Call for Papers: GAIA-Ausgabe Forschung zu den Sustainable Development Goals (SDGs)

Die GAIA  – Ecological Perspectives for Science and Society lädt bis zum 21. Mai 2018 zur Einreichung von Abstracts für ihre nächste Thematic Issue zum Thema „Forschung für Sustainable Development Goals (SDGs)“ ein.

Vor dem Hintergrund der Verabschiedung durch die General Assembly der Vereinten Nationen in 2015, stellen die SDGs erstmalig eine globale Agenda der geteilten Wertdimensionen und Zielwissen für nachhaltige Entwicklung dar. Dabei bringt der gesetzte Zeitrahmen bis 2030 eine hohe Dringlichkeit mit sich, die sich innerhalb unserer Wissensgesellschaft insbesondere auch an Wissenschaft und Forschung richtet. So ist insbesondere Transformationswissen gefragt, dass den multidimensionalen und gesellschaftlichen Kontext nachhaltiger Entwicklung mit einbezieht.

In der Ausgabe möchte GAIA daher die SDGs aus einer breiten Auswahl von Forschungsvorhaben beleuchten, die einen Fokus auf die Erreichung der Sustainable Development Goals legen. Dies soll das gegenseitige Lernen und den Diskurs um eine Erneuerung von Wissenschaft und Forschung für nachhaltige Entwicklung fördern.

Unterschiedliche Formate sind vorgesehen, darunter insbesondere Forum Contributions und Research articles unter anderem zu folgenden Themen:

  • Reflexion der institutionellen und methodischen Herausforderungen für Forschung und Wissenschaftssystem und die Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft sowie Wissenschaft und Politik.
  • Reflexion und der Rolle von Wissenschaft und Forschung in der Bewerbung der SDGs und dem Schließen von Wissenslücken in Bezug auf die SDGs und ihre Zusammenhänge untereinander.
  • Erfahrungen aus konkreten Forschungsvorhaben, die auf Erreichung eines oder mehrerer SDGs ausgerichtet sind.
  • Erkenntnisse oder Empirische Ergebnisse zu Trade-offs und Co-benefits der SDGs generell oder in konkreten Kontexten, sowie Ergebnisse wie Zielkonflikte reduziert bzw. ein Zusammenwirken verstärkt werden könnte.

Die Ausgabe wird peer-reviewed und unter Open Acess-Lizenz veröffentlicht. Es fallen keine Publikationsgebühren an. Die Publikationssprache ist englisch. Weitere Hinweise zur Publikation finden Sie in den Submission Guidelines.
Englischsprachige Extended Abstracts (500-1000 Wörter) können noch bis zum 21. Mai per Mail an urs.wiesmann@cde.unibe.ch und gaia@oekom.de eingereicht werden. Die Ausgabe soll dann im Frühjahr 2019 erscheinen.

Alle weiteren Informationen zu Themenschwerpunkten und Zeitplan sowie den gesamten Ausschreibungstext für die Ausgabe finden Sie hier.

DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung

Im Rahmen eines Expertenworkshops am 14. Juni 2016 in Berlin zum Thema „Transformation Research – Goals, Contents, Methods“, organisiert vom Dutch Research Institute for Transition (DRIFT) und Ecologic, haben 25 führende Forscherinnen und Forscher über Ansätze, Ziele, Inhalte und Ergebnisse transformativer Forschung diskutiert. Ein besonderer Fokus lag auf geeigneten Methoden und Praktiken aus den Sozialwissenschaften, welche die Erforschung von Prozessen und der Dynamik von Transformationen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen.

Zum Workshop wurde nun von Julia Wittmayer und Katharina Hölscher ein abschließender Bericht veröffentlicht. Dieser fasst die Hauptargumente aus den Debatten zusammen und formuliert Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten zur Analyse und Unterstützung von Nachhaltigkeitstransformationen. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Transformationsforschung hat sich in den letzten Jahren schnell als Forschungsperspektive entwickelt, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen. Dabei verbindet sie verschiedene Forschungsfelder und Ansätze, kombiniert theoretische Konzepte und Rahmenbedingungen und bedient sich unter anderem transdisziplinärer
Daraus ist eine intensive Debatte über die Legitimität, die gesellschaftlichen und institutionellen Auswirkungen sowie den Bedarf für entfacht.
Bislang fehlen jedoch weitgehend konzeptionelle Arbeiten zur empirischen und theoretischen Untersetzung von Transformationsforschung, ihren Methoden und inhaltlichen Schwerpunkten.

Der Workshop hat sich nun diesen Problemen zugewandt. Dabei wurden fünf wesentliche Diskussionspunkte in Bezug auf zukunftsweisende Forschungsfragen identifiziert, um Transformationsforschung weiterzuentwickeln „DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung“ weiterlesen

Call for Papers: International Sustainability Transitions (IST) Conference 2016 in Wuppertal

Vom 06. bis 09. September 2016 begeht das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie seinen 25. Geburtstag und verbindet dieses Jubiläum mit der Ausrichtung der International Sustainability Transitions Conference (IST). Das Wuppertal Institut holt damit die jährliche Konferenz des international führenden Sustainability Transitions Research Network (STRN) nach Deutschland.

Mit den zentralen Leitthemen der IST 2016 Conference – „Transformative Wissenschaft“ und „Urbane Reallabore“ – setzt das Wuppertal Institut wichtige Impulse aus der deutschen Debatte und generiert internationale Sichtbarkeit für aktuelle Themen, wie bspw. die Rolle der Wissenschaft und von Städten als Experimentierfelder für eine nachhaltige Entwicklung.

Der Call for Papers kann auf der Konferenz-Homepage heruntergeladen werden: www.ist2016.org

Lesetipp: Sustainability Science – An Introduction

Das Lehrbuch „Sustainability Science – An Introduction“, herausgegeben von Harald Heinrichs, Pim Martens, Gerd Michelsen und Arnim Wiek, ist soeben im Springer Verlag erschienen. Es ist in Kooperation zwischen der Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana Universität Lüneburg, der Sustainability School der Arizona State University und der Maastricht University und unter Beteiligung führender internationaler NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen entstanden. Das Lehrbuch richtet sich insbesondere an Lehrende und Studierende der inter- und transdisziplinären Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften. Darüber hinaus gibt es einen einführenden Überblick für alle an Nachhaltigkeitsthemen interessierten Fachkreise.

Das Buch kann hier beim Springer-Verlag eingesehen werden.

Thinking ahead sustainably: policies, scenarios and models to address grand societal challenges – Konferenz am 16.12. in Brüssel

Das Konsortium des EU-Projektes FLAGSHIP “Forward Looking Analysis of Grand Societal Challenges and Innovative Policies” (gefördert im FP7) lädt ein zur Abschlusskonferenz und Ergebnisdiskussion am 16.12.2015 in Brüssel. In dem Forschungsprojekt wurde der state-of-the-art der forward-looking analysis (FLA) zusammengetragen und mit qualitativen und quantitative Methoden analysiert, wie große gesellschaftliche Herausforderungen bewertet werden können. Auf der Konferenz mit dem Titel „Thinking ahead sustainably: policies, scenarios and models to address grand societal challenges“ sollen nun die wissenschaftlichen Ergebnisse vorgestellt und mit internationalen ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik diskutiert werden.

Das vorläufige Konferenzprogramm finden Sie hier. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, um Anmeldung wird jedoch bis zum 11.12. unter diesem Link gebeten.  

Leuphana Universität Lüneburg in internationales Nachhaltigkeitsnetzwerk aufgenommen

„Die Leuphana Universität Lüneburg ist in das Nachhaltigkeits-netzwerk International Sustainable Campus Network (ISCN) aufgenommen worden. Das Netzwerk besteht aus mehr als 70 Mitgliedern, darunter weltweit führende Universitäten wie Havard, Princeton und Yale. Sie verfolgen das Ziel, den Nachhaltigkeits-gedanken an Universitäten zu verankern und in Forschung, Lehre, Transfer und Betrieb zu vernetzen. Mit der Aufnahme in das Netzwerk intensiviert die Leuphana den Austausch mit hochrangigen Universitäten weltweit und verstärkt die internationale Sichtbarkeit ihres Forschungsschwerpunktes Nachhaltigkeit. (…)

Die Leuphana ist (…) bundesweit die einzige Universität mit einer Fakultät für Nachhaltigkeit und einem UNESCO Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung. Vom ISCN ist sie bereits vor rund 5 Jahren mit dem „International Sustainable Campus Excellence Award“ für ihre Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet worden. Im Juli dieses Jahres wurde die Leuphana für das Nachhaltigkeits-Projekt „Going Green“ erneut als Ort im Bundeswettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet. Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie in diesem Jahr insbesondere mit dem Center for Global Sustainability and Cultural Transformation (CGSC), das sie gemeinsam mit der Arizona State University gegründet hat.“ (Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg)

„Sustainability – Higher Education’s New Fundamentalism“ – Kritischer Bericht der US-amerikanischen National Association of Scholars

Im März 2015 hat die National Association of Scholars einen kritischen Bericht über die Nachhaltigkeitsbewegung im US-amerikanischen Hochschulsektor veröffentlicht. Der Report versucht eine erste kritische Analyse der Nachhaltigkeitsinitiativen an US-amerikanischen Hochschulen und ihren „ideologischen, ökonomischen und praktischen Effekten“ zu liefern.
Vor dem Hintergrund des – vor allem unter den US-amerikanischen Studierenden – steigenden Zuspruchs zu einer Nachhaltigkeitsausrichtung der eigenen Hochschulen wollen die Autoren des Berichtes,  Peter Wood und Rachelle Peterson, diese Bewegung umfassend in Frage stellen: „“Sustainability” is a key idea on college campuses in the United States and the rest of the Western world. To many, sustainability is just a new name for environmentalism. But the word has come to mean something much larger: an ideology that demands new limits on economic, political, and intellectual freedom as the price that must be paid to ensure the welfare of future generations“ (Executive Summary, S. 11). Die Autoren kritisieren u.a. die 685 Hochschulen, die das American College and University President’s Climate Commitment unterzeichnet haben. Der Bericht hat in der US-amerikanischen Szene eine kontroverse Debatte entfacht.
Er kann hier heruntergeladen werden.

„Transforming Higher Education for Sustainable Development“ – Policy Brief zum Beitrag der Wissenschaft zu den SDGs

2015 veröffentlicht die UN ihren ersten Global Sustainable Development Report (GSDR). Darin wird eine erste Bilanz zu den Themen der im selben Jahr zu beschließenden Sustainable Development Goals (SDGs) gezogen. Im Vorfeld des GSDR wurden über das online Portal der UN zu den SDGs einige Beiträge zur Rolle der Wissenschaft im Rahmen der SDGs gesammelt. Diese Beiträge stehen nun auf der UN Sustainable Development Knowledge Plattform zur Einsicht und Diskussion.
Clemens Mader (Leuphana Universität Lüneburg, Universität Zürich) und Christian Rammel, (Wirtschaftsuniversität Wien) haben einen Policy Brief zu „Transforming Higher Education for Sustainable Development“ beigetragen. Dieser GSDR-Brief verdeutlicht die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Hochschulsystems und der Institutionen für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei wird auf eine globale Hochschulstudie Bezug genommen, welche sie in Kooperation mit der International Association of Universities und dem Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft durchgeführt haben.
Download und Kommentare zum GSDR-Brief sind noch bis zum 31. März auf dieser Webseite möglich.

