Auftaktveranstaltung zum Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert ab Januar 2015 sieben Reallabore, bei denen Wissenschaft und Partner wie Kommunen, Verbände und wirtschaftliche Akteure gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen im Land wissenschaftlich bearbeiten. Themen sind unter anderem nachhaltige Mobilitätsstrukturen, nachhaltige Stadtentwicklung, der Nationalpark Nordschwarzwald oder nachhaltiger Textilkonsum. Zum Start der Projekte lädt das Ministerium zu einer öffentlichen Veranstaltung, in der die Reallabore vorgestellt und die Besonderheiten dieser Forschung in ihren Teilaspekten beleuchtet werden: BaWü-Labs GO! Start der Reallabore für den Wandel zur Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg am Donnerstag, 30. April 2015, 13.00 – 18.00 Uhr in der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Um Anmeldung wird gebeten bis 21. April 2015 unter: nachhaltigkeit@mwk.bwl.de

NRW-Wissenschaftsministerin Schulze zeichnet das Wuppertal Institut als Ort des Fortschritts aus

Das Wuppertal Institut wurde von der Wissenschaftsministerin Nordrhein-Westfalens, Svenja Schulze, als „Ort des Fortschritts NRW 2014“ ausgezeichnet. Zusammen mit dem NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin vergibt die Wissenschaftsministerin diese Auszeichnung an Einrichtungen, denen es in hervorragender Weise gelingt, im Rahmen ihrer Projekte ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und Lösungsbeiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessern. 121 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2013/2014“ beworben, 19 wurden ausgewählt. Die Auszeichnung ist Teil der landesweiten Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“. Anlässlich der Auszeichnung sagte Svenja Schulze: „Das Wuppertal Institut liefert äußerst wichtige Impulse für die Wissenschafts- und Innovationslandschaft in NRW und stößt Projekte an, die den Klima- und Umweltschutz voranbringen“. Sie verwies auf die vielen wichtigen Forschungsprojekte für das Land, insbesondere aber auch in Zusammenarbeit mit Städten in NRW.

Die Pressemitteilung zur Auszeichnung können Sie hier einsehen.

Ergebnisse des aktuellen Wissenschaftsbarometers online

Zeitgleich zum Forum Wissenschaftskommunikation in Berlin wurde die Herbstumfrage des Wissenschaftsbarometers veröffentlicht. Sie zeigt, wie bereits die letzte Umfrage des Wissenschaftsbarometers, erneut das hohe Interesse von BügerInnen an Forschung. Das Wissenschaftsbarometer ist eine repräsentative Umfrage, über die die Dialogplattform „Wissenschaft im Dialog“ zweimal jährlich die Einstellung der Bevölkerung zu Wissenschaft und Forschung ermittelt. 84 % der Befragten betrachten die Rolle der Wissenschaft und Forschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, beispielsweise der Stadtentwicklung, als ziemlich/ sehr wichtig. 47% der Befragten sind der Meinung, dass die Öffentlichkeit (eher) nicht genügend in Entscheidungen über Wissenschaft und Forschung einbezogen wird und 52 % wünschen sich einen größeren Einfluss der Wissenschaft auf die Politik.
Die gesamten Ergebnisse des Wissenschaftsbaromters können Sie hier einsehen.

Initiativkreis Hochschulpolitik der Grünen Landtagsfraktion NRW legt Ideen für strategische Hochschulplanung vor

Der Initiativkreis Hochschulpolitik zur Beratung der Grünen Landtagsfraktion in NRW hat Ideen und Handlungsoptionen für die Weiterentwicklung der NRW-Hochschullandschaft vorgelegt. Der Kreis aus grünen WissenschaftspolitikerInnen und ExpertInnen der nordrhein-westfälischen Universitäten und Fachhochschulen wurde mit der Intention gegründet, „Ideen zu entwickeln, die für eine langfristige strategische Hochschulplanung von Interesse sein könnten“. Er hat sich in sechs Gesprächsrunden mit den Themen „Differenzierung des Hochschulsystems“, „Transformative Wissenschaft“, „Bund-Länder-Finanzierung“, „Finanzierung und Partizipation im niederländischen Hochschulsystem“, „Qualität der Lehre“ und „Gleichstellung an Hochschulen“ beschäftigt.
Das im November veröffentlichte Abschlusspapier des Initiativkreises beinhaltet eine Zusammenfassung von zentralen Diskussionen im Initiativkreis in Form von Thesen, sowie Beiträge einzelner Mitglieder. Die ExpertInnen sprechen sich unter anderem für eine Wissenschaft  auf Augenhöhe mit der Gesellschaft aus und stärken damit die Idee der „Bürgeruniversität“. Darüber hinaus wird für einen Wandel der Lehr-/Lernkulturen an den Hochschulen plädiert, der durch ein forschendes und transformatives Lernen unterstützt werden soll.
Das Abschlusspapier steht hier zum Download bereit.

netzwerk n im Gespräch mit Angela Merkel

Angela Merkel sprach in ihrem Podcast „Die Kanzlerin direkt“ anlässlich des Zukunftsforums „EINEWELT“ am 24.11.14 in Berlin mit Michael Flohr vom studentischen Nachhaltigkeitsnetzwerk „netzwerk n“. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Vision der Kanzlerin einer zukunftsfähigen Welt, die Einbindung der jungen Generation in den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), die Pluralität in den Wirtschaftswissenschaften und die Frage nach der Vereinbarkeit von Wachstum und Nachhaltigkeit. An dem Zukunftsforum „EINEWELT“ nahm auch Johannes Geibel vom netzwerk n teil. Er stellte dort in einer fiktiven Staatssekretärsrunde mit Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes, und Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt eine mögliche Strategie vor, um das Engagement Studierender in Nachhaltigkeitskontexten zu stärken: einen Innovationsfond „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ für studentisch-initiierte Projekte im Kontext ihrer Hochschule in Kombination mit der Partizipation junger Erwachsener in den Nachhaltigkeitsgremien der Bundesregierung. Diese Idee geht auf die Bildungskonferenz „Vom Piloten zum Standard: Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb implementieren“ des Nachhaltigkeitsrates vom 13. bis 14. Oktober 2014 in Berlin zurück, auf der gefordert wurde, VertreterInnen von Jugendorganisationen in den Rat zu berufen. Auch Angela Merkel begrüßte in ihrem Interview ausdrücklich, junge Menschen in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen und möchte „bei der nächsten Berufung darauf noch mal ein stärkeres Augenmerk haben“.

„Zeitdiagnose Anthropozän – Konsequenzen für die Wissenschaft“ – Rückschau auf die 25 Jahresfeier des ISOE

Die 25 Jahresfeier des ISOE –  Instituts für sozial-ökologische Forschung Frankfurt Lost in the Anthropocene? Nachhaltige Wissenschaft in der Epoche der Menschheit stellte die Frage nach der Rolle der Wissenschaft im Zeitalter der Menschheit (Anthropozän) in den Mittelpunkt. Rund 130 TeilnehmerInnen hörten und diskutierten unter anderem Vorträge von Dr. Thomas Kluge, Mitbegründer des ISOE,  Prof. Dr. Heike Egner, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Prof Dr. Harald Welzer, Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung FUTURZWEI.  Die Frage nach der Zukunft der Wissenschaft hatte am Vorabend der Tagung auch Helga Nowotny, frühere Präsidentin des Europäischen Forschungsrates ERC aufgegriffen. In ihrem Festvortrag „Die Welt von Morgen“ im Frankfurter Museum Angewandte Kunst anlässlich des 25-jährigen Bestehens des ISOE zeigte sie sich überzeugt, dass eine disziplinäre Abgrenzung nicht zeitgemäß und nicht hilfreich sei, um Herausforderungen zu begegnen, die ihrer Art nach ja auch nicht disziplinär seien. Nowotny betonte die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Sichtweise, die Komplexität erfassen kann, um die unbeabsichtigten Folgen menschlichen Handelns besser verstehen zu können: „Alle zukünftige Geschichte wird auf dem Verständnis von gesellschaftlichen Naturverhältnissen und auf einer adäquaten Umsetzung in Handeln beruhen, oder es wird sie nicht geben.“ Auch Thomas Jahn, Mitbegründer des ISOE und Sprecher der Institutsleitung, griff den Gedanken einer sich verändernden Wissenschaft auf. „Die Idee vom Anthropozän wird die Diskussion um Nachhaltigkeit und auch die Wissenschaft verändern“, sagte Jahn. Er gehe davon aus, dass die Notwendigkeit von Transformationen noch deutlicher erkennbar werde. Ein geeigneter Wissenschaftsmodus sei hierfür die Transdisziplinarität, eine problemorientierte Herangehensweise, die nicht nur Disziplinen überschreitet, sondern neben dem wissenschaftlichen Wissen auch das Praxiswissen gesellschaftlicher Akteure in den Forschungsprozess einbezieht. Diese Herangehensweise werde in Zukunft zum „Referenzrahmen für eine Wissenschaft, die sich mit Fragen nachhaltiger Entwicklungen beschäftigt.“

Das ISOE gehört zum Netzwerk der unabhängigen Nachhaltigkeitsforschungsinsitute, Ecornet, und feiert aktuell sein 25 jähriges Bestehen. Eine detailliertere Rückschau auf die Tagung erhalten Sie hier.

Zwölf Millionen € für acht Forschungsprojekte zu Nachhaltigkeit an niedersächsischen Hochschulen bewilligt

Eine Kommission aus FachgutachterInnen hat im Auftrag des niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Volkswagenstiftung acht Forschungsprojekte im Rahmen der Förderlinie „Wissenschaft für nachhaltige Wissenschaft“ ausgewählt. Die bewilligten Forschungsprojekte haben ein Gesamtvolumen von 12,1 Mio €. Allein die Leuphana Universität Lüneburg hat vier Forschungsprojekte in einer Höhe von insgesamt 4,5 Mio € bewilligt bekommen und damit einmal mehr ihre wissenschaftliche Exzellenz in der Nachhaltigkeitsforschung bewiesen.
Im Oktober hatten die 15 vorausgewählten Antragsteller die Möglichkeit sich auf einer großen Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und auch die Fragen von VertreterInnen der Zivilgesellschaft zu beantworten – damit hat Niedersachsen einen neuen Weg in der Beteiligung außeruniversitärer Akteure im Rahmen der Forschungsförderung eingeschlagen. Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, kündigte anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse an: „Weil die Resonanz auf unser Förderprogramm außerordentlich hoch ist, und die Projekte gesellschaftlich sehr bedeutend sind, stellen wir weitere 15 Millionen Euro zu den nächsten Ausschreibungsfristen in Aussicht.“
Eine Übersicht über die bewilligten Projekte erhalten Sie hier.

Verantwortung der Wissenschaften für Nachhaltiges Wirtschaften – Vortrag von Angelika Zahrnt auf der Göttinger Tagung „Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?“

Vom 14.-16.11.2014 veranstaltete die Universität Göttingen zusammen mit der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) das inzwischen 3. Symposium „Wissenschaft für Frieden und Nachhaltigkeit“. Nach den Themenschwerpunkten Ernährungssicherheit („Sicherung der Welternährung und Armutsbekämpfung als Herausforderung für Frieden und Nachhaltigkeit“) im Jahr 2012 und Nachhaltigkeit („Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt“) im Jahr 2013 stand in dem diesjährigen Symposium das Thema „Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?“ im Zentrum. Das Symposium wurde gemeinsam mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Göttingen veranstaltet.

In ihrem Vortrag auf der Abschlussveranstaltung am 16.11.2014 spannte die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Angelika Zahrnt, u.a. Autorin der Bücher „Postwachstumsgesellschaft“ und „Damit gutes Leben einfacher wird. Perspektiven einer Suffizienzpolitik“, Ehrenvorsitzende des BUND und langjähriges Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung einen Bogen von den inhaltlichen Herausforderungen der Wirtschaftswissenschaften im Kontext Nachhaltiger Entwicklung bis zu den daraus folgenden institutionellen Konsequenzen für das Wissenschaftssystem. Mit ihren pointierten Forderungen zur künftigen Berufungspolitik, der nötigen Diversifizierung in den Hochschulen aber auch der Landschaft der außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie einer Demokratisierung der Forschungsförderpolitik löste sie in Göttingen eine lebhafte Debatte aus.

Die Universität Göttingen wird zeitnah einen Videomitschnitt des Vortrages und der anschließenden Diskussion zur Verfügung stellen (Eine Information darüber erfolgt ebenfalls hier auf dem Blog). Zudem greift auch der Blog www.postwachstum.de die Debatte über das Thema Wirtschaftswissenschaften und Nachhaltigkeit auf.

Koalitionsvertrag Thüringen sieht Stärkung der Nachhaltigkeit in Hochschulen vor

In den Thüringer Hochschulen könnte die Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre unter der sich abzeichnenden rot-rot-grünen Landesregierung an Kontur gewinnen. In dem, am 20.11. veröffentlichten, Koalitionsvertrag der drei Parteien heißt es:

„Nachhaltigkeit soll in Lehre und Forschung eine größere Rolle spielen. Wir wollen eine Wissenschaftskultur fördern, die über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg die großen Zukunftsprobleme der Gesellschaft bearbeitet. Wir werden daher mit dem Beirat für Nachhaltige Entwicklung Thüringen, Empfehlungen erarbeiten, die geeignet sind, den Beitrag der Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung in Thüringen zu stärken und Impulse für den gesamten Bildungsbereich zu geben.“ (S. 51)

Der Beirat für Nachhaltige Entwicklung berät die Thüringer Landesregierung in Nachhaltigkeitsfragen und hat sich in den vergangenen Jahren für die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich gezeichnet.

Der komplette Koalitionsvertrags ist hier verfügbar.
Aktuelle Informationen aus anderen Bundesländern erhalten Sie hier.

Neuer Blog zur Schnittstelle Wissenschaft und Politik

Mit einem neuen Blog zu SciencePolicyAffairs greift Dr. Carsten von Wissel aktuelle wissenschaftspolitische Debatten in Deutschland auf. Carsten von Wissel ist Politikwissenschaftler mit wissenschaftssoziologischer Zusatzausbildung und hat seine Promotion zum Wandel hochschulpolitischer Geltungsansprüche geschrieben. In den Beiträgen seines neuen Blogs thematisiert er unter anderem die Fortführung der Exzellenzinitiative, die neue Debatte um die Autonomie der Hochschulen sowie die aktuelle Kritik an den Wirtschaftswissenschaften und deren Gegenkritik.

Zum Blog gelangen Sie unter diesem Link.

Aufruf zur 2. Runde Wandercoaching für studentische Nachhaltigkeitsinitiativen

Das netzwerk n hat den Aufruf für die 2. Runde des Wandercoachings veröffentlicht. Im Rahmen zweitägiger bedarfsgerecht konzipierter Workshops werden studentische Nachhaltigkeitsinitiativen durch zwei Wandercoaches mit Wissen, Erfahrung und Kompetenzen rund um das Thema nachhaltige Hochschule unterstützt. Die Coaches kom­men selber aus Nachhaltigkeitsinitiativen und wurden im Vorfeld inhaltlich und methodisch dafür ausgebildet. Bei den Workshops werden mit den TeilnehmerInnen konzeptionelle Grundlagen erarbeitet, erfolgreiche Beispiele aus den Bereichen Betrieb, Lehre, Forschung und Governance reflektiert und eine Nachhaltigkeitsstrategie für die eigene Hochschule entworfen.

Bewerbungen für das Wandercoaching können bis zum 21.11.2014 eingereicht werden.

Green Academic Footprint Workshop vom 25. bis 27.03.2015 an der FU Berlin

Die Freie Universität Berlin und das UNICA Academic Footprint Network (UGAF) führen vom 25. bis zum 27. März 2015 den fünften UNICA Green Academic Footprint Workshop durch. Der Workshop behandelt das Thema „Sustainability at Universities – How to Combine Management and Participation?“. Aktuell werden Beiträge für eine Poster-Session zu folgenden Themen gesucht: Sustainable Campus Management, Education for Sustainable Development sowie Involvement of Stakeholders at All Levels of the University. Die Beiträge können bis zum 30.11. angemeldet werden. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Wissenschaftsstandort Freiburg bündelt seine Nachhaltigkeitsaktivitäten im „Leistungszentrum Nachhaltigkeit“

Die Universität Freiburg baut gemeinsam mit 5 Fraunhofer Instituten ein gemeinsames Leistungszentrum für Nachhaltigkeit auf. In dem Zentrum werden die Forschungsaktivitäten der beteiligten Organisationen gebündelt, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit befördert und die Verknüpfung mit den regionalen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt. Der Aufbau von regionalen Leistungszentren ist Teil der wissenschaftspolitischen Strategie der Fraunhofer Gesellschaft und soll die Forschung von Fraunhofer-Instituten mit den jeweiligen Partneruniversitäten und der regionalen Wirtschaft zu regionalen Schwerpunktthemen bündeln. Die konkrete Zusammenarbeit in Freiburg soll nun entlang von vier Forschungsschwerpunkten angegangen werden: Sustainable Materials, Energy Systems, Resilience Engineering sowie Ecological and Societal Transformation.

Forschung zur Energiewende – Interaktive Landkarte zu 33 Energieforschungsprojekten startet

Nach den ersten Schritten in Richtung Energiewende müssen Politik und Gesellschaft nun weitere wichtige Themen angehen. Wissen zum Handeln ist zentral für das Gelingen dieser Transformation. Eine neue Online-Plattform stellt jetzt die 33 Projekte des BMBF- Programms „Umwelt- und gesellschafts- verträgliche Transformation des Energiesystems“ übersichtlich und interaktiv dar.

Unter www.transformation-des-energiesystems.de werden die Forschungsergebnisse von 33 Forschungsvorhaben zur Energiewende sowie die begleitende wissenschaftliche Koordination kommuniziert. Diese Koordination liegt beim Öko-Institut e.V., Freiburg und dem ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main – beide Institute sind Mitglied im Ecornet.

