Warum Wissenschaft neue Formen der Demokratisierung braucht

Die Debatten um eine Demokratisierung der Wissenschaft und eine damit einhergehende Neuaushandlung der Beziehungen von Wissenschaft und Gesellschaft haben in den vergangenen 2 Jahren eine intensive Dynamik entfaltet. Uwe Schneidewind und Carsten von Wissel haben in der vierten Ausgabe von „Forum Wissenschaft“ jetzt einen weiteren Debattenbeitrag veröffentlicht: „Transformative Wissenschaft: Warum Wissenschaft neue Formen der Demokratisierung braucht“. Sie argumentieren in dem Artikel, dass besonders die zivilgesellschaftlichen Ansprüche, bspw. in der Mitgestaltung von Forschungsagenden, zu einer Pluralisierung und damit einer Demokratisierung in der Wissenschaftslandschaft führen und zeigen auf welche Herausforderungen und Fragen für die zukünftige Debatte zu erwarten sind.

Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

Call for Papers: International Sustainability Transitions (IST) Conference 2016 in Wuppertal

Vom 06. bis 09. September 2016 begeht das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie seinen 25. Geburtstag und verbindet dieses Jubiläum mit der Ausrichtung der International Sustainability Transitions Conference (IST). Das Wuppertal Institut holt damit die jährliche Konferenz des international führenden Sustainability Transitions Research Network (STRN) nach Deutschland.

Mit den zentralen Leitthemen der IST 2016 Conference – „Transformative Wissenschaft“ und „Urbane Reallabore“ – setzt das Wuppertal Institut wichtige Impulse aus der deutschen Debatte und generiert internationale Sichtbarkeit für aktuelle Themen, wie bspw. die Rolle der Wissenschaft und von Städten als Experimentierfelder für eine nachhaltige Entwicklung.

Der Call for Papers kann auf der Konferenz-Homepage heruntergeladen werden: www.ist2016.org

Lesetipp: Sustainability Science – An Introduction

Das Lehrbuch „Sustainability Science – An Introduction“, herausgegeben von Harald Heinrichs, Pim Martens, Gerd Michelsen und Arnim Wiek, ist soeben im Springer Verlag erschienen. Es ist in Kooperation zwischen der Fakultät Nachhaltigkeit der Leuphana Universität Lüneburg, der Sustainability School der Arizona State University und der Maastricht University und unter Beteiligung führender internationaler NachhaltigkeitswissenschaftlerInnen entstanden. Das Lehrbuch richtet sich insbesondere an Lehrende und Studierende der inter- und transdisziplinären Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften. Darüber hinaus gibt es einen einführenden Überblick für alle an Nachhaltigkeitsthemen interessierten Fachkreise.

Das Buch kann hier beim Springer-Verlag eingesehen werden.

„konferenz n – Hochschule weiter denken“ – vom 22. bis 24. Januar in Berlin

Das netzwerk n lädt ein zur nächsten konferenz n – Hochschule weiter denken“ rund um das Thema Nachhaltigkeit an Hochschulen vom 22. bis 24. Januar 2016 in Berlin. Wie schon im Oktober 2014 bringt das netzwerk n auch im Januar 2016 wieder alle Akteure zum Thema Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung auf einer Konferenz zusammen. Die Konferenz gliedert sich dabei in zwei Teile:

Am Freitag, den 22. Januar, widmen sich die Teilnehmenden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Hochschulen, bringen alle Akteursgruppen zusammen und erarbeiten gemeinsam Ideen zur stärkeren Integration der BNE für die Wissenschaftspolitik.

Samstag und Sonntag, 23. und 24. Januar, sind primär für Studierende da; das studentische Engagement für Nachhaltigkeit an Hochschulen steht dann im Vordergrund. Ziel ist es, sich gegenseitig zu inspirieren, über aktuelle Projekte auszutauschen und gemeinsam aus Ideen konkrete Projekte zu entwickeln.

Das Anmeldeformular findet sich hier. Anmeldefrist ist der 15. Januar 2016.

„Studierende als kreative, revolvierende Ressource“ – Nachhaltigkeitstag an der Universität Osnabrück am 11.12.

Am Freitag, den 11. Dezember, findet an der Universität Osnabrück der 4. Nachhaltigkeitstag der Initiative »CookUOS« unter dem Motto »Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule – Studierende als kreative, revolvierende Ressource« statt.

Die interdisziplinäre Seminarreihe CookUOS will in Zusammenarbeit mit regionalen Schulen und Partnern die Öffentlichkeit für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. Außerdem richtet sie sich speziell an Lehramtsstudierende, um die Kompetenz in den Bereichen Gesundheits-, Ernährungs-, Verbraucher- und Umweltbildung zu fördern, damit diese im Umfeld Schule an die nächste Generation weitergegeben werden kann.

Der Nachhaltigkeitstag ist eine von mehreren Gelegenheiten, diese Ideen einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Key-Note-Sprecher ist Walter Hirche, Wirtschaftsminister a.D. in Niedersachsen und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Daneben sind Johannes Geibel von netzwerk n, sowie Nadine Dembski vom Lehrstuhl Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen als Referenten geladen. Nadine Dembski stellt das Konzept der virtuellen Akademie – Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor. Johannes Geibel zeigt Möglichkeiten auf, wie Studierende als kreative, revolvierende Ressource erfolgreich in den Nachhaltigkeitsprozss an einer Hochschule eingebunden werden können.  Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre der Universität Osnabrück.

Die Veranstaltung findet ab 13 Uhr im Bohnenkamp-Haus (Albrechtstraße 29) im Botanischen Garten der Universität Osnabrück statt. Der Eintritt ist frei, eine rechtzeitige Anmeldung unter »http://tickets.cookuos.de erforderlich.

Lesetipp: Routledge Handbook of Higher Education for Sustainable Development

Das neu erschienene Routledge Handbook of Higher Education for Sustainable Devlopment (Herausgeber: Matthias Barth, Gerd Michelsen, Marco Rieckmann und Ian Thomas) gibt einen systematischen Überblick über etablierte und neue Forschungsansätze in der internationalen „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Fokus des Handbuchs liegt dabei auf theoretischen Aspekten und methodischen Vorgehensweisen des interdisziplinären und vergleichsweise jungen Forschungsfeldes, wie die Implementierung von BNE an Hochschulen, die Operationalisierung von BNE-Kompetenzen und der organisationale Wandel in Hochschulen. Darüber hinaus werden übergreifende Forschungsparadigmen und Methodologien in der HBNE, zukünftige Forschungsansätze und konkrete Beispiele der HBNE-Forschung vorgestellt. Das Handbuch kann im Routledge Verlag hier bestellt werden.

Sustainable Development Goals and the Role of Research – Konferenz der Volkswagen Stiftung am 08./09.12. in Hannover

Die Volkswagen Stiftung veranstaltet am 08. und 09. Dezember eine Herrenhäuser Konferenz zum Thema „Sustainable Development Goals and the Role of Research: A Focus on Coastal Regions“ in Hannover. Anmeldungen zur kostenlosen Teilnahme sind noch möglich.

Mit der Konferenz werden drei Ziele verfolgt:

  1. Die Rolle von Forschung in der Umsetzung der Sustainable Development Goals fokussieren,
  2. Themenschwerpunkte für zukünftige Forschung identifizieren und
  3. mögliche Fördermaßnahmen zur Unterstützung dieser Forschung diskutieren.

Die Konferenz wird in englischer Sprache und mit einer Reihe internationaler ExpertInnen abgehalten. Das vollständige Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Thinking ahead sustainably: policies, scenarios and models to address grand societal challenges – Konferenz am 16.12. in Brüssel

Das Konsortium des EU-Projektes FLAGSHIP “Forward Looking Analysis of Grand Societal Challenges and Innovative Policies” (gefördert im FP7) lädt ein zur Abschlusskonferenz und Ergebnisdiskussion am 16.12.2015 in Brüssel. In dem Forschungsprojekt wurde der state-of-the-art der forward-looking analysis (FLA) zusammengetragen und mit qualitativen und quantitative Methoden analysiert, wie große gesellschaftliche Herausforderungen bewertet werden können. Auf der Konferenz mit dem Titel „Thinking ahead sustainably: policies, scenarios and models to address grand societal challenges“ sollen nun die wissenschaftlichen Ergebnisse vorgestellt und mit internationalen ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik diskutiert werden.

Das vorläufige Konferenzprogramm finden Sie hier. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, um Anmeldung wird jedoch bis zum 11.12. unter diesem Link gebeten.  

Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen? – Veranstaltung der Plattform Forschungswende am 11.01.16 in Stuttgart

Der BUND, der NABU Baden-Württemberg und die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende laden ein zum Workshop „Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?“ am
11. Januar 2016 in Stuttgart.

In dem Workshop sollen Ziele, Strukturen und Inhalte der Forschungs- und Innovationsstrategien sowie die Möglichkeiten der Partizipation auf Bundes- und Landesebene vorgestellt und diskutiert werden. Außerdem liegen aus den „Reallaboren für praxisnahe wissenschaftliche Forschung zur Nachhaltigkeit“ erste landesspezifische Erfahrungen für Baden-Württemberg vor, die reflektiert und diskutiert werden sollen. Der Workshop wendet sich insbesondere an die Akteure der Gesellschaft sowie der transformativen Wissenschaft.

Ausführliche Informationen zum Workshop finden Sie in der Einladung.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 05.01.2016 unter Angabe von Institution und Funktion an hello(at)forschungswende.de
Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind.

Hochschulen und Nachhaltigkeit – Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten? Wochenendakademie für Studierende vom 11.12. bis 13.12. in Bonn

Der Verein zur Förderung politischen Handelns und rootAbility organisieren vom Freitag den 11.12.2015 bis Sonntag den 13.12.2015 das Seminar „Hochschulen und Nachhaltigkeit – Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten?“. Das Seminar richtet sich an junge Studierende an Universitäten und Fachhochschulen, die sich für Nachhaltigkeit im Hochschulkontext interessieren, und mehr Wissen und Fähigkeiten erlernen möchten, wie sie Nachhaltigkeit an ihren Hochschulen voranbringen können. Die Studierenden erlangen in  dem Seminar…

  • eine Einführung in das Green Office Modell, erste Ideen wie ein Green Office für die eigene Hochschule aussehen kann und es aufgebaut werden kann,
  • ein besseres Verständnis was Nachhaltigkeit für die eigene Hochschule bedeuten kann und wie sich Nachhaltigkeitsprozesse gestalten lassen,
  • neue Ideen für Nachhaltigkeitsprojekte und –Initaitiven, und erste Pläne um diese umzusetzen.

Plätze sind auf 20 Teilnehmende begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt nur 60 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

Neuer BMBF-Förderschwerpunkt „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ zielt auf umsetzungsorientierte Lösungen im Umgang mit der Ressource Land

Land wird weltweit zusehends knapper. In Deutschland erhöhen der Umbau der Energieversorgung, wachsende Wohn- und Gewerbegebiete sowie zunehmender Verkehr die Nachfrage nach Flächen. Auch der Klimawandel erfordert eine tiefgreifende Anpassung in Stadt und Land. Nutzungskonflikte sind vorprogrammiert – nachhaltige Lösungen werden benötigt.  Der nachhaltigere Umgang mit Land ist ein Themenbereich, der im Rahmenprogramm Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA) durch das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Da die Nachfrage nach und die Ansprüche an Land weltweit steigen und daher zunehmend Nutzungskonflikte auftreten, ist das Ziel einer nachhaltigen Landnutzung, laut Hauptgutachten des WBGU aus dem Jahr 2011, eines der zentralen Handlungsfelder für eine zukünftige Gesellschaftstransformation.

Um dem politischen Ziel einer nachhaltigen Landnutzung stärker Rechnung zu tragen, werden bereits seit 2009 vom BMBF Forschungsvorhaben zum Thema gefördert. Bei der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ wurden sowohl in internationalen wie in nationalen Projekten an Wechselwirkungen und Interdependenzen zwischen den Themenfeldern Klimawandel, Landmanagement und Ökosystemdienstleistungen – als auch an innovativen und umsetzungsorientierten Systemlösungen geforscht. Alle Forschungsvorhaben verfolgten dezidiert transdisziplinäre Forschungsansätze. Die Fördermaßnahme befindet sich gegenwärtig in der finalen Phase des Projektzyklus. Ausführliche Ergebnissynthesen nebst Transferveranstaltungen sind für das Jahr 2016 geplant.

Das BMBF setzt in der anwendungsbezogenen Nachhaltigkeitsforschung nun weitere Akzente. Seit dem letzten Jahr werden mit der Initiierung des Förderschwerpunktes „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ bis zum Jahr 2019 neun Wissenschafts-Praxis-Teams gefördert, die sich zu transdisziplinär forschenden „Innovationsgruppen“ zusammengetan haben. Mit dem neuen Förderinstrument der Innovationsgruppe verfolgt das BMBF eine noch stärkere Akzentuierung auf umsetzungsorientierte Lösungen für konkrete, gesellschaftsrelevante Probleme des Landmanagements. Dazu zählen u.a. der regionale Umgang mit der Energiewende, Fragen der integrierten Stadt-Land-Kooperation, Erhalt der Biodiversität sowie der Kulturlandschaft. Ähnlich wie beim „Reallabor-Ansatz“ sollen exemplarische Vorhaben in Modellregionen Deutschlands initiiert und mit lokalen und regionalen Stakeholdern erarbeitet und umgesetzt werden. Innovationen werden auf diesem Wege nicht nur theoretisch angedacht, sondern angestoßen, begleitet und implementiert.

Um dies zu ermöglichen, finden in dem neuen Förderschwerpunkt verschiedene Spezifika von Innovationsprozessen Berücksichtigung: So wird besonderes Gewicht auf ein strategisches Vorgehen beim prozesshaften Erarbeiten eines Innovationskonzeptes gelegt. Außerdem werden die oft unterschätzten prozessbezogenen Lerneffekte innerhalb der Forschungsverbünde durch spezifische Maßnahmen des capacity building gestärkt. Im Mittelpunkt der Forschung stehen nun nicht mehr ausschließlich technologische Innovationen – soziale Innovationen sollen stattdessen stärker in den Vordergrund rücken.

Wie bei der Vorgängermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ wird den Innovationsgruppen ein wissenschaftliches Begleitvorhaben an die Seite gestellt, das den Forschungsprozess begleitet und aus zwei Partnerinstitutionen besteht. Während das Berliner inter 3-Institut für Ressourcenmanagement langjährige Erfahrungen aus der Innovationsforschung und dem Innovationsmanagement in das Begleitvorhaben einbringt, ergänzt das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), das bereits die Vorgängermaßnahme wissenschaftlich begleitet hat, die Kompetenzen in den Bereichen Landmanagement und Governance.

