„Nachhaltige Universität“ Hamburg – Diskussion von Uni-Präsident Lenzen mit Vertretern der Zivilgesellschaft

In einer Diskussionsveranstaltung am 23. Oktober um 19:00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses stellt sich der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, Vertretern der Zivilgesellschaft zu den Herausforderungen einer „Nachhaltigen Universität“.

In einem Eingangsreferat wird Dieter Lenzen, das Konzept der „Nachhaltigen Universität“ vorstellen, während in einem zweiten Teil dieses Konzept mit gesellschaftlichen Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft, Gewerkschaften, Umwelt und Soziales auf seine Relevanz hin überprüft werden soll. An der Podiumsdiskussion werden neben Prof. Dr. Lenzen teilnehmen:

  • Dr. Wilma Simon, Vorsitzende des Verbandsrates des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
  • Dr. Andreas Keller, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes und Leiter des Vorstandsbereichs Hochschule und Forschung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
  • Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND Hamburg und
  • Heinrich Lieser, Geschäftsführer Notus Energy.

Die GAL bittet um Anmeldung unter Tel: 42831-1397 oder per Mail: info@gruene-fraktion-hamburg.de.

Transformative Wissenschaft – Katalysator für neue Wohlstandsmodelle in Niedersachsen?

Die „großen Herausforderungen“ des 21. Jahrhunderts – von Klima- und Ressourcenschutz, Zukunft der Städte und des ländlichen Raumes,  demographischen Wandel bis zu Perspektiven neuen Wohlstands – stellen auch neue Anforderungen an das Wissenschaftssystem, um solche Transformationen geeignet zu begleiten.

Eine „transformative Wissenschaft“ (WBGU) sprengt Disziplinen-Grenzen und bindet die Gesellschaft stärker in den Wissenschaftsprozess ein. Das deutsche Wissenschaftssystem löst diese Herausforderungen erst in Ansätzen ein. Wo steht das niedersächsische Wissenschaftssystem in dieser Hinsicht? Welche besonderen Potenziale existieren in Niedersachsen? Welche Konsequenzen ergeben sich für eine künftige Wissenschaftspolitik im Land? Diese Fragen stehen mit Mittelpunkt der Veranstaltung, die in der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des Wissenschaftsjahres „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“ durchgeführt wird.

Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Leben und Umwelt und der Nawis-Runde und findet am 13.11. um 19 Uhr in Hannover im Leibnizhaus – Gästehaus der hannoverschen Hochschulen – statt.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Ulrike Beisiegel – Präsidentin Universität Göttingen
  • Dr. Gabriele Heinen-Kljajic/ Wissenschaftspolitische Sprecherin Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
  • Prof. Dr. Jürgen Hesselbach/ Präsident der Universität Braunschweig, LHK-Vorsitzender
  • Prof. Dr. Helmut Horn/ HAW Hamburg/ BUND
  • Prof. Dr. Sascha Spoun/ Präsident Leuphana Universität
  • Andre Vespermann/ Universität Hildesheim

Moderation: Prof. Dr. Uwe Schneidewind/ NAWIS-Runde

 

Winter School „Science Meets Practice“ 2013

Das Competence Centre for Environment and Sustainability (CCES) lädt ein zur Winter School „Science Meets Practice“ 2013 in Propstei Wislikofen. Sie findet vom 07. bis 10. Januar 2013 und vom 04. bis 07. Februar 2013 statt. Eingeladen sind Doktoranden und Postdocs der ETH-Zürich, sowie anderer Universitäten. Ziel der dritten CCES Winterschool ist eine Verbesserung des Dialogs zwischen Wissenschaftlern und Praktikern.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31.10 2012.
Mehr Informationen finden Sie unter: www.cces.ethz.ch/winterschool

Konferenz „wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“ am 16. November 2012

Das ISOE-Institut für sozial-ökologische Forschung lädt am Freitag, den 16. November 2012, zur Tagung „wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“ ein. Sie ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012.
Die Tagung des ISOE steht unter der Leitfrage „Was für eine Nachhaltigkeitsforschung brauchen wir, und in welchem Verhältnis muss sie zu Gesellschaft und Politik stehen, um die globalen sozial-ökologischen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können?“.
Vor Beginn der Tagung werden an die Teilnehmer/innen die „Frankfurter Thesen“ verschickt, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen. Während der Tagung werden diese dann in Themenwerkstätten zu Wasser, Energie, Mobilität sowie Biodiversität & Ernährungssicherung bearbeitet.

Die Keynote der Tagung hält Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance.

Veranstaltungszeit und -ort:

„wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“
16. November 2012
10:00 – 17:30 Uhr
Haus am Dom, Frankfurt am Main

Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung demnächst auf www.isoe.de

Oral History: Die Anfänge der Umweltpolitikberatung am 18. Oktober 2012, im Ecologic Institut

„Das Ecologic Institut steht als Umweltpolitikinstitut in der Tradition der kritischen Wissenschaft. Wenn Martin Jänicke als Zeitzeuge der Anfänge der wissenschaftsbasierten Politikberatung in der deutschen Umweltpolitik spricht, dann ist das auch Teil der Vorgeschichte des Ecologic Instituts.“ (Andreas Kreamer, Geschäftsführer Ecologic Insitut) Das Interview mit Martin Jännicke am findet am 18.10. um 17 Uhr im Ecologic Institut, Pfalzburger Str. 43/44, 10717 Berlin statt. Es wird der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen mit Zeitzeugen unter dem Namen „Oral History“ sein. Die Veranstaltungen werden in Kooperation mit dem Ecornet organisiert.

Im Anschluss an die Veranstaltung bietet sich die Gelegenheit, den Abend bei einem Dinner (Selbstzahler) in einem naheliegenden Restaurant ausklingen zu lassen. Bitte informieren Sie Jana Siemonsmeier (oral-history@ecologic.eu, Tel. 030/86880-129), wenn Sie Interesse haben, teilzunehmen.

NachDenkstatt 2012: Workshop „Konzepte zur Etablierung von Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre“ am 30.11. bis 02.12.2012

Unter dem Motto „forschen, verbinden, gestalten“ bietet die studentische Initiative NachDenkstatt eine transdisziplinäre Arbeitsplattform. Praxispartner und Experten aus Wirtschaft und Forschung arbeiten zusammen mit Studierenden in dreitägigen Workshops zu verschiedenen nachhaltigkeitsrelevanten Themen. Gemeinsam sollen gesellschaftlich relevante Lösungsansätze gefunden werden, die wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxistauglich sind. Ziel ist es Prozesse in Rahmen der „Großen Transformation“ in Richtung Nachhaltigkeit zu unterstützen und zu begleiten.

Unter methodischer Anleitung können etwa 100 Teilnehmer vom 30.11. bis 02.12.2012 in vier Themenbereichen forschen, verbinden und gestalten.

Mehr Information finden Sie hier: http://www.nachdenkstatt.de/

Diskussionsveranstaltung „Perspektiven der Wachstumskritik“ und VÖW Mitgliederversammlung am 09.11. in Berlin

Im Vorfeld der nächsten Mitgliederversammlung veranstaltet die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung am 09.11.2012 um 15:00 Uhr eine Diskussion mit Dr. Christian Hey, Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und Mitglied der VÖW zu den „Perspektiven der Wachstumskritik“. Der SRU hat sich in einem aktuellen Gutachten im Sommer 2012 intensiv mit der Wachstumsfrage auseinandergesetzt und damit in die Endphase der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages einen wichtigen Akzent gesetzt. Mit Christian Hey wird u.a. Uwe Schneidewind, VÖW-Vorstandsmitglied und selber Mitglied der Enquete-Kommission, diskutieren. Weitere Informationen finden sich ab Anfang Oktober hier.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet um 17 Uhr die Mitgliederversammlung der VÖW statt. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung steht der Rückblick auf die Aktivitäten der VÖW im Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“ und ein Ausblick auf das Jahr 2013. Die Einladungen mit genauer Tagesordnung und Ort der Versammlung finden sich ab Mitte Oktober hier.

Ringvorlesung „Wohlstand ohne Wachstum“ an der TU Berlin

Im Wintersemester 2012/2013 findet an der TU Berlin eine Ringvorlesung zum Thema „Wohlstand ohen Wachstum“ statt. Namhafte Vertreter_innen aus den Gewerkschaften, der Kirche, den Umweltverbänden und der Wissenschaft diskutieren Perspektiven sozialen und ökologischen Transformation unserer Wirt­schafts- und Gesellschaftsordnung.

Die Ringvorlesung soll auch die angestoßenen Nachhaltigkeitsdebatten vom Berliner „Transformationskongress“ (8./9.6.2012) fortführen und vertiefen. Veranstalter ist der DGB Bundesvorstand und die Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt der TU Berlin.

Beginn: Donnerstag, den 1. November 2012 um 18:00 Uhr im Lichthof (Hauptgebäude TU Berlin), danach jede Woche donnerstags von 18:00 – 20:00 Uhr im Hörsaal H 1012 im Hauptgebäude.

Eröffnungsvortrag am 01.11.2012

Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach (Präsident TU Berlin): Begrüßung
Michael Sommer (Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes): Wohlstand ohne Wachstum – eine realistische Utopie?“
Joachim Weckmann (Inhaber und Geschäftsführer „Märkisches Landbrot“): Wodurch zeichnet sich ein nachhaltiges Unternehmen aus? – Das Beispiel >Märkisches LandbrotDr. Gabriele Wendorf (Vizepräsidentin TU Berlin): Diskussion mit dem Plenum
Anschließend kaltes Buffet.

Weitere Informationen erhalten sie hier.

Jahresversammlung der Leopoldina 2012 „Rolle der Wissenschaft im Globalen Wandel” am 22.09 – 24.09

Die Jahresversammlung 2012 der Leopoldina befasst sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen der bedeutendsten Erscheinungen des Globalen Wandels und seiner Zukunftsprojektionen und erörtert Lösungsansätze zur Vermeidung weiterer krisenhafter Entwicklungen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Eine Anmeldung ist noch möglich.

Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin

Mehr erfahren Sie hier.

Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft

– ein Kommentar von Uwe Schneidewind zur Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ –

 

Das Podium auch dieser Veranstaltung der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ war wieder hochrangig besetzt: Mit Prof. Dr. Wilhelm Krull (Generalsekretär der VW-Stiftung) und Dr. Lars Grotewold (Programmleiter bei der Stiftung Mercator) saßen zwei der größten Wissenschaftsstiftungen in der Runde. Prof. Dr. Ernst Rietschel (langjähriger Präsident der Leibniz-Gemeinschaft) ist einer der profundesten Kenner und Gestalter des deutschen Wissenschaftssystems der letzten 20 Jahre und mit Prof. Dr. Dirk Messner diskutierte einer der Autoren des WBGU-Hauptgutachtens zur „großen Transformation“ mit, der die durchaus weitgehenden wissenschaftspolitischen Implikationen des vom WBGU (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen) eingeforderten „neuen Gesellschaftsvertrages“ vertrat.

 

Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft
(v.l n.r.:  Prof. Dr. Wilhelm Krull, Prof. Dr. Ernst Rietschel, Prof. Dr. Dirk Messner, Dr. Lars Grotewold)

Einigkeit in der Rolle der Stiftungen, …
Bezüglich des Kernthemas der Veranstaltung war man sich auch sehr schnell einig: Stiftungsinitiativen „erhöhen die Diversität im Wissenschaftssystem“ (Moderator R. Andreas Kraemer vom Ecologic Institute). Sie stellen „gesellschaftliches Risikokapital“ (Grotewold) zur Verfügung, um immer wieder „Inseln des Gelingens“ (Krull) für neue Forschungsformen zu schaffen. Diese besondere Stellung kommt den Stiftungen zu, weil sie „außerhalb des verfestigten Systems“ (Rietschel) stehen und damit eine besondere Innovationsfunktion erfüllen können.

… aber Diskussion über das notwendige Ausmaß der Veränderung im Wissenschaftssystem
Doch ob dies ausreichend Veränderungsimpulse im Wissenschaftssystem setzt, darüber entspann sich die eigentliche Diskussion: Ernst Rietschel zeigte sich optimistisch: Die Trennung zwischen Universitäten –als Ort zur Kultivierung disziplinärer Forschung- und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen, insbesondere den Helmholtz- und Leibniz-Instituten, habe sich bewährt. Gerade die programmorientierte Forschung der außeruniversitären Einrichtungen erlaube seit vielen Jahren den Forschungsmodus, der in der Diskussion um eine transformative Forschung eingefordert würde. Durch die politische Einflussnahme in den Aufsichtsgremien der Forschungsgemeinschaften können sich die Wissenschaftsgemeinschaften künftig auch noch stärker auf gesellschaftliche Bedarfe ausrichten. Auf Stiftungsseite pflichtete ihm Wilhelm Krull bei: Die VW-Stiftung als größte Wissenschaftsstiftung in Deutschland hat seit ihrer Gründung an die „Veränderungsfähigkeit des Wissenschaftssystems aus sich selbst heraus“ geglaubt. Deswegen gründe sie keine eigenen Universitäten und Forschungseinrichtungen, und setze keine thematischen sondern institutionelle Förderschwerpunkte. Innovative Forscherinnen und Forscher und deren Projekte müssen geeignete institutionelle Kontexte zur Entfaltung vorfinden: Programme wie die Nachwuchsgruppenförderung, die Schaffung der Lichtenberg-Professuren oder diejenigen zur Stärkung der Eigenverantwortung von Universitäten haben in den letzten Jahren genau das geleistet.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Tagung „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ in der Ev. Akademie Bad Boll am 19.11.2012

Wissenschaft sollte sich, so auch Forderungen des WBGU, stärker den Herausforderungen einer Transformation zur klimaverträglichen, nachhaltigen Gesellschaft widmen. Welchen Zielen verschreiben sich damit Hochschulen und Forschungsinstitute? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Forschungspolitik? Bei der Tagung werden Konzepte und Vorhaben zur Nachhaltigkeit in der Wissenschaft vorgestellt und reflektiert.
Es sollen verschieden Konzepte und Vorhaben zur Nachhaltigkeit in der Wissenschaft vorgestellt und diskutiert werden.

Zu den Referenten/Referentinnen gehören:

  • Dr. Karin Boschert – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Stuttgart
  • Dr. Uta Eser – Beauftragte für nachhaltige Entwicklung/Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
  • Prof. Dr. Martin Kreeb – Fachgebiet Umweltmanagement/Universität Hohenheim
  • Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann – Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn
  • Dr. Steffi Ober, Naturschutzbund Deutschland e.V., Berlin
  • Studierendeninitiative Greening the University, Universität Tübingen

Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Universität Hohenheim, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Ev. Akademie Bad Boll und Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft statt.

Das Programm finden Sie hier:

Programmflyer 610612_mL

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

„Unternehmen Postwachstum: Unternehmensstrategien an den Grenzen des Wachstums“ – Öffentliche Abschlussdiskussion der Sneep und VÖW Sommerakademie 2012

„Unternehmen Postwachstum: Unternehmensstrategien an den Grenzen des Wachstums“ so lautet der Titel der diesjährigen Sommerakademie der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung und des studentischen Netzwerks für Wirtschafts- und Unternehmensethik sneep vom 20.08. bis 24.08. in Berlin. Die sneep-VÖW-Sommerakademie für 20 engagierte Studierende und Doktorandinnen will aktuellen Fragen und Erkenntnissen zur Wachstumsdiskussion nachgehen und setzt dabei einen Fokus auf die Rolle der Unternehmen als einem Teil der Postwachstumsgesellschaft: Was sind die Eckpunkte der aktuellen Debatte um Wachstum? Welche Rolle spielen Unternehmen darin? Welchen Gestaltungsspielraum haben Unternehmen im Hinblick auf Wachstum? Welche Rolle spielen der Wettbewerb und makroökonomische Rahmenbedingungen? Wie könnten Unternehmensstrategien in einer Postwachstumsgesellschaft aussehen? Welche Rolle haben BürgerInnen und KonsumentInnen? Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

Die Ergebnisse der Sommerakademie werden auf einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und diskutiert:

am Freitag, den 24. August 2012, von 14.00 – 15.30 Uhr
im kleinen Saal in der Heinrich Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin.

Im Anschluss an die Diskussion gibt es die Möglichkeit des Kennenlernens und des Austauschs bei einem kleinen Imbiss. Um eine Anmeldung wird gebeten. Dazu reicht eine Mail mit Name, Institution und Anschrift an die Geschäftsstelle der VÖW: info@voew.de.

ISOE-Tagung „wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“

Das ISOE-Institut für sozial-ökologische Forschung lädt am Freitag, den 16. November 2012, zur Tagung „wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“ ein. Sie ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012. Die Tagung des ISOE steht unter der Leitfrage „Was für eine Nachhaltigkeitsforschung brauchen wir, und in welchem Verhältnis muss sie zu Gesellschaft und Politik stehen, um die globalen sozial-ökologischen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können?“.

Vor Beginn der Tagung werden an die Teilnehmer/innen die „Frankfurter Thesen“ verschickt, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen. Während der Tagung werden diese dann in Themenwerkstätten zu Wasser, Energie, Mobilität sowie Biodiversität & Ernährungssicherung bearbeitet. Die Keynote der Tagung hält Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance.

„wahrhaft nützlich. Was kritische Nachhaltigkeitsforschung ausmacht“

16. November 2012

10:00 – 17:30 Uhr

Haus am Dom, Frankfurt am Main

Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung demnächst auf www.isoe.de

Green Campus 2020 – Konferenz vom 19. bis 21.09. in Dresden

Das Thema Green Campus gewinnt für Hochschulen und Forschungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung. Davon sind mehrere Bereiche in Wissensbetrieben berührt: das Management von Liegenschaften, die Konzeption neuer oder modernisierter Immobilienprojekte sowie die Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Transfer. Mit ausgewiesenen Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft soll auf das Trend-Thema über die grüne Zukunft der Universitäten, Fachhochschulen und außerhochschulischen Einrichtungen diskutiert werden.

Green Campus 2020 Dresden
Effizienz & Nachhaltigkeit Green Campus umfassend gedacht
Gesamtkonzeption für Lehre, Forschung & Transfer
Best-Practice-Tour am 21. September (optional)
19. bis 21. September 2012
in der HTW Dresden


Die Partner:
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, HIS – Hochschul-Informations-System GmbH Hannover, Technische Universität Dresden, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Landeshauptstadt Dresden, Dresden Marketing GmbH und die Lemmens Medien GmbH.

Im PDF finden Sie ein ausführliches Programm und die Anmeldemodalitäten.

Green_Campus_Programm_2012_Web(1)

Diskussion über nachhaltige Forschung im Vorfeld der NRW-Jugendkonferenz

Am 21.08. findet in Essen die landesweite Jugendkonferenz Nordrhein-Westfalens „Jukon12“ statt. Im Rahmen der Vorbereitung ist eine partzipative Online-Plattform entstanden, aus der im Dialog mit Jugendlichen die Schwerpunkte der Konferenz hervorgehen sollen. In sieben Denkräumen diskutieren die Jugendlichen über Chancengleichheit, die Arbeit von morgen oder die Energie der Zukunft. Erklärtes Ziel der Konferenzveranstalter ist es, die Beiträge der Jugendlichen als Impulse für die Politik in Nordrhein-Westfalen zu nutzen.