Die Online-Plattform bietet dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über aktuelle Ergebnisse aus der sozial- ökologischen Forschung zur Energiewende zu informieren. Die Besucher der interaktiven Landkarte erfahren Neues über Forschungsergebnisse, Veranstaltungen, Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und Veröffentlichungen aus den Forschungsprojekten.

Mehr Informationen zur Plattform erhalten Sie hier.

Fraunhofer- Gesellschaft legt ersten Nachhaltigkeitsbericht vor

Als eine der weltgrößten Organisationen für anwendungsorientierte Forschung trägt die Fraunhofer-Gesellschaft mit nachhaltigen Lösungen zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft bei. Sie hat den Anspruch Problemlösungen zu entwickeln, die über die Anforderungen der Gegenwart hinaus in die Lebenswelten künftiger Generationen reichen. In den vergangenen Jahren hat das Thema Nachhaltigkeit zunehmend in der Unternehmenspolitik an Bedeutung gewonnen. Bereits 2009 erfolgte der Zusammenschluss von 20 Fraunhofer-Instituten und -Einrichtungen zum Netzwerk Nachhaltigkeit. Aus dieser Bottom-up-Initiative hat sich mittlerweile ein im Präsidialstab angesiedelter und strukturiert geführter Prozess entwickelt. In dem jetzt veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht der Fraunhofer-Gesellschaft sind zum ersten Mal das Nachhaltigkeitsverständnis der Fraunhofer Gesellschaft, ihre Ziele und Maßnahmen dargelegt. Dies stellt einen Einstieg in eine transparente Nachhaltigkeitskommunikation und ein Instrument für ein langfristig angelegtes Nachhaltigkeitsmanagement dar, so Professor Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, anlässlich der Veröffentlichung.

 Den kompletten Nachhaltigkeitsbericht, sowie die Pressemitteilungen zur Veröffentlichung können Sie hier einsehen.

„Lost in the Anthropocene? – Nachhaltige Wissenschaft in der Epoche der Menschheit“ – Tagung des ISOE am 21.11.14 in Frankfurt am Main

Die Menschheit formt die Natur in einem Ausmaß, sodass nicht länger natürliche, sondern gesellschaftliche Prozesse die treibende Kraft auf unserem Planeten sind – so lautet kurzgefasst die These vom Anthropozän. In den Geowissenschaften steht sie für nicht weniger als einen Epochenwechsel und wird hier entsprechend intensiv diskutiert. Welche Bedeutung und welche Folgen die Diagnose von der „Epoche der Menschheit“ außerhalb dieses Diskurses hat, zeichnet sich dagegen erst in Ansätzen ab. Dabei beschreibt die Zeitdiagnose des Anthropozän einen der wichtigsten Perspektivwechsel der vergangenen 100 Jahre: Gesellschaft und Natur sind so eng verwoben, dass sie nicht mehr unabhängig voneinander untersucht werden können. Eine fundierte Rezeption dieser Erkenntnis fehlt bislang vor allem dort, wo zu Übergängen in eine nachhaltige Entwicklung geforscht wird. Unklar ist zum Beispiel, ob aus dem Blickwinkel des „Anthropozän“ ein neues Grundverständnis der Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft erkennbar wird und welche Rückwirkungen diese Zeitdiagnose für die Gestaltung einer Nachhaltigen Entwicklung hat. Und nicht zuletzt: Ändern sich Rolle und Verantwortung von Wissenschaft bei der Entwicklung von Zukunftsvisionen? Muss gesellschaftliche Partizipation am wissenschaftlichen Erkenntnisprozess neu gedacht werden? Mit der Tagung wollen die OrganisatorInnen des Instituts für sozial-ökologische Forschung der Suche nach Antworten auf diese und weitere Fragen Raum geben. Kurze Fachvorträge und unterschiedliche Dialogformate sollen zum Austausch, zum Nachdenken und zur Positionsbestimmung anregen.
Zum Programm der Tagung und zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

campusWELTbewerb – Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen startet

Der campusWELTbewerb möchte Initiativen für eine global nachhaltige Entwicklung fördern. Diese sollen zur Bewusstseinsschaffung dienen und praktisches Handeln anstoßen. Alle baden-württembergischen Hochschulangehörigen können mit einer überzeugenden Projektskizze rund um das Thema global nachhaltige Entwicklung einen Förderbetrag von bis zu 5.000 Euro zur Umsetzung ihres Projekts gewinnen. Wettbewerbsbeiträge in Form einer Projektskizze können bis zum 31.01.2015 eingereicht werden. Gefördert wird der Wettbewerb vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat die Schirmherrschaft übernommen.

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Reallabore in Baden-Württemberg ausgewählt – 7 Millionen Euro für die Stärkung der Nachhaltigkeitsforschung

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert ab 2015 mit insgesamt bis zu 7 Mio. Euro Projekte zur Einrichtung von Reallaboren an Hochschulen im Land. Eine Kommission mit externen Gutachtern hat jetzt über die Anträge der Vorauswahl-Runde entschieden. Bei den jetzt geförderten Reallaboren werden praktische Fragen großgeschrieben: so ist es z. B. Ziel des Reallabors Nordschwarzwald, ökologische, soziale und ökonomische Wirkungsbeziehungen zwischen dem neu gegründeten Nationalpark und der Region Nordschwarzwald mit Blick auf eine regionale Nachhaltigkeitstransformation gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu analysieren, zu bewerten und daraus konkrete Handlungsoptionen abzuleiten und umzusetzen. „Weil Wissenschaft heute nicht mehr nur im abgeschlossenen Labor stattfinden kann, machen wir unsere unmittelbare Umgebung zum Labor“, sagte Ministerin Bauer anlässtlich der Veröffentlichung der Ergebnisse.

Die Reallabore werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Zur Vernetzung der einzelnen Reallabore, auch über die Landesgrenzen hinaus, sind Konferenzen geplant, eine erste öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung der Projekte wird es im Frühjahr 2015 geben.
Die letztlich ausgewählten Projekte können Sie hier sehen.
Zur Pressemitteilung des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gelangen Sie hier.

„The long ride towards sustainability at universities: How to accelerate on a bumpy road?“ Podiumsdiskussion am 17.10. an der HU Berlin

Im Rahmen des ersten europäischen Green Office Summit an der HU Berlin wird am 17.10.14 um 18Uhr die Podiumsdiskussion „The long ride towards sustainability at universities: How to accelerate on a bumpy road?“ stattfinden. Als Gäste werden unter anderem erwartet:
  • Charlotte Bonner (National Union of Students UK)
  • Alex Baker-Shelley (PhD Student an der Maastricht University)
  • Anjelle Rademakers (Manager Green Office Utrecht)
  • Miriam Block (Campus Grün Universität Hamburg)
  • Moderation: Felix Spira (PhD Student am Dutch Research Institute for Transitions in Rotterdam und Mitgründer von rootAbility)

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird es eine Poster Präsentation zu studentisch geleiteten Green Offices in verschiedenen europäischen Ländern geben.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

GAIA Masters Student Paper Award – Einreichung von Bewerbungen bis zum 17.11. möglich

Studierende, die eine inter- oder transdisziplinäre Masterarbeit geschrieben haben, können sich für den GAIA Masters Student Paper Award bewerben. Mit ihrer Bewerbung erhalten sie die Chance, einen Artikel zu ihrem Thema in einer internationalen Peer-Review-Zeitschrift zu veröffentlichen. Außerdem erhält der/die Gewinner(in) ein Jahresfreiabo von GAIA (inkl. Free Open Access) sowie ein Preisgeld in Höhe von 1.500,– Euro (gestiftet von der Andrea von Braun Stiftung).

Den Preis schreiben die Leuphana Universität Lüneburg und GAIA zusammen aus. Der Einsendeschluss ist der 17. November 2014.
All eingereichten Beiträge werden von einer Jury einer Vorauswahl unterzogen – die ausgewählten Beitrage durchlaufen anschließend den Peer-Review-Prozess von GAIA.
Mehr Informationen zum Award gibt es hier.

4 Professuren an der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg ausgeschrieben

An der Leuphana Universität Lüneburg sind aktuell 4 Professuren an der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaften ausgeschrieben.

Juniorprofessur für Didaktik der Naturwissenschaften (W1)
Juniorprofessur für Sustainability Science (W1)

Professur „Human Behaviour and Sustainable Development“ (W3)
Professur für „Sustainable Economics“ (W3)

Der Bewerbungsschluss für alle vier Stellenausschreibungen ist der 26.10. bzw. der 03.11.2014.
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

ZEIT-Streitgespräch zur zivilgesellschaftlichen Teilhabe an Wissenschaft zwischen Günter Stock und Uwe Schneidewind jetzt auch online verfügbar

In der ZEIT-Ausgabe vom 18.09.2014 stritten der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft (BBAW), Prof. Dr. Günter Stock, und Prof. Dr. Uwe Schneidewind über das Für und Wider zivilgesellschaftlicher Beteiligung in der Wissenschaft und in der Wissenschaftspolitik. Das vollständige Streitgespräch ist jetzt auch auf den Online-Seiten der ZEIT verfügbar. Sie finden es unter diesem Link.

Stellenausschreibung in Projekt „Zivilgesellschaft und Forschung für nachhaltige Entwicklung“

Das Land Niedersachsen und der VW-Vorab haben mit dem Programm „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ neue Wege beschritten: die Zivilgesellschaft bekommt bei der Auswahl von Forschungsprojekten Mitsprache-Recht. Zum Programm wird von der LMU München (Lehrstuhl Mensch-Umwelt-Beziehungen) gemeinsam mit der Universität Basel (Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität, MGU) die wissenschaftliche Begleitforschung im Rahmen des transdisziplinären Forschungsprojektes ZiFoNe (Zivilgesellschaft und Forschung für Nachhaltige Entwicklung: Transdisziplinarität fordern und fördern) durchgeführt. In diesem Rahmen ist aktuell eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle ausgeschrieben. Aufgabe des Projektes wird es sein, die Rolle und den Einfluss von Bürgerinnen und Bürgern sowie gesellschaftlichen Gruppen auf Konzeption, Begutachtung und Durchführung der Projekte im Rahmen des Programms zu untersuchen.

Bewerbungsschluss ist der 03.11.2014.

Erste Baden-Württembergische Service Learning – Fachtagung: „Wie Hochschulen gesellschaftliche Aufgaben nachhaltig mitgestalten“

Service Learning ist in Deutschland ein junges Phänomen. An vielen Hochschulen in Baden-Württemberg werden Service Learning Projekte bereits erfolgreich umgesetzt – auch mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Auf der ersten Baden-Württembergischen Service Learning – Fachtagung am 28.11.2014 in Stuttgart werden Best Practice Projekte der Bucerius Law School und der Universität Duisburg-Essen sowie erfolgreiche Service Learning Projekte weiterer Hochschulen vorgestellt. Beim Fachvortrag von Prof. Dr. Anne Sliwka und bei der Podiumsdiskussion mit Theresia Bauer MdL, Ministerium für Wissenschaft, Forschungund Kunst Baden-Württemberg, wird über das Potenzial der Lehrmethode für Studierende und Hochschulen diskutiert: Wie stärkt Service Learning demokratisches Bewusstsein und gemeinwohlorientiertes Engagement von Studierenden?Wie trägt es zur Persönlichkeitsbildung bei? Wie lässt sich Service Learning im Kontext nachhaltiger Entwicklung in die Studiengänge implementieren? Und, wie können Hochschulen Service Learning für ihre Profilbildung nutzen?

Das Programm der Tagung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der LehrerInnenbildung – Netzwerktreffen des BNE-Hochschulnetzwerks Baden-Würrtemberg am 16.10.14

Das BNE-Hochschulnetzwerk in Baden-Württemberg gestaltet am 16. Oktober 2014 von 10:00 -16:00 Uhr an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sein kommendes Netzwerktreffen zum Thema BNE in der LehrerInnenbildung. Das Netzwerktreffen ist Teil der diesjährigen BNE-Aktionstage und offen für alle Interessierten aus Baden-Württemberg und darüber hinaus. Das Programm des Netzwerktreffens können Sie hier herunterladen.

Studentische „konferenz n – Hochschule weiter denken“ am 10.10. in Bochum

Das netzwerk n e.V. lädt ein zur „konferenz n – Hochschule weiter denken“ am 10. Oktober 2014 an der Hochschule Bochum. Wie gelingt die umfassende Transformation der Hochschulen vor dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung? Welche innovativen Ansätze, Rahmenbedingungen und Projekte gibt es bereits oder werden noch benötigt? Wie können Studierende und Pionier_innen des Wandels zur Transformation ihrer Hochschule beitragen?

Um diese Fragen zu diskutieren, möchte das netzwerk n sich gemeinsam mit den Konferenz-Teilnehmer_Innen einen Tag lang mit Nachhaltigkeit an Hochschulen beschäftigen und diese in all ihrer Vielfalt erlebbar machen. Eingeladen sind alle Akteur_innen, insbesondere Studierende, die sich für eine nachhaltige Hochschullandschaft engagieren. Zu den Impulsgeber_Innen auf der Konferenz zählen u.a. Bianca Bilgram (Leiterin des Sekretariats der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, Deutsche UNESCO-Kommission e.V.), Prof. Dr. Günther Bachmann (Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung) und Dr. Karl Eugen Huthmacher (Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Das vollständige Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Eine Anmeldung ist bis zum 5. Oktober hier möglich. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine baldige Anmeldung empfohlen.

Memorandum zur LehrerInnenbildung für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht

Das Netzwerk LeNa – LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung hat ein Memorandum „LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung – von Modellprojekten und Initiativen zu neuen Strukturen“ veröffentlicht. Das Netzwerk arbeitet seit 2013 unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Stoltenberg (Leuphana Universität Lüneburg) und hat sich zum Ziel gesetzt durch den Austausch von Erfahrungen und Konzepten, sowie durch die Beteiligung am bildungspolitischen Diskurs Bildung für eine nachhaltige Entwicklung strukturell in der LehrerInnenbildung zu verankern. Inzwischen gehören dem Netzwerk 24 Hochschulen/ Universitäten und vier Institutionen der LehrerInnenbildung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. In dem Memorandum werden Forderungen für eine Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der LehrerInnenbildung aufgestellt und konkrete Empfehlungen zur Umsetzung abgegeben. Das Memorandum bettet sich in den internationalen Diskurs um eine Weiterführung der Aktivitäten im Rahmen der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. In dem kommenden Weltaktionsprogramm wird die Stärkung der „Educators“ eine von fünf strategischen Prioritäten sein.

Das Memorandum finden Sie hier.

Forschung für die Energiewende – Jahrestagung des Forschungsverbundes Erneuerbare Energien am 06./07.11.14

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung wird das Energiesystem verschiedene Phasen durchlaufen und sich dabei in seinen technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Komponenten verändern. Die Vorträge der Jahrestagung des Forschungsverbundes Erneuerbare Energien am 06./07.11. 14 im Umweltforum Berlin thematisieren die Entwicklungsphasen des Energiesystems für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität sowie die ökonomischen und die politisch-gesellschaftlichen Phasen der Energiewende. Die Tagung zeigt, wie die Forschung zur Lösung der jeweiligen Herausforderungen beitragen und die Phasenübergänge proaktiv mitgestalten kann. Die Wissenschaftliche Leitung der Tagung liegt bei Prof. Dr. Manfred Fischedick (Wuppertal Institut).
Die Anmeldung zur Tagung kann hier vorgenommen werden.
Das Programm finden Sie hier.

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15 Projekte im Niedersächsischen Förderprogramm „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ vorausgewählt

Das niedersächsische Wissenschaftsministerium hat gemeinsam mit dem VW-Vorab erstmals eine eigene Richtline „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ aufgelegt. Aus den 66 Projekt-Anträgen, die im Frühjahr 2014 eingegangen sind, wurden nun 15 Forschungvorhaben vorausgewählt. Die verantwortlichen WissenschaftlerInnen werden im Rahmen einer öffentlichen Anhörung am 13./14.10 in Schloss Herrenhausen die Gelegenheit haben, ihre Vorhaben einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und die Fragen von Akteuren aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu beantworten. Mit diesem Vorgehen beschreitet das Land Niedersachsen neue Wege in der Partizipation von interessierten BürgerInnen an Wissenschaft, denn diese sind explizit eingeladen im Rahmen der Veranstaltung die Forschungsvorhaben kritisch zu reflektieren und deren gesellschaftlichen Mehrwert zu prüfen. Am Ende der Veranstaltung wird die Gutachterkommission in einer nichtöffentlichen Sitzung über die Bewilligungen oder Ablehnungen der Anträge entscheiden. Am 21. November stellen Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, sowie Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, das Ergebnis der Begutachtung der Öffentlichkeit vor.

Eine Veranstaltungsankündigung für die öffentliche Anhörung finden Sie hier.

Eine Liste der vorausgewählten Projekte können Sie hier einsehen.

