DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung

Im Rahmen eines Expertenworkshops am 14. Juni 2016 in Berlin zum Thema „Transformation Research – Goals, Contents, Methods“, organisiert vom Dutch Research Institute for Transition (DRIFT) und Ecologic, haben 25 führende Forscherinnen und Forscher über Ansätze, Ziele, Inhalte und Ergebnisse transformativer Forschung diskutiert. Ein besonderer Fokus lag auf geeigneten Methoden und Praktiken aus den Sozialwissenschaften, welche die Erforschung von Prozessen und der Dynamik von Transformationen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen.

Zum Workshop wurde nun von Julia Wittmayer und Katharina Hölscher ein abschließender Bericht veröffentlicht. Dieser fasst die Hauptargumente aus den Debatten zusammen und formuliert Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten zur Analyse und Unterstützung von Nachhaltigkeitstransformationen. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Transformationsforschung hat sich in den letzten Jahren schnell als Forschungsperspektive entwickelt, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen. Dabei verbindet sie verschiedene Forschungsfelder und Ansätze, kombiniert theoretische Konzepte und Rahmenbedingungen und bedient sich unter anderem transdisziplinärer
Daraus ist eine intensive Debatte über die Legitimität, die gesellschaftlichen und institutionellen Auswirkungen sowie den Bedarf für entfacht.
Bislang fehlen jedoch weitgehend konzeptionelle Arbeiten zur empirischen und theoretischen Untersetzung von Transformationsforschung, ihren Methoden und inhaltlichen Schwerpunkten.

Der Workshop hat sich nun diesen Problemen zugewandt. Dabei wurden fünf wesentliche Diskussionspunkte in Bezug auf zukunftsweisende Forschungsfragen identifiziert, um Transformationsforschung weiterzuentwickeln „DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung“ weiterlesen

Best-Practice Sammlung des netzwerk n veröffentlicht

Das netzwerk n hat am Freitag, den 7. Oktober seine Best-Practice-Sammlung zu Nachhaltigkeitsprojekten im Hochschulbereich im Rahmen des 3. Symposiums Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (SISI) in Berlin veröffentlicht.

Die Best-Practice-Sammlung, welche in Kooperation mit der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit produziert wurde, zeigt 27 konkrete Projekte und Strukturen an Hochschulen auf, die bereits heute in den Bereichen Lehre, Governance, Betrieb und Forschung Nachhaltigkeit in der Praxis umsetzen. Die Bandbreite reicht, um einige Beispiele zu nennen, vom Studium Oecologicum in Tübingen, über das Kompetenzzentrum nachhaltige Entwicklung (Wien), die grüne Mensa  „Veggie No. 1“ (Berlin) bis zu einem Student Journal aus Maastricht.

Dabei stellen gerade Studierende und Initiativen an Hochschulen einen wichtigen Faktor im Rahmen des Transformationsprozesses zu Nachhaltigkeit dar. So schaffen diese es, durch ihr ehrenamtliches Engagement starke Veränderungsimpulse in die Institutionen hineinzutragen und sich öffentliches Gehör zu verschaffen, um notwendige Reformen einzufordern.

Die Best-Practice Sammlung können Sie hier herunterladen.
Bei Fragen können Sie sich an Lisa Weinhold vom netzwerk n wenden.

Wandercoaching und Konferenz des netzwerk n

3. Runde des Wandercoachings

Das Wandercoaching des netzwerk n geht in die dritte Runde und studentische wie auch gemischte Gruppen können sich noch bis zum
9. Oktober für eine individuelle Beratung durch zwei ausgebildete Coaches des netzwerk n bewerben, um sich rund um das Thema nachhaltige Hochschule inhaltlich, methodisch und strategisch weiterbilden und coachen zu lassen.

Studentische Initiativen spielen eine wichtige Rolle in der Transformation der Hochschulen, um neue Impulse zu setzen. Daher fördert das BMBF das Wandercoaching im Rahmen des Projektes „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten„. Einen Eindruck von der letzten Runde des Wandercoachings vermittelt dieses Video. Alle weiteren Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

konferenz n

Das netzwerk n veranstaltet vom 3.-5. Dezember in Berlin bereits zum dritten mal seine jährliche konferenz n, diesmal zum Thema „Studentisches Engagement für nachhaltige Hochschulen – Alles neu durch die Sustainable Development Goals?“.
Informationen zur Anmeldung und Programm finden Sie in Kürze hier.
Ein Video von der letzten konferenz n im Januar in Berlin finden Sie hier.

perspektive n

Am Donnerstag, den 29. September findet im Rahmen des RASUM-Symposiums an der Hochschule Darmstadt eine Diskussionsrunde perpektive n zum Thema „Herausforderung Nachhaltige Entwicklung – die Hochschule Darmstadt weiter denken“, im Rahmen des RASUM-Symposiums der Schader-Stiftung statt.

