Themenschwerpunkt „Transformative Wissenschaft“ in den ARL-Nachrichten für Raumforschung

Die neu erschienene Ausgabe 2/2016 der Nachrichten der Akademie für Raumforschung und Landesplanung – ARL (Leibniz-Forum für Raumwissenschaften) widmet sich in ihrem Themenschwerpunkt „Transformative Wissenschaft“ dem Mehrwert des Wissenschaftsmodus für die Raumwissenschaften.

Neben einer Einführung in Form von fünf Thesen zur Verbindung von Wissenschaftsdiskurs und Raumforschung und der möglichen Bedeutung transformativer Methoden in den Raumwissenschaften, schildert im Heft u.a. Prof. Uwe Schneidewind in einem Interview seine Sichtweise auf das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft und die Bedingungen für transformative Forschung in Deutschland – inklusive Verbesserungspotenzialen.
Weitere Beiträge zu „transdisziplinären Antworten auf globale Fragen“, „Forschen in gesellschaftlicher Forschung“ und der “ Evaluierung transdisziplinärer Forschung“ machen das Heft dabei nicht nur für Raumforscher_innen interessant.

Die komplette Ausgabe ist hier im Volltext verfügbar.

Bibliographische Angaben
Nachrichten der ARL 2/2016 – Transformative Wissenschaft / ISSN 1612-3905. Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

Lesetipp: Reallaborforschung für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen

In einer Case Study im kürzlich erschienen Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education (Filho et al., 2017), stellt das Reallabor EnSign (Zweite Förderlinie der Reallabore Baden-Württemberg) an der HfT Stuttgart seinen Ansatz vor, die nachhaltige Entwicklung der Hochschule im Rahmen eines Reallabor-Forschungsprojektes  zu übertragbaren Konzepten für einen klimaneutralen Hochschulbetrieb voranzutreiben.

Das Buchkapitel präsentiert die Entwicklung eines iterativen und integrativen Projekt- und Wissensmanagements zur Einbindung interner und externer Stakeholdern, welches im Zentrum des Forschungsvorhabens steht. Ziel ist es, die Transformation des Campus durch ein Maßnahmenbündel u.a. von angepasstem Benutzerverhalten, höherer Enenergieeffizienz durch neue Gebäudeverwaltungskonzepte, neuen Finanzierungsmodellen für Gebäuderenovierungen, die Integration von Stakeholdern sowie institutionelle Managementstrukturen zu fördern.

„While the technical project results will be of transferable to other public buildings, the study of the transformation process catalyzed by EnSign, including the definition of development scenarios, methods, indicators, and assessment protocols, is perhaps of greater value to the societal SD transition than singular energy efficiency achievements.“ (Filho et al., S. 85)

Nach einer Einordung und Reflexion der Relevanz des Forschungsmodus werden anhand von ersten Ergebnissen die angewandte Kommunikationsstrategie und Wege der partizipativen Ausgestaltung des Projektes, verbunden mit einer Einschätzung des institutionellen Transformationspotenzials diskutiert. Bis zum Projektabschluss bleibt noch die weitere Bündelung des Engagements in einem möglichen Green Office offen, sowie eine Ergänzung von Nachhaltigkeitskriterien und EMAS, um neben der ökologischen auch der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Das Kapitel sowie das Handbuch sind über den Springer-Verlag erhältlich:

Botero, Lisa, Michael Bossert, Ursula Eicker, Jan Cremers, Nansi Palla, und Christiane Schoch. „A Real-World Lab Approach to the Carbon Neutral Campus Transition: A Case Study.“ Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education World Sustainability Series (2016): 73-88. doi:10.1007/978-3-319-47895-1_5

in: Filho, Walter Leal. et al. Handbook of Theory and Practice of Sustainable Development in Higher Education. Volume 3. Springer, 2017. http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-47895-1

Zum weiterlesen: Die Folien einer ersten Zwischenpräsentation des Reallabors EnSign im Juni 2016 stehen hier zum Nachlesen zu Verfügung.

Lesetipp: Schwerpunktheft „Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation“

Im Dezember ist das Schwerpunktheft „Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation“ der Zeitschrift Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis des KIT erschienen, welches neben konzeptionellen Beiträgen auch erste Ergebnisse aus vier Reallaboren der Förderlinien Baden-Württembergs vorstellt.

Im Schwerpunkt wird durch zwei einführende Beiträge mit konzeptionellen Überlegungen zum Forschungsformat und einer Diskussion der Schlüsselbegriffe des Forschungsmodus der Kontext für die Vorstellung der 4 Reallabor Case-Studys gegeben, wodurch wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Reallaborprojekte deutlich werden.

In den vier Case-Studies stellen dann die Reallabore „Wissensdialog Schwarzwald„, „Urban Office – Nachhaltige Stadtenwicklung in der Wissensgesellschaft„, „Quartier Zukunft – Reallabor 113“ und „Energielabor Tübingen – Gemeinsam zur Energiewende“ ihre jeweiligen Forschungsdesigns und erste gewonnene Erkenntnisse aus der partizipativen Zusammenarbeit in den Reallaboren vor Ort vor.

Abschließend stellt das Begleitforschungsteam ForReal konzeptuelle, praxisorientierte und reflexive Thesen zur Diskussion, welche sich auf die Bedeutung zielorientierter Methodennutzung und das Thematisieren von Lernprozessen als Kerncharakteristiken von Reallaboren stützen.

Das Heft (Open-Access) kann hier heruntergeladen werden.

Neuer Master-Studiengang „Transformationsstudien“ an der Universität Flensburg

Zum Herbstsemester 2017 startet an der Europa-Universität Flensburg
der Master-Studiengang „Transformationsstudien“, der sozial-ökologische Krisen der Gegenwart zum Gegenstand hat.

Der Studiengang, welcher am Norbert Elias Center for Transformation Design & Research angegliedert ist beschäftigt sich mit den drei großen Themenschwerpunkten Gegenwart, Historie und Zukunft vor der Fragestellung nach einer Veränderung unserer Gesellschaft „by design or by desaster“ – durch technische, ökonomische, institutionelle wie auch kulturelle Veränderung. „Neuer Master-Studiengang „Transformationsstudien“ an der Universität Flensburg“ weiterlesen

Workshop „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“ vom 24.-25.01.17 in Wuppertal

Vom 24.-25. Januar 2017 veranstalten das Wuppertal Institut und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen gemeinamen Workshop zum Thema „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“ in Wuppertal.

Der Workshop richtet sich an FachexpertInnen aus Wissenschaft und Praxis und soll den Austausch zwischen Reallabor-Forschung und dem Bereich der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) fördern. So sollen gemeinsam Ideen entwickelt werden, wie sich im Zusammenspiel didaktische Erkenntnisse aus dem Bereich der BNE mit den Praxiserfahrungen der Reallabor-Forschung verknüpfen lassen.

Als Referentinnen und Referenten werden u.a. Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal Instituts), Dr. Heinrich Bottermann (Generalsekretär der DBU), Prof. Dr. Ilka Parchmann (Vizepräsidentin der Uni Kiel) sowie Dr. Mandy Singer-Brodowski (Institut Futur Berlin) dabei sein.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Es wird um Anmeldung bis zum 17.01.2017 bei karoline.augenstein@wupperinst.org gebeten.

DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung

Im Rahmen eines Expertenworkshops am 14. Juni 2016 in Berlin zum Thema „Transformation Research – Goals, Contents, Methods“, organisiert vom Dutch Research Institute for Transition (DRIFT) und Ecologic, haben 25 führende Forscherinnen und Forscher über Ansätze, Ziele, Inhalte und Ergebnisse transformativer Forschung diskutiert. Ein besonderer Fokus lag auf geeigneten Methoden und Praktiken aus den Sozialwissenschaften, welche die Erforschung von Prozessen und der Dynamik von Transformationen aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen.

Zum Workshop wurde nun von Julia Wittmayer und Katharina Hölscher ein abschließender Bericht veröffentlicht. Dieser fasst die Hauptargumente aus den Debatten zusammen und formuliert Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten zur Analyse und Unterstützung von Nachhaltigkeitstransformationen. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Transformationsforschung hat sich in den letzten Jahren schnell als Forschungsperspektive entwickelt, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen. Dabei verbindet sie verschiedene Forschungsfelder und Ansätze, kombiniert theoretische Konzepte und Rahmenbedingungen und bedient sich unter anderem transdisziplinärer
Daraus ist eine intensive Debatte über die Legitimität, die gesellschaftlichen und institutionellen Auswirkungen sowie den Bedarf für entfacht.
Bislang fehlen jedoch weitgehend konzeptionelle Arbeiten zur empirischen und theoretischen Untersetzung von Transformationsforschung, ihren Methoden und inhaltlichen Schwerpunkten.

Der Workshop hat sich nun diesen Problemen zugewandt. Dabei wurden fünf wesentliche Diskussionspunkte in Bezug auf zukunftsweisende Forschungsfragen identifiziert, um Transformationsforschung weiterzuentwickeln „DRIFT Workshopbericht zu Transformationsforschung“ weiterlesen

Nachhaltigkeitsbericht der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erschienen

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat unter dem Titel „Footprints“ ihren Nachhaltigkeitsbericht für die Jahre 2014 und 2015 veröffentlicht.

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht legt die Hochschule in Eberswalde Rechenschaft über den Fußabdruck ihrer Aktivitäten ab und informiert ausführlich über ihre nachhaltige Entwicklung nicht nur in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer und Betrieb sondern auch hinsichtlich sozialer Aspekte wie nachhaltige Entwicklung im beruflichen und sozialen Kontext, Beteiligung und ihre Wirksamkeit sowie Förderung von Engagement und Leistung. Dabei ist der Bericht nach den an der Hochschule entworfenen Nachhaltigkeitsgrundsätzen gegliedert.

Die Hochschule hat es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur ökologisch neutral zu werden, sondern auch sichtbar zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Die Hochschule wirtschaftet daher bereits seit 2014 klimaneutral und kompensiert nicht vermeidbare Emissionen über ein von Alumni gegründetes und von Studierenden beforschtes Lehmofenprojekt in Kenia. Zusätzlich versucht sie durch gezielte Förderung bspw. von Projektwerkstätten und gezielten Maßnahmen auch ihren positiven Handabdruck zu vergrößern.

Auch hat die Hochschule mit dem Bericht eine erste Entsprechenserklärung zum hochschulspezifischen Deutschen Nachhaltigkeitskodex abgegeben und kommuniziert Wünsche an ihre Landesregierung gleich mit, wie den nach einer fächerübergreifenden Brandenburgischen Akademie zur Promotionsförderung. Auch die Studierenden werden, wie etwa in Rolle eines studentischen Vizepräsidenten umfassend eingebunden und kommen auch im Bericht zu Wort.

Den Bericht können Sie hier herunterladen.
Die zugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Bericht des Wissenschaftsrats zur Evaluation des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

Der Wissenschaftsrat hat vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst den Auftrag erhalten, das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) wissenschaftlich zu evaluieren. Das Ergebnis der Evaluation hat der Wissenschaftsrat in seiner Sommersitzung beschlossen.

Der Wissenschaftsrat hebt in seiner Stellungnahme die Forschungsleistung und zentrale Rolle des ISOE für die Entwicklung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland hervor und nennt als Alleinstellungsmerkmal die Verknüpfung von Theorie und Praxis, durch die das Institut transdisziplinäre Forschung methodisch geprägt und weiterentwickelt habe.

Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz im Gebiet der sozial-ökologischen Forschung empfiehlt der Wissenschaftsrat aber auch eine inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung. Dabei sollen eine stärkere Fokussierung der Forschungsfelder und eine Veröffentlichungsstrategie helfen.
Im Zuge einer zunehmend akademischen Ausrichtung soll das Institut seine Anbindung an die Goethe-Universität bsp. durch eine gemeinsame Professur verstärken und sich international ausrichten. Durch eine Erhöhung der Grundausstattung seitens des Hessischen Ministeriums sowie eine Diversifizierung der Drittmittelquellen könnte die knappe personelle Ausstattung, insbesondere im Transferbereich, nachhaltig verbessert werden.

Laut Thomas Jahn, Sprecher und Institutsleiter, bestätigen die Empfehlungen des Wissenschaftsrat dabei den aktuellen Entwicklungsplan des ISOE, in Zukunft die Grundlagenforschung und Beratungstätigkeit im Rahmen von nationalen und internationalen Kooperationen auszubauen. Dabei sollen die Forschungsfelder Integrierte Wasserforschung, Angewandte Lebensstilforschung in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Mobilität sowie sozial-ökologische Biodiversitätsforschung im Vordergrund stehen.
Insgesamt verstehe das Institut die Bewertung als Auftrag seine inhaltlichen und methodischen Kompetenzen auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.

Die Pressemitteilung des Wissenschaftsrates zur Evaluation finden Sie hier, die vollständige Stellungnahme hier.
Die Pressemitteilung des ISOE finden Sie hier.

Grünbuch Citizen Science Strategie Deutschland 2020

Im Rahmen des Projekts „BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger“ (GEWISS) wurde als Teil des GEWISS-Bausteinprogramms eine Citizen Science-Strategie 2020 für Deutschland entwickelt und nun in Form eines Grünbuchs veröffentlicht.

In acht Dialogforen mit einem Thinktank, einer Auftaktveranstaltung sowie zahlreichen weiteren Beiträgen unter der bundesweiten Beteiligung von über 700 an Citizen Science interessierten Personen aus mehr als 350 Organisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Fachgesellschaften, Vereinen und Verbänden, Stiftungen und Einzelpersonen wurde über Citizen Science diskutiert. Daraus wurden nun Beiträge zur Entwicklung der Visionen und Handlungsoptionen für das Grünbuch zusammengeführt und in einer weiteren umfänglichen Online-Konsultation von Privatpersonen und verschiedenen Organisationen aus Wissenschaft und Gesellschaft erörtert.

Das daraus entstandene Grünbuch für eine Citizen Science Strategie 2020 stellt die Ziele, Potenziale und Herausforderungen von Citizen Science in Deutschland dar und zeigt Handlungsoptionen für die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die Wissenschaft auf. Dabei wird der Fokus auf drei Handlungsfelder gelegt: Die Stärkung etablierter Strukturen, die Neuschaffung von Rahmenbedingungen und die weitere Integration von Cititzen Science in bestehende Konzepte durch verschiedene Maßnahmen. Außerdem werden im Grünbuch vor allem auch die Ziele und Möglichkeiten ebenso wie eine Vision für die Rolle von Citizen Science im Jahr 2020, unter anderem in Form von zehn Leitbildern, definiert. Im Vordergrund stehen auch hier die breite Etablierung, Anerkennung und Einbeziehung von Citizen Science in gesellschaftsrelevante Kontexte.

Das Grünbuch steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Call for Participants: Best-Practice-Beispiele für nachhaltige Hochschulprojekte in Forschung und Betrieb gesucht

Das netzwerk n sucht Beispiele für erfolgreiche und inspirierende Projekte oder Hochschulstrukturen in den Handlungsfeldern Forschung und Betrieb, um diese in einer Best-Practice-Sammlung zu porträtieren.

Nachdem die Sammlung von Beispielen aus den Handlungsfeldern Lehre und Governance nun abgeschlossen ist (den vorläufigen Entwurf finden Sie hier), sollen nun auch Beispiele aus den Bereichen Forschung und Betrieb gesammelt werden. Durch die konsistente Aufbereitung und De-Kontextualisierung soll der Transfer und die Adaptierung erfolgreicher Projekte und Strukturen an weiteren Hochschulen erleichtert und beschleunigt werden. Die Best-Practice-Beispiele sollen durch drei Formate der relevanten Community zur Verfügung gestellt werden: als Broschüre (ca. 100 Seiten; Auflage: 1500 Exemplare), Veröffentlichung auf der Website und der Online-plattform n des netzwerk n sowie als Kurzvideos (60-90 Sekunden lang).

Wenn Ihr Projekt Teil der Best-Practice-Sammlung werden soll, können Sie den hier verlinkten Fragebogen bis zum 10. April 2016 an Paul Weisser schicken.

„The Future of Sustainable Food Business“ Sommeruniversität im August 2016 in Emmendingen

Vom 31. Juli bis zum 14. August 2016 findet die zweite Sommeruniversität
„The Future of Sustainable Food Business“ der Deutschen Gesellschaft für Humanökologie in Kooperation mit dem College of the Atlantic in Emmendingen (nähe Freiburg im Breisgau) statt.

Die Sommeruniversität richtet sich an (angehende) Abiturienten und Bachelor-Studierende, die in Gruppen selbstgewählte Projekte bei Unternehmen aus der Region durchführen und dabei von erfahrenden Lehrenden angeleitet werden. Dabei werden relevante Inhalte, theoretische Konzepte und Forschungsmethoden in einem Reallabor, erarbeitet, um das Wissen in einer transdisziplinären, praxisorientierten Gruppenarbeit und der offenen Atmosphäre einer Charrette (einer öffentlichen Projektwerkstatt) anzuwenden, die den Partnerbetrieben und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die direkte Beteiligung an den Studienprozessen ermöglicht.

Inhaltlich steht die Diskussion um unser heutiges Ernährungssystem, seiner nachhaltigen Entwicklung und möglicher innovativer Konzepte eines Wandels hin zu einer grünen Ernährungswirtschaft im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 30. April 2016.

„Responsible University Symposium“ am 07. April 2016 in Lüneburg

Die Leuphana Universität Lüneburg veranstaltet im Rahmen der vom Stifterverband geförderten Initiative „Campus und Gemeinwesen“ am 07. April 2016 auf dem Campus Scharnhorststraße ein Dialogforum über Wege und Wirkungen der Zusammenarbeit von Hochschulen und Gesellschaft.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Gesellschaft und Politik werden in einer Podiumsdiskussion und anschließenden Workshops die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen näher beleuchtet und Fragen nach den Beiträgen gestellt, die diese zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten können. Dabei sollen auch die Auswirkungen von transdisziplinären Forschungsmethoden auf die Rolle von Hochschulen, die sich durch einen Einbezug der Gesellschaft ergeben,  thematisiert werden.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie die Anmeldung finden Sie hier.

Call for Papers: International Sustainability Transitions (IST) Conference 2016 in Wuppertal

Vom 06. bis 09. September 2016 begeht das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie seinen 25. Geburtstag und verbindet dieses Jubiläum mit der Ausrichtung der International Sustainability Transitions Conference (IST). Das Wuppertal Institut holt damit die jährliche Konferenz des international führenden Sustainability Transitions Research Network (STRN) nach Deutschland.

Mit den zentralen Leitthemen der IST 2016 Conference – „Transformative Wissenschaft“ und „Urbane Reallabore“ – setzt das Wuppertal Institut wichtige Impulse aus der deutschen Debatte und generiert internationale Sichtbarkeit für aktuelle Themen, wie bspw. die Rolle der Wissenschaft und von Städten als Experimentierfelder für eine nachhaltige Entwicklung.

Der Call for Papers kann auf der Konferenz-Homepage heruntergeladen werden: www.ist2016.org

„Studierende als kreative, revolvierende Ressource“ – Nachhaltigkeitstag an der Universität Osnabrück am 11.12.

Am Freitag, den 11. Dezember, findet an der Universität Osnabrück der 4. Nachhaltigkeitstag der Initiative »CookUOS« unter dem Motto »Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule – Studierende als kreative, revolvierende Ressource« statt.