Diskussionsbeitrag: Zur Gründung des „Haus der Zukunft“ – Kommentar von Reinhold Leinfelder zum Diskussionsbeitrag von Steffi Ober

leinfelderNov2012 Prof. Dr. Reinhold Leinfelder

Gründungsdirektor des „Haus der Zukunft“

Steffi Ober schreibt in ihrem Beitrag vom 9.9. im Hinblick auf die Vorstellung der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung u.a.:

„Deshalb solle die Gesellschaft „Technologieaufgeschlossener“ werden. Man könnte es auch anders formulieren: sie solle weniger technologiekritisch sein.“ …. „Leider zieht sich im gesamten (Anm:letzten) Kapitel (Anm.: der Hightechstrategie) der überholte Ansatz durch, dass Wissenschaft nur gut aufbereitet und erklärt werden muss, damit das ‚von den Menschen verstanden, angenommen und angewendet wird‘. Dies trifft auch für das Haus der Zukunft zu …“  
Da Frau Obers Einschätzung nach dieser Ansatz also auch auf das Projekt Haus der Zukunft zutrifft, erlaube ich mir hier eine Stellungnahme. Ich sehe zum einen ein gewisses Missverständnis – so ist eine grundsätzliche Technologieaufgeschlossenheit meines Erachtens nicht automatisch gleichzusetzen mit „weniger technologiekritisch“. Zum anderen ist es natürlich legitim und notwendig, die kommunikativen Aufgaben des Haus der Zukunft  zu hinterfragen. Es wäre auch aus meiner Sicht tatsächlich völlig falsch, wenn Wissenschaftskommunikation für die Zukunft nur in einer aufbereitenden und didaktischen Weise „von oben herab“ betrieben würde. Natürlich geht es nun darum, das Haus der Zukunft, bei dem ja gerade erst die Trägergesellschaft gegründet wurde und ich als Gründungsdirektor erst seit einigen Tagen (d.h. seit 1.9.2014) im Amt bin, sukzessive mit Inhalt und Leben zu erfüllen. Hier ein paar erste Gedanken dazu: Beim Haus der Zukunft ist es mir als Gründungsdirektor selbstverständlich ganz besonders wichtig, ALLE, d.h. insbesondere auch die Zivilgesellschaft intensiv mit einzubinden. „Die“ Politik, aber auch „die“ Wissenschaft, „die“ Wirtschaft oder „die“ NGOs/Initiativen werden eine Transformation in die Zukunft nicht jeweils alleine, sondern nur im Zusammenspiel  mit der gesamten Zivilgesellschaft hinbekommen, so wie dies auch der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen in seinem Gutachten „Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ auf den Punkt gebracht hat. (An diesem sowie weiteren Gutachten habe ich als damaliges WBGU-Mitglied selbst mitgearbeitet, natürlich sehe ich es damit auch für mein Wirken als verpflichtend an).

Landtag NRW verabschiedet Hochschulzukunftsgesetz

Der Landtag in NRW hat in seiner Sitzung am 11.09.2014 das neue Hochschulzukunftsgesetz (HZG) verabschiedet. Es tritt zum Beginn des Wintersemesters 2014/15 in Kraft. „Das Gesetz ist ein Meilenstein bei der Gestaltung der Hochschullandschaft in NRW. Es bringt an den Hochschulen Freiheit und Verantwortung ins Gleichgewicht“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Der Gesetzentwurf hatte in den vergangenen Monaten bundesweit für Kontroversen über die Rolle der Politik in der Hochschulentwicklung gesorgt. In einem breit angelegten Dialogprozess hatten Hochschulen und Verbände immer wieder Gelegenheit, mündlich und schriftlich Stellung zu nehmen. Viele der Anregungen sind in die Verbesserung des Gesetzentwurfes eingeflossen.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung des Wissenschaftsministeriums.
Einen Überblick zu weiteren Aktivitäten in einzelnen Bundesländern erhalten Sie hier
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Global Sustainability Research Conference 2015: The Interface between Sustainability Research and Policy

Vom 26. bis 27. Januar 2015 wird in Cambridge/ UK die 2. internationale „Global Sustainability Research Conference“ stattfinden. Auf der Konferenz sollen gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und der Zivilgesellschaft die Schnittstellen zwischen Nachhaltigkeitsforschung und Politik diskutiert werden. Abstracts zu Beiträgen können bis zum 17.10. in folgenden fünf Themenschwerpunkten eingereicht werden.

  • Improving the evidence for action
  • Dealing with uncertainty
  • Sustainability policy in 2015
  • Exploring the policy / research interface
  • Achieving impact through communication and dialogue

Mehr Informationen finden Sie hier.

Konferenz des RNE am 13./14.10. in Berlin: „Vom Piloten zum Standard: Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb implementieren“

Am 13. und 14. Oktober 2014 jeweils von 10.00 bis 17.15 Uhr wird im af Auditorium Friedrichstraße – Im Quartier 110 eine Konferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung stattfinden: „Vom Piloten zum Standard: Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb implementieren“.
Mit Blick auf verschiedene Funktionsbereiche und Akteure in den Hochschulen soll im Rahmen der Konferenz ausgelotet werden, wie eine stärkere Implementierung von Nachhaltigkeit in den deutschen Hochschulen gelingen kann. Eine Teilnahme zur Konferenz ist nur auf Einladung möglich.
Interessierte können sich an Riccarda Retsch wenden: riccarda.retsch(at)nachhaltigkeitsrat.de

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Lesetipp: Nachhaltigkeit als soziale Innovation – Eine Anwendung der Diffusionstheorie auf Hochschulen

Die Implementierung von Nachhaltigkeit an Hochschulen wird zunehmend von studentischen Initiativen vorangetrieben. Sie können Brücken zwischen den verschiedenen Statusgruppen an den Hochschulen bauen und Nachhaltigkeitsprojekte initiieren und vorantreiben. In der Abschluss-Arbeit von Nadine Richter (FH Dortmund, Sozialwesen) wird die Wirkweise dieses studentischen Nachhaltigkeitsengagements im Sinne der Verbreiterung der sozialen Innovation Nachhaltigkeit in der Hochschule beschrieben und empirisch untersucht. Dazu wurden auf Grundlage der Diffusionstheorie von Rogers leitfadengestützte ExpertInneninterviews mit Mitgliedern aus studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen geführt und ausgewertet.
Die Arbeit kann auf dem Server der Fachhochschule Dortmund hier heruntergeladen werden.

Leuphana Energie-Forum am 17.09.2014 an der Universität Lüneburg

Unter dem Titel „Vernetzt. Regionale Lösungen für die Energiewende“ öffnet das Leuphana Energieforum am 17. September 2014 zum dritten Mal seine Pforten. Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer, die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer sowie der Leiter der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen Lothar Nolte haben ihre Teilnahme zugesagt. Basierend auf aktuellen Entwicklungen und neuen Forschungsergebnissen werden Lösungsvorschläge zur nachhaltigen Umgestaltung des Energiesystems aufgezeigt. Dazu sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf den Campus Scharnhorststraße der Leuphana Universität Lüneburg eingeladen. Das Programm bietet insbesondere regionalen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung.
Informationen zum Programm und zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Internationale Studie zu Higher Education for Sustainable Development

Ein internationales Expertenkonsortium aus österreichischen, deutschen und japanischen Hochschulen, sowie der International Association of Universities führt derzeit eine Studie zum Stand der Integration Nachhaltiger Entwicklung in Hochschulen durch. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und dem Übergang in das kommende Weltaktionsprogramm soll die Befragung Erkenntnisse zum Stand, den relevanten Stakeholdern und den Erfolgskriterien für eine Integration von Nachhaltiger Entwicklung in der internationalen Hochschullandschaft geben und Empfehlungen zu weiteren Strategien generieren.
Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Save the Date: „konferenz n – Hochschule weiter denken“ am 10.10. in Bochum

Wie können Bildung und Forschung für eine nachhaltige Entwicklung gestaltet werden und welche Rolle spielen Studierende dabei? Dieser Frage möchte das netzwerk n im Rahmen der „konferenz n – Hochschule weiter denken“ am 10.10. in Bochum gemeinsam mit allen Interessierten diskutieren. Im Rahmen einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre sollen Akteure, die sich für eine nachhaltige Hochschullandschaft engagieren, in einen gemeinsamen Austausch kommen und positiv-gestaltend in die Zukunft blicken.

„Durch diese Konferenz möchten wir dazu beitragen, sowohl die Motivation für die eigene Arbeit in den jeweiligen lokalen Initiativen und Projekten zu stärken als auch Inspiration für neue Projekte und Kooperationspartner_innen liefern. Insbesondere möchten wir aufzeigen, wie bereits heute Studierende den Wandel von unten initiieren und mitgestalten und darauf aufbauend Wege aufzeigen, wie dieser Wandel zukünftig weiter forciert werden kann.

Das im Anschluss an die Konferenz stattfindende Netzwerktreffen (11. – 12. Oktober 2014) bietet allen Interessierten, insbesondere Studierenden und Promovierenden, die Möglichkeit, gemeinsam an der Konzeption neuer und der Umsetzung bestehender Projekte des netzwerk n arbeiten und dabei die Impulse der konferenz n – Hochschule neu denken direkt einzubinden.“ (Ankündigungstext)

Mehr Informationen können hier eingesehen werden. Eine Anmeldung ist unter diesem Link möglich.

11. BMBF Forum für Nachhaltigkeit am 23./24.09. in Berlin

Vom 23. bis 24. September findet im Ludwig Erhard Haus Berlin das 11. Forum für Nachhaltigkeit des BMBF statt. Im Fokus der Konferenz steht die Präsentation und Diskussion zum Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³), welches 2015 veröffentlicht wird. Vor einem Jahr auf dem 10. FONA-Forum 2013 in Leipzig wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft zum Auftakt des Agendaprozesses FONA³ über die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen für die Nachhaltigkeitsforschung diskutiert.

In diesem Jahr lädt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Präsentation der Struktur und Hauptmerkmale und einer gemeinsamen Diskussion zur Umsetzung des FONA³-Programms ein.

Ziel der Konferenz ist es, im Dialog inhaltliche Synergien aufzuzeigen, neue Formen der zukünftigen Zusammenarbeit und Mitwirkung zu diskutieren und die Umsetzung des neuen Rahmenprogramms voranzubringen.

Das Programm zum Forum Nachhaltigkeit finden Sie hier.
Eine Anmeldung ist hier möglich.

Veranstaltungsbericht „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“

Matthias Wanner

Wissenschaftlicher Assistent der Geschäftsleitung

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Diskussionsbeiträge
zur Transformativen Wissenschaft

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Am 10. und 11.07.2014 veranstaltete das Institut für urbane Entwicklungen in Kassel zusammen mit der NaWis-Runde ein Symposium zum Thema „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“. Im Zentrum der Diskussionen standen damit nicht nur der hochaktuelle Raum der Stadt (sowie der Region), sondern auch ein, die Nachhaltigkeitsdiskussion seit mehreren Jahren stark begleitendes Konzept, nämlich die (große) Transformation, sowie zwei aktuell stark diskutierte Begriffe: Resilienz und Reallabore.

 
Die einleitenden Beiträge widmeten sich dementsprechend dem Brückenschlag von den bekannten großen Herausforderungen (Klimawandel, Ressourcenknappheiten, demografischer Wandel) zum Verständnis einer großen Transformation und den hiermit geforderten Veränderungen im wissenschaftlichen System (transformative Forschung/ Transformationsforschung (WBGU 2011), transformative Wissenschaft (Schneidewind/ Singer-Brodowski 2014)). Neben den vielfältigen methodischen und strukturellen Veränderungen im Wissenschaftssystem könnten Reallabore eine innovative und integrative Form guter transdisziplinärer Forschung sein, die robustes, reflektiertes und anwendungsorientiertes Wissen und Erfahrungen erzeugt. Reallabore und auch Resilienz sind also Modi und Konzepte des Zwischenraums zwischen einer wachstumsorientierten, nicht-nachhaltigen Ist-Transformation und einer erwünschten Soll-Transformation. Diese These wurde im Lauf der Tagung eingehend diskutiert, sowohl auf begrifflich-methodischer Ebene, als auch verstärkt unter dem praktisch-empirischen Blickwinkel konkreter Projekte vor Ort.
 
Unter anderem wurde das scheinbar neue Konzept der Reallabore verschiedentlich angebunden an teils jahrzehntealte wissenschaftliche Konzepte realer Experimente mit hoher ökologischer Validität oder an die langjährige Praxis des BBSR, Modellvorhaben durchzuführen. Ebenso wurde einerseits die Ambivalenz des Begriffs (Labore als pragmatische Werkstätten oder als „aseptische“ Experimentalräume) und die Gefahr vor Missverständnissen (Beteiligte als unwissend Manipulierte oder Labore als unsaubere „soziale Experimente“) diskutiert, andererseits die Stärke eines attraktiven und pointierten Begriffs, der als Kristallationspunkt für Methoden- und Qualitätsdiskussionen im transdsiziplinären Kontext dient.
Über verschiedene Vorträge hinweg wurden die Konturen eines Reallabors deutlicher:
  • ein RL strebt Veränderungen in der „realen Welt“ (also zusätzlich zu akademischem Wissenszuwachs) an -> real-world impact UND scientific impact,
  • RL verankern sich in der transdisziplinären Forschung und versuchen deshalb, die mit Co-Design und Co-Produktion formulierten Ansprüche weitgehend einzulösen,
  • RL richten ihren Fokus verstärkt auf Transformationsprozesse und transformative Fähigkeiten der beteiligten Akteure,
  • RL sollten Beiträge zur Transformation zur Nachhaltigkeit sein, die deutlich über Projekte zur reinen Effizienzsteigerung hinausgehen

Stellenausschreibung der Vereinigung der Deutschen Wissenschaftler e.V. (VDW e.V.)

Die Vereinigung der Deutschen Wissenschaftler e.V. (VDW.e.V.) hat sich in den letzten beiden Jahren in der Wissenschafts- und Forschungspolitik engagiert. Für eine befristete Stelle wird nun ein/e Mitarbeiter/in als Projektassistenz für den Zeitraum von 24 Monaten gesucht. Bewerbungen können bis zum 30.07. per Mail eingereicht werden. Die komplette Ausschreibung kann hier herunter geladen werden.

Ausschreibung  Vereinigung der Deutschen Wissenschaftler

Öffentliche Anhörung zu den vorausgewählten Projekten im Rahmen des Niedersächsischen Förderprogramms „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“

Am 13./14.10.2014 findet in Schloss Herrenhausen die öffentliche Anhörung der vorausgewählten Projekte im Rahmen der niedersächsischen Förderstrategie „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ in Kooperation mit der VolkswagenStiftung statt. Zu der ersten Ausschreibungsrunde sind 66 Projekte mit durchschnittlich fünf Antragstellern aus fast allen niedersächsischen Hochschulen eingegangen. Die interdisziplinären Projektanträge zur Erforschung der großen Herausforderungen werden über den Sommer von einer Gutachterkommission sondiert und einige Projekte vorausgewählt. Mit der Präsentation im Herbst 2014 soll für die Endauswahl ein neues Format ausprobiert werden. Die Vorstellung der vorausgewählten Projekte findet in einer öffentlichen Veranstaltung statt, an der sich auch interessierte BürgerInnen beteiligen können. „Damit verfolgen wir das Ziel, mehr Transparenz und Dialog zwischen Gesellschaft und Wissenschaft herzustellen. Besonders bei der wissenschaftlichen Behandlung von drängenden gesellschaftlichen Fragen ist es mir wichtig, dass die Erwartungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mit einbezogen werden“, so die Wissenschaftsministerin Niedersachsens Gabriele Heinen-Kljajić in der Pressemitteilung zur Resonanz auf die Ausschreibung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung werden in Kürze veröffentlicht.

Bericht zu europäischen Entwicklungen der Citizen Science

Die europäische Debatte um Citizen Science gewinnt Kontur und Kraft – dies zeigt ein aktueller Bericht des Joint Research Centre der Europäischen Kommission, Institute for Environment and Sustainability. Der Bericht stellt eine Zusammenfassung der Beiträge auf einem europäischen Summit zu Citizen Science and Smart Cities im Februar in Italien dar. Neben einer Vorstellung von 28 laufenden europäischen Citizen Science Projekten, werden in dem Bericht konkrete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Citizen Science in Europa abgegeben. Diese umfassen neben konkreten Empfehlungen zu Veröffentlichungsstrategien von Forschungsergebnissen, auch die Differenzierung in verschiedene Arten der Citizen Science. Nach Haklay (2011) werden in dem Bericht verschiedene Formen der Citizen Science Projekte unterschieden: 1. Crowdsourcing, 2. Distributed Intelligence, 3. Participatory Science und 4. „Extreme Citizen Science“, die eine gleichberechtigte Kooperation mit Laien-Wissenschaftlern bei Problemdefinition, Datenkollektion und -analyse beschreibt (vgl. Report, S. 41). Insbesondere diese letzte Form der Citizen Science bietet auch für die deutsche Diskussion einen spannenden Impuls und schafft Anschluss an die differenzierte methodische Diskussion innerhalb der transdisziplinären Forschung. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden:

Impressionen der Tagung „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“

Mandy Singer-Brodowski Mandy Singer-Brodowski

Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt

Am 17. und 18. Juni 2014 veranstaltete die Stiftung Mercator in Berlin die Tagung „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“. Mit vielen hoch-karätigen und internationalen ReferentInnen und knapp 200 TeilnehmerInnen war die Tagung ein Ort des inspirierenden Austauschs. Der vorliegende Bericht bietet eine knappe und notwendigerweise reduzierte Zusammenfassung der komplexen und vielschichtigen Impulse und Diskussionen der Tagung aus Sicht der Autorin.
In seiner Begrüßungsredeerläuterte Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, den Hintergrund des Engagements der Stiftung und machte deutlich, dass mit den internationalen Tagungsgästen ein neues Niveau in die Diskussion gebracht wurde. Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Universität Bonn, zeigte in seinem kurzen Statement, aus der Perspektive eines Universitäts-Rektors auf, dass die Schnittstelle von Wissenschaft und Politik auch für eine einzelne Hochschule ein komplexes Phänomen im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz sei.
1. Analysing linkages between science and politics
Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, zeichnete in seinem Impulsvortrag als Ziel der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik eine Kartographie verschiedener politischer Pfade, die aufgrund wissenschaftlichen Wissens skizziert werden können. Am Beispiel des letzten IPPC, in dem er die Leitung einer Arbeitsgruppe verantwortete, verdeutlichte er warum die Arbeit in solch einem Gremium medial und politisch so sensibel ist. Besonders wichtig schien ihm daher eine Modellierung, Berechnung und Bewertung verschiedener Zukunftszenarien mit ihren jeweiligen Folgekosten und Implikationen (beispielsweise für die verschiedenen Annahmen über eine Erhöhung des Weltklimas von 2°, 3° und 5° Celsius). Dann können PolitikerInnen unter den Bedingungen unsicherer Wissensbestände mithilfe einer Karte unterschiedlicher wissenschaftlicher Expertise manövrieren.
Prof. Sir Peter Gluckmann, Chief Science Advisor des Neuseeländischen Ministerpräsidenten, erläuterte in seinem Vortrag die Rolle eines Chief Science Advisors als konkretes, angelsächsisch geprägtes Modell die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik zu gestalten. Als knowledge broker müssen die Science Adivors sehr genau zwischen wissenschaftlich produziertem Wissen und (politischen) Werten unterscheiden und Vertrauen zwischen Netzwerken der verschiedenen Stakeholder schaffen. In den vergangenen Jahren lässt sich nach Peter Gluckmann international die Tendenz beobachten, dass sich ein utilitaristischeres Verständnis von Wissenschaft im Sinne der Förderung nationaler Interessen und gesellschaftlich eingeforderter Forschung durchsetzt. Vor diesem Hintergrund sei es für die Glaubwürdigkeit des Wissenschaftssystems zentral, dass WissenschaftlerInnen sich nicht als Anwälte spezieller Positionen verkaufen.