Nähere Informationen zu den Innovationsgruppen finden Sie hier. Kontakt: innovationsgruppen(at)zalf.de

Wissenschaftliche Mitarbeiterstelle zum Aufbau eines Green Office an der Universität Hildesheim ausgeschrieben

An der Stiftung Universität Hildesheim ist zum nächstmöglichen Termin die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters/in als Koordinator/in des „Green Office“ (TV-L E 13, 100%) für 3 Jahre zu besetzen. Die studentische Nachhaltigkeitsinitiative S.U.N. (Studium und Nachhaltigkeit) der Universität Hildesheim hatte die Förderung des Green Office durch die Kommission für Studienqualitätsmittel im Oktober erwirkt.

Die Aufgaben der Stelleninhaber/in umfasst den Aufbau und das Management des Green Office Hildesheim (u.a. Koordination der 6 Hilfskräfte, Teambildung, Vernetzung, Verwaltung, Zukunftsplanung), die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts der Universität Hildesheim, die Evaluation des Green Office Projektes, sowie Forschung und Lehre.

Bewerbungen mit Lebenslauf und Motivationsschreiben sind bis zum 20.11.2015  einzureichen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Relaunch Blog Nachhaltige Wissenschaft

Seit dem 15.11.2015  wird der Blog „Nachhaltige Wissenschaft“ nun unter der Adresse www.nachhaltigewissenschaft.de auf einem eigenen Server betrieben. Der mit dem Umzug neu gestaltete Aufbau des Blogs bietet einen Einblick in die vielfältigen Debatten über die Nachhaltige Wissenschaft in Deutschland und darüber hinaus. Neben aktuellen Ausschreibungen und Veranstaltungen, stehen besonders die praktischen Felder, in denen eine Nachhaltigkeitsorientierung in Forschung und Lehre realisiert wird (Praxis), die zentralen Akteure und Institutionen (Vorreiter), sowie die theoretischen und wissenschaftspolitischen Debatten im Mittelpunkt des neuen Blogs.

Wir arbeiten kontinuierlich an einer Optimierung des Blogs und freuen uns über Feedback an: lukas.vaupel(at)wupperinst.org.

Zweite Förderlinie der Reallabore Baden-Württemberg gestartet

Nach erfolgter Ausschreibung der zweiten Förderlinie für „Forschung für Nachhaltigkeit“ hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg nun sieben weitere Reallaborprojekte ausgewählt, die neben den bestehenden sieben Reallaborprojekten für drei Jahre mit weiteren 8 Millionen Euro gefördert werden.

Die Projekte mit Bezug zum Thema „Städte als Zukunftslabore der modernen Gesellschaft“ sollen dabei das Zusammenspiel von Wissenschaft, Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft stärken. Sie decken dabei thematisch verschiedene Felder einer zukünftigen Stadtentwicklung ab, die sich vor dem Hintergrund der großen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen: Von Einwanderung und demographischem Wandel, über klimaverträgliches Wohnen hin zu nachhaltiger Mobilität und den Herausforderungen digitaler Lösungen.

Die Projekte wurden dabei aus 27 Anträgen auf Grundlage der Begutachtung durch eine unabhängige Expertenkommission ausgewählt. Hier ein Überblick über die sieben geförderten Reallaborprojekte:

  • Reallabor BUGA:log in Heilbronn
    Im Reallaborprojekt BUGA:log der Hochschule Heilbronn sollen selbstfahrende Transportfahrzeuge für die Nahversorgung im Stadtraum eingesetzt werden, sodass das Verkehrsaufkommen insgesamt reduziert wird. Dazu sollen erstmals Fahrzeuge im Rahmen der Anlieferung und Entsorgung für die Bundesgartenschau 2019 im öffentlichen Bereich getestet werden. Besucher der Bundesgartenschau können dann mit einer eigens entwickelten App den Transportern kleine Aufträge erteilen – dabei sollen gemeinsam Vorbehalte und Herausforderungen für den bürgernahen Einsatz von autonomen Fahrzeugen aufgespürt werden.
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  • Reallabor Schorndorf – Zukunftsweisender Öffentlicher Verkehr
    In Schorndorf (nähe Stuttgart) soll ein bedarfsorientiertes, digital gestütztes Konzept für den dortigen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden, das ohne feste Haltestellen auskommt und damit den Nahverkehr ganz an die individuellen Ansprüche der Nutzenden anpasst. Mittels einer App entwickelt das Projektkonsortium um das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum eine flexible Mobilitätslösung für die Nebenverkehrszeiten, welche durch intelligente Nutzung von Kleinbussen zudem noch Ressourcen einsparen soll.
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  • Reallabor „Go Karlsruhe!“
    In Karlsruhe soll mit digitalen Methoden untersucht werden, wie eine Stadt fußgängerfreundlicher gestaltet werden kann. Präferenzen von Fußgängerinnen und Fußgängern sollen gemeinsam mit Forschenden der Hochschule Karlsruhe der Stadtverwaltung und weiteren Verbänden erforscht werden, um im Anschluss Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs in Experimenten auszuprobieren. Dabei setzt das Projekt auf Interaktion über digitale Medien. Und zwar dort, wo sich die Zielgruppe bewegt: An Ampeln und Verkehrsschildern sowie über die Smartphones der Fußgängerinnen und Fußgänger. Nebenbei werden so auch unterschiedliche (digitale) Beteiligungsformen erprobt.
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  • Energielabor Tübingen
    Im Energielabor-Projekt Tübingen erforscht die Universität Tübingen in einem breit aufgestellten Konsortium zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, wie im Stadtraum Photovoltaik, Solar- und Geothermie, Kleinwindkraft und Biomasse so ergänzt werden können, dass 50 Prozent der Versorgung durch regenerative Energiequellen erfolgt. Auch das Bewusstsein und der persönliche Beitrag der Bürgerinnen und Bürger soll aufgezeigt werden um dem Abbau von Vorbehalten gegenüber regenerativen Energiequellen zu dienen.
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  • Reallabor Stadt:quartiere 4.0 in Stuttgart und Herrenberg
    Im geographisch auf zwei Kommunen angelegten Reallabor der Universität Stuttgart sollen digitale Verfahren und Simulationen erprobt werden, um Bürgerinnen und Bürger in die jeweilige Stadtentwicklung einzubeziehen. Das Projekt dient der Auswahl, Erprobung und Evaluation geeigneter (digitaler) Methoden für die unterschiedlichen Planungphasen. Stadtquartiere sollen auf diese Weise zu „Reallaboren des Wandels“ werden und ein zu entwickelnder Planungsleitfaden die Erkenntnisse für andere Kommunen nutzbar machen.
    Information der Uni Stuttgart
  • Reallabor „STADT-RAUM-BILDUNG“ in Heidelberg
    Im Reallabor der SRH Hochschule Heidelberg untersuchen drei Hochschulen gemeinsam mit Praxispartnern, wie durch Um- und Ausbauten von Schulen Bildungslandschaften geschaffen werden können, die individualisierte und kooperative Lernformen ermöglichen. Auch soll untersucht werden, wie Schulen selber zu Impulsgebern für die Stadtgesellschaft werden können. Im Rahmen des Reallabors soll die Neustrukturierung lokaler Bildungslandschaften zur nachhaltigen Gestaltung der Wissensstadt wissenschaftlich, fachlich und praktisch unterstützt werden. Ein Handbuch zur Schulbau-Typologie soll die Erkenntnisse zu Projektende festhalten und übertragbar machen.
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  • Reallabor „Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region“
    Die Pädagogische Hochschule Heidelberg untersucht gemeinsam mit zahlreichen Praxisakteuren, welche Faktoren die wirtschaftliche und soziale Integration von Flüchtlingen in den Bereichen Spracherwerb, Arbeitsmarktintegration und Wohnen fördern. Darüber hinaus werden Integrationsmaßnahmen der beteiligten Kommunen verglichen, um Best-Practice-Beispiele herauszuarbeiten. Nach den zahlreichen Veränderungen der rechtlichen, strukturellen und sozialen Rahmenbedingungen der Flüchtlingszuwanderung in den letzten Jahren gilt es hier nachhaltige Lösungen innerhalb der veränderten Bedingungen aufzuzeigen.
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Die Ausschreibung vom Juni 2015 kann hier eingesehen werden. Die Pressemitteilung des Ministeriums vom 07.10.15 finden Sie hier.

Hochschultag Transformative Wissenschaft am 17.11. an der Bergischen Universität Wuppertal

Der AStA der Bergischen Universität Wuppertal organisiert am 17.11.15 den öko-sozialen Hochschultag „Transformative Wissenschaft“. Die Studierenden stellen mit dieser Veranstaltung die Frage, wie die Hochschule der Zukunft aussehen kann. Welche Art von Lehre und Forschung soll es an den Hochschulen geben, damit sie einen aktiven Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen der „großen Transformation“ leisten können. Wie kann sich Wissenschaft in Anbetracht von Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft neu aufstellen?

Auf der Veranstaltung soll die transformative Wissenschaft als Form der Wissenschaft vorgestellt werden, die Ihre Forschungsfragen aus den gesellschaftlichen Herausforderungen ableitet, transdisziplinär und partizipativ arbeitet, außeruniversitäre Akteure miteinbezieht und Veränderungen so selber mit anstößt. Von Reallaborforschung bis hin zu einer Lehre in gesellschaftlichen Verantwortung (Service Learning) soll an dem Hochschultag gezeigt werden, wie eine transformative Wissenschaft in der Praxis ganz konkret aussehen kann. Die daraus entstandenen Ideen sollen anschließend mit dem Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und weiteren Gästen diskutiert werden. Ein offener Ausklang mit Fingerfood und Getränken bietet Raum zum diskutieren und kennenlernen.

Die Veranstaltung findet ganztägig auf der AStA-Ebene statt und ist öffentlich. Für die beiden Workshops „Transformative Lehre“ und „Transformative Forschung“ wird um Anmeldung an oekologie(at)asta.uni-wuppertal.de gebeten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.asta-wuppertal.de/hochschultag

Der Tag findet in Kooperation mit TransZent und der Initiative ökosoziale Hochschultage statt, und wird von der Stadtsparkasse Wuppertal und der Barmenia gesponsert.

Studentische „konferenz n – Hochschule weiter denken“ und Ausschreibung zum Wandercoaching für studentische Nachhaltigkeitsinitiativen

Am 22.01.2016 findet die „konferenz n – Hochschule weiter denken“ des Netzwerks studentischer Nachhaltigkeitsinitiativen (netzwerk n) – gefolgt vom Vernetzungstreffen am 23. und 24. 01. – in Berlin statt. Zum Start des Weltaktionsprogrammes legen die Studierenden dieses Jahr den Schwerpunkt auf das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Dazu möchten sie eine offene, wertschätzende Atmosphäre schaffen, echten Perspektivwechsel wagen, Interdisziplinarität erlebbar machen und gemeinsam positiv-gestaltend in die Zukunft blicken. Eingeladen sind alle Akteure, die sich für eine nachhaltige Hochschullandschaft engagieren. Alle weiteren Infos dazu finden sich hier.
Weiterhin bietet das netzwerk n studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen eine kostenlose mehrmonatige Begleitung durch zwei sogenannte Wandercoaches an, um sich rund um das Thema nachhaltige Hochschule inhaltlich, methodisch und strategisch weiterbilden und coachen zu lassen. Die Coaches sind ausgebildet und motiviert, die erste Runde an Coachings ist gestartet. Alle interessierten Gruppen und Initiativen (studentisch und gemixt) können sich jetzt bis zum 22.11.15 bewerben. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen dazu finden sich hier.

Konferenz „WELTcampus – Nachhaltige Kooperationen zwischen Hochschule und Zivilgesellschaft“ am 11. November in Stuttgart

Das Forum für internationale Entwicklung und Planung lädt herzlich ein zur Konferenz WELTcampus – Nachhaltige Kooperationen zwischen Hochschule und Zivilgesellschaft. Die Konferenz findet am 11. November 2015 im Stuttgarter Literaturhaus statt und richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende zivilgesellschaftlicher Organisationen, Studierende, Dozierende und Beschäftigte an Hochschulen. Ziel der Konferenz ist es Interessierten an der wechselseitiger Kooperation zu Fragen der globalen Nachhaltigkeit mithilfe verschiedener innovativer Formate eine Plattform für den gegenseitigen Austausch und konkrete Handlungsoptionen für die Zusammenarbeit zu geben. Studierenden und PreisträgerInnen des campusWELTbewerbs können wir Reisekosten erstatten. Das vollständige Einladungsschreiben können Sie als pdf hier herunterladen. Das Anmeldeformular im Word-Format gibt es hier zum Download.

Reallabor-Forschungskolloquium am Karsruher Institut für Technologie

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Beteiligten des dort angesiedelten „Reallabor 131 / Quartier Zukunft“ und der „Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit“ (KSN) laden OrganisatorInnen anderer Reallabore, daran beteiligte WissenschaftlerInnen und Stakeholder von Reallaboren, sowie Studierende und Interessierte zu einem öffentlichen Forschungskolloquium jeweils Mittwochs um 11.30Uhr bis 13Uhr ein. Mit dem Forschungskolloquium bieten die OrganisatorInnen einerseits Studierenden erstmals Zugang zu einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Format Reallabor, andererseits auch den interessierten und aktiven WissenschaftlerInnen einen Ort der Reflexion und des Austausches über transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung. Einige Reallabore (BaWüLabs) stellen sich, Ihre Herausforderungen und aktuellen Erfahrungen vor. Das Programm finden Sie ausführlich hier.
Um Anmeldung wird gebeten via Mail an: marius.albiez(at)kit.edu

„Vom Nutzen der Wissenschaft für die Gesellschaft – Eine Kritik zum Anspruch der transformativen Wissenschaft“ – Beitrag von Wolfgang Rohe in der aktuellen GAIA