People and the Planet in the Anthropocene – Transformationskonferenz des Stockholm Resilience Centre

Vom 05. bis 07. Oktober 2015 wird vom Stockholm Resilience Centre die internationale Konferenz „Transformation – People and the Planet in the Anthropocene“ organisiert. Ziel der Konferenz ist es ein inter- und transdisziplinäres Verständnis über systemische Veränderungen und grundlegende Neuausrichungen in den Mensch-Umwelt-Beziehungen zu bekommen und den Herausforderungen des Anthropozän zu begegnen. Wissenschaftliche Beiträge können in vier verschiedenen Themensträngen bis zum 20. März eingereicht werden:
  • Patterns of transformations
  • Scaling up for transformative impact
  • The role of change agents in sustainability transformations
  • New and emerging approaches for studying sustainability transformations

Den ausführlichen Call for Paper finden Sie hier.

Freie Universität Berlin wird für den Aufbau eines neuen internationalen Netzwerks zu Nachhaltigkeit und Hochschulen gefördert

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat der Freien Universität Berlin rund eine Million Euro für den Aufbau einer strategischen Partnerschaft unter dem Namen „University Alliance for Sustainability“ bewilligt. Die vier Partneruniversitäten (Hebrew University of Jerusalem (Israel), University of British Columbia (Kanada), St. Petersburg State University (Russland) und die Peking University (China)) werden das Thema „Nachhaltigkeit“ als Querschnittsthema für ihre Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Campus-Management nutzen.

„Die University Alliance for Sustainability wird die komplementären Stärken der internationalen Partner nutzen, um gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte zu entwickeln, Hochschulangehörigen den Austausch zu ermöglichen und das interinstitutionelle Lernen in Hinblick auf Managementfragen zu fördern. Hierzu sollen beispielsweise Studien- und Promotionsprogramme gemeinsam mit den Partneruniversitäten entwickelt werden. Studierenden soll es ermöglicht werden, ihre Initiativen zu vernetzen. Eingerichtet werden sollen Forschungsaufenthalte für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Sommerschulen für Promovierende, Tagungen für Verwaltungskräfte rund um das Thema „Green Campus“ und erweiterte Möglichkeiten für Studien- und Praktikumsaufenthalte.“ (Pressemitteilung der FU Berlin)

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Vorzeigeprojekte und Lücken zu BNE-Weiterbildungen für Hochschullehrende – Erste Ergebnisse aus dem EU-Projekt „University Educators for Sustainable Development“

Im Rahmen des UE4SD-Projektes („University Educators for Sustainable Development“) haben 54 Hochschulinstitutionen aus 33 europäischen Ländern zwischen Februar und Mai 2014 den aktuellen Stand von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Hochschulen erhoben. Die Projektpartner repräsentieren ein Gebiet mit mehr als 3.000 Hochschulen und 24 Millionen Studierenden. Es wurde die Integration von BNE in der europäischen Hochschullandschaft recherchiert, wobei der Fokus auf BNE-Weiterbildungsangeboten für Hochschullehrende lag. Gute Lehre wird im Projekt als essentiell angesehen, um Studierenden jene Kompetenzen zu vermitteln, die sie brauchen, um Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.

Die Ergebnisse der 33 nationalen Recherchen wurden in vier regionale Berichte zusammengeführt. Daraus wiederum wurde ein zusammenfassender Bericht generiert, dessen Resultate am Jahrestreffen des UE4SD-Projekts am 2. Oktober 2014 an der Karls-Universität in Prag präsentiert wurden. Das Team des UNESCO Chairs „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ war für einen Regionalberichts und für den zusammenfassenden Bericht zuständig.

Wesentliche Ergebnisse: Bildung für nachhaltige Entwicklung gewinnt an europäischen Hochschulen an Bedeutung. In fast allen UE4SD-Partnerländern existieren Richtlinien oder Gesetze, die auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Hochschulsystem hinweisen. Aus einem Großteil der Länder wurde berichtet, dass Hochschulen Leitbilder und Strategien entwickelt haben, die auf BNE verweisen. Allerdings fehlen in vielen Ländern BNE-Weiterbildungsangebote für Hochschullehrende. Es konnten nur wenige umfassende Programme für Lehrende eruiert werden, die die Aneignung von BNE-Lehrkompetenzen ermöglichen. Beispiele guter Praxis sollen im Rahmen einer Publikation und auf einer Online-Ressourcenplattform ausführlich vorgestellt werden.

Inwiefern nachhaltige Entwicklung in der europäischen Hochschullandschaft integriert ist, hängt vom kulturellen und institutionellen Kontext ab. Wie diese unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse z.B. in die Arbeit einer länderübergreifenden Akademie zur Entwicklung von BNE-Kompetenzen für Hochschullehrende integriert werden können, wird noch eine Herausforderung im weiteren Projektverlauf darstellen.

Der zusammenfassende Bericht sowie die Regionalberichte können auf www.ue4sd.eu/outcomes heruntergeladen werden. Mehr allgemeine Informationen zum Projekt erhalten Sie auf www.ue4sd.eu oder www.copernicus-alliance.org, dem europäischen Hochschulnetzwerk für nachhaltige Entwicklung, welche das UE4SD-Projekt initiiert hat. Oder kontaktieren Sie die Projektkoordinatorin Marlene Mader am UNESCO Chair der Leuphana Universität Lüneburg.

Global Sustainability Research Conference 2015: The Interface between Sustainability Research and Policy

Vom 26. bis 27. Januar 2015 wird in Cambridge/ UK die 2. internationale „Global Sustainability Research Conference“ stattfinden. Auf der Konferenz sollen gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und der Zivilgesellschaft die Schnittstellen zwischen Nachhaltigkeitsforschung und Politik diskutiert werden. Abstracts zu Beiträgen können bis zum 17.10. in folgenden fünf Themenschwerpunkten eingereicht werden.

  • Improving the evidence for action
  • Dealing with uncertainty
  • Sustainability policy in 2015
  • Exploring the policy / research interface
  • Achieving impact through communication and dialogue

Mehr Informationen finden Sie hier.

Internationale Studie zu Higher Education for Sustainable Development

Ein internationales Expertenkonsortium aus österreichischen, deutschen und japanischen Hochschulen, sowie der International Association of Universities führt derzeit eine Studie zum Stand der Integration Nachhaltiger Entwicklung in Hochschulen durch. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und dem Übergang in das kommende Weltaktionsprogramm soll die Befragung Erkenntnisse zum Stand, den relevanten Stakeholdern und den Erfolgskriterien für eine Integration von Nachhaltiger Entwicklung in der internationalen Hochschullandschaft geben und Empfehlungen zu weiteren Strategien generieren.
Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Bericht zu europäischen Entwicklungen der Citizen Science

Die europäische Debatte um Citizen Science gewinnt Kontur und Kraft – dies zeigt ein aktueller Bericht des Joint Research Centre der Europäischen Kommission, Institute for Environment and Sustainability. Der Bericht stellt eine Zusammenfassung der Beiträge auf einem europäischen Summit zu Citizen Science and Smart Cities im Februar in Italien dar. Neben einer Vorstellung von 28 laufenden europäischen Citizen Science Projekten, werden in dem Bericht konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Citizen Science in Europa abgegeben. Diese umfassen neben konkreten Empfehlungen zu Veröffentlichungsstrategien von Forschungsergebnissen, auch die Differenzierung in verschiedene Arten der Citizen Science. Nach Haklay (2011) werden in dem Bericht verschiedene Formen der Citizen Science Projekte unterschieden: 1. Crowdsourcing, 2. Distributed Intelligence, 3. Participatory Science und 4. „Extreme Citizen Science“, die eine gleichberechtigte Kooperation mit Laien-Wissenschaftlern bei Problemdefinition, Datenkollektion und -analyse beschreibt (vgl. Report, S. 41). Insbesondere diese letzte Form der Citizen Science bietet auch für die deutsche Diskussion einen spannenden Impuls und schafft Anschluss an die differenzierte methodische Diskussion innerhalb der transdisziplinären Forschung. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden:

13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“

Vom 30. Juni bis 02. Juli 2014 findet an der Universität Wien das 13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“ (SDN) statt. Das Netzwerk beschäftigt sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, sowie Technikfolgenabschätzung. Das diesjährige Treffen wird entlang der drei Themenschwerpunkte „institutions“, „citizenship and partizipation“ und „communication and representation“ ausgerichtet. Die OrganisatorInnen laden dazu ein Paper-Abstracts (300 Wörter), die Bezug zu einem der drei Schwerpunkte, haben bis zum 15. März einzureichen. Vor allem WissenschaftlerInnen, die im letzten Jahrestreffen nicht präsentiert haben, werden die Möglichkeit haben ihre Forschungsarbeiten vorzustellen. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrikatage des BMBF

Am 17. und 18. März 2014 findet im Berlin Congress Center die Veranstaltung „Deutsch- Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrika-Tage des BMBF“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stehen aktuelle Forschungsinitiativen des BMBF in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern. Schwerpunktthemen sind Bioökonomie, Gesundheit, Umwelt sowie die Beiträge von Bildung und Forschung zu gesellschaftlichen Umbrüchen. Im Rahmen von Fach-Workshops werden deutsche und afrikanische Expertinnen und Experten die für ihren Themenbereich interessanten Fragen diskutieren. Darüber hinaus wird ein fächerübergreifender Diskurs zu übergreifenden Querschnittsthemen stattfinden, der in gemeinsamen Empfehlungen für die Politik münden wird.

Die Einladung und das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Workshop TransformationTransformationsworkshop_vorläufiges Programm

Offener Brief der Early Career Scientists zum neuen Forschungsprogramm Future Earth

Im Anschluss an den German Future Earth Summit im Januar 2014 fand das Early Career Scientists (ECS) Netzwerktreffen statt, an dem über 50 WissenschaftlerInnen verschiedener Fachgebiete teilgenommen haben. Eingeladen waren alle DoktorandInnen, Post-Docs, NachwuchsgruppenleiterInnen, Junior-ProfessorenInnen und frischberufene ProfessorInnen, die Interesse an einer Vernetzung und Austausch im Rahmen von Future Earth haben. Während des Workshops wurde über Ziele und Aufgaben, eine mögliche Governance-Architektur des ECS Netzwerkes sowie über eine Petition von jungen WissenschaftlerInnen an das das Deutsche Komitee Nachhaltigkeitsforschung (DKN) in Future Earth diskutiert. Diese nun überarbeitete Petition soll an das nationale Future Earth Komitee (DKN) übermittelt werden. Darin fordern die Early Career Scientists eine aktive Einbeziehung der jungen WissenschaftlerInnen-Generation in das DKN.

Den offenen Brief an das DKN finden Sie hier:

FutureEarth Young ScientistsPetition_DE

Wenn Sie das Anliegen der Early Career Scientists unterstützen wollen, senden Sie bitte den offenen Brief formlos, aber unter Angabe des Namens und der Institution, bis spätestens 01.03.2014 an: ecsfutureearth@gmail.com.

German Future Earth Summit 2014 – Ein Veranstaltungskommentar von Steffi Ober aus der Perspektive der Zivilgesellschaft

Dr. Steffi Ober Dr. Steffi Ober

NABU/ Plattform Forschungswende

Diskussionbeiträge zur Nachhaltigen Wissenschaft


Die Future Earth Forschung beschäftigt sich mit Themen und Problemstellungen, die inter- und transdisziplinär gelöst werden sollen. Sie sieht ihren Schwerpunkt darin, Lösungsansätze zu formulieren, damit sich Gesellschaft und Institutionen global nachhaltig entwickeln. Die Themenschwerpunkte liegen auf „Dynamic Planet“, die Frage wie ein „safety space for humanity“ in Anlehnung an das Rockström Modell gesichert werden kann. Ein zweiter Schwerpunkt „Globale Entwicklung“ stellt die gerechte Verteilung von ökologischen und ökonomischen Ressourcen in den Mittelpunkt“ und ein dritter Schwerpunkt betrachtet die Transformation, und die Entwicklung von Narrativen, Normen und Werten ebenso wie Technologien, um eine nachhaltige Zukunft zu befördern. Mit dem ersten German Future Earth Summit vom 27. bis 28.01.2014 in Berlin wurde der Raum für einen inhaltlichen Austausch von interessierten Akteuren geschaffen.