„Deutschland – Europa – Welt 2042- Transformation ist möglich“ – Forschungsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg

In der aktuellen GAIA wird auf den Seiten der NaWis-Mitteilungen das Forschungsprojekt „Deutschland – Europa – Welt 2042- Transformation ist möglich“ von WissenschaftlerInnen der Leuphana Universität Lüneburg vorgestellt. Das Projekt ist als transdisziplinäre Längsschnittstudie über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren angelegt und hat zum Ziel das konzeptionelle und theoretische Verständnis über Bedingungen, Mechanismen und Potentiale von Nachhaltigkeitstransformationen in verschiedenen Felden zu analysieren. Die 27 beteiligten ProfessorInnen der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft wollen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene den Forschritt von Nachhaltigkeitstransformationen erfassen und über einen „Transformations-Radar“ in regelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Darüber hinaus soll durch konkrete Transformations-Forschungsprojekte, die auf den Analysen aufbauen, ein konkreter Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen geleistet werden.

Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

Den Artikel können Sie hier herunterladen:
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„Interdisziplinär und transdisziplinär forschen“ – Einblick in die „Klagenfurter Schule“ für transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung

An der Alpen Adria Universität Klagenfurt (mit Außenstandorten in Graz und Wien) befindet sich mit der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung ein – insbesondere durch die disziplinäre Zusammensetzung – besonders interessanter Fachbereich für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung im deutschsprachigen Raum. Mit dem von Gert Dressel, Wilhelm Berger, Katharina Heimerl und Verena Winiwarter herausgegebenen Buch „Interdisziplinär und transdisziplinär forschen. Praktiken und Methoden“ stellen die Klagenfurter aktuell die methodische Basis ihrer transdisziplinären Forschungsarbeiten vor. Das Buch markiert nach dem schon im Jahr 2012 von Larissa Krainer und Ruth E. Lerchster herausgebenen Band „Interventionsforschung“ aus dem „Institut für Interventionsforschung und kulturelle Nachhaltigkeit“ der Fakultät die zweite eindrucksvolle Positionsbestimmung aus Klagenfurt.

„Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ – Tagung am 10./11.07. in Kassel

Vom 10.07. bis 11.07. findet an der Universität Kassel die Tagung „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ statt. Städte sind ein idealtypischer Raum für das Forschen in Reallaboren. In ihnen können Realexperimente zur Beförderung einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und wissenschaftlich begleitet werden. Die vielfältigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Projekte über den Stadtumbau hin zu resilienten Strukturen sollen in dem wissenschaftlichen Symposium zusammengeführt werden. Dabei wird zunächst bilanziert, wo die Forschung zur Resilienz und Transformation von Städten und Regionen steht, um dann über zukünftige Aufgaben und das systematische Implementieren von Reallaboren und ihrer Erforschung zu diskutieren. Es werden dabei auch konkrete Beispiele derartiger Labore einbezogen, die unter anderen durch die Impulse der ExpertInnen des Institut für urbane Entwicklungen der Universität Kassel und den kooperierenden NaWis-Institutionen vorgestellt werden.
Das vollständige Programm und mehr Informationen zur Tagung finden Sie hier.

„Universitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz?“ Vortrags- und Diskussionsabend an der Bergischen Universität Wuppertal

Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Nachhaltige Hochschule“ der Heinrich-Böll-Stiftung NRW fand am 13.05. ein Vortrags- und Diskussionsabend „Universitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz“ an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Dort wurden die Fragen beleuchtet, wie Universitäten in Forschung Lehre positiv auf die Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft einwirken können, ob sie dabei Unterstützung und Impulse von außen benötigen und wie die Arbeit von außeruniversitären Instituten mit den Hochschulen konkret aussieht.

Im ersten Teil hat Dr. Philip Schepelmann vom Wuppertal Institut für Umwelt, Klima und Energie die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der transformativen Forschung vorgestellt. Er erläuterte, wie aus ökologischen Problemanalysen technische und ökonomische Innovationen entwickelt werden können und wie durch Implementation und Wissenstransfer diese Innovationen zu größerem Nutzen für Umwelt und Mensch gebracht werden können. Bezogen auf die Thematik des Abends stellte er die These auf, dass Universitäten alleine kein praxisbezogenes Verständnis von Nachhaltigkeit entwickeln können und hierzu eine Kooperation mit externen Stellen notwendig ist.

Im zweiten Teil bereicherte Sonja Stracke von der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz (Neue Effizienz), wie zum einen Nachhaltigkeits- und Effizienzkonzepte innerhalb der Wirtschaft spürbare Vorteile erzeugen und sich eine Vereinbarkeit von ökologischen Notwendigkeiten mit ökonomischen Nutzen ergibt. Dabei sind vor allem Netzwerk- und Vermittlungsarbeit die Haupttätigkeit der Neuen Effizienz. Dies geschieht nicht nur zwischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren, sondern immer mehr auch für eine breitere Öffentlichkeit durch eine weit angelegte Bildungsarbeit. Insgesamt soll die Machbarkeit einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation im Rahmen ökologischer Grenzen deutlich gemacht werden. Die Möglichkeiten von Hochschulen wurden gerade in einer Kooperation mit außeruniversitären Instituten gesehen und betont. So können Universitäten über ihren direkten Einflussbereich hinaus Veränderungen bewirken.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem die wissenschaftliche Tätigkeit zwischen den Instituten und den Hochschulen näher besprochen. Auch die z.T. schwierigen Bedingungen, unter denen Forschung und Lehre stattfindet, wurden kontrovers diskutiert. Meist hielten sich die Beiträge zwischen skeptischer Betrachtung der Erfolgsaussichten und Begeisterung über die Chancen der transformativen Bildung und Forschung.

Überblick über Nachhaltigkeits-Aktivitäten der rheinland-pfälzischen Hochschulen

Die rheinland-pfälzischen Hochschulen zeigen ein beachtliches Engagement für eine Orientierung an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen in Lehre, Forschung und Verwaltung – dies belegt eine aktuelle umfassende Darstellung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK). Im Leitbild der Hochschule Trier ist beispielsweise die Orientierung an einem nachhaltigen Handeln zentral verankert, die Verpflichtung für eine Ausrichtung der Hochschule am Nachhaltigkeitsleitbild wird ebenfalls in den kommenden Hochschulentwicklungsplan eingehen.
Besonders im Bereich des Studiums gibt es eine Reihe von innovativen Ansätzen und Studiengängen. Laut einer Erhebung des MBWWK ist die Anzahl einschlägiger Studiengänge in den vergangenen Jahren von 4 Studiengängen (2009) auf 33 (2012) gestiegen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Veranstaltungs-Formaten, wie Summer-Schools, Ringvorlesungen, Massive Open Online Courses (MOOCs) oder interdisziplinäre Studium Generale mit dem Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung.
Auch im Bereich Forschung fokussieren die rheinland-pfälzischen Hochschulen in den letzten Jahren stärker eine interdisziplinäre Bearbeitung von Frage- und Problemstellungen der Nachhaltigkeit. Im Rahmen des landesweiten Forschungs- und Technologie-Programms und der Forschungsinitiative des Wissenschaftsministeriums werden aktuell fünf Projekte mit konkretem Nachhaltigkeitsbezug in Höhe von jährlich rund 2 Millionen Euro gefördert. Die Projekte zielen auch auf eine Strukturbildung und thematische Profilierung der einzelnen Hochschulen. Im Rahmen dieser zunehmenden Vernetzung von WissenschaftlerInnen, wurden auch neue Forschungskooperationen, wie das interdisziplinäre Forschungscluster Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Koblenz initiiert.
Das aktuelle Papier des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums mit Informationen zu den vielfältigen Projekten und Initiativen der rheinland-pfälzischen Hochschulen kann hier eingesehen werden.
Nachhaltigkeit in den rheinland-pfälzischen Hochschulen

Bundesregierung legt Schwerpunktbericht zu Forschung und Innovation 2014 vor

Das Bundeskabinett hat in der vegangenen Woche den „Bundesbericht Forschung und Innovation 2014“ beschlossen. Der Bericht bietet einen umfassenden Überblick der Entwicklungen in den Bereichen Forschung und Innovation auf Bundes- und Landesebene mit Bezug auf den europäischen und internationalen Kontext. Mit Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von drei Prozent des BIP sowie knapp 600.000 Menschen, die in wissenschaftlichen Einrichtungen beschäftigt sind, ist Deutschland „zu einem der attraktivsten Standorte für Forschung und Innovation geworden“ sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in der Pressemitteilung zum Bericht.

Auch im Hinblick auf die Entwicklungen der Nachhaltigkeitsforschung ist der Bericht interessant. Auf Bundesebene wird die Forschungsstrategie des Bundes im Bereich Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit sowie das Rahmenprogramm FONA (Forschung für Nachhaltigkeit) mit seinen einzelnen Schwerpunkten vorgestellt (S. 131ff.). Weiterhin findet eine ausführliche Darstellung der Landesaktivitäten statt. In Baden-Württemberg stellt die Förderung der nachhaltigen Wissenschaft und Forschung einen Schwerpunkt der landesweiten Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen dar (S. 258). In Nordrhein-Westfalen rahmt die Forschrittsstrategie NRW eine Forschung zu den gesellschaftlichen Herausforderungen (S. 321f.). Auch in dem dem Teilbericht aus Niedersachen wird konstatiert, dass Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre eine der Leitideen künftiger Hochschulentwicklung sein soll (S. 315). 

Die Tabellen zu den Ausgaben des Bundes für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung nach Förderschwerpunkten und Förderbereichen für die Jahre 2011 bis 2014 (S. 286ff.) zeigen, dass die Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland insgesamt einen Aufschwung erfährt.

Buchpräsentation „Partizipation in der Wissenschaft“ am 19.06.2014

Am 19. Juni 2014 von 18:00 bis 21:00 Uhr lädt die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler ein zur Buchpräsentation „Partizipation in der Wissenschaft“ im Konferenzraum der Geschäftsstelle der VDW, Marienstr. 19/20 10117 Berlin

Die Autorin, Dr. Steffi Ober, beleuchtet das Verhältnis von Forschungspolitik und Zivilgesellschaft am Beispiel der Hightech-Strategie. Ihr Ansatz beschreibt nur einen Ausschnitt der Forschungspolitik, der jedoch große Summen und zentrale gesellschaftliche Themen bewegt. Große Herausforderungen wie Klimawandel, sich erschöpfende Ressourcen und die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung werfen neue Fragen an die Wissenschaft auf. Von ihr werden Antworten auf die Transformationen in der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft erwartet. Forschung soll die notwendigen Innovationen in Infrastruktur und Produktion voranbringen. Die Bundesregierung unterstützt Wissenschaft und Wirtschaft in der Gestaltung der Zukunft mit der Hightech-Strategie. Bislang wurde jedoch noch wenig untersucht, inwieweit diese Strategie mit der Gesellschaft verzahnt ist und ob sie im ausreichenden Maße dazu beiträgt, die globalen Zukunftsprobleme zu lösen. Die Untersuchung »Partizipation in der Wissenschaft« kommt hier zu einem kritischen Ergebnis.

Ein Blick auf die Strukturen in der Forschungspolitik schärft das Bewusstsein, wie man eine nachhaltige und transdisziplinäre Wissenschaft für die Lösung einer solch großen Herausforderung stärken kann. Die Zivilgesellschaft und ihre Akteure spielen in der Problemformulierung und -bearbeitung eine wesentliche Rolle. Wie dies besser gelingen kann, soll mit dieser Veranstaltung aus mehreren Perspektiven und mit unterschiedlichen ReferentInnen diskutiert werden.

Prof. Dr. Gesine Schwan lebt und verteidigt die Demokratie mit aller Kraft. Wissenschaft und Forschung müssen in ihrer Ausrichtung demokratisch mitbestimmt und kontrollierbar sein, da sie die Gesellschaft ganz wesentlich heute und in Zukunft prägen.

Prof. Dr. Dirk Messner bringt als Mitglied des WBGU und vor allem als Direktor des DIZ den Blick auf internationale Erfahrungen mit ein. Dort sind transdisziplinäre Wissenschaftsansätze schon wesentlich besser etabliert und strukturell verankert als in Deutschland.

Prof. Dr. Ulrich Bartosch ist Professor für Pädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und als solcher intensiv in die Diskussionen um Partizipation in der Wissenschaft eingebunden.

Im Anschluss an die Diskussion wird es einen kleinen Empfang geben. Bitte melden Sie sich möglichst zeitnah, mit Angabe des Veranstaltungstitels unter veranstaltungen@vdw-ev.de an.

Begleitforschung zu Reallaboren in Baden-Württemberg ausgeschrieben

Um die Hochschulen in Baden-Württemberg in ihrem Beitrag für nachhaltige Entwicklung zu stärken, hat die Landesregierung 2013 im Rahmen des Innovations- und Qualitätsfonds ein Förderprogramm im Umfang von 5 Mio. € zur Einrichtung sogenannter Reallabore ausgeschrieben. Im Rahmen einer ersten Auswahlrunde wurden 10 Projektanträge ausgewählt und die Antragsteller aufgefordert Vollanträge einzureichen. Die endgültige Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt bis Herbst 2014. Die abschließend ausgewählten Projekte sollen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. Ziele der Begleitforschung sind die Einbindung der Projektfragestellungen und -ansätze in eine Gesamtbetrachtung und die Unterstützung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis. Anträge zur Begleitforschung können bis zum 30.06.2014 eingereicht werden.
Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

Konferenz „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“ am 16./ 17. Juni

Was sind die neusten Entwicklungen im Verhältnis Wissenschaft und Politik? Wie stellt sich die Wissenschaft auf die veränderten Ansprüche und den sich wandelnden Bedarf der Politik ein? Und welche Rolle spielen Stiftungen, die sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik bewegen? Die internationale Konferenz „Interfaces of Science and Policy and the Role of Foundations“, die am 16. und 17. Juni 2014 im Humboldt-Carrée in Berlin stattfindet, soll helfen die Fragen zu beantworten.

Die Konferenz wird von der Stiftung Mercator, dem Forum Internationale Wissenschaft der Universität Bonn, der University of Sussex und dem Stanford Center on Philanthropy and Civil Society gemeinsam ausgerichtet. Fünf verschiedene Diskussionsrunden und vier Einführungsvorträge sollen dazu dienen, das Verhältnis von Wissenschaft und Politik systematisch zu untersuchen. Betrachtet werden soll unter anderem wie sich die Wissenschaft in Bezug auf ihre Auswahl- und Bewertungskriterien für Forschungsagenden, ihre Kommunikationsformen, die von ihr geleistete Beratung sowie ihre Institutionen und Funktionen verändert. Daneben wird auch die Rolle von Stiftungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik besondere Beachtung finden.

Informationen zur Anmeldung und das vollständige Programm können Sie hier einsehen.

Forschung für Nachhaltigkeit: 10 Projekte für die Einrichtung von Reallaboren an baden-württembergischen Hochschulen für Endrunde qualifiziert

In der Bewerbung für Fördermittel des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums zur Einrichtung von so genannten Reallaboren haben insgesamt zehn Projekte die Vorrunde erfolgreich bestanden und können nun mit Vollanträgen an der entscheidenden Endauswahl teilnehmen. Mit dem Förderprogramm Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung“ nimmt Baden-Württemberg eine Pionierrolle ein, da dieser Ansatz bisher wenig verbreitet ist.

In Reallaboren begeben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in reale Veränderungsprozesse. Sie begleiten z. B. die Sanierung von Stadtteilen oder die Einführung nachhaltiger Mobilitäts- oder Energiesysteme vor Ort. Reallabore helfen gesellschaftliche Veränderungsprozesse besser zu verstehen, mitgestalten und in ihren Wirkungen messen zu können. Sie bieten Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und freien Forschungsinstituten sowie zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Die zehn in der Vorrunde erfolgreichen Projekte können nun bis zum 18. Juli 2014 Vollanträge einreichen, über die im Herbst 2014 gutachterlich entschieden wird. Für die Erstellung der Vollanträge können die Projekte bereits jetzt mit bis zu 50.000 Euro gefördert werden. Förderbeginn für die in der Endauswahl erfolgreichen Projekte ist voraussichtlich Dezember 2014. Die Reallabore werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Mehr als 15 Millionen Euro für ‚Fortschrittskollegs NRW‘

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat die sechs Gewinner im neuen Förderprogramm „Fortschrittskollegs NRW“ bekanntgegeben. Bei ihrer Entscheidung folgte sie den Empfehlungen einer Gutachterjury unter Leitung von Professor Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. In den nun ausgewählten Fortschrittskollegs arbeiten die Doktorandinnen und Doktoranden in inter- und transdisziplinären Forschungsumfeldern wie z.B. den regionalen Innovationsnetzwerken an komplexen Fragestellungen.

Die sechs Fortschrittskollegs werden über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit 2,6 Millionen Euro je Kolleg vom Wissenschaftsministerium gefördert, insgesamt also 15,6 Millionen Euro. Die Förderung beginnt am 1. Juli 2014. Vor wenigen Tagen erst hatte Ministerin Schulze ein weiteres Programm für den Forschungsnachwuchs vorgestellt, dotiert mit 14,4 Millionen Euro: Zwölf herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bauen eigene Forschungsgruppen auf. Die Gesamtförderung beider Nachwuchsprogramme beträgt also 30 Millionen Euro.