Die interdisziplinäre Seminarreihe CookUOS will in Zusammenarbeit mit regionalen Schulen und Partnern die Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. Außerdem richtet sie sich speziell an Lehramtsstudierende, um die Kompetenz in den Bereichen Gesundheits-, Ernährungs-, Verbraucher- und Umweltbildung zu fördern, damit diese im Umfeld Schule an die nächste Generation weitergegeben werden kann.

Der Nachhaltigkeitstag ist eine von mehreren Gelegenheiten, diese Ideen einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Key-Note-Sprecher ist Walter Hirche, Wirtschaftsminister a.D. in Niedersachsen und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Daneben sind Johannes Geibel von netzwerk n, sowie Nadine Dembski vom Lehrstuhl Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen als Referenten geladen. Nadine Dembski stellt das Konzept der virtuellen Akademie – Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor. Johannes Geibel zeigt Möglichkeiten auf, wie Studierende als kreative, revolvierende Ressource erfolgreich in den Nachhaltigkeitsprozss an einer Hochschule eingebunden werden können.  Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre der Universität Osnabrück.

Die Veranstaltung findet ab 13 Uhr im Bohnenkamp-Haus (Albrechtstraße 29) im Botanischen Garten der Universität Osnabrück statt. Der Eintritt ist frei, eine rechtzeitige Anmeldung unter »http://tickets.cookuos.de erforderlich.

Neuer BMBF-Förderschwerpunkt „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ zielt auf umsetzungsorientierte Lösungen im Umgang mit der Ressource Land

Land wird weltweit zusehends knapper. In Deutschland erhöhen der Umbau der Energieversorgung, wachsende Wohn- und Gewerbegebiete sowie zunehmender Verkehr die Nachfrage nach Flächen. Auch der Klimawandel erfordert eine tiefgreifende Anpassung in Stadt und Land. Nutzungskonflikte sind vorprogrammiert – nachhaltige Lösungen werden benötigt.  Der nachhaltigere Umgang mit Land ist ein Themenbereich, der im Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA) durch das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Da die Nachfrage nach und die Ansprüche an Land weltweit steigen und daher zunehmend Nutzungskonflikte auftreten, ist das Ziel einer nachhaltigen Landnutzung, laut Hauptgutachten des WBGU aus dem Jahr 2011, eines der zentralen Handlungsfelder für eine zukünftige Gesellschaftstransformation.

Um dem politischen Ziel einer nachhaltigen Landnutzung stärker Rechnung zu tragen, werden bereits seit 2009 vom BMBF Forschungsvorhaben zum Thema gefördert. Bei der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ wurden sowohl in internationalen wie in nationalen Projekten an Wechselwirkungen und Interdependenzen zwischen den Themenfeldern Klimawandel, Landmanagement und Ökosystemdienstleistungen – als auch an innovativen und umsetzungsorientierten Systemlösungen geforscht. Alle Forschungsvorhaben verfolgten dezidiert transdisziplinäre Forschungsansätze. Die Fördermaßnahme befindet sich gegenwärtig in der finalen Phase des Projektzyklus. Ausführliche Ergebnissynthesen nebst Transferveranstaltungen sind für das Jahr 2016 geplant.

Das BMBF setzt in der anwendungsbezogenen Nachhaltigkeitsforschung nun weitere Akzente. Seit dem letzten Jahr werden mit der Initiierung des Förderschwerpunktes „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ bis zum Jahr 2019 neun Wissenschafts-Praxis-Teams gefördert, die sich zu transdisziplinär forschenden „Innovationsgruppen“ zusammengetan haben. Mit dem neuen Förderinstrument der Innovationsgruppe verfolgt das BMBF eine noch stärkere Akzentuierung auf umsetzungsorientierte Lösungen für konkrete, gesellschaftsrelevante Probleme des Landmanagements. Dazu zählen u.a. der regionale Umgang mit der Energiewende, Fragen der integrierten Stadt-Land-Kooperation, Erhalt der Biodiversität sowie der Kulturlandschaft. Ähnlich wie beim „Reallabor-Ansatz“ sollen exemplarische Vorhaben in Modellregionen Deutschlands initiiert und mit lokalen und regionalen Stakeholdern erarbeitet und umgesetzt werden. Innovationen werden auf diesem Wege nicht nur theoretisch angedacht, sondern angestoßen, begleitet und implementiert.

Um dies zu ermöglichen, finden in dem neuen Förderschwerpunkt verschiedene Spezifika von Innovationsprozessen Berücksichtigung: So wird besonderes Gewicht auf ein strategisches Vorgehen beim prozesshaften Erarbeiten eines Innovationskonzeptes gelegt. Außerdem werden die oft unterschätzten prozessbezogenen Lerneffekte innerhalb der Forschungsverbünde durch spezifische Maßnahmen des capacity building gestärkt. Im Mittelpunkt der Forschung stehen nun nicht mehr ausschließlich technologische Innovationen – soziale Innovationen sollen stattdessen stärker in den Vordergrund rücken.

Wie bei der Vorgängermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ wird den Innovationsgruppen ein wissenschaftliches Begleitvorhaben an die Seite gestellt, das den Forschungsprozess begleitet und aus zwei Partnerinstitutionen besteht. Während das Berliner inter 3-Institut für Ressourcenmanagement langjährige Erfahrungen aus der Innovationsforschung und dem Innovationsmanagement in das Begleitvorhaben einbringt, ergänzt das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), das bereits die Vorgängermaßnahme wissenschaftlich begleitet hat, die Kompetenzen in den Bereichen Landmanagement und Governance.

Nähere Informationen zu den Innovationsgruppen finden Sie hier. Kontakt: innovationsgruppen(at)zalf.de

Hochschultag Transformative Wissenschaft am 17.11. an der Bergischen Universität Wuppertal

Der AStA der Bergischen Universität Wuppertal organisiert am 17.11.15 den öko-sozialen Hochschultag „Transformative Wissenschaft“. Die Studierenden stellen mit dieser Veranstaltung die Frage, wie die Hochschule der Zukunft aussehen kann. Welche Art von Lehre und Forschung soll es an den Hochschulen geben, damit sie einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der „großen Transformation“ leisten können. Wie kann sich Wissenschaft in Anbetracht von Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft neu aufstellen?

Auf der Veranstaltung soll die transformative Wissenschaft als Form der Wissenschaft vorgestellt werden, die Ihre Forschungsfragen aus den gesellschaftlichen Herausforderungen ableitet, transdisziplinär und partizipativ arbeitet, außeruniversitäre Akteure miteinbezieht und Veränderungen so selber mit anstößt. Von Reallaborforschung bis hin zu einer Lehre in gesellschaftlichen Verantwortung (Service Learning) soll an dem Hochschultag gezeigt werden, wie eine transformative Wissenschaft in der Praxis ganz konkret aussehen kann. Die daraus entstandenen Ideen sollen anschließend mit dem Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und weiteren Gästen diskutiert werden. Ein offener Ausklang mit Fingerfood und Getränken bietet Raum zum diskutieren und kennenlernen.

Die Veranstaltung findet ganztägig auf der AStA-Ebene statt und ist öffentlich. Für die beiden Workshops „Transformative Lehre“ und „Transformative Forschung“ wird um Anmeldung an oekologie(at)asta.uni-wuppertal.de gebeten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.asta-wuppertal.de/hochschultag

Der Tag findet in Kooperation mit TransZent und der Initiative ökosoziale Hochschultage statt, und wird von der Stadtsparkasse Wuppertal und der Barmenia gesponsert.

„Ziemlich beste Freunde? – Forschung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft für nachhaltige Transformationen“ – Ecornet Tagung am 02.11. in Berlin

Das Ecological Research Network (Ecornet) veranstaltet gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), Brot für die Welt und der Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende am 02.11.2015 von 14 bis 18 Uhr in Berlin eine Tagung „Ziemlich beste Freunde? – Forschung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft für nachhaltige Transformationen“.

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Armutsbekämpfung oder Erhalt der Biodiversität erfordern umfangreiche gesellschaftliche Transformationen. Es werden wissenschaftlich fundierte und in der Praxis anwendbare Lösungen für komplexe Nachhaltigkeitsprobleme benötigt. Die produktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Das ist für beide Seiten nicht ohne Risiko: Verbände suchen konkrete Ideen für Positionierung und Kampagnen, die Ergebnisse aus Forschungsprojekten liegen allerdings häufig erst nach einigen Jahren vor und sind sehr kontextspezifisch. Forscher/innen fürchten um die Unabhängigkeit ihrer Ergebnisse, wenn Praxisakteure ihre Interessen einbringen. Können die ungleichen Partner Wissenschaft und Zivilgesellschaft also „beste Freunde“ sein?

Viele Beispiele der Kooperation von Zivilgesellschaft und Wissenschaft in transdisziplinären Forschungsprojekten zeigen, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten fruchtbar sein kann und Forschungsergebnisse mit hoher Relevanz hervorbringt. Eine weit entwickelte Kooperationskultur in der Breite fehlt aber. Ziel der Tagung ist es, Praxis und Perspektiven dieser Zusammenarbeit zu reflektieren. Wie groß die Potenziale für gesellschaftliche Innovationen und konkrete Problemlösungen sind, wird in Workshops am Beispiel der Handlungsfelder Nachhaltiger Konsum und Sustainable Development Goals diskutiert. Dazu werden die bisherigen Lernprozesse der Plattform Forschungswende reflektiert.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier. Eine Anmeldung kann hier vorgenommen werden.

Leuphana Universität Lüneburg in internationales Nachhaltigkeitsnetzwerk aufgenommen

„Die Leuphana Universität Lüneburg ist in das Nachhaltigkeits-netzwerk International Sustainable Campus Network (ISCN) aufgenommen worden. Das Netzwerk besteht aus mehr als 70 Mitgliedern, darunter weltweit führende Universitäten wie Havard, Princeton und Yale. Sie verfolgen das Ziel, den Nachhaltigkeits-gedanken an Universitäten zu verankern und in Forschung, Lehre, Transfer und Betrieb zu vernetzen. Mit der Aufnahme in das Netzwerk intensiviert die Leuphana den Austausch mit hochrangigen Universitäten weltweit und verstärkt die internationale Sichtbarkeit ihres Forschungsschwerpunktes Nachhaltigkeit. (…)

Die Leuphana ist (…) bundesweit die einzige Universität mit einer Fakultät für Nachhaltigkeit und einem UNESCO Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung. Vom ISCN ist sie bereits vor rund 5 Jahren mit dem „International Sustainable Campus Excellence Award“ für ihre Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet worden. Im Juli dieses Jahres wurde die Leuphana für das Nachhaltigkeits-Projekt „Going Green“ erneut als Ort im Bundeswettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet. Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie in diesem Jahr insbesondere mit dem Center for Global Sustainability and Cultural Transformation (CGSC), das sie gemeinsam mit der Arizona State University gegründet hat.“ (Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg)

Tagungsbericht: „Zukunftsfähige Entwicklung und Generative Organisationskulturen“ (ZEGO)

Am 12. und 13. Februar 2015 fand an der Hochschule Bochum beim Institut für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) das Symposium „Zukunftsfähige Entwicklung und Generative Organisationskulturen“ statt. Ein ausführlicher Bericht über das Symposium mit Links zu den einzelnen Vorträgen ist nun von Matthias Reeg (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Technische Thermodynamik, Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung) erstellt worden.

Der wissenschaftliche, politische und soziale Diskurs, warum unser Gesellschaftssystem mit seinen heterogenen Akteursstrukturen und organisationalen Institutionen wie Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen sowie den politischen und zivilgesellschaftlichen Betrieb die Transformation hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung bewerkstelligen muss, wurde in den letzten beiden Jahrzehnten in inter- und transdisziplinären Untersuchungen ausführlich analysiert sowie Handlungsbedarf identifiziert.

Auf welche Art und Weise diese Transformation jedoch gelingen kann und vor allem welche Voraussetzungen und Handlungskompetenzen in den verschiedenen Organisationskulturen dafür von Nöten sind, ist bis heute in vielen teilgesellschaftlichen Bereichen recht unklar und diffus. Diesen „Nebel“ zumindest etwas zu lichten und Organisationen zu befähigen, gestörte interne Abläufe sowie Fehlentwicklungen entgegen zu wirken, war Schwerpunkt des hochkarätig besetzten Symposiums „Zukunftsfähige Entwicklung und generative Organisationskulturen“ am 12. und 13. Februar 2015 an der Hochschule Bochum.

Als Organisator der Veranstaltung gab Prof. Andreas Metzner-Szigeth zu Beginn eine Einführung in die Thematik, nebst Problemaufriss und Überblick bisheriger Forschungsansätze. Die zentrale These seines Vortrags, von der ausgegangen werde, ist die Behauptung, dass Nachhaltige oder Zukunftsfähige Entwicklung mehr als jedes andere Fortschrittsparadigma auf (funktionierende) Kommunikation und (gelingende) Verständigung angewiesen sei. Ausgehend davon ergab sich die forschungsleitende Fragestellung des Symposions: Was passiert, wenn diese beträchtlichen Bedarfe an Kommunikation und Verständigung manifest und akut werden? Es also darum geht,  von der Organisation definierte Ziele bezüglich der Umsetzung nachhaltigen Handels praktisch umzusetzen? Hier bieten sich nach Ansicht von Prof. Andreas Metzner-Szigeth drei Anknüpfungspunkte: der Theorie- und Forschungsansatz der Organisationskultur aus dem HSE-Management, der integrative Nachhaltigkeits-Ansatz der Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, sowie die IWÖ/IFOKStudie, die sich mit den institutionellen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung auseinander setzt. Von dieser These ausgehend wurde im Folgenden in insgesamt zwölf Vorträgen von hochrangigen Vertretern unterschiedlichster Forschungsbereiche die Problemlage aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dabei wurden Grundprinzipien und Interventionsvorschläge dargelegt, wie sich Organisationen hin zu einem stärkeren nachhaltigen Handeln, (sozialen) Innovationen sowie neuen Kommunikationsformen und Managementsystemen entwickeln können.

20 jähriges Jubiläum des Ecologic Institute am 13.10.2015 in Berlin

Das Ecologic Institut feiert 20 Jahre erfolgreiche umweltpolitische Forschung und Politikberatung. Anlässlich seines 20. Jahrestages lädt es am 13. Oktober 2015, ab 18.00 Uhr zu einem feierlichen Abend ein in das silent green Kulturquartier (Gerichtstraße 35, 13347 Berlin).
Beitragende sind die Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (BMUB.), Prof. Klaus Töpfer (Institute for Advanced Sustainability Studies), Michael Mehling (Massachusetts Institute of Technology), Dr. Imme Scholz (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik), Sascha Müller-Kraenner (Deutsche Umwelthilfe) sowie das Team des Ecologic Instituts. Das Programm finden Sie hier.

4. Leuphana Energieforum am 23. September 2015 in Lüneburg

Das Leuphana Energieforum ist eine eintägige Konferenzveranstaltung zur regionalen Energiewende. Sie wird von der Leuphana Universität Lüneburg zusammen mit ihren Kooperationspartnern organisiert und findet am 23. September 2015 zum vierten Mal auf dem Campus Scharnhorststraße statt. Unter dem Titel „Impulse für die Energiewende in Norddeutschland“ diskutieren Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft den aktuellen Stand der Energiewende mit Blick auf Herausforderungen in der Region und zeigen praxisnahe Lösungsansätze, wie sich beispielsweise Unternehmen und Kommunen am Systemumbau beteiligen können. Konkrete Themen des Energieforums 2015 sind u.a.: E-Mobilität, Speichertechnologien, Netzausbau und Wärmewende. Neben Fachvorträgen finden Podiumsdiskussionen, Workshops und eine thematische Campusführung statt. Zum Auftakt spricht Jens Kerstan, der Hamburger Senator für Umwelt und Energie. Kooperationspartner sind die Metropolregion Hamburg, die Clusteragentur Erneuerbare Energien Hamburg, die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und der Verbund für Nachhaltige Wissenschaft (NaWis).
Weitere Informationen und Anmeldungen unter: www.leuphana.de/energieforum

2 wissenschaftliche Stellenangebote an der FU Berlin für ein Monitoring über Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland

Ab diesem Herbst sind für die Tätigkeit beim Wissenschaftlichen Berater des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung am Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung der FU Berlin verschiedene Stellen zu besetzen. Das von der UNESCO verabschiedete Weltaktionsprogramm stellt den Rahmen für die internationalen Folgeaktivitäten der Ende 2014 ausgelaufenen UN-Dekade BNE dar. Die strategische Fokussierung sieht fünf Schwerpunktbereiche für Aktivitäten der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor:

  • Integration von BNE in die nationale und internationale Bildung- und Entwicklungspolitik
  • Förderung ganzheitlich-institutioneller BNE-Ansätze in Bildungseinrichtungen
  • Stärkung von „Change Agents“ (MultiplikatorInnen)
  • Jugend
  • lokale Bildungslandschaften (http://www.bne-portal.de/un-dekade/nach-der-dekade-bne-ab-2015)

Ziel der wissenschaftlichen Beratung am Institut Futur als Arbeitsstelle des wissenschaftlichen Beraters ist die Entwicklung und Durchführung eines Monitorings zur Beobachtung von Entwicklungsprozessen bei der Umsetzung des Weltaktionsprogramms (WAP) sowie der BNE-Implementierung in Deutschland und einer entsprechenden Berichterstattung gegenüber verschiedenen WAP-Gremien (Nationale Plattform, Fachforen, Partnernetzwerke etc.).

Die beiden Stellen haben jeweils einen Schwerpunkt auf qualitative oder quantitative Forschung in der Unterstützung des Monitorings und sind bis zum 31.08.2018 befristet. Bewerbungsschluss ist der 03.08.2015. Nähere Informationen finden Sie hier.

Post-Doc Stelle „Institutional dynamics in sustainability transformation“ an der Leuphana Universität Lüneburg ausgeschrieben

In dem Projekt Leverage Points for Sustainability Transformation der Leuphana Universität Lüneburg ist eine Post-Doc Stelle „Institutional dynamics in sustainability transformation“ ausgeschrieben. Das Projekt fokussiert auf Veränderungen in relativ unnachgiebigen, aber potentiell hoch einflussreichen Systemeigenschaften, die dazu beitragen können komplexe sozial-ökologische Systeme auf Nachhaltigkeitsziele auszurichten. Die drei Nachhaltigkeits-relevanten „Hebel“ sind (1) institutionelle Dynamiken (RESTRUCTURE), (2) Mensch-Umwelt Interaktionen (RECONNECT) und (3) eine Nachhaltigkeitsrelevante Wissensgenerierung (RETHINK). Das Projekt wird von der Volkswagen-Stiftung und dem Niedersächsischen MInisterium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderlinie Nachhaltige Wissenschaft finanziert.
Die Post-Doc Stelle soll voraussichtlich zum Oktober 2015 besetzt werden und ist auf 3,5 Jahre angelegt. Bewerbungsschluss ist der 27.08.2015
Die detaillierte Ausschreibung finden Sie hier.

Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeitsberichterstattung gegründet

Nachhaltigkeitsberichte werden vermehrt von Universitäten genutzt, um sowohl über ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung als auch über die eigene nachhaltige Hochschulentwicklung zu berichten sowie um langfristig ihr institutionelles Nachhaltigkeitsprofil zu schärfen. Sie sind ein geeignetes Mittel, die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zu kommunizieren und darzulegen, wie den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung begegnet wird. National wie international zeichnet sich ein Trend ab, der Hochschulen dazu veranlasst, über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zu berichten und ihr Angebot bekannt zu machen. In Deutschland sind nunmehr ca. 26 Nachhaltigkeitsberichte von Hochschulen publiziert worden, Tendenz steigend. Diese Nachhaltigkeitsberichte unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualität, der Struktur und der berichteten Themen. Vor diesem Hintergrund haben sich Akteure der TU Kaiserslautern, der Universität Oldenburg, der Universität Hamburg, der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule Kiel zusammengetan und ein Netzwerk zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an deutschen Hochschulen gegründet. Das Netzwerk soll den Erfahrungsaustausch stärken, gemeinsame Interessen vertreten sowie den positiven Trend an Hochschulen weiter ausbauen und letztlich die Berichterstattung weiter professionalisieren.

Die Gründungsmitglieder sind nun auf der Suche nach weiteren InteressentInnen, Mitgliedern und/oder UnterstützerInnen, um den Netzwerkaufbau voranzubringen. Weitere Informationen zu bisher veröffentlichten Hochschul-Nachhaltigkeitsberichten, zum Hintergrund, den Zielen und nächsten Schritten des Netzwerks finden Sie auf der neuen Website.

Treffen des bayerischen Netzwerks „Hochschule und Nachhaltigkeit“ am 16.07. in Bamberg

Die Hochschulrektorenkonferenz und die Deutsche UNESCO-Kommission haben 2010 die gemeinsame Erklärung „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet, die auf die besondere Verantwortung und Vorbildfunktion der Hochschulen verweist, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Gesellschaft zu verankern. Die Hochschulen selbst können das Leitbild in Forschung, Lehre und Campusmanagement implementieren. Im Juni 2012 erfolgte mit dem „Commitment to Sustainable Practices of Higher Education Institutions“ ein erneuter, internationaler Aufruf an die Hochschulen, dem einige deutsche Hochschulen bereits gefolgt sind. Bayerische Hochschulen werden jedoch als Akteure für eine nachhaltige Entwicklung, trotz einzelner Aktionen, national und international bisher zu wenig wahrgenommen.

 Vor diesem Hintergrund initiierten Prof. Dr. Ingrid Hemmer (Katholische Universität Eichstätt- Ingolstadt) und Lara Lütke-Spatz (damals Hochschule München) im Jahr 2012 das Netzwerk Hochschule & Nachhaltigkeit Bayern. Die Initiatorinnen veranstalten einmal pro Semester ein Netzwerktreffen. Das kommende Netzwerktreffen wird unter dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit im Dialog – Lessons to be learned“ am 16.07.2015 an der Universität Bamberg statt finden.

Partizipation in der Forschungs- und Innovationsfförderung – Dossier im Geschäftsbericht des Projektträgers Jülich

Der neu veröffentlichte Geschäftsbericht des Projektträgers Jülich (PtJ) behandelt das Thema der zivilgesellschaftlichen Partizipation in der Forschungs- und Innovationsförderung im Rahmen eines eigenen Dossiers. Da es seitens der Auftraggeber eine zunehmende Nachfrage nach Forschung zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen gibt und die zivilgesellschaftliche Partizipation in der Wissenschaft auch im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung verankert ist, sieht der Projektträger Jülich das „Thema Partizipation als strategische Chance. Für unsere Auftraggeber schaffen wir ein strukturiertes Angebot, das die Zivilgesellschaft entlang des gesamten Prozesses der Forschungs- und Innovationsförderung mit ins Boot holt.“ (Geschäftsbericht 2015, S. 5).
In verschiedenen Artikeln des Geschäftsberichtes wird auf einige grundlegende Fragestellungen zu Partizipation in der Wissenschaft eingegangen (Interview mit Markus Weißkopf, Wissenschaft im Dialog, S. 25), sowie die Partizipations-Konzepte des Projektträgers vorgestellt, u.a. im Agendaprozess zum BMBF-Rahmenprogramm FONA3 (S. 26ff.) oder der Kommunalrichtlinie zum Klimaschutz des BMUB (S. 30ff.). Der Geschäftsbericht kann hier heruntergeladen werden.

8 Doktorandenstellen im Projekt „Leverage Points for Sustainability Transformation“ an der Leuphana Universität ausgeschrieben

In dem Projekt „Leverage Points for Sustainability Transformation“ der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg sind aktuell 8 Promotionsstellen ausgeschrieben. Das Projekt fokussiert auf Veränderungen in relativ unnachgiebigen, aber potentiell hoch einflussreichen Systemeigenschaften, die dazu beitragen können komplexe sozial-ökologische Systeme auf Nachhaltigkeitsziele auszurichten. Die drei Nachhaltigkeits-relevanten „Hebel“ sind (1) institutionelle Dynamiken (RESTRUCTURE), (2) Mensch-Umwelt Interaktionen (RECONNECT) und (3) eine Nachhaltigkeitsrelevante Wissensgenerierung (RETHINK). Das Projekt wird von der Volkswagen-Stiftung und dem Niedersächsischen MInisterium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderlinie Nachhaltige Wissenschaft finanziert. Die detaillierte Ausschreibung der einzelnen Promotionsstellen finden Sie hier.

Bewerbungsschluss ist der 30.06.2015

„Transdisciplinary Research at the Science | Society Interface“ – Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg vom 31.08. bis 08.09.2015

Die Leuphana Universität Lüneburg bietet zum vierten Mal eine Summer School zu transdisziplinärer Forschung an, die sich an Wissenschaftler_innen und und Vertreter_innen aus Praxisfeldern richtet und auf das Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und ausserwissenschaftlichen Bereichen ausgerichtet ist. Die Td Summer School 2015 besteht aus einem 5-tägigen Td Training Module (31.08. bis 04.09.), in dem theoretische und methodologische Grundlagen transdisziplinärer Forschung vermittelt werden und an der Entwicklung transdisziplinärer Forschungsdesigns gearbeitet wird. Im Anschluss findet ein 2-tägiges Special Training Module (06.09. bis 08.09.) statt, das in diesem Jahr mit der Arizona State University, USA, angeboten wird und sich mit Szenariotechniken für die transdisziplinäre Forschung beschäftigt. Ein besonderes Anliegen der Td Summer School ist die Orientierung an Themen der Teilnehmer_innen, die ihre disziplinäre oder interdisziplinäre Forschung transdisziplinär ausrichten möchten oder aus Praxisfeldern heraus an transdisziplinärer Forschung mitwirken möchten.

Die Td Summer School richtet sich an Forscher_innen und Praktiker_innen aller Disziplinen und Gesellschaftsbereiche sowie an Absolvent_innen mit Forschungserfahrung. Die Td Summer School wird auf Englisch abgehalten. Der Bewerbungsschluss ist der 14.06.2015

Weitere Informationen finden Sie unter www.leuphana.de/td-training 
Td_SummerSchool_2015(1)

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

185 Jahre Hochschule Eberswalde – Festveranstaltung mit Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanke am 07. Mai

Der Start des Hochschulbetriebs in Eberswalde jährt sich in diesem Jahr zum 185. Mal. Zur öffentlichen Jubiläumsfeier am 7. Mai wird die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka im Rahmen der Vorlesungsreihe „Sustainability Lecture“ einen Vortrag halten. Mit dem Festakt soll die eindrucksvolle Entwicklung der Hochschule gewürdigt werden. Unter den über 600 geladenen Gästen werden zahlreiche Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erwartet. Nach den Grußworten der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Frau Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, wird Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, einen Vortrag im Rahmen der 7. Sustainabilty Lecture halten. Abschließend wird Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde, die Festveranstaltung schließen.
Zur Pressemitteilung der Hochschule gelangen Sie hier.

Über die HNE Eberswalde
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mit über 2.000 Studierenden gehört in Lehre und Forschung zu den leistungsstärksten Hochschulen Deutschlands. Die 17 innovativen Studiengänge in den Fachbereichen für Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holzingenieurwesen sowie Nachhaltige Wirtschaft besitzen ein sehr eigenständiges, dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtetes Profil. Die HNE Eberswalde wurde 2009 vom Internetportal Utopia zur grünsten Hochschule Deutschlands erkoren und 2010 mit dem europäischen EMAS-Award für ihr vorbildliches Umweltmanagement ausgezeichnet. Seit 2014 ist sie durch eigene Forschungsleistungen, ein besonderem Engagement der Hochschulangehörigen und ehemaliger Studierender als erste Hochschule klimaneutral.

Universität Kassel veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht

Die Universität Kassel, Mitglied der NaWis-Runde, hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) übergeben. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht unterstreicht die Universität Kassel erneut ihr Ziel eine nachhaltige Hochschule zu werden und eine langfristig tragfähige, gleichzeitige und gleichberechtigte Entwicklung in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu unterstützen. Der Bericht geht auf eine Zielvereinbarung vom 15. Juni 2011 zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Universität Kassel für den Zeitraum 2011 bis 2015 zurück, in der sowohl die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, der Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements als auch die Etablierung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung angestrebt wird. „Die Universität hat ihre letzte Entwicklungsperiode dazu genutzt, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen und eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zu etablieren. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist ein Instrument, sich dem Ziel der Nachhaltigkeit über die zahlreichen bereits begonnenen Maßnahmen der letzten Jahre hinaus anzunähern.“ (Nachhaltigkeitsbericht Universität Kassel 2015, S. 91)

Mit dem Bericht wurde eine erste Eröffnungsbilanz zur Nachhaltigkeit in den verschiedenen Bereichen der Universität Kassel vorgelegt, auf der in den kommenden Berichten aufgebaut werden soll. Der ganze Bericht kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Treffen der AG Hochschule und Nachhaltigkeit am 19.03. in Hamburg

Das Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit der Universität Hamburg lädt zu dem nächsten Treffen der AG Hochschule und Nachhaltigkeit am 19.3.2015 (11-16 Uhr) ein. Im Mittelpunkt soll das Thema Nachhaltigkeitskodex für Hochschulen stehen. Dieses Werkzeug zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde vom Rat für Nachhaltigkeit für Unternehmen entwickelt und es soll im Rahmen des Treffens diskutiert werden, wie es auf Hochschulen übertragen werden kann. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat in seiner jüngsten Sitzung ein weiteres Engagement in den Bestrebungen um mehr Nachhaltigkeit an Hochschulen beschlossen. Bereits im letzten Jahr hatte er eine große Konferenz veranstaltet: „Vom Piloten zum Standard: Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb implementieren“.
Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an der Veranstaltung haben, können Sie sich unter dem diesem Link unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse eintragen.
 

Freie Universität Berlin wird für den Aufbau eines neuen internationalen Netzwerks zu Nachhaltigkeit und Hochschulen gefördert

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat der Freien Universität Berlin rund eine Million Euro für den Aufbau einer strategischen Partnerschaft unter dem Namen „University Alliance for Sustainability“ bewilligt. Die vier Partneruniversitäten (Hebrew University of Jerusalem (Israel), University of British Columbia (Kanada), St. Petersburg State University (Russland) und die Peking University (China)) werden das Thema „Nachhaltigkeit“ als Querschnittsthema für ihre Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Campus-Management nutzen.

„Die University Alliance for Sustainability wird die komplementären Stärken der internationalen Partner nutzen, um gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte zu entwickeln, Hochschulangehörigen den Austausch zu ermöglichen und das interinstitutionelle Lernen in Hinblick auf Managementfragen zu fördern. Hierzu sollen beispielsweise Studien- und Promotionsprogramme gemeinsam mit den Partneruniversitäten entwickelt werden. Studierenden soll es ermöglicht werden, ihre Initiativen zu vernetzen. Eingerichtet werden sollen Forschungsaufenthalte für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Sommerschulen für Promovierende, Tagungen für Verwaltungskräfte rund um das Thema „Green Campus“ und erweiterte Möglichkeiten für Studien- und Praktikumsaufenthalte.“ (Pressemitteilung der FU Berlin)

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Podiumsdiskussion „Nachhaltige Humboldt-Universität?! Gemeinsam die Uni transformieren“ – ein Veranstaltungsbericht

Im gut gefüllten Senatssaal der Humboldt-Universität wurde am Dienstag, den 27.01.2015, diskutiert, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit an der Humboldt-Universität in Zukunft einnehmen könnte. Deren Bedeutung wurde von allen Beteiligten bekräftigt – nicht zuletzt durch das große Interesse der 130 Gäste im Publikum. Die DiskutantInnen verwiesen auf notwendige Schritte und Herausforderungen auf dem Weg zur Nachhaltigen Humboldt-Universität. Von vielen Seiten wurde Unterstützung für das Vorhaben signalisiert, darunter auch durch die Stiftung Humboldt-Universität. Der Präsident der Universität Jan-Hendrik Olbertz lud das studentische Nachhaltigkeitsbüro, Veranstalter der Podiumsdiskussion, und die Dekanate zum weiteren Gespräch zur Erarbeitung von Umsetzungskonzepten ein.
Die vollständige Meldung zur Podiumsdiskussion können Sie hier lesen.

Sehr gutes Ergebnis der Ecornet-Institute im internationalen Think-Tank-Ranking

Die Mitglieder des Ecornet, des Netzwerks der führenden außeruniversitären, gemeinnützigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland, haben ihre sehr guten Vorjahresergebnisse beim renommierten Global Go To Think Tank Ranking bestätigt. Das Ecologic Institut erreichte als einzige deutsche Institution eine Platzierung in den Top 10 im Bereich „Umwelt“. Zu den Top 50 in dieser Kategorie zählen weiterhin das Wuppertal-Institut (Platz 27, zuvor 41) und das Öko-Institut (Platz 48, zuvor 49). Gute Ergebnisse konnten die Ecornet-Institute auch in anderen Kategorien erzielen, etwa in den Kategorien Management, „Think Tanks to watch“ und beim Einsatz von gedruckten und digitalen Medien.

Thomas Korbun, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Sprecher von Ecornet erklärt zu den Ranking-Ergebnissen: „Die wissenschaftliche Politikberatung und die gesellschaftlichen Impulse, die die Ecornet-Mitgliedsinstitute leisten, um die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu unterstützen, erfahren durch das Think-Tank-Ranking eine besondere Anerkennung. Die vorderen Plätze der Institute in dem Ranking bestätigen die besondere Exzellenz ihrer unabhängigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.“

Das Global Go To Think Tanks Ranking wird von der Universität von Pennsylvania durchgeführt. Es basiert auf einem weltweiten Nominierungs- und Auswahlverfahren, an dem mehr als 21.500 Wissenschaftler/innen, Peer-Institutionen, Journalist/innen, politische Entscheidungsträger/innen sowie öffentliche und private Geber/innen beteiligt waren. Bewertet wurden unter anderem die Kriterien Qualität und Ansehen von Forschung und Forschungsergebnissen, Anzahl und Einfluss der Publikationen sowie die Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen und die Beratung von politischen Entscheidungsträger/innen. Insgesamt waren Experten und Institutionen aus über 200 Ländern aufgerufen, an der Studie teilzunehmen.

Die ersten drei Plätze im Bereich „Umwelt“ belegten das World Resources Institute (USA), das Stockholm Environment Institute (SEI, Schweden) und das Worldwatch Institute (USA). In die Top 20 wurden zudem das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gewählt.

Der Report kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Stellenausschreibungen an der TU München zum Aufbau eines politikwissenschaftlichen Schwerpunkts – auch mit Fokus auf Nachhaltigkeitsforschung

Die Hochschule für Politik München mündete zum 01.12.2014 in die Trägerschaft der Technischen Universität München (TUM). Mit diesem Transfer ist eine konzeptionelle Erneuerung verbunden, die zeitgemäß den Dialogbedarf zwischen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Technik aufnimmt. Um den politikwissenschaftlichen Kernbereich auszustatten und mit dem breiten, differenzierten TUM-Portfolio der Ingenieur- Natur-, Lebens- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Medizin zu verbinden, sind an der TUM fünf Professuren open rank als Tenure Track Assistant, Associate oder Full Professorships zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit folgenden Ausrichtungsoptionen zu besetzen:
  • Politische Theorie und Innovationsforschung
  • Vergleichende Politikfeldanalyse mit Schwerpunkt Technologie-, Energie- und Umweltpolitik
  • Empirische Methodenlehre und Big Data-Analyse
  • Politische Akzeptanzforschung und Kommunikation im Zeitalter der digitalen Medien
  • Partizipationsforschung und politische Regulierung
  • Internationale und transnationale Politik in der globalen Wissens- und Technologiegesellschaft 
  • Data-Sicherheit im Zeitalter globaler Digitalisierung
  • Transdisziplinäre politikwissenschaftlich-orientierte Nachhaltigkeitsforschung.
Gesucht werden Persönlichkeiten aus einem transdisziplinären Forschungsumfeld, die sich mit ihren Leistungen ein international anerkanntes Forschungsprofil erarbeitet haben. Besondere Management,- Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten, insbesondere auch auf dem Gebiet der Politikberatung, werden bei der Berufung berücksichtigt. Bewerbungsschluss ist der 15.02.15

Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

Ausschreibung W3 Professur „Sustainable Governance“ an der Universität Freiburg

An der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen im Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist eine W3-Professur für Sustainability Governance zum 01.10.2015 zu besetzen. Diese Professur eignet sich insbesondere als Einstiegsposition für hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler.
Die/Der Bewerber/in soll über ein international ausgewiesenes Forschungsprofil und Lehrerfahrung an der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeitswissenschaft sowie inter- und transdisziplinärer Wissenschaftsforschung verfügen. Sie/Er soll wesentliche konzeptionelle und methodische Beiträge leisten zur Analyse und Bewertung von Instrumenten und Prozessen von Nachhaltigkeitsgovernance, zur Evaluation verschiedener Formen wissenschaftlicher Politik- und Gesellschaftsberatung sowie zur Konzeption inter- und transdisziplinärer Lehr- und Forschungsformate.
Zu den weiteren Aufgaben zählen Lehr- und Koordinationstätigkeiten insbesondere im MSc.-Studiengang Environmental Governance sowie das Mitwirken an weiteren deutsch- und englischsprachigen Studiengängen und Promotionsprogrammen innerhalb und außerhalb der Fakultät (v.a. MSc. Forstwissenschaften, Umweltwissenschaften und Renewable Energy Management sowie Graduate School Environment, Society and Global Change).
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 23.01.2015. Die vollständige Ausschreibung können Sie hier einsehen.