Auch für den Bereich der Wissenschaft gibt es Impulse im Vorfeld der Konferenz. Im Denkraum „Wissen schafft Chancen“ eröffnete Ministerin Svenja Schulze eine Diskussion über nachhaltige Forschung, technologische Neuerungen und soziale Innovationen. „Um großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie zum Beispiel Klimawandel, Ressourcenverknappung und demografischer Wandel zu meistern, brauchen wir einerseits technologische Neuerungen, andererseits auch die Akzeptanz bei den Anwendern, sprich, sie müssen gewillt und in der Lage sein, neue Technologien in ihren Alltag zu integrieren und damit vielleicht auch gelernte Gewohnheiten über Bord zu werfen.“

Sie können die Diskussion verfolgen unter: http://www.nrw.de/jukon12/community/denkraeume/wissen-schafft-chancen/forum/

Nachhaltige Wissenschaft – Wie kommen wir voran? Dokumentation zur Veröffentlichung des Memorandums der Deutschen UNESCO Kommission

Zuerst erschienen bei: www.unesco.de

Memorandum Forschung für nachhaltige Entwicklung in Berlin vorgestellt

Der Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) hat das Memorandum „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ aus Anlass des Wissenschaftsjahres 2012 verabschiedet und am 14. Juni in Berlin vorgestellt. Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden und Politik diskutierten über die Forderungen ( begleitende Broschüre).

Prof. Dr. Gerd Michelsen, Vorsitzender des Fachausschusses Wissenschaft der Deutschen Wissenschaft und einer der Autoren des Memorandums, stellte die Forderungen des Memorandums zusammenfassend vor. Anschließend diskutierten auf dem Podium Dr. Thomas Jahn, Prof. Dr. Thomas Lang und Dr. Lutz Möller über die Forderungen. Daniel Lang hat den ersten deutschen Lehrstuhl für transdisziplinäre Forschung an der Uni Lüneburg inne, Thomas Jahn ist Sprecher der Institutsleitung am ISOE in Frankfurt und leitet dort den Forschungsschwerpunkt „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“. Lutz Möller ist Fachbereichsleiter der DUK. Trotz kurzfristiger Absagen aus Ministerien und Bundestag entwickelte sich eine äußerst lebhafte, kenntnisreiche und neue Bezüge eröffnende Diskussion mit dem Publikum. Heike Leitschuh moderierte die Veranstaltung in der „Denkerei“ in Berlin-Kreuzberg gewohnt gekonnt.

Worüber sprechen wir?

Ausgangspunkt der Wissenschaft für Nachhaltigkeit ist, dass trotz gegenteiliger Vermutung ganz grundlegende Fragen der Wechselwirkung von menschlichem Handeln und natürlichen Systemen und den entsprechenden Transformationsprozessen bislang nicht verstanden sind – es geht also um wissenschaftliche und nicht nur um gesellschaftliche Herausforderungen. Ein Beispiel ist die Frage warum die steigende Umweltwahrnehmung nicht zu anderen Verhaltensarten führt. Ein anderes Beispiel lautet, wie Transformationsprozesse überhaupt funktionieren. Transdisziplinäre und sozial-ökologische Forschung forscht gerade oft auch über die Forschung selbst, was anders und besser geforscht hätte werden können.


Transdisziplinäre Wissenschaft zielt ab auf die Etablierung neuer Organisations- und Bewertungsformen der Forschung, neuer Karrieremöglichkeiten und einer neuen Bewertung des gesellschaftlichen Nutzens. Es geht nicht um eine „systemsprengende Revolution“, sondern um die bewusste Gestaltung eines bereits laufenden, eher zufällig oder ungerichtet stattfindenden Transformationsprozesses des Wissenschaftssystems selbst.

Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft – 10.09.2012

Stiftungen spielen im Themenfeld Nachhaltigkeit und Klimaschutz eine zunehmend wichtigere Rolle. Sie unterstützen vielfältige Projekte zum Klimawandel und zum Umweltschutz; sie begleiten aktiv die deutsche Energiewende. Auf dem Stiftertag Mitte Juni in Erfurt wurde dies wieder eindrucksvoll deutlich (vgl. z.B. das aktuelle Heft „Stiftung und Sponsoring“ – Stiftungen und Klimawandel).

Im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystem zu neuen Formen „transformativer Wissenschaft“ (WBGU) stellt sich die Frage, wie (Wissenschafts)stiftungen geeignete Impulse zur Weiterentwicklung des Wissenschaftssystem selbst auslösen können – hin zu stärker transdisziplinären Strukturen. Auch dazu gibt es zunehmend interessante Best-Practice-Beispiele aus dem Stiftungsbereich, wie aktuelle Programme z.B. der Stiftung Mercator (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), der Heinrich-Böll-Stiftung (Promotionsschwerpunkt Transformationforschung) sowie mehrerer im Stiftungszentrum des Deutschen Stifterverbandes organisierter Stiftungen zeigen.

Auf einer Diskussionsveranstaltung  am 10.09.2012 ab 19:00 Uhr im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator soll über die Fragen diskutiert werden: Was kann die „Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft“ sein? Was sind interessante Best Practices für die Förderung? Wie können Stiftung die staatliche Wissenschaftsförderung ergänzen? Und welche innovativen Impulse aus den Reihen der Stiftungen wirken ggf. sogar als Katalysoren für eine veränderte öffentliche Wissenschaftsförderung? Die Veranstaltung ist eingebettet in die Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit“.

Auf dem Podium sitzen:
Prof. Dr. Dirk Messner (DIE/ WBGU)
Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Rietschel (Acatech)
Prof. Dr. Willhelm Krull (VW-Stiftung)
Dr. Lars Grotewold (Stiftung Mercator)
Moderation: R. Andreas Kraemer (Ecologic Institute)

Bildung einer zivilgesellschaftlichen Plattform zur transformativen Wissenschaftspolitik erfolgreich vorbereitet

Am 03.07.2012 kamen ca. 50 Vertreter_innen von Umweltverbänden, Kirchen, Gewerkschaften, Verbraucherschutz- und entwicklungspolitischen Verbänden in der Bundesgeschäftsstelle des NABU zusammen, um über gemeinsame Positionen innerhalb der Wissenschafts- und Forschungspolitik zu diskutieren. Die Konstellation dieses breiten Bündnisses kurz nach den Transformationskongress des DNR, des DGB und der EKD in Berlin zeigt, dass sich in der Zivilgesellschaft ein zunehmendes Unbehagen über die aktuellen wissenschaftspolitischen Antworten auf die wirtschaftlichen und ökologischen Krisen breitmacht. Der Begriff der Transformation erweist sich dabei für die Rahmung der Debatte als sehr geeignet, denn es geht nicht um kosmetische Korrekturen bisheriger Politik, sondern um strukturelle Weichenstellungen.

Nach einem Impulsvortrag von Dr. Steffi Ober „Warum brauchen wir eine Transformation des Wissenschaftssystems und eine Partizipation der Zivilgesellschaft?“ erörterten die Teilnehmer_innen in vier verschiedenen Arbeitsgruppen zunächst die zentralen Defizite der aktuellen Forschungs- und Wissenschaftspolitik. Neben einer mangelnden gesellschaftlichen Problemorientierung der aktuellen Wissenschaftspolitik, sowie einer Technologie-Fixierung innerhalb großer Förderprogramme wurde von den Teilnehmer_innen das Fehlen von Möglichkeiten und der Bereitschaft zur Partizipation der (organisierten) Zivilgesellschaft an wissenschaftspolitischen Entscheidungen kritisiert.

Der Nachmittag wurde mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Uwe Schneidewind „Warum braucht die Forschungslandschaft die Zivilgesellschaft?“ eingeleitet. In diesem Vortrag thematisierte der Referent die Bedeutung der organisierten Zivilgesellschaft zur Ausbalancierung verschiedener Interessen(sgruppen) an die Wissenschaft und die damit einhergehende Wahrung der Forschungsfreiheit. Anschließend suchten die Teilnehmer_innen wiederum in vier Arbeitsgruppen nach möglichen Strategien auf dem Weg zu einer transformativen Forschungs- und Wissenschaftspolitik. Neben einer ehöhten Transparenz und der gezielten Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in wichtige wissenschafts- und forschungspolitische Entscheidungsprozesse, fanden die Teilnehmer_innen das Capacity Buildiung und die Knüpfung eines breiten Netzwerks Wissenschaftspolitik besonders wichtig. Zentrales Ergebnis der Veranstaltung war daher, dass ab August 2012 ein regelmäßiger Austausch zwischen den Teilnehmenden zum Aufbau solch einer zivilgesellschaftlichen Plattform führen soll.

9. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit 22.-23. Oktober 2012

Das 9. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit – kurz FONA-Forum – steht unter dem Motto des Wissenschaftsjahres 2012: „Zukunftsprojekt Erde“. Es findet statt im Radialsystem V, Berlin.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan wird hier erste Ergebnisse der Initiative ZukunftsWerkStadt zum nachhaltigen Umbau der Städte mit Bürgerbeteiligung vorstellen.

Darüber hinaus werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums über 
weitere FONA-Aktionen im Wissenschaftsjahr diskutieren. Zur Halbzeit des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ wird in Berlin eine erste Bilanz gezogen sowie ein Ausblick auf künftige Förderschwerpunkte gegeben.

Weitere Informationen in Kürze hier.

„Wissenschaft für Nachhaltigkeit: Der Durchbruch muss gelingen“ – Vorstellung des Memorandums der Deutschen UNESCO-Kommission am 14. Juni in Berlin

2012 ist das Jahr der Nachhaltigkeitsforschung. Der Rio+20-Gipfel und das Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung setzen das Thema ganz oben auf die Agenda. Der Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) hat aus diesem Anlass ein Memorandum zu Wissenschaft für Nachhaltigkeit mit dem Untertitel „Der Durchbruch muss gelingen“ verabschiedet.

Im Vorfeld des Rio+20-Gipfels wird die DUK dieses Memorandum am 14. Juni 2012 in der „Denkerei“ in Berlin-Kreuzberg (Oranienplatz 2, 10999 Berlin) öffentlich vorstellen. Nach einer Präsentation der Forderungen des Memorandums durch den Vorsitzenden des DUK-Fachausschusses Wissenschaft, Prof. Dr. Gerd Michelsen, werden Vertreter aus Wissenschaft und Politik Stellung beziehen und im Anschluss mit dem Publikum diskutieren:

Ulla Burchardt, MdB
Dr. Karl-Eugen Huthmacher, BMBF
Dr. Volker Meyer-Guckel, Stifterverband (angefragt)
Prof. Dr. Daniel Lang, Leuphana Universität Lüneburg
Dr. Thomas Jahn, Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt a.M.

Die Veranstaltung am 14. Juni findet statt von 16 bis 18.30 Uhr. Ein kurzer Empfang schließt sich an.

Um Anmeldung unter www.unesco.de/anmeldung-memorandum.html wird gebeten.

Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

Alternativen zur Mainstream-Ökonomik? Vortragsreihe heterodoxe Ökonomik im SoSe 2012 der FU Berlin

Wirtschaftswissenschaften in der Krise? Was tut sich eigentlich jenseits der Neoklassik?
Die Neoklassik und ihre diversen Spielarten haben sich sehr breit gemacht in den Hörsälen – von theoretischer und methodischer Vielfalt ist zumindest in der Lehre keine Spur – so der Eindruck vieler Studierender. Dem wollen engagierte und kritische Wirtschaftsstudierende mit einem erfrischenden Blick über den Tellerrand entgegenwirken: Was ist eigentlich Post-Keynesianismus? Was macht feministische oder ökologische Ökonomik aus? Was ist dran an Marx‘ Krisentheorie?

Veranstaltungsort
Freie Universität Berlin, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Garystr. 21, 14195 Berlin (U-Bhf Thielplatz) Kontakt zu den Kriwis und Programmaktualisierungen finden Sie auf http://www.kritische-wirtschaftswissenschaften.de

Nachhaltige Bewegung im Wissenschaftssystem – Bericht über die Veranstaltung „Wohin läuft das Wissenschaftssystem?“

„Wohin läuft das Wissenschaftssystem?“ – darüber diskutierten 80 Teilnehmer(innen) am 07.05.2012 im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012 „Zukunftsprojekt Erde“. Die Tatsache, dass im Publikum neben zahlreichen Multiplikatoren nicht nur Bundestagsabgeordnete unterschiedlicher Fraktionen, sondern auch Fachministerien neben dem Bundes-Wissenschaftsministerium sowie die Vertreter(innen) von den Landeswissenschaftsministerien aus Baden Württemberg, NRW und Niedersachsen (vertreten durch den Staatssekretär) anwesend waren, unterstrich, wie breit die Diskussion inzwischen angekommen ist und verfolgt wird.

Podium Wohin läuft das Wissenschaftssystem? 07.05.12
v. l. n. r.: Prof. Dr. Armin Grunwald, MinDir. Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Dr. Dagmar Simon, Thomas Korbun, Dr. Wolfgang Rohe, Prof. Dr. Dieter Lenzen und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, (FOTO: Michael Miethe)

Wohin läuft das Wissenschaftssystem? – Ein Kommentar zur Veranstaltung am 07.05.2012 im ProjektzentrumBerlin der Stiftung Mercator

Uwe Schneindewind 07.05.12„Wohin läuft das Wissenschaftssystem?“ war die Leitfrage einer Podiumsdiskussion im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator am 07.05.12. Sie fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ statt. Nach dem Reihen-Auftakt im Wissenschaftsjahr mit Vorreiterinstitutionen, der Zivilgesellschaft und insbesondere den Ministerinnen der beiden das Thema vorantreibenden Bundesländer NRW und Baden-Württemberg am 06. Februar in der NRW-Landesvertretung diskutierte diesmal das „etablierte“ nationale Wissenschaftssystem über den Status und die Fähigkeit, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen adäquat zu bearbeiten.

Schon die Zusammensetzung der Podiumsrunde war bemerkenswert: Mit dem Hamburger Uni-Präsidenten Dieter Lenzen, dem Leiter der neuen Helmholtz-Allianz zur Energiewende, Armin Grunwald, dem für die gesamte Nachhaltigkeitsforschung zuständigen Abteilungsleiter im Bundesforschungsministerium, Eugen Huthmacher sowie dem Leiter Wissenschaft der – mit ihren aktuellen Energie- und Klima-Projektinitiativen im zweistelligen Millionenbereich Furore machenden – Stiftung Mercator, Wolfgang Rohe, waren zentrale Segmente des Wissenschaftssystems hervorragend repräsentiert. Dagmar Simon, die Leiterin der Wissenschaftssystemforschung am Wissenschaftszentrum Berlin und eine der profundesten Kennerinnen des Systems rundete das Plenum ab. Dass diese Akteure gerne der Einladung einer Veranstaltungsreihe gefolgt sind, die von einer Reihe innovativer und eher unkonventioneller Vorreiterinstituten und –universitäten veranstaltet wird, wäre vor fünf oder gar zehn Jahren kaum vorstellbar gewesen – zu einer Zeit, in der das gesamte Wissenschaftssystem noch im Bann der Exzellenzinitiative stand. Kurz vor Verkündung der Ergebnisse deren letzter Runde am 15.06.2012 und flankiert durch das aktuelle Wissenschaftsjahr zur Nachhaltigkeit scheint es eine neue Nachdenklichkeit über die Perspektiven der Wissenschaftspolitik für die kommenden Jahre zu geben.

Dies spiegelte sich auch in der Zusammensetzung des Publikums wider: Nicht nur zahlreiche Wissenschaftspolitikerinnen und –politiker unterschiedlicher Fraktionen hatten den Weg ins Projektzentrum gefunden, sondern auch die Vertreter mehrerer Landeswissenschaftsministerien. Niedersachsen war gar durch seinen Staatssekretär, Josef Lange, vertreten – der dienstälteste Wissenschafts-Staatssekretär in Deutschland, versehen mit einem sicheren Instinkt für relevante Entwicklungen in der Wissenschaft.

5. Living Knowledge-Konferenz vom 10.-12.05.2012 in Bonn

Während der letzten 10 Jahre haben Science Shops und community-based Research ihren Platz innerhalb der wissenschaftlichen politischen Agenda gefunden. Der Fokus auf Innovation zur Betreibung von Forschung erfordert es, sich Forschungsbeziehungen immer wieder bewusst zu machen und zu prüfen, wie über die kommenden Jahre die Generierung von Wissen vorangetrieben werden kann.
Die 5te Living Knowledge Konferenz zielt auf unterschiedliche Themen zur Stärkung des Einblicks in Prozesse und das Entwickeln spezifischer Politikempfehlungen, die öffentliches Bedenken und ausgesprochenen Forschungsbedarf berücksichtigen. Sie ist eine Möglichkeit, einige wichtige Denker und Praktiker der Zivilgesellschaft und akademischer Forschungsgruppen im Bereich der community-based Research zusammenzubringen, Universität/gesellschaftliche Partnerschaften und Scinece Shops, sie zielt auf die Bereitstellung von Möglichkeiten und Optionen für die Zusammenarbeit und gewährleistet, dass dieser Arbeitsbereich von nationalen und internationalen politischen Agenden priorisiert wird.

Die 5te Living Knowledge Konferenz ist außerdem eine Diskussions- und Austauschplattform für die Befunde und Ergebnisse der ersten Hälfte des PERARES-Projekts (Public Engagement with Research and Research Engagement with Society).

Mehr dazu unter: http://www.livingknowledge.org/conference/about-the-conference/

Konferenz: Integrated Global Change Research

Future Earth“ ist ein neues, auf zehn Jahre angelegtes Forschungsprogramm zur globalen Nachhaltigkeit, das unter internationaler Schirmherrschaft von u.a. der ICSU und ISSC entworfen wurde. Die Initiative verbindet Wissenschaftler, Wissenschaftsmanager, Entscheidungsträger und Anwender, mit dem Ziel, gemeinsam künftig Forschungsthemen auf internationaler Ebene zu formulieren (Co-Design) und neues, anwendungsorientiertes Wissen zu entwickeln (Co-Produktion)

In Vorbereitung auf die zukünftigen Herausforderungen für die Global Change Community, veranstaltete das Nationale Komitee für Global Change Forschung (NKGCF) in Zusammenarbeit mit der Earth System Science Partnership (ESSP), das International Council for Science (ICSU) und das International Social Science Council einen Workshop in Berlin (7.-8. März 2012).

Weitere Informationen unter: http://www.nkgcf.org/integrated-research.php

Wohin läuft das Wissenschaftssystem? – Diskussionsveranstaltung im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator am 07.05.2012

Mit der Veranstaltung wird eine Systemanalyse aus der Sicht einer transformativen Wissenschaft angestrebt. In der Runde sollen u.a. folgende Fragen diskutiert werden: Welchen Forschungsbedarf gibt es für den Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft? Welche Strategien bestehen hierfür seitens der Wissenschaft und der großen Förderorganisationen? Welche Herausforderungen bestehen bei der Umsetzung von Transdisziplinarität an Hochschulen und in den großen Wissenschafts-organisationen sowie im Rahmen öffentlicher Förderprogramme?

Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr und wird mit einem Buffet abgerundet.

Teilnehmer der Diskussionsveranstaltung werden sein:

  • Dr. Wolfgang Rohe, Leiter Wissenschaft – Stiftung Mercator
  • MinDir. Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Abteilungsleiter „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“/BMBF
  • Dr. Dagmar Simon, Leiterin Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik, Wissenschaftszentrum Berlin
  • Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie
  • Prof. Dr. Armin Grunwald, KIT Karlsruhe
  • Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg
  • Thomas Korbun, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (Moderation)

Zielgruppe der Veranstaltung : Vertreter_innen von Wissenschaftsorganisationen, Wissenschaftseinrichtungen und wissenschaftspolitische Multiplikator_innen.

Call for Papers für Konferenz ‚Rio + 20: Nachhaltigkeit neu denken?‘

Seit der UN-Konferenz von Rio de Janeiro sind 20 Jahre vergangen, und im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt ERDE“ 2012 lässt sich die Frage stellen, wie die Wissenschaften den Auftrag angenommen haben, zum Verständnis von Nachhaltigkeit beizutragen.

Die Konferenz „Rio + 20: Nachhaltigkeit neu denken?“ am 05. und 06. November 2012 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt möchte vor allem junge Forscherinnen und Forscher verschiedenster Disziplinen zusammenbringen und ein Forum bieten für den inhaltlichen und methodischen Austausch über Nachhaltigkeit. Hat die Diskussion um das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auch die Wissenschaften nachhaltig geprägt? Welche Impulse gehen von den Wissenschaften für die Nachhaltigkeit in verschiedensten Lebensbereichen aus? Inwiefern geben die Erträge der Wissenschaft Anlass, das Konzept der Nachhaltigkeit zu ergänzen oder zu verändern (etwa in Bezug auf das Drei-Säulen-Modell und mögliche Alternativkonzeptionen)? Welche Zugänge werden in den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen gegenwärtig diskutiert und erforscht?

Folgende Themenschwerpunkte sollen dabei im Zentrum stehen:

  • Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel
  • Nachhaltigkeit in Mensch-Umweltbeziehungen
  • Kommunikation von Nachhaltigkeit
  • Konflikte zwischen Zielfeldern der Nachhaltigkeit
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Verschiedene Zugänge zur Theorie der Nachhaltigkeit
  • Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Ethik

    Es werden wissenschaftliche Beiträge (Vorträge und Poster) zu allen Themenschwerpunkten gewünscht. Besonders und ausdrücklich willkommen sind Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern zum Thema. Beiträge können bis zum 30.04.2012 eingereicht werden. Mehr Informationen zur Konferenz und den Beiträgen erhalten Sie hier.

    Runder Tisch „Wissenschaftspolitik” – Start einer zivilgesellschaftlichen Plattform am 03.07.2012 in der NABU Geschäftsstelle, Berlin

    Das Wissenschaftssystem ist in Zeiten von Klimaveränderungen und Finanzkrisen zunehmend aufgefordert, Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu geben. In den letzten Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass dies dem Wissenschaftssystem nur teilweise gelingt. Im Brennpunkt der Kritik steht die häufig methodisch zu enge und an zu einseitigen Verwertungsinteressen orientierte Wissenschaft.

    Eine „Wissenschaft für und mit der Gesellschaft” bedarf der aktiven Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure wie Umweltverbände, Kirchen, Sozial- und Gesundheitsverbände und Gewerkschaften. Für die nachhaltige Neuausrichtung des Wissenschaftssystems können sie zentrale Impulse geben – dies haben einzelne Initiativen, wie die Veröffentlichung eines wissenschaftspolitischen Positionspapiers des BUND und Tagungen des NABU gezeigt. Alle fordern, von einer Wissenschaft ÜBER zu einer Wissenschaft FÜR die Gesellschaft zu kommen.

    Die heutigen forschungspolitischen Institutionen und Strukturen sind jedoch auf eine zivilgesellschaftliche Mitarbeit und Beteiligung gar nicht angelegt. Hier gibt es einen echten Reformbedarf, kreative Ansätze und Ideen sind gefragt. Eigene Kapazitäten und die verbandsinterne Expertise in zivilgesellschaftlichen Organisationen müssen erst aufgebaut werden, um dauerhaft Einfluss auf die wissenschaftspolitischen Entscheidungsprozesse zu nehmen. Aus diesem Grund streben wir eine übergeordnete zivilgesellschaftliche Plattform für eine veränderte Wissenschaftspolitik an. Das vom BMBF ausgerufene Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/ Nachhaltigkeit“ bietet hierfür einen hervorragenden Rahmen.

    In einem Workshop am Dienstag, dem 03.07.2012 soll durch Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Gruppen eine entsprechende zivilgesellschaftliche Plattform auf den Weg gebracht werden. In der Diskussion miteinander sowie mit Vertretern aus wissenschaftlichen Vorreitereinrichtungen und der Politik sollen bestehende Aktivitäten abgeglichen und gemeinsame wissenschaftspolitische Positionen sowie das Programm einer großen zivilgesellschaftlichen Konferenz im Herbst des Jahres erarbeitet werden. Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) sowie die Reihe „Transformatives Wissen schaffen” stellen dafür den organisatorischen Rahmen bereit.

    Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:
    Wie muss eine zukunftsfähige Wissenschaftspolitik aus der Sicht zivilgesellschaftlicher Organisationen aussehen?
    Was sind die inhaltlichen Hauptelemente und Gemeinsamkeiten zivilgesellschaftlicher Positionen zu einer nachhaltigkeitsorientierten Reform der Wissenschaftspolitik?
    Wie stärken wir das wissenschaftspolitische Engagement, die Mitspra
    chefähigkeit und die personelle Kapazität in den Verbänden? 
    Wie kann eine zivilgesellschaftliche Plattform zu den Forderungen an eine zukünftige Wissenschaftspolitik organisiert sein?

    Weitere Informationen unter: wissenschaftsjahr2012@wupperinst.org

    111221-NaWis_Logo-neu-mit-IASS-_94x100-1

    Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

    Dokumentation der IÖW/VÖW-Jahrestagung jetzt online

    Die Veranstalter der IÖW/ VÖW Jahrestagung freuen sich, mitteilen zu können, dass die Tagung „Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ vom 8. und 9. März umfassend online dokumentiert wurde. Die Tagung war eine Veranstaltung der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im BMBF-Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/ Nachhaltigkeit„. Zu den anderen Veranstaltungen der Reihe gelangen Sie hier.
    Unter www.was-bewegt.org finden Sie die Tagungsdokumentation zum Nachlesen, -hören, und -schauen:

    • „Was bewegt Sie…?“ – Stimmen zur Konferenz als Kurzvideo sowie Mitschnitte ausgewählter Vorträge (zu den Videos)
    • Den Tagungsreader und die Präsentationen der Referent/innen als PDF-Download sowie Audiobeiträge „Drei Visionen für den Brennpunkt Stadt“ (zu den Downloads und Audios)
    • Ein Fotoalbum mit Impressionen der Tagung (zum Album)

    Wenn Sie über Neuigkeiten aus dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung informiert bleiben möchten, können Sie mit dem IÖW-Newsletter aktuelle Informationen direkt in Ihren Posteingang erhalten. Der Newsletter erscheint rund viermal im Jahr: zum IÖW-Newsletter-Abonnement.

    Konferenz: „Giving Meaning to Interdisciplinarity in the Organization of Universities”

    Vom 12. bis 13. April 2012 veranstaltet das Zentrum für interdisziplinäre Forschung an der Universität Bielefeld die internationale Konferenz „Giving Meaning to Interdisciplinarity in the Organization of Universities. A Symposium on the Occasion of Helmut Schelsky’s 100th Birthday”. Hier soll untersucht werden, welche Anforderungen Forschung und Lehre heute an die traditionelle Universitätsstruktur mit ihrer Unterteilung in Fakultäten und Fachbereiche stellen. Die Konferenz soll sich mit dem Entwicklungsaspekten für Universitäten aus Sicht der Interdisziplinarität befassen und holt hierzu die Expertise bekannter nationaler und internationaler Universitäten ein, die bereits interdisziplinäre Konzepte und Strukturen in Forschung und Lehre umsetzen.

    Zu den Rednern und Themen gehören:
    • Michael M. Crow (President of the Arizona State University): The new university and its local and global challenges.
    • Interdisciplinary structures in research and education: Sascha Spoun (President of Leuphana University Lüneburg), Harm Hospers (Liberal Art and Sciences Program Maastricht), Detlef Löhe (Vice Rector of Karlsruhe Institute for Technology)
    • Welcome by Philippe Blanchard (ZiF Director)
    • Hermann Lübbe (University of Zurich): Zeitdruck, Disziplinierungsschäden und Erfahrungsverluste.
    • Helmut Schelsky als Soziologe universitärer Forschung
    • Robert Frodeman (University of North Texas): The modernity of interdisciplinarity
    • Jürgen Enders (University of Twente): The European universities and their political legitimacy
    • Uwe Schimank (University of Bremen): Opportunities and obstacles of university reform
    • Wolfgang Marquardt (Chair of the German Council of Science and Humanities Cologne): „Cross the border, close the gap!“ – Reinventing the university as an interdisciplinary enterprise
    • Peter Weingart: Conclusion

    Rückblick auf Sustainability Summit in Lüneburg

    Der Leuphana Sustainability Summit vom 29.02. bis 02.03.2012 brachte knapp 300 Teilnehmer_innen aus 50 verschiedenen Ländern an der Universität Lüneburg zusammen. Die Konferenz war eine Veranstaltung der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012 „Zukunftsprojekt Erde“. Mit der Reihe fragen die Initiatoren (NaWis-Verbund und Ecornet) nach der Motorfunktion der Wissenschaft auf dem Weg zu einer gesellschaftlichen Transformation in Richtung Nachhaltiger Entwicklung.

    Eröffnet wurde der erste Konferenztag mit einer Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen einer Politik für Nachhaltigkeit im 20. Jahr nach Rio an der u.a. Tim Jackson, Angelika Zahrnt und Jürgen Maier teilnahmen. Am Nachmittag wurden die theoretischen und praktischen Anforderungen an eine transdisziplinäre Wissenschaft diskutiert (u.a. mit Beiträgen von Thomas Jahn, Arnim Wiek und Roland W. Scholz ). Arnim Wiek von der School of Sustainability der Arizona State University plädierte für eine Wissenschaft, die aus den Laboren geht und verlernt, was einer Zusammenarbeit mit der Gesellschaft im Weg steht.

    Insbesondere am zweiten Konferenztag erörterten die internationalen Experten in einer Reihe von Workshops zu den Themen Biodiversität, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeitspolitik und Transdisziplinarität intensiv den „state of the art“ und machten gleichzeitig immer wieder auf Best- Practice Beispiele im Feld aufmerksam.

    Neben der Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse am Morgen des dritten Konferenztages, wurde in den letzten Keynotes des Summits noch einmal die Rolle und Verantwortung von Wissenschaft thematisiert. Aus dem internationalen Kontext präsentierten sich Vorreiterinstitutionen (University of British Columbia/ Kanada), die mit ihrer Arbeit explizit einen „sozialen Wandel“ zum Ziel haben. Neben diesem Wandel, den jede einzelne Organisationen im Wissenschaftssystem anstoßen kann, betonte UBA-Präsident Jochen Flasbarth die Aufgabe von Wissenschaftler_innen: Diese sollten vor allem ihre Ergebnisse in der Komplexität reduzieren und Ratschläge für politische Entscheidungsprozesse möglichst einfach kommunizieren. „Bürokraten können viel mehr verändern, als sie manchmal vorgeben.“

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auch der Leuphana Sustainability Summit im Zeichen der Veränderung stand: die gewaltigen Herausforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung fordern statt des häufig betriebenen „blame games“ ein „mutual learning“ – ein gemeinsames Lernen aller Akteure aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Daher sprachen die anwesenden Wissenschaftler_innen sich für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Weltrates Nachhaltigkeit aus, wie es in der Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg heißt.

    Alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ finden Sie hier.

    Übersicht über aktuelle Veranstaltungen

    Bundesweit laufen eine Reihe von Veranstaltungen im Kontext einer Nachhaltigen Wissenschaft. Eine Übersicht über aktuelle Veranstaltungen finden Sie hier:

    BDV_logo_hintergrund_transparent 25./26.11.2015
    „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ Herbsttagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung
    Frankfurt am Main

     

    Uni Vechta  06./07.11.2015
    Exzellenz für Alle? Bürgerwissenschaft, Hochschulen und Wissenschaftsläden – ein Blick nach vorne!“.
    Oldenburg

     

    JRF Logo  29.10.2015
    Dynamik oder Verfall? Zur Zukunft der urbanen Infrastrukturen in NRW
    Düsseldorf

     

    ZeppelinUniversität 22./23.10.2015
     
    Wissenschaftliche Praxis und (öko-)politischer Aktivismus Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie
        Zeppelin Universität Friedrichshafen

     

    HS-Netzwerk BNE BaWü 08.10.2015
     
    Lehrer/innen-Bildung für nachhaltige Entwicklung, Vernetzung Phase 1 & 2
       Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

     

    logo_leuphana NEU_print_XS_mitSchutz 23.09.2015
     Leuphana Energieforum 2015

        Leuphana Universität Lüneburg

     

    BMBF 14./15.09.2015
    12. BMBF Forum für Nachhaltigkeit
    Bonn

     

    Rootability Logo 04.-06.09.2015
      Hochschulen und Nachhaltigkeit
    Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten?
        Zeppelin Universität Friedrichshafen


    logo_leuphana NEU_print_XS_mitSchutz 31.08.-08.09.2015
    Summerschool Transdisciplinary Research at the Science / Society Interface
    Leuphana Universität Lüneburg

     


    Uni-Bamberg
    16.07.2015
    Treffen des Bayerischen Netzwerks „Hochschule und Nachhaltigkeit“
    Universität Bamberg

     

    ForschungswendeLogo 23.06.2015
    Responsible Research and Innovation – Verantwortungsvolle Forschung und Innovation in der nationalen Förderpolitik

         ForschungswendeLogo 11.05.2015
    Forschungspolitik – Ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?
    Düsseldorf

       Baden-Würrtemberg-Logo 30.04.2015
    BaWü-Labs GO! Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg,
    Stuttgart

    ZeppelinUniversität 29./30.04.2015
    Nachhaltigkeitswissenschaften und die Suche nach neuen Wissensregimen
    Zeppelin Universität Friedrichshafen

         BDV_logo_hintergrund_transparent 23./24.04.2015
    „Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft“
    Berlin

    Ugaf   25.-27.03.2015
    Green Academic Footprint Workshop
    FU Berlin

    images 24.03.2015
    Erster Student Sustainability Summit
    Leeds University

    IBKN 12./ 13.02.2015
    Zukunftsfähige Entwicklung und generative Organisationskulturen (ZEGO), Hochschule Bochum


    Übersicht über Veranstaltungen im Jahr 2014


    Übersicht über Veranstaltungen im Jahr 2013

    Übersicht über Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/ Nachhaltigkeit“ 2012

    Die Energiewende als sozialwissenschaftliche Herausforderung – Fachtagung Klimaschutz & Energienachhaltigkeit am 19./20.03.2012

    Die Berücksichtigung sozialer Prozesse ist für eine gelingende und nachhaltige Energiewende von zentraler Bedeutung. Die Fachtagung „Klimaschutz & Energienachhaltigkeit“ beleuchtet u. a. den Beitrag der Sozialwissenschaften zu den drei Nachhaltigkeitsstrategien (Konsistenz, Effizienz und Suffizienz) sowie ihre Anwendung in der kommunalen Praxis. Neben Fachvorträgen verschiedener Disziplinen werden in transdisziplinären Diskussionsrunden gemeinsame Perspektiven sozialwissenschaftlicher und kommunaler Arbeit für den Klimaschutz erörtert.

    Die Fachtagung der Forschungsgruppe Umweltpsychologie wird im Zuge des – vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten – Projekts „Sozialwissenschaftliche Begleitung der nationalen Klimaschutzinitiative – Aktive Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen (NKI-Akzeptanz)“ ausgerichtet. Sie richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kommunen und Praxis. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

    Anmeldung:

    Bitte melden Sie sich online an unter: www.fg-umwelt.de

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: fachtagung(at)fg-upsy.com.

     

    Für einen neuen Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – Erfolgreiche Auftaktveranstaltung der Initiative Transformatives Wissen schaffen im Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“

    Die Wissenschaftsministerinnen der beiden großen Wissenschaftsstandorte NRW (Svenja Schulze) und Baden Würtemberg (Theresia Bauer), der Vorsitzende des größten deutschen Umweltverbandes (Hubert Weiger), eine der wenigen Frauen im Vorstand eines DAX-Unternehmen (Kathrin Menges/Henkel) und einer der Autoren des Hauptgutachtens zur „Großen Tranformation“ (Prof. Dr. Dirk Messner/WBGU): besser hätte das Podium der ersten größeren im – vom BMBF ausgerufenenen – Wissenschaftsjahr Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde organisierten Veranstaltung nicht zusammengesetzt sein, um über den neuen „Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft“ zu diskutieren.

    Knapp 200 Teilnehmer besuchten am 06. Februar die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ in der NRW-Landesvertretung in Berlin.

    Die Veranstaltung nahm die Aufforderung des BMBF, das Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit“, auch für kontroverse Diskussion über die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems zu nutzen, ernst. Mit der fast zeitgleichen Veröffentlichung des wissenschaftspolitischen Positionspapiers des BUND und der Broschüre zu Hochschulen und Nachhaltigkeit der AG Hochschule des Deutschen Unesco Komitees (DUK) brachten zudem zentrale Akteure der Zivilgesellschaft ihre Anforderungen und positiven Beispiele einer Nachhaltigen Wissenschaft in die Auftaktveranstaltung ein.

    Die Initiatoren der Reihe – der NaWis-Verbund und das Ecornet – selber Netzwerke der Pioniere einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung wollen mit ihrer Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ eine Plattform für diese Debatten im Wissenschaftsjahr bieten.

    Im ersten Podium stellten die Initiatoren das Anliegen der Reihe vor. Ein Blick auf die Gründungsgeschichte von vielen freien Nachhaltigkeitsforschungsinstituten zeigt, dass Veränderungen des Wissenschaftssystems häufig von außerhalb des Wissenschaftssystems kamen und ein offener Dialog helfen kann, Bewegung im gesamten Wissenschaftssystem auszulösen.

    In einem zweiten Podium stellten unterschiedliche Vertreter zivilgesellschaflicher Organisationen ihre Anforderungen ans Wissenschaftssystem vor. Weil Wissenschaft zum großen Teil aus Steuergeldern finanziert würde, sollte sie sich stärker am Gemeinwohl orientieren. Der BUND – größter deutscher Umweltverband – forderte daher eine Wissenschaft für statt über die Gesellschaft : „Public money for public goods“, um auch mutige und unabhängige Forschung voranzubringen.  Auch Studierende positionierten sich als innovative Ideengeber und Pioniere des Wandels, was sich in der Initiative Greening the University beispielhaft zeigt. Sie forderten ihr eigenes Engagment stärker in den Prozess der Umsteuerung des Wissenschaftssystems einzubeziehen und zugleich auch anzuerkennen.