Beide Programme sind Bestandteil von „Fortschritt NRW“, der Forschungsstrategie des Landes NRW. Diese Strategie ist auf Forschung für nachhaltige Entwicklung auf den Feldern der großen Zukunftsfragen ausgerichtet: Klimaschutz, Energieversorgung und Mobilität ebenso wie Ernährung, Gesundheit und soziale Sicherheit. Ziel ist dabei stets, die Lebenswelt der Menschen spürbar zu verbessern.

DIe geförderten Projekte können Sie hier einsehen.

Transformative Wissenschaft – Perspektiven für eine Volluniversität

Am 6. Mai hielt Uwe Schneidewind im Rahmen des ersten „Göttinger Sternwartengesprächs“ an der Universität Göttingen einen Vortrag zum Thema „Transformative Wissenschaft – Perspektiven für eine Volluniversität?“ Die Sternwartengespräche sind eine neue Veranstaltungsreihe der Universität Göttingen, die einen internen Diskurs zwischen interessierter Hochschulöffentlichkeit, Präsidium und Gremienmitgliedern am Göttingen Research Campus über die Zukunft von Universität, Wissenschaft und Wissenschaftspolitik anregen sollen.
In dem Vortrag ging Uwe Schneidewind auf den Begriff der transformativen Wissenschaft ein, thematisierte das damit verbundene neue Wissenschaft-Gesellschaftsverhältnis und die mit einer transformativen Wissenschaft zusammenhängenden Prinzipien und Methoden. Dabei wurde deutlich, dass exzellente disziplinäre und interdisziplinäre Forschung sich in hohem Masse zu einer transformativen und transdisziplinären Forschung komplementär verhalten, wenn die Forschungsfragen in den Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen eingebettet sind. Dieses Potenzial wird von vielen Volluniversitäten erst in Ansätzen genutzt.
 
Die Folien zum Vortrag sind hier abrufbar:
140506-Uni-Goettingen-Transformative-Wissenschaft-Voll-Universitaet

Die ursprüngliche Vortragsankündigung der Universität Göttingen finden Sie hier.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Neue Allianzen zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft – Veranstaltungsbericht zur Tagung der Plattform Forschungswende

„Nicht Ob sondern Wie“ – Zwischenbilanz der zivilgesellschaftlichen Beteiligung in der Wissenschaft

Mit ca. 100 TeilnehmerInnen zogen die OrganisatorInnen der Zivilgesellschaftichen Plattform Forschungswende am 07.05. in der BBAW ihre Zwischenbilanz. Seit Start der Plattform im Sommer 2012 hat die Plattform mit einer Reihe von Veranstaltungen, einem Gutachten zur Transparenz und Partzipation in der Wissenschaftspolitik und eigenen Forderungen der zivilgesellschaftlichen Verbände das Thema der Beteiligung der organisierten Ziviligesellschaft auf die wissenschaftspolitische Agenda gebracht. Nicht zuletzt die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankerte Einbindung der Zivilgesellschaft in der Diskussion neuer Forschungsprogramme zeigt, dass es bei diesen Forderungen nicht mehr um die grundsätzliche Frage des „Ob“, sondern um die Fragen des „Wie“ der zivilgesellschaftlichen Partizipation in der Wissenschaftspolitik geht.

„Die Wissenschaftspolitik braucht die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft“

Die Plattform Forschungswende bündelt dabei die wissenschaftspolitischen Anliegen der einzelnen Verbände und bildet damit auch für die wissenschaftspolitischen Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung einen wichtigen Ansprechpartner. So sprach Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Abteilungsleiter im BMBF, in seiner Rede den Plattform-OrganisatorInnen explizit seinen großen Dank für die geleistete Aufbauarbeit aus und betonte, dass die Wissenschaftspolitik den Dialog und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft brauche. Die neue Hightech-Strategie werde zum ersten Prüfstein, inwiefern die Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit und Beteiligung, sowie sozialer und ökologischer Innovationen, in die Wissenschaftspolitik Eingang gefunden habe. Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, forderte dabei, dass für eine solche Zusammenarbeit auch ein capacity building in den einzelnen Verbänden gefördert werden müsse, sonst drohe der Prozess die Verbände zu überfordern. Der Aufbau einer zivilgesellschaftlichen Agora könnte zu diesem capacity building entscheidend beitragen. Auch die Förderung des strukturierten Dialogs mit zivilgesellschaftlichen VertreterInnen vor Antragstellung eines konkreten Forschungsprojektes wäre ein wirksames Instrument zur stärkeren Beteiligung, so der Publikums-Beitrag von Herrn Joachim Spangenberg.

„Es bleibt ein Kampf auf allen Steuerungsebenen“

Die Integration zivilgesellschaftspolitischer Positionen in konkrete transdisziplinäre Forschungsprozesse oder ganze Forschungsagenden bleibt damit aber ein harter Kampf auf allen Steuerungsebenen, auch dies wurde durch Publikumsbeiträge zur Forschungspolitik der EU und der Bundesländer deutlich. Die Fortschreibung der Schwerpunktlinie „Wissenschaft in der Gesellschaft“ des 7. FRP der EU zur Richtline „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ im 8. FRP der EU konnte, so die Aussage von Claudia Neubauer, nur unter massivem Eingriff beteiligter Organisationen sicher gestellt werden. Auch auf Länderebene gibt es trotz einiger Erfolge mit neuen Förderrichtlinien, weiterhin viel Arbeit: Till Westermayer, Referent für Wissenschaft der Grünen in Baden-Würrtemberg, betonte dass die vergleichsweise kleine Änderung der Verwaltungspraxis mit einer Verankerung von pluralistisch besetzten Hochschulräten im neuen Landeshochschulgesetz zu massiven Widerständen der bisherigen Hochschulrats-Mitglieder geführt habe.

Der Nachmittag der Veranstaltung stand dann auch im Zeichen erfolgreicher Beispiele und der Geschichten des Gelingens, wie zum Beispiel des Next Hamburg oder der Vorstellung beginnender Prozesse, wie dem Forschungsforum Energiewende. Dr. Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der AG Bildung und Forschung der SPD-Bundestagfraktion, verwies darüber hinaus auf den laufenden politischen Prozess, in den es sich aktiv einzubringen lohnt. Die SPD hat in einem 2013 erschienen Positionspapier die Idee eines Bürgerzukunftsfonds gestärkt. Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende will, im Falle einer Weiterförderung durch das UBA, stärker die Zusammenarbeit mit den Bundesländern und den dortigen zivilgesellschaftlichen Landesverbänden suchen.

Erster studentischer Kongress „Nachhaltige Hochschulen“ vom 29.05. bis 01.06.2014

Vom 29.05. bis 01.06.2014 gestalten die drei bundesweit aktiven studentischen Nachhaltigkeitsnetzwerke, der Arbeitskreis Nachhaltigkeit des FZS, das Netzwerk Klimagerechte Hochschule und das Netzwerk studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen (netzwerk n) erstmals einen gemeinsamen Kongress „Nachhaltige Hochschulen“. Ziel der Veranstaltung ist es studentische Initiativen, Referate und Arbeitsgemeinschaften die sich mit Umwelt, Ökologie, globaler Gerechtigkeit und/oder Nachhaltigkeit beschäftigen, miteinander zu vernetzen. Dabei wird es die Möglichkeit geben sich zu verschiedenen Themen und Problemen im Rahmen eines studentischen Nachaltigkeitsengagements an der eigenen Hochschule auszutauschen. Im Rahmen des partizipativen Formats der Veranstaltung soll auf die Interessen der anwesenden Teilnehmenden eingegangen werden und im Laufe des Kongresses eine gemeinsame Kampagne erarbeitet werden.
Stattfinden wird das Treffen in der „Freien Alternativ Schule Dresden“ . Für das gesamte Wochenende wird ein Beitrag von 25 € erhoben. Ist es nicht möglich diesen Beitrag über die eigene Hochschule zu finanzieren, besteht die Möglichkeit über einen Härtefall-Antrag einen Zuschuss zu erhalten. Eine frühzeitige Anmeldung ist erwünscht an folgende Mailadresse: anmeldung.knh.oeko@stura.htw-dresden.de
Auch Programmvorschläge werden noch entgegen genommen: programm.knh.oeko@stura.htw-dresden.de

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

„Spreading Degrowth“ – Sommerakademie der VÖW und des netzwerk n

Vom 30. Juli bis 2. August 2014 lädt die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) und das studentische Netzwerk der Nachhaltigkeitsinitiativen (netzwerk n) zur diesjährigen Sommerakademie „Spreading Degrowth“ in Lobetal bei Berlin ein. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre werden dieses Mal Strategien für die Verankerung neuer Konzepte (z.B. degrowth) in Wissenschaft und Lehre gesucht. Die Erfahrungen der Nachhaltigkeitsbewegung bieten dabei ein hervorragendes  Fallbeispiel für die Gestaltungsmöglichkeiten von Studierendeninitiativen. Die Ergebnisse der Sommerakademie werden im September in die Diskussionen auf der internationalen Degrowth Konferenz in Leipzig einfließen.

Die interdisziplinäre Akademie ist offen für Studierende, Absolvent_innen und Doktorand_innen aller Fachrichtungen. Voraussetzung ist ein gewisses Grundwissen und Interesse an alternativen Ansätzen im Bereich degrowth. Eine Bewerbung mit einem kurzen Lebenslauf und einem halbseitigen Motivationsschreiben (Anmeldeformular auf der Homepage) ist bis zum 25. Mai 2014 möglich. Die Bewerbung oder Fragen können an folgende Adresse gerichtet werden: sommerakademie(at)voew.de

Die komplette Ausschreibung der Sommerakademie finden Sie hier.

 

Universtitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz? Vortrag am 13.05. an der Bergischen Universität Wuppertal

Am 13.05.2014 um 18.00 bis ca. 20.00 Uhr findet an der Bergischen Universität Wuppertal (Campus Grifflenberg, Raum K.11.20) eine Diskussionsveranstaltung zu Nachhaltigkeit und Effizienz an Universitäten statt.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile allgegenwärtig. Doch was genau meint nachhaltige Entwicklung und wie wird sie angestoßen? Universitäre Wissenschaft kann die verschiedenen Auffassungen von Nachhaltigkeit untersuchen und strukturieren. Darüber hinaus können Universitäten zwischen Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft vermitteln und sogar eine transformierende Wirkung entfalten. Sonja Stracke von der Agentur Neue Effizienz und Dr. Philipp Schepelmann vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erläutern im Rahmen der Veranstaltung praktische Konzepte für Nachhaltigkeit und Effizienz und wie sich die Bergische Universität daran beteiligt.

Transdisziplinaritäts-Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg

Vom 01. bis 09. September 2014 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die dritte Summerschool „Transdisciplinary Research at the Science | Society Interface“ statt. Die diesjährige Summerschool beinhaltet ein fünf-tägiges Intensiv-Training zu theoretischen und methodischen Fragen der transdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Zusätzlich wird ein zweitägiges Training „mutual learning in urban climate change adaptation“ in Kooperation mit dem Climate Service Center, Hamburg angeboten. Zielgruppe der Summerschool sind sowohl WissenschaftlerInnen aller Disziplinen als auch Praxisakteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Eine Anmeldung zur Summerschool ist bis zum 15. Juni möglich.

Das komplette Programm und mehr Informationen zur Summerschool erhalten Sie hier.

2. Symposium Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (SISI) des BMBF am 08.05. in Berlin

Am 08.05.2014 findet im Humboldt Carre in Berlin das zweite Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ des BMBF statt. Ziel der Veranstaltung ist es, sich über Erfahrungen, Herausforderungen und gute Beispiele zur Implementierung von Nachhaltigkeit in der deutschen Wissenschaftslandschaft auszutauschen. Die Ergebnisse des Symposiums sollen auch dazu dienen konkrete Maßnahmen und Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in der Forschung zu erörtern, sowie Impulse für das neue BMBF-Rahmenprogramm zur „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³) zu generieren.
Das Programm des Symposiums finden Sie hier online. Eine Anmeldung zum Symposium ist weiterhin möglich.

„Wissenschaftspolitik demokratischer gestalten“ – Artikel von Steffi Ober in der neuen GAIA

Über Ziele und Strategien von Forschungsagenden entscheiden vornehmlich Vertreter(innen) aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Zivilgesellschaftliche Akteure fehlen allzu oft in diesen Prozessen – und damit fehlt die gesellschaftliche Legitimation der Forschungsagenden. Demokratischere Entscheidungsprozesse führen dagegen zu einer transparenteren Wissenschaftspolitik und treiben die Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit voran.
In ihrem neuen Artikel in der GAIA 2/2014 nimmt Dr. Steffi Ober die Strukturen der deutschen Forschungsförderung kritisch in den Blick und plädiert für deren Demokratisierung durch eine stärkere zivilgesellschaftliche Einbindung beim Agendasetting von Forschungsprogrammen.

Den kompletten Artikel können Sie hier einsehen.

Ausschreibung von zwei Mitarbeiterstellen am Institut Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Bochum

Am Institut für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) der Hochschule Bochum sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Teilzeit-Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / wissenschaftliche Mitarbeiter zu besetzen.  Das IBKN ergänzt die Fachausbildung in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und unterstützt damit die Entwicklung der Studierenden zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die in ihren beruflichen Alltag Aspekte der Nachhaltigkeit hinein tragen. Die Tätigkeiten im Rahmen der Mitarbeiterstellen erfolgen im Zusammenhang mit der Einführung eines Bachelor-Studiengangs „Nachhaltige Entwicklung“.

Mit den Stellen sollen u. a. folgende Aufgaben verbunden werden:
  • Unterstützung bei der Organisation und Lehre im Studiengang „Nachhaltige Entwicklung“ als forschende Lehre
  • Wissenschaftliche Mitarbeit in Projekten zu Problemlagen und Lösungsansätzen der Nachhaltigen Entwicklung
  • Selbständige Planung und Akquise wissenschaftlicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte
  • Selbständige Erstellung wissenschaftlicher Abschlussberichte und entsprechender Publikations- und Vortragsbeiträge
  • Konzepterstellung zu Train-the-Trainerangeboten
  • Selbständig zu entwickelnde empirische Studien zu den Themen der Nachhaltigen Entwicklung

Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Bewerbungsschluss ist der 02.05.2014.
Die komplette Stellenausschreibung finden Sie hier.

Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Eckpunktepapier zur gemeinwohlorientierten Forschungspolitik veröffentlicht

Der zweite internationale Peer Report zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung mahnt die deutsche Forschungspolitik, konsistenter als bislang die Forschungsstrategien auf Gemeinwohlorientierung zur Sicherung der kollektiven Güter auszurichten.

Transdisziplinäre Forschungsansätze unter Einbeziehung gesellschaftlicher Akteure und ein gemeinsames Agenda-Setting sind dazu unverzichtbar. Das Eckpunkte-Papier der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende nimmt eine Analyse vor, wie Forschung und Gemeinwohl bislang verlinkt sind, welche Anforderungen an die Forschungspolitik hinsichtlich der Großen Herausforderungen gestellt werden und welche Schritte hin zu einer gemeinwohlorientierten Forschungsstrategie erforderlich sind.

Das Eckpunkte-Papier können Sie hier herunterladen.

Lehrbuch „Nachhaltigkeitswissenschaften“ von Wissenschaftlern der Leuphana Universität herausgegeben

Die Wissenschaftler der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg haben ein erstes deutschsprachiges  Lehrbuch „Nachhaltigkeitswissenschaften“ (Heinrichs/ Michelsen 2014) herausgegeben. Mit vielen Info-Kästen und illustrativen Fallbeispielen gibt das Lehr- und Arbeitsbuch einen umfassenden Überblick über die inter- und transdisziplinäre Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaft. Neben einer Einführung in den Hintergrund und die Entstehungsgeschichte von nachhaltiger Entwicklung und Nachhaltigkeitswissenschaften, werden zentrale ethische und methodologische Prinzipien der Nachhaltigkeitswissenschaften beschrieben, sowie naturwissenschaftliche und humanwissenschaftliche Perspektiven aufbereitet. Abschließend bietet das Lehrbuch einen Überblick über praktische Handlungsfelder der Nachhaltigkeitswissenschaften. Das Lehrbuch stellt eine hervorragende und aktuelle Zusammenstellung zentraler Diskussionen in dem wissenschaftlichen Gebiet der Nachhaltigkeitswissenschaften dar und zeigt einmal mehr, welchen Mehrwert die kooperative Zusammenarbeit von NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen in eigenen Forschungs-Instituten und Fakultäten für die wissenschaftliche Gemeinschaft haben kann.

Das Lehrbuch kann im Springer-Verlag bestellt werden.


Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Stellenausschreibung zur Entwicklung des Kompetenzfeldes Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Hochschule München

An der Hochschule München ist die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiter/in zur Entwicklung des Kompetenzfeldes Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 10. April 2014. Die Stelle ist in dem Projekt „Für die Zukunft gerüstet“ an der Professur Nachhaltiges Zukunftsmanagement angesiedelt und wird finanziert aus dem Qualitätspakt Lehre.

