Global Sustainability Research Conference 2015: The Interface between Sustainability Research and Policy

Vom 26. bis 27. Januar 2015 wird in Cambridge/ UK die 2. internationale „Global Sustainability Research Conference“ stattfinden. Auf der Konferenz sollen gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und der Zivilgesellschaft die Schnittstellen zwischen Nachhaltigkeitsforschung und Politik diskutiert werden. Abstracts zu Beiträgen können bis zum 17.10. in folgenden fünf Themenschwerpunkten eingereicht werden.

  • Improving the evidence for action
  • Dealing with uncertainty
  • Sustainability policy in 2015
  • Exploring the policy / research interface
  • Achieving impact through communication and dialogue

Mehr Informationen finden Sie hier.

Internationale Studie zu Higher Education for Sustainable Development

Ein internationales Expertenkonsortium aus österreichischen, deutschen und japanischen Hochschulen, sowie der International Association of Universities führt derzeit eine Studie zum Stand der Integration Nachhaltiger Entwicklung in Hochschulen durch. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und dem Übergang in das kommende Weltaktionsprogramm soll die Befragung Erkenntnisse zum Stand, den relevanten Stakeholdern und den Erfolgskriterien für eine Integration von Nachhaltiger Entwicklung in der internationalen Hochschullandschaft geben und Empfehlungen zu weiteren Strategien generieren.
Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Bericht zu europäischen Entwicklungen der Citizen Science

Die europäische Debatte um Citizen Science gewinnt Kontur und Kraft – dies zeigt ein aktueller Bericht des Joint Research Centre der Europäischen Kommission, Institute for Environment and Sustainability. Der Bericht stellt eine Zusammenfassung der Beiträge auf einem europäischen Summit zu Citizen Science and Smart Cities im Februar in Italien dar. Neben einer Vorstellung von 28 laufenden europäischen Citizen Science Projekten, werden in dem Bericht konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Citizen Science in Europa abgegeben. Diese umfassen neben konkreten Empfehlungen zu Veröffentlichungsstrategien von Forschungsergebnissen, auch die Differenzierung in verschiedene Arten der Citizen Science. Nach Haklay (2011) werden in dem Bericht verschiedene Formen der Citizen Science Projekte unterschieden: 1. Crowdsourcing, 2. Distributed Intelligence, 3. Participatory Science und 4. „Extreme Citizen Science“, die eine gleichberechtigte Kooperation mit Laien-Wissenschaftlern bei Problemdefinition, Datenkollektion und -analyse beschreibt (vgl. Report, S. 41). Insbesondere diese letzte Form der Citizen Science bietet auch für die deutsche Diskussion einen spannenden Impuls und schafft Anschluss an die differenzierte methodische Diskussion innerhalb der transdisziplinären Forschung. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden:

13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“

Vom 30. Juni bis 02. Juli 2014 findet an der Universität Wien das 13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“ (SDN) statt. Das Netzwerk beschäftigt sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, sowie Technikfolgenabschätzung. Das diesjährige Treffen wird entlang der drei Themenschwerpunkte „institutions“, „citizenship and partizipation“ und „communication and representation“ ausgerichtet. Die OrganisatorInnen laden dazu ein Paper-Abstracts (300 Wörter), die Bezug zu einem der drei Schwerpunkte, haben bis zum 15. März einzureichen. Vor allem WissenschaftlerInnen, die im letzten Jahrestreffen nicht präsentiert haben, werden die Möglichkeit haben ihre Forschungsarbeiten vorzustellen. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrikatage des BMBF

Am 17. und 18. März 2014 findet im Berlin Congress Center die Veranstaltung „Deutsch- Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrika-Tage des BMBF“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stehen aktuelle Forschungsinitiativen des BMBF in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern. Schwerpunktthemen sind Bioökonomie, Gesundheit, Umwelt sowie die Beiträge von Bildung und Forschung zu gesellschaftlichen Umbrüchen. Im Rahmen von Fach-Workshops werden deutsche und afrikanische Expertinnen und Experten die für ihren Themenbereich interessanten Fragen diskutieren. Darüber hinaus wird ein fächerübergreifender Diskurs zu übergreifenden Querschnittsthemen stattfinden, der in gemeinsamen Empfehlungen für die Politik münden wird.