Zukunftsfähige Entwicklung und generative Organisationskulturen (ZEGO) – Tagung am 12./13.02. in Bochum

Am 12./13. Februar 2015 findet in Bochum die Tagung „Zukunftsfähige Entwicklung und generative Organisationskulturen (ZEGO)“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stehen Ansätze, die dazu in der Lage sind, die Ebene des individuellen Handelns von Akteuren sowie des systemischen Operierens von Organisationen nicht nur als dynamisch verbundene Bereiche zu erschließen, sondern auch als kulturell konfundierte Bereiche, die zusammen eine Sphäre diskursiver Bedeutungen und gemeinsamer Sinnstiftung bilden. Die Veranstaltung wird vom Institut für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) der Hochschule Bochum gemeinsam mit dem Wuppertal Institut und dem Institut für Technikfolgenabschätzung des KIT Karlsruhe durchgeführt.
Um auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Gelegenheit zur Teilnahme einzuräumen, werden für interessierte NachwuchswissenschaftlerInnen zwei Plätze bereitgestellt. Als Veranstalter der Tagung übernimmt das IBKN der Hochschule Bochum für diese beiden Plätze die Übernachtungskosten sowie die Teilnahmegebühr; die Fahrtkosten sind von den beiden TeilnehmerInnen selbst zu finanzieren. Von den beiden TeilnehmerInnen wird erwartet, je einen Tagungsbericht zu verfassen, der in ausgewählten Newslettern veröffentlicht wird.
InteressentInnen bewerben sich bitte bis zum 12.01.2015 unter Beilage ihres CVs sowie eines kurzen Motivationsschreibens in elektronischer Form bei Herrn Dr. Mario Lucas, mario.lucas@hs-bochum.de.
Mehr Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Baden-Würrtembergische Landesregierung fördert Pilotprojekte für ein „Leistungszentrum Nachhaltigkeit“ in Freiburg

Die Landesregierung Baden-Württemberg fördert Pilotprojekte zum Aufbau eines „Leistungszentrums für Nachhaltigkeit“ in Freiburg mit rund fünf Millionen Euro. Die Projekte sollen Antworten auf Fragen zu den Themen nachhaltige Werkstoffe, Energiesysteme, Resilienzforschung sowie ökologische und gesellschaftliche Transformation liefern. Die Förderung übernehmen die Ministerien für Finanzen und Wirtschaft sowie für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gemeinsam. Die Albert-Ludwigs-Universität und die fünf Fraunhofer-Institute (Ernst-Mach-Institut, Institut für Angewandte Festkörperphysik, Institut für Physikalische Messtechnik, Institut für Solare Energiesysteme, Institut für Werkstoffmechanik) am Standort Freiburg streben eine Allianz unter dem Dach des gemeinsamen Leistungszentrums Nachhaltigkeit an. Die Universität und die Fraunhofer-Gesellschaft beteiligen sich an der Finanzierung ebenfalls mit insgesamt rund fünf Millionen Euro. Außerdem wird die Wirtschaft eigene Projekte am Leistungszentrum in Höhe von sechs Millionen Euro in Auftrag geben.
Zur Pressemitteilung über die Förderung des Leistungszentrums Nachhaltigkeit gelangen Sie hier.

NRW-Wissenschaftsministerin Schulze zeichnet das Wuppertal Institut als Ort des Fortschritts aus

Das Wuppertal Institut wurde von der Wissenschaftsministerin Nordrhein-Westfalens, Svenja Schulze, als „Ort des Fortschritts NRW 2014“ ausgezeichnet. Zusammen mit dem NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin vergibt die Wissenschaftsministerin diese Auszeichnung an Einrichtungen, denen es in hervorragender Weise gelingt, im Rahmen ihrer Projekte ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen und Lösungsbeiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu liefern. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessern. 121 Orte hatten sich um die Auszeichnung „Ort des Fortschritts 2013/2014“ beworben, 19 wurden ausgewählt. Die Auszeichnung ist Teil der landesweiten Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“. Anlässlich der Auszeichnung sagte Svenja Schulze: „Das Wuppertal Institut liefert äußerst wichtige Impulse für die Wissenschafts- und Innovationslandschaft in NRW und stößt Projekte an, die den Klima- und Umweltschutz voranbringen“. Sie verwies auf die vielen wichtigen Forschungsprojekte für das Land, insbesondere aber auch in Zusammenarbeit mit Städten in NRW.

Die Pressemitteilung zur Auszeichnung können Sie hier einsehen.

„Zeitdiagnose Anthropozän – Konsequenzen für die Wissenschaft“ – Rückschau auf die 25 Jahresfeier des ISOE

Die 25 Jahresfeier des ISOE –  Instituts für sozial-ökologische Forschung Frankfurt Lost in the Anthropocene? Nachhaltige Wissenschaft in der Epoche der Menschheit stellte die Frage nach der Rolle der Wissenschaft im Zeitalter der Menschheit (Anthropozän) in den Mittelpunkt. Rund 130 TeilnehmerInnen hörten und diskutierten unter anderem Vorträge von Dr. Thomas Kluge, Mitbegründer des ISOE,  Prof. Dr. Heike Egner, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Prof Dr. Harald Welzer, Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung FUTURZWEI.  Die Frage nach der Zukunft der Wissenschaft hatte am Vorabend der Tagung auch Helga Nowotny, frühere Präsidentin des Europäischen Forschungsrates ERC aufgegriffen. In ihrem Festvortrag „Die Welt von Morgen“ im Frankfurter Museum Angewandte Kunst anlässlich des 25-jährigen Bestehens des ISOE zeigte sie sich überzeugt, dass eine disziplinäre Abgrenzung nicht zeitgemäß und nicht hilfreich sei, um Herausforderungen zu begegnen, die ihrer Art nach ja auch nicht disziplinär seien. Nowotny betonte die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Sichtweise, die Komplexität erfassen kann, um die unbeabsichtigten Folgen menschlichen Handelns besser verstehen zu können: „Alle zukünftige Geschichte wird auf dem Verständnis von gesellschaftlichen Naturverhältnissen und auf einer adäquaten Umsetzung in Handeln beruhen, oder es wird sie nicht geben.“ Auch Thomas Jahn, Mitbegründer des ISOE und Sprecher der Institutsleitung, griff den Gedanken einer sich verändernden Wissenschaft auf. „Die Idee vom Anthropozän wird die Diskussion um Nachhaltigkeit und auch die Wissenschaft verändern“, sagte Jahn. Er gehe davon aus, dass die Notwendigkeit von Transformationen noch deutlicher erkennbar werde. Ein geeigneter Wissenschaftsmodus sei hierfür die Transdisziplinarität, eine problemorientierte Herangehensweise, die nicht nur Disziplinen überschreitet, sondern neben dem wissenschaftlichen Wissen auch das Praxiswissen gesellschaftlicher Akteure in den Forschungsprozess einbezieht. Diese Herangehensweise werde in Zukunft zum „Referenzrahmen für eine Wissenschaft, die sich mit Fragen nachhaltiger Entwicklungen beschäftigt.“

Das ISOE gehört zum Netzwerk der unabhängigen Nachhaltigkeitsforschungsinsitute, Ecornet, und feiert aktuell sein 25 jähriges Bestehen. Eine detailliertere Rückschau auf die Tagung erhalten Sie hier.

Zwölf Millionen € für acht Forschungsprojekte zu Nachhaltigkeit an niedersächsischen Hochschulen bewilligt

Eine Kommission aus FachgutachterInnen hat im Auftrag des niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Volkswagenstiftung acht Forschungsprojekte im Rahmen der Förderlinie „Wissenschaft für nachhaltige Wissenschaft“ ausgewählt. Die bewilligten Forschungsprojekte haben ein Gesamtvolumen von 12,1 Mio €. Allein die Leuphana Universität Lüneburg hat vier Forschungsprojekte in einer Höhe von insgesamt 4,5 Mio € bewilligt bekommen und damit einmal mehr ihre wissenschaftliche Exzellenz in der Nachhaltigkeitsforschung bewiesen.
Im Oktober hatten die 15 vorausgewählten Antragsteller die Möglichkeit sich auf einer großen Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und auch die Fragen von VertreterInnen der Zivilgesellschaft zu beantworten – damit hat Niedersachsen einen neuen Weg in der Beteiligung außeruniversitärer Akteure im Rahmen der Forschungsförderung eingeschlagen. Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, kündigte anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse an: „Weil die Resonanz auf unser Förderprogramm außerordentlich hoch ist, und die Projekte gesellschaftlich sehr bedeutend sind, stellen wir weitere 15 Millionen Euro zu den nächsten Ausschreibungsfristen in Aussicht.“
Eine Übersicht über die bewilligten Projekte erhalten Sie hier.

Green Academic Footprint Workshop vom 25. bis 27.03.2015 an der FU Berlin

Die Freie Universität Berlin und das UNICA Academic Footprint Network (UGAF) führen vom 25. bis zum 27. März 2015 den fünften UNICA Green Academic Footprint Workshop durch. Der Workshop behandelt das Thema „Sustainability at Universities – How to Combine Management and Participation?“. Aktuell werden Beiträge für eine Poster-Session zu folgenden Themen gesucht: Sustainable Campus Management, Education for Sustainable Development sowie Involvement of Stakeholders at All Levels of the University. Die Beiträge können bis zum 30.11. angemeldet werden. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Wissenschaftsstandort Freiburg bündelt seine Nachhaltigkeitsaktivitäten im „Leistungszentrum Nachhaltigkeit“

Die Universität Freiburg baut gemeinsam mit 5 Fraunhofer Instituten ein gemeinsames Leistungszentrum für Nachhaltigkeit auf. In dem Zentrum werden die Forschungsaktivitäten der beteiligten Organisationen gebündelt, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit befördert und die Verknüpfung mit den regionalen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt. Der Aufbau von regionalen Leistungszentren ist Teil der wissenschaftspolitischen Strategie der Fraunhofer Gesellschaft und soll die Forschung von Fraunhofer-Instituten mit den jeweiligen Partneruniversitäten und der regionalen Wirtschaft zu regionalen Schwerpunktthemen bündeln. Die konkrete Zusammenarbeit in Freiburg soll nun entlang von vier Forschungsschwerpunkten angegangen werden: Sustainable Materials, Energy Systems, Resilience Engineering sowie Ecological and Societal Transformation.

„Lost in the Anthropocene? – Nachhaltige Wissenschaft in der Epoche der Menschheit“ – Tagung des ISOE am 21.11.14 in Frankfurt am Main

Die Menschheit formt die Natur in einem Ausmaß, sodass nicht länger natürliche, sondern gesellschaftliche Prozesse die treibende Kraft auf unserem Planeten sind – so lautet kurzgefasst die These vom Anthropozän. In den Geowissenschaften steht sie für nicht weniger als einen Epochenwechsel und wird hier entsprechend intensiv diskutiert. Welche Bedeutung und welche Folgen die Diagnose von der „Epoche der Menschheit“ außerhalb dieses Diskurses hat, zeichnet sich dagegen erst in Ansätzen ab. Dabei beschreibt die Zeitdiagnose des Anthropozän einen der wichtigsten Perspektivwechsel der vergangenen 100 Jahre: Gesellschaft und Natur sind so eng verwoben, dass sie nicht mehr unabhängig voneinander untersucht werden können. Eine fundierte Rezeption dieser Erkenntnis fehlt bislang vor allem dort, wo zu Übergängen in eine nachhaltige Entwicklung geforscht wird. Unklar ist zum Beispiel, ob aus dem Blickwinkel des „Anthropozän“ ein neues Grundverständnis der Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft erkennbar wird und welche Rückwirkungen diese Zeitdiagnose für die Gestaltung einer Nachhaltigen Entwicklung hat. Und nicht zuletzt: Ändern sich Rolle und Verantwortung von Wissenschaft bei der Entwicklung von Zukunftsvisionen? Muss gesellschaftliche Partizipation am wissenschaftlichen Erkenntnisprozess neu gedacht werden? Mit der Tagung wollen die OrganisatorInnen des Instituts für sozial-ökologische Forschung der Suche nach Antworten auf diese und weitere Fragen Raum geben. Kurze Fachvorträge und unterschiedliche Dialogformate sollen zum Austausch, zum Nachdenken und zur Positionsbestimmung anregen.
Zum Programm der Tagung und zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

„The long ride towards sustainability at universities: How to accelerate on a bumpy road?“ Podiumsdiskussion am 17.10. an der HU Berlin

Im Rahmen des ersten europäischen Green Office Summit an der HU Berlin wird am 17.10.14 um 18Uhr die Podiumsdiskussion „The long ride towards sustainability at universities: How to accelerate on a bumpy road?“ stattfinden. Als Gäste werden unter anderem erwartet:
  • Charlotte Bonner (National Union of Students UK)
  • Alex Baker-Shelley (PhD Student an der Maastricht University)
  • Anjelle Rademakers (Manager Green Office Utrecht)
  • Miriam Block (Campus Grün Universität Hamburg)
  • Moderation: Felix Spira (PhD Student am Dutch Research Institute for Transitions in Rotterdam und Mitgründer von rootAbility)

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird es eine Poster Präsentation zu studentisch geleiteten Green Offices in verschiedenen europäischen Ländern geben.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

4 Professuren an der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg ausgeschrieben

An der Leuphana Universität Lüneburg sind aktuell 4 Professuren an der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaften ausgeschrieben.

Juniorprofessur für Didaktik der Naturwissenschaften (W1)
Juniorprofessur für Sustainability Science (W1)

Professur „Human Behaviour and Sustainable Development“ (W3)
Professur für „Sustainable Economics“ (W3)

Der Bewerbungsschluss für alle vier Stellenausschreibungen ist der 26.10. bzw. der 03.11.2014.
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Leuphana Energie-Forum am 17.09.2014 an der Universität Lüneburg

Unter dem Titel „Vernetzt. Regionale Lösungen für die Energiewende“ öffnet das Leuphana Energieforum am 17. September 2014 zum dritten Mal seine Pforten. Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer, die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer sowie der Leiter der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen Lothar Nolte haben ihre Teilnahme zugesagt. Basierend auf aktuellen Entwicklungen und neuen Forschungsergebnissen werden Lösungsvorschläge zur nachhaltigen Umgestaltung des Energiesystems aufgezeigt. Dazu sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf den Campus Scharnhorststraße der Leuphana Universität Lüneburg eingeladen. Das Programm bietet insbesondere regionalen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung.
Informationen zum Programm und zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Veranstaltungsbericht „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“

Matthias Wanner

Wissenschaftlicher Assistent der Geschäftsleitung

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Diskussionsbeiträge
zur Transformativen Wissenschaft

hard_contrast-3


Am 10. und 11.07.2014 veranstaltete das Institut für urbane Entwicklungen in Kassel zusammen mit der NaWis-Runde ein Symposium zum Thema „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“. Im Zentrum der Diskussionen standen damit nicht nur der hochaktuelle Raum der Stadt (sowie der Region), sondern auch ein, die Nachhaltigkeitsdiskussion seit mehreren Jahren stark begleitendes Konzept, nämlich die (große) Transformation, sowie zwei aktuell stark diskutierte Begriffe: Resilienz und Reallabore.

 
Die einleitenden Beiträge widmeten sich dementsprechend dem Brückenschlag von den bekannten großen Herausforderungen (Klimawandel, Ressourcenknappheiten, demografischer Wandel) zum Verständnis einer großen Transformation und den hiermit geforderten Veränderungen im wissenschaftlichen System (transformative Forschung/ Transformationsforschung (WBGU 2011), transformative Wissenschaft (Schneidewind/ Singer-Brodowski 2014)). Neben den vielfältigen methodischen und strukturellen Veränderungen im Wissenschaftssystem könnten Reallabore eine innovative und integrative Form guter transdisziplinärer Forschung sein, die robustes, reflektiertes und anwendungsorientiertes Wissen und Erfahrungen erzeugt. Reallabore und auch Resilienz sind also Modi und Konzepte des Zwischenraums zwischen einer wachstumsorientierten, nicht-nachhaltigen Ist-Transformation und einer erwünschten Soll-Transformation. Diese These wurde im Lauf der Tagung eingehend diskutiert, sowohl auf begrifflich-methodischer Ebene, als auch verstärkt unter dem praktisch-empirischen Blickwinkel konkreter Projekte vor Ort.
 
Unter anderem wurde das scheinbar neue Konzept der Reallabore verschiedentlich angebunden an teils jahrzehntealte wissenschaftliche Konzepte realer Experimente mit hoher ökologischer Validität oder an die langjährige Praxis des BBSR, Modellvorhaben durchzuführen. Ebenso wurde einerseits die Ambivalenz des Begriffs (Labore als pragmatische Werkstätten oder als „aseptische“ Experimentalräume) und die Gefahr vor Missverständnissen (Beteiligte als unwissend Manipulierte oder Labore als unsaubere „soziale Experimente“) diskutiert, andererseits die Stärke eines attraktiven und pointierten Begriffs, der als Kristallationspunkt für Methoden- und Qualitätsdiskussionen im transdsiziplinären Kontext dient.
Über verschiedene Vorträge hinweg wurden die Konturen eines Reallabors deutlicher:
  • ein RL strebt Veränderungen in der „realen Welt“ (also zusätzlich zu akademischem Wissenszuwachs) an -> real-world impact UND scientific impact,
  • RL verankern sich in der transdisziplinären Forschung und versuchen deshalb, die mit Co-Design und Co-Produktion formulierten Ansprüche weitgehend einzulösen,
  • RL richten ihren Fokus verstärkt auf Transformationsprozesse und transformative Fähigkeiten der beteiligten Akteure,
  • RL sollten Beiträge zur Transformation zur Nachhaltigkeit sein, die deutlich über Projekte zur reinen Effizienzsteigerung hinausgehen

„Deutschland – Europa – Welt 2042- Transformation ist möglich“ – Forschungsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg

In der aktuellen GAIA wird auf den Seiten der NaWis-Mitteilungen das Forschungsprojekt „Deutschland – Europa – Welt 2042- Transformation ist möglich“ von WissenschaftlerInnen der Leuphana Universität Lüneburg vorgestellt. Das Projekt ist als transdisziplinäre Längsschnittstudie über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren angelegt und hat zum Ziel das konzeptionelle und theoretische Verständnis über Bedingungen, Mechanismen und Potentiale von Nachhaltigkeitstransformationen in verschiedenen Felden zu analysieren. Die 27 beteiligten ProfessorInnen der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft wollen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene den Forschritt von Nachhaltigkeitstransformationen erfassen und über einen „Transformations-Radar“ in regelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Darüber hinaus soll durch konkrete Transformations-Forschungsprojekte, die auf den Analysen aufbauen, ein konkreter Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen geleistet werden.

Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

Den Artikel können Sie hier herunterladen:
GAIA2_2014_132_134_NaWis

„Interdisziplinär und transdisziplinär forschen“ – Einblick in die „Klagenfurter Schule“ für transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung

An der Alpen Adria Universität Klagenfurt (mit Außenstandorten in Graz und Wien) befindet sich mit der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung ein – insbesondere durch die disziplinäre Zusammensetzung – besonders interessanter Fachbereich für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung im deutschsprachigen Raum. Mit dem von Gert Dressel, Wilhelm Berger, Katharina Heimerl und Verena Winiwarter herausgegebenen Buch „Interdisziplinär und transdisziplinär forschen. Praktiken und Methoden“ stellen die Klagenfurter aktuell die methodische Basis ihrer transdisziplinären Forschungsarbeiten vor. Das Buch markiert nach dem schon im Jahr 2012 von Larissa Krainer und Ruth E. Lerchster herausgebenen Band „Interventionsforschung“ aus dem „Institut für Interventionsforschung und kulturelle Nachhaltigkeit“ der Fakultät die zweite eindrucksvolle Positionsbestimmung aus Klagenfurt.

„Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ – Tagung am 10./11.07. in Kassel

Vom 10.07. bis 11.07. findet an der Universität Kassel die Tagung „Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation“ statt. Städte sind ein idealtypischer Raum für das Forschen in Reallaboren. In ihnen können Realexperimente zur Beförderung einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und wissenschaftlich begleitet werden. Die vielfältigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Projekte über den Stadtumbau hin zu resilienten Strukturen sollen in dem wissenschaftlichen Symposium zusammengeführt werden. Dabei wird zunächst bilanziert, wo die Forschung zur Resilienz und Transformation von Städten und Regionen steht, um dann über zukünftige Aufgaben und das systematische Implementieren von Reallaboren und ihrer Erforschung zu diskutieren. Es werden dabei auch konkrete Beispiele derartiger Labore einbezogen, die unter anderen durch die Impulse der ExpertInnen des Institut für urbane Entwicklungen der Universität Kassel und den kooperierenden NaWis-Institutionen vorgestellt werden.
Das vollständige Programm und mehr Informationen zur Tagung finden Sie hier.

„Universitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz?“ Vortrags- und Diskussionsabend an der Bergischen Universität Wuppertal

Im Rahmen der Vorlesungsreihe „Nachhaltige Hochschule“ der Heinrich-Böll-Stiftung NRW fand am 13.05. ein Vortrags- und Diskussionsabend „Universitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz“ an der Bergischen Universität Wuppertal statt. Dort wurden die Fragen beleuchtet, wie Universitäten in Forschung Lehre positiv auf die Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft einwirken können, ob sie dabei Unterstützung und Impulse von außen benötigen und wie die Arbeit von außeruniversitären Instituten mit den Hochschulen konkret aussieht.

Im ersten Teil hat Dr. Philip Schepelmann vom Wuppertal Institut für Umwelt, Klima und Energie die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der transformativen Forschung vorgestellt. Er erläuterte, wie aus ökologischen Problemanalysen technische und ökonomische Innovationen entwickelt werden können und wie durch Implementation und Wissenstransfer diese Innovationen zu größerem Nutzen für Umwelt und Mensch gebracht werden können. Bezogen auf die Thematik des Abends stellte er die These auf, dass Universitäten alleine kein praxisbezogenes Verständnis von Nachhaltigkeit entwickeln können und hierzu eine Kooperation mit externen Stellen notwendig ist.

Im zweiten Teil bereicherte Sonja Stracke von der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz (Neue Effizienz), wie zum einen Nachhaltigkeits- und Effizienzkonzepte innerhalb der Wirtschaft spürbare Vorteile erzeugen und sich eine Vereinbarkeit von ökologischen Notwendigkeiten mit ökonomischen Nutzen ergibt. Dabei sind vor allem Netzwerk- und Vermittlungsarbeit die Haupttätigkeit der Neuen Effizienz. Dies geschieht nicht nur zwischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren, sondern immer mehr auch für eine breitere Öffentlichkeit durch eine weit angelegte Bildungsarbeit. Insgesamt soll die Machbarkeit einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation im Rahmen ökologischer Grenzen deutlich gemacht werden. Die Möglichkeiten von Hochschulen wurden gerade in einer Kooperation mit außeruniversitären Instituten gesehen und betont. So können Universitäten über ihren direkten Einflussbereich hinaus Veränderungen bewirken.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem die wissenschaftliche Tätigkeit zwischen den Instituten und den Hochschulen näher besprochen. Auch die z.T. schwierigen Bedingungen, unter denen Forschung und Lehre stattfindet, wurden kontrovers diskutiert. Meist hielten sich die Beiträge zwischen skeptischer Betrachtung der Erfolgsaussichten und Begeisterung über die Chancen der transformativen Bildung und Forschung.

Transformative Wissenschaft – Perspektiven für eine Volluniversität

Am 6. Mai hielt Uwe Schneidewind im Rahmen des ersten „Göttinger Sternwartengesprächs“ an der Universität Göttingen einen Vortrag zum Thema „Transformative Wissenschaft – Perspektiven für eine Volluniversität?“ Die Sternwartengespräche sind eine neue Veranstaltungsreihe der Universität Göttingen, die einen internen Diskurs zwischen interessierter Hochschulöffentlichkeit, Präsidium und Gremienmitgliedern am Göttingen Research Campus über die Zukunft von Universität, Wissenschaft und Wissenschaftspolitik anregen sollen.
In dem Vortrag ging Uwe Schneidewind auf den Begriff der transformativen Wissenschaft ein, thematisierte das damit verbundene neue Wissenschaft-Gesellschaftsverhältnis und die mit einer transformativen Wissenschaft zusammenhängenden Prinzipien und Methoden. Dabei wurde deutlich, dass exzellente disziplinäre und interdisziplinäre Forschung sich in hohem Masse zu einer transformativen und transdisziplinären Forschung komplementär verhalten, wenn die Forschungsfragen in den Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen eingebettet sind. Dieses Potenzial wird von vielen Volluniversitäten erst in Ansätzen genutzt.
 
Die Folien zum Vortrag sind hier abrufbar:
140506-Uni-Goettingen-Transformative-Wissenschaft-Voll-Universitaet

Die ursprüngliche Vortragsankündigung der Universität Göttingen finden Sie hier.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Universtitäten – Botschafter für Nachhaltigkeit und Effizienz? Vortrag am 13.05. an der Bergischen Universität Wuppertal

Am 13.05.2014 um 18.00 bis ca. 20.00 Uhr findet an der Bergischen Universität Wuppertal (Campus Grifflenberg, Raum K.11.20) eine Diskussionsveranstaltung zu Nachhaltigkeit und Effizienz an Universitäten statt.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile allgegenwärtig. Doch was genau meint nachhaltige Entwicklung und wie wird sie angestoßen? Universitäre Wissenschaft kann die verschiedenen Auffassungen von Nachhaltigkeit untersuchen und strukturieren. Darüber hinaus können Universitäten zwischen Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft vermitteln und sogar eine transformierende Wirkung entfalten. Sonja Stracke von der Agentur Neue Effizienz und Dr. Philipp Schepelmann vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erläutern im Rahmen der Veranstaltung praktische Konzepte für Nachhaltigkeit und Effizienz und wie sich die Bergische Universität daran beteiligt.

Transdisziplinaritäts-Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg

Vom 01. bis 09. September 2014 findet an der Leuphana Universität Lüneburg die dritte Summerschool „Transdisciplinary Research at the Science | Society Interface“ statt. Die diesjährige Summerschool beinhaltet ein fünf-tägiges Intensiv-Training zu theoretischen und methodischen Fragen der transdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Zusätzlich wird ein zweitägiges Training „mutual learning in urban climate change adaptation“ in Kooperation mit dem Climate Service Center, Hamburg angeboten. Zielgruppe der Summerschool sind sowohl WissenschaftlerInnen aller Disziplinen als auch Praxisakteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Eine Anmeldung zur Summerschool ist bis zum 15. Juni möglich.

Das komplette Programm und mehr Informationen zur Summerschool erhalten Sie hier.

Ausschreibung von zwei Mitarbeiterstellen am Institut Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Bochum

Am Institut für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) der Hochschule Bochum sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Teilzeit-Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / wissenschaftliche Mitarbeiter zu besetzen.  Das IBKN ergänzt die Fachausbildung in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und unterstützt damit die Entwicklung der Studierenden zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die in ihren beruflichen Alltag Aspekte der Nachhaltigkeit hinein tragen. Die Tätigkeiten im Rahmen der Mitarbeiterstellen erfolgen im Zusammenhang mit der Einführung eines Bachelor-Studiengangs „Nachhaltige Entwicklung“.

Mit den Stellen sollen u. a. folgende Aufgaben verbunden werden:
  • Unterstützung bei der Organisation und Lehre im Studiengang „Nachhaltige Entwicklung“ als forschende Lehre
  • Wissenschaftliche Mitarbeit in Projekten zu Problemlagen und Lösungsansätzen der Nachhaltigen Entwicklung
  • Selbständige Planung und Akquise wissenschaftlicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte
  • Selbständige Erstellung wissenschaftlicher Abschlussberichte und entsprechender Publikations- und Vortragsbeiträge
  • Konzepterstellung zu Train-the-Trainerangeboten
  • Selbständig zu entwickelnde empirische Studien zu den Themen der Nachhaltigen Entwicklung

Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Bewerbungsschluss ist der 02.05.2014.
Die komplette Stellenausschreibung finden Sie hier.

Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Lehrbuch „Nachhaltigkeitswissenschaften“ von Wissenschaftlern der Leuphana Universität herausgegeben

Die Wissenschaftler der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg haben ein erstes deutschsprachiges  Lehrbuch „Nachhaltigkeitswissenschaften“ (Heinrichs/ Michelsen 2014) herausgegeben. Mit vielen Info-Kästen und illustrativen Fallbeispielen gibt das Lehr- und Arbeitsbuch einen umfassenden Überblick über die inter- und transdisziplinäre Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaft. Neben einer Einführung in den Hintergrund und die Entstehungsgeschichte von nachhaltiger Entwicklung und Nachhaltigkeitswissenschaften, werden zentrale ethische und methodologische Prinzipien der Nachhaltigkeitswissenschaften beschrieben, sowie naturwissenschaftliche und humanwissenschaftliche Perspektiven aufbereitet. Abschließend bietet das Lehrbuch einen Überblick über praktische Handlungsfelder der Nachhaltigkeitswissenschaften. Das Lehrbuch stellt eine hervorragende und aktuelle Zusammenstellung zentraler Diskussionen in dem wissenschaftlichen Gebiet der Nachhaltigkeitswissenschaften dar und zeigt einmal mehr, welchen Mehrwert die kooperative Zusammenarbeit von NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen in eigenen Forschungs-Instituten und Fakultäten für die wissenschaftliche Gemeinschaft haben kann.

Das Lehrbuch kann im Springer-Verlag bestellt werden.


Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Stellenausschreibung zur Entwicklung des Kompetenzfeldes Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Hochschule München

An der Hochschule München ist die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiter/in zur Entwicklung des Kompetenzfeldes Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 10. April 2014. Die Stelle ist in dem Projekt „Für die Zukunft gerüstet“ an der Professur Nachhaltiges Zukunftsmanagement angesiedelt und wird finanziert aus dem Qualitätspakt Lehre.

Die Aufgaben der zukünftigen Stelle umfassen:
  • die Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzeptes zur Stärkung der Nachhaltigkeitskompetenz von Studierenden

  • die wissenschaftliche Fundierung des Konzepts unter Berücksichtigung ethischer Aspekte sowie der Methoden des ganzheitlichen Denkens und Entscheidens

  • die Unterstützung bei der Einwerbung von Förder- und Drittmitteln rund um den Bereich „Nachhaltiges Zukunftsmanagement“ (u.a. vorbereitende administrative und unterstützende Tätigkeiten bei der Antragstellung, Durchführung und Abwicklung von Projekten auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene)

  • die Organisation und Beteiligung an hochschulspezifischen Forschungs- und Netzwerkaktivitäten zur Weiterentwicklung des Kompetenzfeldes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

  • die Mitarbeit bei der Dokumentation und Evaluation der BNE-Aktivitäten im Rahmen des Projektes „Für die Zukunft gerüstet“

Bewerbungen können bis zum 10.04. digital eingereicht werden: jobs-bewerbung@hm.edu
Die komplette Ausschreibung finden Sie hier:
10-02-14

Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Studiengang Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht

Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement sind zwei Themengebiete, die sich als Gegenstand der beruflichen Weiterbildung hervorragend ergänzen und vielfältige Synergien aufweisen. Die Erkenntnis, dass sich langfristig ökonomische Ziele (wie Kosteneffizienz und Qualität) nur durch die gleichzeitige Beachtung von ökologischen und sozio-kulturellen Zielen verwirklichen lassen, führt zu einem Bedarf an vielseitig gebildeten Akteuren in Unternehmen, Institutionen und Gesellschaft. Der weiterbildende Masterstudiengang „Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin macht Wege dazu praktisch greifbar und möchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit machen für neue Herausforderungen. TÜV-Zertifikate im Qualitätsmanagement in Zusammenarbeit mit der TÜV-Akademie Rheinland, systematisches Training der Soft-Skills der Studierenden sowie berufsorientiertes Coaching runden das Studienangebot ab.

Am 03.06.2014 wird der Studiengang auf einem Info Abend vorgestellt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Nähere Informationen erhalten Sie hier:
MA_NaQM_Broschüre_2013_web


Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Eröffnungsfeier des Instituts für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Bochum

Am 31.03.2014 findet an der Hochschule Bochum die Eröffnungsfeier des Instituts für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) statt. Das IBKN ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Bochum und Nachfolgeeinrichtung des „Instituts für Zukunftsorientierte Kompetenzentwicklung – IZK“. Es ergänzt die Fachausbildung in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch fachübergreifende Bildungsangebote im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung. Unter dem Begriff „Schlüsselbildung“ fördern die Lehrveranstaltungen des IBKN die Entwicklung von Studierenden zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die ihre Fähigkeiten, Stärken und Schwächen kennen, daran arbeiten und nachhaltig beruflich handeln lernen.
Das Programm zur Eröffnungsveranstaltung kann hier herunter geladen werden:
IBKN_Einladung_Eroeffnungsveranstaltung

„Umweltpolitikforschung und die Europäische Union“ – Veranstaltung am 05.03.2014 im Ecologic Institut

„Von der nationalen zur supranationalen Ebene: Umweltpolitikforschung und die Europäische Union“ lautet die fünfte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Die Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecornet und des Ecologic Institut. Sie findet am 05.03. um 18.30Uhr im Ecologic Institut statt.

Dass „Umweltprobleme nicht an Grenzen halt machen“ ist eine vielzitierte Binsenweisheit, wenn über die Notwendigkeit europäischer Umweltpolitik diskutiert wird. In der Tat hat sich der Umweltbereich zu einem der wichtigsten Politikfelder der EU entwickelt. In den vorangegangenen Veranstaltungen der Reihe wurde denn auch die Rolle der EU von den meisten ZeitzeugInnen als positiv für den Umweltschutz eingestuft: „Europa ist gut für die Umwelt“ so das Credo. Doch welche Auswirkungen hat die EU für die Umweltpolitikforschung und –beratung? Und wie sieht die Zukunft europäischer Umweltforschung aus? Kann die positive Bilanz weitergeführt werden oder bedürften die Zukunftsdebatten eines anderen Zuschnitts? Beispiel Postwachstumsgesellschaft und „beyond growth“: Sind die sozialen und ökonomischen Realitäten in den Mitgliedsstaaten so unterschiedlich, dass die EU hier eher zum Bremsklotz wird? Wie können Umweltforschungsinstitute dazu beitragen, solche Debatten europaweit wissenschaftlich zu unterfüttern?
 
Diese und weitere Fragen werden mit folgenden Gästen diskutiert:

DirProf. Dr. Christian Hey ist Generalsekretär des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und im Vorstand des Netzwerkes der Europäischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte (EEAC). Seit 2006 ist er Sprecher der Energiearbeitsgruppe von EEAC.
Prof. em. Dr. Eckard Rehbinder ist emeritierter Professor für Wirtschaftsrecht, Umweltrecht und Rechtsvergleichung an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 1987 bis 2000 war er Mitglied des SRU (Vorsitzender 1996 bis 2000). Weiterhin ist er Mitglied und Regional Governor des International Council for Environmental Law.

Moderiert wird die Veranstaltung durch Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte unter diesem Link.

Berufsbegleitender Masterstudiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ startet an der Hochschule Eberswalde

Ab März 2014 können Berufstätige erstmals den karrierebegleitenden Studiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ (M.A.) an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) studieren. Das interdisziplinäre und praxisnahe Studium befähigt Fach- und künftige Führungskräfte zur Entwicklung und Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsstrategien. Bis zum 28. Februar 2014 können sich Studieninteressierte für den kostenpflichtigen Masterstudiengang bewerben.  Der Studiengangsleiter Dr. Benjamin Nölting erklärt die Gründe für die Entwicklung des Studiengangs: „Der zukunftsweisende Studiengang schließt eine Lücke in der Fort- und Weiterbildung. Die Studierenden trainieren, mit faktenbasiertem Wissen und einer Orientierung in nachhaltigem, ethisch reflektierten Denken passgenaue Nachhaltigkeitsstrategien für ihre Organisation zu entwickeln und in der Praxis umzusetzen.“

Die Konzeption und Durchführung des Studiengangs erfolgen unter reger Beteiligung von Nachhaltigkeitsprofis aus Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung. Beispiele werden aus Branchen der Flächennutzung genommen: Agrar- und Ernährungswirtschaft, Forstwirtschaft und Holzverarbeitung, Erneuerbare Energien und Ressourcennutzung, Naturschutz und Tourismus. Während die Lehrinhalte praxisorientiert sind, zielen die Lehrformate auf beteiligungsorientierte, individualisierte Lernprozessen. „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ wird berufsbegleitend in vier Semestern (60 ECTS | 8 Module) in Teilzeit (ca. 15-20 h Arbeitsaufwand/Woche) angeboten. Das Studium ist als Blended Learning konzipiert, d.h. die drei Präsenzphasen pro Semester werden durch online gestützte Lehre (E-Learning) ergänzt. Die Studiengebühren liegen bei 2.750 € pro Semester, insgesamt 11.000 € für den Studiengang.

Zur Website des Studiengangs gelangen Sie hier: www.hnee.de/snm

Medienberichte über den Studiengang können Sie hier einsehen:

Berliner Zeitung 13 12 28 Studiengang SNM
taz beruf_quali 13 11 23

Infotag zu Master- und Promotionsstudium in Lüneburg am 23.04.

Am 23. April 2014 veranstaltet die Leuphana Universität Lüneburg einen Infotag zu Möglichkeiten des Masters und der Promotion. „Die Leuphana Graduate School bietet insgesamt 14 konsekutive Masterstudiengänge in drei übergreifenden Programmen an: Arts & Sciences mit den Studiengängen Kulturwissenschaften, Staatswissenschaften und Nachhaltigkeitswissenschaft, Management & Entrepreneurship mit sechs Schwerpunkten, u.a. Marketing oder Human Resources, und Education für Bildungswissenschaft sowie die Studiengänge für das Lehramt.
Masterstudium und Promotion sind in Lüneburg konsekutiv angelegt und können so unkompliziert miteinander verzahnt werden. Promovierende der Leuphana sind im Promotionsprogramm eingeschrieben, das sie mit fachübergreifenden und fachspezifischen Veranstaltungen bei ihrer Arbeit an der Dissertation begleitet.
Die Leuphana Graduate School lädt interne wie externe Interessierte herzlich ein, vor Ort mit Lehrenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen und sich eingehend über das Studienmodell, die konsekutiven Masterprogramme und die Promotionsmöglichkeiten an der Leuphana zu informieren.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)
Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Bericht zur Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“

Am 20.01. fand an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) die Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ statt. Mit 130 TeilnehmerInnen und einer inhaltlich fundierten Diskussion setzte diese erste Kooperationsveranstaltung zwischen einem großen Umweltverband (BUND) und einer Hochschule (HNEE) einen wichtigen Akzent in der Diskussion über die Umorientierung im Wissenschaftssystem in Richtung Nachhaltigkeit. Im Folgenden finden Sie eine inhaltliche Zusammenfassung der Tagung von Mandy Singer-Brodowski.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Willhelm-Günther Vahrson, Präsident der HNEE fokussierte Dr. Johannes Merck, Leiter des Direktionsbereiches Corporate Responsibility der Otto Group in seinem Vortrag „Nachhaltig Wirtschaften – Welche Erwartungen haben Unternehmen an die Wissenschaft?“ vor allem auf die notwendigen Kompetenzen des akademischen Nachwuchses für die große gesellschaftliche Transformation. Ausgehend von der Frage „Was macht einen guten Nachhaltigkeitsmanager aus?“ erörterte Herr Merck, dass vor allem ein ausgeprägtes Querschnitts-Know How der AbsolventInnen notwendig ist um ein gutes Change-Management in Richtung Nachhaltigkeit in den Organisationen zu entwickeln: Wie gut ist ihr Verständnis der Governance-Strukturen im speziellen Unternehmensfeld? Wie entwickeln sie Strategien für change management, die breite Akzeptanz bei allen beteiligten Akteuren finden? Und nicht zuletzt: wie können junge AbsolventInnen, die mit einer hohen intrinsischen Motivation ins Unternehmen kommen dauerhaft motiviert bleiben? Denn in der Umsetzung des überwiegend randständigen Themas Nachhaltigkeit besteht die Gefahr eines Motivationsverlustes, wenn konkrete Nachhaltigkeitsprojekte nicht sofort Zustimmung erfahren.