Die Aufgaben der zukünftigen Stelle umfassen:
  • die Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzeptes zur Stärkung der Nachhaltigkeitskompetenz von Studierenden

  • die wissenschaftliche Fundierung des Konzepts unter Berücksichtigung ethischer Aspekte sowie der Methoden des ganzheitlichen Denkens und Entscheidens

  • die Unterstützung bei der Einwerbung von Förder- und Drittmitteln rund um den Bereich „Nachhaltiges Zukunftsmanagement“ (u.a. vorbereitende administrative und unterstützende Tätigkeiten bei der Antragstellung, Durchführung und Abwicklung von Projekten auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene)

  • die Organisation und Beteiligung an hochschulspezifischen Forschungs- und Netzwerkaktivitäten zur Weiterentwicklung des Kompetenzfeldes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

  • die Mitarbeit bei der Dokumentation und Evaluation der BNE-Aktivitäten im Rahmen des Projektes „Für die Zukunft gerüstet“

Bewerbungen können bis zum 10.04. digital eingereicht werden: jobs-bewerbung@hm.edu
Die komplette Ausschreibung finden Sie hier:
10-02-14

Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Studiengang Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht

Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement sind zwei Themengebiete, die sich als Gegenstand der beruflichen Weiterbildung hervorragend ergänzen und vielfältige Synergien aufweisen. Die Erkenntnis, dass sich langfristig ökonomische Ziele (wie Kosteneffizienz und Qualität) nur durch die gleichzeitige Beachtung von ökologischen und sozio-kulturellen Zielen verwirklichen lassen, führt zu einem Bedarf an vielseitig gebildeten Akteuren in Unternehmen, Institutionen und Gesellschaft. Der weiterbildende Masterstudiengang „Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin macht Wege dazu praktisch greifbar und möchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit machen für neue Herausforderungen. TÜV-Zertifikate im Qualitätsmanagement in Zusammenarbeit mit der TÜV-Akademie Rheinland, systematisches Training der Soft-Skills der Studierenden sowie berufsorientiertes Coaching runden das Studienangebot ab.

Am 03.06.2014 wird der Studiengang auf einem Info Abend vorgestellt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Nähere Informationen erhalten Sie hier:
MA_NaQM_Broschüre_2013_web


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Eröffnungsfeier des Instituts für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Bochum

Am 31.03.2014 findet an der Hochschule Bochum die Eröffnungsfeier des Instituts für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) statt. Das IBKN ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Bochum und Nachfolgeeinrichtung des „Instituts für Zukunftsorientierte Kompetenzentwicklung – IZK“. Es ergänzt die Fachausbildung in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch fachübergreifende Bildungsangebote im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung. Unter dem Begriff „Schlüsselbildung“ fördern die Lehrveranstaltungen des IBKN die Entwicklung von Studierenden zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die ihre Fähigkeiten, Stärken und Schwächen kennen, daran arbeiten und nachhaltig beruflich handeln lernen.
Das Programm zur Eröffnungsveranstaltung kann hier herunter geladen werden:
IBKN_Einladung_Eroeffnungsveranstaltung

Studentische Konferenz „Nachhaltige Uni & Urbaner Campus“, 15.5. – 16.5.2014 in Sommerhausen

Im Rahmen des Symposiums „Urbanity and Human Ecology“ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie (DGH) und dem Commonwealth Human Ecology Council (CHEC) vom 14.5. – 17.5. 2014 findet die Studentische Konferenz „Nachhaltige Uni & Urbaner Campus“ statt.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung ist wichtiger den je, denn die junge Generation steht vor der großen Herausforderung die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Die Universität soll die Studierenden auf diese Aufgabe vorbereiten und ist gleichzeitig selbst Gegenstand von Reformbestrebungen. Durch studentische Mitbestimmung eröffnen sich neue Perspektiven: Wie kann ein nachhaltiger, urbaner Campus aussehen, der in engem Bezug zur Region steht und einen öffentlichen Ort des Austausches darstellt? Studierende präsentieren visionäre Ideen, wie sie ihre Universität gestalten wollen, und machen Vorschläge wie transdisziplinäres Lernen und Arbeiten aussehen kann. Raus aus dem Hörsaal – Rein in die Realität: Nach diesem Prinzip soll in Zukunft in „Reallaboren“ die Wissenschaft zusammen mit Kommunen, Verbänden, Betrieben und Unternehmen gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen vor Ort anpacken.“ (Ankündigungstext zur Konferenz)

Abstracts (ca. eine halbe DIN A4 Seite) für Projekte und Ideen, die auf der Konferenz vorgestellt werden sollen, können noch bis zum 23. März 2014 an dgh2014@dg-humanoekologie.de geschickt werden. Die thematischen Stränge dafür sind:
Nachhaltigkeitswissenschaft – Forschung für nachhaltige Entwicklung – Transdisziplinäre Lehre – Regionale Kooperation & Praxis – Reallabore- Urbaner Campus – Nachhaltigkeitscheck für die Universität – Studentische Mitbestimmung

Mehr Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“

Vom 30. Juni bis 02. Juli 2014 findet an der Universität Wien das 13. Jahrestreffen des „Science and Democracy Network“ (SDN) statt. Das Netzwerk beschäftigt sich mit Fragestellungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, sowie Technikfolgenabschätzung. Das diesjährige Treffen wird entlang der drei Themenschwerpunkte „institutions“, „citizenship and partizipation“ und „communication and representation“ ausgerichtet. Die OrganisatorInnen laden dazu ein Paper-Abstracts (300 Wörter), die Bezug zu einem der drei Schwerpunkte, haben bis zum 15. März einzureichen. Vor allem WissenschaftlerInnen, die im letzten Jahrestreffen nicht präsentiert haben, werden die Möglichkeit haben ihre Forschungsarbeiten vorzustellen. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Forscher kritisieren Innovationsbericht – taz-Artikel über das Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation

Unter dem Titel „Schuss nach hinten“ erschien in der taz vom 06.03.2014 ein Artikel von Manfred Ronzheimer über das von der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) vorgelegte Gutachten „Forschung, Innovation und technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands“. Der Wissenschaftsjournalist beleuchtet darin vor allem die Einschätzungen der Expertenkommission zum EEG, dem in der Frage der Innovationsförderung kein Erfolg zugesprochen wird, kritisch. Diese Einschätzungen hatte bundesweit zu Stellungnahmen von wissenschaftlichen Expertenkreisen und außeruniversitären Instituten, wie dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, geführt.

Der komplette taz-Artikel kann hier gelesen werden.
Das EFI Gutachten kann hier eingesehen werden.

„Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik?“ Eine Zwischenbilanz der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende

Die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende lädt ein zur Tagung „Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Politik? Eine Zwischenbilanz“ am 07. Mai 2014, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt in Berlin. Auf der Tagung sollen nach zwei Jahren Laufzeit des UBA-Projektes „Transparenz und Partizipation in der Forschungspolitik“ bisherige Erfolge und noch ausstehende Hürden in der Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutiert werden.

„Der Koalitionsvertrag verspricht verheißungsvoll, die Akteure der Zivilgesellschaft konsequent in die Diskussion um Zukunftsprojekte und die Ausgestaltung von Forschungsagenden einzubinden.

Wie sieht die Realität aus? Welche Chancen und Hürden treten auf?
  • Chancen: Neue Allianzen zwischen Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erweitern den Horizont aller Beteiligten. Vertrauen wächst ebenso wie das Verständnis für die Sicht der Anderen. Eine größerer Diversität der Akteure im Formulieren von Forschungsagenden trägt dazu bei, dass die Entwürfe gerechter, robuster und innovativer werden. Geteilte Problemsichten, Bewertungen und Lösungsansätze führt in der Regel dazu, dass sich alle für den Prozess verantwortlich fühlen, ein entscheidender Vorteil für eine zügige Umsetzung.
  • Transparenz: Das Agendasetting in der Forschungspolitik verläuft bisher wenig transparent, partizipativ oder pluralistisch, eher homogen besetzte Expertenkommissionen formen gesellschaftliche Zukunftsentwürfe entscheidend mit.
  • Partizipation: Die Möglichkeiten der Verbände, sich in das Agendasettting der Forschung einzubringen, ist deutlich beschränkt sowohl im zuständigen Ministerium BMBF als auch in den großen Forschungseinrichtungen – so das Fazit einer Studie des ISOE, die der Autor Dr. Matthias Bergmann auf dieser Tagung vorstellen wird.
  • Innovation: Der herrschende Innovationsbegriff ist weitgehend auf technologische Innovationen verengt. Dies wird nicht ausreichen, um den großen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheiten und Welternährung zu begegnen.
  • Governance: Wie sieht eine Governance der Forschung aus, die den komplexen Herausforderungen in einer pluralen Gesellschaft gerecht wird? Wie kann die Wissenschaft ihre Eigengesetzlichkeiten behaupten und macht Partizipation überall Sinn?
  • Neue Ansätze: Das europäische Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 setzt auf „Responsible Research and Innovation“ mit dem Anspruch, dass die Zivilgesellschaft und ihre Akteure stärker in Agendasetting und Umsetzung einbezogen werden. Bottum up entstehen sozial innovative Energieprojekte in Städte und Dörfer, die Erfahrungswissen und neue Forschungsfragen sammeln. Dazu werden Beispiele aus einer Studie zu Good Practices von den Autorinnen Dr. Stella Veciana, Dr. Claudia Neubauer und Dr. Steffi Ober vorgestellt werden.“ (aus der Veranstaltungseinladung)
Gemeinsam mit Ihnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen die Rahmenbedingungen und Umsetzungsideen für mehr Beteiligung in der Wissenschaft und Forschung diskutiert werden. Nähere Informationen folgen in Kürze. Eine Anmeldung kann jetzt schon vorgenommen werden unter: forschungswende@vdw-ev.de.

Wie kann Forschung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden? – Projekt des Wissenschaftsladens Bonn

Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stellt für die kommenden Jahrzehnte eine große Herausforderung dar. Auf der europäischen Ebene ist die Orientierung an den „grand challenges“ und eine damit einhergehende Verantwortungsbewusste Forschung und Innovation (Responsible Research and Innovation, RRI) ein Schlüsselkonzept geworden.

Der Wissenschaftsladen Bonn ist vor diesem Hintergrund der deutsche Projektpartner im EU-Projekt „Responsible Research and Innovation (RRI) Tools“. „Ziel des Projekts, an dem Institutionen aus 30 Ländern teilnehmen: ein europaweit akzeptiertes Verständnis zu erarbeiten, was verantwortungsbewusste Forschung und Innovation ausmacht und Wege zu identifizieren, mit denen man eine solche verantwortungsbewusste Forschung realisieren kann. Angesprochen werden alle Akteure der Forschungs- und Innovations-Wertschöpfungskette, einschließlich der Wissenschaftler, Industrie, Zivilgesellschaft und Bildungsträger. Besonderes Augenmerk soll auf politische Entscheidungsträger gelegt werden, um in Zukunft die Lenkung und politische Steuerung des Forschungs- und Innovationsprozesses zu unterstützen.“ (Website zum Projekt)

Mehr Informationen zum Projekt erfahren Sie hier.

 

Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrikatage des BMBF

Am 17. und 18. März 2014 findet im Berlin Congress Center die Veranstaltung „Deutsch- Afrikanische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung – Afrika-Tage des BMBF“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stehen aktuelle Forschungsinitiativen des BMBF in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern. Schwerpunktthemen sind Bioökonomie, Gesundheit, Umwelt sowie die Beiträge von Bildung und Forschung zu gesellschaftlichen Umbrüchen. Im Rahmen von Fach-Workshops werden deutsche und afrikanische Expertinnen und Experten die für ihren Themenbereich interessanten Fragen diskutieren. Darüber hinaus wird ein fächerübergreifender Diskurs zu übergreifenden Querschnittsthemen stattfinden, der in gemeinsamen Empfehlungen für die Politik münden wird.

Die Einladung und das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Workshop TransformationTransformationsworkshop_vorläufiges Programm

Offener Brief der Early Career Scientists zum neuen Forschungsprogramm Future Earth

Im Anschluss an den German Future Earth Summit im Januar 2014 fand das Early Career Scientists (ECS) Netzwerktreffen statt, an dem über 50 WissenschaftlerInnen verschiedener Fachgebiete teilgenommen haben. Eingeladen waren alle DoktorandInnen, Post-Docs, NachwuchsgruppenleiterInnen, Junior-ProfessorenInnen und frischberufene ProfessorInnen, die Interesse an einer Vernetzung und Austausch im Rahmen von Future Earth haben. Während des Workshops wurde über Ziele und Aufgaben, eine mögliche Governance-Architektur des ECS Netzwerkes sowie über eine Petition von jungen WissenschaftlerInnen an das das Deutsche Komitee Nachhaltigkeitsforschung (DKN) in Future Earth diskutiert. Diese nun überarbeitete Petition soll an das nationale Future Earth Komitee (DKN) übermittelt werden. Darin fordern die Early Career Scientists eine aktive Einbeziehung der jungen WissenschaftlerInnen-Generation in das DKN.

Den offenen Brief an das DKN finden Sie hier:

FutureEarth Young ScientistsPetition_DE

Wenn Sie das Anliegen der Early Career Scientists unterstützen wollen, senden Sie bitte den offenen Brief formlos, aber unter Angabe des Namens und der Institution, bis spätestens 01.03.2014 an: ecsfutureearth@gmail.com.

Programm zum BMBF Symposium „Sustainability in Science“ am 08.05. in Berlin online

Die Sustainability in Science Initiative unterstützt die Wissenschaft, mehr Nachhaltigkeit in den eigenen Reihen zu wagen. Anknüpfend an den Erfolg des ersten Symposiums im April 2013 veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung am 8. Mai 2014 das 2. Symposium „Sustainability in Science“ im Humboldt-Carré in Berlin.

Ziel ist es, den Austausch von Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsbeispielen fortzusetzen und Maßnahmen und Initiativen für mehr Nachhaltigkeit in der Forschung abzuleiten. Der identifizierte Handlungsbedarf dient dabei als Input für das neue BMBF-Rahmenprogramm zur „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³), welches 2015 veröffentlicht wird. Das vorläufige Programm steht ab sofort hier online.

Im Fokus der Konferenz stehen die drei Handlungsfelder:
Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung
Nachhaltige Infrastrukturen
Nachhaltigkeit an Hochschulen in Forschung und Lehre

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte, eröffnet das Symposium. Die Anmeldung wird in Kürze gestartet. Eine Teilnahme ist nur mit einer persönlichen Einladung möglich.

„Umweltpolitikforschung und die Europäische Union“ – Veranstaltung am 05.03.2014 im Ecologic Institut

„Von der nationalen zur supranationalen Ebene: Umweltpolitikforschung und die Europäische Union“ lautet die fünfte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Die Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecornet und des Ecologic Institut. Sie findet am 05.03. um 18.30Uhr im Ecologic Institut statt.

Dass „Umweltprobleme nicht an Grenzen halt machen“ ist eine vielzitierte Binsenweisheit, wenn über die Notwendigkeit europäischer Umweltpolitik diskutiert wird. In der Tat hat sich der Umweltbereich zu einem der wichtigsten Politikfelder der EU entwickelt. In den vorangegangenen Veranstaltungen der Reihe wurde denn auch die Rolle der EU von den meisten ZeitzeugInnen als positiv für den Umweltschutz eingestuft: „Europa ist gut für die Umwelt“ so das Credo. Doch welche Auswirkungen hat die EU für die Umweltpolitikforschung und –beratung? Und wie sieht die Zukunft europäischer Umweltforschung aus? Kann die positive Bilanz weitergeführt werden oder bedürften die Zukunftsdebatten eines anderen Zuschnitts? Beispiel Postwachstumsgesellschaft und „beyond growth“: Sind die sozialen und ökonomischen Realitäten in den Mitgliedsstaaten so unterschiedlich, dass die EU hier eher zum Bremsklotz wird? Wie können Umweltforschungsinstitute dazu beitragen, solche Debatten europaweit wissenschaftlich zu unterfüttern?
 
Diese und weitere Fragen werden mit folgenden Gästen diskutiert:

DirProf. Dr. Christian Hey ist Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und im Vorstand des Netzwerkes der Europäischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte (EEAC). Seit 2006 ist er Sprecher der Energiearbeitsgruppe von EEAC.
Prof. em. Dr. Eckard Rehbinder ist emeritierter Professor für Wirtschaftsrecht, Umweltrecht und Rechtsvergleichung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 1987 bis 2000 war er Mitglied des SRU (Vorsitzender 1996 bis 2000). Weiterhin ist er Mitglied und Regional Governor des International Council for Environmental Law.

Moderiert wird die Veranstaltung durch Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte unter diesem Link.

Berufsbegleitender Masterstudiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ startet an der Hochschule Eberswalde

Ab März 2014 können Berufstätige erstmals den karrierebegleitenden Studiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ (M.A.) an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) studieren. Das interdisziplinäre und praxisnahe Studium befähigt Fach- und künftige Führungskräfte zur Entwicklung und Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsstrategien. Bis zum 28. Februar 2014 können sich Studieninteressierte für den kostenpflichtigen Masterstudiengang bewerben.  Der Studiengangsleiter Dr. Benjamin Nölting erklärt die Gründe für die Entwicklung des Studiengangs: „Der zukunftsweisende Studiengang schließt eine Lücke in der Fort- und Weiterbildung. Die Studierenden trainieren, mit faktenbasiertem Wissen und einer Orientierung in nachhaltigem, ethisch reflektierten Denken passgenaue Nachhaltigkeitsstrategien für ihre Organisation zu entwickeln und in der Praxis umzusetzen.“

Die Konzeption und Durchführung des Studiengangs erfolgen unter reger Beteiligung von Nachhaltigkeitsprofis aus Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung. Beispiele werden aus Branchen der Flächennutzung genommen: Agrar- und Ernährungswirtschaft, Forstwirtschaft und Holzverarbeitung, Erneuerbare Energien und Ressourcennutzung, Naturschutz und Tourismus. Während die Lehrinhalte praxisorientiert sind, zielen die Lehrformate auf beteiligungsorientierte, individualisierte Lernprozessen. „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ wird berufsbegleitend in vier Semestern (60 ECTS | 8 Module) in Teilzeit (ca. 15-20 h Arbeitsaufwand/Woche) angeboten. Das Studium ist als Blended Learning konzipiert, d.h. die drei Präsenzphasen pro Semester werden durch online gestützte Lehre (E-Learning) ergänzt. Die Studiengebühren liegen bei 2.750 € pro Semester, insgesamt 11.000 € für den Studiengang.