Neben Carsten von Wissels Beitrag zur „Eigenlogik der Wissenschaft neu verhandeln“ ist in der GAIA 3/ 2015 auch ein Artikel von Dr. Wolfgang Rohe (ehemals Referatsleiter in der DFG und Leiter des Forschungsreferats sowie stellvertretender Generalsekretär des Wissenschaftsrats, heute Geschäftsführer der Stiftung Mercator) „Vom Nutzen der Wissenschaft für die Gesellschaft – Eine Kritik zum Anspruch der transformativen Wissenschaft“ erschienen.
Wolfgang Rohe unterstreicht in seinem Beitrag zunächst, dass Peter Strohschneider in seinem Artikel nicht primär einen wissenschaftstheoretischen, sondern einen demokratietheoretischen Vorwurf an die „transformative Wissenschaft“ formuliere: „Strohschneider sieht die Gefahr eher in einer Hypertrophie der Wissenschaft, die für sich reklamiert, was in einer Demokratie Aufgabe des Politischen wäre, nämlich: Arena gesellschaftlicher Veränderungen zu sein.“ (Rohe 2015, S. 156) Damit weist Rohe aus differenzierungstheoretischer Sicht auch ein Argument zurück, das Schneidewind (2015) in seiner Strohschneider Replik nochmals formuliert hat: dass Wissenschaft eine wichtige Integrationsfunktion in sich funktional ausdifferenzierenden Gesellschaften erfülle. Mit diesem umfassenden Anspruch verspiele die transformative Wissenschaft zwei Chancen:
1. wichtige Impulse in die wissenschaftliche Praxis durch transdisziplinäre Verfahren und Methoden hineinzugeben und samt der epistemologischen und normativen Implikationen bspw. der Nachhaltigkeitsforschung wissenschaftlich zu diskutieren und
2. eine langsame „Rehabilitierung“ (vgl. ebd. S. 159) des Nutzendiskurses von Wissenschaft durch eine überzogene Kritik an der Autonomie zu torpedieren anstatt zu stärken.
Der Beitrag von Wolfgang Rohe ist in der GAIA 3/2015 (S. 156-159) erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

Die Eigenlogik der Wissenschaft neu verhandeln – Neuer Beitrag zur Debatte um transformative Wissenschaft von Dr. Carsten von Wissel

In der so eben veröffentlichten Ausgabe der GAIA (3/ 2015) wird eine neue Runde in der Kontroverse um eine transformative Wissenschaft eingeleitet. Dr. Carsten von Wissel (ehemals Institut für Hochschulforschung Magdeburg, jetzt ISInova, Institut für soziale Innovationen und Betreiber des Blogs SciencePolicyAffairs) reagiert auf die Kritik des DFG Präsidenten Peter Strohschneider an dem Buch „Transformative Wissenschaft“, sowie die bisherigen Widersprüche zu Strohschneiders Argumentation durch Grunwald (2015) und Schneidewind (2015).
Von Wissel beschreibt, übersetzt und widerlegt zunächst noch einmal die vier Grundlinien der Kritik Strohschneiders. Darauf aufbauend argumentiert er, dass die Funktionalisierung von Wissenschaft durch nicht-wissenschaftliche Akteure gegen die sich Strohschneiders Kritik maßgeblich richtet, in großem Umfang bereits in anderen Bereichen moderner Wissensgesellschaften Realität ist. Deshalb würde die Zukunft der Wissenschaft(-spolitik) nach Carsten von Wissel davon profitieren – anstatt sich gegen wissenschaftsexterne Ansprüche relativ neuer Akteure intellektuell-argumentativ zur Wehr zu setzen – sich mit den vielfältigen Funktionalisierungstendenzen, wechselseitigen Einflüssen und Aushandlungsprozessen zwischen wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Akteuren auseinanderzusetzen. Diese Auseinandersetzung – und das ist nach von Wissel ein Charakteristikum der Kontroverse – ist wissenschaftsintern angestoßen und mit den Arbeiten zu transdisziplinärer Forschung und deren Qualitätskriterien bereits breit untersetzt. Daher erfordert sie auch die Eigenlogik der Wissenschaft selbst zu hinterfragen und neu zu verhandeln.
Der Beitrag von Carsten von Wissel ist in der GAIA 3/2015 (S. 152-155) erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

„Stand und Perspektiven der Wissenschaftskommunikation“ – Fachgespräch im Deutschen Bundestag am 14.10.

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2015, fand im Deutschen Bundestag als 43. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung um 09:30 Uhr, ein öffentliches Fachgespräch zum Thema „Stand und Perspektiven der Wissenschaftskommunikation“ statt. Eingeladen waren sieben ExpertInnen:

  • Prof. Dr. Antje Boetius (Professorin für Geomikrobiologie, Universität Bremen, Vorsitzende des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog (WiD))
  • Thomas Korbun (Wissenschaftlicher Geschäftsführer Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, Berlin, Sprecher des Ecological Research Network (Ecornet))
  • Prof. Dr. Reinhold Leinfelder (Direktor Haus der Zukunft gGmbH, Berlin)
  • Dr. Volker Meyer Guckel (Stellvertretender Generalsekretär Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., Berlin)
  • Dr. Steffi Ober (Projektleiterin der Zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende; VDW e.V., Berlin
  • Julia Wandt (Vorsitzende des Bundesverbandes Hochschulkommunikation Universität Konstanz, Leiterin der Stabsstelle, Pressesprecherin Kommunikation und Marketing)
  • Jan-Martin Wiarda (Journalist für Bildung und Wissenschaft, Teltow)

Das komplette Fachgespräch ist als Video durch den deutschen Bundestag aufgezeichnet und zur Verfügung gestellt worden.

Tenor des Fachgesprächs war, dass sich der Wissenschaftsjournalimus u.a. aufgrund der sinkenden Zahl der kritisch berichtenden Wissenschaftsjournalisten in einer Krise befinde (siehe dazu auch der kritische Kommentar zum Fachgespräch von Manfred Ronzheimer, sowie der taz Artikel vom 16.10.). Im Kontrast dazu stehe die Wissenschaftskommunikation, die mithilfe einer Fülle an Formaten und Kommunikationskanälen einen zunehmenden Stellenwert im Wissenschaftssystem erreicht hat (Stichwort Wissenschafts-PR). Als dritter Schwerpunkt der Wissenschaftskommunikation wurde die Kommunikation der Wissenschaft mit der Gesellschaft und außerwissenschaftlichen Akteuren durch Partizipation und Einbindung im Kontext transdisziplinärer Forschung zu großen Gesellschaftlichen Herausforderungen diskutiert. Die Sachverständigen stimmten darin überein, dass die Wissenschaftskommunikation nicht mehr nur als einseitige Kommunikationsbotschaft von der Wissenschaft in die Gesellschaft gerahmt werden kann, sondern partizipative Formate eingesetzt und (weiter-)entwickelt werden müssen. Diese Partizipation von BürgerInnen und zivilgesellschaftlichen Organisationen würde dann, so zumindest einige Sachverständige, auch in Teilen für Forschungsagenden und Forschungsprozesse gelten. Wichtig dabei sei jedoch, dass die Ergebnisse partizipativer Formate in der Wissenschaft auch reale Folgen für Forschung und Forschungsagenden haben. Hier wurde der Vorschlag unterbreitet an dem Programm für Sozial-ökologische Forschung anzusetzen, in dem bereits transdisziplinäre Projekte zu Themen wie Nachhaltiges Wirtschaften, Transformation des Energiesystems oder Nachhaltiger Konsum gefördert werden. Da in diesem Programm die Methodenentwicklung für die transdisziplinäre Kooperation und die Wissenschaftskommunikation kein Schwerpunkt darstelle, könnten zusätzliche Vorhaben dort eine partizipative Wissenschaftskommunikation unterstützen.

Die Stellungnahmen der ExpertInnen inklusive ihrer zentralen Thesen sind auf der Seite des Bundestags als PDFs verfügbar.

„Ziemlich beste Freunde? – Forschung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft für nachhaltige Transformationen“ – Ecornet Tagung am 02.11. in Berlin

Das Ecological Research Network (Ecornet) veranstaltet gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), Brot für die Welt und der Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende am 02.11.2015 von 14 bis 18 Uhr in Berlin eine Tagung „Ziemlich beste Freunde? – Forschung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft für nachhaltige Transformationen“.

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Armutsbekämpfung oder Erhalt der Biodiversität erfordern umfangreiche gesellschaftliche Transformationen. Es werden wissenschaftlich fundierte und in der Praxis anwendbare Lösungen für komplexe Nachhaltigkeitsprobleme benötigt. Die produktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Das ist für beide Seiten nicht ohne Risiko: Verbände suchen konkrete Ideen für Positionierung und Kampagnen, die Ergebnisse aus Forschungsprojekten liegen allerdings häufig erst nach einigen Jahren vor und sind sehr kontextspezifisch. Forscher/innen fürchten um die Unabhängigkeit ihrer Ergebnisse, wenn Praxisakteure ihre Interessen einbringen. Können die ungleichen Partner Wissenschaft und Zivilgesellschaft also „beste Freunde“ sein?

Viele Beispiele der Kooperation von Zivilgesellschaft und Wissenschaft in transdisziplinären Forschungsprojekten zeigen, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten fruchtbar sein kann und Forschungsergebnisse mit hoher Relevanz hervorbringt. Eine weit entwickelte Kooperationskultur in der Breite fehlt aber. Ziel der Tagung ist es, Praxis und Perspektiven dieser Zusammenarbeit zu reflektieren. Wie groß die Potenziale für gesellschaftliche Innovationen und konkrete Problemlösungen sind, wird in Workshops am Beispiel der Handlungsfelder Nachhaltiger Konsum und Sustainable Development Goals diskutiert. Dazu werden die bisherigen Lernprozesse der Plattform Forschungswende reflektiert.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier. Eine Anmeldung kann hier vorgenommen werden.

Leuphana Universität Lüneburg in internationales Nachhaltigkeitsnetzwerk aufgenommen

„Die Leuphana Universität Lüneburg ist in das Nachhaltigkeits-netzwerk International Sustainable Campus Network (ISCN) aufgenommen worden. Das Netzwerk besteht aus mehr als 70 Mitgliedern, darunter weltweit führende Universitäten wie Havard, Princeton und Yale. Sie verfolgen das Ziel, den Nachhaltigkeits-gedanken an Universitäten zu verankern und in Forschung, Lehre, Transfer und Betrieb zu vernetzen. Mit der Aufnahme in das Netzwerk intensiviert die Leuphana den Austausch mit hochrangigen Universitäten weltweit und verstärkt die internationale Sichtbarkeit ihres Forschungsschwerpunktes Nachhaltigkeit. (…)

Die Leuphana ist (…) bundesweit die einzige Universität mit einer Fakultät für Nachhaltigkeit und einem UNESCO Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung. Vom ISCN ist sie bereits vor rund 5 Jahren mit dem „International Sustainable Campus Excellence Award“ für ihre Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet worden. Im Juli dieses Jahres wurde die Leuphana für das Nachhaltigkeits-Projekt „Going Green“ erneut als Ort im Bundeswettbewerb „Land der Ideen“ ausgezeichnet. Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie in diesem Jahr insbesondere mit dem Center for Global Sustainability and Cultural Transformation (CGSC), das sie gemeinsam mit der Arizona State University gegründet hat.“ (Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg)

Wissenschaftliche Praxis und (oeko-) politischer Aktivismus – Programm zur Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie veröffentlicht

Wie das Verhältnis von Wissenschaft und Sozialen Bewegungen zu denken sei, diese Frage hat innerhalb der Soziologie immer wieder zu kontroversen Debatten geführt. Insbesondere im Kontext von ökologischen Krisendiskursen und Kontroversen werden aktuell die Differenzen, Überlagerungen und Wechselwirkungen zwischen den beiden Sphären sichtbar und neu verhandelt. Aus diesem Grund widmet sich die 12. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) am 22. und 23.10.2015 an der Zeppelin Universität Friedrichshafen dem Thema Wissenschaftliche Praxis und (öko-)politischer Aktivismus. Neue Perspektiven für die Umweltsoziologie.

„Dynamik oder Verfall? Zur Zukunft der urbanen Infrastrukturen in NRW“ – Veranstaltung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft am 29.10. in Düsseldorf

Unter dem Titel „Dynamik oder Verfall? Zur Zukunft der urbanen Infrastrukturen in NRW“ lädt die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) am 29. Oktober 2015 um 17:00 Uhr in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf ein. Fünf kurze Impulsvorträge aus JRF-Mitgliedsinstituten bilden den Rahmen für eine anschließende offene Diskussion. Dabei können sich interessierte Bürger mit WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen und UnternehmerInnen über die Frage austauschen, welche technologischen, wirtschaftlichen, aber auch sozialen und kulturellen Anforderungen eine nachhaltige Entwicklung städtischer Infrastrukturen berücksichtigen muss.

Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft e. V. (JRF) ist die Dachorganisation 15 unabhängiger, gemeinnütziger Forschungsinstitute in Nordrhein-Westfalen. Die Institute betreiben zukunftsorientierte Forschung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Sie forschen interdisziplinär unter dem Dach der JRF und stellen sich den technischen, ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.

Die JRF ist Kooperationspartner des Wissenschaftsjahres „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Veranstaltung wird mit gemeinschaftlicher Unterstützung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen unter: veranstaltungen@jrf.nrw.

„Gutes Klima in der Stadt?! Vom Klimaschutz bis zur Anpassung an den Klimawandel“ – Veranstaltung am 14.10. in der hessischen Landesvertretung in Berlin

Die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz und Prof. Dr. Andreas Ernst vom Center for Environmental Systems Research der Universität Kassel laden zu einer Abendveranstaltung „Gutes Klima in der Stadt?! Vom Klimaschutz bis zur Anpassung an den Klimawandel“ am 14. Oktober 2015, 18 Uhr in der Hessischen Landesvertretung in Berlin ein.

Städte sind auf verschiedene Arten mit dem Begriff Klima verwoben: Wie beeinflusst der Klimawandel das Leben in Städten? Was müssen Städte tun, um die Bevölkerung und die Infrastruktur vor den Folgen des Klimawandels, wie Hitzeperioden und Starkregenereignissen zu schützen?

Und auch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen ist eine Aufgabe, derer sich mehr und mehr Städte annehmen. Von Wohnvierteln, die sich für eine klimafreundliche Energieversorgung zusammenschließen, über Bürgerinnen und Bürger, die eine Stiftung gründen, um Klimaschutzprojekte in ihrer Stadt zu finanzieren – die Möglichkeiten, zum Schutz des Klimas beizutragen sind vielfältig – und auch dringend notwendig. Ganz nebenbei trägt der Klimaschutz zum Beispiel durch die Förderung alternativer Verkehrsformen auch zur Luftreinhalteplanung der Städte bei.

Welchen Herausforderungen sich Städte in den Bereichen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel gegenüber sehen, beleuchtet diese Veranstaltung mit Erfahrungen aus der kommunalen Praxis und der hessischen Landespolitik sowie der Perspektive der Wissenschaft.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der NaWis-Runde statt. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 13.10. unter: veranstaltungen@lv.hessen.de

Online-Konsultation zur Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland

Das GEWISS-Konsortiums lädt zur Beteiligung an der Online-Konsultation des Rahmenpapiers (Green Paper) der Citizen Science-Strategie 2020 für Deutschland ein.
Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wünschen sich mehr Beteiligung bei der Entwicklung und Umsetzung von Forschung und Wissenschaft. Die Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland hat das Ziel, die Zusammenarbeit von professioneller und ehrenamtlicher Forschung zu stärken und die Entwicklung neuer Formen von Citizen Science zu fördern. Das Rahmenpapier der Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland steht vom 19. September bis 19. Oktober 2015 öffentlich zur Konsultation:

Alle Akteure der Citizen Science Landschaft in Deutschland sind eingeladen, Maßnahmen zur Stärkung von Citizen Science in Deutschland zu bewerten, zu kommentieren und Vorschläge einzubringen.