Frau Dr. Inge Paulini (WBGU) erläuterte in ihrem Vortrag „Die große Transformation – Auftrag an die Wissenschaft“ das Konzept der großen Transformation, das der WBGU 2011 in die Debatte eingebracht hat. In dem Gutachten des WBGU werden zwei historische Transformationen (neolithische und industrielle Revolution) als Beispiele für komplexe gesellschaftliche Veränderungsprozesse herangezogen. Die bereits laufende Transformation in eine CO2- arme Gesellschaft ist demgegenüber ein gesamtgesellschaftlicher Such- und Lernprozess. Die Wissenschaft muss in diesen Prozess ein übergreifendes Orientierungs- und Handlungswissen (durch Transformationsforschung und transformative Forschung) mit einspeisen, sowie eine Grundbildung zur gesellschaftlichen Teilhabe und der Gestaltung der Transformation für die Studierenden bereit stellen (Transformationsbildung und transformative Bildung). Der neue Gesellschaftsvertrag, wie ihn der WBGU vorschlägt, erfordert auch eine neue „Selbstverpflichtung“ der Wissenschaft und eine Umorientierung der Forschung und Lehre. Methodisch sollte diese Wissenschaft systemisch, interdisziplinär, transdisziplinär ausgerichtet sein; in der Durchführung sollte sie international kooperierend, reflexiv und langfristig angelegt sein. Die Orientierung an diesen Ansätzen würde soziale Innovationen für die Transformation befördern, sowie Verbreiterungs- und Beschleunigungsbedingungen dieser Innovationen anstoßen. Dabei müsste die Zivilgesellschaft in dem konkreten Forschungsprojekt eng mit eingebunden sein.

Stellenausschreibung Universität Hohenheim – Professur für Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft

Zunehmend werden in Deutschland Stellen für Transformationsforschung ausgeschrieben. Hier zeigt sich vermutlich auch die Wirkung der (landes)politischen Kulissen für eine „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. So ist zum kommenden Wintersemester an der Universität Hohenheim die Professur (W3) für Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft ausgeschrieben. „Die Stelleninhaberin /der Stelleninhaber soll das Fachgebiet in Forschung und Lehre vertreten und sich mit der gesellschaftlichen Transformation zur Nachhaltigkeit in Bezug auf den Agrar- und Ernährungssektor befassen. Es wird eine Bewerberin/ein Bewerber mit fundierten sozialwissenschaftlichen Kenntnissen gesucht, die/der das Fachgebiet interdisziplinär auch in Zusammenarbeit mit der Fakultät Naturwissenschaften und der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften etabliert und vertritt. Die Fakultät legt besonderen Wert auf die Exzellenz der angewendeten Methodik und die internationale Sichtbarkeit der Bewerberin/des Bewerbers.“ (aus der Ausschreibung).
Die Bewerbungsfrist endet am 15.02. Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

IZT stärkt nachhaltige Zukunftsforschung im Ecological Research Network

Das Netzwerk führender außeruniversitärer, gemeinnütziger Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland (Ecornet) heißt sein achtes Mitglied willkommen: Das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung aus Berlin. Seit 1981 zeigt das Institut ökologische, soziale und wirtschaftliche Chancen und Risiken neuer Technologien auf und bringt darüber hinaus Expertise in beteiligungsorientierten Methoden der Zukunftsforschung mit. „Wir freuen uns, mit dem IZT einen neuen Partner im Ecornet zu haben, dessen Impulse aus der Zukunftsforschung unser Netzwerk stärken werden“, heben die beiden Ecornet-Sprecher Thomas Korbun, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), und Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts, hervor.

Das IZT arbeitet anwendungsorientiert und forscht – ähnlich wie die anderen Ecornet-Partner – in interdisziplinären Teams eng mit Ministerien, Stiftungen, Branchenverbänden, Unternehmen und Zivilgesellschaft zusammen. In das Netzwerk einbringen will das IZT auch seine Erfahrungen aus der Konsortialträgerschaft des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag, in dem das IZT Dialogprozesse und Diskursanalysen entwickelt.

Dr. Roland Nolte, Geschäftsführer des IZT: „Wir freuen uns sehr auf den Austausch und die enge Kooperation mit den anderen Pionieren der Nachhaltigkeitsforschung.“ Auch Prof. Dr. Michael Opielka, Wissenschaftlicher Direktor des IZT, ist optimistisch: „Der schwarz-rote Koalitionsvertrag sieht ausdrücklich mehr vorausschauende Kompetenz in den Ministerien vor und fordert mehr Wirkungsanalysen. Wir freuen uns darauf, hier unsere Expertise einzubringen.“

www.ecornet.eu

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Bürgeruniversität an der Bradford University gegründet

In Bradford (Großbritannien) hat sich eine „Community University“ gegründet – unterstützt vom International Centre for Participation Studies (ICPS) am Institut für Friedensforschung der Bradford University. An ihr sollen unterschiedliche Wissensformen im Sinne einer Co-Production von WissenschaftlerInnen und Community-Stakeholdern zusammengebracht werden. Bereits die Idee und Konzeption der Community University wurde im engen Austausch der verschiedenen Beteiligten entwickelt und war ein Ergebnis einer Studie über „Macht in der Gemeinschaft“. Neben laufenden Veranstaltungen, baut die Community University aktuell einen Ort der Begegnung im Northern College auf.

Die Idee der „Bürgeruniversität“ gewinnt aktuell international immer mehr an Gewicht. Die Aufnahme gesellschaftlicher Frage- und Problemstellungen und die gemeinsame Bearbeitung dieser Themen auf Augenhöhe mit Praxispartnern bringt einen entscheidenden Mehrwert hinsichtlich der „sozialen Robustheit“ des generierten Wissens.

Mehr über die Community-University in Bradford können Sie hier lesen.

„Mehr Verantwortung und mehr Gemeinschaft mit der Gesellschaft wagen“ – Matthias Kleiner ist neuer Präsident der Leibniz-Geneinschaft

Am 29.11. hat die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Dr. Matthias Kleiner zum neuen Präsidenten gewählt. Matthias Kleiner war von 2007 bis 2012 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und leitete 2011 gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Töpfer die Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung, deren Arbeit die Entscheidung der Bundesregierung zur Energiewende nach Fukushima vorbereitete.

In seiner Antrittsrede machte Matthias Kleiner die Verantwortung der Leibniz-Gemeinschaft für die Gesellschaft stark:Gemeinsam werden wir mehr wagen – mehr Verantwortung, Verbindlichkeit, Sichtbarkeit, Internationalität. Also werden wir mehr Gemeinschaft wagen, füreinander und für die Gesellschaft.“ Es wird interessant zu sehen sein, wie Matthias Kleiner diese gesellschaftsorientierte Mission der Leibniz-Gemeinschaft einlösen wird. Gute Voraussetzungen dafür hat die Leibniz-Gemeinschaft – vgl. dazu die Analyse unter „Nachhaltigkeit als Strukturchance für die Leibniz-Gemeinschaft“ in der Studie „Transformative Wissenschaft“.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Pressemitteilung des IDW zur Wahl Matthias Kleiners.

Tagung „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ am 20.01.2014 in Eberswalde

Der BUND und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde richten am 20.01.2014 eine Tagung zum Thema „Nachhaltige Wissenschaft – Wege für Hochschulen“ aus. „Hochschulen stehen als zentrale gesellschaftliche Einrichtungen in der Verantwortung, zu einer zukunftsfähigen, „nachhaltigen“ Entwicklung der Gesellschaft beizutragen. Die Tagung beleuchtet zentrale Fragen und Herausforderungen, die mit der Umsetzung einer Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung einhergehen:

Wie muss eine Wissenschaft aussehen, die den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird?
Wie wirken sich Forschung und Lehre für nachhaltige Entwicklung auf das Eigenleben einer Hochschule aus?
Wie können transdisziplinäre Ansätze sowohl zu Unternehmen als auch zu zivilgesellschaftlichen Akteuren gelebt werden?

Durch die Tagung sollen der Diskussionsprozess zur Lösung dieser Fragen verstärkt, Lösungsansätze sichtbar gemacht und erste Umsetzungsschritte eingeläutet werden.“ (Tagungsankündigung)

Um eine Anmeldung wird bis zum 05.01.2013 gebeten. Das Programm zur Tagung finden Sie hier:
Tagungsankündigung Nh Wissenschaft 2014-01-20
Einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Drittes Seminar der Reihe „Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen“

Am 09. und 10. Dezember findet bei Bremen das dritte Seminar der Reihe „Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen – Gute Wege in schwierigem Gelände finden“ statt. Die Seminarreihe wird angeboten von Prof. Dr. Georg Müller-Christ und Dr. Anna Katharina Liebscher von der Universität Bremen und richtet sich explizit an NachhaltigkeitskoordinatorInnen.

„Immer mehr Hochschulen schaffen die Funktion der Nachhaltigkeitskoordination. Direkt angesiedelt bei der Hochschulleitung sollen die Stellenin- haber/innen wirksame Impulse für eine nachhaltige Ausrichtung der Hochschule schaffen. Dabei stellen sich fast in allen Hochschulen dieselben Fragen, wie der Prozess konstruktiv begleitet werden kann, an dessen Ende dann Nachhaltigkeit gut in der Hochschule aufgestellt ist.“ (Aus der Veranstaltunsankündigung)

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

Seminar Nachhaltigkeitskoordinatoren Faltblatt

Nachhaltigkeit als Strukturchance für die Leibniz-Gemeinschaft?

Die Institute der Leibniz-Gemeinschaft wollen sich durch exzellente Spitzenforschung profilieren und gleichzeitig mit interdisziplinären Fragestellungen zur gesellschaftlichen Relevanz ihrer Forschung beitragen. Insofern hätte die Leibniz-Gemeinschaft großes Potential zum Motor einer transformativen Forschung, orientiert an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, zu avancieren. Die Studie Transformative Wissenschaft zeigt die strukturellen Chancen und Grenzen der Leibniz-Gemeinschaft aus dieser Perspektive.

„Insbesondere die disziplinäre und methodische Vielfalt der in der Leibniz-Gemeinschaft organisierten Institute ist eindrucksvoll. Bisher nutzt die Leibniz-Gemeinschaft dieses Potenzial nur in Ansätzen. Statt in einigen Bereichen zu viel „vom Gleichen“ zu betreiben, das gilt z.B. für die sechs Wirtschaftsforschungsinstitute, die letztlich alle einem konventionellen wirtschaftswissenschaftlichen Paradigma verhaftet sind, gelte es vielmehr die konzeptionellen und methodischen Vernetzungsinstitutionen zu stärken, wie sie in einem Institutstypus der Art „GESIS“ zum Ausdruck kommen“ (S. 179f.).

Eine detailliertere Darstellung der Leibniz-Gemeinschaft und ihrer Nachhaltigkeitsbezüge findet sich im Buch auf den Seiten 177-180.

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

„Raus aus dem Elfenbeinturm – Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft“ – Fünfter Teil der Veranstaltungsreihe des Ecologic Instituts und des Ecornet

Am 04. Dezember 2013 um 18.30Uhr findet im Ecologic Institut in Berlin der fünfte Teil der Veranstaltungsreihe „Geschichte der Umweltpolitikberatung“ des Ecologic Instituts und des Ecornet statt. Thema des Abends: Raus aus dem Elfenbeinturm – Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft.

„Wissenschaft und Gesellschaft sind auf vielfältige Weise miteinander verflochten. Wissenschaftliche Erkenntnisse wirken auf die Gesellschaft ein, gleichzeitig bestimmen gesellschaftliche Diskurse mit, welche Wissenschaft nötig ist. Wissenschaft „im Elfenbeinturm“ findet gesellschaftlich wenig Anerkennung – gefordert werden Antworten auf gesellschaftsrelevante Fragen. In der fünften Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe möchten wir uns unter dem Thema „Umweltforschungsinstitute und die Zivilgesellschaft“ mit zwei Fragekomplexen befassen: Zum einen der Wirkung der Gesellschaft auf die Forschungsinstitute und zum anderen, wie gesellschaftlich relevante Forschung gestaltet werden muss.“ (Aus der Veranstaltungsankündigung)

Diskutanten:

Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorstandsvorsitzender des Vereins für Protest- und Bewegungsforschung.

Dr. Thomas Jahn, Mitbegründer des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Sprecher der Institutsleitung.

Moderiert wird die Veranstaltung durch Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts.

Die Einladung zu der Veranstaltung finden Sie hier:
Einladung_Geschichte der Umweltpolitikberatung_5

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte hier.

MIT stärkt Nachhaltigkeitsbemühungen durch Einrichtung eines Sustainability Office

Das international renommierte MIT (Massachusetts Institute of Technology) stärkt die eigenen Bemühungen zur Implementierung von Nachhaltigkeitsaktivitäten. Mit der Einrichtung eines Sustainability Office und der Anstellung von Dr. Julie Newmann als Direktorin der neuen Abteilung hat die Universität ein wichtiges Signal innerhalb der us-amerikanischen Wissenschaftslandschaft gesetzt. Denn anders als viele Initiativen in anderen us-amerikanischen Hochschulen soll das Sustainability Office nicht nur ein „Greening the Campus“ vorantreiben, sondern auch die systematische Integration von Nachhaltigkeitsschwerpunkten in Forschung und Lehre. Beginnen möchte Dr. Newmann mit einer „listening tour“, in der sie unter Beteiligung von Verwaltungsangestellten des Institutes, Studierenden und WissenschaftlerInnen die Eigenlogik des MIT, die geteilte Vision eines nachhaltigen Campus sowie Wege zum Katalysieren bereits vorhanderer und neuer Nachhaltigkeitsbestrebungen erkunden möchte.

Mehr Informationen erfahren Sie hier.

2. Forum N – Gestalten, Beteiligen, Messen – Nachhaltige Entwicklung im Betrieb von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen

Vom 31.03. bis 02.04.2014 gestalten die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und die HIS-Hochschulentwicklung im DZHW das 2. Forum N an der Freien Universität Berlin.

„Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen werden auch durch den Umgang mit Nachhaltigkeit im betrieblichen Bereich geprägt. Methodisch vielseitig und über ganz unterschiedliche und individuelle Wege erfolgt die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Unter der Überschrift „Gestalten – Beteiligen – Messen“ werden im Forum N unterschiedliche Zugänge zu einer nachhaltigen Entwicklung im Betrieb von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen aufgezeigt. Ansatzpunkte und Gestaltungsmöglichkeiten werden an Beispielen aus der Praxis erörtert und auch auf dem Podium mit Hochschulleitungen diskutiert. Motivation und Beteiligung sind dabei zentrale Themen. Instrumente und Methoden für Motivation und Beteiligung werden im Forum N vorgestellt, kritisch hinterfragt und mit psychologischer Expertise beleuchtet. Ein weiterer Fokus liegt auf Qualitätskriterien für eine Berichterstattung, die auch eine Messung der nachhaltigen Entwicklung ermöglichen soll“ (aus der Veranstaltungseinladung).

Zum Veranstaltungsflyer gelangen Sie hier:

2014_03_31_flyer_forum_n

Weitere Veranstaltungen im Kontext einer Nachhaltigen Wissenschaft finden Sie hier.

Universität Kiel intensiviert Schritte in Richtung Nachhaltigkeit in der Lehre und bietet bundesweit einen Changemaker MOOC an

An der CAU Kiel tut sich derzeit viel im Bereich Nachhaltigkeit in der Lehre. Das Spektrum reicht von einzelnen Veranstaltungen über Seminare bis zu strukturellen Veränderungen. In dem Forschungsseminar „Klimaneutralität als unternehmerische Chance´“ beispielsweise werden Studierende in die Erstellung eines Energiekonzepts eingebunden und tragen hiermit zu dem Hochschulziel bei, bis 2030 klimaneutral zu sein. Zum Wintersemester ist die School of Sustainability gestartet, unter deren Dach verschiedene Masterstudiengänge zu Nachhaltigkeit angeboten werden. Am 12. November findet ein universitäts-weiter Nachhaltigkeitstag statt, an dem die Themenvielfalt neben Umweltmanagement von nachhaltiger Berufsorientierung bis zu zukunftsorientierter Lehrgestaltung reicht. Um das Thema Nachhaltigkeit in der Lehre weiter voranzubringen, werden im Kontext des Projekts PerLe neben Vernetzungsveranstaltungen und Lehrveranstaltungen auch konkrete Beratungsangebote zu innovativen Lehr-/Lernmethoden wie Service Learning, Social Entrepreneurship, Lernreflektion oder Forschungsbasierter Lehre angeboten.

In Kooperation mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bietet die School of Sustainability zudem das YOOWEEDOO Lernprogramm und den YOOWEEDOO Ideenwettbewerb zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements von Studierenden an. Der Changemaker MOOC ist ein kostenfreier, videobasierter online Kurs zur Planung von sozial und ökologisch nachhaltigen Projekten. Er ermöglicht es zu lernen, wie man aus einer Idee ein Projekt zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems macht, und zeigt, wie man unternehmerische Ansätze nutzen kann, um gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Mit den im Changemaker MOOC erstellten Projektkonzepten können sich Studierende im YOOWEEDOO Ideenwettbewerb um Startkapital bewerben. Im Ideenwettbewerb 2014 stehen bis zu 30.000 Euro an Startkapital bereit. Projekte, die Förderung erhalten, werden im anschließenden Sommersemester in Form eines 6-monatigen Pilotprojekts umgesetzt. Der Changemaker MOOC startet am 28.10.2013.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Fachhochschule Kiel auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Die Fachhochschule Kiel öffnet ihre Türen für die nachhaltige Entwicklung in Wissenschaft und Verwaltung. 2012 hat die Hochschule in ihrer Agenda 2020 den „Wandel zu einer der Nachhaltigkeit verpflichtenden Gesellschaft“ als einen Forschungsschwerpunkt für die Zukunft anerkannt, wonach entsprechende Forschungsvorhaben ins Leben gerufen werden. Neu an der Hochschule ist eine zentrale Koordinationsstelle für die nachhaltige Entwicklung, die von MitarbeiterInnen und Studierenden besetzt ist. Schon im kommenden November werden die halbjährig stattfindenden „Interdisziplinären Wochen“ unter dem Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit – Visionen, Konzepte, Realität“ stattfinden.

Im Zuge dessen laden die Fachhochschule Kiel und die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler zum Symposium am 13.11.2013 ein. Unter dem Thema „Die Hochschule auf dem Weg zur Nachhaltigkeit – Bedeutungen, Ziele und konkrete Konzepte“ wird den Hochschulangehörigen und der interessierten Öffentlichkeit eine Plattform für Diskussionen geboten. Neben unterschiedlichen Vorträgen werden hier Themenforen zu Lehre, Forschung und Verwaltung stattfinden und beleuchten, welche Möglichkeiten und Grenzen eine nachhaltige Hochschule berücksichtigen kann.