Zur Website des Studiengangs gelangen Sie hier: www.hnee.de/snm

Medienberichte über den Studiengang können Sie hier einsehen:

Berliner Zeitung 13 12 28 Studiengang SNM
taz beruf_quali 13 11 23

„Wissenschaft und Frieden“ – Konferenz der VDW vom 16. bis 18.05. in Potsdam

Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. richtet vom 16. bis 18.05. einen Kongress „Wissenschaft und Frieden“ in Potsdam aus. In dem Hintergrund-Text zum Programm heißt es: „der Erste Weltkrieg hat die politische, soziale, geostrategische und ökonomische Landschaft der Welt grundlegend verändert und spätere Kriege vorbereitet. Er brachte ungeahnte Grausamkeiten, brutale Vernichtung und Ausbeutung von Mensch und Umwelt hervor. Ohne eine massive Indienstnahme von Wissenschaft und Forschung und einer Instrumentalisierung des Wissens der verschiedenen Wissenschafts- und Forschungsbereiche wäre dieser Krieg und auch der Zweite Weltkrieg nicht möglich gewesen; Wissenschaften und Wissenschaftler/innen wurden als Ressourcen der „modernen“ Kriegsführung eingespannt. Wir wollen auf dem Kongress (…) die Rolle von Wissenschaft und Forschung, von Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstitutionen analysieren, aktuelle Entwicklung wie die Roboterisierung und die Automatisierung (u.a. Drohnen) bearbeiten und kritisieren. Stark im Mittelpunkt soll die Diskussion von friedlichen und zivilen Alternativen stehen (z.B. Zivilklauseln); Abrüstung als gesellschaftlicher Prozess ist die Herausforderung, Entmilitarisierung der Gesellschaft das humane Ziel.“
Bitte melden Sie sich für den Kongress an unter: kongress@ialana.de
Das vollständige Programm finden Sie hier:

Konferenz Potsdam_Flyer_Stand 140116_web

German Future Earth Summit 2014 – Ein Veranstaltungskommentar von Steffi Ober aus der Perspektive der Zivilgesellschaft

Dr. Steffi Ober Dr. Steffi Ober

NABU/ Plattform Forschungswende

Diskussionbeiträge zur Nachhaltigen Wissenschaft


Die Future Earth Forschung beschäftigt sich mit Themen und Problemstellungen, die inter- und transdisziplinär gelöst werden sollen. Sie sieht ihren Schwerpunkt darin, Lösungsansätze zu formulieren, damit sich Gesellschaft und Institutionen global nachhaltig entwickeln. Die Themenschwerpunkte liegen auf „Dynamic Planet“, die Frage wie ein „safety space for humanity“ in Anlehnung an das Rockström Modell gesichert werden kann. Ein zweiter Schwerpunkt „Globale Entwicklung“ stellt die gerechte Verteilung von ökologischen und ökonomischen Ressourcen in den Mittelpunkt“ und ein dritter Schwerpunkt betrachtet die Transformation, und die Entwicklung von Narrativen, Normen und Werten ebenso wie Technologien, um eine nachhaltige Zukunft zu befördern. Mit dem ersten German Future Earth Summit vom 27. bis 28.01.2014 in Berlin wurde der Raum für einen inhaltlichen Austausch von interessierten Akteuren geschaffen.

Prof. Dr. Frans Berkhout, der Interims Direktor von Future Earth, betonte in seinem Eingangsvortrag, dass sich das Future Earth Projekt als Brückenbauer verstehe. Damit eine nachhaltige Zukunft entstehen könne, müsse man Möglichkeiten für fundamentale Änderungen und transitions schaffen. Es ginge darum „Science to Society“ aber auch „Society to Science“ zusammen zu denken. Für das Deutsche Future Earth Committee betonte Prof. Dr. Martin Visbeck ebenso, dass sich das Projekt als Plattform für Co-Design, Co-Produktion und Co-Kommunikation von Wissen verstehe und dass es nun darum gehe, diesen Anspruch mit konkreten Ideen und Projekten zu unterfüttern.

Die folgende Podiumsdiskussion zeigte jedoch vor allem auf, wie schwer es in der wissenschaftlichen Community nach wie vor ist, interdisziplinär zusammen zu kommen. Es mangelt nach Ansicht der Diskutanten an Räumen, Anreizen und Karrieremöglichkeiten. Der Schritt weiter hin zu externen Akteuren, dem vielbeschworenen Stakeholderdialog, erscheint dann noch schwieriger und vor allem noch viel ungeübter. Als einzige außerwissenschaftliche Akteure in der gesamten Tagungsregie saßen ein Vertreter der Munich Re sowie eine Vertreterin des BMU, also aus Wirtschaft und Politik, am Montag morgen auf dem Podium. Dr. Ebernhard Faust von der Münchner Rückversicherung machte seinen Standpunkt deutlich. Es mangele der Wissenschaft an Praxisbezug und an einer visionären Praxis, was man gemeinsam mit den Stakeholdern erreichen wolle. Das Co-Design habe noch einen langen Weg, um in den Köpfen der Wissenschaftler anzukommen. Dabei forderte er, dass zu Beginn eines jeden wissenschaftlichen Projektes eine gemeinsame Problemformulierung mit den Stakeholdern passieren müsse. Die Multiperspektivität, die verschiedenen Systemlogiken aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, müsse explizit gemacht und ausgehandelt werden, wenn man gemeinsam etwas erreichen will.

Nachhaltiger Konsum kommt nicht von allein – Ergebnisse eines transdisziplinären Forschungsprojektes

Konsum soll nachhaltig sein – diese Forderung wird von weiten Teilen der Gesellschaft getragen. Was aber bedeutet das genau? Wie kann dieses Ziel erreicht werden und wer ist dafür verantwortlich? Diesen Fragen war der Themenschwerpunkt Nachhaltiger Konsum gewidmet, der 2008-2013 vom BMBF gefördert wurde. Aus der inter- und transdisziplinären Forschung sind, neben vielen anderen Ergebnissen und Produkten, acht „Konsum-Botschaften“ hervorgegangen. Diese stellen übergreifende Erkenntnisse aus der Forschung in zugespitzter Form dar und empfehlen konkrete Schritte mit Blick auf das Ziel nachhaltigen Konsums. Grundlegende normative Fragen werden darin ebenso angesprochen wie Aspekte des gesellschaftlichen Wandels und der politischen Steuerung. Die Botschaften sind Gegenentwürfe zu verbreiteten Mythen über nachhaltigen Konsum. Sie fordern zum Nachdenken und zu mutigen Entscheidungen auf. 

Im Vorgehen und der Aufbereitung der Forschungsergebnisse setzt das Projekt wichtige Akzente für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung. Das 16-köpfige Autorenteam der Synthese-Publikation für politische und ziviligesellschaftliche Akteure stammt aus verschiedenen Disziplinen vornehmlich der Sozialwissenschaften. Die Publikation ist unter dem Titel „Konsum-Botschaften. Was Forschende für die gesellschaftliche Gestaltung nachhaltigen Konsums empfehlen“ Ende 2013 im Hirzel-Verlag erschienen. Eine zusammenfassende Darstellung des Projektes können Sie hier lesen:
http://www.konsumbotschaften.de

Ein Gespräch mit den AutorInnen finden Sie hier: https://www.fona.de/de/17029
Weitere Informationen können Sie auch dem hier verlinkten Dokument entnehmen:
Nachhaltiger_Konsum_kommt_nicht_von_allein_2014

Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Herausforderungen für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Die GIZ lädt am 27.02. von 10 bis 13Uhr in Eschborn ein zu einem Fachgespräch: „Innovations- und Wissenstransfer für die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme: Welche Herausforderungen stellen sich für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und EZ?“. Dr. Anja Christinck und Prof. Dr. Martina Padmanabhan werden auf dem Fachgespräch einen Einblick in ihr neues Buch „Cultivate Diversity!“ geben und mit anderen ExpertInnen die Anforderungen an gelungene Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis in der Landwirtschaft diskutieren.

„Die Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme erfordert die Zusammenarbeit vielfältiger Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern. Wie müssen Forschungs- und Innovationsprozesse jetzt und in Zukunft gestaltet werden, damit sie sinnvoll dazu beitragen können? In dem Fachgespräch werden aktuelle Erfahrungen aus den Themenbereichen internationale Agrarforschung, Anpassung an den Klimawandel und Agrobiodiversität vorgestellt und diskutiert.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung gebeten unter: sarah.schielinsky@giz.de

Ein Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Fachgespräch und Buchvorstellung

Infotag zu Master- und Promotionsstudium in Lüneburg am 23.04.

Am 23. April 2014 veranstaltet die Leuphana Universität Lüneburg einen Infotag zu Möglichkeiten des Masters und der Promotion. „Die Leuphana Graduate School bietet insgesamt 14 konsekutive Masterstudiengänge in drei übergreifenden Programmen an: Arts & Sciences mit den Studiengängen Kulturwissenschaften, Staatswissenschaften und Nachhaltigkeitswissenschaft, Management & Entrepreneurship mit sechs Schwerpunkten, u.a. Marketing oder Human Resources, und Education für Bildungswissenschaft sowie die Studiengänge für das Lehramt.
Masterstudium und Promotion sind in Lüneburg konsekutiv angelegt und können so unkompliziert miteinander verzahnt werden. Promovierende der Leuphana sind im Promotionsprogramm eingeschrieben, das sie mit fachübergreifenden und fachspezifischen Veranstaltungen bei ihrer Arbeit an der Dissertation begleitet.
Die Leuphana Graduate School lädt interne wie externe Interessierte herzlich ein, vor Ort mit Lehrenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen und sich eingehend über das Studienmodell, die konsekutiven Masterprogramme und die Promotionsmöglichkeiten an der Leuphana zu informieren.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Bericht zur Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“

Am 20.01. fand an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) die Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ statt. Mit 130 TeilnehmerInnen und einer inhaltlich fundierten Diskussion setzte diese erste Kooperationsveranstaltung zwischen einem großen Umweltverband (BUND) und einer Hochschule (HNEE) einen wichtigen Akzent in der Diskussion über die Umorientierung im Wissenschaftssystem in Richtung Nachhaltigkeit. Im Folgenden finden Sie eine inhaltliche Zusammenfassung der Tagung von Mandy Singer-Brodowski.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Willhelm-Günther Vahrson, Präsident der HNEE fokussierte Dr. Johannes Merck, Leiter des Direktionsbereiches Corporate Responsibility der Otto Group in seinem Vortrag „Nachhaltig Wirtschaften – Welche Erwartungen haben Unternehmen an die Wissenschaft?“ vor allem auf die notwendigen Kompetenzen des akademischen Nachwuchses für die große gesellschaftliche Transformation. Ausgehend von der Frage „Was macht einen guten Nachhaltigkeitsmanager aus?“ erörterte Herr Merck, dass vor allem ein ausgeprägtes Querschnitts-Know How der AbsolventInnen notwendig ist um ein gutes Change-Management in Richtung Nachhaltigkeit in den Organisationen zu entwickeln: Wie gut ist ihr Verständnis der Governance-Strukturen im speziellen Unternehmensfeld? Wie entwickeln sie Strategien für change management, die breite Akzeptanz bei allen beteiligten Akteuren finden? Und nicht zuletzt: wie können junge AbsolventInnen, die mit einer hohen intrinsischen Motivation ins Unternehmen kommen dauerhaft motiviert bleiben? Denn in der Umsetzung des überwiegend randständigen Themas Nachhaltigkeit besteht die Gefahr eines Motivationsverlustes, wenn konkrete Nachhaltigkeitsprojekte nicht sofort Zustimmung erfahren.

Frau Dr. Inge Paulini (WBGU) erläuterte in ihrem Vortrag „Die große Transformation – Auftrag an die Wissenschaft“ das Konzept der großen Transformation, das der WBGU 2011 in die Debatte eingebracht hat. In dem Gutachten des WBGU werden zwei historische Transformationen (neolithische und industrielle Revolution) als Beispiele für komplexe gesellschaftliche Veränderungsprozesse herangezogen. Die bereits laufende Transformation in eine CO2- arme Gesellschaft ist demgegenüber ein gesamtgesellschaftlicher Such- und Lernprozess. Die Wissenschaft muss in diesen Prozess ein übergreifendes Orientierungs- und Handlungswissen (durch Transformationsforschung und transformative Forschung) mit einspeisen, sowie eine Grundbildung zur gesellschaftlichen Teilhabe und der Gestaltung der Transformation für die Studierenden bereit stellen (Transformationsbildung und transformative Bildung). Der neue Gesellschaftsvertrag, wie ihn der WBGU vorschlägt, erfordert auch eine neue „Selbstverpflichtung“ der Wissenschaft und eine Umorientierung der Forschung und Lehre. Methodisch sollte diese Wissenschaft systemisch, interdisziplinär, transdisziplinär ausgerichtet sein; in der Durchführung sollte sie international kooperierend, reflexiv und langfristig angelegt sein. Die Orientierung an diesen Ansätzen würde soziale Innovationen für die Transformation befördern, sowie Verbreiterungs- und Beschleunigungsbedingungen dieser Innovationen anstoßen. Dabei müsste die Zivilgesellschaft in dem konkreten Forschungsprojekt eng mit eingebunden sein.

„Zwischen Vorlesung und Seminar die Welt verbessern?“ Studentisches Seminar für nachhaltige Hochschulen

Der Verein zur Förderung politischen Handelns und rootability veranstalten gemeinsam vom 25.04. bis 27.04. in Köln das Seminar „Nachhaltige Hochschulen – Zwischen Vorlesung und Seminar die Welt verbessern?“. „Hochschulen können zu einer besseren Welt beitragen, indem sie zukünftige Entscheidungsträger/innen mit Nachhaltigkeitskompetenzen ausstatten, neues Wissen schaffen und ihren eigenen ökologischen und sozialen Fußabdruck verringern. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für eine Hochschule konkret und wie können sich Studierende verstärkt dafür engagieren?“ (aus der Seminarankündigung). In dem Wochenendseminar sollen erfolgreiche studentische Projekte für Nachhaltigkeit an Hochschulen vorgestellt werden und am Beispiel des Maastricht University Green Office gezeigt werden, wie studentisches Nachhaltigkeitsengagement strukturell verankert werden kann. Daneben soll es viel Raum für Austausch, Vernetzung und Ideenentwicklung für eigene Projekte geben.
 

Eine Anmeldung für das Seminar kann hier erfolgen.

Stellenausschreibung Universität Hohenheim – Professur für Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft

Zunehmend werden in Deutschland Stellen für Transformationsforschung ausgeschrieben. Hier zeigt sich vermutlich auch die Wirkung der (landes)politischen Kulissen für eine „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. So ist zum kommenden Wintersemester an der Universität Hohenheim die Professur (W3) für Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft ausgeschrieben. „Die Stelleninhaberin /der Stelleninhaber soll das Fachgebiet in Forschung und Lehre vertreten und sich mit der gesellschaftlichen Transformation zur Nachhaltigkeit in Bezug auf den Agrar- und Ernährungssektor befassen. Es wird eine Bewerberin/ein Bewerber mit fundierten sozialwissenschaftlichen Kenntnissen gesucht, die/der das Fachgebiet interdisziplinär auch in Zusammenarbeit mit der Fakultät Naturwissenschaften und der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften etabliert und vertritt. Die Fakultät legt besonderen Wert auf die Exzellenz der angewendeten Methodik und die internationale Sichtbarkeit der Bewerberin/des Bewerbers.“ (aus der Ausschreibung).
Die Bewerbungsfrist endet am 15.02. Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

IZT stärkt nachhaltige Zukunftsforschung im Ecological Research Network

Das Netzwerk führender außeruniversitärer, gemeinnütziger Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland (Ecornet) heißt sein achtes Mitglied willkommen: Das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung aus Berlin. Seit 1981 zeigt das Institut ökologische, soziale und wirtschaftliche Chancen und Risiken neuer Technologien auf und bringt darüber hinaus Expertise in beteiligungsorientierten Methoden der Zukunftsforschung mit. „Wir freuen uns, mit dem IZT einen neuen Partner im Ecornet zu haben, dessen Impulse aus der Zukunftsforschung unser Netzwerk stärken werden“, heben die beiden Ecornet-Sprecher Thomas Korbun, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), und Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts, hervor.

Das IZT arbeitet anwendungsorientiert und forscht – ähnlich wie die anderen Ecornet-Partner – in interdisziplinären Teams eng mit Ministerien, Stiftungen, Branchenverbänden, Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammen. In das Netzwerk einbringen will das IZT auch seine Erfahrungen aus der Konsortialträgerschaft des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag, in dem das IZT Dialogprozesse und Diskursanalysen entwickelt.

Dr. Roland Nolte, Geschäftsführer des IZT: „Wir freuen uns sehr auf den Austausch und die enge Kooperation mit den anderen Pionieren der Nachhaltigkeitsforschung.“ Auch Prof. Dr. Michael Opielka, Wissenschaftlicher Direktor des IZT, ist optimistisch: „Der schwarz-rote Koalitionsvertrag sieht ausdrücklich mehr vorausschauende Kompetenz in den Ministerien vor und fordert mehr Wirkungsanalysen. Wir freuen uns darauf, hier unsere Expertise einzubringen.“

www.ecornet.eu

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

„World Symposium on Sustainability at Universities“ vom 03. bis 05.09.2014 in Manchester

Vom 03. bis 05. September 2014 wird in Manchester/ Großbritannien das World Symposium on Sustainability at Universities (WSSD-U-2014) stattfinden. Es stellt ein Follow-up eines Side-Events in Rio de Janeiro 2012 dar. Ein Call for Papers  für die Konferenz ist nun freigeschaltet. Die VeranstalterInnen laden qualifizierte WissenschaftlerInnen, Forschungsgruppen und Studierende ein Beiträge zu Projekten der Nachhaltigkeitsforschung einzubringen, speziell zu „curriculum greening“ und Campusaktivitäten in dem Kontext Nachhaltigkeit und Hochschulen. Die Abstracts im Umfang von 200 Wörtern sollen bis zum 30. Januar 2014 eingereicht werden.
 
Ein Ergebnis des WSSD-U-2014 wird ein Buch zu „Transformative approaches to sustainable development at universities: working across disciplines” (peer-reviewed) sein. Mehr Informationen zu dem Call for Paper und der Konferenz erhalten Sie hier.