„Transdisziplinaere Ansaetze für die Energiewende“ – Workshop der Plattform Forschungswende und der Schader Stiftung am 21.10. in Darmstadt

Im Rahmen des Forschungsforums Energiewende (BMBF) wurden Stakeholder aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik eingeladen, um sich in die Entwicklung neuer Energieforschungsprogramme einzubringen. Die organisierte Zivilgesellschaft war mit einigen Verbänden wie BUND, Germanwatch e.V., WWF oder Verbraucherzentrale NRW e.V. beteiligt. Das Forschungsforum Energiewende mit der Geschäftsstelle der acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.) hat mit diesem partizipativen Prozess Neuland betreten. Zeit für die Verbände, Bilanz zu ziehen. Zum einen mit Blick auf die Frage, wie wirksam das Engagement für den Prozess war. Welche Ansätze aus dem Stakeholderkreis wurden im Forschungskonzept berücksichtigt? Zum anderen, um zu überlegen, wie man die „lessons learned“ mit einem konstruktiven Blick nach vorn für weitere partizipative Ansätze fruchtbar machen kann. Die Kunst wird darin bestehen, sowohl ein geregeltes Beteiligungsverfahren zu etablieren, um Willkür, falsche Erwartungen und Überbeanspruchung von Ressourcen in der Partizipation zu vermeiden und gleichzeitig eine offene und lernfähige Entwicklungsperspektive herzustellen.
Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende und die Schader Stiftung laden zum Dialog über diese Aspekte ein. Die Veranstaltung findet am 21. Oktober 2015, 10.00 bis 17.00 Uhr im Schader-Forum, Goethestraße 2, 64285 Darmstadt statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Die Teilnahme ist nur auf persönliche Einladung möglich. Anmeldungen bitte unter der Angabe Ihrer Anschrift bis 16. Oktober 2015 per E-Mail an: kontakt@schader-stiftung.de. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

Tagungsbericht: „Zukunftsfähige Entwicklung und Generative Organisationskulturen“ (ZEGO)

Am 12. und 13. Februar 2015 fand an der Hochschule Bochum beim Institut für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung (IBKN) das Symposium „Zukunftsfähige Entwicklung und Generative Organisationskulturen“ statt. Ein ausführlicher Bericht über das Symposium mit Links zu den einzelnen Vorträgen ist nun von Matthias Reeg (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Technische Thermodynamik, Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung) erstellt worden.

Der wissenschaftliche, politische und soziale Diskurs, warum unser Gesellschaftssystem mit seinen heterogenen Akteursstrukturen und organisationalen Institutionen wie Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen sowie den politischen und zivilgesellschaftlichen Betrieb die Transformation hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung bewerkstelligen muss, wurde in den letzten beiden Jahrzehnten in inter- und transdisziplinären Untersuchungen ausführlich analysiert sowie Handlungsbedarf identifiziert.

Auf welche Art und Weise diese Transformation jedoch gelingen kann und vor allem welche Voraussetzungen und Handlungskompetenzen in den verschiedenen Organisationskulturen dafür von Nöten sind, ist bis heute in vielen teilgesellschaftlichen Bereichen recht unklar und diffus. Diesen „Nebel“ zumindest etwas zu lichten und Organisationen zu befähigen, gestörte interne Abläufe sowie Fehlentwicklungen entgegen zu wirken, war Schwerpunkt des hochkarätig besetzten Symposiums „Zukunftsfähige Entwicklung und generative Organisationskulturen“ am 12. und 13. Februar 2015 an der Hochschule Bochum.

Als Organisator der Veranstaltung gab Prof. Andreas Metzner-Szigeth zu Beginn eine Einführung in die Thematik, nebst Problemaufriss und Überblick bisheriger Forschungsansätze. Die zentrale These seines Vortrags, von der ausgegangen werde, ist die Behauptung, dass Nachhaltige oder Zukunftsfähige Entwicklung mehr als jedes andere Fortschrittsparadigma auf (funktionierende) Kommunikation und (gelingende) Verständigung angewiesen sei. Ausgehend davon ergab sich die forschungsleitende Fragestellung des Symposions: Was passiert, wenn diese beträchtlichen Bedarfe an Kommunikation und Verständigung manifest und akut werden? Es also darum geht,  von der Organisation definierte Ziele bezüglich der Umsetzung nachhaltigen Handels praktisch umzusetzen? Hier bieten sich nach Ansicht von Prof. Andreas Metzner-Szigeth drei Anknüpfungspunkte: der Theorie- und Forschungsansatz der Organisationskultur aus dem HSE-Management, der integrative Nachhaltigkeits-Ansatz der Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, sowie die IWÖ/IFOKStudie, die sich mit den institutionellen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung auseinander setzt. Von dieser These ausgehend wurde im Folgenden in insgesamt zwölf Vorträgen von hochrangigen Vertretern unterschiedlichster Forschungsbereiche die Problemlage aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dabei wurden Grundprinzipien und Interventionsvorschläge dargelegt, wie sich Organisationen hin zu einem stärkeren nachhaltigen Handeln, (sozialen) Innovationen sowie neuen Kommunikationsformen und Managementsystemen entwickeln können.

20 jähriges Jubiläum des Ecologic Institute am 13.10.2015 in Berlin

Das Ecologic Institut feiert 20 Jahre erfolgreiche umweltpolitische Forschung und Politikberatung. Anlässlich seines 20. Jahrestages lädt es am 13. Oktober 2015, ab 18.00 Uhr zu einem feierlichen Abend ein in das silent green Kulturquartier (Gerichtstraße 35, 13347 Berlin).
Beitragende sind die Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (BMUB.), Prof. Klaus Töpfer (Institute for Advanced Sustainability Studies), Michael Mehling (Massachusetts Institute of Technology), Dr. Imme Scholz (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik), Sascha Müller-Kraenner (Deutsche Umwelthilfe) sowie das Team des Ecologic Instituts. Das Programm finden Sie hier.

„Lehrer/innen-Bildung fuer nachhaltige Entwicklung, Vernetzung Phase 1 & 2“ – Tagung am 08.10. an der PH Schwäbisch Gmünd

Das Hochschulnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ Baden-Württemberg lädt zu einer Tagung „Lehrer/innen-Bildung fuer nachhaltige Entwicklung, Vernetzung Phase 1 & 2“ am 08. Oktober 2015 an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd ein. Ziel der Tagung ist es, gemeinsam mit Vertreter/innen der Ministerien für Kultus, Jugend und Sport bzw. für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie mit Vertreter/innen der Hochschulen, der Staatlichen Seminare für Lehrer/innenbildung und der zivilgesellschaftlichen Organisationen die Möglichkeiten einer engen Verzahnung der Lehramtsausbildung vor dem Hintergrund einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) auszuloten und zu entwickeln.

Um Anmeldung wird gebeten bis: Freitag, den 02. Oktober 2015 an: bnenetz@ph-ludwigsburg.de

Angebot für Nachhaltigkeitsinitiativen & Hochschulgruppen

Im Projekt „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“ bietet netzwerk n wieder studentischen Nachhaltigkeitsititiativen kostenlose mehrmonatige Begleitung durch zwei sog. Wandercoaches an, um sich rund um das Thema nachhaltige Hochschule inhaltlich, methodisch und strategisch weiterbilden und coachen zu lassen. Bewerbungen sind noch bis zum 30. September 2015 möglich.
Alle Details zur Ausschreibung finden sich hier.

4. Leuphana Energieforum am 23. September 2015 in Lüneburg

Das Leuphana Energieforum ist eine eintägige Konferenzveranstaltung zur regionalen Energiewende. Sie wird von der Leuphana Universität Lüneburg zusammen mit ihren Kooperationspartnern organisiert und findet am 23. September 2015 zum vierten Mal auf dem Campus Scharnhorststraße statt. Unter dem Titel „Impulse für die Energiewende in Norddeutschland“ diskutieren Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft den aktuellen Stand der Energiewende mit Blick auf Herausforderungen in der Region und zeigen praxisnahe Lösungsansätze, wie sich beispielsweise Unternehmen und Kommunen am Systemumbau beteiligen können. Konkrete Themen des Energieforums 2015 sind u.a.: E-Mobilität, Speichertechnologien, Netzausbau und Wärmewende. Neben Fachvorträgen finden Podiumsdiskussionen, Workshops und eine thematische Campusführung statt. Zum Auftakt spricht Jens Kerstan, der Hamburger Senator für Umwelt und Energie. Kooperationspartner sind die Metropolregion Hamburg, die Clusteragentur Erneuerbare Energien Hamburg, die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und der Verbund für Nachhaltige Wissenschaft (NaWis).
Weitere Informationen und Anmeldungen unter: www.leuphana.de/energieforum

Drei Stellenangebote zur Umsetzung des Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung bei der Deutschen UNESCO-Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission setzt mit ihren Partnern im Rahmen einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mehrere anspruchsvolle Programmteile des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in Deutschland um. In diesem Zuge sind bei der Deutschen UNESCO Kommission in Bonn drei Stellen ausgeschrieben: ein/e Referent/in für das Webportal „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, ein/e Referent/in für die „Auszeichnungspraxis“ im Rahmen des Weltaktionsprogrammes und eine Teamassistenz der Geschäftsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Die Bewerbungsfrist für alle drei Stellen ist der 14. August.
Die detaillierten Ausschreibungen finden Sie hier.

Bürger Künste Wissenschaft – Citizen Science Tagung vom 21. bis 23.09. an der Universität Erfurt

Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaft – das ist das Thema einer Tagung vom 21. bis 23. September, die von MitarbeiterInnen der Universität Erfurt und des Kulturmanagement Network organisiert wird und von der Forschungsbibliothek Gotha, den Geschichtsmuseen der Stadt Erfurt, der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte sowie der Plattform „Bürger schaffen Wissen” unterstützt wird.
„Raus aus dem Elfenbeinturm, lautet ein häufig vernommener Ruf – auch an Forscher der „schönen Künste“. Ihre Ergebnisse sollen anwendbarer werden, ihre Arbeit transparenter, ihre Kommunikation offener. Aber wie? Citizen Science ist eine Möglichkeit, eng geknüpft an technische Trends wie Big Data oder gesellschaftliche die digitale, zunehmend dialogische Kommunikation – ein nie dagewesenes Potenzial, um Interessierte und Gleichgesinnte zu treffen, deren Wissen und Ideen der Forschung zugänglich zu machen. Der Weg aus dem Elfenbeinturm ist dabei zugleich jener Zugang hinein in die Welt universitärer oder etwa musealer Forschung, ohne dass diese marginalisiert würde. Doch ist Citizen Science beinahe eine Wissenschaft an sich, ein Bereich, der viele Herausforderungen und noch offene Fragen birgt: Was ist eigentlich das Wissen der Massen? Welche Gefahren und welche Potenziale gehen damit einher, etwa für die Zugänglichmachung von Wissen für Laien und für Wissenschaftler? Wie muss ein gutes Projekt aufgebaut sein? Wie lassen sich große Datenmengen sammeln, auswerten und aufbereiten? Wie kann man die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für ein solches wecken? Wie kann Citizen Science bei der Sensibilisierung auch für die Schwierigkeiten wissenschaftlicher Arbeit helfen? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der Tagung Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften.“ (Aus dem Programm zur Tagung)Die Konferenz wird aus zwei Teilen bestehen: einem Konferenzteil, bei dem die wissenschaftlichen Grundlagen vorgestellt werden, und einem Barcamp-Teil mit intensivem Austausch über die Anwendbarkeit für die verschiedenen Disziplinen und Bereiche.
Zum Programm der Tagung und zur Anmeldung gelangen Sie hier.

„Zivilgesellschaft beteiligen. Perspektiven einer integrativen Forschungs- und Innovationspolitik“ – Working Paper der Plattform Forschungswende veröffentlicht

Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende hat ein aktuelles Working Paper „Zivilgesellschaft beteiligen. Perspektiven einer integrativen Forschungs- und Innovationspolitik“ veröffentlcht. Es gibt einen Einblick in die Sicht zivilgesellschaftlicher Organisationen auf Forschung und Innovation. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse aus europäischen Forschungsprojekten zu Partizipation in Forschung und Innovation ergänzen die Darstellung.
Endliche Ressourcen und der drängende Zeithorizont für eine Trendwende in der Erderwärmung erfordern innovative Forschungsansätze ebenso wie eine Beschleunigung der Umsetzung von technologischen wie sozialen Innovationen. Dies kann nur mit mehr Partizipation aller gesellschaftlichen Kräfte gelingen. Diesen Prozess zu gestalten ist eine Herausforderung, die von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in neuen Netzwerken und auf unbekannten Pfaden gestaltet werden muss. Zivilgesellschaftliche Akteure sind hier wichtige Partner, die sich auf den (manchmal steinigen und unbequemen) Weg gemacht haben, um sich in die Diskussion über eine gemeinsame Zukunft einzubringen.

In dem Working Paper, das im Rahmen eines BMUB/UBA Verbändeförderprojektes erstellt wurde, stellen die Autorinnen lösungsorientierte Handlungsansätze dar, um Partizipation der zivilgesellschaftlichen Akteure wirkungsorientiert zu gestalten.

Das Working Papier kann hier heruntergeladen werden.

2 wissenschaftliche Stellenangebote an der FU Berlin für ein Monitoring über Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland

Ab diesem Herbst sind für die Tätigkeit beim Wissenschaftlichen Berater des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung am Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung der FU Berlin verschiedene Stellen zu besetzen. Das von der UNESCO verabschiedete Weltaktionsprogramm stellt den Rahmen für die internationalen Folgeaktivitäten der Ende 2014 ausgelaufenen UN-Dekade BNE dar. Die strategische Fokussierung sieht fünf Schwerpunktbereiche für Aktivitäten der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor:

  • Integration von BNE in die nationale und internationale Bildung- und Entwicklungspolitik
  • Förderung ganzheitlich-institutioneller BNE-Ansätze in Bildungseinrichtungen
  • Stärkung von „Change Agents“ (MultiplikatorInnen)
  • Jugend
  • lokale Bildungslandschaften (http://www.bne-portal.de/un-dekade/nach-der-dekade-bne-ab-2015)

Ziel der wissenschaftlichen Beratung am Institut Futur als Arbeitsstelle des wissenschaftlichen Beraters ist die Entwicklung und Durchführung eines Monitorings zur Beobachtung von Entwicklungsprozessen bei der Umsetzung des Weltaktionsprogramms (WAP) sowie der BNE-Implementierung in Deutschland und einer entsprechenden Berichterstattung gegenüber verschiedenen WAP-Gremien (Nationale Plattform, Fachforen, Partnernetzwerke etc.).