Prof. Dr. Frans Berkhout, der Interims Direktor von Future Earth, betonte in seinem Eingangsvortrag, dass sich das Future Earth Projekt als Brückenbauer verstehe. Damit eine nachhaltige Zukunft entstehen könne, müsse man Möglichkeiten für fundamentale Änderungen und transitions schaffen. Es ginge darum „Science to Society“ aber auch „Society to Science“ zusammen zu denken. Für das Deutsche Future Earth Committee betonte Prof. Dr. Martin Visbeck ebenso, dass sich das Projekt als Plattform für Co-Design, Co-Produktion und Co-Kommunikation von Wissen verstehe und dass es nun darum gehe, diesen Anspruch mit konkreten Ideen und Projekten zu unterfüttern.

Die folgende Podiumsdiskussion zeigte jedoch vor allem auf, wie schwer es in der wissenschaftlichen Community nach wie vor ist, interdisziplinär zusammen zu kommen. Es mangelt nach Ansicht der Diskutanten an Räumen, Anreizen und Karrieremöglichkeiten. Der Schritt weiter hin zu externen Akteuren, dem vielbeschworenen Stakeholderdialog, erscheint dann noch schwieriger und vor allem noch viel ungeübter. Als einzige außerwissenschaftliche Akteure in der gesamten Tagungsregie saßen ein Vertreter der Munich Re sowie eine Vertreterin des BMU, also aus Wirtschaft und Politik, am Montag morgen auf dem Podium. Dr. Ebernhard Faust von der Münchner Rückversicherung machte seinen Standpunkt deutlich. Es mangele der Wissenschaft an Praxisbezug und an einer visionären Praxis, was man gemeinsam mit den Stakeholdern erreichen wolle. Das Co-Design habe noch einen langen Weg, um in den Köpfen der Wissenschaftler anzukommen. Dabei forderte er, dass zu Beginn eines jeden wissenschaftlichen Projektes eine gemeinsame Problemformulierung mit den Stakeholdern passieren müsse. Die Multiperspektivität, die verschiedenen Systemlogiken aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, müsse explizit gemacht und ausgehandelt werden, wenn man gemeinsam etwas erreichen will.

Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Herausforderungen für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Die GIZ lädt am 27.02. von 10 bis 13Uhr in Eschborn ein zu einem Fachgespräch: „Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Welche Herausforderungen stellen sich für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und EZ?“. Dr. Anja Christinck und Prof. Dr. Martina Padmanabhan werden auf dem Fachgespräch einen Einblick in ihr neues Buch „Cultivate Diversity!“ geben und mit anderen ExpertInnen die Anforderungen an gelungene Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis in der Landwirtschaft diskutieren.

„Die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme erfordert die Zusammenarbeit vielfältiger Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern. Wie müssen Forschungs- und Innovationsprozesse jetzt und in Zukunft gestaltet werden, damit sie sinnvoll dazu beitragen können? In dem Fachgespräch werden aktuelle Erfahrungen aus den Themenbereichen internationale Agrarforschung, Anpassung an den Klimawandel und Agrobiodiversität vorgestellt und diskutiert.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung gebeten unter: sarah.schielinsky@giz.de

Ein Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Fachgespräch und Buchvorstellung

„World Symposium on Sustainability at Universities“ vom 03. bis 05.09.2014 in Manchester

Vom 03. bis 05. September 2014 wird in Manchester/ Großbritannien das World Symposium on Sustainability at Universities (WSSD-U-2014) stattfinden. Es stellt ein Follow-up eines Side-Events in Rio de Janeiro 2012 dar. Ein Call for Papers  für die Konferenz ist nun freigeschaltet. Die VeranstalterInnen laden qualifizierte WissenschaftlerInnen, Forschungsgruppen und Studierende ein Beiträge zu Projekten der Nachhaltigkeitsforschung einzubringen, speziell zu „curriculum greening“ und Campusaktivitäten in dem Kontext Nachhaltigkeit und Hochschulen. Die Abstracts im Umfang von 200 Wörtern sollen bis zum 30. Januar 2014 eingereicht werden.
 
Ein Ergebnis des WSSD-U-2014 wird ein Buch zu „Transformative approaches to sustainable development at universities: working across disciplines” (peer-reviewed) sein. Mehr Informationen zu dem Call for Paper und der Konferenz erhalten Sie hier.

Bürgeruniversität an der Bradford University gegründet

In Bradford (Großbritannien) hat sich eine „Community University“ gegründet – unterstützt vom International Centre for Participation Studies (ICPS) am Institut für Friedensforschung der Bradford University. An ihr sollen unterschiedliche Wissensformen im Sinne einer Co-Production von WissenschaftlerInnen und Community-Stakeholdern zusammengebracht werden. Bereits die Idee und Konzeption der Community University wurde im engen Austausch der verschiedenen Beteiligten entwickelt und war ein Ergebnis einer Studie über „Macht in der Gemeinschaft“. Neben laufenden Veranstaltungen, baut die Community University aktuell einen Ort der Begegnung im Northern College auf.

Die Idee der „Bürgeruniversität“ gewinnt aktuell international immer mehr an Gewicht. Die Aufnahme gesellschaftlicher Frage- und Problemstellungen und die gemeinsame Bearbeitung dieser Themen auf Augenhöhe mit Praxispartnern bringt einen entscheidenden Mehrwert hinsichtlich der „sozialen Robustheit“ des generierten Wissens.

Mehr über die Community-University in Bradford können Sie hier lesen.

Weltbericht Sozialwissenschaften fordert mehr sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung

Der Weltrat der Sozialwissenschaften ISSC hat mit der UNESCO zusammen den zweiten „Weltbericht Sozialwissenschaften“ publiziert. Thema ist die Mitwirkung der Sozialwissenschaften an der Erforschung des Globalen Umweltwandels und von Nachhaltigkeit, sowohl disziplinär als auch in inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit. Die Deutsche UNESCO Kommission (DUK) hat die Kernaussagen des Berichts in einem  „Dossier“ zusammengefasst.Zu viele Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler beschäftigen sich noch nicht angemessen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, auch weil es in zu vielen Ländern für die Sozialwissenschaften praktisch keine Förderung für Forschung zum globalen Umweltwandel gibt. Zugleich haben den Herausgebern zufolge die Natur- und Ingenieurwissenschaft und auch die Politik zu wenig Verständnis für den Mehrwert sozialwissenschaftlicher Forschung. Daher braucht es laut Weltbericht mutigere, bessere, umfangreichere und andersartige sozialwissenschaftliche Forschung und vor allem viel mehr inter- und transdisziplinäre Wissenschaft.“ (DUK Zusammenfassung)


Die Zusammenfassung kann hier heruntergeladen werden
:
Weltbericht_Sozialwiss_2013_Zsfg

Future Earth Summit am 27./28. Januar 2014

Das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung im „Future Earth Programm“ richtet am 27./28. Januar eine erste große öffentliche Veranstaltung aus: den German Future Earth Summit.

Future Earth ist ein weltweites Programm mit dem Ziel der Koordination und Integration sozial- und naturwissenschaftlicher gesellschaftsrelevanter Forschungsthemen im Rahmen der Global Change Forschung. Die Neuausrichtung der Global Change Forschung soll einen intensivierten Austausch mit der Zivilgesellschaft ermöglichen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das sogenannte „Co-Design“, d.h. die gemeinsame Festlegung von Forschungsthemen und Fragen mit der Zivilgesellschaft, als auch die „Co-Production“, d.h. Forschungsprozesse, in die betroffene Akteure intensiv eingebunden sind.

Auf dem German Future Earth Summit sollen in interdisziplinärem Austausch die Weiterentwicklung des internationalen Forschungsprogramms diskutiert und deutsche Forschungsinteressen identifiziert werden. Hierzu gibt es die Möglichkeit bis zum 16.12.2013 Themenvorschläge einzubringen, die sich unter den Future Earth Themenbereichen „dynamischer Planet“, „Globale Entwicklung“ oder „Transformation zur Nachhaltigkeit“ befinden könnten. Hier erhalten Sie weitere Informationen dazu.

Teil des Programms des Future Earth Summit ist auch ein Netzwerktreffen der Early Career Scientists. Die Einladung zu beiden Veranstaltungen erhalten Sie hier.

FutureEarthSummit_131119ECS_Flyer_131119

Programm „Wissenschaft mit der und in der Gesellschaft“ in EU Rahmenforschungsprogramm Horizon 2020 beschlossen

Bereits im 7. Rahmenforschungsprogramm der EU gab es ein Programm „Wissenschaft in der Gesellschaft“. Nach kontroversen Verhandlungen zum neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020 wurde die Neuauflage des Programms „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ („Science with and for society„) beschlossen. Es soll außerhalb der drei Prioritäten „Wissenschaftsexzellenz“, „Führende Rolle der Industrie“ und „Gesellschaftliche Herausforderungen“ liegen. Mit 0,6 % des Gesamtbudgets von Horizon 2020, ist die das Programm im Vergleich zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm leicht aufgewertet worden.

„Bei „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ werden die zentralen Inhalte des Vorgängerprogramms „Wissenschaft in der Gesellschaft“ fortgeführt. Dazu gehören die Themen junge Menschen und naturwissenschaftliche, technische und mathematische Bildung, Bürgerbeteiligung bzw. Einbindung gesellschaftlicher Akteure in Forschung und Innovation, Chancengleichheit, verantwortungsvolle Forschung und Ethik sowie Stärkung des Wissenschaftssystems. Neu ist die Ausweitung im Bereich junge Menschen und Wissenschaft von Schüler/innen auf den Fokus Nachwuchswissenschaftler/innen.“ (Newsletter des EU Büro des BMBF)

Die erste Ausschreibung wird für den 11. Dezember 2013 erwartet. Mehr Informationen erfahren Sie hier.

MIT stärkt Nachhaltigkeitsbemühungen durch Einrichtung eines Sustainability Office

Das international renommierte MIT (Massachusetts Institute of Technology) stärkt die eigenen Bemühungen zur Implementierung von Nachhaltigkeitsaktivitäten. Mit der Einrichtung eines Sustainability Office und der Anstellung von Dr. Julie Newmann als Direktorin der neuen Abteilung hat die Universität ein wichtiges Signal innerhalb der us-amerikanischen Wissenschaftslandschaft gesetzt. Denn anders als viele Initiativen in anderen us-amerikanischen Hochschulen soll das Sustainability Office nicht nur ein „Greening the Campus“ vorantreiben, sondern auch die systematische Integration von Nachhaltigkeitsschwerpunkten in Forschung und Lehre. Beginnen möchte Dr. Newmann mit einer „listening tour“, in der sie unter Beteiligung von Verwaltungsangestellten des Institutes, Studierenden und WissenschaftlerInnen die Eigenlogik des MIT, die geteilte Vision eines nachhaltigen Campus sowie Wege zum Katalysieren bereits vorhanderer und neuer Nachhaltigkeitsbestrebungen erkunden möchte.

Mehr Informationen erfahren Sie hier.