Stellenausschreibung für das Projekt Wandercoaching beim netzwerk n

Das Netzwerk der Nachhaltigkeitsinitiativen, netzwerk n e.V., sucht für das Projekt Wandercoaching zum 01.02.2014 eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter (50%). Das netzwerk n e.V. ist ein Zusammenschluss von aktiven und erfolgreichen studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen in Deutschland und bündelt vielfältige Erfahrungen in der Initiierung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen an deutschen Hochschulen.

Das Projekt Wandercoaching möchte studentische Nachhaltigkeitsinitiativen durch jeweils bedarfsgerecht konzipierte Coaching-Workshops sowie eine langfristige Prozessbegleitung bei der Weiterentwicklung ihrer Aktivitäten unterstützen. Es verbindet Elemente einer strategischen Organisationsberatung mit dem Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie der Vernetzung von nachhaltigkeits-engagierten Studierenden im Kontext Hochschule.Der Projektzeitraum beginnt am 01.02.2014 und endet am 31.01.2015. Das Projekt wird hauptsächlich von Berlin aus koordiniert, einzelne Projektblöcke werden jedoch deutschlandweit stattfinden. Die Stelle ist auf 1 Jahr befristet, Bewerbungsschluss ist der 30.12.2013.

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier:
Stellenauschreibung Wandercoaching
Mehr Informationen zum Projekt Wandercoaching und dem netzwerk n erhalten Sie hier.

Bürgeruniversität an der Bradford University gegründet

In Bradford (Großbritannien) hat sich eine „Community University“ gegründet – unterstützt vom International Centre for Participation Studies (ICPS) am Institut für Friedensforschung der Bradford University. An ihr sollen unterschiedliche Wissensformen im Sinne einer Co-Production von WissenschaftlerInnen und Community-Stakeholdern zusammengebracht werden. Bereits die Idee und Konzeption der Community University wurde im engen Austausch der verschiedenen Beteiligten entwickelt und war ein Ergebnis einer Studie über „Macht in der Gemeinschaft“. Neben laufenden Veranstaltungen, baut die Community University aktuell einen Ort der Begegnung im Northern College auf.

Die Idee der „Bürgeruniversität“ gewinnt aktuell international immer mehr an Gewicht. Die Aufnahme gesellschaftlicher Frage- und Problemstellungen und die gemeinsame Bearbeitung dieser Themen auf Augenhöhe mit Praxispartnern bringt einen entscheidenden Mehrwert hinsichtlich der „sozialen Robustheit“ des generierten Wissens.

Mehr über die Community-University in Bradford können Sie hier lesen.

Weltbericht Sozialwissenschaften fordert mehr sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung

Der Weltrat der Sozialwissenschaften ISSC hat mit der UNESCO zusammen den zweiten „Weltbericht Sozialwissenschaften“ publiziert. Thema ist die Mitwirkung der Sozialwissenschaften an der Erforschung des Globalen Umweltwandels und von Nachhaltigkeit, sowohl disziplinär als auch in inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit. Die Deutsche UNESCO Kommission (DUK) hat die Kernaussagen des Berichts in einem  „Dossier“ zusammengefasst.Zu viele Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler beschäftigen sich noch nicht angemessen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, auch weil es in zu vielen Ländern für die Sozialwissenschaften praktisch keine Förderung für Forschung zum globalen Umweltwandel gibt. Zugleich haben den Herausgebern zufolge die Natur- und Ingenieurwissenschaft und auch die Politik zu wenig Verständnis für den Mehrwert sozialwissenschaftlicher Forschung. Daher braucht es laut Weltbericht mutigere, bessere, umfangreichere und andersartige sozialwissenschaftliche Forschung und vor allem viel mehr inter- und transdisziplinäre Wissenschaft.“ (DUK Zusammenfassung)


Die Zusammenfassung kann hier heruntergeladen werden
:
Weltbericht_Sozialwiss_2013_Zsfg

Tagung: „Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung – neue Partner für die Entwicklungsarbeit“

Das Team der Zivilgesellschaftlichen Plattform „Forschungswende“ lädt ein zur Tagung „Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung – neue Partner für die Entwicklungsarbeit“ am 25. Februar 2014 von 10.30 Uhr bis 18:00 Uhr im Zentrum für Entwicklungsforschung, Bonn.
„Gemeinsam wollen wir die Prämissen in der deutschen Forschungspolitik für die Entwicklungszusammenarbeit hinterfragen. In der Tagung wollen wir Kernthemen der Entwicklungszusammenarbeit wie Armut, Ernährung, Gesundheit oder Energie vor dem Hintergrund diskutieren und dazu die Frage stellen, inwiefern die wissenschaftlichen Fragestellungen diesen Großen Herausforderungen gerecht werden. 
Die begleitende Ausstellung „Herausforderung YASUNÍ-ITT: Entwicklungsforschung und das Gute Leben” will zu einer Diskussion zum Umgang mit Erdölreserven und internationaler Mitverantwortung anregen.
Diese Tagung soll dazu dienen, Akteure aus den zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Verbände und Stiftungen mit Wissenschaft und Entwicklungs-Politik wie BMBF oder BMZ zu vernetzen und so die Diskussion über gesellschaftliche Anforderungen an die Wissenschaft voranzubringen.“ (Aus der Veranstaltungseinladung)

Um Anmeldung unter forschungswende@vdw-ev.de wird bis zum 3. Februar 2014 gebeten.

„Mehr Verantwortung und mehr Gemeinschaft mit der Gesellschaft wagen“ – Matthias Kleiner ist neuer Präsident der Leibniz-Geneinschaft

Am 29.11. hat die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Dr. Matthias Kleiner zum neuen Präsidenten gewählt. Matthias Kleiner war von 2007 bis 2012 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und leitete 2011 gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Töpfer die Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung, deren Arbeit die Entscheidung der Bundesregierung zur Energiewende nach Fukushima vorbereitete.

In seiner Antrittsrede machte Matthias Kleiner die Verantwortung der Leibniz-Gemeinschaft für die Gesellschaft stark:Gemeinsam werden wir mehr wagen – mehr Verantwortung, Verbindlichkeit, Sichtbarkeit, Internationalität. Also werden wir mehr Gemeinschaft wagen, füreinander und für die Gesellschaft.“ Es wird interessant zu sehen sein, wie Matthias Kleiner diese gesellschaftsorientierte Mission der Leibniz-Gemeinschaft einlösen wird. Gute Voraussetzungen dafür hat die Leibniz-Gemeinschaft – vgl. dazu die Analyse unter „Nachhaltigkeit als Strukturchance für die Leibniz-Gemeinschaft“ in der Studie „Transformative Wissenschaft“.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Pressemitteilung des IDW zur Wahl Matthias Kleiners.

Studie zu Service Learning an Hochschulen in Deutschland erschienen

Zunehmend mehr Hochschulen und gemeinnützige Organisationen entwickeln gemeinsame Lehr- und Forschungsprojekte nach der Methode des Service Learning. Während Service Learning als ein „Lernen durch Verantwortung“ seit einigen Jahren eine rasante Verbreitung in Schulen gefunden hat, arbeiten nun auch zunehmend mehr Hochschulen daran diese gesellschaftliche verantwortliche Lehre im eigenen Lehrveranstaltungsangebot zu verankern. Die Sozialforscher Holger Backhaus-Maul und Christiane Roth von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben nun eine erste empirische Untersuchung über die Entwicklung von Service Learning in Deutschland vorgelegt. „Service Learning an Hochschulen in Deutschland. Ein erster empirischer Beitrag zur Vermessung eines jungen Phänomens“. Das Ergebnis zeigt, dass bereits ca. 15 Prozent aller Hochschulen (56 Hochschulen) in Deutschland Service Learning anbieten, vorwiegend in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in den Wirtschaftswissenschaften.
Die Studie kann hier bestellt werden.

Der Koalitionsvertrag der großen Koalition: Wie ist er aus Sicht einer transformativen Wissenschaft zu bewerten?

Klimawandel, demographische Entwicklung, Ernährungssicherheit oder nachhaltige Energieversorgung markieren große gesellschaftliche Herausforderungen, die ohne wissenschaftliche Begleitung nicht zu bewältigen sind. Die europäische Union orientiert daher ihr 8. Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ konsequent an diesen großen Herausforderungen. Und auch in der deutschen Wissenschaft, Politik und der Zivilgesellschaft werden die Rufe nach einer entsprechenden Umorientierung im Wissenschaftssystem lauter. Gefordert ist eine „transformative Wissenschaft“, die die Gesellschaft schon in die Problemdefinition mit einbindet und Fragestellungen im sozial-ökologischen Brückenschlag zwischen Technik-/Naturwissenschaften und Sozial-/Kulturwissenschaften inter- und transdisziplinär bearbeitet.

Im jetzt vorliegenden Koalitionsvertrag spielen diese Fragen einer Gesellschaftsorientierung des Wissenschaftssystems im Teil Forschung und Bildung nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch bietet er einige interessante Anknüpfungspunkte:

Den bedeutendsten Punkt bildet die Partizipation der Zivilgesellschaft im Agenda-Setting von Forschungsprogrammen – u.a. eine wichtige Forderung der zivilgesellschaftlichen Verbände im Wahlkampf. Im Koalitionsvertrag heißt es: „Wir wollen Bürgerinnen und Bürger und die Akteure der Zivilgesellschaft konsequent in die Diskussion um Zukunftsprojekte und die Ausgestaltung von Forschungsagenden einbinden. Wir wollen neue Formen der Bürgerbeteiligung und der Wissenschaftskommunikation entwickeln und in einem Gesamtkonzept zusammenführen.“ (S. 151) Die Umsetzung eines solchen fortschrittlichen Gesamtkonzeptes wäre ein wichtiger Impuls für eine stärkere Gesellschaftsorientierung des Wissenschaftssystems.

Darüber hinaus ist die angekündigte Erhöhung der Grundfinanzierung der Hochschulen (S. 27) eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftsorientierte und heterodoxe Forschung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie kann ein Gegengewicht zur gewachsenen Drittmittelorientierung schaffen, die eher disziplinäre sowie wirtschaftlich verwertbare Forschung unterstützt. Abzuwarten ist, wie die bessere Grundfinanzierung der Hochschulen konkret umgesetzt wird. Hierzu gibt der Koalitionsvertrag bisher wenig Auskunft.

Die „Hightech-Strategie“ wird fortgesetzt, jedoch lassen sich aus dem Koalitionsvertrag etwas stärker gesellschaftsorientierte Akzente lesen: „Zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die wir mit dieser Innovationsstrategie bewältigen wollen, gehören vor allem Veränderungen wie die demographische Entwicklung, die Digitalisierung und die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. Wir wollen (…) dabei technologische wie gesellschaftliche Innovationen in den Blick nehmen. Wir werden geistes- und sozialwissenschaftliche Begleitforschung sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstützen, um den verantwortungsbewussten Umgang mit der Forschung und ihren Ergebnissen zu stärken.“ (S. 33)
 
Die Forschung zur Energiewende wiederum lässt diese stärkere sozial- und gesellschaftswissenschaftliche Orientierung noch nicht erkennen. Sie stellt die „Forschung und Entwicklung für intelligente Lösungen insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz, Energieeinsparung, Erneuerbare Energien und Versorgungssysteme (u. a. Speicher, Netze und Systemdienstleistungen durch erneuerbare Energien“ (S. 34) in den Mittelpunkt und bleibt damit im Wesentlichen technologie-orientiert. Auffällig ist auch, dass die Förderung der Fusionsforschung „auf dem festgelegten, begrenzten Niveau“ fortgeführt wird.

Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ am 20.01.2014 in Eberswalde

Der BUND und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde richten am 20.01.2014 eine Tagung zum Thema „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ aus. „Hochschulen stehen als zentrale gesellschaftliche Einrichtungen in der Verantwortung, zu einer zukunftsfähigen, „nachhaltigen“ Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Die Tagung beleuchtet zentrale Fragen und Herausforderungen, die mit der Umsetzung einer Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung einhergehen:

Wie muss eine Wissenschaft aussehen, die den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird?
Wie wirken sich Forschung und Lehre für nachhaltige Entwicklung auf das Eigenleben einer Hochschule aus?
Wie können transdisziplinäre Ansätze sowohl zu Unternehmen als auch zu zivilgesellschaftlichen Akteuren gelebt werden?

Durch die Tagung sollen der Diskussionsprozess zur Lösung dieser Fragen verstärkt, Lösungsansätze sichtbar gemacht und erste Umsetzungsschritte eingeläutet werden.“ (Tagungsankündigung)

Um eine Anmeldung wird bis zum 05.01.2013 gebeten. Das Programm zur Tagung finden Sie hier:
Tagungsankündigung Nh Wissenschaft 2014-01-20
Einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Drittes Seminar der Reihe „Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen“

Am 09. und 10. Dezember findet bei Bremen das dritte Seminar der Reihe „Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen – Gute Wege in schwierigem Gelände finden“ statt. Die Seminarreihe wird angeboten von Prof. Dr. Georg Müller-Christ und Dr. Anna Katharina Liebscher von der Universität Bremen und richtet sich explizit an NachhaltigkeitskoordinatorInnen.

„Immer mehr Hochschulen schaffen die Funktion der Nachhaltigkeitskoordination. Direkt angesiedelt bei der Hochschulleitung sollen die Stellenin- haber/innen wirksame Impulse für eine nachhaltige Ausrichtung der Hochschule schaffen. Dabei stellen sich fast in allen Hochschulen dieselben Fragen, wie der Prozess konstruktiv begleitet werden kann, an dessen Ende dann Nachhaltigkeit gut in der Hochschule aufgestellt ist.“ (Aus der Veranstaltunsankündigung)

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

Seminar Nachhaltigkeitskoordinatoren Faltblatt

Future Earth Summit am 27./28. Januar 2014

Das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung im „Future Earth Programm“ richtet am 27./28. Januar eine erste große öffentliche Veranstaltung aus: den German Future Earth Summit.

Future Earth ist ein weltweites Programm mit dem Ziel der Koordination und Integration sozial- und naturwissenschaftlicher gesellschaftsrelevanter Forschungsthemen im Rahmen der Global Change Forschung. Die Neuausrichtung der Global Change Forschung soll einen intensivierten Austausch mit der Zivilgesellschaft ermöglichen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das sogenannte „Co-Design“, d.h. die gemeinsame Festlegung von Forschungsthemen und Fragen mit der Zivilgesellschaft, als auch die „Co-Production“, d.h. Forschungsprozesse, in die betroffene Akteure intensiv eingebunden sind.

Auf dem German Future Earth Summit sollen in interdisziplinärem Austausch die Weiterentwicklung des internationalen Forschungsprogramms diskutiert und deutsche Forschungsinteressen identifiziert werden. Hierzu gibt es die Möglichkeit bis zum 16.12.2013 Themenvorschläge einzubringen, die sich unter den Future Earth Themenbereichen „dynamischer Planet“, „Globale Entwicklung“ oder „Transformation zur Nachhaltigkeit“ befinden könnten. Hier erhalten Sie weitere Informationen dazu.

Teil des Programms des Future Earth Summit ist auch ein Netzwerktreffen der Early Career Scientists. Die Einladung zu beiden Veranstaltungen erhalten Sie hier.

FutureEarthSummit_131119ECS_Flyer_131119

Nachhaltigkeit als Strukturchance für die Leibniz-Gemeinschaft?

Die Institute der Leibniz-Gemeinschaft wollen sich durch exzellente Spitzenforschung profilieren und gleichzeitig mit interdisziplinären Fragestellungen zur gesellschaftlichen Relevanz ihrer Forschung beitragen. Insofern hätte die Leibniz-Gemeinschaft großes Potential zum Motor einer transformativen Forschung, orientiert an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, zu avancieren. Die Studie Transformative Wissenschaft zeigt die strukturellen Chancen und Grenzen der Leibniz-Gemeinschaft aus dieser Perspektive.

„Insbesondere die disziplinäre und methodische Vielfalt der in der Leibniz-Gemeinschaft organisierten Institute ist eindrucksvoll. Bisher nutzt die Leibniz-Gemeinschaft dieses Potenzial nur in Ansätzen. Statt in einigen Bereichen zu viel „vom Gleichen“ zu betreiben, das gilt z.B. für die sechs Wirtschaftsforschungsinstitute, die letztlich alle einem konventionellen wirtschaftswissenschaftlichen Paradigma verhaftet sind, gelte es vielmehr die konzeptionellen und methodischen Vernetzungsinstitutionen zu stärken, wie sie in einem Institutstypus der Art „GESIS“ zum Ausdruck kommen“ (S. 179f.).

Eine detailliertere Darstellung der Leibniz-Gemeinschaft und ihrer Nachhaltigkeitsbezüge findet sich im Buch auf den Seiten 177-180.

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

„Raus aus dem Elfenbeinturm – Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft“ – Fünfter Teil der Veranstaltungsreihe des Ecologic Instituts und des Ecornet

Am 04. Dezember 2013 um 18.30Uhr findet im Ecologic Institut in Berlin der fünfte Teil der Veranstaltungsreihe „Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecologic Instituts und des Ecornet statt. Thema des Abends: Raus aus dem Elfenbeinturm – Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft.

„Wissenschaft und Gesellschaft sind auf vielfältige Weise miteinander verflochten. Wissenschaftliche Erkenntnisse wirken auf die Gesellschaft ein, gleichzeitig bestimmen gesellschaftliche Diskurse mit, welche Wissenschaft nötig ist. Wissenschaft „im Elfenbeinturm“ findet gesellschaftlich wenig Anerkennung – gefordert werden Antworten auf gesellschaftsrelevante Fragen. In der fünften Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe möchten wir uns unter dem Thema „Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft“ mit zwei Fragekomplexen befassen: Zum einen der Wirkung der Gesellschaft auf die Forschungsinstitute und zum anderen, wie gesellschaftlich relevante Forschung gestaltet werden muss.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Diskutanten:

Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorstandsvorsitzender des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung.

Dr. Thomas Jahn, Mitbegründer des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Sprecher der Institutsleitung.

Moderiert wird die Veranstaltung durch Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts.

Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie hier:
Einladung_Geschichte der Umweltpolitikberatung_5

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