Die beiden Stellen haben jeweils einen Schwerpunkt auf qualitative oder quantitative Forschung in der Unterstützung des Monitorings und sind bis zum 31.08.2018 befristet. Bewerbungsschluss ist der 03.08.2015. Nähere Informationen finden Sie hier.

Post-Doc Stelle „Institutional dynamics in sustainability transformation“ an der Leuphana Universität Lüneburg ausgeschrieben

In dem Projekt Leverage Points for Sustainability Transformation der Leuphana Universität Lüneburg ist eine Post-Doc Stelle „Institutional dynamics in sustainability transformation“ ausgeschrieben. Das Projekt fokussiert auf Veränderungen in relativ unnachgiebigen, aber potentiell hoch einflussreichen Systemeigenschaften, die dazu beitragen können komplexe sozial-ökologische Systeme auf Nachhaltigkeitsziele auszurichten. Die drei Nachhaltigkeits-relevanten „Hebel“ sind (1) institutionelle Dynamiken (RESTRUCTURE), (2) Mensch-Umwelt Interaktionen (RECONNECT) und (3) eine Nachhaltigkeitsrelevante Wissensgenerierung (RETHINK). Das Projekt wird von der Volkswagen-Stiftung und dem Niedersächsischen MInisterium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderlinie Nachhaltige Wissenschaft finanziert.
Die Post-Doc Stelle soll voraussichtlich zum Oktober 2015 besetzt werden und ist auf 3,5 Jahre angelegt. Bewerbungsschluss ist der 27.08.2015
Die detaillierte Ausschreibung finden Sie hier.

Weitere Stellenangebote und Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Hochschulen und Nachhaltigkeit – Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten? Seminar für Studierende vom 04.09. bis 06.09. in Bonn

Der Verein zur Förderung politischen Handelns und rootAbility organisieren vom 04.09.2015 bis 06.09.2015 eine Wochenendakademie zum Thema „Hochschulen und Nachhaltigkeit – Vom Elfenbeinturm aus die Welt retten?“. Das Seminar richtet sich an junge Studierende, die sich für Nachhaltigkeit im Hochschulkontext interessieren, und mehr Wissen und Fähigkeiten erlernen möchten, wie sie Nachhaltigkeit an ihrer Hochschule voranbringen können.

Welche gesellschaftliche Verantwortung sollen Hochschulen tragen? Wie können sich Studierende an den Hochschulen für eine nachhaltige Gesellschaft einsetzen? Was gibt es für konkrete Aktivitäten die durchgeführt werden können? Welche Nachhaltigkeitsinitativen machen Studierende an anderen Hochschulen in Deutschland?

Die OrganisatorInnen möchten diese Fragen bearbeiten, indem sie die Situationen an den eigenen Hochschulen analysieren und gemeinsam mit den Teilnehmenden Zielvorstellungen entwickeln. Dazu gehört neben der Exploration bestehender Konzepte, zum Beispiel dem Green Office Modell, und Methoden zur nachhaltigen Gestaltung von (Fach-) Hochschulen auch die Entwicklung eigener Ideen, welche dann in der Realität erprobt werden können.

Das Programm zur Wochenendakademie kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden sich auch auf der Internetseite des v.f.h., hier.
Plätze sind auf 20 Teilnehmende begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt nur 60 Euro.

12. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit vom 14. bis 15. 09. 2015 in Bonn

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt zum 12. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit vom 14. bis 15. September 2015 in Bonn ein. Das neue Rahmenprogramm FONA3 wurde am 21.4.2015 von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, öffentlich vorgestellt. Mit drei Leitinitiativen zur Zukunftsstadt, Energiewende und Green Economy wird dort die erfolgreiche Förderung der Nachhaltigkeitsforschung verstärkt auf gesellschaftliche Relevanz und Wirksamkeit für die Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Leitinitiativen sind ein neues und zentrales Element in FONA3. Aber FONA3 zeichnet sich auch durch andere Neuheiten aus, die auf dem FONA-Forum vorgestellt und diskutiert werden: aktuelle Themen in der Vorsorgeforschung, die  erstmalige Koppelung von Forschung und Bildung zur Nachhaltigkeit in einem Programm, eine Strategie zur internationalen Kooperation und  den Prozess zur Nachhaltigkeit in der Wissenschaft.
Folgende Keynote-Redner haben bereits zugesagt:
  • Prof. Dr. Jörg Hacker, Leopoldina
  • Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Forschungszentrum Jülich
  • Prof. Dr. Robert Schlögl, Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft
  • Christian Ude, Oberbürgermeister München, a.D.

Wir laden ein zu einer lebhaften Debatte, die Perspektiven aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammenbringt.

Die Vernetzung unterschiedlicher Akteure ist ein zentrales Anliegen von FONA3. Direkt im Anschluss an das BMBF-Forum finden daher in Bonn vom 15.-16. September 2015 drei Statuskonferenzen zu Fördermaßnahmen des Rahmenprogramms FONA3 statt. Dort präsentieren und diskutieren die Forschungsgruppen ihre aktuellen Ergebnisse zu folgenden Themen:

  • r³ Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Strategische Metalle und Mineralien
  • Nachhaltiges Wirtschaften
  • Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems

Wissenschaftliche Praxis und (öko-)politischer Aktivismus -Call for Paper zur Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie am 22./23.10. an der Zeppelin Universität

Wie das Verhältnis von Wissenschaft und Sozialen Bewegungen zu denken sei, diese Frage hat innerhalb der Soziologie immer wieder zu kontroversen Debatten geführt. Insbesondere im Kontext von ökologischen Krisendiskursen und Kontroversen werden aktuell die Differenzen, Überlagerungen und Wechselwirkungen zwischen den beiden Sphären sichtbar und neu verhandelt. Aus diesem Grund widmet sich die 12. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) am 22. und 23.10.2015 an der Zeppelin Universität Friedrichshafen dem Thema Wissenschaftliche Praxis und (öko-)politischer Aktivismus. Neue Perspektiven für die Umweltsoziologie.

Auf der Tagung  sollen die vielfältigen Dynamiken und Interaktionen im Spannungsfeld von wissenschaftlicher Praxis und (öko-) politischem Aktivismus in den Blick genommen werden. Die Beiträge können sich dabei zum einen mit den Impulsen auseinandersetzen, die durch ökologische Bewegungen in die Sphäre der Wissenschaft getragen werden. Zum anderen können sich die Beiträge mit der Rolle von Wissenschaft innerhalb (öko-)politischer Bewegungen befassen. Für beide Perspektiven sollen insbesondere die Schnittstellen im Fokus stehen, an denen das Selbstverständnis beider Sphären verhandelt wird und sich inhaltliche, epistemologische und methodologische Ausrichtungen verändern.

Abstracts (300-500 Wörter) für Vorträge und Workshop-Ideen können bis zum 31.07.2015 per Mail geschickt werden an mirko.suhari@zu.de.

 

Umfrage: Beteiligung von Laien an Forschung – Welcher Mehrwert entsteht für die Bildung?

Citizen Science (‚Bürgerwissenschaft‘) ist auf dem Vormarsch: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an wissenschaftlicher Forschung und tragen so zu neuen Erkenntnissen bei. Welcher Gewinn ergibt sich in solchen Projekten für die Bildung? Wie können Bildungseinrichtungen im schulischen und außerschulischen Bereich Citizen Science nutzen? Und welche Rahmenbedingungen sind hierfür notwendig – vom Fortbildungsangebot bis zum Fördertopf?
Eine aktuelle Umfrage zu diesen Themen richtet sich an alle, die in den Bereichen Bildung, Citizen Science oder Wissenschaft arbeiten und sich dabei mit Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen – gleich ob mit oder ohne Erfahrung in Citizen Science.
Die Initiatorinnen und Initiatoren der Umfrage kommen aus Einrichtungen der Wissenschaft (UFZ / iDiv, BOKU), Bildung (ANU) und Kommunikation (GEWISS, science et cité) in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit den Ergebnissen der Umfrage möchten sie ein Signal in Richtung Forschungs- und Bildungsförderung setzen.

Zur Teilnahme an der Umfrage bis 05. August 2015  gelangen Sie hier.

„Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“ – BMBF gefördertes Projekt des studentischen netzwerk n geht weiter

Studierende und studentische Nachhaltigkeitsinitiativen können einen entscheidenden Beitrag zur Transformation der Hochschulen gemäß dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Sie setzen innovative Impulse, mobilisieren eine breite Hochschulöffentlichkeit und fordern notwendige Reformen ein. Bereits heute existieren Leuchttürme an studentischen Initiativen, die eindrucksvoll zeigen, welch herausragendes Potenzial im Engagement der Studierenden für den Veränderungsprozess der Hochschulen hin zu einer nachhaltigen Entwicklung liegt. Für die Zukunft muss es darum gehen, die Studierenden als junge ‚Change Maker‘ noch effektiver dabei zu unterstützen, ihre volle Wirkmächtigkeit zu entfalten. Mit dem Start des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Pilotprojekts Wandercoaching wurden hier von Mai 2014 bis Juni 2015 bereits erste Schritte eingeleitet.

Ziel des Folgeprojekts „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“ ist es, Studierende, studentische Nachhaltigkeitsinitiativen und weitere Akteur_innen in ihrem Engagement für Hochschulen in nachhaltiger Entwicklung bedarfsgerecht zu unterstützen und sowohl qualitativ als auch quantitativ weiter zu stärken. Damit möchte das Team des netzwerk n die Transformationsprozesse an den Hochschulen weiter forcieren. Das Projekt gliedert sich in zwei Teilprojekte: Teilprojekt I (Wandercoaching) besteht aus unterschiedlichen Formaten wie Workshops, Konferenzen zur Vernetzung und Konzeptwerkstätten, wodurch die Arbeit der einzelnen Gruppen konkret unterstützt werden soll. Im Teilprojekt II (plattform n) wird die bereits in der Beta-Phase befindliche interaktive Onlineplattform in die Breite getragen und studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen damit eine professionelle Arbeits- und Organisations- und Vernetzungsgrundlage zur Verfügung gestellt.

Mit der Umsetzung des Projektes wird bzw. werden:

1. eine ausgewählte Gruppe an jungen, engagierten Menschen zu Multiplikator_innen aus- und weitergebildet. Als Pioniere des Wandels geben sie wichtige Impulse an die studentischen Initiativen und weitere Akteur_innen weiter.
2. jährlich knapp 20 studentische Nachhaltigkeitsinitiativen an Hochschulen im deutschsprachigen Raum durch vielfältige und bedarfsgerechte Formate unterstützt, diese zu wirkungsvollen ‚Change Agents‘ empowert und dadurch Veränderungen an der Hochschulen angestoßen.
3. ein umfassendes Angebot zum Austausch und zur Vernetzung im physischen und virtuellen Raum mittels einer interaktiven Online-Kollaborations-, Präsentations- und Vernetzungsplattform (plattform n) und durch Vernetzungstreffen (u.a. konferenz n) geschaffen.
4. durch das Projekt selbst wie auch durch die studentischen Initiativen neue und innovative Wege beschritten, um Nachhaltigkeit an der jeweiligen Hochschule strukturell zu implementieren. Dabei kann für den Transformationsprozess des Wissenschaftssystems insgesamt viel gelernt werden.
5. durch Bereitstellung des strategiekoffer n ein zusätzlicher Mehrwert geschaffen und ein offener Wissenstransfer innerhalb der interessierten Gemeinschaft ermöglicht.
Das netzwerk n e.V. ist ein Zusammenschluss von aktiven und erfolgreichen studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen in Deutschland und bündelt vielfältige Erfahrungen in der Initiierung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen an deutschen Hochschulen. Das Wissen und die Erfahrung der im Netzwerk versammelten Mitglieder soll in diesem Projekt gezielt für die Beratung lokaler Nachhaltigkeitsgruppen nutzbar gemacht werden. Das Projekt startet am 1. Juli 2015 und ist für zwei Jahre bewilligt. Weitere Informationen unter http://plattform.netzwerk-n.org.

Responsible Research and Innovation als Beteiligung auf Augenhöhe – Bericht zum Workshop der Plattform Forschungswende

Rund 40 TeilnehmerInnen kamen am 23.06.2015 in die Bundesgeschäftstelle des NABU zu der Veranstaltung „Welche Werte zählen in der europäischen Forschungspolitik? Responsible Research and Innovation – Verantwortungsvolle Forschung und Innovation in der nationalen Förderpolitik“. Eingeladen hatte die zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende mit dem Ziel gemeinsam mit VertreterInnen aus Wissenschaftseinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Projektträgern und dem BMBF zu diskutieren, wie Konzepte von Public Engagement und Responsible Research and Innovation im europäischen und nationalen Forschungskontext verstanden und umgesetzt werden. Die Frage nach einer Mitbestimmung von BürgerInnen und zivilgesellschaftlichen Organisationen ist dabei von einem hohen öffentlichen Interesse, was nicht zuletzt aktuelle Medienberichte zeigen.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Eick von Ruschkowski, Fachbereichsleiter NABU Bundesverband, stellte Norbert Steinhaus vom Wissenschaftsladen Bonn in einem ersten kurzen Impulsvortrag zentrale Ideen des Konzeptes „Responsible Research and Innovation“ (RRI) vor. Er rekurrierte dabei auf eine Beschreibung von RRI als eine „Vision, wissenschaftliche und Innovationsbemühungen hin zu sozialverträglichen Ergebnissen zu lenken und dabei gesellschaftliche Wertvorstellungen, Bedürfnisse und Erwartungen mit einzubeziehen.” Anschließend gab er einen kurzen Überblick über das Projekt RRI-Tools, in dem konkrete Instrumente zur stärkeren Ausrichtung von Forschung und Innovation auf gesellschaftlich relevante Forschungsergebnisse und -prozesse zusammengetragen werden. Diese sind auf verschiedenen Ebenen gelagert (vgl. Abb.1):

Steinhaus

 

 

Abb. 1) Prozess- und Ergebnisanforderungen im Rahmen des Projektes RRI-Tools (Steinhaus 2015)

Neben der Diskussion verschiedener politischer Bestrebungen zur Stärkung von RRI stellte Norbert Steinhaus auch konkrete Instrumente vor, mit denen RRI gefördert wird, z.B. der „European Foundations Award for Responsible Research and Innovation“. Nicht zuletzt beschrieb er den Diffussionprozess von RRI in Europa, der durch das Projekt-Konsortium aktuell intensiv unterstützt wird, etwa durch die Begleitung von HUBs in allen europäischen Ländern (für Deutschland der Wissenschaftsladen Bonn) und der Aufbau einer Community of Practice von RRI, die wiederum mit den konkreten Empfehlungen aus dem Projektkontext unterstützt werden soll.