Ausschreibung von Forschungsstipendien an der Harvard University

Im Rahmen des Sustainability Science Program an der Harvard University werden Forschungstipendien für DoktorandInnen und Post-DoktorandInnen vergeben. Der Schwerpunkt dieser Ausschreibung liegt an der Schnittstelle von Nachhaltigkeits-Initiativen in verschiedenen Sektoren: der steigende Wasserverbrauch zur Energie-Erzeugung, die Auswirkungen der Wassernutzung auf die menschliche Gesundheit, der Wettbewerb um Landnutzung zur Nahrungsmittelproduktion, sowie Naturschutz-Initiativen. Die Konkurrenz, Wechselwirkung und Ergänzung der Nachhaltigkeits-Bestrebungen in diesen verschiedenen Sektoren soll am Beispiel von Indien, China und Brasilien erforscht werden und somit ein integriertes Verständnis von Nachhaltiger Entwicklung generiert werden. Mehr Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier. Bewerbungsschluss ist der 15.01.2014.

Ausschreibung über Forschungsprojekt zu nachhaltiger Hochschulentwicklung an der Universität Maastricht

An dem International Centre for Integrated assessment and Sustainable development (ICIS) der Universität Maastricht ist eine Doktoranden-Stelle zur nachhaltigen Governance einer Hochschule ausgeschrieben. Das Forschungsprojekt „A Sustainable University: organisational transformation“ soll die strukturelle Transformation öffentlicher Institutionen in den Blick nehmen und im Besonderen die Bedeutung von studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen (wie das Green Office der Universität Maastricht) fokussieren. Die Universität Maastricht und das studentisch betriebene Nachhaltigkeitsbüros „Green Office“ sollen als Reallabor für organisationalen Wandel genutzt werden.

Die Doktorandenstelle zur „Sustainability Governance“ ist ein hervorragendes Beispiel zur strukturellen Verankerung von Projekten, die durch Studierende angestoßen wurden. Das Forschungsprojekt wurde auf aktives Betreiben der Studierenden des „Green Office“ eingerichtet. Die Besonderheit liegt neben dem interdisziplinären Charakter der Forschung vor allem in der transdisziplinären Ausrichtung, die darauf zielt, dass der Doktorand aktiv im Green Office mitwirken soll, es als Reallabor beforschen, mit anderen Fallbeispielen vergleichen und am Ende Empfehlungen an die Universität abgeben soll.

Die vollständige Ausschreibung kann hier eingesehen werden, Bewerbungsfrist ist der 18. Oktober 2013.

ETH Zürich stärkt Bekenntnis zur Nachhaltigkeit

Mit der Präsentation ihres zweiten Nachhaltigkeitsberichts bekräftigt die ETH Zürich ihr Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung. Nachhaltigkeit folgt an der Zürcher Hochschule einem integrierten Ansatz, der Lehre, Forschung und Campus-Leben umfasst.
Dabei kann die ETH Zürich z.B. mit dem Departement Umweltsystemwissenschaften bereits auf eine mehr als 25-jährige Geschichte im Bereich Nachhaltigkeit zurückblicken. Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigt u.a. der letzte Detailbericht des QS Rankings vom Mai 2013. Darin wurden die transdisziplinär ausgerichteten Umweltwissenschaften als Nummer eins in Europa klassifiziert.

Nun präsentierte die ETH Zürich ihren zweiten Nachhaltigkeitsbericht, der vollumfänglich den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) und dem ISCN-Standard des International Sustainable Campus Networks entspricht. Er legt neben verschiedenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Kennzahlen auch die konkreten Zielsetzungen und deren Erfüllungsgrade offen.

Mit ihrem Bericht will die ETH Zürich auch andere Universitäten motivieren, dem Thema Nachhaltigkeit noch grössere Bedeutung zu schenken und über ihre Nachhaltigkeitsleistungen Rechenschaft abzulegen. Der aktuelle Report zeigt aber auch deutlich, dass im akademischen Alltag zukünftig neben den klassischen Umweltkennzahlen (wie Gebäudestandards, Energie- oder Papierverbrauch) verstärkt soziale und wirtschaftliche Dimensionen der Nachhaltigkeit Berücksichtigung finden sollten.

An der ETH Zürich könnten beispielsweise ethischen Richtlinien für Forschungskooperationen mit anderen Ländern erarbeitet werden. Ebenso interessant wäre es, über Konzepte einer nachhaltigen Anlagestrategie der Finanzmittel und Pensionskassenbeiträge nachzudenken. Eine breite Debatte zwischen verschiedenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu diesen und anderen Nachhaltigkeitsthemen wäre wünschenswert.

Weitere Informationen:
ETH Life Artikel zum Nachhaltigkeitsreport 2011-2012
ETH Sustainability, Koordinationsstelle für Nachhaltigkeit an der ETH Zürich.

Science about & for Sustainability – Empfehlungen der UNESCO im Kontext Nachhaltiger Wissenschaft

Die UNESCO setzt sich zunehmend für eine Wissenschaft über und für Nachhaltigkeit ein – dies wird im aktuellen Newsletter der UNESCO Wissenschaftsprogramme deutlich. Thematisiert werden hier auch instittutionelle Veränderungen, die im Wissenschaftssystem notwendig sind um eine Wissenschaft über Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Im Mai hielt ein Mitglied des Fachausschusses Wissenschaft der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) einen Vortrag zum Thema „Das europäische Wissens- und Fortschrittsmodell: Am Ende oder am Anfang?“ auf der DUK-Hauptversammlung.

Darüber hinaus wird auf eine Initiative Japans „Sustainability Science“ international als neues strukturierendes Element der Wissenschaftsprogramme der UNESCO eingeführt. Anfang April organisierte die UNESCO dazu eine internationale Tagung „A science based approach to realise the future we want for all“ in Kuala Lumpur/ Malaysia, auf der eine erste Operationalisierung dieses Vorschlag versucht wurde. Die zehn Empfehlungen, die auf der Konferenz veröffentlicht wurden, können Sie hier herunterladen.

Europäische Umfrage zur Bürgerwissenschaft gestartet

„Bürgerwissenschaft ist keine leere Formel“ lautet ein Artikel von Joachim Müller-Jung in der FAZ dieser Woche, der als eine der Folgen der digitalen Revolution die zunehmenden Forderungen nach einer „Citizens Science“ konstatiert. Hintergrund des Artikels ist eine Sonderinitiative für Bürgerbeteiligung der Europäischen Union. Diese wird von Atomium Culture gefördert und will die „Möglichkeiten erkunden, wie die Medien den Bürger im Rahmen eines Dialos an der Diskussion wissenschaftlicher Themen beteiligen können. Auf diese Weise soll ein stärker auf Partizipation ausgerichteter Ansatz für eine Wissenschaftspolitik auf europäischer Ebene entwickelt werden.“ Als erste Initiative wurde eine Umfrage „Ist die Wissenschaft ein öffentliches Diskussionsthema?“ gestartet. Hier können Sie sich an der Umfrage beteiligen.

A New Social Contract for Sustainability? – An Anglo-German Conference

Inspiriert von dem Gutachten des WBGU „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“ richtet die Schumacher Gesellschaft in Großbritannien eine zweitägige Tagung Workshop „An Anglo-German Conference: A New Social Contract for Sustainability“ aus. Ziel der Konferenz ist es neue Formen des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bürgerschaft zu diskutieren.

Unter Rückgriff auf Theorien des Gesellschaftsvertrags werden Nachhaltigkeitsprozesse  und ihre Aushandlung vor dem Prozess gesetzlicher Legitimation betrachtet – in den Bereichen Produktion, Konsum und Konflikte zwischen verschiedenen Interessensgruppen. Auch ein neuer Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft spielt hier eine Rolle.

Die Konferenz findet vom 20. bis 21. Juni in Bristol statt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Deutsches Komitee für Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen von „Future Earth“ berufen

Auf dem 5. Nationalen Kolloquium von Future Earth Deutschland im September 2012 wurde die Einrichtung eines „Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung“ beschlossen. Jetzt wurden die ersten Mitglieder dieses Komitees durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für eine zunächst drei-jährige Amtszeit berufen.

Future Earth ist ein weltweites Programm mit dem Ziel der Koordination und Integration sozial- und naturwissenschaftlicher gesellschaftsrelevanter Forschungsthemen im Rahmen der Global Change Forschung. Die Neuausrichtung der Global Change Forschung soll einen intensivierten Austausch mit der Zivilgesellschaft ermöglichen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das sogenannte „Co-Design“, d.h. die gemeinsame Festlegung von Forschungsthemen und Fragen mit der Zivilgesellschaft, als auch die „Co-Production“, d.h. Forschungsprozesse, in die betroffene Akteure intensiv eingebunden sind.

Das Gremium setzt sich aus sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen und Institutionen zusammen:

Das DKN-FutureEarth wird die deutschen Perspektiven in den internationalen Entwicklungsprozess von „Future Earth“ einbringen und die Aktivitäten international mitgestalten. Es kann darüber hinaus bei der Strukturierung von Prozessen (wie dem Co-Design von Forschungsfragen) unterstützen oder die Vernetzung der deutschen Communities der natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Bereiche für eine erfolgreiche integrative Forschung im Rahmen von „Future Earth“ begleiten.

Alle Informationen finden Sie auch auf www.dkn-future-earth.org

Plattform für NachwuchswissenschaftlerInnen der Nachhaltigkeitswissenschaft veröffentlicht

„Research in Sustainable Development – Being an Early Career Researcher in an interdisciplinary research area“ – so heißt eine Plattform die Anfang des Jahres 2013 für NachwuchswissenschaftlerInnen einer „Sustainability Science“ veröffentlicht wurde und zur Qualitätsentwicklung in der frühen Phase wissenschaftlicher Laufbahnen beitragen soll. Auf dem Blog werden Fragen der Karriere-Panung, sowie der Veröffentlichungs- und Präsentationsstrategien speziell im Feld der Nachhaltigkeitswissenschaft diskutiert. Zusätzlich finden sich Hinweise auf spezifische Call for Paper, Konferenzen, Jobangebote oder Stipendienprogramme. Initiator der Plattform ist Prof. Dr. Matthias Barth, der nach langjähriger Forschungs- und Lehrtätigkeit für die Leuphana Universität Lüneburg und die RMIT University Melbourne seit Dezember 2012 an der Fachhochschule Ostwestfalen-Lippe ein Zentrum für Qualitätsentwicklung in der Lehre leitet.

Die Plattform ist unter dem folgenden Link erreichbar: http://researchinsustainability.wordpress.com/

Internationale Beispiele einer Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung in der „Nature“

Die aktuelle Ausgabe der Zeischrift Nature beschreibt die wachsende Zahl von US-amerikanischen Hochschulen mit eigenen Nachhaltigkeitsprogrammmen in der Lehre wie z.B. die School of Sustainability der Arizona State University. Die Universitäten reagieren damit auf einen neuen Qualifikations-Bedarf und bieten ihren Studierenden auf allen Qualifiaktionsebenen eine inter- und transdisziplinäre Ausbildung.

So arbeiten an der Arizona State bereits Studierende und angehende WissenschaftlerInnen in projekt-orientierten Formaten zusammen um Nachhaltigkeitsprobleme in der Region zu lösen. Nach dem Konzept des „Real-world learning“ lernen sie so frühzeitig ihre disziplinären Fähigkeiten in einem interdisziplinären Team zur Lösung gesellschaftlicher Fragestellungen im Kontext Nachhaltiger Entwicklung einzusetzen, beispielsweise in einem Projekt zur Unterstützung der Stadt San Juan in Puerto Rico in der Umsetzung nachhaltiger Praktiken. Die Kompetenz in Systemen zu denken wird durch solche Projekte ebenso gefördert wie das Verständnis für wirksame politische Entscheidungsprozesse. Das Format des projekt-orientierten Lernens scheint eine geeignete Übersetzung der geforderten transdisziplinären Fähigkeiten in anspruchsvolle Lernkontexte zu sein, das auch in Deutschland zunehmend institutionell verankert wird – bspw. in der Leuphana Universität Lüneburg oder auf der Ebene der NachwuchswissenschaftlerInnen im IASS Potdam. EIn Vertreter des IASS wird im Artikel prominent zitiert.