Die strukturelle Verankerung des Leitbildes Nachhaltiger Entwicklung an der Hochschule Kiel steht damit erst am Anfang. Das Veranstaltungsangebot der „Interdisziplinären Wochen“ vom 11.-22. November 2013 bietet eine Vielfalt an Methoden und Inhalten und eröffnet somit Räume für einen Austausch. Das Programm zum Symposium kann hier herunter geladen werden:

Symposium-FH Kiel-13.11.2013_web

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Zentrum für Transformationsforschung TransZent eröffnet

„Mit einer Gründungsfeier wurde die Initiative für ein gemeinsames Zentrum für Transformationsforschung „TransZent“ von der Bergischen Universität Wuppertal und vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie vorgestellt. Die Forschungsarbeit soll sich auf Transformationsprozesse in ausgewählten gesellschaftspolitisch, sozioökonomisch und ökologisch relevanten Feldern konzentrieren, die auf eine qualitative Verbesserung von Nachhaltigkeitsstandards abzielen.
„In Wuppertal wird mit TransZent das erste deutsche Kompetenzzentrum für Transformationsforschung zwischen einer Universität und einer außeruniversitären Forschungseinrichtung geschaffen“, betonte Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch bei der Begrüßung der Gäste, darunter Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Stadt Wuppertal. „TransZent soll als interdisziplinäre Einrichtung fachbereichsübergreifend arbeiten. Die vertiefte Kooperation mit Politik und Zivilgesellschaft ist wichtiges Ziel in der künftigen Arbeit des Zentrums“, so Koch weiter. Svenja Schulze, NRW-Wissenschaftsministerin, begrüßte die Initiative: „Unsere Welt ist im Wandel. Dieser Wandel bringt Herausforderungen mit sich, die sich mit bisherigem Wissen, bekannten Strategien und erprobten Technologien nicht bewältigen lassen. Unsere Forschungsstrategie ‚Fortschritt NRW‘ folgt dem Leitbild einer Wissenschaft, die wieder mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt. Das Konzept des Wuppertaler Zentrums zur Erforschung des Wandels ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Beitrag.“

„Im Wuppertaler Zentrum TransZent werden sozialwissenschaftliches und technologisches Systemwissen mit Reallabor-Designs verknüpft“, erläuterten Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts und Prof. Dr. Maria Behrens, Politikwissenschaftlerin von der Universität Wuppertal bei der gemeinsamen Vorstellung der Initiative. Die Ergebnisse aus den vielfältigen Praxisprojekten und Feldexperimenten des Wuppertal Instituts sollen so in die Weiterentwicklung von Modellen, Konzepten und empirischen Methoden einfließen. „Unsere gemeinsame Arbeit wird es sein, Hürden und Gestaltungspotenziale gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit zu analysieren, um dann Handlungsempfehlungen zu formulieren“, ergänzten sie.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von Bergische Universität Wuppertal und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie


Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Ausschreibung von Forschungsstipendien an der Harvard University

Im Rahmen des Sustainability Science Program an der Harvard University werden Forschungstipendien für DoktorandInnen und Post-DoktorandInnen vergeben. Der Schwerpunkt dieser Ausschreibung liegt an der Schnittstelle von Nachhaltigkeits-Initiativen in verschiedenen Sektoren: der steigende Wasserverbrauch zur Energie-Erzeugung, die Auswirkungen der Wassernutzung auf die menschliche Gesundheit, der Wettbewerb um Landnutzung zur Nahrungsmittelproduktion, sowie Naturschutz-Initiativen. Die Konkurrenz, Wechselwirkung und Ergänzung der Nachhaltigkeits-Bestrebungen in diesen verschiedenen Sektoren soll am Beispiel von Indien, China und Brasilien erforscht werden und somit ein integriertes Verständnis von Nachhaltiger Entwicklung generiert werden. Mehr Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier. Bewerbungsschluss ist der 15.01.2014.

Ausschreibung über Forschungsprojekt zu nachhaltiger Hochschulentwicklung an der Universität Maastricht

An dem International Centre for Integrated assessment and Sustainable development (ICIS) der Universität Maastricht ist eine Doktoranden-Stelle zur nachhaltigen Governance einer Hochschule ausgeschrieben. Das Forschungsprojekt „A Sustainable University: organisational transformation“ soll die strukturelle Transformation öffentlicher Institutionen in den Blick nehmen und im Besonderen die Bedeutung von studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen (wie das Green Office der Universität Maastricht) fokussieren. Die Universität Maastricht und das studentisch betriebene Nachhaltigkeitsbüros „Green Office“ sollen als Reallabor für organisationalen Wandel genutzt werden.

Die Doktorandenstelle zur „Sustainability Governance“ ist ein hervorragendes Beispiel zur strukturellen Verankerung von Projekten, die durch Studierende angestoßen wurden. Das Forschungsprojekt wurde auf aktives Betreiben der Studierenden des „Green Office“ eingerichtet. Die Besonderheit liegt neben dem interdisziplinären Charakter der Forschung vor allem in der transdisziplinären Ausrichtung, die darauf zielt, dass der Doktorand aktiv im Green Office mitwirken soll, es als Reallabor beforschen, mit anderen Fallbeispielen vergleichen und am Ende Empfehlungen an die Universität abgeben soll.

Die vollständige Ausschreibung kann hier eingesehen werden, Bewerbungsfrist ist der 18. Oktober 2013.

Hochschule Bochum stärkt ihr Nachhaltigkeitsprofil

Die Hochschule Bochum macht sich auf den Weg zu einer umfassenden Integration Nachhaltiger Entwicklung in Lehre, Forschung und Campusmanagement – das demonstriert die aktuelle Ausgabe des Hochschulmagazins der Hochschule. Bereits mit der Formulierung des Hochschulentwicklungsplans 2011-2016 hatte sich die Hochschule die strukturelle Verankerung des Leitbildes Nachhaltiger Entwicklung vorgenommen. Am 19.06.2013 fand in Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren ein hochschulübergreifender Aktionstag statt. Mit dem aktuell beginnenden Wintersemester startet auch der Bachelor „Nachhaltige Entwicklung“ – ein innovatives Studienangebot bei dem fünf Fachbereiche und die zentrale wissenschaftliche Einheit „Bildung, Kultur und nachhaltige Entwicklung“ ihre Kompetenzen zusammengelegt haben. Neben den komplexen theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeitswissenschaften sollen in diesem BA-Studiengang auch praktische Anwendungen und Umsetzungen in den Bereichen Infrastruktur- und Flächenmanagement, Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften statt finden. Langfristig wird die Entwicklung von Master-Studiengängen und langfristig eines Promotionskollegs zum Thema angestrebt.
Die Hochschule Bochum ist damit neben der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde eine weitere Hochschule, die als Pionier einer Nachhaltigen Hochschulentwicklung heraussticht. Mehr Informationen über die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Hochschule Bochum finden Sie hier.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Die Umweltpolitikforschung wird erwachsen/1980er Jahre – Dritter Teil der Veranstaltungsreihe des Ecologic Institutes und des Ecornet

Waldsterben, saurer Regen, Wasserverschmutzung und Verkehr waren in den frühen 80er Jahren die bestimmenden Umweltthemen in der Bundesrepublik, bis 1986 der Reaktorunfall in Tschernobyl die Debatte um die Atomkraft neu entfachte und die öffentliche Aufmerksamkeit bündelte. Diese Zeit bedeutete eine Phase des „Erwachsenwerdens“, der Professionalisierung und Institutionalisierung der unabhängigen Forschungsinstitute.

In der dritten Veranstaltung der Veranstaltungsreihe „Die Geschichte der Umweltpolitikberatung“ am 19. September 2013, 18.15 – 20.00 Uhr möchten die Veranstalter den Blick auf die Entwicklung der Umweltforschungsinstitute in den achtziger Jahren werfen und insbesondere Themen diskutieren, die weiterhin Aktualität besitzen.

Die Ehrengäste sind dieses Mal:

Dr. Volker Hauff (SPD) war von 1978 bis 1980 Bundesminister für Forschung und Technologie und von 1980 bis 1982 Bundesminister für Verkehr unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Von September 2001 bis Juni 2010 war Volker Hauff Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Michael Sailer ist Sprecher der Geschäftsführung des Öko-Instituts e.V. in Freiburg. Das Öko-Institut wurde aus dem Widerstand gegen das damals geplante Atomkraftwerk in Wyhl gegründet.

Moderiert wird die Veranstaltung durch R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Ecornet statt und wird durch die Deutsche Bundestiftung Umwelt gefördert. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte unter diesem Link. Die Veranstaltung findet statt im:

Ecologic Institut
Pfalzburger Str. 43/44
10717 Berlin

Weitere Veranstaltungen im Themenfeld finden Sie hier.

Ausschreibung von fünf Promotionsstipendien und einer Mitarbeiterstelle an der Leuphana Universität Lüneburg

Zur Realisierung der Fakultätsinitiative „Deutschland – Europa – Welt 2042. Transformation ist möglich“ sind an der Leuphana Universität Lüneburg/ Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaft aktuell 5 Promotionsstipendien sowie eine wissenschaftliche MitarbeiterInnenstelle (bis zu 75%) ausgeschrieben. Die Ausschreibungstexte finden Sie verlinkt auf der Fakultätshomepage.
Mit dem Ziel einer weiteren Profilierung, Internationalisierung, Vernetzung sowie der noch stärkeren Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und der Weiterentwicklung des sich entwickelnden Feldes der Nachhaltigkeitswissenschaft wurde aufbauend auf den vier Forschungsschwerpunkten der Fakultät Nachhaltigkeit die fakultätsübergreifende Forschungsinitiative: „Deutschland – Europa – Welt 2042. Transformation ist möglich“ (kurz „2042“) ins Leben gerufen.
Die Initiative „2042“ verfolgt drei wesentliche Zielsetzungen:
• (Verbessertes) konzeptionelles, theoretisches und methodologisches Verständnis der Bedingungen, Mechanismen und Möglichkeiten von Nachhaltigkeitstransformationen;
• Entwicklung der Basis für eine Longitudinalstudie zur Dokumentation des Fortschritts der Nachhaltigkeitstransformation auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene über einen Zeitraum von 30 Jahren;
• aktive Mitgestaltung dieser Transformation mit Hilfe von gezielten transformativen Forschungsprojekten und Fallstudien.
Ein Hintergrundpapier zur Ausschreibung finden Sie hier:
Lüneburg_NaWis_ 2042
Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde startet berufsbegleitenden Studiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“

Die HNE Eberswalde (FH) zählt mit ihrem klaren Nachhaltigkeitsprofil und der hohen Anwendungsorientierung zu den Vorreitern einer transformativen Lehre und Forschung unter den Fachhochschulen. Ein Beispiel dafür ist der neue Masterstudiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement – Management von Nachhaltigkeitstransformationen in der Flächen- und Ressourcennutzung“ (M.A.), der ab dem Wintersemester 2013/14 angeboten wird.

Unternehmen und Non-Profit-Organisationen müssen sich neu positionieren angesichts globaler sozial-ökologischer Veränderungen. Der inter-und transdisziplinäre Studiengang vermittelt Schlüsselkompetenzen für die Planung und Steuerung eines entsprechenden Organisationswandels in Richtung Nachhaltigkeit. Er befähigt die Studierenden, sich fachlich und ethisch zu orientieren und zu positionieren. Vor diesem Hintergrund lernen sie, „robuste“ Nachhaltigkeitsstrategien für ihre Organisationen zu entwickeln. Neue Geschäftsmodelle sind gefragt, langfristige Organisationsziele müssen neu bestimmt werden. Schließlich trainieren die Studierenden, wie sie diese Transformationsprozesse gestalten, Ideen kommunizieren, Partner/-innen einbinden, Konflikte konstruktiv wenden können. Es geht darum, die Nachhaltigkeitsstrategien unter den widersprüchlichen Alltagsbedingungen umsetzen zu können – auch gegen Widerstände.
Zielgruppen des berufsbegleitenden Studiengangs sind Fach- und künftige Führungskräfte in Unternehmen und Non-Profit-Organisationen wie Verwaltungen, Kommunen oder Verbände. Im Mittelpunkt stehen Branchen und Handlungsfelder der Flächen- und Ressourcennutzung: z.B. (ökologische) Agrar- und Ernährungswirtschaft, Forstwirtschaft und Holzverarbeitung, Erneuerbare Energien, Ökosystem- und Ressourcenmanagement, Regionalentwicklung und Naturschutz sowie nachhaltiger Tourismus.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 5. September 2013 (sie kann nach Rücksprache ggfs. verlängert werden). Zugangsvoraussetzungen sind ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss jeglicher Fachrichtung mit 240 ECTS-Leistungspunkten und eine mindestens einjährige einschlägige Berufspraxis. Die Studiengebühren liegen bei 2.750 € pro Semester, insgesamt 11.000 € für den Studiengang. Module sind für Gasthörer/-innen auch einzeln buchbar (1.300 €).

Kontakt:
Internet: www.hnee.de/snm
Dr. Benjamin Nölting, Studiengangleiter Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement (M.A.)
E-mail: benjamin.noelting@hnee.de

ETH Zürich stärkt Bekenntnis zur Nachhaltigkeit

Mit der Präsentation ihres zweiten Nachhaltigkeitsberichts bekräftigt die ETH Zürich ihr Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung. Nachhaltigkeit folgt an der Zürcher Hochschule einem integrierten Ansatz, der Lehre, Forschung und Campus-Leben umfasst.
Dabei kann die ETH Zürich z.B. mit dem Departement Umweltsystemwissenschaften bereits auf eine mehr als 25-jährige Geschichte im Bereich Nachhaltigkeit zurückblicken. Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigt u.a. der letzte Detailbericht des QS Rankings vom Mai 2013. Darin wurden die transdisziplinär ausgerichteten Umweltwissenschaften als Nummer eins in Europa klassifiziert.

Nun präsentierte die ETH Zürich ihren zweiten Nachhaltigkeitsbericht, der vollumfänglich den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) und dem ISCN-Standard des International Sustainable Campus Networks entspricht. Er legt neben verschiedenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Kennzahlen auch die konkreten Zielsetzungen und deren Erfüllungsgrade offen.

Mit ihrem Bericht will die ETH Zürich auch andere Universitäten motivieren, dem Thema Nachhaltigkeit noch grössere Bedeutung zu schenken und über ihre Nachhaltigkeitsleistungen Rechenschaft abzulegen. Der aktuelle Report zeigt aber auch deutlich, dass im akademischen Alltag zukünftig neben den klassischen Umweltkennzahlen (wie Gebäudestandards, Energie- oder Papierverbrauch) verstärkt soziale und wirtschaftliche Dimensionen der Nachhaltigkeit Berücksichtigung finden sollten.

An der ETH Zürich könnten beispielsweise ethischen Richtlinien für Forschungskooperationen mit anderen Ländern erarbeitet werden. Ebenso interessant wäre es, über Konzepte einer nachhaltigen Anlagestrategie der Finanzmittel und Pensionskassenbeiträge nachzudenken. Eine breite Debatte zwischen verschiedenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu diesen und anderen Nachhaltigkeitsthemen wäre wünschenswert.

Weitere Informationen:
ETH Life Artikel zum Nachhaltigkeitsreport 2011-2012
ETH Sustainability, Koordinationsstelle für Nachhaltigkeit an der ETH Zürich.

Alles im grünen Bereich – Artikel über die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde in der Süddeutschen

Immer mehr Hochschulen beziehen sich auf ein Profil der Nachhaltigen Entwicklung – auch um im Wettbewerb um zukünftige Studierende gut aufgestellt zu sein. So lautet die Essenz eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung, der die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde in den Blick nimmt.
Bereits 1830 wurde am Standort Eberswalde eine Forstlehranstalt gegründet, die sich an den Prinzipien des Naturschutzes und der dauerhaften Bewirtschaftung orientierte. Seit der Neugründung der Fachhochschule 1992 findet eine kontinuierliche Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Bereichen Lehre, Verwaltung und Campuskultur statt. Vor drei Jahren hat sie sich in Hochschule für nachhaltige Entwicklung umbenannt und „mit der Namensgebung einen Anspruch formuliert, den wir einlösen müssen.“, so Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der HNEE in dem Artikel.
Die Autoren Johann Osel und Marlene Weiss konstatieren, dass sich viele Hochschulen auf den Weg gemacht haben und fast überall mit dem Nachdenken angefangen wurde. Beispiele dafür finden sie viele: die EMAS-Zeritifizierung von Campi, den Bau von Solaranlagen oder das Angebot von Bio-Hähnchen in der Mensa. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Anspruch von Studierenden an Hochschulen zu studieren, die sie auf die zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen vorbereiten und gleichzeitig die Nachhaltigkeitskompetenzen fördern, die auch in der Wirtschaft zunehmend gefragt sind.
Vor 2 Jahren ist dazu eine repräsentative Umfrage unter britischen Studierenden des 1. Semesters veröffentlicht worden, die die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten für die Wahl der Hochschule verdeutlichte. Diese Studie hatte auch in den Hochschulrektoraten für Erstaunen gesorgt.
Dabei haben, so auch der Tenor des Artikels, gerade kleinere Standorte durchaus sehr viele Möglichkeiten sich mit Nachhaltigkeitsaspekten zu profilieren oder zumindest einige der vielen Möglichkeiten zu nutzen einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.


Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

VDW Tagung Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt

Die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) führt vom 22. bis 24.11. in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen eine Konferenz durch, auf der Forscherinnen und Forschern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit Raum gegeben werden soll, über die globale Bedeutung der Nachhaltigkeit aus gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren.

Auf der Tagung soll die Idee der Nachhaltigkeit als Richtschnur für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, ihrer Biodiversität und unseren nur begrenzt verfügbaren Lebensgrundlagen überprüft werden. Aus der Analyse werden Schlussfolgerungen für das individuelle Verhalten gezogen sowie Erwartungen an verantwortliche Akteure in Wissenschaft und Politik formuliert.

Universitäten sind Orte gesellschaftlich relevanter Diskurse. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu. In diesem Sinne möchte die Konferenz „Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt“ dazu einladen, Ansätze zur Lösung existenzieller Zukunftsfragen zu diskutieren und kreative Konzepte zur Nachhaltigkeit aus interdisziplinären Forschungsansätzen zu entwickeln.

Eine Anmeldung ist unter der folgenden Seite möglich.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier:

Flyer_Programm_Nachhaltigkeit.010713

Zweiter Durchlauf des berufsbegleitenden Zertifikatsstudiums startet an der Leuphana Universität Lüneburg

Für den zweiten Durchlauf des berufsbegleitenden Studienprogramms Nachhaltigkeit und Journalismus der Professional School an der Leuphana Universität Lüneburg werden erneut Stipendien vergeben, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Forum für Verantwortung“. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr beginnt im Oktober der zweite Durchgang.

Das von der Deutschen UNESCO-Kommission als beispielhaftes Bildungs-Projekt ausgezeichnete Studienprogramm wurde 2012 von Prof. Dr. Gerd Michelsen ins Leben gerufen. Es bietet Journalistinnen und Journalisten die Chance, ihr grünes Sachwissen an Deutschlands führender Universität im Nachhaltigkeitsbereich zu vertiefen und sich zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern renommierter Medien wie ZEIT oder Spiegel Online mit der verständlichen Vermittlung komplexer Themen nachhaltiger Entwicklung auseinander zu setzen.