Campus und Community – Zertifikatskurs Intersektorales Management

Die Akademie des Netzwerks „Bildung durch Verantwortung“ und die Agentur Mehrwert bieten gemeinsam einen Zertifikatskurs „Campus und Community“ an. Der Kurs richtet sich an GestalterInnen aus Hochschule und Zivilgesellschaft, die Prozesse und Kooperationen zur Gesellschaftsorientierung von Wissenschaft an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft managen.
„Intersektorale Kooperationen sind anspruchsvoll und scheitern oft an ungeklärten Erwartungen und unterschiedlichen „Sprachen“. Genau für diese Herausforderung wurde der Zertifikatskurs Campus und Community – CuC entwickelt. Für Gestalterinnen und Gestalter aus Hochschule und Zivilgesellschaft. Das Besondere ist die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmenden und der Referenten. CuC arbeitet mit innovativen Methoden wie Design Thinking, Muster impliziten Wissens und leitet permanent zu einem Perspektivenwechsel an. Im Zentrum von CuC steht ein eigenes Projekt, das zertifiziert wird.“ (Ausschreibung Zertifikatskurs)
Die 4 Module des Kurses sind über ein Jahr angelegt und starten im September 2015. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. Nähere Informationen zum Kurs erhalten Sie hier.

Hochschulnetzwerk Nachhaltigkeitsberichterstattung gegründet

Nachhaltigkeitsberichte werden vermehrt von Universitäten genutzt, um sowohl über ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung als auch über die eigene nachhaltige Hochschulentwicklung zu berichten sowie um langfristig ihr institutionelles Nachhaltigkeitsprofil zu schärfen. Sie sind ein geeignetes Mittel, die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zu kommunizieren und darzulegen, wie den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung begegnet wird. National wie international zeichnet sich ein Trend ab, der Hochschulen dazu veranlasst, über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zu berichten und ihr Angebot bekannt zu machen. In Deutschland sind nunmehr ca. 26 Nachhaltigkeitsberichte von Hochschulen publiziert worden, Tendenz steigend. Diese Nachhaltigkeitsberichte unterscheiden sich hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualität, der Struktur und der berichteten Themen. Vor diesem Hintergrund haben sich Akteure der TU Kaiserslautern, der Universität Oldenburg, der Universität Hamburg, der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule Kiel zusammengetan und ein Netzwerk zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an deutschen Hochschulen gegründet. Das Netzwerk soll den Erfahrungsaustausch stärken, gemeinsame Interessen vertreten sowie den positiven Trend an Hochschulen weiter ausbauen und letztlich die Berichterstattung weiter professionalisieren.

Die Gründungsmitglieder sind nun auf der Suche nach weiteren InteressentInnen, Mitgliedern und/oder UnterstützerInnen, um den Netzwerkaufbau voranzubringen. Weitere Informationen zu bisher veröffentlichten Hochschul-Nachhaltigkeitsberichten, zum Hintergrund, den Zielen und nächsten Schritten des Netzwerks finden Sie auf der neuen Website.

Begleitforschung der geförderten Reallabore in Baden-Württemberg

Die Reallabor-Forschung in Baden-Württemberg gewinnt zunehmend an Fahrt. Zum 01.01.2015 nahmen an sieben baden-württembergischen Hochschulen Reallabore zur Transformation von Städten, Regionen oder Sektoren ihre Arbeit auf, finanziert durch Mittel des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Anwendungsbereiche und Zielsetzungen der Reallabore sind divers: Sie wollen beispielsweise Produktionsketten in der Textilindustrie transparenter gestalten und damit Impulse zur Veränderung des Konsums geben oder Visionen einer nachhaltigen Mobilität in Städten gemeinsam mit Beteiligten vor Ort entwickeln.

Auf einer Auftaktveranstaltung „BaWü-Labs Go“ am 30.04.15 in Stuttgart präsentierten die Reallabore erstmals ihre Vorhaben einer breiteren Öffentlichkeit. Bereits auf dieser Veranstaltung zeigte sich eine breite Beteiligung wissenschaftsexterner ProjektpartnerInnen – ihre Einbindung ist ein Ziel der Reallabor-Forschung.

Wie setzen die Reallabore dieses und ihre weiteren Ziele um? Was können sie voneinander oder von ähnlichen Forschungsvorhaben lernen?
Und welche Erkenntnisse hinsichtlich des methodischen Vorgehens oder der konkreten Projektumsetzung sind für andere Forschungssettings interessant?
Diesen Fragen widmet sich die Begleitforschung, die die Reallabore über die Projektlaufzeit bis Ende 2017 unterstützen wird.
Die Begleitforschung besteht aus zwei Teilprojekten. Die beiden Projektteams wirken – in engem Austausch mit den Reallaboren – auf zwei miteinander verschränkte Zielsetzungen hin:

(1) Begleitende Unterstützung und Vernetzung der Reallabore mit Blick auf die Prozessgestaltung, die Erarbeitung übergreifender Ergebnisse sowie die nationale und internationale Vernetzung der Reallabore.
(2) Gewinnen von Einsichten über die Prozesse in den Reallaboren, vor allem hinsichtlich Methoden, Qualitätsmerkmalen und transdisziplinärer Wissensintegration.

Das Team „Forschung in Reallaboren begleiten, systematisieren und transferieren (ForReal)“ (Kooperation aus Leuphana Universität Lüneburg / Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt / Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie) möchte:

  • die BaWü-Labs durch Bereitstellung strukturierter und praxisorientierter Grundlagen zur „Reallaborforschung“, gezielte Inputs und interner/externer Vernetzung unterstützen,
  • die eingesetzten Methoden in den Reallaboren zur Verwirklichung der konzeptionellen Reallabor-Ideen ermitteln, beschreiben und strukturieren,
  • übergreifende Qualitätsmerkmale von Reallaboren als Trans- formationsvorhaben identifizieren,
  • zur Übertragbarkeit von Prozessen und Ergebnissen sowie in der nationalen und internationalen Vernetzung zum Austausch von Good Practices beitragen.

Das Team „Reallabore vernetzen, verstehen und verstetigen“ (Universität Basel) möchte

  • inter- und transdisziplinäre Prozesse in den BaWü-Labs unterstützen,
  • dazu beitragen, dass das übergreifende Erfahrungswissen der BaWü-Labs zu verallgemeinerbaren Aussagen führt, sowie
  • einen moderierten Rahmen bieten für Austausch, gemeinsames Lernen, Vergemeinschaftung und Generalisierung der Erfahrungen und Einsichten.

Bearbeitet werden dabei von dem Projektteam in Basel Themen, die alle BaWü-Labs interessieren können:

  • Verstetigung: Kontextspezifische Stärkung der einzelnen BaWü-Labs
  • Methodologie: Hinweise zur Gestaltung der Prozesse in Reallaboren
  • Förderung: Wissenschaftspolitische Empfehlungen für Reallabore
  • Epistemologie: Erkenntnisse zu „Co-Design“ und „Co-Production“ von Wissen
  • Bildung: Stärkung BaWü-Labs als Lernorte einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Beide Teams der Begleitforschung bauen auf einem reichhaltigen Erfahrungsschatz über Forschungs- und Vernetzungsprozesse in transdisziplinären Projekten mit Beteiligung wissenschaftsexterner Akteure auf.

Über die Arbeit der Reallabore und deren Begleitforschung wird in Zukunft auf den Seiten des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums sowie auf dem Blog Transformative Wissenschaften (Reallabore) berichtet.

Treffen des bayerischen Netzwerks „Hochschule und Nachhaltigkeit“ am 16.07. in Bamberg

Die Hochschulrektorenkonferenz und die Deutsche UNESCO-Kommission haben 2010 die gemeinsame Erklärung „Hochschulen für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet, die auf die besondere Verantwortung und Vorbildfunktion der Hochschulen verweist, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Gesellschaft zu verankern. Die Hochschulen selbst können das Leitbild in Forschung, Lehre und Campusmanagement implementieren. Im Juni 2012 erfolgte mit dem „Commitment to Sustainable Practices of Higher Education Institutions“ ein erneuter, internationaler Aufruf an die Hochschulen, dem einige deutsche Hochschulen bereits gefolgt sind. Bayerische Hochschulen werden jedoch als Akteure für eine nachhaltige Entwicklung, trotz einzelner Aktionen, national und international bisher zu wenig wahrgenommen.

 Vor diesem Hintergrund initiierten Prof. Dr. Ingrid Hemmer (Katholische Universität Eichstätt- Ingolstadt) und Lara Lütke-Spatz (damals Hochschule München) im Jahr 2012 das Netzwerk Hochschule & Nachhaltigkeit Bayern. Die Initiatorinnen veranstalten einmal pro Semester ein Netzwerktreffen. Das kommende Netzwerktreffen wird unter dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit im Dialog – Lessons to be learned“ am 16.07.2015 an der Universität Bamberg statt finden.

Transformative Wissenschaft: Uwe Schneidewind antwortet in GAIA auf die Kritik von DFG-Praesident Peter Strohschneider

Im Herbst 2014 hat Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in einem Aufsatz „Zur Politik der Transformativen Wissenschaft“ eine Frontalkritik am Konzept der „Transformativen Wissenschaft“ geübt. Sein Vorwurf: Transformative Wissenschaft sei durch die „Entgrenzung“ der Sphären von Wissenschaft und Politik ein Programm der De-Politisierung und der Preisgabe wissenschaftlicher Wahrheitssuche. Im Forum der Zeitschrift GAIA 1/2015 hatte Armin Grunwald darauf geantwortet. In der gerade erschienen Ausgabe 2/2015 von GAIA reagiert Uwe Schneidewind auf die Kritik von Peter Strohschneider.
In seinem Aufsatz macht er deutlich, dass das Konzept der „Transformativen Wissenschaft“ keine Gefahr, sondern geradezu eine Belebung für gute Wissenschaft und lebendige Demokratie in einer modernen Wissensgesellschaft sein. Unter Bezug auf das im April 2015 vom Wissenschaftsrat veröffentlichte Positionspapier „Zum wissenschaftspolitischen Diskurs über Große gesellschaftliche Herausforderungen“ konkretisiere sich hier eine auch vom Wissenschaftsrat eingeforderte „dritte Mission“ von Wissenschaft. Für die weitere Diskussion sei es unerlässlich die sich daraus ergebenden Implikationen differenziert nach unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern zu diskutieren.
Der Aufsatz von Uwe Schneidewind kann hier heruntergeladen werden.

2016 GAIA Masters Student Paper Award: Aufruf zum Einreichen von Beiträgen

Die Zeitschrift GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society und die LeuphanaUniversität Lüneburg laden Master-Studierende ein sich an dem 2016 GAIA Masters Student Paper Award zu beteiligen. Studierende können hier Ergbenisse von Forschungsbasierten Seminaren oder ihren Master-Arbeiten in dem Feld transdisziplinärer Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften veröffentlichen. Die eingereichten Beiträge werden von einem internationalen Expertengremium begutachtet und der beste Artikel wird in einer GAIA Ausgabe veröffentlicht. Außerdem erhalten die GewinnerInnen ein Preisgeld in Höhe von 1500€ (gesponsort von der Selbach Umwelt Stiftung), sowie ein Jahresabonnement (inkl. Open Access Zugang) der GAIA.
Die genaue Ausschreibung des GAIA Masters Student Paper Awards finden Sie hier. Deadline zum Einreichen von Beiträgen ist der 2. November 2015.

„Viele Stimmen, kein Kanon. Konzept und Kommunikation der Third Mission von Hochschulen“ – Forschungsbericht des Instituts für Hochschulforschung

Das Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg hat jünst einen Arbeitsbericht zur Berichterstattung über die Third Mission an Hochschulen veröffentlicht. Der Bericht von Justus Henke, Peer Pasternack und Sarah Schmid ist Teil eines BMBF-geförderten Forschungsprojektes „BeMission –- Die Third Mission in der Leistungsbewertung von Hochschulen“. Er liefert neben konzeptionellen und analytischen Perspektiven zur Idee der Third Mission vor allem eine Bestandsaufnahme, inwiefern bestehende Berichtsaktivitäten und öffentliche Darstellungen der Hochschulen die Third Mission bereits mit einbeziehen, welche Berichtsformate inhaltlich welche Third-Mission-Aktivitäten abdecken und welche Rückschlüsse auf mögliche Indikatoren zum gesellschaftlichen Engagement von Hochschulen gezogen werden können.
Der komplette Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Partizipation in der Forschungs- und Innovationsfförderung – Dossier im Geschäftsbericht des Projektträgers Jülich

Der neu veröffentlichte Geschäftsbericht des Projektträgers Jülich (PtJ) behandelt das Thema der zivilgesellschaftlichen Partizipation in der Forschungs- und Innovationsförderung im Rahmen eines eigenen Dossiers. Da es seitens der Auftraggeber eine zunehmende Nachfrage nach Forschung zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen gibt und die zivilgesellschaftliche Partizipation in der Wissenschaft auch im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung verankert ist, sieht der Projektträger Jülich das „Thema Partizipation als strategische Chance. Für unsere Auftraggeber schaffen wir ein strukturiertes Angebot, das die Zivilgesellschaft entlang des gesamten Prozesses der Forschungs- und Innovationsförderung mit ins Boot holt.“ (Geschäftsbericht 2015, S. 5).
In verschiedenen Artikeln des Geschäftsberichtes wird auf einige grundlegende Fragestellungen zu Partizipation in der Wissenschaft eingegangen (Interview mit Markus Weißkopf, Wissenschaft im Dialog, S. 25), sowie die Partizipations-Konzepte des Projektträgers vorgestellt, u.a. im Agendaprozess zum BMBF-Rahmenprogramm FONA3 (S. 26ff.) oder der Kommunalrichtlinie zum Klimaschutz des BMUB (S. 30ff.). Der Geschäftsbericht kann hier heruntergeladen werden.

Veranstaltungsbericht Buchvorstellung „Freie Bürger – Freie Forschung – Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm“ von und mit Peter Finke u.a.

Am 08.06. fand im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator die öffentliche Buchvorstellung des neuen Citizen Science Bands von Peter Finke „Freie Bürger-Freie Forschung – Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm“ (erschienen am 04.06. im oekom Verlag) statt. Veranstalter waren die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.), das Wuppertal Institut, der BUND, der NABU, die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende, der oekom Verlag und das Netzwerk Wachstumswende. Rund 70 BesucherInnen aus Wissenschaft, Medien, Politik und Zivilgesellschaft nahmen an der Buchvorstellung teil und repräsentierten damit den Facettenreichtum der Bürgerwissenschaft, die sich auch in dem Sammelband entfaltet.