Der Artikel der Nature kann hier eingesehen werden.
Einen Bericht über die Nachhaltigkeitsaktivitäten an US-amerikanischen Hochschulen können Sie hier lesen.

Nachhaltigkeitsaktivitäten der Universitäten in den USA

PeterSchmuck Prof. Dr. Peter Schmuck

Interdisziplinäres Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Göttingen

Sustainability Activities at 11 Universities in California: Stanford University, University of Redlands and 9 Universities of California: Berkeley, Davis, Merced, Los Angeles, Irvine, Riverside, San Diego, Santa Cruz, Santa Barbara

Im März 2012 hat Prof. Dr. Peter Schmuck vom Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der Uni Göttingen eine Forschungsreise zu führenden Standorten nachhaltigkeitsorientierter Wissenschaft in den USA, insbesondere an der Westküste unternommen. Da diese amerikanischen Aktivitäten bisher kaum in der deutschen Debatte wahrgenommen werden, veröffentlichen wir hier den Reisebericht von Peter Schmuck als Nachlese zum Wissenschaftsjahr 2012 „Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde“.

Veranlassung der Reise: Seit dem Jahr 2000 bin ich im Rahmen des Zentrums für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen (IZNE) in Aktionsforschungsprojekten zum Umbau der Energieversorgung Deutschlands hin zu dezentraler Versorgung mit erneuerbaren Energie aktiv. In den letzten Jahren entstand im Göttinger IZNE Team die Idee, die erfolgreichen Aktivitäten unseres Teams in Dörfern und Landkreisen Deutschlands auch für Lehre und Gestaltung nachhaltiger Lebensmuster innerhalb der Universität zur Verfügung zu stellen. Seit 2011 erfährt diese Idee durch die neue Präsidentin der Universität Göttingen Unterstützung. Sie empfahl, schon bestehende Kontakte zur UC Santa Barbara, an der auch E.U. von Weizsäcker einige Jahre tätig war, auszubauen. Von Paul Rowland, Leiter der Association for Advancement of Sustainability in Higher Education (AASHE.org), den ich 2011 in Korea kennenlernte, erfuhr ich, dass in den USA zahlreiche Universitäten Nachhaltigkeitsaspekte in die Lehre sowie Administration aufgenommen haben. So beschloss ich, aktuelle Erfahrungen in Deutschland mit unseren Nachhaltigkeits-Aktionsforschungsprojekten außerhalb von Universitäten in Kalifornien vorzustellen und dort gesammelte Erfahrungen mit Nachhaltigkeitsaktivitäten innerhalb von Universitäten aus erster Hand aufzugreifen, um sie ggf. für die weitere Entwicklung in Deutschland nutzbar zu machen.

Organisation der Reise: Im Januar 2012 habe ich den Nachhaltigkeitsverantwortlichen einer Reihe kalifornischer Universitäten angeboten, über die Projekte in Deutschland vorzutragen und über mögliche Kooperationen bei universtäts-internen Nachhaltigkeitsaktivitäten (Lehre und Administration) zu diskutieren. Kalifornien wurde gewählt, weil dort Nachhaltigkeitsaktivitäten, verglichen mit anderen Gebieten der Welt, am fortgeschrittensten scheinen und in höchster territorialer Dichte vorzufinden sind. Alle angeschriebenen Personen luden mich an die jeweilige Universität ein. An fünf Universitäten hielt ich einen Vortrag vor größerem Publikum, an den anderen Universitäten in Round-Table Gesprächen in kleinerem Kreis. Im Präsidium des UC Verbundes in Oakland fand ein Austausch mit den für alle 10 UCs Verantwortlichen für Nachhaltigkeit statt. Vorgestellt wurden die erfolgreichen Aktionsforschungsprojekte unseres Zentrums im Rahmen des „Göttinger Ansatzes der Nachhaltigkeitsforschung“ sowie die dahinterstehende psychologische Theorie, nach der Menschen das Potential zu Engagement für Nachhaltige Entwicklung aufweisen, dessen Nutzung und Entfaltung Gewinne für das Wohlbefinden bewirkt. Die besuchten Universitäts-VertreterInnen stellten mir wegweisende Projekte der einzelnen Unis auf Campus-Rundgängen vor. Die Hauptverantwortlichen für Nachhaltigkeit von jeder der Universitäten habe ich über ihre Sicht zur Geschichte dieser Aktivitäten, zum Nachhaltigkeitsverständnis, zur persönlichen Motivation, zu den Pionierprojekten in Forschung, Lehre, Administration sowie zu studentischen Initiativen befragt.

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Peter Schmuck in Santa Cruz

Ergebnisse der Reise bezüglich meiner Berichte: Die Ergebnisse der Aktionsforschungsprojekte des Göttinger Teams wurden mit Erstaunen und Begeisterung aufgenommen. Allerorten wurde Interesse am Fortgang der Arbeiten auf Landkreisebene sowie an aktuellen Publikationen, z.B. über die psychologischen Erfolgsfaktoren unserer Projekte, geäußert. An einigen Unis wurde der Wunsch geäußert, dass wir unsere Erfahrungen über internet-gestützte Lehrmethoden im Rahmen von „Webinars“ in laufende Kurse in Kalifornien (z.B. über Skype) einspeisen. Mit der Uni San Diego wurde eine solche Kooperation für das FS 2012 bereits vereinbart. Mein Angebot, bei Gegenbesuchen in Deutschland unsere Projekte vor Ort vorzustellen, wurde gern notiert.

Ergebnisse der Reise bezüglich der US Erfahrungen: Über die Kontakte mit Paul Rowland von AASHE wußte ich bereits, dass die Mehrzahl aller US amerikanischen Universitäten und Colleges Mitglied dieser Vereinigung sind, sich also zumindest formell zu einer Einführung von Nachhaltigkeitsthemen in Lehre und Alltag der Universitäten verpflichtet haben. Nun wollte ich herausfinden, welche Aktivitäten hierzu vor Ort an den besuchten Universitäten tatsächlich stattfinden und welches Nachhaltigkeitsverständnis vorherrscht. Die Aktivitäten lassen sich schwierig aufgliedern, da Universitäten als „living laboratories“ für nachhaltige Lebensstile betrachtet werden, also Lehre, Forschung und das studentische Leben im Campus als eng verwoben gesehen werden. Meinen folgenden Versuch einer Strukturierung bitte unter diesem Vorbehalt sehen.

Wissenschaft und Forschung als Motor für Entwicklung – Auftakt der neuen GIZ-Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Praxis: nachhaltige Entwicklung in der internationalen Zusammenarbeit“

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) lädt herzlich zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Praxis“ ein. Thema am 29. Oktober ist die Rolle von Wissenschaft und Forschung für nachhaltige Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Diskutieren Sie mit Prof. Dr. Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) und Joachim Prey, Leiter des Fach- und Methodenbereichs der GIZ. Moderation: Dirk Asendorpf, freier Wissenschaftsjournalist.

Bei der Auftaktveranstaltung stehen unter anderem folgende Fragen im Fokus der Diskussion: Wie kann Wissenschaftspolitik für nachhaltige Entwicklung gestaltet werden? Welche Disziplinen sind besonders als Motor von Entwicklung geeignet? Wie ist die Situation von Wissenschaft und Forschung in den verschiedenen Regionen der Welt und welche Entwicklungspotenziale haben sie? Wie kann die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinen Partnerländern gestärkt werden?

Die Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Praxis: nachhaltige Entwicklung in der internationalen Zusammenarbeit“ am Standort Godesberger Allee der GIZ in Bonn bringt im monatlichen Rhythmus ein breites Spektrum von Themen zur Sprache wie Umwelt, Gesundheit, Bildung, Agrarwirtschaft, Frieden und Sicherheit, Transport und Energie. Neueste Forschungsergebnisse werden aus Sicht der Praxis der internationalen Zusammenarbeit erörtert.

Datum: 29. Oktober 2012, 14 bis 16 Uhr

Ort: GIZ, Godesberger Allee 119, Bonn

Kontakt und Anmeldung (bitte bis 22.10.): Sonja Moissidis, GIZ, 0228 24934-138, sonja.moissidis@giz.de

Experten für das deutsche Nationalkomitee im Rahmen von Future Earth gesucht

Auf dem 5. Nationalen Kolloquium „Integrative Forschung im Rahmen von Future Earth“ des Nationalen Komitees für Global Change Forschung (NKGCF) wurde mit rund 200 Teilnehmern einen Mandatsvorschlag für ein neues „Deutsches Komitee für Nachhaltigkeitsforschung I Future Earth“ diskutiert, welches das NKGCF ablösen soll. Ziel ist es den mit Nachhaltigkeitsforschung befassten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein nationales Forum zu bieten, und sie dabei zu unterstützen, nationale und internationale Aktivitäten im Rahmen der Initiative „Future Earth: research for global sustainability“ anzustoßen und mit zu gestalten.

Die Mitglieder des NKGCF beabsichtigen in diesem Jahr in Abstimmung mit BMBF den Antrag auf ein Mandat für das neue Komitee im Rahmen von „Future Earth“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einzureichen. Für die zukünftige Mitarbeit an den Themen von „Future Earth“ suchen das NKGCF interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich an den kommenden Aktivitäten beteiligen wollen oder Interesse haben als Mitglied des neuen Komitees vorgeschlagen zu werden.

Das vorgeschlagene „Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung I Future Earth“ wird in der ersten Mandatsperiode zunächst aus etwa 5-8 in Deutschland angesiedelten Wissenschaftlern bestehen, die die Bandbreite der Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen von „Future Earth“ abdecken. Das Komitee wird interdisziplinär zusammengesetzt sein und die Mitglieder sollten

  • Erfahrung in der Nachhaltigkeitsforschung besitzen
  • Erfahrung in der interdisziplinären und/oder transdisziplinären Forschung sowie
  • Kenntnis der internationalen Forschungslandschaft.

Arbeitsschwerpunkte der ersten Mandatsperiode werden die Ausarbeitung einer Organisationsstruktur und eines Arbeitsprogramms des neuen Komitees sein sowie die Mitgestaltung der Entwicklung von „Future Earth“. Für die erfolgreiche Umsetzung kann das Komitee themenspezifische Arbeitsgruppen initiieren, in denen Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Vorschläge und Empfehlungen gemeinsam erarbeiten.

Interesse die internationale Forschungslandschaft aktiv mitzugestalten?

Das NKGCF freut sich über

  • Interessensbekundungen für eine Mitarbeit an den Ideen von „Future Earth“ in Arbeitsgruppen und anderen Aktivitäten des neuen Gremiums.
  • die Empfehlung/Nominierung von potentiellen Kandidaten, die wir der DFG als Mitglieder des neuen „Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung I Future Earth“ vorschlagen können (Selbstnominierungen sind ausdrücklich erwünscht).

Alle übersendeten Informationen werden natürlich vertraulich behandelt.

Das NKGCF wird den Antrag für ein neues Komitee Ende 2012 bei der DFG einreichen. Ihre Interessensbekundung bzw. Bewerbung sollte daher bis spätestens 30. September 2012 bei uns eingegangen sein.