    Im dritten Podium lag der Fokus auf länderweiten, nationalen und internationalen Perspektiven einer Transformativen Wissenschaft, bei der die Selbstreflexion des Wissenschaftssystems und die Anerkennung anderer Formen des Wissens im Vordergrund stehen. In Nordrhein-Westfalen wird dieser Prozess in der Fortschrittsinitiative NRW organisiert, bei der ein qualitativer (auf Mensch und Natur ausgerichteter) Fortschritt angesteuert wird. National müsse es um die Entwicklung gemeinsamer methodischer Standards für die transdisziplinäre Forschung bei gleichzeitiger disziplinärer Rückgebundenheit gehen. Die internationalen Impulse zeigten deutlich die Vorreiterschaft anderer Länder und gaben spannende Impulse zur Weiterentwicklung für Deutschland. Der schweizerische Nationalfonds (Pendant zur deutschen DFG) trug durch eine programmunabhängige Förderung transdisziplinärer Projekte entscheidend zu der Verbreiterung nachhaltiger Wissenschaftsprojekte bei. Im österreichischen Projekt Sparkling Sciene wird eine echte Beteiligung von Jugendlichen in der Forschung zu Konsumverhalten praktiziert. Insgesamt ist ein Kreis aus europäischen Experten dabei zu diskutieren, wie eine Forschungsförderung für eine Nachhaltige Entwicklung aussehen kann (RD4SD). Die Atmosphäre des dritten Podiums zeigte deutlich: es gibt hervorragende Beispiele für transdisziplinäre und transformative Wissenschaft, die  aus der Nische  heraus müssen. Für dieses Mainstreaming sind Experimente mutiger Pioniere entscheidend, damit die Akteure durch engagiertes Handeln dazu kommen neues transformatives Wissen zu schaffen.

    Die Wissenschaftsministerin von NRW Svenja Schulze als Gastgeberin betonte das starke Signal, das die Veranstaltung durch die Zusammensetzung der Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ausstrahle. An verschiedenen Beispielen aus NRW erörterte sie, wie sich wissenschaftspolitische Maßnahmen an den Grand Challenges – den epochalen Herausforderungen der Gesellschaft – orientieren könne. Mit der Fortschritts-Initiative setzt NRW auf eine Innovationsstrategie, die sich an ökologischer Verträglichkeit und sozialer Gerechtigkeit orientiert, bspw. durch die Förderung von klugen Kooperationsstrukturen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft so genannte regionale nnovationsnetzwerke, sowie die Auszeichnung von Pionieren des Fortschritts.

    Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, griff ein Schlagwort aus dem Gutachten des WBGU auf und forderte einen Umbau aus Einsicht, Umsicht und Vorraussicht. Zur Bewältigung der epochalen Aufgaben habe die Landesregierung das Thema Nachhaltige Entwicklung zur Chef-Sache gemacht und eine Steuergruppe beim Ministerpräsidenten eingerichtet. Dieser Expertenrat soll strategische Handlungsfelder einbgrenzen und innovative Anreize in der Forschungsförderung setzen. Die Wissenschaftspolitik in Baden-Württemberg ziele auf eine Veränderung von Forschung, Lehre und Verwaltung der Institutionen, in der auch die Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren entscheidend sei. Politische Veränderungen seien dann erfolgreich, wenn sie gesellschaflich vorgedacht seien.

    In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreter(innen) aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft war man sich nahezu einig, dass das Engagement und der Druck der verschiedenen Akteure in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass die Notwendigkeit einer Nachhaltigen Entwicklung in der Mitte von Wissenschaft und Gesellschaft angekommen sei. Jetzt sei die gemeinsame Kernarbeit aller notwendig um die große Transformation in die Breite zu tragen. Dazu seien eine offene, kontroverse und positive Diskussion quer durch die verschiedenen Milieus genauso notwendig wie die Stärkung und der Ausbau der vorhandenen Netzwerke der Vorreiter. Ein nationaler Masterplan für eine transformative Wissenschaft könne für die weitere Diskussion wichtige Impulse setzen.

    All dies verspricht eine spannende Perspektive auf die weiteren Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ und des Wissenschaftsjahres.

    Links zu Berichten über die Veranstaltung

    Die Initiatoren der Reihe zusammen mit Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (NRW) und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Baden Württemberg), Bild: Michael Miethe

    The Global Sustainability Summer School 2012

    Das Potsdam Insitute for Climate Impact Research (PIK) und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) veranstalten vom 08.07. – 21.07.2012, in Kooperation mit dem Santa Fe Instiute (SFI), die Global Sustainability Summer School in Potsdam. Erforscht und diskutiert werden globale Themen der Nachhaltigkeit, Risiken des Klimawandels, Extremereignisse und dringende soziale und ökonomische Angelegenheiten.

    An dem intensiven zweiwöchigen Programm können 35 Teilnehmer_innen zwischen 25 und 40 Jahren aus unterschiedlichen Disziplinen und Regionen teilnehmen. Die Summer School richtet sich an junge Fachleute aus Universitäten, Regierungsorganisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und der Industrie. Das Programm verbindet Lektüren, Feldforschungen und interaktive Projekttätigkeit. Feldforschungen führen unter anderem zu einer Anlage der Kohlenstoffsammlung und -speicherung. Neben Referent_Innen aus allen drei Institutionen, werden führende internationale Wissenschaftler_innen, Politiker_innen und wichtige Repräsentanten der Zivilgesellschaft vertreten sein.

    Die Teilnehmer_innen werden gebeten dem gesamten Programm beizuwohnen. Alle Aktivitäten finden in englischer Sprache statt. Ermöglicht wird die Summer School durch die Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Anmeldeschluss ist der 1. März 2012, für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

     

    „Was bewegt? – Von sozial-ökologischen Experimenten im Alltag“ – Tagung des Instituts und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung

    „Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ – so lautet die gemeinsame Jahrestagung von IÖW und VÖW vom 08. bis 09. März im Umweltforum Berlin.

    Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die immer weiter um sich greifende Feststellung, dass weitreichende gesellschaftliche Transformationen erforderlich sind, um den gekoppelten gesellschaftlichen und ökologischen Krisen zu begegnen. Wesentliche Ideengeber und Treiber dieses Wandels sind sozial-ökologische Pioniere etwa in der nachhaltigen Energieerzeugung, im Unternehmertum oder im Wandel des Konsums. Was bewegt solche Pioniere und wie sehen ihre Zukunftsentwürfe aus? Könnten ihre sozialen Innovationen zur alltäglichen Praxis vieler Menschen werden? Welche neuen politischen Strategien und Rahmenbedingungen sind dafür erforderlich?
    Auf der Tagung kommen Pioniere sozial-ökologischer Lebensweisen zusammen, um ihre Visionen zu präsentieren und gemeinsam mit Wissenschaftler/innen, Vertreter/innen von NGOs, Politiker/innen und Unternehmer/innen zu diskutieren. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie die politischen Handlungsstrategien und Forschungsansätze so gestaltet werden können, dass sie dazu beitragen, nachhaltige Lebensweisen substanziell zu verbreiten. Raus aus der Experimentierphase, rein in den Alltag! Nachhaltige Lebensweisen ? wie können sie tauglich für den Mainstream werden?
    Anmeldeschluss ist der 28.02., direkt zur Anmeldung geht es hier.

    Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des NaWis-Verbundes und des Ecornet, die sich als Beitrag für das BMBF- Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde“ versteht.

    Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

    Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ ab sofort auf Twitter folgen

    Ab sofort können Sie aktuelle Informationen über die Reihe „Transformatives Wissen“ sowie über das Themenfeld „Nachhaltige Wissenschaft“ über Twitter verfolgen. Der Twitter-Account lautet http://www.twitter.com/TransformWissen. In der Navigationsspalte rechts können Sie den Twitter-Button direkt anklicken.

    Transformatives Wissen schaffen – Hintergründe zur Veranstaltungreihe

    Die Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ ist eine Plattform für die Debatte über das Verhältnis von „Transformation“ und „Wissen“ in unserer Gesellschaft – und dies in zwei Richtungen:

    1. „Wissen für Transformationen“:  Welches Wissen ist für die aktuellen umfassenden Transformationsprozesse in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik notwendig? Hier greift die Reihe eine Kritik auf, die in den letzten Jahren immer deutlicher zu vernehmen ist (vgl. z.B. die Kritik des Wissenschaftlichen Beirates für Globale Umweltfragen (WBGU) im Jahr 2011): Das heute im Wissenschaftssystem entstehende Wissen ist demnach kaum ausreichend für die Bewältigung der „großen gesellschaftlichen Herausforderungen“ („Grand Challenges“) wie den Klimawandel, die Urbanisierung, die aktuellen ökonomischen Krisen oder den demographischer Wandel. Wissenschaft bezieht sich noch zu stark auf sich selber. Das dabei bestehende Wissen ist dadurch oft zu disziplinär und zu isoliert technologisch. Es fehlt an „sozial robusten Wissen“, das Disziplinengrenzen überwindet und Orientierung für Gesellschaft und Politik liefert.
    2. Transformation des Wissen-schaffens„:  Daraus ergeben sich unmittelbare Konsequenzen für das „Wissen-schaffen“ und damit die „Wissenschaft“ in unserer Gesellschaft. An relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen ausgerichtete, disziplinen überschreitende „Wissens-Prozesse“ sind auf strukturelle Veränderungen im Wissenschaftssystem angewiesen. Diese reichen vom Aufweiten disziplinärer Strukturen über neue Formen der Lehre, veränderte wissenschaftliche Karriereverläufe, neue wissenschaftliche Infrastrukturen für eine transformative Forschung bis zu Konsequenzen für die Art der Wissenschaftsförderung.

    Für diese Diskussion schafft die Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ eine Plattform: Wie lässt sich Wissenschaft stärker „für und mit der Gesellschaft“ betreiben? Wie wird die Diskussion über unser Wissenschaftssystem wieder zu einer gesellschaftlichen Debatte?

    In der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ diskutieren hierzu Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2012 in einer Reihe von Veranstaltungen. Drei Perspektiven stehen dabei im Mittelpunkt:

    • Analyse – Veranstaltungen, die aktuelle Entwicklungen und Strukturen im Wissenschaftssystem aufzeigen. Schlüsselfragen sind hier: Wo steht das Wissenschaftssystem heute? Wie gut wird Wissenschaft den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht? Was sind (kritische) Entwicklungstendenzen?

    • Vision/Best Practice – Veranstaltungen, die wünschenswerte Entwicklungen und positive Beispiele national/international thematisieren. Schlüsselfragen sind: Wohin sollte sich das System weiterentwickeln? Was ist heute national/international schon möglich?

    • Handlungsstrategien – Veranstaltungen, die konkrete Strategien für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik entwickeln. Schlüsselfragen sind: Welche konkreten Veränderungsimpulse im Wissenschaftssystem sind nötig? Wer sind zentrale Akteure des Wandels?

    Die Veranstaltungsreihe will die Diskussion weit in die Gesellschaft hineintragen. Schlüsselaussagen aus den Veranstaltung werden daher auf dem Blog „Nachhaltige Wissenschaft“ dokumentiert und diskutiert. Sie sollten am Ende des Wissenschaftsjahres zu einem umfassenden Aussagen- und Thesenkatalog zusammenfließen.

     

    Sustainability Summit in Lüneburg

    29.02. – 02.03.2012 an der Leuphana Universität Lüneburg

    20 Jahre nach der Konferenz von Rio de Janeiro setzt sich in mehr und mehr wissenschaftlichen Einrichtungen die Erkenntnis durch, dass für die Umsetzung der normativen Idee einer nachhaltigen Entwicklung eine disziplinär ausgerichtete Forschung nicht ausreicht. Vielmehr müssen inter- und transdisziplinäre Methoden genutzt werden um die Transformation der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu erforschen. Die methodologischen und forschungspraktischen Arbeiten zu transdisziplinärer Forschung haben insbesondere in den vergangenen Jahren in Deutschland eine zunehmende Resonanz erfahren – gerade in der Nachhaltigkeitswissenschaft. Die Konferenz der Leuphana Universität Lüneburg setzt mit der Zusammenführung international renommierter WissenschaftlerInnen und Verantwortlichen aus Poltik und Gesellschaft einen internationalen Impuls zur Weiterentwicklung transdisziplinärer Ansätze. Sie richtet sich an drei Leitfragen aus.

    1. Welche Erkenntnisse über die Rolle der Transdisziplinarität für nachhaltige Veränderungen wurden in den letzten 10 Jahren gewonnen?
    2. Welche Forschungslücken verbleiben?
    3. Wie können diese Forschungslücken gefüllt werden?

    Die Konferenz ist in englischer Sprache. Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier.

    Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

    Auftaktveranstaltung zur Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ mit den Wissenschaftsministerinnen Svenja Schulze/NRW und Theresia Bauer/Baden Württemberg am 06.02.2012 in Berlin

    Die Auftaktveranstaltung leitet die Initiative „Transformatives Wissen schaffen“ für das vom BMBF ausgerufene Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“ ein. Sie ist gleichzeitig der erste größere öffentliche Auftritt der NaWis-Runde sowie des Ecological Research Networks (Ecornet) der freien Umweltforschungsinstitute. Die Veranstaltung findet in der Landesvertretung NRW unter Teilnahme der Wissenschaftsministerinnen des Landes NRW und des Landes Baden Württemberg statt. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über den Stand und Herausforderungen an Wissenschaft und Wissenschaftssystem, um die Transformation zu einer Nachhaltigen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Programm (Stand 31.01.2012)

    11:15 Uhr: Begrüßung durch die Gastgeber der Veranstaltung

    Vorstellung der Initiative „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012

    11:30 Uhr: Einstimmung in den Tag – Prof. Dr. Uwe Schneidewind (für das NaWis-Netzwerk und EcoRNet)

    11:45 Uhr: Podiumsdiskussion zur Initiative mit den Initiatoren (Moderation: R. Andreas Kraemer/ Ecologic Institut)

    • Prof. Dr. Alexander Roßnagel/ Universität Kassel
    • Dr. Thomas Jahn/ ISOE
    • Michael Sailer/  Öko-Institut
    • Reiner Braun/ Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)
    • Stephan Ertner/ Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden- Württemberg

    13:00 Uhr: Mittagspause 

    Anforderungen an eine transformative Wissenschaft

    14:00 Uhr: Die Zivilgesellschaft als wissenschaftspolitischer Akteur
    Moderierte Podiumsdiskussion –
    (Moderation: R. Andreas Kraemer/ Ecologic Institut)

    • Prof. Dr. Angelika Zahrnt/ Rat für Nachhaltige Entwicklung
    • Prof. Dr. Wilfried Kühling/ BUND
    • Reiner Hoffmann/ IGBCE NRW
    • Dr. Steffi Ober/ Nabu
    • Alejandro Esguerra/Initiative Greening the University/Tübingen

    15:15 Kaffeepause

    15:30 Uhr Anforderungen und Best Practices einer transformativen Wissenschaft – moderierte Podiumsdiskussion

    (Moderation: Thomas Korbun/ IÖW)

    • Prof. Dr. Claus Leggewie/ WBGU
    • Prof. Dr. Daniel Lang/ Leuphana Universität Lüneburg
    • Dr. Matthias Bergmann/ ISOE
    • Dr. Marie Loibl/ Sparkling Science – Österreich
    • Ute Zander/ VISION RD4SD
    • Thorsten Menne/ Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW – Initiative Fortschritt NRW

    16:30 Kaffeepause

    Öffentliche Nachmittags-/Abendveranstaltung

    17:00 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalter – Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Nawis-Runde und das EcoRNet) und Dr. Mario Tobias (IASS) 

    17:15 Uhr: Grand Challenges als Grundlage künftiger Innovationspolitik – das Beispiel NRW/Svenja Schulze – Wissenschaftsministerin des Landes NRW

    17:40 Uhr: Wissenschaft für Nachhaltigkeit – Ausblick auf die Wissenschaftsintiative in Baden Württemberg/Theresia Bauer – Wissenschaftsministerin des Landes Baden Württemberg

    18:00 Uhr Perspektiven einer transformativen Wissenschaft – wie bringen wir ökologischen, sozialen und ökonomischen Fortschritt zusammen?
    Podiumsdiskussion mit (Moderation: Thomas Korbun/ IÖW)

    • Svenja Schulze/  Wissenschaftsministerin des Landes NRW
    • Theresia Bauer/ Wissenschaftsministerin der Landes Baden Württemberg
    • Prof. Dr. Hubert Weiger/ Vorsitzender des BUND
    • Kathrin Menges/ Vorstand, Henkel AG & Co. KGaA
    • Prof. Dr. Dirk Messner/ WBGU

    19:30 Uhr: Schlusswort und Empfang in der Landesvertretung

    Anfahrt: http://www.mbem.nrw.de/landesvertretungen/landesvertretung-berlin/service-landesvertretung.html

    Anmeldung:
    Anmeldungen bitte bis zum 27.01.2012  hier per Mail oder an wissenschaftsjahr2012(at)wupperinst.org.

    Programm zum Ausdrucken: Nawis_INV_01_2012_01x

    Pressemeldung zum Ausdrucken: Pressemeldungs_Transform_Wissen_7_Feb_2012

    Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

    Nachhaltig forschen – transformatives Wissen schaffen: Veranstaltungsreihe im Wissenschaftsjahr 2012

    Das deutsche Bundesforschungsministerium (BMBF) hat das Jahr 2012 zum Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/Zukunftsprojekt Erde“ ausgerufen. Die Initiative „Transformatives Wissen schaffen“ nimmt dies zum Anlass, mit einer Reihe von Veranstaltungen zu diskutieren, vor welchen Herausforderungen das Wissenschaftssystem selber steht, um seine Motorfunktion für die notwendigen Transformationsprozesse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft auszufüllen.

    Getragen wird die Initiative zum Wissenschaftsjahr von wissenschaftlichen Vorreiter-Einrichtungen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaft. Dazu gehören neben dem NaWis-Verbund aus den Universitäten Kassel und Lüneburg sowie dem Wuppertal Institut und dem Institute of Advanced Sustainability Studies (IASS), das Ecological Research Network (Ecornet) der freien Umwelt-/Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland, die seit über 20 Jahren eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung als Pioniere betreiben. Dem EcoRNet gehören an: das Öko-Institut, das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU), das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Ecologic Institute, das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Viele weitere Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen u.a. aus der Arbeitsgruppe Hochschule des Deutschen UNESCO-Komitees unterstützen das Netzwerk.

    Für 2012 ist ein breites Spektrum an Veranstaltungen geplant.

    Den Auftakt macht eine Tagung am 6. Februar 2012 in der Landesvertretung NRW in Berlin mit den Wissenschaftsministerinnen aus Nordrhein-Westfalen, Svenja Schulze und Baden-Württemberg, Theresia Bauer. In der ganztägigen Veranstaltung soll unter Einbeziehung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft darüber diskutiert werden, wie Wissenschaft, Wissenschaftssystem und Wissenschaftspolitik künftig gestaltet sein müssen.