Nach einer Eröffnung durch Uwe Schneidewind gab Peter Finke Einblicke in die rund 30 Kapitel des Buches und liess die sieben anwesenden Ko-AutorInnen ihre jeweiligen Beiträge vorstellen. Die einzelnen Artikel reichen von einer Darstellung der Citizen Science in einzelnen Bereichen (z.B. dem Artenschutz oder der Oral History) über wissenschaftstheoretische Perspektiven zur Legitimation der Bürgerwissenschaft als wichtiges Element gelebter Demokratie bis hin zu biographischen Erzählungen über die Auseinandersetzung mit dem „Mainstream der Wissenschaft“. In der sich anschließenden Diskussion zeigten sich vor allem auch die Kontroversen, die mit dem Leitbild der Bürgerwissenschaft verknüpft sind. Kritisiert wurde u.a. eine unscharfe Trennlinie zwischen Bürgerwissenschaft und konventioneller Wissenschaft, da diese eine Grenze zwischen beiden Wissenschaftsformen ziehe anstatt Brücken zu bauen. Weiterhin wurde angemerkt, dass klassische Citizen-Science Projekte in spezifischen Disziplinen sehr viel stärker verbreitet sind als in anderen und die Frage gestellt inwieweit Citizen Science ein Programm für alle Disziplinen sein kann. Eine weitere Ausdifferenzierung nach Disziplin-spezifischen Fragestellungen, die auch gemeinsam mit oder selbstorganisiert durch BürgerInnen bearbeitet werden können, scheint hier in Zukunft nötig. Nicht zuletzt thematisierten die Redner aus dem Publikum, dass ein politisches und gesellschaftliches Programm zur weiteren Diffusion einer besonders kritischen und starken Bürgerwissenschaft weitgehend aussteht und die bisherigen Initiativen (beispielsweise die Plattform „Bürger schaffen Wissen“) zu stark den Modus einer einseitigen Kommunikation aus der Wissenschaft in die Gesellschaft darstellten. Der eigentlich emanzipative Charakter einer nicht institutionell angebundenen und durch engagierte Laien vorangetriebenen Forschungspraxis steht erst am Anfang.

8 Doktorandenstellen im Projekt „Leverage Points for Sustainability Transformation“ an der Leuphana Universität ausgeschrieben

In dem Projekt „Leverage Points for Sustainability Transformation“ der Fakultät Nachhaltigkeitswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg sind aktuell 8 Promotionsstellen ausgeschrieben. Das Projekt fokussiert auf Veränderungen in relativ unnachgiebigen, aber potentiell hoch einflussreichen Systemeigenschaften, die dazu beitragen können komplexe sozial-ökologische Systeme auf Nachhaltigkeitsziele auszurichten. Die drei Nachhaltigkeits-relevanten „Hebel“ sind (1) institutionelle Dynamiken (RESTRUCTURE), (2) Mensch-Umwelt Interaktionen (RECONNECT) und (3) eine Nachhaltigkeitsrelevante Wissensgenerierung (RETHINK). Das Projekt wird von der Volkswagen-Stiftung und dem Niedersächsischen MInisterium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der Förderlinie Nachhaltige Wissenschaft finanziert. Die detaillierte Ausschreibung der einzelnen Promotionsstellen finden Sie hier.

Bewerbungsschluss ist der 30.06.2015

Veranstaltungsbericht «BaWü-Labs Go» am 30.04.2015 in Stuttgart

von Mandy Singer-Brodowski (Begleitforschungs-Team „ForReal“ – „Forschung in Reallaboren begleiten, systematisieren und transferieren“

Mit rund 250 BesucherInnen aus Wissenschaft und Praxis war die Auftaktveranstaltung für die baden-württembergischen Reallabore «BaWü-Labs Go!» am 30.04.2015 in der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste ein gelungener und gut besuchter Auftakt.

 

Frau Petra von Olschowski, Rektorin der Akademie der bildenden Künste (ABK), eröffnete die Veranstaltung, in dem sie die verschiedenen Studiengänge der ABK (Architektur, Industrie-Design, Kommunikations-Design etc.) und ihren jeweiligen Bezug zum Thema Nachhaltigkeit darstellte. Sie zeigte anhand der eigenen Hochschule auf, wie die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Reallaboren sowohl nach innen (mehr Lehrveranstaltungen) als auch nach außen (Wirkung der Hochschule in die Stadt) aktuell eine intensive Dynamik entfaltet.

Reallabore als Ort des gemeinsamen Lernens

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer stellte anschließend dar, warum und wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Konzept der Reallabore in die eigene Förderung aufgenommen hat. Ihre Ausführungen begann sie mit einer Beschreibung von Reallaboren. Diese sind aus ihrer Sicht notwendig, weil 1. die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen einen umfassenden Veränderungsprozess unserer Gesellschaften in nur kurzer Zeit erforderten, 2. Wissenschaft in der Kooperation mit gesellschaftlichen Akteuren auch neue Wege gehen soll und 3. damit gesellschaftliche Akteure eingeladen werden, in konkreten Forschungs- und forschungsgestützten Veränderungsprozessen zu partizipieren. Etablierte Formen der Grundlagenforschung werden durch eine Forschung in Reallaboren nicht etwa verdrängt, sondern weiterhin notwendig seien. Theresia Bauer wies auf das aktuelle Positionspapier des Wissenschaftsrates zu den Großen gesellschaftlichen Herausforderungen hin, das am 24.04.2015 in Stuttgart veröffentlicht wurde und das Grundlagenforschung und Innovationsförderung als zwei wesentliche wissenschaftspolitische Zielvorstellungen darstellt, die durch eine Forschung zu den Großen gesellschaftlichen Herausforderungen ergänzt werden. Dazu sollte in Forschungs- und Innovationsprozessen vermehrt mit Akteuren ausserhalb der Wissenschaft zusammengearbeitet werden. Als positive Beispiele solcher Kooperationen nennt der Wissenschaftsrat die Reallabore in Baden-Württemberg.

3 BaWü-Labs Stuttgart_DSC06854 Vortragssaal in der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart

Theresia Bauer machte in ihrem Vortrag weiterhin deutlich, dass die Beteiligung von gesellschaftlichen Akteuren in transdisziplinären Forschungsprozessen von allen Akteuren ein gemeinsames Lernen erfordert, in dessen Rahmen die bisherigen Rollen nicht aufgelöst, sondern aufeinander bezogen werden. Dies kennzeichnet auch das Konzept des Reallabors, in dem durch eine enge Kooperation der Forschenden mit Beteiligten aus Verbänden, Kommunen oder Unternehmen gesellschaftliche Lern- und Veränderungsprozesse vorangetrieben und so wissenschaftliches Wissen und ausserwissenschaftliches Wissen integriert wird.

„Exzellenz für Alle? Buergerwissenschaft, Hochschulen und Wissenschaftslaeden – Ein Blick nach vorne!“ Konferenz am 06./07.11 in Oldenburg

Der Science Shop Vechta/Cloppenburg der Universität Vechta veranstaltet vom 06. bis 07. November 2015, gemeinsam mit sieben anderen deutschsprachigen Wissenschaftsläden und den Transferstellen der Jade Hochschule und der Hochschule Emden/Leer, eine Konferenz mit dem Titel „Exzellenz für Alle!? Bürgerwissenschaft, Hochschulen und Wissenschaftsläden – ein Blick nach vorne!“.

Angesichts der Herausforderungen wie Ressourcenverknappung, Urbanisierung, klimatischem und demografischem Wandel, die eine stärkere Mitwirkung zivilgesellschaftlicher AkteurInnen und Institutionen an wissenschaftlichen Prozessen erfordern, drängen sich folgende Fragen auf: Wie kann exzellente Wissenschaft aussehen, um nachhaltige Gesellschaftsentwürfe zu realisieren? Wie öffnen sich Hochschulen für Fragestellungen aus der Gesellschaft und deren Beteiligung am gesamten Forschungsprozess? Wie lassen sich Transparenz, Chancengleichheit und Demokratie bei der Teilhabe von BürgerInnen und NGOs in der Forschungspolitik umsetzen? Wie können bottom-up Initiativen – von FabLabs bis Gemeinschaftsgärten – besser Gehör finden?

Die Veranstalter möchten zum Dialog zwischen AkteurInnen aus Zivilgesellschaft, Hochschulen, Wissenschaftsläden und Forschungspolitik anregen. Auf der Konferenz werden Akteurinnen und Akteure aus zivilgesellschaftlichen Einrichtungen, Wissenschaftsläden und Hochschulen miteinander ins Gespräch kommen, die für verantwortungsvolle Forschung stehen. Ziel ist es, partizipative Projekte und Modelle zu diskutieren und neue Projekteideen zu entwickeln. Veranstaltungsort ist die Jade Hochschule in Oldenburg.

Themenblöcke:

Thema 1: Bürgerbeteiligung in Forschung und Innovation: Methodische Fragestellungen

Thema 2: Partizipation in der Forschungspolitik: Gleiche Chancen und Transparenz

Thema 3: Selber machen und gemeinschaftlich gestalten

Thema 4: Was ist soziale und ökologische Exzellenz für Alle?
Alexander Gerber, Professor für Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Rhein-Waal, liefert Input zum Themea „Bürgerbeteiligung in Forschung und Innovation“. Für den Themenblock „Selber machen und gemeinschaftlich gestalten“ konnten wir den Journalisten und Autor Nils Boeing die Einstimmung in das Thema gewinnen. Christa Müller geschäftsführende Gesellschafterin der anstiftung gibt einen ersten Impuls zum Thema „Was ist soziale und ökologische Exzellenz für Alle?“.

Die Anmeldung zur Konferenz ist ab sofort möglich. Noch bis zum 17. September 2015 können Sie sich zu den Frühbucher-Konditionen hier anmelden. Das ausführliche Programm finden Sie unter www.wissnet.de/programm.


Eröffnung des „Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ des Reallabor 131 in der Karlsruher Oststadt am 13.06.

Am 13. Juni wird der „Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ des Reallabor 131 in der Karlsruher Oststadt feierlich eröffnet. Auf Basis des „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ und als Bestandteil des „Reallabor 131 – KIT findet Stadt“ wird der Zukunftsraum künftig vielen Interessierten als Treffpunkt zum Austausch und als gemeinsamer Arbeitsort für WissenschaftlerInnen und Akteure in der Oststadt zur Verfügung stehen. Neben der Bereitstellung von Beratungsangeboten zu Mobilitäts- und Energiefragen wird hier ein Raum für Ideen und Umsetzungen einer nachhaltigen Entwicklung der Oststadt (und darüber hinaus) entstehen. Die Eröffnung und Etablierung des Zukunftsraums wird in Politik, Wissenschaft und Stadtgesellschaft weithin und prominent wahrgenommen. Das verdeutlicht die Teilnahme von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, KIT-Bereichsleiter Karl-Friedrich Ziegahn und Oberbürgermeister Frank Mentrup, die dem offiziellen Teil der Eröffnung beiwohnen werden.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig, für Getränke und einen kleinen Snack ist gesorgt.

Call for Papers für die Herbsttagung des Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung in Frankfurt am Main

Am 25./26. November 2015 findet unter dem Motto „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ die Herbsttagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung statt, die sich mit der Initierung von Service Learning befasst. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fordern Hochschulen und Zivilgesellschaft zu einer aktiven und intersektoralen Zusammenarbeit heraus. Service Learning, Community Based Research und ähnliche Formate stellen mögliche Instrumente dar, diese Zusammenarbeit beidseitig lösungsorientiert und nutzbringend zu gestalten. Bei der diesjährigen Herbsttagung des Hochschulnetzwerks soll der Fokus auf die Frage gelegt werden, wie Partnerschaften zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft erfolgreich initiiert werden, damit diese dauerhaft und für beide Seiten gewinnbringend verlaufen.

„Transdisciplinary Research at the Science | Society Interface“ – Summerschool an der Leuphana Universität Lüneburg vom 31.08. bis 08.09.2015

Die Leuphana Universität Lüneburg bietet zum vierten Mal eine Summer School zu transdisziplinärer Forschung an, die sich an Wissenschaftler_innen und und Vertreter_innen aus Praxisfeldern richtet und auf das Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und ausserwissenschaftlichen Bereichen ausgerichtet ist. Die Td Summer School 2015 besteht aus einem 5-tägigen Td Training Module (31.08. bis 04.09.), in dem theoretische und methodologische Grundlagen transdisziplinärer Forschung vermittelt werden und an der Entwicklung transdisziplinärer Forschungsdesigns gearbeitet wird. Im Anschluss findet ein 2-tägiges Special Training Module (06.09. bis 08.09.) statt, das in diesem Jahr mit der Arizona State University, USA, angeboten wird und sich mit Szenariotechniken für die transdisziplinäre Forschung beschäftigt. Ein besonderes Anliegen der Td Summer School ist die Orientierung an Themen der Teilnehmer_innen, die ihre disziplinäre oder interdisziplinäre Forschung transdisziplinär ausrichten möchten oder aus Praxisfeldern heraus an transdisziplinärer Forschung mitwirken möchten.

Die Td Summer School richtet sich an Forscher_innen und Praktiker_innen aller Disziplinen und Gesellschaftsbereiche sowie an Absolvent_innen mit Forschungserfahrung. Die Td Summer School wird auf Englisch abgehalten. Der Bewerbungsschluss ist der 14.06.2015

Weitere Informationen finden Sie unter www.leuphana.de/td-training 
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Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

„Welche Werte zaehlen in der europaeischen Forschungspolitik?“ – Veranstaltung zu Responsible Research and Innovation am 23. Juni in Berlin

Responsible Research & Innovation (RRI) ist ein Querschnittsthema im „Horizont 2020“ Rahmenprogramm der Europäischen Kommission und bietet hier einen integrativen Ansatz für Forschung und Innovation (F&I), um sicherzustellen, dass gesellschaftliche Akteure während des gesamten Forschungs- und Innovationsprozesses zusammenarbeiten. Ziel ist sowohl den Prozess als auch die Ergebnisse von Forschung und Innovation mit den Wertvorstellungen, den Bedürfnissen und Erwartungen der europäischen Zivilgesellschaft in Einklang zu bringen. Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende und der Wissenschaftsladen Bonn laden ein über die Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure in den europäischen Forschungsförderprogrammen zu diskutieren. Welche Herausforderungen und wessen Bedürfnisse stehen im Zentrum? Wie kann „Responsible Research and Innovation“ konkret aussehen? Was kann man aus Horizon 2020 und RRI für die deutsche Forschungspolitik ableiten?

Die Veranstaltung findet am 23. Juni im NABU Bundesverband, Charitestraße 3, 10117 Berlin von 10.00 – 16.00 Uhr statt.Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

FW RRI Einladung

Weiter Veranstaltungen finden Sie hier.