„Fachwissen über Nachhaltigkeit, Klimamodelle, Chemie, Wirtschaft, Politik und Psychologie sowie darauf spezialisierte journalistische Recherche, sich die Köpfe heiß reden über die Vermittlung von Nachhaltigkeitswissen und über gesellschaftliche Transformation, zusammen mit kompetenten Lehrenden in extrem netter Atmosphäre – wer das mag, der ist im Zertifikat richtig“, fasst eine Studierende des ersten Jahrgangs zusammen.

Bewerbungen für den zweiten Durchgang von Nachhaltigkeit und Journalismus sowie für die Stipendien sind bis zum 31. Juli beim Koordinator Robin Marwege (nachhaltigkeit.journalismus@leuphana.de) möglich. Das Studium kann berufsbegleitend ohne Verdienstausfall absolviert werden.
Mehr Informationen zum Studium und zur Bewerbung finden Sie im Internet unter www.leuphana.de/nachhaltigkeitsjournalismus

EINLADUNG – Podiumsdiskussion zum Abschluss der Ringvorlesung „Vom Wissen zum Wandel“

Zum Abschluss der Ringvorlesung „Vom Wissen zum Wandel – Nachhaltigkeit als Herausforderung für Universität und Wissenschaft“ veranstaltet die Initiative SUSTAIN IT am Donnerstag den 11.07.2013 ab 18:00 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Zukunftsfähig durch Nachhaltigkeit!?“. Zusammen mit den Podiumsgästen sollen die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Ringvorlesung diskutiert werden:

Prof. Dr. Peter-André Alt | Präsident der Freien Universität Berlin

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder | Leiter der AG Geobiologie und Anthropozänforschung an der Freien Universität Berlin, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Prof. Dr. Miranda Schreurs | Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik an der Freien Universität Berlin (FFU), Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU)

Johannes Geibel | Netzwerk N – das Netzwerk der Nachhaltigkeitsinitiativen an Hochschulen

Zeit und Ort: Donnerstag der 11.07.2013 | 18:00-20:00

Seminarzentrum in der Silberlaube | Raum L113

Weitere Informationen, eine Anfahrtsbeschreibung und der Podcast zur Ringvorlesung finden Sie unter http://www.fu-berlin.de/sites/sustain/hst/Ringvorlesung_2013/index.html

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Sektempfang statt – alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen in diesem Rahmen die Diskussion fortzusetzen.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Zertifikatskurs für Nachhaltigkeitsmanagement in Hochschulen

Die Consulting und Trainings-Agentur KATE – Umwelt und Entwicklung bietet ab September 2013 einen Zertifikatskurs für Nachhaltigkeitsmanagement in Hochschulen an.

Der Zertifikatskurs zum/zur NachhaltigkeitsmanagerIn richtet sich an Hochschulangehörige, insbesondere an die Beauftragten für Energiemanagement, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung. Der Kurs vermittelt Strategien und Instrumente, um Geschäftsprozesse an Hochschulen aus Sicht der Nachhaltigkeit zu bewerten und kontinuierlich zu optimieren. Die Grundlagen zur Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsmanagements EMASplus, das Konzept Corporate Social Responsibility (CSR), die weltweite Klimagerechtigkeit sowie externe und interne Kommunikationsmethoden sind zentrale Bestandteile des Curriculums.

Anhand konkreter Geschäftsprozesse (z.B. Beschaffungswesen) wird dargestellt, wie im Kontext einer Hochschule eine Änderung bestehender Praktiken hin zu mehr Nachhaltigkeit realisiert werden kann. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Nachhaltigkeit prozessbegleitend in eine Organisationskultur integrieren und Verbesserungspotenziale realisieren können.

Eine Anmeldung ist über das Anmeldeformular auf der Website von Kate möglich. Anmeldeschluss ist der 31.07.2013

Beitrag von Prof. Dr. Ulrike Beisiegel zur Buchvorstellung „Transformative Wissenschaft“

„Freie Wissenschaft in der Pflicht?“ – so lautete der Beitrag von Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen und Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz zur Vorstellung des Buches „Transformative Wissenschaft“ am 27.06.2013 in der VDW/ Berlin. Der Beitrag greift aktuelle Fragen der hochschulpolitischen Debatte auf und nimmt eine kritische Würdigung des vorgestellten Buches vor.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Tagung der AG Hochschule Bildung für nachhaltige Entwicklung am 20.09. in Bremen

An vielen Hochschulen gibt es kleinere und größere Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Immer mehr Menschen setzen sich aktiv dafür ein, dass Studierende im Rahmen ihres Studiums die Gelegenheit haben, Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit zu belegen. „Vom Projekt zur Struktur“ ist dabei die Herausforderung der meisten Hochschulen: In welchen Strukturen und Formen können die vielen einzelnen Projekte verstetigt werden? Die Teilnehmer/ innen der Tagung haben die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und sich über die Verstetigungsformen auszutauschen.

Am Ende der Tagung wird eine Erklärung zum Abschluss der Dekade 2014 aus Sicht der Hochschulen erarbeitet. Diese Erklärung wird Gegenstand der deutschen Abschlusskonferenz zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im September 2014 werden.

Das Programm der Tagung können Sie hier herunterladen:
BNE_Einladung2013

Anschluss an die Praxis: Leitlinien für die Nachhaltigkeitsforschung

Es gehört zu den Aufgaben der Forschung, Politik in Fragen nachhaltiger Entwicklung mit anschlussfähigem Wissen zu unterstützen. Damit die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Projekten aber auch tatsächlich in die politische Praxis einfließen können, sind anerkannte und verbindliche Leitlinien notwendig. Dies ist ein Ergebnis der Fachtagung „Politikrelevante Forschung für eine nachhaltige Entwicklung – Herausforderungen und Lösungsansätze“ des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts am 18. Juni 2013 in Berlin. Die Tagung war Teil des vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung koordinierten Projekts „Wirkungsvolle Politikberatung durch Nachhaltigkeitsforschung“. In Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin haben die beteiligten Expert/innen Anforderungsprofile für eine politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung entwickelt.

Verbindliche Leitlinien für Wissenstransfer

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Wolfang Marquardt, betonte in seiner Keynote, dass verbindliche Leitlinien vor allem den Wissenstransfer zwischen Forschung und Politik adressieren müssen. „Dieser Transfer ist als Dialog zu gestalten, und er beginnt bereits bei der Problembeschreibung und Zielbestimmung von Forschung“, so Marquardt. Als Ergänzung zu den etablierten wissenschaftlichen Gütestandards könnten entsprechende Leitlinien zur Verbesserung und Sicherung der Qualität von Nachhaltigkeitsforschung beitragen – eine Funktion, so Marquardt, die auch die vom ISOE mitentwickelten Anforderungsprofile erfüllen.

Partizipatives „Agenda-Setting“ und Referenzprojekte für „gute Nachhaltigkeitsforschung“

Auf der Tagung diskutierten 70 Expertinnen und Experten aus Forschungsförderung, Politik, Verwaltung, Beratungsgremien, Akademien und Forschung darüber, wie Nachhaltigkeitsforschung besser auf den jeweils aktuellen politischen Wissens- und Beratungsbedarf ausgerichtet werden kann. Lösungsvorschläge zielten dabei zum einen auf die Stärkung des partizipativen „Agenda-Setting“ der Forschung, zum anderen auf die Etablierung von Referenzprojekten für „gute Nachhaltigkeitsforschung“. Auch die konsequente Förderung von Dialogaktivitäten sowie die engere Abstimmung zwischen Forschungsförderung und dem politischen Programm innerhalb der Ressorts könnten den Anschluss von Forschungsergebnissen an politisches Handeln optimieren.

Die Ergebnisse der Tagung werden im Abschlussbericht des Projekts dokumentiert, der im Spätsommer veröffentlicht werden wird.

+++++++++++++++++++++

Mehr zum Projekt

Download (pdf): Politikrelevante Nachhaltigkeitsforschung
Anforderungsprofil für Forschungsförderer, Forschende und Praxispartner aus der Politik zur Verbesserung und Sicherung von Forschungsqualität – Ein Wegweiser

AG Hochschule veröffentlicht neue Broschüre zu Institutionalisierung und Implementierung von Nachhaltigkeit

Die 2.000.000 Studierenden im deutschen Hochschulsystem mit Bildung für nachhaltige Entwicklung zu versorgen, stellt das vorhandene Lehrpersonal vor eine große Herausforderung. Aber auch auf anderen Ebenen muss Nachhaltigkeit in die Hochschulen getragen werden. Die Broschüre der AG Hochschule der UN-Dekade stellt zahlreiche Best-Practice-Beispiele aus Lehre, Forschung und Betrieb vor.

Unter Chefredaktion des Sprechers der AG Hochschule, Prof. Georg Müller-Christ, wurde die Publikation „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ grundlegend überarbeitet und erweitert. In Interviews und eigenen Beiträgen berichten Nachhaltigkeitsakteure an Hochschulen aus der Praxis an Hochschulen in Deutschland sowie dem europäischen Ausland und liefern „Ideen zur Institutionalisierung und Implementierung“. Der Weg vom Projekt zur Struktur ist zwar noch weit. Allerdings: „Wer gute, adaptierbare Ansätze für die Forschung, die Lehre und die nachhaltige Organisation von Hochschulen sucht, wird hier fündig, stellt Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in seinem Vorwort fest. Denn das Heft bietet ebenfalls umfangreiche Listen erfolgreicher Projekte.“

Quelle: www.bne-portal.de

Aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ zum Thema Transformative Wissenschaft

Ökologisches WirtschaftDie aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Ökologisches Wirtschaften (herausgegeben vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung e.V.) widmet sich der aktuellen Debatte zu den Möglichkeiten und Grenzen transformativer Wissenschaft. Zwei Jahre nach Veröffentlichung des WBGU Gutachtens wird damit die wissenschaftspolitische Dimension der „Großen Transformation“ zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen. In den Beiträgen der AutorInnen werden unterschiedliche Bezüge zum Leithema hergestellt: das neue Feld der Transformationsforschung, der Beitrag der Wirtschaftswissenschaften oder die Technikfolgenabschätzung als Vorreiter einer Transformativen Wissenschaft. Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe kann hier eingesehen werden.

Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung /Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe TU-Dialoge am 30. Mai 2013 zu Substitution von Materialien und Reboundeffekten

An der Technischen Universität startet am 30. Mai 2013 eine neue Veranstaltungsreihe: Die TU-Dialoge bieten Raum für den disziplinübergreifenden Dialog zu nachhaltigkeitsrelevanten Themen.

Wann: 30. Mai 2013, 18:00-20:00 Uhr mit anschließendem Buffetempfang
Wo: Lichthof des Hauptgebäudes der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin


Wissenschaft lebt vom Dialog: Über die Grenzen der Disziplinen hinweg, zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen Lehrenden und Lernenden. Dieser Dialog wird immer wichtiger, um den zahlreichen Herausforderungen der Zukunft wie z.B. Klimawandel und Ressourcenknappheit zu begegnen. Perspektiven anderer Fachgebiete werden zur Inspiration für die eigene und die gemeinsame wissenschaftliche Entwicklung. Im Rahmen der internen Forschungsförderung soll mit dem Format der TU Dialoge der Austausch zwischen den verschiedenen Fach- und Wissenschaftskulturen innerhalb der Universität gestärkt werden. Die inhaltliche Rahmung der Dialoge bildet das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung, wie es im Leitbild der Technischen Universität Berlin verankert ist. Aus der konkreten Arbeit der einzelnen Fachgebiete mit ihren Ansätzen, Methoden und Themenfeldern werden Forschungsfragen generiert, die die Grundlage der Dialoge bilden und so das Potenzial für gemeinsame Forschungsaktivitäten erkennbar machen.

Das Thema der ersten Veranstaltung wird sich der Substitution von Materialien und Rebound-Effekten widmen. Moderiert von Thomas Korbun (IÖW) und gemeinsam mit der anwesenden Öffentlichkeit diskutieren Frau Prof. Rotter vom Fachgebiet Abfallwirtschaft und Herr Prof. Thomas von der Arbeitsgruppe Funktionsmaterialien am Institut für Chemie sowie Herr Prof. Straube vom Fachgebiet Logistik und Herr Prof. Lang vom Fachgebiet Nano Interconnect Technologies der TU Berlin.

Anmeldung unter:
tu-dialoge@tu-berlin.de

Weitere Informationen zu der Veranstaltung:
www.tu-dialoge.de

Die Medieninformation der TU Berlin:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/2013/mai_2013/medieninformation_nr_962013/

Politikrelevante Forschung für eine nachhaltige Entwicklung – Herausforderungen und Lösungsansätze – Fachtagung am 18.06.

Die Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung stellt neue Anforderungen an das Zusammenspiel von Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Diese Anforderungen richten sich auch an eine zukunftsfähige Forschungsförderung. Sie muss Rahmenbedingungen für eine Forschung schaffen, die nicht nur gesichertes, sondern auch gesellschaftlich und politisch anschlussfähiges Wissen breitstellen kann.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt und das Dialogforum „Qualität und Relevanz der Nachhaltigkeitsforschung“ veranstalten zu diesem Thema am 18. Juni 2013 eine Fachtagung. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, wird dort in seiner Keynote zu den Anforderungen an einen wissenschaftsbasierten Umgang mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen sprechen. Weitere Vorträge, ein World Café und eine Paneldiskussion beschäftigen sich mit einer politikrelevanten Nachhaltigkeitsforschung und der Rolle der dort beteiligten Akteure.

Ziel der Fachtagung ist es, Handlungsoptionen für eine stärker in Netzwerken operierende Forschungsförderung zu identifizieren. Die Fachtagung versteht sich als Ergänzung zu Initiativen aus der Wissenschaft wie die Sustainability in Science Initiative oder aus der Zivilgesellschaft wie die Plattform ForschungsWende. Sie möchte zudem die produktiven Diskussionen weiterführen, die im vergangenen Wissenschaftsjahr unter dem Stichwort „Nachhaltige Wissenschaft“ angestoßen wurden.

Die Fachtagung richtet sich an öffentliche und private Forschungsförderer, an die Nachfrager und Anwender von Forschung in Politik und Verwaltung, an Personen aus politiknahen Beratungsgremien und Akademien sowie an Forschende. Die Teilnahme ist nur auf persönliche Einladung möglich. Interessierte, die keine Einladung bekommen haben, können sich jedoch bei Frau Dr. Vanessa Aufenanger (aufenanger@isoe.de) anmelden. Eine endgültige Anmeldebestätigung ist abhängig von der Verfügbarkeit von Plätzen und wird bis spätestens 7.6.2013 verschickt.

Datum: 18. Juni 2013, 10:00-17:30 Uhr
Ort der Veranstaltung:
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB.)
Reichpietschufer 50
10785 Berlin

Weitere Informationen: Fachtagung_18062013(3)

Stellenangebote an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) steht für eine Nachhaltige Entwicklung. Mit dieser Werteentscheidung hat sich die HfWU verpflichtet, ihre Tätigkeiten in Lehre, Forschung und Transfer an den Grundsätzen der Nachhaltigen Entwicklung zu orientieren. In diesem Zusammenhang sind derzeit Stellen für vier Akademische MitarbeiterInnen und eine Professur ausgeschrieben:

1) Für die neu einzurichtenden Nachhaltigkeitsreferate unserer vier Fakultäten werdenr zum nächstmöglichen Zeitpunkt und befristet bis zum 30.6.2015 vier akademische Mitarbeiter/innen in Teilzeitbeschäftigung (50%) gesucht. Bewerbungsschluss ist der 26. Mai 2013. Näheres unter:
http://www.hfwu.de/de/hochschule-verwaltung/hochschulverwaltung/stellenangebote/akademische-mitarbeiterinnen.html

2) Für das neue Vertiefungsprogramm „Ganzheitliche Unternehmensführung“ im Studiengang Betriebswirtschaftslehre am Standort Nürtingen wird zum Sommersemester 2014 eine Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltigkeit (Besoldungsgruppe W2) besetzt: Bewerbungsschluss ist am 7.Juni 2013. Näheres unter:
http://www.hfwu.de/de/hochschule-verwaltung/hochschulverwaltung/stellenangebote/professur-standort-nuertingen.html

Transdisziplinaritäts-Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg vom 01.09. bis 10.09.

Vom 01. bis 10. September 2013 findet an der Leuphana Universität Lüneburg eine Summerschool für Transdisziplinarität statt. Auf die TeilnehmerInnen warten theoretische Impulse und praktische Erfahrungen im Design und der Umsetzung transdisziplinärer Forschungsprozesse. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erweiterung interdisziplinärer Forschungsansätze hin zu transdisziplinären Ansätzen in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren. Die Summerschool richtet sich an PraktikerInnen und WissenschaflerInnen aller Disziplinen, die ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft erweitern wollen. Sie findet in Kooperation mit der TU Berlin statt und ist in zwei seperat buchbare Module unterteilt.

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2013. Mehr Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

td_summerschool_2013_web(1)

Seminarreihe: Nachhaltigkeit in der Hochschule aufstellen – Gute Wege in schwierigem Gelände finden

Immer mehr Hochschulen schaffen die Funktion der Nachhaltigkeitskoordination. Direkt angesiedelt bei der Hochschulleitung sollen die Stelleninhaber/innen wirksame Impulse für eine nachhaltige Ausrichtung der Hochschule schaffen. Dabei stellen sich fast in allen Hochschulen dieselben Fragen, wie der Prozess konstruktiv begleitet werden kann, an dessen Ende dann Nachhaltigkeit gut in der Hochschule aufgestellt ist. Eine Weiterbildung im Rahmen der AG Hochschule des Runden Tisches zur Umsetzung der Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung soll engagierte Nachhaltigkeitskoordinatoren in diesem Prozess unterstützen.

Die Seminarreihe für Koordinatoren und Koordinatorinnen von nachhaltiger Entwicklung in Hochschulen wird von Prof. Dr. Georg Müller-Christ (Universität Bremen) und Dr. Anna Katharina Liebscher angeboten und wird in vier Modulen stattfinden. Systemaufstellungen werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Das erste Modul zum Thema „Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und Betrieb – den Weg zeichnen“ eröffnet die Reihe am 03. und 04. Juni in der Nähe von Bremen.

Ausführliche Informationen finden Sie in dem Flyer zur Seminarreihe

NH_Koordinatoren_A4_Web_zum Ausdrucken Kopie

oder hier.

 

MOOCs für Nachhaltige Entwicklung – Abstimmung im Rahmen einer Initiative des Stifterverbandes

Der Stifterverband der deutschen Wissenschaft organisiert aktuell die Förderung von MOOCs (Massive Open Online Courses) mit ingesamt 250 000 €. Das Angebot von öffentlich zugänglichen Online-Kursen setzt sich international an mehr und mehr Hochschulen durch und trägt zur Öffnung der Hochschullandschaften bei. Die Offensive vom Stifterverband und Iversity ist eine der ersten großen deutschen Förderoffensiven für solcher Kurse.

Aus über 200 Angeboten von Lehrteams vieler deutscher Hochschulen werden zehn Kurs-Konzepte ausgewählt und anschließend mit jeweils 25 000 € für die Umsetzung des Online-Konzeptes unterstützt. Die Entscheidung wird über eine Online- Abstimmung getroffen. Erstaunlich viele Nachhaltigkeitsinitiativen nutzen die Chance zur Bewerbung ihrer Kurse, z.B. die TU Kaiserslautern mit einem Einführungskurs zu Nachhaltiger Entwicklung von einem Team um Prof. Dr. Michael Hauff.

Bis zum 22.05. kann abgestimmt werden. Nutzen Sie die Abstimmungsmöglichkeiten hier.