Das Format „perpektive n“ stellt eine Reihe an Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format an verschiedenen Hochschulen dar, in der jeweils mit Vertreter_innen der Hochschulverwaltung und Studierendenschaft Nachhaltigkeitsperspektiven für die jeweilige Hochschule diskutiert werden. Weitere Informationen zum Format finden Sie hier. Bei Fragen oder Interesse an einer solchen Veranstaltung vor Ort können Sie Michael Flohr kontaktieren.

Neuer Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ der Zempelin Stiftung

Die Zempelin Stiftung hat dem Wuppertal Institut Mittel zur jährlichen Vergabe eines Forschungspreises für transformative Wissenschaft gestiftet.

Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums, welches am 8. September in Wuppertal im Rahmen eines Festaktes unter dem Motto „Making Utopia Possible“ gefeiert wurde, hat der Stifterverband dem Institut den Forschungspreis für „Transformative Wissenschaft“ für die nächsten fünf Jahre übergeben.

Jährlich soll das Institut im Rahmen eines Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens eine Preisträgerin oder einen Preisträger ermitteln, welche/r den mit 25.000€ dotierten Preis erhält. Dazu hat die Stiftung dem Wuppertal Institut insgesamt 250.000€ zur Verfügung gestellt, um die Ehrung im Rahmen eines Symposiums vorzunehmen, welches aktuelle Fragen zu transformativer Forschung adressiert.

Inhaltlich zielt der Forschungspreis auf „alle Formen von Wissenschaft, die Impulse auslösen, die den gesellschaftlichen Fortschritt befördern.“ Vorgeschlagen werden können NachwuchswissenschaftlerInnen, zivilgesellschaftliche Institutionen oder Wissenschaftseinrichtungen, die sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen annehmen und zu einer nachhaltigen Transformation unserer Gesellschaft und Umwelt beitragen, sowie solche, die sich der Nachwuchsförderung in dem Feld verdient machen.

Die offizielle Mitteilung vom Stifterverband finden Sie hier.

Stand der transformativen Forschung in NRW

Am Mittwoch, den 21. September 2016 fand in Düsseldorf eine Veranstaltung zum Thema „Transformative Forschung – Wo steht NRW?“, veranstaltet vom Wissenschaftsministerium NRW, statt.

Auf der Veranstaltung wurde der Stand der seit 2013 verfolgten Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“ diskutiert, die zum Ziel hat, umsetzungsorientierte Forschung zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stärken. Sie zielt außerdem darauf ab, die Entwicklung von Themen wie der Energiewende, digitalem Wandel, Arbeit 4.0 oder Verbraucherschutzthemen nachhaltig auszugestalten und dabei auch die Zivilgesellschaft stärker einzubeziehen.

Im Rahmen eines „Science Match“ hat sich eine große Bandbreite an Projekten aus NRW vorgestellt, darunter die transdisziplinären Forschungskollegs und Regionalnetzwerke in NRW, die von Lebensqualität im hohen Alter über Kinder und Jugendgesundheit, Energieeffizienz und Ressourcen in der Landwirtschaft eine große Bandbreite an Themen bearbeiten.

Auch die Verbraucherzentralen NRW engagieren sich zunehmend in dem Feld, indem sie Verbraucherforschung für, mit und zu Konsumentinnen und Konsumenten betreiben.

Ebenfalls kontrovers diskutiert wurde, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft möglich wäre. Während sich die Podiumsgäste hinsichtlich der allgemeinen Zielsetzung einer „transformativen“ Wissenschaft einig waren, kam die Kritik an Bürgeruniversitäten hier eher von außen.

Ein kürzlich erschienener Artikel in der Welt legt die Ängste in der Debatte anschaulich dar, berücksichtigt aber leider nicht den inzwischen sehr differenzierten Stand der Diskussion (vgl. dazu die Debatte in der GAIA).

Nachhaltigkeitsbericht der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erschienen

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat unter dem Titel „Footprints“ ihren Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2014 und 2015 veröffentlicht.

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht legt die Hochschule in Eberswalde Rechenschaft über den Fußabdruck ihrer Aktivitäten ab und informiert ausführlich über ihre nachhaltige Entwicklung nicht nur in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer und Betrieb sondern auch hinsichtlich sozialer Aspekte wie nachhaltige Entwicklung im beruflichen und sozialen Kontext, Beteiligung und ihre Wirksamkeit sowie Förderung von Engagement und Leistung. Dabei ist der Bericht nach den an der Hochschule entworfenen Nachhaltigkeitsgrundsätzen gegliedert.