Die Einladung und das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Workshop TransformationTransformationsworkshop_vorläufiges Programm

Offener Brief der Early Career Scientists zum neuen Forschungsprogramm Future Earth

Im Anschluss an den German Future Earth Summit im Januar 2014 fand das Early Career Scientists (ECS) Netzwerktreffen statt, an dem über 50 WissenschaftlerInnen verschiedener Fachgebiete teilgenommen haben. Eingeladen waren alle DoktorandInnen, Post-Docs, NachwuchsgruppenleiterInnen, Junior-ProfessorenInnen und frischberufene ProfessorInnen, die Interesse an einer Vernetzung und Austausch im Rahmen von Future Earth haben. Während des Workshops wurde über Ziele und Aufgaben, eine mögliche Governance-Architektur des ECS Netzwerkes sowie über eine Petition von jungen WissenschaftlerInnen an das das Deutsche Komitee Nachhaltigkeitsforschung (DKN) in Future Earth diskutiert. Diese nun überarbeitete Petition soll an das nationale Future Earth Komitee (DKN) übermittelt werden. Darin fordern die Early Career Scientists eine aktive Einbeziehung der jungen WissenschaftlerInnen-Generation in das DKN.

Den offenen Brief an das DKN finden Sie hier:

FutureEarth Young ScientistsPetition_DE

Wenn Sie das Anliegen der Early Career Scientists unterstützen wollen, senden Sie bitte den offenen Brief formlos, aber unter Angabe des Namens und der Institution, bis spätestens 01.03.2014 an: ecsfutureearth@gmail.com.

German Future Earth Summit 2014 – Ein Veranstaltungskommentar von Steffi Ober aus der Perspektive der Zivilgesellschaft

Dr. Steffi Ober Dr. Steffi Ober

NABU/ Plattform Forschungswende

Diskussionbeiträge zur Nachhaltigen Wissenschaft


Die Future Earth Forschung beschäftigt sich mit Themen und Problemstellungen, die inter- und transdisziplinär gelöst werden sollen. Sie sieht ihren Schwerpunkt darin, Lösungsansätze zu formulieren, damit sich Gesellschaft und Institutionen global nachhaltig entwickeln. Die Themenschwerpunkte liegen auf „Dynamic Planet“, die Frage wie ein „safety space for humanity“ in Anlehnung an das Rockström Modell gesichert werden kann. Ein zweiter Schwerpunkt „Globale Entwicklung“ stellt die gerechte Verteilung von ökologischen und ökonomischen Ressourcen in den Mittelpunkt“ und ein dritter Schwerpunkt betrachtet die Transformation, und die Entwicklung von Narrativen, Normen und Werten ebenso wie Technologien, um eine nachhaltige Zukunft zu befördern. Mit dem ersten German Future Earth Summit vom 27. bis 28.01.2014 in Berlin wurde der Raum für einen inhaltlichen Austausch von interessierten Akteuren geschaffen.

Prof. Dr. Frans Berkhout, der Interims Direktor von Future Earth, betonte in seinem Eingangsvortrag, dass sich das Future Earth Projekt als Brückenbauer verstehe. Damit eine nachhaltige Zukunft entstehen könne, müsse man Möglichkeiten für fundamentale Änderungen und transitions schaffen. Es ginge darum „Science to Society“ aber auch „Society to Science“ zusammen zu denken. Für das Deutsche Future Earth Committee betonte Prof. Dr. Martin Visbeck ebenso, dass sich das Projekt als Plattform für Co-Design, Co-Produktion und Co-Kommunikation von Wissen verstehe und dass es nun darum gehe, diesen Anspruch mit konkreten Ideen und Projekten zu unterfüttern.