    Neben der großen Auftaktveranstaltung werden über das gesamte Jahr verteilt Tagungen und Workshops zu bestehender nationaler und internationaler Best Practice einer transformativen Nachhaltigkeitswissenschaft in den Bereichen Forschung, Lehre und Wissenschaftsförderung stattfinden.

    Einen weiteren wichtigen Höhepunkt des Jahres bildet der Sustainability Summit vom 29. Februar bis zum 2. März 2012 in Lüneburg. Auf diesem internationalen Kongress werden führende Nachhaltigkeitswissen-schaftler/innen zusammenkommen, um zu verorten, wo die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung heute steht und wie sie sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln muss.

    Die Koordination der Veranstaltungsreihe durch das Berliner Büro des Wuppertal Instituts wird von der Stiftung Mercator gefördert.

    Eine Übersicht über die Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

    Die Pressemeldung zum Auftakt der Reihe finden Sie unter: http://idw-online.de/de/news456261

    Dokumentation des Forums „Die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft“ vom 8.11.11 ab sofort verfügbar

    Im Rahmen der Initiative „Fortschritt NRW“ veranstaltete das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium am 8.11.2011 in der Akademie der Wissenschaften und Künste, Düsseldorf ein Forum zum Thema „Die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft“. Das Forum wurde durch einen Vortrag von Prof. Dirk Messner, Leiter des Deutschen Institutes für Entwicklungspolitik (DIE) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Globale Umweltveränderungen (WBGU) eingeleitet, der auf die im aktuellen Hauptgutachten des WBGU herausgearbeiteten Defizite des aktuellen Wissenschaftssystems bei der Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen einging. Dem Vortrag schloss sich eine anregende Diskussion auf einem Podium an, auf dem Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Prof. Dr. Achim Bachem/Leiter des Forschunszentrums Jülich, Prof. Ursula Gather/Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz NRW, Dr. Dagmar Simon/Leiterin der Gruppe Wissenschaftspolitik des Wissenschaftszentrums Berlin sowie Philine Warnke vom Fraunhofer-ISI diskutierten. Es wurde deutlich, dass die vom WBGU eingeforderte Verstärkung einer „transformativen Forschung“ noch am Anfang steht. Die Universitäten tun sich dabei schwerer als die großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Sowohl in der Forschungspolitik als auch in den wissenschaftsinternen Anreizsystemen bestehen noch Anpassungsbedarfe. Dabei war bei der Diskussion u.a. umstritten, ob eine „transformative Forschung“ eigene Förderlinien braucht oder integraler Bestandteil bestehender Forschungsansätze und Institutionen werden muss.

    Die Dokumentation der Veranstaltung (Vortrag von Dirk Messner, Teilnehmerliste des Podiums) ist ab sofort im Download verfügbar unter: http://www.wissenschaft.nrw.de/landdertalente_nrw/Fortschritt_NRW/Foren_des_Fortschritts/FdF__gesellschaftliche_Verantwortung_v_Wissenschaft/index.php

    Erster Nachhaltigkeitstag der Hochschulregion Tübingen-Hohenheim

    Am 11.11.2011 haben die sechs Hochschulen im Rahmen des Projektes „Rendevouz mit der Zukunft“ den ersten Nachhaltigkeitstag der Hochschulregion begangen. Zu ihnen gehören die Universität Tübingen, die Universität Hohenheim, die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, die Hochschule Reutlingen sowie die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Alle sechs Hochschulen sind in unterschiedlichen Feldern im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung und -lehre aktiv. Die Universität Tübingen feierte an dem Tag ihre EMAS-Umweltzertifizierung und ist damit die erste EMAS-zertifizierte Hochschule in Baden Württemberg. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung in Baden Württemberg und wird durch die Landesregierung aktiv unterstützt.

    Tagung „Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften“ des Wissenschaftsrates am 9./10.12.2012 in Bonn

    Am 9. und 10.12. veranstaltet der Wissenschaftsrat eine Tagung zu den „Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften – Stellenwert/Förderung/Zukunftsperspektiven“ im Wissenschaftszentrum in Bonn. Die Tagung und die sie organisierende gleichnamige Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrates sensibilisieren für die Bedeutung von Forschungsinfrastrukturen jenseits der Technik- und Naturwissenschaften. Zu geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsinfrastrukturen zählen z.B. die Digitalisierung des kulturellen Erbes, die Digitalisierung von Sprachressourcen sowie quantitative und qualitative Datenbestände zur Beschreibung sozialer Prozesse. Gerade letztere sind auch für eine nachhaltigkeitsorientierte Transformationsforschung von zentraler Bedeutung. Für ein differenziertes Verständnis von Transformationsprozessen spielt die Gestaltung von Laboren bzw. Realexperimenten des Wandels z.B. in Städten oder Stadtteilen eine wichtige Rolle. Die systematische Konzeptionierung solcher Labore sowie die Erfassung und Auswertung in solchen Projekten gewonnener Daten gewinnt für die Nachhaltigkeitsforschung zunehmend an Bedeutung. Claus Leggewie, Direktor des kulturwissenschaftlichen Institutes in Essen mit seinem Schwerpunkt „Klimakulturen“ ist einer der aktiv Beitragenden auf der Tagung.

    Grenzen überwinden – Gesellschaft und Hochschule gemeinsam gestalten – Tagung in Augsburg am 9./10.11.11

    Die Augsburger Projektgruppe „Bildung durch Verantwortung“ veranstaltet gemeinsam mit Partnern von der Universität Duisburg-Essen vom 9. bis zum 10. November 2011 eine Tagung „Grenzen überwinden – Gesellschaft und Hochschule gemeinsam gestalten“ an der Universität Augsburg. Die Tagung wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, durch die Kurt-Bösch-Stiftung zugunsten der Universität Augsburg sowie durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e.V. finanziell unterstützt. Partner ist darüber hinaus das Hochschulnetzwerk „Bildung durch Verantwortung“, dem die Universität Augsburg im Rahmen der Tagung beitreten wird und dem bisher schon 10 Hochschulen (darunter z.B. die Leuphana-Universität Lüneburg) angehören.

    Die Tagung widmet sich dem als „dritter Mission“ bezeichneten Aufgabenfeld für Hochschulen: Die Ansatzpunkte dieses neuen Feldes reichen von Civic Engagement, Community Outreach, Community Service, Community Based Research, Service Learning bis zu Social Entrepreneurship. Ziel der Tagung Augsburger Tagung „Mission Gesellschaft“ ist es, die in dem von diesen Begriffen abgesteckten Feld tätigen Akteure zusammenzubringen, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihre jeweiligen Erfahrungen auszutauschen, über Chancen und Herausforderungen zu diskutieren

    Weitere Informationen zur Tagung sind abzurufen unter: http://idw-online.de/de/news448271

    Die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft – Forum des Fortschritts NRW am 8.11.2011 in Düsseldorf

    Am 8. November ab 18:00 Uhr veranstaltet das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium in der Akademie der Wissenschaften und Künste in Düsseldorf sein nächstes Forum des Fortschritts. Thema ist die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft. Mit dem Forum bietet das Ministerium eine weitere Plattform für die Diskussion über zukünftige Anforderungen an das Wissenschaftssystem angesichts wachsender globaler Herausforderungen: „Die globalen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, demografische Entwicklung und Energie- und Ressourcenknappheit verlangen nachhaltige Lösungen und Strategien. Worin genau sollte der Beitrag der Wissenschaft liegen? Welche neue strukturellen und inhaltlichen Anforderungen an Wissenschaft ergeben sich? Und wie müssen Forschungsstrategien und Förderprogramme ausgerichtet sein? Auf Grundlage des Hauptgutachtens „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) möchte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in einem offenen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Fachleuten diese und andere Fragen diskutieren.“ Nach einem Eingangsreferat von Prof. Dirk Messner, Mitglied des WBGU, diskutieren Svenja Schulze, Prof. Dr. Dirk Messner, Prof. Dr. Ursula Gather/Vorsitzende der Rektorenkonferenz des Landes NRW, Prof. Dr. Achim Bachem/Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, Waldemar Kütt/Mitglied des Kabinetts der EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Dr. Dagmar Simon/Leiterin der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB ) und Dr. Philine Warnke/Geschäftsfeldleiterin Zukunftsforschung und Vorausschau im Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

    Weitere Informationen und das Programm zur Veranstaltung finden sich unter http://www.wissenschaft.nrw.de/landdertalente_nrw/Fortschritt_NRW/FdF__gesellschaftliche_Verantwortung_v_Wissenschaft/index.php

    Hochschultag „Rendezvous mit der Zukunft – Nachhaltige Wertschöpfung am Bodensee“ am 14.10.2011 – Perspektiven Nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen

    Wie können Hochschulen auf die komplexen Herausforderungen der Nachhaltigen Entwicklung eingehen? Wie organisiert man Lehre, Forschung und Transfer inter- und transdisziplinär? Wie können Hochschulen an bereits vorhandenes Wissen aus Unternehmen und Bürgerorganisationen anschließen – und wie können Hochschulen ihre Kompetenzen in die Prozesse Nachhaltiger Entwicklung aktiv einbringen?

    Das haben Studierende, Professoren sowie Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) in Konstanz ein Jahr lang praktisch ausprobiert. Das Projekt „Rendezvous mit der Zukunft: Nachhaltige Wertschöpfung am Bodensee“ (im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württembergs) kommt am 14.10.2011 mit einem Hochschultag zum Ende, bei dem die Erfahrungen ausgewertet sowie Empfehlungen für Hochschulen und Politik formuliert werden.

    Nähere Informationen finden sich auf folgender Website, auf der auch eine Anmeldung zur Veranstaltung möglich ist:
    http://www.htwg-konstanz.de/hochschultag-ne

    Die Teilnahme ist kostenlos, für Schüler und Studierende besteht die Möglichkeit zur Fahrtkostenerstattung.

    Kontakt/Fragen an:
    Frau Juliane Dross ( juliane.dross[at]htwg-konstanz.de )
    07531-206433

    Internationale Konferenz „Planning Research for the Future?“ vom 13.-15.10.2011 an der FU Berlin

    Vom 13.-15.10.2011 veranstaltet das „Center for Cluster Development“ an der FU Berlin (Prof. Dr. Carsten Dreher) eine internationale Konferenz zum Thema „Planning Research for the Future?“. Im Zentrum der Konferenz steht die Frage, inwiefern Forschung -insbesondere solche, die sich an gesellschaftlichen Schlüsselherausforderungen orientiert- geplant werden kann und werden sollte. Die Konferenz adressiert damit Schlüsselfragen, die von hoher Relevanz für die Diskussion über eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft sind. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden.

    Tagung am 06.10. an der Universität Hildesheim: Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung. Neue Wege des Lernens durch Engagement

    Studentisches Engagement sieht sich nach der Bologna-Reform großen Herausforderungen gegenüber. Dabei fördert es die überfachliche und soziale Kompetenzentwicklung der Studierenden. Für den Wandel der Hochschullandschaft in Richtung nachhaltige Entwicklung ist studentisches Engagement zudem von zentraler Bedeutung, wie es zuletzt die Petition „Für eine Hochschullandschaft in nachhaltiger Entwicklung“ deutlich gemacht hat.

    Das Netzwerk der studentischen Nachhaltigkeits-Initiativen, die AG Hochschule und die Universität Hildesheim wollen daher Studierende, Lehrende und andere Interessierte zusammenführen, die:

    1. sich auch nach Bologna in studentischen Nachhaltigkeits-
    Initiativen erfolgreich engagieren,
    2. Engagement fördernde Rahmenbedingungen an den Hochschulen
    schaffen wollen und
    3. eine Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung als Motor
    einer innovativen, studierendenzentrierten Hochschullehre
    entdeckt haben.

    Der angestrebte intensive Dialog der verschiedenen Statusgruppen der Hochschulen wird von den Veranstaltern dabei als einzigartige Strategie zur weiteren Implementierung der nachhaltigen Entwicklung an den Hochschulen betrachtet. Die Tagungsteilnahme ist kostenlos. Für studentische Teilnehmer-Innen können Reisekosten anteilig übernommen werden.

    Ort: Universität Hildesheim Datum: 06.10.2011
    Mehr Informationen und Anmeldung unter: http://www.nachhaltige-uni.de

    Kongress „Fokus nachhaltige Wissenschaft – Beitrag der wissenschaftlichen Forschung zum gesellschaftlichen Wandel“ zum 40-jährigen Bestehen des IWU am 6./7.10.2011 in Darmstadt

    Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens veranstaltet das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) am 06./07. Oktober 2011 in Darmstadt einen Kongress zum Thema „Fokus nachhaltige Wissenschaft – Beitrag der wissenschaftlichen Forschung zum gesellschaftlichen Wandel“. Der Kongress orientiert sich am Forschungsverständnis des IWU, Forschungsthemen aus den Problemen der Gesellschaft zu generieren. Er will das aktuelle Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren und zugleich die Merkmale exzellenter wie nachhaltiger Forschung beleuchten. Besonders im Augenmerk steht dabei, in welchen Netzwerken eine derartige Forschung gestaltet werden kann. Das vorläufige Programm des Kongresses findet sich hier.

    Die IWU GmbH ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung des Landes Hessen und der Wissenschaftsstadt Darmstadt und arbeitet sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung. Das Institut befasst sich mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie umwelt- und energierelevanten Fragestellungen. Es erstellt Analysen und Prognosen für Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft und unterstützt sie mit Konzepten, Leitlinien und Instrumenten. Das IWU verfügt über hohe Kompetenz bei prozessbegleitenden Steuerungsinstrumenten wie Monitoring und Evaluation. Das Gesamtbudget beträgt rund 3 Millionen Euro. Neben der institutionellen Förderung finanziert sich das IWU zu erheblichen Teilen aus Drittmittelforschung. Derzeit beschäftigt das Institut 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon überwiegend Wissenschaftler aus mehr als 10 Disziplinen.

    Kann man nachhaltige Entwicklung durch Forschung fördern? Thesen zu Rolle und Aufgaben der Forschungsförderung – Beitrag von Peter Moll

    Auf der SAGUF-Tagung „Welche Forschung führt aus der Krise“ am 07.06.2011 in Bern hat Peter Moll einen Vortrag zu Rolle und Aufgaben der Forschungsförderung im Kontext Nachhaltiger Entwicklung gehalten. Der Vortrag findet sich zum Download am Ende dieses Beitrages.

    Peter Moll koordiniert die EU-Initiative RD4SD (Research and Development for Sustainable Development), in der derzeit die nachhaltigkeitsorientierten Förderanstrengungen von Wissenschaftsministerien in insgesamt 18 europäischen Ländern diskutiert und Perspektiven für künftige Förderstrategien entwickelt werden.

    In der Diskussion spielt dabei zunehmend die Forderung nach einem „3-Säulen-Modell“ eine zentrale Rolle. Neben die beiden Pole „Grundlagenforschung“ und „Anwendungsforschung“ sollte konsequent eine Ziel-orientierte Forschung gestellt werden (vgl. die Abbildung zum 3-Säulen-Modell).

    110706-Moll-Saeulenmodell

    Abb: 3-Säulenmodell der Forschungsförderung. Quelle: Moll 2011

    Neben eine „Forschung über“ tritt eine „Forschung für“ (in diesem Fall für Nachhaltige Entwicklung). Damit greift Moll Forderungen auf, wie Sie auch der WBGU in seinem aktuellen Hauptgutachten formuliert hat. Eine solche 3. Säule könnte vermeiden, dass entsprechende transdisziplinäre Forschungsansätze weiterhin zwischen dem Raster von „Grundlagenforschung“ einerseits und „Anwendungsforschung“ andererseits hindurchfallen, handelt es sich bei vielen der hier beschriebenen Forschungsansätze (wie z.B. bei der vom WBGU eingeforderten „Transformationsforschung“) häufig um eine „anwendungsorientierte Grundlagenforschung“.

    Peter Moll ist für Rückfragen und Kommentare unter der E-Mail-Adresse moll@science-development.de zu erreichen.

    Die Folien zum Vortrag von Peter Moll stehen hier zum Download bereit:

    110607-SAGUF-Vortrag-Moll

    Welche Forschung führt aus der Krise? – Tagung zum Stand nachhaltigkeitsorientierter Forschungspolitik in der Schweiz

    Am 07.06.2011 hat die Schweizerische Akademische Gesellschaft für Umweltforschung und Ökologie (SAGUF) unter der Leitfrage „Welche Forschung führt aus der Krise?“ eine eintägige Tagung zu den Perspektiven nachhaltigkeitsorientierter Forschung und Forschungspolitik in der Schweiz durchgeführt. Die SAGUF hatte für die Veranstaltung führende Vertreter der schweizerischen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik gewinnen können (so u.a. den Präsidenten des schweizerischen Nationalfonds Prof. Dr. Dieter Imboden, die Nachhaltigkeits-Koordinatoren der ETH Zürich Prof. Dr. Schwarzenbach und der Universität Bern Prof. Dr. Hans Hurni, leitende Vertreter des Bundesamtes für Umwelt sowie des Bundesamtes für Raumentwicklung).

    In den Diskussionen wurde deutlich, dass auch in der Schweiz heftig um das richtige Verhältnis von wissenschaftlicher Selbstorganisationen und geeigneter politischer Steuerung gerungen wird. Die Vorreiterrolle, die die Schweiz im Hinblick auf eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung europaweit bis Ende der 90er-Jahre hatte, muss erst wieder errungen werden. Dies machen die rasanten Entwicklungen in anderen europäischen Wissenschaftssystemen deutlich, wie u.a. der Vortrag von Peter Moll zur EU-Initiative RD4SD (Research and Development for Sustainable Development) zeigt. Die Initiative koordiniert derzeit die Wissenschaftsministerien von 18 europäischen Ländern.

    Die SAGUF wird die Impulse aus der Tagung dafür nutzen, die Diskussion in der Schweiz weiter fortzuführen. Eine erste Medienmitteilung der SAGUF zur Veranstaltung findet sich hier.

    15 Jahre Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) an der TU Berlin

    Am letzten Freitag hat das Zentrum für Technik und Gesellschaft (ZTG) an der TU Berlin in einem Fest-Kolloquium seinen 15. Geburtstag gefeiert.

    Das inzwischen knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassende Zentrum ist einer der führenden deutschen Standorte für transdiszplinäre Forschung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stammen aus rund 20 Diszplinen und arbeiten in fünf thematischen Schwerpunkten (Klima und Energie, Landnutzungsmuster und Konsummuster, Mobilität und Raum, Sicherheit/Risiko und Informations- und Kommunikationstechnologie). Auf dem Kolloquium wurde eindrucksvoll deutlich, wie gut der Brückenschlag aus dem ZTG in unterschiedliche Forschungsbereiche der TU Berlin gelingt. Das ZTG erfüllt dadurch seit 15 Jahren eine wichtige Integrationsfunktion innerhalb der TU Berlin.