Weitere Informationen über das 5. NKGCF-Kolloquium und den Mandatsvorschlag erhalten Sie unter http://kolloquium2012.nkgcf.org

Stipendien für Nachhaltigkeitswissenschaftler an der Harvard University ausgeschrieben

Das Programm für Nachhaltigkeitswissenschaft an der Harvard University vergibt zum akademischen Jahr ab September 2013 Forschungsstipendien für Doktoranden und Post-Docs, die ihren Forschungssschwerpunkt im Design, der Implementation oder Evaluation wirksamer Interventionen für nachhaltige Entwicklung haben. Dabei sollen vor allem die Interdependenzen verschiedener Sektoren in Indien, China und Brasilien im Vordergrund stehen. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2013. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Rio+20 und die Wissenschaft

Mandy Singer-Brodowski

Mandy Singer-Brodowski


Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt


Diskussionbeiträge zur Reihe Transformatives Wissen schaffen

Die Konferenz in Rio de Janeiro vom 20. bis 22. Juni 2012 hat hunderte Delegierte aus der ganzen Welt zusammengeführt und dennoch zu wenig konkreten Ergebnissen geführt, so die einhellige Meinung von Experte_innen. Die Verabschiedung des Ergebnis-Dokumentes „Die Zukunft, die wir wollen“ wurde – im Gegenzug zu vorherigen internationalen (Klima-) Konferenzen- vorab forciert.

Die gemeinsamen Vereinbarungen der internationalen Staatengemeinschaft im Abschlussdokument bilden den kleinsten gemeinsamen Nenner der unterschiedlichen nationalstaatlichen Interessen und umfassen im Wesentlichen:

  • die moderate Stärkung des UN-Umweltprogramms (UNEP)
  • die Formulierung von wenig konkreten Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) bis 2015 sowie ein
  • gemeinsames Bekenntnis der Staatengemeinschaft zu einem grünen Wachstum (Green Economy)

Insbesondere am letzten Punkt hatte es bereits vor der Konferenz massive Kritik gegeben. Die zu starke Fokussierung auf das Konzept der Green Economy als scheinbar einzig mögliche Strategie zu einer global nachhaltigen Entwicklung erstickt die Diskussion um Konzepte wie Gemeingüter, Suffizienz und den Wandel von Konsum- und Lebensstilen im Keim.

Die unzureichende Suche nach alternativen Konzepten zu einer klassischen Mainstream-Ökonomie, sowie die geringe Konkretion und Verbindlichkeit der Verhandlungsergebnisse lassen Rio+20 in den Augen vieler Expert_innen als ein Scheitern globaler Verhandlungen auf höchstem Niveau erscheinen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung (WBGU) erklärt in einer Presseerklärung, dass die internationale Staatengemeinschaft aktuell scheinbar nicht in der Lage sei „die dringend notwendige Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft in der gebotenen Geschwindigkeit und Verbindlichkeit voranzutreiben.“

Öffentlichkeit für Pioniere des Wandels

Trotz der ernüchternden Nachrichten aus Brasilien hat die Tatsache des 20jährigen „Jubilläums“ der Rio Konferenz von 1992 eine massive Öffentlichkeit für die Debatte über die Umgangsweisen mit globalen Herausforderungen geschaffen. Allein in Deutschland hat das Zeitfenster der Konferenz im Juni einige Ereignisse gerahmt, deren Dramaturgie für die Transformation hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung beachtlich ist. Zentral sind dabei vor allem nicht-staatliche Akteure, die als Pioniere des Wandels selbst Impulse für die anstehenden Transformationen setzen:

Mit dem Transformationskongress des DBG, des Deutschen Naturschutzrings und der Evangelischen Kirche am 08./09.06. in Berlin haben drei zivilgesellschaftliche Hauptakteure nach 20 Jahren parallelen Diskussionen erneut zu gemeinsamen Positionen gefunden. Soziale Gerechtigkeit und ein alternatives Wachstum waren dabei verbindende Forderungen, die auch herkömmliche Differenzen zwischen den Verbänden überbrücken konnten.

Auf dem Stiftungstag des Bundesverbands Deutscher Stiftungen mit dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit vom 20.-22.06. in Erfurt sprachen sich führende Vertreter_innen großer Stiftungen für ein besonderes Engagement der Stiftung im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit aus. Diese Signale für eine noch stärkere Öffnung der Stiftungen können NGOs und Wissenschaftsprojekten aus dem Feld Mut machen, die eigenen Themen finanziell unterstützen zu lassen.

5. Living Knowledge-Konferenz vom 10.-12.05.2012 in Bonn

Während der letzten 10 Jahre haben Science Shops und community-based Research ihren Platz innerhalb der wissenschaftlichen politischen Agenda gefunden. Der Fokus auf Innovation zur Betreibung von Forschung erfordert es, sich Forschungsbeziehungen immer wieder bewusst zu machen und zu prüfen, wie über die kommenden Jahre die Generierung von Wissen vorangetrieben werden kann.
Die 5te Living Knowledge Konferenz zielt auf unterschiedliche Themen zur Stärkung des Einblicks in Prozesse und das Entwickeln spezifischer Politikempfehlungen, die öffentliches Bedenken und ausgesprochenen Forschungsbedarf berücksichtigen. Sie ist eine Möglichkeit, einige wichtige Denker und Praktiker der Zivilgesellschaft und akademischer Forschungsgruppen im Bereich der community-based Research zusammenzubringen, Universität/gesellschaftliche Partnerschaften und Scinece Shops, sie zielt auf die Bereitstellung von Möglichkeiten und Optionen für die Zusammenarbeit und gewährleistet, dass dieser Arbeitsbereich von nationalen und internationalen politischen Agenden priorisiert wird.

Die 5te Living Knowledge Konferenz ist außerdem eine Diskussions- und Austauschplattform für die Befunde und Ergebnisse der ersten Hälfte des PERARES-Projekts (Public Engagement with Research and Research Engagement with Society).

Mehr dazu unter: http://www.livingknowledge.org/conference/about-the-conference/

Ein Aufruf an die Hochschulen zur Einbeziehung von Nachhaltigkeit in die Curricula

Die Principles for Responsible Management Education (PRME) und das UN Global Compact Office rufen im Zusammenhang mit der UN Konferenz für Nachhaltige Entwicklung (Rio+20) weltweit Führungskräfte akademischer Institutionen auf eine Deklaration zur Bekenntnis nachhaltiger Praxis in Wissenschafts-Institutionen zu unterzeichnen. Die Deklaration fordert von Hochschulen ein stärkeres Engagement in den folgenden fünf Bereichen:

  • Konzepte der Nachhaltigen Entwicklung lehren,
  • Forschung zu Themen Nachhaltiger Entwicklung ermutigen,
  • Nachhaltigkeitsmanagement auf den Campi anstoßen,
  • Nachhaltige Initiativen in der Kommune unterstützen und
  • internationale Rahmenabkommen teilen.

Die Initiative steht in Verbindung mit dem 3ten Global Forum for Responsible Management Education und dem Rio+20 Corporate Sustainability Forum sowie einer Partnerschaft von UN Organisationen, die mit universitären Netzwerken kooperieren. Die HEI Deklaration ist ein öffentliches Bekenntnis zu des Aktivitäten, zu denen sich Bildungsinstitutionen im Rahmen ihrer Teilnahme an den PRME und dem Global Compact bekannten.

Weitere Informationen über die Principles for Responsible Management Education (PRME) erhalten sie unter:

www.unprme.org/global-forum/index.php
www.unprme.org/the-6-principles/index.php

Rückblick auf Sustainability Summit in Lüneburg

Der Leuphana Sustainability Summit vom 29.02. bis 02.03.2012 brachte knapp 300 Teilnehmer_innen aus 50 verschiedenen Ländern an der Universität Lüneburg zusammen. Die Konferenz war eine Veranstaltung der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012 „Zukunftsprojekt Erde“. Mit der Reihe fragen die Initiatoren (NaWis-Verbund und Ecornet) nach der Motorfunktion der Wissenschaft auf dem Weg zu einer gesellschaftlichen Transformation in Richtung Nachhaltiger Entwicklung.

Eröffnet wurde der erste Konferenztag mit einer Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen einer Politik für Nachhaltigkeit im 20. Jahr nach Rio an der u.a. Tim Jackson, Angelika Zahrnt und Jürgen Maier teilnahmen. Am Nachmittag wurden die theoretischen und praktischen Anforderungen an eine transdisziplinäre Wissenschaft diskutiert (u.a. mit Beiträgen von Thomas Jahn, Arnim Wiek und Roland W. Scholz ). Arnim Wiek von der School of Sustainability der Arizona State University plädierte für eine Wissenschaft, die aus den Laboren geht und verlernt, was einer Zusammenarbeit mit der Gesellschaft im Weg steht.

Insbesondere am zweiten Konferenztag erörterten die internationalen Experten in einer Reihe von Workshops zu den Themen Biodiversität, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeitspolitik und Transdisziplinarität intensiv den „state of the art“ und machten gleichzeitig immer wieder auf Best- Practice Beispiele im Feld aufmerksam.

Neben der Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse am Morgen des dritten Konferenztages, wurde in den letzten Keynotes des Summits noch einmal die Rolle und Verantwortung von Wissenschaft thematisiert. Aus dem internationalen Kontext präsentierten sich Vorreiterinstitutionen (University of British Columbia/ Kanada), die mit ihrer Arbeit explizit einen „sozialen Wandel“ zum Ziel haben. Neben diesem Wandel, den jede einzelne Organisationen im Wissenschaftssystem anstoßen kann, betonte UBA-Präsident Jochen Flasbarth die Aufgabe von Wissenschaftler_innen: Diese sollten vor allem ihre Ergebnisse in der Komplexität reduzieren und Ratschläge für politische Entscheidungsprozesse möglichst einfach kommunizieren. „Bürokraten können viel mehr verändern, als sie manchmal vorgeben.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auch der Leuphana Sustainability Summit im Zeichen der Veränderung stand: die gewaltigen Herausforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung fordern statt des häufig betriebenen „blame games“ ein „mutual learning“ – ein gemeinsames Lernen aller Akteure aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Daher sprachen die anwesenden Wissenschaftler_innen sich für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Weltrates Nachhaltigkeit aus, wie es in der Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg heißt.

Alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ finden Sie hier.

Neues Präsidium für COPERNICUS Alliance gewählt

Das europäische Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung im Hochschulssystem – COPERNICUS Alliance – ist mit einem neuen Präsidium ins Jahr 2012 gestartet. Bereits auf der jährlichen Vollversammlung im November 2011 in Kerkrade/ Niederlande wurden Prof. Daniella Tilbury (University of Gloucestershire, UK) als Präsidentin und Dr. Clemens Mader (Universität Graz, Österreich) als Vize-Präsident gewählt. Das neue Team will sich für weitere Aktivitäten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, den Transfer der Ergebnisse von Rio + 20 für das Hochschulsystem und die Verbreiterung des Netzwerks in Europa engagieren.

Die Mitglieder der COPERNICUS Alliance verschreiben sich der COPERNICUS Charta, eine Selbstverpflichtung für Nachhaltige Entwicklung, die bisher 326 Hochschulen unterzeichnet haben. Die im Jahr 2011 aktualisierte Fassung der COPERNICUS Charta 2.0 kann unten heruntergeladen werden. Eine Teilnahme an einem der stärksten europäischen Netzwerke für eine Nachhaltige Wissenschaft bietet Hochschulen nicht nur freien Zugang zu relevanten Informationen, sondern auch die Teilnahme an den spannenden Veranstaltungen des Netzwerks.

