehren lässt, kann wirklich Neues entstehen. So wird experimentiert, umstrukturiert und Exzellenz aufgebaut, um Innovation nachhaltig zu befördern. Doch wie ist es um die Kreativität in der Wissenschaftspolitik bestellt? Welche Konzepte verfolgen die Politikerinnen und Politiker? Krista Sager meint „Exzellenzförderung an deutschen Hochschulen habe immer auch etwas mit Kooperation und Partizipation zu tun.“ Wir diskutieren mit ihr, wie eine wissenschafts- und menschengerechte Zukunftsorientierung in der Hochschulpolitik aussehen könnte.

Begrüßung:
Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst (Chemikerin, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Vortrag
:
„Gerät die Balance aus dem Lot? Universitäten im Spannungsfeld zwischen Exzellenz und Wettbewerb, Studierendenansturm und Partizipation”
Krista Sager (Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN für Wissenschafts- und Forschungspolitik)

Kommentare
:
Dr. David P. Schweikard (Philosoph, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Ernst Theodor Rietschel (Chemiker, ehemaliger Präsident der Leibniz-Gemeinschaft)

Veranstaltungsort
:
Humboldt-Graduate School, Festsaal, Luisenstraße 56 in 10117 Berlin

Um Anmeldung wird gebeten unter: www.congressa.de

Sicherung der Welternährung und Armutsbekämpfung als Herausforderung für Frieden und Nachhaltigkeit

Aus Anlass ihres 275. Gründungsjubiläums initiiert die Georg-August-Universität Göttingen in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe, die dem Thema: „WISSENSCHAFT FÜR FRIEDEN UND NACHHALTIGKEIT“ gewidmet sein wird. Die Universität Göttingen möchte mit diesem Vorhaben in mehrfacher Hinsicht ihre Tradition als Ort der Aufklärung und wissenschaftlichen Verantwortung fortsetzen.

Die in Kooperation mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) durchgeführte Konferenz „SICHERUNG DER WELTERNÄHRUNG UND ARMUTSBEKÄMPFUNG ALS HERAUSFORDERUNG FÜR FRIEDEN UND NACHHALTIGKEIT“ bildet die Auftaktveranstaltung, der in den kommenden Jahren regelmäßig weitere Veranstaltungen in einem ähnlichen Rahmen folgen werden. Die Veranstalter möchten mit der Auftaktveranstaltung auch an das Lebenswerk und an die Leitgedanken des Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker anknüpfen, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Er war der führende Kopf der Göttinger Erklärung aus dem Jahr 1957, die sich gegen die atomare Bewaffnung der Bundesrepublik Deutschlands richtete. Schon heute spielt der Zugang zu Ressourcen in vielen Gewaltkonflikten eine wichtige Rolle. Folgt man den verschiedenen Szenarien einer künftigen Verknappung natürlicher Ressourcen, z.B. durch ihre nicht-nachhaltige Ausbeutung oder durch den globalen Klimawandel induzierte Veränderungen, so werden die Konflikte um den Zugang und die Verteilung von Ressourcen in der Zukunft deutlich zunehmen. Kreative Konzepte zur Nachhaltigkeit und zur Friedenssicherung müssen verstärkt aus interdisziplinären Forschungsansätzen entwickelt werden. Die Tagung will in diesem Sinne die Diskussion zwischen den verschiedenen Disziplinen ermöglichen.

Die Konferenz wird sich mit zwei zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auseinandersetzen: der Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Nicht zufällig bilden die Reduzierung von Hunger und Armut zentrale Aufgabenfelder der Millennium Development Goals (MDGs) der Vereinten Nationen. Die Lösung der damit verbundenen Probleme ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, ein friedliches Zusammenleben der Menschen auch in der Zukunft zu sichern.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm entnehmen Sie bitte dem folgenden Programmheft.Sicherung der Welternährung und Armutsbekämpfung als Herausforderung für Frieden und Nachhaltigkeit

Die Tagungsdokumentation der Jahrestagung des Öko-Instituts 2012 ist erschienen

„Energiewende – Gut vernetzt? Wie die Transformation des Energiesystems gelingen kann“, lautete der Titel der diesjährigen Jahrestagung des Öko-Instituts. Am Donnerstag, den 13. September referierten und diskutierten Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Berlin darüber, welche Veränderungen es braucht, das Energiesystem auf Effizienz und emissionsfreie Energieträger umzustellen.

Auf vier Panels wurden diskutiert, zu Themen wie:

  • Infrastruktur? Ja bitte! Das Stromnetz für die Energiewende
  • Strommärkte reloaded. Das Marktdesign auf dem Prüfstand
  • Gut planen – fair entscheiden Planung und Konfliktlösung beim Infrastruktur-Umbau
  • Speicher unter Druck. Stromspeicher und andere Flexibilitätsoptionen

Eine ausführliche Dokumentation mit Präsentationen, Fotos und Videos der Panels und Podiumsdiskussion der Jahrestagung „Energiewende – Gut vernetzt“ des Öko-Institut finden Sie unter: www.oeko.de/jahrestagung2012

Nachhaltige Wissensprozesse. Bleibt die Universität ein privilegierter Ort der Wissenschaft?

Ein Vortrag im Rahmen der ISOE-Lectures, am 29.10. 2012

Derzeit stehen die Universitäten unter starkem Veränderungsdruck: Als intellektuelle Zentren sollen sie die „große Transformation“ der Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit vordenken, entwerfen und analysieren. Zugleich stellen »Informationsgesellschaft«, »Bologna-Prozess« und »Exzellenzinitiative« Universitäten als privilegierte Orte vor neue Herausforderungen. In seinem Vortrag geht Egon Becker der Frage nach, wie sich die Universitäten so verändern können, dass sie nachhaltige gesellschaftliche Entwicklungen befördern – und dabei zugleich gegen den Ökonomisierungsdruck und den „Exzellenzwahn“ ihren Eigensinn und ihre systemische Eigenfunktionen stärken. Dabei wird eine Neufassung der klassischen Universitätsidee im Horizont des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung als von zentraler Bedeutung betrachtet.

Der Vortrag bildet den Auftakt der zukünftig jährlich veranstalteten ISOE-Lectures, die ausgewählte Themen sozial-ökologischer Forschung behandeln. Die Veranstaltung findet an der Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum 1.801, statt.

Redner: Prof. Egon Becker (ehem. Uni Frankfurt, ISOE)

Veranstalter: Institut für sozial-ökologische Forschung
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