    Das Potenzial des ZTG und der TU Berlin als Schlüsselstandort für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland war Gegenstand des Festvortrages von Uwe Schneidewind. Die Folien des Vortrages stehen hier zum Download zur Verfügung:
    110527-Schneidewind-ZTG-TU-Berlin-Transdiszp-Nachhaltigkeitsforschung

    Vortrag „Nachhaltiges Hamburg – nachhaltige Wissenschaft: Perspektiven für die europäische Umwelthauptstadt 2011“ am 26.05.2011 um 19:00 Uhr in der Universität Hamburg

    Im Jahr 2010 hat das Wuppertal Institut seine Studie „Zukunftsfähiges Hamburg“ vorgelegt und die Vision einer nachhaltigen Stadtentwicklung aufgezeigt. Welche Chancen und Herausforderungen liegen in einer solchen Perspektive für die Hamburger Wissenschaft und die Universität Hamburg?

    Auf diese Fragen geht Prof. Dr. Uwe Schneidewind, seit März 2010 Präsident des Wuppertal Institutes und u.a. Autor des Buches „Nachhaltige Wissenschaft“ in seinem Vortrag

    an der Universität Hamburg, Hörsaal H, Edmund-Siemers-Alle 1, 20146 Hamburg
    um 19:00 Uhr

    ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hamburger Vorträge zur Nachhaltigkeit“ statt und wird durch Grußworte von Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen und Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt eröffnet.

    Die Folien des Vortrags können finden Sie hier zum Download:
    110526-Schneidewind-Nachhaltiges-Hamburg-Nachhaltige-Wissenschaft

    Ökosoziale Studientage in Tübingen – Ideenwerkstatt für eine zukunftsfähige Gesellschaft

    Vergangenes Wochenende fanden die ökosozialen Studientage in Tübingen statt. Ein gemischtes Programm brachte den Teilnehmern die Schnittstellen von Nachhaltigkeit und der Vision einer ökosozialen Marktwirtschaft ihres hochschulischen Alltages näher. In Vorträgen und Workshops, sowie Meinungsplätzen erarbeiteten Studierende, aber auch von auswärts kommende gemeinsam mit den Referenten Ideen und konkrete Handlungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung.
    Initiatoren waren verschiedene Tübinger Hochschulgruppen, die sich im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren, und das Forum für Ökosoziale Marktwirtschaft.
    Die Idee der Hochschultage ist keine alleinige Tübinger Veranstaltung, sondern soll flächendeckend in Deutschland Verbreitung finden. Nach dem Auftakt 2010 mit insgesamt vier Veranstaltungen wird für das diesige Jahr schon eine weit höhere Resonanz erwartet.
    Interessierte Initiativen sind herzlich geladen, sich an dem Projekt zu beteiligen und selbst vor Ort Veranstaltungen zu organisieren, um wirklich nachhaltige Akzente im Bereich der hochschulischen Bildung zu setzen. Weitere Infos gibt’s hier.

    Kick-Off-Meeting des Global TraPs-Projektes an der ETH Zürich

    Am 31.03. und 01.04. fand das Kick-Off-Meeting des bis zum Jahr 2015 dauernden Global TraPs-Projektes an der ETH Zürich statt. Ziel des Projektes ist die Entwicklung der nötigen Wissensbasis und von Steuerungsansätzen für eine nachhaltige Gestaltung des globalen Phosphor-Kreislaufes. Das von Prof. Dr. Roland Scholz an der ETH initiierte Projekt findet im Verbund von über 40 internationalen Partnerinstitutionen aus Wissenschaft und Praxis statt. Es ist durch seinen globalen Anspruch das derzeit vermutlich ambitionierteste transdisziplinäre Projekt in den Nachhaltigkeitswissenschaften und baut auf den fast 20-jährigen Erfahrungen der Gruppe um Roland Scholz mit transdisziplinären Fallstudien auf.

    oikos spring meeting vom 24. bis 27. März in Prag – students for sustainable economics and management

    Unter dem Titel „Sustainable Architecture: Space for Living“ fand das diesjährige spring meeting von oikos international statt. oikos ist ein Netzwerk internationaler Studierender, mit dem Ziel, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaften zu etablieren.
    Architektur, Thema der Veranstaltung, ist aus dem Leben nicht weg zu denken: Die Gebäude, in denen wir uns aufhalten, beeinflussen Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Gleichzeitig sind sie durch Heizungen, Ventilatoren und Klimaanlagen energiehungrige CO²- Emittenten. Im Blick auf Energie- und Kosteneffizienz lassen sich Beiträge für den Klimaschutz in jedes betriebswirtschaftliche Kalkül einbauen. Mittel und Wege, Perspektiven und Herausforderungen nachhaltiger Gebäudewirtschaft standen thematisch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dass Nachhaltigkeit und Wirtschaft enger verbunden sind als vielfach unterstellt und praktiziert, hat sich einmal mehr bestätigt.
    Mehr zu oikos gibt’s hier.

    Internationaler Kongress „Bildung für nachhaltige Entwicklung gestalten und verankern“

    Der internationale Kongress von 4.-6. Juli in Laufen soll in erster Linie zeigen, welche Erfolge in der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) bereits zu verzeichnen sind und was wir von Anderen lernen können. Konzepte und Erfahrungen sollen diskutiert, nationale und regionale Besonderheiten sowie Best-Practice-Beispiele vorgestellt werden. Der Kongress ist hierfür der erste internationale Austausch über Erfahrungen und Perspektiven und bietet einen fokussierten Blick auf die systematische Verankerung von BNE in den deutschsprachigen Ländern. Vortragende und Beispiele werden aus allen drei deutschsprachigen Ländern präsentiert.
    Hier finden sie weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung zu Tagung: Link zu Kongress

    „Sustainable Consumption – Towards Action and Impact“ – wissenschaftliche Beiträge erbeten

    Kommenden Herbst findet vom 6.-8. November in Hamburg, der European green Capital 2011, eine internationale Wissenschaftskonferenz zur Thematik: „Nachhaltiger Konsum – Wege in die Praxis“ statt. Die Konferenz geht auf das inter- und transdisziplinären BMBF-Forschungsprogramm „From Knowledge to Action – New Paths towards Sustainable Consumption“ als Teil der Initiative Sozial-ökologische Forschung (SÖF) zurück.

    Der Fokus der Konferenz ist auf das Konsumentenverhalten, dessen kulturelle wie soziale Einbettung und die Einflüsse institutioneller, ökonomischer, physischer und politischer Rahmenbedingungen gerichtet. Ziel der Konferenz ist den akademischen Diskurs um die Ansätze und Bemühungen um einen Nachhaltigen Konsum zu fördern.

    Bis zum 10. Mai können Beiträge eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Themen und formalen Anforderungen finden Sie hier.

    „Hochschule und Nachhaltigkeit – Eine kritische Bestandsaufnahme“ – zu einem Beitrag von Maik Adomßent auf dem Treffen der AG Hochschule am 03.03.11 in Essen

    Mit Blick auf vielversprechende Bekenntnisse und Initiativen zu einer nachhaltigen Entwicklung (NE) in den vergangenen Jahren stellt berechtigterweise die Frage: Was hat sich getan im deutschen Hochschulwesen?

    Maik Adomßent, Mitglied im Institut für Umweltkommunikation an der Leuphana-Universität in Lüneburg, unterzog den Komplex „Hochschule und Nachhaltigkeit“ kritisch einer Bilanz.
    Ausgangspunkt stellte eine mittlerweile fünf Jahre alte Bestandsaufnahme dar. Für damals galt festzuhalten, dass sich nur sehr vereinzelt in der Bildungslandschaft innovative Beispiele in Forschung und Lehre finden ließen. Nach der Unesco-Weltkonferenz „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vom Frühjahr 2009 und einer gemeinsamen Erklärung „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ von der deutschen Unesco-Kommission und der Hochschulrektorenkonferenz bleibt zu fragen, wo diese Impulse Niederschlag im hiesigen Hochschulsystem gefunden haben.

    Maik Adomßent stellte erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor und leitete über in eine strategische Diskussion über, die sich Problemen und weiterem Vorgehen im Forcieren einer nachhaltigen Entwicklung (NE) im Hochschulsektor widmete.

    Postulierte Leitbilder klingen zwar beim ersten Hören nach viel, aber gilt es Hochschulen hinsichtlich einer NE zu bewerten, sollte man den Blick auf das Wirken in der Praxis lenken. Die Fachhochschule Eberswalde stellt ein gutes Beispiel dar, wie Wort und Tat in Einklang gebracht werden können. Sie benannte sich zur „Hochschule für nachhaltige Entwicklung“ um und übertrug dieses Prinzip auch konsequent auf das eigene Handeln. Tagungen in Berlin und Bremen im vergangenen Jahr zeugen davon, dass das Interesse an nachhaltiger Entwicklung im Hochschulsektor längst kein Nischendasein mehr führt. Auch Studierende werden verstärkt aktiv: so stellte ein Gruppe studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen auf der Berliner Tagung im Dezember einen Forderungskatalog vor. Die Bewerbung der Universität Hamburg bei der Exzellenzinitiative mit dem Zukunftskonzept einer „Nachhaltigen Universität“, die wiederaufgenommenen Aktivitäten der COPERNICUS-Alliance sowie die zunehmende Resonanz des Webblogs „Nachhaltige Wissenschaft“ zeugen von dem Schwung, der in den vergangenen Jahren in die Debatte gekommen ist.
    Konstatieren lässt sich, dass die Entwicklungen im Bereich der Lehre durchaus mit vorsichtigem Optimismus zu beobachten sind. Nachdem die Lehre hier in kleinen Schritte vorangeht, verbleibt jedoch die Frage: Wo spiegelt sich dieser Trend in der Forschung wieder? Nur sehr vereinzelt finden sich hier Ansätze.
    Die Leuphana Universität in Lüneburg gilt wohl als prominentestes Beispiel für hochschulische Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit. Weitere Beispiele nachhaltiger Forschung finden sich eher im außeruniversitären Sektor, wie beispielsweise am Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies.

    Als roter Faden durch diese Debatten zieht sich die Frage, welche Rolle der Politik beim Fördern einer NE im Hochschulbereich spielen kann und wie die Akteure selbst politisch Einfluss nehmen können. Forderungskataloge großer Verbände stellen ein effizientes Mittel dar, um der Lobby der Nachhaltigen Wissenschaft den Rücken zu stärken. Akzente zu setzen, ist jedoch auch über Forschungsanträge, die ein entsprechendes Thema forcieren, möglich.
    Zwar mag auch der HRK politischer Einfluss attestiert werden, allerdings schien das Postulat „Hochschulen und Nachhaltigkeit“, in dem ein eindeutiges Bekenntnis zur Nachhaltigen Entwicklung zu erkennen war, im universitären Alltag kaum tiefgreifende Spuren zu hinterlassen; geschweige denn, dass es in der politischen Debatte Beachtung fand. Dies mag auch daran liegen, dass in Politik und Verwaltung oft ein eher abstraktes Bild von Qualität in der Forschung vorhanden ist. Was NE an Hochschulen in der Praxis zu bedeuten hat, ist für viele ein unbestimmter Begriff. Die Tatsache, dass Nachhaltigkeit nach wie vor als separate Zusatzqualifikation betrachtet wird, wirkt dem nicht entgegen. Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung könne nicht in verpflichtenden Zusatzvorlesungen für alle liegen, sondern müsse integraler Bestandteil eines jeden Studienganges werden. Forderungen nach einer jeweiligen Wissenschaftsethik stellen einen ersten Schritt dar. Auch in technischen Fächer ist eine selbstkritische Reflexion wichtiger denn je.

    Das Aus in der Exzellenzinitiative kann für viele Universitäten auch Anstoß zur grundlegenden Neukonzeption darstellen. Universitäten, die aus dem Rennen sind, müssen ihre Rolle neu definieren. Eine Profilierung im Bereich der Nachhaltigkeit bietet eine gute Chance.

    Abschließend lässt sich festhalten, dass für das Etablieren von NE nach wie vor eine Vielzahl der Akteure in der Pflicht ist. Es gilt, politisch Druck zu machen über Forderungskataloge. Auch die anstehenden Landtagswahlen sowie darauf folgenden Koalitionsverhandlungen stellen eine gute Bühne dar, um den Fuß in die Tür zu setzen. Hoffnung bleibt auch hinsichtlich kleiner und mittlerer Hochschulen, die ohne die Möglichkeit auf den Titel eine Eliteuni neue Profilierungsmöglichkeiten suchen.
    Fakt ist, dass Qualifizierungsangebot im Bereich der Nachhaltigkeit nur eine vorübergehende Lösung sind. Ziel sollte es sein, Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit als unumgängliche, integrale Komponenten in jedem Studiengang zu verankern.

    Abschlusstagung des Projektes BINK – Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum am 01.04.2011 in Lüneburg

    Wie können Bildungseinrichtungen zu Orten werden, die jungen Menschen eine kritische Reflexion ihres eigenen Konsumverhaltens ermöglichen und gleichzeitig Alternativen eines nachhaltigen Konsums aufzeigen?

    Dieser Frage stellten sich im Rahmen des Projektes BINK (BIldungsinstitutionen und Nachhhaltiger Konsum) WissenschaftlerInnen und BildungspraktikerInnen. Die Ergebnisse des Projektes sowie Ansätze konkreten Handelns sollen ausgehend von der Abschlusstagung nun auch Wege die (hoch)schulische Praxis finden.

    Akteure aus der Praxis, Lehrkräfte und Entscheidungsträger aus Schul- und Hochschulverwaltung sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen auf der Tagung praxisnahe Ergebnisse und zukünftige Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Eine Messe regionaler Möglichkeiten: Nachhaltige Ernährung soll gleichzeitig die Möglichkeit bieten, direkt mit regionalen Anbietern aus dem Naturkostbereich in Kontakt zu kommen.

    Weitere Informationen über das Projekt sowie das aktuelle Programm der Tagung finden Sie hier.

    Workshop „Vorausschauen. Neue Leitbilder für die Hochschulen“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen am 12.03.2011 in Berlin

    Am 12.03.2011 diskutierten auf einem ganztägigen Workshop „Vorausschauen. Neue Leitbilder für die Hochschulen“ rund 60 Teilnehmer -darunter zahlreiche Vertreter(innen) deutscher Hochschulleitungen- im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages die Chancen und Risiken des laufenden Ausdifferenzierungsprozesses. Zentrale Fragen der Veranstaltung waren: Welche Aufgaben sollen die Hochschulen für die Gesellschaft und das Wissenschaftssystem, für Wirtschaft und Region, aber auch für die Hochschulangehörigen selbst erfüllen? Ist ein harmonischer Ausgleich zwischen Spitzenforschung und Breitenausbildung möglich? Welche Aufgaben fallen der Politik beim Ausdifferenzierungsprozess zu?

    Veranstaltet wurde die Tagung von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Neben den wissenschafts- und hochschulpolitischen Vertretern der Bundestagsfraktion waren fast alle hochschul- und wissenschaftspolitischen Sprecher(innen) der grünen Landtagsfraktionen anwesend.

    Grundlage der Diskussionen bildeten dabei u.a. das aktuelle Gutachten des Wissenschaftsrates zur Differenzierung der Deutschen Hochschulen (Vortrag von Dr. Sabine Behrenbeck vom Wissenschaftsrat), die Erfahrungen von Unileitungen mit innovativen Differenzierungsstrategien (u.a. Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke/Uni Duisburg-Essen) sowie die Ergebnisse der ersten Auswertungen der Exzellenzinitiative (u.a. mit Prof. Dr. Stephan Leibfried, Sprecher der Arbeitsgruppe Exzellenzinitiative).

    Das Leitbild einer nachhaltigen Hochschule spielte in den Diskussionen eine zentrale Rolle und fließt derzeit durchaus auch in die aktuellen Landtags-Wahlkämpfe ein (vgl. z.B. das Wahlprogramm der Grünen in Baden Württemberg, das dem Thema „Nachhaltige Hochschulen – Nachhaltige Wissenschaft – Nachhaltige Lehre“ drei Seiten widmet (S. 133 ff.).

    Die Dokumentation der Gesamtveranstaltung findet sich hier.

    Aufbruchstimmung beim Workshop „Eine neue Forschungsagenda für Nachhaltige Entwicklung“

    Mit dem gestrigen Workshop „Eine neue Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ in Berlin hat sich ein gesellschaftspolitisches Bündnis für eine nachhaltigkeits-orientierte Forschungspolitik konstituiert. Zu dem Hintergrundworkshop hatten die beiden Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammen mit der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) und dem Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) eingeladen. Rund 40 Teilnehmer diskutieren über Anforderungen an eine künftige nachhaltigkeits-orientierte Forschungspolitik und konzentrierten sich dabei insbesondere auf die Felder der Energiepolitik sowie den Bereich Agrarforschung/Bio-Ökonomie. Es wurden Bausteine für ein forschungspolitisches Programm und konkrete Maßnahmen zusammengetragen. Auf dieser Grundlage soll die koordinierte Arbeit der Verbände in dem von Ihnen bisher kaum bearbeiteten Feld der Wissenschafts- und Forschungspolitik fortgesetzt werden.

    Treffen der AG Hochschule in Essen

    Nach der leichten Ernüchterung, die sich im Zuge des Scheitern des Zukunftskonzeptes einer Nachhaltigen Universität als Zukunftskonzept im Rahmen der Vorauswahl der Exzellenzinitiative eingestellt hat, zeigten die Mitglieder der AG Hochschule, die als Arbeitsgruppe der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) fungiert, dass ihnen ein solcher Bremser nichts anhaben kann.

    Vergangenen Donnerstag, 03.03.2011, setzten sich erneut die Vertreter aus Studierendenschaft, Lehrenden sowie außeruniversitärer Akteure zusammen, um das Voranschreiten von BNE im Hochschulbereich kritisch unter die Lupe zu nehmen, gute Beispiele und Herausforderungen in der Praxis zu diskutieren sowie die weitere Projektarbeit zu koordinieren.

    Ulrich Schreiber, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Duisburg-Essen, stellte das BENA-Nachhaltigkeitsprojekt der Uni Duisburg-Essen vor. BENA (BEstandsaufnahme NAchhaltigkeit) hat das Ziel, relevante Akteure sowohl universitätsintern, wie -extern zu identifizieren und durch eine bessere Vernetzung deren Aktivitäten zu fördern und insbesondere nach außen zu kommunizieren.

    Bereits im universitären Gesamtkonzept etabliert hat sich die Idee einer „Nachhaltigen Hochschule“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Andreas Lob-Hüdepohl, Präsident der KU Eichstätt-Ingolstadt berichtete sowohl von der normativen Grundkonzeption als auch von der Konkretisierung eines solchen Vorhabens in der Praxis.

    Maik Adomßent von der Universität Lüneburg hingegen erläuterte eher theoriebasiert, was Nachhaltigkeit an Hochschulen zu bedeuten hat. In einer kritischen Bestandsaufnahme zog er Bilanz über die Entwicklungen und Anstrengungen der vergangenen Jahre, zeigte Impulse der Vergangenheit sowie Perspektiven für die Zukunft auf.

    Die angeschlossene Projektplanungsphase lässt erwarten, dass wir auch in Zukunft von der AG Hochschule hören werden. An dieser Stelle sei schon mal auf eine geplante Informationsbroschüre zum Thema der Nachhaltigen Hochschule sowie auf zwei im Laufe des Jahres anstehende Konferenzen verwiesen: zum einen geht es um die Stärkung studentischen Engagements in Zeiten verkürzter Studiendauer und enger Stundenpläne sowie um eine Tagung in Anlehnung an die Tagungen des vergangenen Jahres; diesmal unter dem Motto: Wir gehen in die Breite!