Die Hochschule hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur ökologisch neutral zu werden, sondern auch sichtbar zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Die Hochschule wirtschaftet daher bereits seit 2014 klimaneutral und kompensiert nicht vermeidbare Emissionen über ein von Alumni gegründetes und von Studierenden beforschtes Lehmofenprojekt in Kenia. Zusätzlich versucht sie durch gezielte Förderung bspw. von Projektwerkstätten und gezielten Maßnahmen auch ihren positiven Handabdruck zu vergrößern.

Auch hat die Hochschule mit dem Bericht eine erste Entsprechenserklärung zum hochschulspezifischen Deutschen Nachhaltigkeitskodex abgegeben und kommuniziert Wünsche an ihre Landesregierung gleich mit, wie den nach einer fächerübergreifenden Brandenburgischen Akademie zur Promotionsförderung. Auch die Studierenden werden, wie etwa in Rolle eines studentischen Vizepräsidenten umfassend eingebunden und kommen auch im Bericht zu Wort.

Den Bericht können Sie hier herunterladen.
Die zugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Bericht des Wissenschaftsrats zur Evaluation des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

Der Wissenschaftsrat hat vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst den Auftrag erhalten, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) wissenschaftlich zu evaluieren. Das Ergebnis der Evaluation hat der Wissenschaftsrat in seiner Sommersitzung beschlossen.

Der Wissenschaftsrat hebt in seiner Stellungnahme die Forschungsleistung und zentrale Rolle des ISOE für die Entwicklung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland hervor und nennt als Alleinstellungsmerkmal die Verknüpfung von Theorie und Praxis, durch die das Institut transdisziplinäre Forschung methodisch geprägt und weiterentwickelt habe.

Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz im Gebiet der sozial-ökologischen Forschung empfiehlt der Wissenschaftsrat aber auch eine inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung. Dabei sollen eine stärkere Fokussierung der Forschungsfelder und eine Veröffentlichungsstrategie helfen.
Im Zuge einer zunehmend akademischen Ausrichtung soll das Institut seine Anbindung an die Goethe-Universität bsp. durch eine gemeinsame Professur verstärken und sich international ausrichten. Durch eine Erhöhung der Grundausstattung seitens des Hessischen Ministeriums sowie eine Diversifizierung der Drittmittelquellen könnte die knappe personelle Ausstattung, insbesondere im Transferbereich, nachhaltig verbessert werden.

Laut Thomas Jahn, Sprecher und Institutsleiter, bestätigen die Empfehlungen des Wissenschaftsrat dabei den aktuellen Entwicklungsplan des ISOE, in Zukunft die Grundlagenforschung und Beratungstätigkeit im Rahmen von nationalen und internationalen Kooperationen auszubauen. Dabei sollen die Forschungsfelder Integrierte Wasserforschung, Angewandte Lebensstilforschung in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Mobilität sowie sozial-ökologische Biodiversitätsforschung im Vordergrund stehen.
Insgesamt verstehe das Institut die Bewertung als Auftrag seine inhaltlichen und methodischen Kompetenzen auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.

Die Pressemitteilung des Wissenschaftsrates zur Evaluation finden Sie hier, die vollständige Stellungnahme hier.
Die Pressemitteilung des ISOE finden Sie hier.

3. BMBF-Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ vom 6.-7. Oktober in Berlin

Am 6. und 7. Oktober 2016 veranstaltet das BMBF im Humboldt-Carré Berlin das 3. Symposium zum Thema „Nachhhaltigkeit in der Wissenschaft„.

Im Rahmen des Agendaprozess „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SiSi) wurden in zwei großen Symposien im April 2013 und Mai 2014 sowie in weiteren Fachveranstaltungen von Lehrenden, Forschenden, Studierenden und Hochschulverwaltungen Maßnahmen erarbeitet, um die Hochschulen in ihrer Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Um den Austausch zwischen den Akteuren anzuregen, soll das Symposium die Diskussion zu Facetten der Nachhaltigkeit in Hochschulen und Forschungseinrichtungen anregen. Thematisch geht es dabei insbesondere um Klimaschutz und Energienutzung, nachhaltigen Umgang mit (Bio)Ressourcen, Mobilitätsmanagement, grüne IT und Forschungsinfrastruktur sowie die Rolle von Forschungsräumen für den sozialen Zusammenhalt.

Dazu sind Interessierte eingeladen, ihre konkreten Beiträge und Erfahrungen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Forschung im Rahmen einer moderierten Poster-Session zu präsentieren oder Projekte und Initiativen zur Vorstellung vorzuschlagen. Vorschläge können Sie bis zum 10. August 2016 unter Verwendung dieser Vorlage an sisi@fona.de  senden.