Die folgende Podiumsdiskussion zeigte jedoch vor allem auf, wie schwer es in der wissenschaftlichen Community nach wie vor ist, interdisziplinär zusammen zu kommen. Es mangelt nach Ansicht der Diskutanten an Räumen, Anreizen und Karrieremöglichkeiten. Der Schritt weiter hin zu externen Akteuren, dem vielbeschworenen Stakeholderdialog, erscheint dann noch schwieriger und vor allem noch viel ungeübter. Als einzige außerwissenschaftliche Akteure in der gesamten Tagungsregie saßen ein Vertreter der Munich Re sowie eine Vertreterin des BMU, also aus Wirtschaft und Politik, am Montag morgen auf dem Podium. Dr. Ebernhard Faust von der Münchner Rückversicherung machte seinen Standpunkt deutlich. Es mangele der Wissenschaft an Praxisbezug und an einer visionären Praxis, was man gemeinsam mit den Stakeholdern erreichen wolle. Das Co-Design habe noch einen langen Weg, um in den Köpfen der Wissenschaftler anzukommen. Dabei forderte er, dass zu Beginn eines jeden wissenschaftlichen Projektes eine gemeinsame Problemformulierung mit den Stakeholdern passieren müsse. Die Multiperspektivität, die verschiedenen Systemlogiken aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, müsse explizit gemacht und ausgehandelt werden, wenn man gemeinsam etwas erreichen will.

Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Herausforderungen für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Die GIZ lädt am 27.02. von 10 bis 13Uhr in Eschborn ein zu einem Fachgespräch: „Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Welche Herausforderungen stellen sich für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und EZ?“. Dr. Anja Christinck und Prof. Dr. Martina Padmanabhan werden auf dem Fachgespräch einen Einblick in ihr neues Buch „Cultivate Diversity!“ geben und mit anderen ExpertInnen die Anforderungen an gelungene Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis in der Landwirtschaft diskutieren.

„Die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme erfordert die Zusammenarbeit vielfältiger Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern. Wie müssen Forschungs- und Innovationsprozesse jetzt und in Zukunft gestaltet werden, damit sie sinnvoll dazu beitragen können? In dem Fachgespräch werden aktuelle Erfahrungen aus den Themenbereichen internationale Agrarforschung, Anpassung an den Klimawandel und Agrobiodiversität vorgestellt und diskutiert.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung gebeten unter: sarah.schielinsky@giz.de

Ein Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Fachgespräch und Buchvorstellung

„World Symposium on Sustainability at Universities“ vom 03. bis 05.09.2014 in Manchester

Vom 03. bis 05. September 2014 wird in Manchester/ Großbritannien das World Symposium on Sustainability at Universities (WSSD-U-2014) stattfinden. Es stellt ein Follow-up eines Side-Events in Rio de Janeiro 2012 dar. Ein Call for Papers  für die Konferenz ist nun freigeschaltet. Die VeranstalterInnen laden qualifizierte WissenschaftlerInnen, Forschungsgruppen und Studierende ein Beiträge zu Projekten der Nachhaltigkeitsforschung einzubringen, speziell zu „curriculum greening“ und Campusaktivitäten in dem Kontext Nachhaltigkeit und Hochschulen. Die Abstracts im Umfang von 200 Wörtern sollen bis zum 30. Januar 2014 eingereicht werden.
 
Ein Ergebnis des WSSD-U-2014 wird ein Buch zu „Transformative approaches to sustainable development at universities: working across disciplines” (peer-reviewed) sein. Mehr Informationen zu dem Call for Paper und der Konferenz erhalten Sie hier.

Bürgeruniversität an der Bradford University gegründet

In Bradford (Großbritannien) hat sich eine „Community University“ gegründet – unterstützt vom International Centre for Participation Studies (ICPS) am Institut für Friedensforschung der Bradford University. An ihr sollen unterschiedliche Wissensformen im Sinne einer Co-Production von WissenschaftlerInnen und Community-Stakeholdern zusammengebracht werden. Bereits die Idee und Konzeption der Community University wurde im engen Austausch der verschiedenen Beteiligten entwickelt und war ein Ergebnis einer Studie über „Macht in der Gemeinschaft“. Neben laufenden Veranstaltungen, baut die Community University aktuell einen Ort der Begegnung im Northern College auf.

Die Idee der „Bürgeruniversität“ gewinnt aktuell international immer mehr an Gewicht. Die Aufnahme gesellschaftlicher Frage- und Problemstellungen und die gemeinsame Bearbeitung dieser Themen auf Augenhöhe mit Praxispartnern bringt einen entscheidenden Mehrwert hinsichtlich der „sozialen Robustheit“ des generierten Wissens.

Mehr über die Community-University in Bradford können Sie hier lesen.