    Besonderer Dank geht an das Team von BENA, die aus ihrem Gewinn aus dem DM-Wettbewerb „Ideen Initiative Zukunft“ das Treffen finanziell unterstützten.

    Auftakt der Reihe „Hamburger Vorträge zur Nachhaltigkeit“

    Wie kann das Klimaproblem nachhaltig gelöst werden?

    Auftakt der Reihe „Hamburger Vorträge zur Nachhaltigkeit“

    Hermann Held, Professor für „Nachhaltige Umweltentwicklung“ an der Universität Hamburg und Leiter der gleichnamigen Forschungsstelle am Zentrum für Meeres- und Klimaforschung, hält einen öffentlichen Vortrag zum Thema:

    „Wie kann das Klimaproblem nachhaltig gelöst werden?“
    am Donnerstag, dem 10. Februar 2011, um 19.30 Uhr
    im Hauptgebäude der Universität Hamburg, Agathe-Lasch-Hörsaal,
    Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg.

    Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir zum Empfang im Foyer.

    Gleichzeitig ist dies der Auftakt zur neuen Vortragsreihe „Hamburger Vorträge zur Nachhaltigkeit“, die von der Universität ins Leben gerufen wurde, um das Prinzip der Nachhaltigkeit – beleuchtet aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven – der interessierten Hamburger Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu der Präsident der Universität, Prof. Dr. Dieter Lenzen: „Die Universität Hamburg ist dem Konzept nachhaltiger Wissenschaft und Bildung verpflichtet und hat dieses auch in ihrem Antrag für den Exzellenzwettbewerb in den Vordergrund gestellt. Die „Hamburger Vorträge zur Nachhaltigkeit“ unterstreichen den Willen der Universität, auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in den Diskurs über Nachhaltigkeit einzubinden.“

    Professor Hermann Held leitet seit September 2010 die Forschungsstelle „Nachhaltige Umweltentwicklung“ an der Universität Hamburg und vertritt seine transdisziplinären Ansätze in den Fachbereichen Geowissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Er ist außerdem Leitautor für den 5. Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und Principal Investigator im Exzellenzcluster Integrated Climate System Analysis and Prediction (CliSAP).

    „Um den menschengemachten Klimawandel für die Gesellschaft handhabbar zu machen, müssen wir höchstwahrscheinlich Treibhausgas-Emissionen vermeiden und Möglichkeiten der Anpassung finden. Dabei gilt es nicht nur, Risiken und Kosten abzuschätzen, sondern auch Lösungen zu entwickeln, die auf der „Klima-Weltbühne“ als gerecht empfunden werden. Die Wissenschaft kann diesen Prozess unterstützen. Ihre Analysen helfen, die Folgen unseres Handelns besser abzuschätzen, und können als Grundlage für politische Entscheidungen dienen. So kann das Klimaproblem nachhaltig gelöst werden.“

    Antrittsvorlesung Prof. Held

    Workshop „Eine neue Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ von BUND, NABU, BÖLW und VDW am 10.03.2011 in Berlin

    Am 10.03.2011 veranstalten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) einen ganztätigen Workshop „Eine neue Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ in Berlin. Der Workshop will die gegenwärtigen Prämissen und Konsequenzen der Forschungspolitik und Forschungsförderung analysieren und Grundzüge eines Konzeptes entwerfen, das auf eine nachhaltige Entwicklung und vielfältige Forschungspfade hin orientiert ist. Ein vorläufiger Programmentwurf ist am Ende des Beitrages abrufbar. Anmeldungen und weitere Informationen bei Steffi.Ober@NABU.de.

    110310-Nabu-Workshop-Nachhaltige-Forschung

    Tagung „Hochschulen für Nachhaltige Entwicklung“ in Berlin – kraftvoller Impuls für eine Nachhaltigkeits-Orientierung an Deutschen Hochschulen

    Rund 100 Teilnehmer nahmen am 3.12.2010 im Berliner Harnack-Haus an der von der deutschen UNESCO-Komission (DUK) (AG Hochschule), dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und der Freien Universität Berlin getragenen Tagung „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ teil. Diese Tagung war Nachfolge-Tagung einer Veranstaltung von Deutscher Unesco-Kommission und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 15. April 2010 in Bremen und erfreute sich noch größerer Resonanz als schon die Bremer Tagung.

    Doch nicht nur die Zahl der Teilnehmer aus rund 40 unterschiedlichen Hochschulen war bemerkenswert, sondern die Kraft, mit der das Thema „Nachhaltigkeit“ aktuell aus unterschiedlichen Richtungen in die Hochschulen getragen wird: Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, machte in seinem Vortrag zum Exzellenzintiativen-Antrag der Universität Hamburg deutlich, wie eine Nachhaltigkeitsorientierung den Rahmen für ein umfassendes Zukunftskonzept einer Großuniversität in den Bereichen Wissenschaftsverständnis, Forschung, Lehre und Universitäts-Governance bilden kann.
    Mandy Singer-Brodowski stellte in einem eindruckvollen Vortrag die Perspektiven und den Forderungskatalog von rund zehn an unterschiedlichen Hochschulen tätigen studentischen Initiativen vor. Dabei stellte sich eine hohe Parallelität der Forderungen mit den Bausteinen des Hamburger Zukunftskonzeptes heraus. Ein Zusammenfallen, das zeigt, dass eine Nachhaltigkeitsorientierung zu neuen Formen der Zusammenarbeit vieler Gruppen in Hochschulen führen kann.

    In parallelen Workshops (zu den Themenfeldern Lehrerbildung, fachübergreifende Angebote zum Thema Nachhaltigkeit sowie E-Learning-Veranstaltungen für Nachhaltigkeit) zeigte sich, dass dieser Impuls inzwischen an vielen Hochschulen aufgenommen wurde. Ein aktuelles Beispiel ist die Katholische Universität Eichstätt, die –befördert durch die gemeinsame Erklärung von Deutscher Unesco-Kommission und HRK- inzwischen eine eigene Beauftragte für BNE in der Hochschule benannt und rechtzeitig zur Berliner Tagung ein Leitbild „Nachhaltige Katholische Universität Eichstätt“ verabschiedet hatte (vgl. den Titel-Bericht im Universitätsmagazin „Agora“ der Universität).

    Am Ende der Veranstaltungen bestand Einigkeit darüber, dass über solche Tagungen hinaus Wege zu einer weitergehenden Institutionalisierung der Nachhaltigkeitsimpulse an deutschen Hochschulen gefunden werden müssen. Dabei wurden Forderungen laut, eine Verpflichtung zu Nachhaltigkeit zu einem festen Element in allen Landes-Hochschulgesetzen zu machen – eine Perspektive von der einzelne Länder wie das Land Hessen, das Nachhaltigkeitselemente fest in den Katalog der Zielvereinbarungsbausteine mit seinen Hochschulen übernommen hat, gar nicht so weit entfernt sind.

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    Prof. Dr. Dieter Lenzen; Prof. Dr. Uwe Schneidewind; Mandy Singer-Brodoski, Prof. Dr. Georg Müller-Christ im Podiumsgespräch zu den Perspektiven von Hochschulen für Nachhaltigkeit am 3.12.2010 im Berliner Harnack-Haus.

    5. internationale Barcelona-Konferenz des „Global University Network on Innovation“ (GUNI) widmet sich dem Thema „Higher Education´s Commitment to Sustainability: from Understanding to Action“

    Die 5. Barcelona-Konferenz des GUNI-Netzwerkes ist vom 23.-25.11.2010 dem Thema Nachhaltigkeit im Hochschulsektor gewidmet. Das GUNI-Netzwerk wurde 1999 von der UNESCO, der United Nations University (UNU) und der technischen Universität von Katalonien (UPC) im Jahr 1999 im Anschluss an die UNESCO-Weltkonferenz on „Higher Education“ im Jahr 1998 gegründet. Es setzt sich aus den weltweiten UNESCO-Lehrstühlen zusammen und umfasst 179 Institutionen aus 68 Ländern. Ziel des GUNI-Netzwerk ist es, die Rolle der Higher Education in der Gesellschaft zu stärken.

    Die 5. Barcelona-Konferenz wird einen umfassenden Überblick über den Stand der Nachhhaltigkeitsorientierung im Hochschulsektor in allen Weltregionen geben und zukünftige Perspektiven aufzeigen.

    Tagung „Von der Internationalen Hochschule zur Transkulturellen Wissenschaft“ vom 16.-18.09.2010 in Lüneburg – interessante Impulse für eine „Nachhaltige Wissenschaft“

    Vom 16.-18.09.2010 fand in Lüneburg die Tagung „Von der Internationalen Hochschule zur Transkulturellen Wissenschaft“ statt. Hervorragend besetzt (so waren dort neben vielen führenden internationalen Wissenschaftlerinnen u.a. die ehemalige Bundespräsidentin Rita Süßmuth sowie die amtierende DAAD-Präsidentin Sabine Kunst anwesend) wagte die Tagung zehn Jahre nach dem erfolgreichen Projekt der Frauenuniversität auf der Expo 2000 einen Blick auf die Perspektiven einer transkulturellen Wissenschaftsentwicklung. Es wurde deutlich, wie eng die Bezüge zwischen transkultureller Wissenschaft (vgl. z.B. den Beitrag von Mae), Gender- und Diversity-Forschung sowie den Anforderungen an eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft sind. Hier bestehen erhebliche Potenziale, das Projekt einer „Nachhaltigen Wissenschaft“ in enger Kooperation dieser Forschungs- und Wissenschaftsbezüge zusammenzubringen. Die Ergebnisse der Tagung werden im nächsten Jahr in einem Buch dokumentiert erscheinen.

    Nachfolgetagung „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ am Fr, dem 3.12.2010 in Berlin

    Die Nachfolgeveranstaltung zu der am 15. April in Bremen von Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Deutschen Unesco-Kommission (DUK) durchgeführten Tagung „Hochschulen für eine Nachhaltige Entwicklung“ wird am Fr, dem 3.12.2010 im Berliner Harnack-Haus stattfinden. Die Tagung wird diesmal auch vom Nachhaltigkeitsrat unterstützt, in dem seit kurzem Walter Hirche wirkt, der Vorsitzende der Deutschen Unesco-Kommission. Die Koordination der Veranstaltung liegt bei der Arbeitsgruppe Hochschule und Nachhaltigkeit der Deutschen Unesco-Kommission unter Leitung von Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Konrektor Lehre an der Universität Bremen.

    Die Tagung am 3.12.2010 hat zwei Schwerpunkte:

    1. Mit führenden Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird über die Frage diskutiert, in welchem Verhältnis eine Lehre und Forschung für Nachhaltige Entwicklung zur Ausdifferenzierung im deutschen Wissenschaftssystem steht. Vor dem Hintergrund der zweiten Runde der Exzellenzinitiative existieren hier aktuell interessante Dynamiken.

    2. In parallelen Workshops werden „Good-Practice“-Beispiele einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den Feldern „Lehrerbildung“, „Fachübergreifende Veranstaltungen“, „E-Learning“ präsentiert und Möglichkeiten der Übertragung auf andere Hochschulen erörtert.

    Das endgültige Programm wird ca. Ende September zur Verfügung stehen. Weitere Informationen sind erhältlich über Prof. Dr. Georg Müller-Christ oder Dipl. Oek. Nadine Dembski.

    White Paper und Konferenz „Wasserforschung im Globalen Wandel“ in der Berlin Brandenburgischen Akademie

    Am 13. und 14.07.2010 fand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie die Konferenz „Wasserforschung im Globalen Wandel“ statt. Rund 200 Teilnehmer suchten nach Perspektiven für eine künftige transdisziplinäre und integrative Wasserforschung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Brückenschlages zwischen Natur- und Sozialwissenschaften. Die Konferenz wurde mit einem White-Paper vorbereitet. Die Wasserforschung erweist sich hier einmal mehr als wichtiger Vorreiter auf der Suche nach geeigneten Formen einer transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaft.

    Kommentieren Sie Ihre Erfahrungen und Eindrücke von der Konferenz!

    Tagung „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ vom 15.04.2010 in Bremen jetzt auch als Video-Mitschnitt dokumentiert

    Die Tagung „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ am 15.4.2010 an der Universität Bremen wurde in einem 30-minütigen Zusammenschnitt wichtiger Beiträge auch per Video dokumentiert. Der Mitschnitt vermittelt gute Eindrücke der Tagung. Das System der „mobile lecture“, mit dem die Aufnahmen passierten, wird an der Universität Bremen breit in der Lehre eingesetzt.

    Öffentliche Anhörung „Nachhaltige Wissenschaft“ im baden-württembergischen Landtag am 05.07.2010

    Am Mo, dem 05.07.2010 veranstaltet die Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ im baden-württembergischen Landtag eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Nachhaltige Wissenschaft“. Die Veranstaltung findet von 12:30-17:00 Uhr im Stuttgarter Landtag statt. Weitere Informationen finden sich unter: http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/themen/dok/326/326969.hochschultour_2010.html.

    „Sustainability Lectures“ an der Leuphana-Universität Lüneburg

    Im Rahmen der Lüneburger „Sustainability Lectures“, einer öffentlichen Veranstaltungsreihe zu aktuellen Fragen des Nachhaltigkeitsdiskurses finden bis zur Sommerpause noch drei Vorträge statt:

    17. Juni 2010 Prof. Dr. Uwe Schneidewind/Wuppertal Institut
    Transformationsforschung – eine integrierte Perspektive in der Nachhaltigkeitsforschung

    24. Juni 2010 Prof. Dr. Hans-Peter Dürr
    Lebensstile – Zahlenspiele, Wie viel menschliche Aktivität verträgt die Geobiosphäre?

    1. Juli 2010 Prof. Dr. Lenelis Kruse/Universität Heidelberg
    Biodiversität – eine Herausforderung für „Nachhaltigkeit lernen“

    Weitere Informationen finden sich unter: http://www.lueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-68/122_read-21138/date-66287

    COPERNICUS Alliance Workshop vom 02.-03.07.2010 in Graz

    Vom 02.-03.07.2010 findet an der Universität Graz ein COPERNICUS Alliance-Workshop statt. Er soll die mit der COPERNICUS-Charta initiierte Idee europäischer Nachhaltigkeitshochschulen in einem Kreis engagierter Vorreiterhochschulen auf neue Beine stellen.

    Zentrale Elemente des internationalen Workshops werden sein:
    „- to inform about the aims, vision, opportunities and recent development of the COPERNICUS Alliance
    – to work on an update of the COPERNICUS Charta to adopt it according to actual and future requirements of the European Higher Education area and
    – to establish European working groups in various fields of Higher Education for Sustainable Development like for example: European higher education policy, student entrepreneurship, funding strategies etc.“

    Das Programm des Workshops kann hier heruntergeladen werden.

    Weitere Informationen sind erhältlich über die E-Mail-Adresse office@copernicus-alliance.org

    Tagung und Preisverleihung: „Sustainable University“ an der Leuphana-Universität Lüneburg

    Am heutigen 21.05.2010 fand im Rahmen des Wettbewerbes „Land der Ideen“ die Tagung und Preisverleihung: „Sustainable University“ an der Leuphana-Universität Lüneburg statt. Die Veranstaltung war insofern eindrucksvoll als deutlich wurde, wie weitgehend die Leuphana Universität ihre integrierte Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt hat. Die meisten der neu geschaffenen Nachhaltigkeitsprofessuren sind berufen. Inzwischen erfolgte auch die Einrichtung einer eigenständigen Fakultät für „Nachhaltigkeitwissenschaften“ als eine von vier Fakultäten der Leuphana Universität. Das vom Stararchitekten Libeskind als Positiv-Energie-Gebäude entworfene neue Hörsaalzentrum steht bald vor seiner Grundsteinlegung und wäre ein weiterer Schritt zur Vision eines klimaneutralen Campus an der Leuphana-Universität.

    In einem weiteren Vortrag stellte Frau Dr. Evelyn Nowotny vom österreichischen Wissenschaftsministerium die in den letzten Jahren in Österreich initiierten Maßnahmen für die politische Förderung Nachhaltiger Hochschulen vor. Diese reichen von neuen Formen der Forschungsförderung, wie sie sich auch in Deutschland finden, insbesondere über flexible Formen der finanziellen Unterstützung für innovative Initiativen über einen alle zwei Jahre in 8 Kategorien mit hoher Sichtbarkeit verliehenen „Sustainability Award“ bis hin zur Integration von Nachhaltigkeitszielen und -projekten in die Leistungsvereinbarungen des Wissenschaftsministeriums mit den Hochschulen. Hier stecken einige Anregungen auch für politische Impulse auf Bundes- und Landesebene in Deutschland.

    Ergebnisse und Follow-Up aus der Tagung „Hochschulen für eine Nachhaltige Entwicklung“ mit HRK und DUK in Bremen am 15.04.2010

    Anläßlich der am 1. März 2010 von Hochschulrektorenkonferenz (HRK) dem Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) verabschiedeten gemeinsamen Erklärung zur „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ fand am 15.04.2010 eine begleitende Tagung an der Universität Bremen statt. Sie bildet den Auftakt für einen weiteren Prozeß der AG „Hochschule und Nachhaltigkeit“. Auf der Abschlussrunde der Tagung des 15.04.2010 wurden dazu unterschiedliche zukünftige Maßnahmen (s.u.) diskutiert und in einem ersten Arbeitstreffen am 30.04.2010 konkretisiert. Der Prozeß wird von Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Konrektor an der Universität Bremen, koordiniert. Interessierte können sich an Frau Frau Nadine Dembski (nadem@uni-bremen.de) wenden.

    Ergebnisse der Abschlussrunde der Tagung
    „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“
    am 15.4.2010 an der Universität Bremen

    In der Abschlussrunde haben die Teilnehmer/innen der Tagung die folgenden
    Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit gemacht:
    1. Auf einer weiteren Veranstaltung sollten mehr Hochschulen ihre guten
    Beispiele darstellen und zur Diskussion stellen können, wie sie Nachhaltigkeit
    in Forschung, Lehre und Transfer umgesetzt haben.
    2. Die HRK wird gebeten, den Prozess aktiv weiter zu unterstützen
    und den Dialog mit den Hochschulen zu initiieren.
    3. Die Rektoren der Hochschulen sollen über die Ergebnisse und die weiteren
    Prozessschritte informiert werden.
    4. Neben der konkreten Umsetzung vieler Maßnahmen soll auch weiter an
    der strategischen Einbindung des Themas in Hochschulen gearbeitet
    werden: Wie lässt sich das Thema mit der Idee einer modernen Hochschule
    verknüpfen?
    5. Wie in Österreich könnte in Deutschland ein Wettbewerb initiiert werden,
    um Best-Practices sichtbar zu machen und zu würdigen (Preis ausloben)
    6. Eine inhaltliche Diskussion über die Verknüpfung der Diskussionen über
    eine soziale und demokratische Hochschule mit der Einbindung von
    Nachhaltigkeit könnte geführt werden.
    7. Studierende sollten aktiv in den Prozess einbezogen werden, um die
    Nachfrage nach nachhaltigkeitsbezogenen Inhalten zu fördern und als
    Argument für ein größeres Angebot einsetzen zu können.
    8. Die Entwicklung einer Hochschule in Richtung Nachhaltigkeit sollte über
    Kennziffern sichtbar gemacht werden können.
    9. Kooperationsangebote der Wirtschaft für Forschung und Lehre sollen
    aktiv genutzt werden.