Download der COPERNICUS Charta 2.0:

COPERNICUS Charta 2.0

„Evidence for Sustainable Development“ – Konferenz des Forschungszentrums für Umweltpolitik der FU Berlin und des Network of Excellence LIAISE

Das Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin und das LIAISE (Linking Impact Assessment Instruments to Sustainability Expertise) Network of Excellence laden am 5. und 6. Oktober 2012 in Berlin zur 11ten Konferenz der Reihe Conferences on the Human Dimensions of Global Environmental Change ein. Die Themen der Konferenz sind die Wissensbasierung von politischen Entscheidungen für eine Nachhaltige Entwicklung, die Konstruktion von wissenschaftlichem Wissen („evidence“) und die Wege, wie solches Wissen in politischen Entscheidungen genutzt wird.

Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftler_innen verschiedener Fachrichtungen und Forschungsgebiete, die Wissen produzieren, welches zur Unterstützung der Entscheidungsfindung für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann, zusammenzubringen mit jenen Wissenschaftler_innen, die über die Nutzung dieses Wissens forschen. Darüberhinaus sind politische Entscheidungsträger_innen und Praktiker_innen, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik arbeiten oder sich mit dem Umgang mit wissenschaftlichem Wissen in der Politik befassen, herzlich eingeladen. 

Abstracts für Papers können bis zum 1. April 2012 eingereicht werden. Alle Einreichungen werden von einem internationalen Review-Team begutachtet. Die Bekanntgabe des Reviews wird spätestens zum 30. Juni 2012 per E-Mail mitgeteilt. Die vollständigen Papers werden bis zum 15. September 2012 erwartet.

Weitere Informationen zu den Konferenzthemen entnehmen Sie dem Call for Papers.
Zu den allgemeinen Informationen zur Konferenz besuchen Sie bitte die Website: http://www.berlinconference.org/2012/

Stellenausschreibungen der School of Sustainability der Arizona State University

Die Arizona State University schreibt bis zu drei Professorenstellen (zum Teil als Juniorprofessur) im Rahmen eines innovativen und interdisziplinären Studienprogramms für Nachhaltigkeit aus. Die School of Sustainability ist Teil des Global Institute of Sustainability und bearbeitet mit ihren transdisziplinären Lehr- und Forschungsaktivitäten ein weites Spektrum globaler Herausforderungen (Energie, Materialflüsse, Technologie, Wasser, internationale Entwicklungen, Ökosysteme, soziale Transformationen, Ernährung und Politik).

Es werden WissenschaftlerInnen mit folgendem Profil gesucht:

1. vorrangige Forschungs- und Lehrerfahrung im Bereich Nachhaltiger Entwicklung, 
2. methodologische Expertise in Fragen der Erfassung und Bewertung, Entscheidung und Planung, sowie  Intervention und Evaluation von Prozessen nachhaltiger Entwicklung,
3. Erfahrung in der Beteiligung von Akteuren aus der Gesellschaft in Forschungs- und Problemlösungsprozessen,
4. großes Interesse an innovativen Lehrmethoden (Problem- und Projektorientiertes Lernen, transformatives Lernen, kooperatives Lernen).

Die Ausschreibung findet sich unter: https://academicjobsonline.org/ajo/jobs/1331

Bewerbungen können, trotz angegebenem Bewerbungsschluss für die erste Runde, auch weiterhin eingereicht werden.

Europäische Geistes- und Sozialwissenschaftler fordern in offenen Brief an Forschungskommissarin Maire Geoghegan-Quinn eine stärkere Berücksichtigung der Sozialwissenschaften im 8. Forschungsrahmenprogramm

In einem offenen Brief an Forschungskommissarin Maire Geoghegan-Quinn fordern über 20.000 europäische Geistes- und Sozialwissenschafter(innen) eine stärkere Berücksichtigung der Geistes- und Sozialwissenschaften im kommenden 8. Forschungsrahmenprogramm. So waren im 7. Rahmenprogramm vom Gesamtvolumen von 55 Mrd. Euro nur ein gutes Prozent (600 Mio. Euro) für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung vorgesehen. Gerade wenn die „Grand Challenges“ (d.h. die großen gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Klimawandel, Energieversorgung, Gesundheit, …) neben der Exzellenzforschung sowie der Förderung von Schlüsseltechnologien im 8. Forschungsrahmenbprogramm die zentrale dritte Säule der Förderung darstellen, so ist dies ohne eine umfassende Berücksichtigung sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung nicht möglich.

Weitere Informationen zum offenen Brief und der Liste der Unterzeichner(innen) sowie der den Brief unterstützenden Netzwerke finden sich unter: http://www.eash.eu

Öffentlicher Konsultationsprozess der European Research Area (ERA) zum neuen ERA-Framework läuft noch bis zum 30.11.2011

Noch bis zum 30.11.2011 läuft die öffentliche Konsultation der European Research Area (ERA) zu ihrem neuen Rahmenprogramm. Unter http://ec.europa.eu/research/era/consultation/era_consultation_en.htm können noch bis zum 30.11.2011 Eingaben von Bürgern, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen gemacht werden. Das Fragen- und Eingabespektrum umfasst das europäische Forschungssystem insgesamt, erlaubt es aber, notwendige Impulse im Hinblick auf einer stärker transformative Forschung deutlich zu machen.

Bündnis von rund 100 europäischen zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert Neu-Orientierung der europäischen Forschungspolitik

In einem offenen Brief an Kommissions-Präsident Barroso haben rund 100 europäische zivilgesellschaftliche Organisationen kurz vor der Sommerpause eine Reorientierung in der europäischen Forschungspolitik gefordert. Unter dem provokanten Titel „Public Research should benefit Society, not Big Business“ fordern sie für die Ausgestaltung des nächsten 8. EU-Forschungsrahmenprogramms (2014-2020) insbesondere die Abwendung von einer einseitig technologisch-orientierten Fixierung der Forschungspolitik und mehr Transparenz und demokratische Teilhabe bei der Entscheidung über Forschungsfonds.

Die Kritik der Autoren des offenen Briefes weist durchaus viele Überschneidungen mit den wissenschaftspolitischen Forderungen im aktuellen WBGU-Gutachten auf.

American College & University Presidents´Climate Commitment (ACUPCC) mit weit über 600 Unterzeichnern

Das Ende 2006 initiierte „American College & University Presidents´Climate Commitment (ACUPCC)“ ist inzwischen von weit über 600 Hochschul-Präsidentinnen und Präsidenten in den USA unterschrieben worden.

In dem Commitment verpflichten sich die Hochschulleitungen zu umfassenden Klimaschutz auf dem Campus und der Aufstellung eines CO2-Inventars. Zudem erklären sie die Bereitschaft, innerhalb von zwei Jahren einen klimaneutralen Campus umzusetzen. Mit dem Commitment ist weiterhin die breite Integration von Nachhaltigkeits-Inhalten in das Curriculum der jeweiligen Hochschule verbunden.

Die ACUPCC veranstaltet neben regionalen Treffen einmal jährlich einen „Climate Leadership Summit“ und publiziert regelmäßig einen Jahresbericht Ihrer Aktivitäten.

Call for applications für neue Regional Centres of Expertise on Education for Sustainable Development (RCEs)

Die United Nations University hat den diesjährigen Call for Applications für Regional Centres of Expertise on Education for Sustainable Development (RCEs) ausgesendet. Das 2005 im Rahmen der UN Dekade BNE initiierte RCE Netzwerk umfasst heute bereits 85 RCEs in Asien, N & S Amerika, Afrika, Europa und Australien. RCEs stellen auf lokaler/regionaler Ebene ein Netzwerk aus Hochschulen, formalen & non-formalen Bildungseinrichtungen, NGOs, GOs und Unternehmen dar. In diesem Netzwerk werden neue Nachhaltigkeitsinitiativen initiiert sowie werden international Forschungskooperationen zur gegenseitigen Unterstützung eingeleitet.
Im D-sprachigen Raum gibt es bereits in den folgenden Regionen RCEs:
Deutschland: München, Nürnberg, Hamburg, Vechta,
Österreich: Graz-Styria, Vienna
Niederlande: Rhine Meuse (Länderübergreifend B/NL/D)

Nähere Informationen zum Einreichverfahren finden sie unter: www.ias.unu.edu/efsd und auch ich stehe gerne für Fragen zur Verfügung.

Bei Interesse sollte dieses bereits bis zum 11. April an das Global RCE Service Centre (siehe Link) bekannt gegeben werden. Danach bekommt man vom Service Centre sowie auch von bereits bestehenden RCEs Unterstützung im Aufbau und der Entwicklung der Application.

Französische Förderagentur legt Programm „Innovative Gesellschaften“ auf

Die französische Förderagentur (Agence Nationale de la Recherche) hat ein umfassendes Förderprogramm „Innovative Gesellschaften“ aufgelegt. Das Programm folgt einem erfrischend weiten Innovationsverständnis und fühlt sich einem umfassenden interdisziplinären Ansatz verpflichtet. Einige Hintergrundinformationen zur Agentur finden sich hier.

Krisen öffnen Augen ? ein Blick auf den wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs in Indien: Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung in der Wissenschaft?

Die Länder der sog. Dritten Welt sind in besonderem Maße von den negativen Auswirkungen verantwortungsloser, wirtschaftlicher Verwertungslogik betroffen, die sich verstärkt auch im Bildungssektor bemerkbar macht. Zwar ist nicht abzustreiten, dass auch die hiesige Wissenschaft kritische Stimmen und Theorien zulässt und teils auch fördert, der Grundtenor von Effizienz und Verwertbarkeit ist jedoch nicht zu überhören.
Kaum verwunderlich dürfte daher sein, dass Länder, in denen dieses System die existenziellen Grenzen von Menschen antastet, der Diskurs über alternative, normative Prämissen umso stärker ausgeprägt ist.

Südamerika und Indien stellen hier wohl die prominentesten Vertreter dar, aber auch islamische Länder weisen ein grundsätzlich anderes Verständnis von Wissenschaft auf, wenn auch mit anderer Motivation. Vergessen sei an dieser Stelle aber nicht, dass auch in diesen Ländern viele Universitäten sich dem globalen, technologischen Innovationswettbewerb verschrieben haben.

Eine diskursive Trias von Sozialismus, islamischer Ökonomie und Neoliberalismus lässt sich gut in den verschiedenen Ausrichtungen der Wirtschaftswissenschaften in Indien beobachten. Einige Universitäten, insbesondere im Bundesstaat Kerala, aber bspw. auch die Jawaharlal University in Neu Delhi verfolgen eine stark sozialistisch geprägte Linie, Tendenzen zur islamischen Ökonomie finden sich besonders im Norden in Staaten mit einem hohen Anteil der muslimischen Bevölkerung. Das neoklassische Dogma der perfekten Berechenbarkeit findet insbesondere in den großen, international renommierten Universitäten seinen Platz. Und je nach dem welche normative Zielsetzung man zugrunde legt und die hierzu entsprechenden Zahlen benutzt, findet jede dieser Denkschulen ihre Legitimation.
Unter Berücksichtigung sozialer Kriterien wie Kindersterblichkeit, Lebenserwartung oder Bildungsgrad kann die sozialistisch orientierte Politik Keralas im landesweiten Vergleich eine sehr gute Bilanz ziehen. Die Neoklassiker sehen ihre Bestätigung in den hohen Wachstumsraten des BIP. Islamische Ökonomen berufen sich auf die Stabilität islamischer Finanzinstitutionen in der Finanzkrise.
Amartya Sen, der 1998 für seine Arbeiten zu Wohlfahrtsökonomie und seine Theorien zu wirtschaftlichen Entwicklung und zu Lebensstandard den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt, mag wohl das bekannteste Beispiel dafür sein, wie wichtig ein Blick über die starren, disziplinären Grenzen einer Wissenschaft sein kann. Er studierte Wirtschaft und Philosophie und konnte die sozialen Realitäten in Indien bzw. Bangladesch hautnah miterleben. Dies alles mag seinen Beitrag dazu geleistet haben, dass er ein erweitertes Verständnis von Wirtschaft entwickelte, das eine tiefergehende Dimension als das Messen monetärer Werte umfasst. Maßgeblich wirkte er beispielsweise auch an der Erarbeitung des Human Development Index mit.