Die Teilnahme am Symposium ist nur mit einer persönlichen Einladung möglich. Alle weiteren Informationen finden Sie in Kürze hier.

Neues Reallabor-Forschungsprogramm „Trafo BW“ des Landes Baden-Württemberg gestartet

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat ein neues Forschungsprogramm „Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW“ gestartet.

Nachdem das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs bereits seit 2015 zwei Förderlinien für Reallaborforschung unterhält, fördert nun auch das Umweltministerium mit knapp sechs Millionen Euro bis zum Jahr 2021 inter- und transdisziplinäre Reallaborforschung im Kontext der Energiewende Baden-Württembergs.

Thematisch werden Forschungsvorhaben zum Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis für die Themenfelder Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität, der Überwindung von Hemnissen für Energieeffizienzmaßnahmen auf Verbraucherseite sowie hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten von Solarthermie und Bioenergie (2.0) gefördert.

Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung und Akzeptanz von technologischen Lösungen sondern auch um Innovationen bsp. von Geschäftsmodellen, hinsichtlich gesellschaftlichem Bewusstsein, Verbaucherverhalten oder organisatorischer Einbindung von Akteuren.

Das neue Forschungsprogramm wurde durch eine Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses des Beirats der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung angestoßen.

Alle weiteren Informationen zur Förderlinie sowie Informationen zur Antragsstellung (Frist 22.08.16) finden Sie hier.

Anhörung „Forschung und Innovation in Deutschland“: Stand der Hightech-Strategie am 6. Juli im Bundestag

Am Mittwoch, den 6. Juli fand um 9.30h eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgen-abschätzung zum Thema „Forschung und Innovation in Deutschland: Stand und Perspektiven – einschließlich Zwischenbilanz der Hightech-Strategie“ statt.

Es waren sieben Experten zur Anhörung eingeladen, darunter Dirk Messner, Vorsitzender des WBGU, der in seiner Stellungnahme eine stärkere Ausrichtung der Forschungspolitik auf globale und gesellschaftliche Herausforderungen, insbesondere auf eine Transformation zur Nachhaltigkeit fordert. Er kritisiert an der aktuellen Hightech-Strategie die starke Ausrichtung auf ökonomische Aspekte, und bemängelt das Fehlen einer systemischen Perspektive. Der WBGU sieht daher eine Weiterentwicklung notwendig, die:

„(1) der Dringlichkeit der Transformation zur Nachhaltigkeit Rechnung trägt, die
(2) systemischen statt isolierten technologischen Innovationen Raum schafft und die
(3) auch die nötigen institutionellen und gesellschaftlich-kulturellen Innovationen umfasst.“

Auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sieht soziale Innovationen bisher kaum gefördert. Daher sollten aus öffentlichen Mitteln geförderte Innovationen künftig vor allem dem Gemeinwohl statt wirtschaftlicher Interessen dienen. Dazu ist aus Sicht des WGBU eine breite gesellschaftliche Beteiligung notwendig, um die gesellschaftliche Relevanz und Akzeptanz der strategischen Ziele zu gewährleisten.

Daher schlägt Messner vor, die Hightech-Strategie neben einer inhaltlichen Neuausrichtung an Nachhaltigkeitsaspekten auch durch einen neuen Namen „Forschungsstrategie für Wohlfahrt, Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit in Deutschland“ zu reformieren. Eine Orientierung an den Globalen Nachhaltigkeitszielen der 2030 Agenda, und der derzeit entstehenden neuen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung würde die Bestrebungen dabei sinnvoll miteinander verküpfen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat dazu im Juni einen Antrag mit dem Titel „Innovationspolitik neu ausrichten – Forschen für den Wandel befördern“ in den Bundestag eingebracht, in welchem die Fraktion die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, eine Neuausrichtung der Innovationsstrategie an Nachhaltigkeitskriterien vorzunehmen und dabei auf sukkzessive Beteiligung der Zivilgesellschaft und Reallaborforschung zu setzen. Kleine Fächer und Kleinforschungsprojekte sollen ebenfalls stärker gefördert werden. Eine Steuererleichterung um 15% für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Unternehmen unter 249 Mitarbeitenden soll das auch auf wirtschaftlicher Seite ermöglichen.

Ein Vorbericht zur Anhörung in der taz von Manfred Ronzheimer ist hier zu lesen.

Eine Aufzeichnung der Debatte kann in der Mediathek des Deutschen Bundestages angesehen werden.
Eine kurze Zusammenfassung der Sitzung finden Sie hier.