    Von der Tagung ist ein Videomitschnitt verfügbar.

    Podiumsdiskussion: „Lust auf Zukunft? Denken und Handeln in einer nachhaltigen Arbeitswelt“

    Die Initiative für Nachhaltigkeit lädt am Dienstag, den 20. April um 19.15 Uhr ein zur Podiumsdiskussion zum Thema „Lust auf Zukunft? Denken und Handeln in einer nachhaltigen Arbeitswelt“. Veranstaltungsort ist der Glaspavillon der Universität Duisburg-Essen am Campus Essen.

    Ziel der Veranstaltung ist es, einen Raum für Bewusstseins- und Entwicklungsprozesse bezüglich der (Aus-) Bildung im Themenfeld der nachhaltigen Entwicklung zu schaffen und potentielle Kooperationen anzustoßen. Denn für Studierende gewinnen zunehmend Arbeitsfelder rund um das Themenfeld der Nachhaltigen Entwicklung an Attraktivität und Zukunftsfähigkeit, wobei die universitären und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diesen Nachfragen oftmals nicht gerecht werden.

    Dieser Herausforderung möchte sich die Veranstaltung in einem diskursiven Rahmen mit namhaften VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik stellen. Hierbei nehmen folgende Fragen eine zentrale Rolle ein: Wie können Unternehmen und Universitäten enger und transparenter miteinander kooperieren, um einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden? Worin liegt das Potenzial eines gemeinsamen Agierens von Wirtschaft, Wissenschaft und Studierenden? Wie gefragt sind solche akademischen Hintergründe in der Wirtschaft? Welche Rolle spielen politische EntscheidungsträgerInnen, um den Prozess zu fördern?

    Den Link zur Veranstaltung finden Sie hier:
    http://www.uni-due.de/de/veranstaltungen/?jahr=2010&monat=04&tag=20#a

    Die Homepage der Initiative für Nachhaltigkeit an der Universität Duisburg-Essen finden Sie hier:
    http://www.initiative-für-nachhaltigkeit.de/

    Vortrag „Nachhaltige Wissenschaft: Zum nötigen Klimawandel im deutschen Wissenschaftssystem“ als podcast auf der Plattform Lecturio

    Ab sofort finden Sie unter http://www.lecturio.de/e-vorlesungen/videoplayer/evorlesung/nachhaltige-wissenschaft.html den von Uwe Schneidewind am 17.12.2009 gehaltenen Vortrag „Nachhaltige Wissenschaft: Zum nötigen Klimawandel im deutschen Wissenschaftssystem“ im Rahmen der Phlink-Vorlesungsreihe an der Universität Marburg. Neben einem Überblick stehen insbesondere die Ansätze im Bereich der Lehre im Zentrum des Vortrages.

    Campusgrün Herbstkongress

    Auch in den Parteien spielen Fragen nachhaltiger Uni-Gestaltung weiter eine Rolle. So wird ‚Campusgrün‘, die Studierendenorganisation der Grünen, ihren diesjährigen Herbstkongress unter das Leitthema „Nachhaltige und klimagerechte Hochschule“ stellen. Es wird einen wissenschaftlichen Vortrag von Herrn Joachim Müller von der HIS zum Thema Nachhaltigkeit an Hochschulen geben und darauf aufbauend verschiedene Workshops, die sich vor allem mit der Erarbeitung von Zielen und konkreten Handlungsmöglichkeiten beschäftigen.

    Den Link zur Veranstaltung finden Sie hier:
    http://www.campusgruen.de/aktuelles/nachrichten/2916122.html

    Tagung des VHB zum Thema Nachhaltigkeit

    Der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. trifft sich einmal jährlich zu seiner traditionellen Pfingsttagung, um aktuelle wissenschaftliche und hochschulpolitische Themen zu diskutieren. Im Jahr 2011 findet diese Veranstaltung in Kaiserslautern statt und befasst sich mit dem übergeordneten Thema: „Nachhaltigkeit – Unternehmerisches Handeln in globaler Verantwortung“.

    Es gab bereits in der Vergangenheit Jahrestagungen des VHBs, die sich mit Themen der unternehmerischen Verantwortung und dem Umweltmanagement beschäftigten, jetzt erfolgt erstmalig die Öffnung gegenüber dem Thema „Nachhaltigkeit“. Die Fragen und Debatten rund um das Thema Nachhaltigkeit scheinen daher zunehmend im wissenschaftlichen Mainstream anzukommen. Eine entsprechende Entwicklung ist auch für weitere Disziplinen zu hoffen.

    „Neue Leitbilder für die Hochschule“ – 100 Teilnehmer diskutieren in der Böll-Stiftung über die Potenziale einer „Nachhaltigen Wissenschaft“ für die deutschen Hochschulen

    Die am Dienstag (27.10.09) Abend von der Böll-Stiftung und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) ausgerichtete Veranstaltung „Neue Leitbilder für die Hochschule. Nachhaltigkeit als Chance für die deutsche Wissenschaft?“ ist auf eine erfreuliche Resonanz gestoßen. Rund 100 Teilnehmer fanden den Weg in die Böll-Stiftung, um nach einem Eingangsstatement von Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Autor der Studie „Nachhaltige Wissenschaft) mit Prof. Dr. Sascha Spoun (Präsident der Leuphana-Universität Lüneburg), Krista Sager (Stellvertretende Bundestags-Fraktionsvorsitzende der Grünen und ehemalige Hamburger Wissenschaftssenatorin), Dr. Thorsten Wilhelmy (Wissenschaftsrat) und Dr. Thomas Jahn (Leiter des Instituts für sozial-ökologische Forschung) unter Moderation von Thomas Korbun (Geschäftsführer des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Vorstandsmitglied der VÖW) zu diskutieren.

    Vier Leitfragen standen im Vordergrund der Debatte:
    • Ist das Leitbild „Nachhaltige Wissenschaft“ bzw. einer „Nachhaltigen Hochschule“ wirklich eine Perspektive für deutsche Hochschulen? Oder greifen inhaltlich ausgerichtete Leitbilder für ganze Hochschulen zu kurz?
    • Ist das Leitbild einer „Nachhaltigen Hochschule“ eher eine gezielte Nischenstrategie für wenige Hochschulen oder kann es prägenden Charakter für größere Teile des Wissenschaftssystems haben?
    • Was bedeutet die thematische Orientierung für die Führung einer Hochschule oder Wissenschaftseinrichtung? Mit welchen Konflikten hat man zu rechnen?
    • Wie lässt sich die Ausdifferenzierung der Leitbilder politisch flankieren?

    Zu allen Fragen wurde auf dem Podium und mit dem Publikum kontrovers diskutiert:

    Vorsicht vor der Kompensationsfalle
    Nachhaltigkeit ist ein interessantes Profilierungsthemen für Hochschulen – es eröffnet die Chance zu wissenschaftlichen Antworten auf die großen Transformationsherausforderungen unserer Gesellschaft, es ist als Dach offen genug und daher anschlussfähig an andere Debatten (z.B. die regionale Ausrichtung von Hochschulen, eine Gender-Orientierung, eine stärker entwicklungspolitische Ausrichtung). Nachhaltigkeitsorientierung hat dabei Potenziale sowohl in der Forschung und der Lehre ….

    In dieser Hinsicht waren sich die Podiumsteilnehmer einig. Kontroversen gab es aber über die Reichweite einer solchen Ausrichtung im deutschen Hochschulsystem. Im schlechten Fall wird die Nachhaltigkeitsorientierung zum Profilfeld einiger weniger Nischenhochschulen. Und dann droht die „Kompensationsfalle“ (Wilhelmy): eine oder einige wenige Hochschulen übernehmen die Abdeckung des Feldes und entlasten damit alle anderen, die sich nicht mehr um die Fragestellung zu kümmern brauchen. Eine Entwicklung, die sich z.B. im Bereich der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens in anderen Wissenschaftssystemen beobachten lässt: eine spezialisierte Hochschule übernimmt die Funktion, die anderen fühlen sich nicht mehr betroffen.

    Diese Gefahr wird nur zu überwinden sein, wenn deutlich wird, dass „Nachhaltigkeits-orientierung“ mehr ist als die Konzentration auf spezielle Themenfelder in Forschung und Lehre. Nur wenn erlebbar wird, dass transdisziplinäre Forschung und Lehre einen ganz neuen Modus der Wissensentwicklung bedeutet, der Hochschulen hilft, ihre Forschung und Lehre neu und breiter zu definieren, dann hat ein Leitbild Nachhaltigkeit eine umfassende Chance im deutschen Wissenschaftssystem. Um diese sicht- und erfahrbar zu machen, kann es sinnvoll sein, dass einige Hochschulen mit einer engagierten Nachhaltigkeitsausrichtung vorangehen und so Beispielgeber für das Gesamtsystem werden.


    Zur doppelten Führungsfalle einer universitären Nachhaltigkeitsstrategie

    Welche Herausforderungen es für eine Hochschulleitung bedeutet, eine Nachhaltigkeitsstrategie auf universitärer Ebene konsequent umzusetzen, das wurde in den Ausführungen von Sascha Spoun deutlich, der vor vier Jahren als neuer Präsident der Lüneburger Universität angetreten ist, um sie zu einer „Hochschule für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts“ zu entwickeln.

    Thorsten Wilhelmy zeigte die zwei zentralen Hürden einer solchen Strategie auf:
    1. Es gibt keine Tradition im deutschen Wissenschaftssystem, Hochschulen als institutionelle Akteure zu begreifen. Die gestärkte Macht und Autonomie der Hochschulleitungen, um gesamtuniversitäre Strategien zu befördern, ist mit einer unmittelbaren Einschränkung der Autonomie der einzelnen Hochschullehrerinnen und Fächer verbunden und wird daher als Bedrohung empfunden.
    2. Es gibt eine zentrale Rolle der Disziplinarität im deutschen Wissenschaftssystem. Über die Disziplinen rekrutiert sich der Nachwuchs und entscheiden sich wissenschaftliche Karrieren. Isolierte Strategien einzelner Universitäten sind in Deutschland zusätzlich erschwert, weil der Hochschulwechsel für eine wissenschaftliche Karriere unabdingbar ist.

    Wer als Hochschulleitung seine Hochschule als „Nachhaltigkeitshochschule“ positionieren will, kämpft damit gleich an doppelter Front: Er schränkt über eine institutionelle Strategie die Autonomie der Hochschullehrerinnen ein und bricht zudem mit dem Disziplinenprinzip.

    Dies erfordert ein hohes Maß an Vision, Mut und Durchhaltekraft.

    Umsteuern mit mehr als der „finanziellen Möhre“
    Auch deswegen wurde intensiv darüber diskutiert, wie solche Prozesse in Hochschulen politisch unterstützt werden können.

    Angesichts der Unterfinanzierung der deutschen Hochschulen ist Geld ein ganz zentrales Steuerungsmittel. Es erklärt auch, warum die deutschen Hochschulen so gleichgeschaltet der „finanziellen Möhre“ (Theresa Bauer) Exzellenzinitiative hinterhergelaufen sind. Krista Sager zeigte sich aus den eigenen Erfahrungen als Wissenschaftssenatorin optimistisch, dass Förderprogramme für mehr Nachhaltigkeitsforschung und Transdisziplinarität schnell entsprechendes Umdenken in Hochschulen auslösen können. Auch die bestehenden Steuerungsinstrumente (Zielvereinbarungen, indikatororientierte Mittelzuweisungen) ließen sich noch effektiver für eine entsprechende Umsteuerung in den Hochschulen nutzen.

    Doch Geld wird angesichts der Überschuldung der öffentlichen Haushalte in den kommenden Jahren immer weniger vorhanden sein. Daher ist auch die Hoffnung auf entsprechende Bund-Länder-Programme unabhängig von den hohen Zustimmungshürden kaum realistisch. Auch vor dem Hintergrund gilt es einmal die nächste Runde der Exzellenzinitiative zu nutzen, die Türen für mehr transdisziplinäre Forschung zu öffnen (z.B. durch Einlösung der Transdisziplinaritätsanforderung an Graduiertenschulen, eine Lockerung des Standortprinzips und der Verpflichtung einer federführenden Hochschule sowie die Gewährleistung von Gutachterteams mit Erfahrung in transdisziplinärer Forschung).

    Zum anderen ist nach Wegen zu mehr Nachhaltigkeitsorientierung jenseits umfassender staatlicher Förderprogramme zu suchen. Durch die Zivilgesellschaft und private Stifter initiierte Institutionen wie ein „Centrum für Nachhaltige Hochschulentwicklung“ oder ein „Stifterverand für eine Nachhaltige Wissenschaft“ (so zwei Vorschläge aus der Studie „Nachhaltige Wissenschaft“) könnten hier Wege sein.

    Genauso wichtig ist es aber, das intrinsische Potenzial von Lehrenden und Studierenden für eine Umorientierung zu transdisziplinärer Forschung und Lehre zu nutzen. Nachhaltigkeit bietet neue Perspektiven und Befriedigung durch wissenschaftliche Tätigkeit durch ihren partizipativen Charakter und die Möglichkeit, Beiträge zu relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern. Dies können Wege sein, die Freude an Hochschule und wissenschaflticher Tätigkeit auch in Zeit leerer Kassen zu erhalten.

    Den Schwung von unten nutzen, Studierende besser einbinden

    Die Suche nach diesen intrinsischen Potenzialen rief eine sehr berechtigte Kritik aus dem Plenum hervor: die viel zu geringe Einbindung von Studierenden in die Debatte und auch auf das Podium der Veranstaltung.

    Die Diskussion über Umorientierung zu mehr Nachhaltigkeit wird heute noch zu stark forschungsorientiert und aus der Perspektive von Hochschulleitungen geführt. Dabei haben sich prägende Ansätze transdisziplinärer Wissenschaft und Forschung häufig aus innovativen Lehrkonzepten entwickelt. Die Transdisziplinaritätsforschung an der ETH Zürich ist ein Beispiel dafür. Es sind auch oft Studierendeninitiativen, die die Brücken zwischen Forschung und Lehre und ganz konkret praktizierter Nachhaltigkeit an den Hochschulen (z.B. im Rahmen von Energieeinspar- oder Unisolarprojekten) leisten.

    Die Möglichkeiten studentischen Engagements gilt es noch intensiver zu nutzen und zu eruieren. Daher stand am Ende der Veranstaltung der feste Vorsatz, eine der nächsten Hochschuldebatten der Böll-Stiftung unter das Thema studentischer Potenziale für eine nachhaltige Hochschule zu stellen und dann ein Podium zusammenzustellen, das mindestens zur Hälfte aus Studierenden besteht.

    Was waren Ihre Eindrücke von der Veranstaltung? Diskutieren Sie mit und kommentieren Sie!

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    Herbstkongress der Initiative „Psychologie im Umweltschutz“ (IPU) zum Thema „Nachhaltige Universität“

    Der diesjährige Herbstkongress der Initiative „Psychologie im Umweltschutz“ (IPU) findet vom 19.-22. November 2009 in Gersheim bei Saarbrücken zum Thema „Nachhaltige Universität“ statt. Saarbrücken wurde bewusst als Tagungsort gewählt, da die Universität Saarbrücken aktuell an der Umsetzung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet (Der derzeitige Präsident Prof. Dr. Volker Linneweber ist einer der führenden Umweltpsychologen in Deutschland). Die Ergebnisse des Herbstkongresses sollen in den Prozeß an der Universität Saarbrücken einfließen. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf der Homepage von IPU.

    CHE-Tagung „Corporate Governance – (k)ein Thema für Hochschulen?“

    Am 16./17.11.09 führt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zusammen mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen eine Tagung zum Thema „Hochschul-Governance“ durch. In der Tagung geht es um die Frage, wie koordinierte Steuerungsmöglichkeiten für Hochschulen aussehen können, um zu gewährleisten, „dass möglichst positive und nachhaltige Wirkungen in die Gesellschaft erzielt werden“. Die Tagung erweitert damit den Blick auf die Steuerung von Hochschulen in interessanter Weise. Auch für die Frage, wie eigentlich die Governance einer „Nachhaltigen Hochschule“ aussehen kann, lassen sich aus der Tagung vermutlich interessante Anregungen ziehen. Ein interessanter Referent(inn)en-Kreis verspricht spannende Impulse. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter http://www.che-concept.de/cms/?getObject=250&getLang=de&strAction=programm&PK_Veranstaltungen=208.

    Veranstaltung „Neue Leitbilder für die Hochschule“ am 27.10.2009 in Berlin

    Neue Leitbilder für die Hochschule
    Nachhaltigkeit als Chance für die deutsche Wissenschaft?

    Dienstag, 27.10.2009, 19-21:30 Uhr
    Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8 in Berlin-Mitte
    Eintritt frei.

    Spätestens die Exzellenzinitiative hat Schluss gemacht mit der Vorstellung, dass alle Hochschulen in Deutschland gleich sein sollen und das Gleiche tun müssen. Doch wie können sich Hochschulen profilieren? Die Orientierung an disziplinärer Forschungsexzellenz alleine wird dazu nicht ausreichen. Gefragt sind neue und alternative Leitbilder. Jenseits der Idee von „Lehruniversitäten“ und der „unternehmerischen Hochschule“ finden sich bisher nur wenige ausgearbeitete Vorschläge.

    Können thematische Ausrichtungen ganzer Hochschulen ein Weg zur Differenzierung des Wissenschaftssystems sein? Gerade „Nachhaltigkeit“ eröffnet interessante Perspektiven – sowohl inhaltlich angesichts der gesellschaftlichen Bedeutung der Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung als auch methodisch – durch den transdisziplinären Charakter von Nachhaltigkeitsforschung und -lehre.

    • Welche Leitbilder für Hochschulen sind jenseits der disziplinären Exzellenz denkbar?
    • Ist „Nachhaltigkeit“ eine echte Profilierungschance für ganze Hochschulen?
    • Wo liegen die Grenzen themenorientierter Profilierungsstrategien für Hochschulen?
    • Braucht die Politik mehr Mut im Bekenntnis zu Wissenschaftsleitbildern jenseits der aktuellen Exzellenzrhetorik?

    Begrüßung:
    Stephan Ertner, Referent Bildung und Wissenschaft, Heinrich-Böll-Stiftung

    Input:
    Prof. Dr. Uwe Schneidewind stellt zentrale Ergebnisse seiner gerade erschienenen Studie „Nachhaltige Wissenschaft“ vor.

    Podiumsgespräch mit:
    Krista Sager, MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
    Prof. Dr. Thomas Jahn, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt
    Dr. Thorsten Wilhelmy, Wissenschaftsrat
    Prof. Dr. Sascha Spoun, Präsident der Leuphana Universität Lüneburg

    Moderation:
    Thomas Korbun, Geschäftsführer Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

    Informationen: David Handwerker, T 030.285 34-236, handwerker@boell.de oder hier.

    Eine Kooperation mit VÖW – Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung e.V.