Im Hinblick auf die ?Nachhaltigkeit? in der Wissenschaft ist spannend, mit welcher Offenheit die Diskussion über diese Denkrichtungen und deren zugrunde liegenden normativen Prämissen geführt wird, da keine der ökonomischen Schulen in einem Monopolanspruch überzeugend ist.
In Ländern wie Indien stoßen die perfekt konstruierten, modellhaften Systeme unübersehbar an ihre Grenzen. Die islamische Ökonomie ist vielleicht sogar die nachhaltigste, da sie ihre Prämissen ständig neu von einer islamischen Rechtsinstanz bewerten lässt. Allgemeine Gültigkeit wird dies für den weit größeren Hindu-Anteil in der Bevölkerung jedoch kaum suggerieren. In Kerala geht es den Menschen zwar gut, aber nur so lange der Strom der Gelder gut gebildeter, keralischer Gastarbeiter in den Golfstaaten ins Land strömt. Global ?wettbewerbstauglich? sind die Keraler mit ihren starken Gewerkschaften nämlich kaum. Verfechter des freien Marktes sehen sich rekordverdächtigen Selbstmordstatistiken verarmter Bauern, einem verkümmernden Agrarsektor im Angesicht schwankender Weltmarktpreise und gesunkenen Reallöhnen gegenüber. Klima- und Ressourcenproblematik kommen hinzu. Derartige Bedingungen fördern auf natürliche Weise den Diskurs.

Krisen, wie die Finanz- und die androhende Klimakrise, sollten auch bei uns dazu beitragen, den Diskurs über normative Grundkonzeptionen von Wissenschaft neu zu eröffnen und nie wieder zu schließen. Aber wahrscheinlich ist das ein nur zu menschliches Phänomen: solange es gut läuft, hat die Wissenschaft recht und Kritiker werden müde belächelt.
Hier liegt die große Herausforderung einer wirklich nachhaltigen Wissenschaft: Stete Entwicklung durch immer wiederkehrenden kritische Reflexion des eigenen Tuns.
Ein Argument für mehr Ethik in den Wissenschaften!

Europäische „Innovationsunion“ konzentriert sich insbesondere auf Innovationsherausforderungen im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich

Anfang Oktober hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag einer „Innovationsunion“ als einen Baustein zur Umsetzung der Europa 2020-Strategie (in der ein „smart, sustainable and inclusive growth“ als Politikziel eine zentrale Rolle spielt) vorgelegt. Die Innovationsunion folgt der schon mit der Lissabon-Strategie eingeschlagenen Richtung, die künftige Forschungspolitik so auszurichten, dass aus der Forschung schneller marktfähige Produkte und Dienstleistungen und werden und so zur Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Europa beitragen. Interessant dabei ist jedoch, dass im Rahmen dieser Strategie ökologische Herausforderungen wie Klima, Energie, Wasser, Ressourcenknappheit, nachhaltige Landwirtschaft und intelligente Städte im Zentrum stehen (vgl. die Ankündigung der Kommission vom Oktober 2010). Es lohnt sich daher zu verfolgen, ob die Instrumente der Innovationsunion im ab 2013 anstehenden 8. Forschungsrahmenprogramm Ansätze für eine durchaus transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft bieten.

Hochschulen Europas werden gemeinsam für nachhaltige Entwicklung aktiv: Die COPERNICUS Alliance

Die neu gegründete COPERNICUS Alliance vereint europäische Hochschulen in einem Netzwerk um gemeinsam Aktivitäten für nachhaltige Entwicklung zu setzen. Seit dem Startschuss im Rahmen des Kick-Off-Workshops im Juli in Graz ist das Netzwerk auf aktuell 15 Mitgliederinstitutionen aus 7 Nationen angewachsen.
Grundlegend für die Entstehung der COPERNICUS Alliance war die COPERNICUS Charta, die bereits 1993 von der Europäischen Hochschulrektorenkonferenz entwickelt und bis 2005 von 326 Universitäten unterzeichnet wurde. Eine der ersten Aktivitäten der aktuellen Mitglieder ist eine Überarbeitung der Charta, die dem Wandel der Zeit Rechnung trägt und die Grundlage für die Ziele des Netzwerks bilden kann. Die Vision der COPERNICUS Alliance ist es, eine nachhaltige Entwicklung im Rahmen des europäischen Hochschulsektors zu fördern, indem Bildung und Forschung gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren entsprechend weiterentwickelt werden.
Die COPERNICUS Alliance ist Ergebnis und Reaktion auf die stetig wachsende Bedeutung von Hochschulaktivitäten im Horizont nachhaltiger Entwicklung weltweit und stellt auf europäischer Ebene ein ähnliches Netzwerk dar, wie etwa AASHE (Association for the Advancement of Sustainability in Higher Education) in Nordamerika oder ProSPER.Net (Network for the Promotion of Sustainability in Postgraduate Education and Research) im Asien-Pazifik-Raum.
Die die nächsten Schritte des wachsenden Netzwerkes zielen auf Aktivitäten innerhalb der bestehenden Arbeitsgruppen zu Themen wie „Innovative Teaching & Learning“, „Implementation of Sustainability in Universities“, „Students Involvement“, „Research“ sowie auf die Organisation von speziellen Veranstaltungen für COPERNICUS Alliance Mitglieder ab.

Nähere Informationen zum Netzwerk gibt es auf der Website www.copernicus-alliance.org

5. internationale Barcelona-Konferenz des „Global University Network on Innovation“ (GUNI) widmet sich dem Thema „Higher Education´s Commitment to Sustainability: from Understanding to Action“

Die 5. Barcelona-Konferenz des GUNI-Netzwerkes ist vom 23.-25.11.2010 dem Thema Nachhaltigkeit im Hochschulsektor gewidmet. Das GUNI-Netzwerk wurde 1999 von der UNESCO, der United Nations University (UNU) und der technischen Universität von Katalonien (UPC) im Jahr 1999 im Anschluss an die UNESCO-Weltkonferenz on „Higher Education“ im Jahr 1998 gegründet. Es setzt sich aus den weltweiten UNESCO-Lehrstühlen zusammen und umfasst 179 Institutionen aus 68 Ländern. Ziel des GUNI-Netzwerk ist es, die Rolle der Higher Education in der Gesellschaft zu stärken.

Die 5. Barcelona-Konferenz wird einen umfassenden Überblick über den Stand der Nachhhaltigkeitsorientierung im Hochschulsektor in allen Weltregionen geben und zukünftige Perspektiven aufzeigen.

ICSU/ISSC-Bericht: Grand Challenges in Global Sustainability Research: A Systems Approach to Research Priorities for the Decade

Der International Council for Science (ICSU) hat mit dem International Social Science Council (ISSC) einen umfassenden Visioning-Prozeß zur Ermittlung der zentralen Herausforderungen einer zukünftigen Nachhaltigkeitsforschung initiiert. Der Endbericht „Grand Challenges in Global Sustainability Research: A Systems Approach to Research Priorities for the Decade“ liegt seit Sommer vor und zeichnet einen Outline für die künftige Sustainability-Forschung.

Fünf zentrale Challenges werden dabei identifiziert:
Challenge 1: Forecasting
Challenge 2: Observations
Challenge 3: Thresholds
Challenge 4: Responses
Challenge 5: Innovation

Die Herausforderungen 4 und 5 widmen sich dabei den konkreten Übergangsprozessen zu nachhaltigen Gesellschaften.
Die ICSU und ISSC-Initiative bildet auch eine wichtige Rahmung für die künftige deutsche Nachhaltigkeitsforschung

COPERNICUS Alliance Workshop vom 02.-03.07.2010 in Graz

Vom 02.-03.07.2010 findet an der Universität Graz ein COPERNICUS Alliance-Workshop statt. Er soll die mit der COPERNICUS-Charta initiierte Idee europäischer Nachhaltigkeitshochschulen in einem Kreis engagierter Vorreiterhochschulen auf neue Beine stellen.

Zentrale Elemente des internationalen Workshops werden sein:
„- to inform about the aims, vision, opportunities and recent development of the COPERNICUS Alliance
– to work on an update of the COPERNICUS Charta to adopt it according to actual and future requirements of the European Higher Education area and
– to establish European working groups in various fields of Higher Education for Sustainable Development like for example: European higher education policy, student entrepreneurship, funding strategies etc.“

Das Programm des Workshops kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen sind erhältlich über die E-Mail-Adresse office@copernicus-alliance.org

Europäischer Think Tank Bruegel fordert mehr Investitionen für Nachhaltigkeitsforschung

In einem Research-Paper des Brüsseler Think Tanks Bruegel fordern die Harvard-Forscher Philippe Aigon und David Hemous sowie die Professorin an der KULeuven Reinhilde Veugelers einen erheblichen Ausbau der nachhaltigkeits-orientierten Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Sie stellen fest: „Public R&D spending for the environment and energy efficiency constitutes a very minor share of total public R&D spending.“ Insbesondere argumentieren Sie in dem Beitrag gegen die Annahme, alleine hohe CO2-Preise würden die nötigen Innovationen befördern: „Current approaches to green growth are oversimplified, and largely disregard the innovation factor.“ Das Papier ist damit auch ein interessanter Beitrag zu der von Hans Werner Sinn angestossenen Debatte über das „Grüne Paradoxon“ – auch wenn das Papier letztlich einem sehr technologischem Innovationsverständnis verhaftet bleibt. Download auf der Homepage von Bruegel.

„European Sustainability Science Group“ (ESSG) – Motor für eine ambitionierte Nachhaltigkeitswissenschaft auf europäischer Ebene

Mit der „European Sustainability Science Group“ (www.essg.eu) hat sich dieses Jahr eine Initiative auf europäischer Ebene gegründet, die auf die stärkere Verbreitung und Verankerung einer transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung im europäischen Wissenschaftssystem zielt. Die Mitglieder der ESSG stammen aus führenden Nachhaltigkeits-Forschungseinrichtungen und -Universitäten u.a. aus den Niederlanden, der Schweiz, Schweden, England und Deutschland. Mit ihren Themen und Aktivitäten zielt die ESSG auf Veränderungen im europäischen Wissenschafts- und Fördersystem, die die Spielräume für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschafts erweitern.

Weissbuch „Zukunft Bildung Schweiz“ der schweizerischen Akademien der Wissenschaften

Die schweizerischen Akademien der Wissenschaften haben gerade das Weissbuch „Zukunft Bildung Schweiz“ vorgelegt und entwickeln darin eine Vision 2030 für das schweizerische Bildungssystem und eine Roadmap zur Erreichung dieser Vision (Download des Weissbuches). Eindrucksvoll ist neben dem integrierten Charakter des Ansatzes, der alle Bildungsstufen von der Vorschule bis zur Hochschule umfasst, die Tatsache, dass auch das Leitbild „Nachhaltigkeit“ sowohl bei den Randbedingungen (S. 8/9) als auch beim Szenario 2030 (S. 17/18) eine wichtige Rolle spielt. Die Entwicklung eines solchen Weissbuches für Deutschland wäre eine interessante Herausforderung – stellt sich die Frage, wer angesichts der föderalen Zuständigkeit Autor eines solchen Denkanstosses sein könnte/sein sollte.