„Wieviel und welche Innovationen braucht das Land?“ – Diskussionsbeitrag von Prof. Dr. Hartmut Kopf zum Forschungsgipfel „Perspektiven für Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation“

HKmitBrille_klein Prof. Dr. Hartmut Kopf
Leiter des Centers for Transformation in Society am gleichnamigen Institute for Transformation in Business and Society (INIT) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Wiesbaden und Honorarprofessor am Institut für Soziale Innovation (ISI) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Kritische Würdigung und konstruktives Weiterdenken des Forschungsgipfels 2015
„Perspektiven für Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation“
am 20.05. in Berlin

Der Anspruch der Veranstalter war hoch, er kam einer Aufforderung gleich: „Denn jetzt ist es an der Zeit, unserem Forschungssystem mit prägnanten Ideen und mutigen Initiativen neue Zukunftsperspektiven im weltweiten Wettbewerb zu eröffnen.“ So die Veranstalter Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem gemeinsamen Vorwort in der Tagungsbroschüre verheißungsvoll.

400 persönlich eingeladene Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten am 20. Mai 2015 im Allianzforum in Berlin erstmalig gemeinsam die zentrale Frage, wie alle vier Bereiche Sektor-übergreifend wirtschaftlichen Erfolg, Wohlstand und gesellschaftliches Wohlergehen nachhaltig in und für Deutschland sichern können. Vom begrüßenden Andreas Barner (CEO Boehringer Ingelheim) als Präsident des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft über Staatssekretär Helge Braun in Vertretung der kurzfristig verhinderten Bundeskanzlerin bis zum Schlussimpuls von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka waren sich alle einig: Hierzu bedarf es neben technischen Innovationen auch und gerade sozialer Innovationen. Dies wurde von allen Diskutierenden auf dem Podium des „Inner Circle“ auch explizit immer wieder genannt. Martin Stratmann, Präsident der Max-Plank-Gesellschaft, formulierte noch weiter gehend: Für ihn braucht es im Forschungs- und Transferumfeld der Universitäten wieder den Typus „Campus als Lebensraum“, in dem fach- und sektorübergreifend gedacht und geforscht, aber eben auch gelebt wird – zum Wohle der besseren, weil ganzheitlicheren und gesellschaftsrelevanteren Ergebnisse („Cambridge-Modell“).

In dieser zwar wohlklingenden Einmütigkeit zum erstmalig in der Neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung vom September 2014 formulierten „erweiterten Innovationsbegriff, der nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen umfasst“ und die Gesellschaft „als zentralen Akteur“ miteinbezieht (ebd. S.4)  hat es mich zum einen sehr gefreut, aus der sympathisch-kritischen Distanz des „Extended Circle“ der 380 Zuhörenden insbesondere die auf dem Podium sitzenden Experten für soziale und nachhaltige Innovationen Helmut Anheier und Uwe Schneidewind doch immer wieder sehr dezidiert und engagiert die besondere Bedeutung von Sozialen Innovationen im Sinne neuer Praktiken zur Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungen einfordern zu hören: Uwe Schneidewind war es, der mehrfach explizit gesellschaftlich offene Räume für Open Social Innovation gerade außerhalb des formalen und manchmal auch nicht ganz barrierefreien Raumes von Hochschulen und den stark technologisch fokussierten Transferzentren forderte.

Kick-Off Veranstaltung des EnSign Reallabors am 12.06. in Stuttgart

Das EnSign RealLabor erhält als eines von sieben BaWü-Labs die Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg für die Erarbeitung von Antworten auf transdisziplinäre Forschungsfragen rund um das Thema „Nachhaltige Konzepte für einen klimaneutralen Innenstadt-Campus“. Unter dem Motto: „HFT Stuttgart als Nachbar der Region“ soll ein intensiver Austausch mit internen und externen, lokalen und regionalen Partnern entstehen und darauf aufbauend weitere Kooperationsprojekte initiiert werden. Ziel dabei ist, gemeinsam unterschiedlichste Konzepte, Szenarien und Lösungen zu erarbeiten, die eine möglichst hohe Übertragbarkeit auf weitere Liegenschaften aufweisen.
Am 12.06.2015 von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr soll das Reallabor in der Aula der HFT Stuttgart (Schellingsstrasse 24, Bau 1) offiziell eröffnet werden. Eine Anmeldung kann unter diesem Link vorgenommen werden. Um Anmeldung bis zum 08.06.2015 wird gebeten.
Das Programm zur Eröffnungsveranstaltung finden Sie hier:

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Buchneuerscheinung und öffentliche Diskussion: Freie Bürger, freie Forschung. Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm

Mit seinem neuen Buch „Freie Bürger, freie Forschung – Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm“ (Erscheinungstermin 04.06.15, oekom Verlag) gibt Peter Finke, führender Citizen Science-Experte in Deutschland der Debatte um die Bürgerwissenschaft neuen Aufschwung. Die Stimmen, die der Herausgeber in seinem neuen Buch versammelt hat, zeigen exemplarisch, worum es der Bürgerwissenschaft geht: „Es geht um (…) eine Forschungswende und eine zumindest partielle Befreiung der Wissenschaft aus dem Elfenbeinturm. Namhafte Autoren, darunter Joachim Radkau, Uwe Schneidewind, Angelika Zahrnt, Hubert Weiger, Peter Berthold oder Josef Reichholf, plädieren in diesem Buch dafür, die Wissenschaft nicht den Berufswissenschaftlern allein zu überlassen, sondern sie aus der Mitte der Gesellschaft heraus aktiv zu verändern. In einem demokratischen Staat ist dies Bürgerrecht und Bürgerpflicht zugleich. Das Buch ergänzt und erweitert das Grundlagenwerk „Citizen Science: Das unterschätzte Wissen der Laien“, welches von Prof. Finke 2014 im oekom verlag veröffentlicht wurde und große Medienresonanz erfuhr.“ (Ankündigung oekom Verlag)

Die erste Buchvorstellung findet am 8. Juni 2015 um 18 Uhr bis 20Uhr im Projektzentrum Berlin der Stiftung Mercator, Neue Promenade 6, 10178 Berlin statt. Neben Prof. Finke werden vorraussichtlich folgende ExpertInnen diskutieren.

Dr. Steffi Ober (u.a. Plattform Forschungswende)
Prof. Dr. Uwe Schneidewind (u.a. VDW/Wuppertal Institut)
Boris Woynowski (u.a. Netzwerk Wachstumswende)
Mario Parade (u.a. Wissenschaftsladen Potsdam)

Manfred Ronzheimer (Wirtschaftsjournalist)

Veranstalter ist die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie BUND, NABU, der Plattform Forschungswende und dem Netzwerk Wachstumswende.

185 Jahre Hochschule Eberswalde – Festveranstaltung mit Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanke am 07. Mai

Der Start des Hochschulbetriebs in Eberswalde jährt sich in diesem Jahr zum 185. Mal. Zur öffentlichen Jubiläumsfeier am 7. Mai wird die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka im Rahmen der Vorlesungsreihe „Sustainability Lecture“ einen Vortrag halten. Mit dem Festakt soll die eindrucksvolle Entwicklung der Hochschule gewürdigt werden. Unter den über 600 geladenen Gästen werden zahlreiche Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erwartet. Nach den Grußworten der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Frau Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, wird Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, einen Vortrag im Rahmen der 7. Sustainabilty Lecture halten. Abschließend wird Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde, die Festveranstaltung schließen.
Zur Pressemitteilung der Hochschule gelangen Sie hier.

Über die HNE Eberswalde
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mit über 2.000 Studierenden gehört in Lehre und Forschung zu den leistungsstärksten Hochschulen Deutschlands. Die 17 innovativen Studiengänge in den Fachbereichen für Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holzingenieurwesen sowie Nachhaltige Wirtschaft besitzen ein sehr eigenständiges, dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtetes Profil. Die HNE Eberswalde wurde 2009 vom Internetportal Utopia zur grünsten Hochschule Deutschlands erkoren und 2010 mit dem europäischen EMAS-Award für ihr vorbildliches Umweltmanagement ausgezeichnet. Seit 2014 ist sie durch eigene Forschungsleistungen, ein besonderem Engagement der Hochschulangehörigen und ehemaliger Studierender als erste Hochschule klimaneutral.

Von der nachhaltigen zur transformativen Hochschule : Perspektiven einer „True University Sustainability“ – Beitrag von Uwe Schneidewind

Die Perspektive einer nachhaltigen Hochschule konzentriert sich häufig auf die ökologische und soziale Qualität des Betriebs der Einrichtung sowie die in Forschung und Lehre behandelten Inhalte. Doch bei der Idee einer nachhaltigen Hochschule geht es um mehr. Sie stellt die Frage nach dem Verhältnis von Hochschule und Gesellschaft neu. Wie geht eine Hochschule mit zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen um? Wie interagiert sie mit den gesellschaftlichen Akteuren in ihrem Umfeld? In welcher Form bringt sie sich in nachhaltigkeits-orientierte Transformationsprozesse ein? Diese Dimensionen spielen bisher in der Diskussion um die nachhaltige Hochschule eine untergeordnete Rolle. Der Beitrag von Uwe Schneidewind zeigt auf, was unter einer „True University Sustainability“ zu verstehen ist wo sich erste Ansätze in deutschen Hochschulen finden lassen.

Der Beitrag ist erschienen in der Zeitschrift Umweltwirtschaftsforum (Jg. 22, Nr. 4, S. 221-225) und kann ab sofort hier heruntergeladen werden.

Wichtiger Sprung nach vorne – eine erste Bewertung des vom Wissenschaftsrat beschlossenen Positionspapieres „Zum wissenschaftspolitischen Diskurs über Große Gesellschaftliche Herausforderungen“

Nach zweijähriger Vorbereitung durch eine Arbeitsgruppe und über einjähriger Beratung im Rat selber hat der Wissenschaftsrat am 25.04.2015 das Positionspapier „zum wissenschaftspolitischen Diskurs über Große Gesellschaftliche Herausforderungen“ beschlossen. Der Aufwand hat sich gelohnt. Entstanden ist ein Papier, das die Debatte über die Rolle Großer gesellschaftlicher Herausforderungen für das Wissenschaftssystem nach vorne bringt. Jetzt sind Wissenschaft, Politik und Gesellschaft aufgefordert den Ball aufzunehmen.

Differenzierte Einordnung der Debatte über große gesellschaftliche Herausforderungen in der Wissenschaftspolitik

Die Diskussion über die Bedeutung „Großer gesellschaftlicher Herausforderungen“ ist in den letzten Jahren teilweise zu einem Kampffeld geworden, in dem sich grundsätzliche wissenschaftstheoretische, methodische, allgemein- und institutionen-politische Positionen miteinander vermischten. Die große Leistung des vorliegenden Positionspapieres ist die Abgrenzung und Einordnung dieser Dimensionen in der Debatte über die „Großen gesellschaftlichen Herausforderungen“. Das Positionspapier leistet das in mehrfacher Hinsicht:

(1) Es liefert eine umfassende historische Einordnung der Diskussion (S. 7 ff.) – beginnend mit dem Klimadiskurs seit Ende der 80er-Jahre, der Debatte über Modus-2-Forschung und Transdisziplinarität in den 90er-Jahren sowie den richtungsweisenden Arbeiten der ERA-Expertengruppe auf Europäischer Ebene im Jahr 2008, die die Grundlagen für das an „Grand Challenges“ orientierte EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ schuf.

(2) Vor dem Hintergrund dieses historischen Abrisses nähert sich das Positionspapier dem unscharf verwendeten Begriff der „Großen Herausforderungen“ durch die Herausarbeitung zentraler Charakteristika (S. 15 f.): Jenseits geläufiger Aufzählungen einzelner Herausforderungen sind es insbesondere formale (hohe Komplexität, Vernetztheit, Zielpluralität, Unschärfe) und inhaltliche Kriterien (globale und transnationale Verortung, soziale Innovationen neben Produkt- und Prozessinnovationen, umfassender Begriff des Gemeinwohls, gleichzeitiges Gefordertsein von Natur-, Ingenieurs-, Lebens- und Sozial- und Kultur- incl. der normativen Wissenschaften), über die sich „Große gesellschaftliche Herausforderungen“ kennzeichnen lassen. Der Wissenschaftsrat verzichtet im Positionspapier bewusst auf eine explizite Definition. Er fordert vielmehr dazu auf, „die wissenschaftspolitische und alltagssprachliche Begriffsverwendung kritisch zu hinterfragen“ und  „einen nachvollziehbaren Umgang mit dem Begriff (…) zu entwickeln“ (S. 17).

(3) Damit löst er ein, was in der Position vorher überzeugend herausgearbeitet wurde: Große gesellschaftliche Herausforderungen zeichnen sich aus durch „wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Lösungsversuchen und Problemdefinitionen sowie (dem) Einfluss (streitiger und sich ändernder) normativer Wertungen auf das Verständnis und Lösung dieser Probleme.“ (S. 16). Große gesellschaftliche Herausforderungen sind Moving Targets, mit denen nur durch „Vielfalt und Selbstkorrekturfähigkeit des Wissenschaftssystems“ (S. 25 f.) adäquat umgegangen werden kann.

Mitsprache in der Wissenschaft – Neues Heft der Deutschen Universitätszeitung

Die neue Ausgabe der duz (Deutsche Universitätszeitung) hat ihren Schwerpunkt in der Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft und greift damit die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankerte Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in der Wissenschaftslandschaft auf. In verschiedenen Beiträgen werden aktuelle Beteiligungsbewegungen und -prozesse an Wissensproduktionsprozessen oder der Forschungspolitik thematisiert. In dem Leitartikel analysiert Gudrun Sonnenberg unterschiedliche Beteiligungsformate – von der Wissenschaftskommunikation über Reallabore bis hin zur Citizen Science. Der Artikel von Dr. Steffi Ober, Koordinatorin der Plattform Forschungswende, diskutiert Richtlinien für eine echte Partizipation zivilgesellschaftlicher Verbände an der Forschungs- und Innovationspolitik.

Die gesamte Ausgabe der duz kann hier eingesehen und bestellt werden.

„Der Nachholbedarf ist enorm“

Steffi Ober von der Plattform Forschungswende fordert Richtlinien für echte Partizipation.

Sichere Forschung

Über Grenzen von Forschung spricht Bärbel Friedrich, Vize-Präsidentin der Leopoldina.

– See more at: http://www.duz.de/duz-magazin/2015/05#sthash.P2CslzG0.dpuf

Innovative Lehrmethoden im Kontext der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen – Netzwerktreffen des BNE-Hochschulnetzwerks Baden-Württemberg

Am 13.05.2015 wird am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das nächste Netzwerktreffen des BNE- Hochschulnetzwerks Baden-Württemberg statt finden. Leitthema der Veranstaltung sind innovative Lehrmethoden im Kontext der Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE). Nach Vorträgen durch Dr. Oliver Parodi und Richard Beecroft (beide KIT) und Prof. Dr. Marco Rieckmann (Universität Vechta) am Vormittag können sich die TeilnehmerInnen nachmittags in Workshops zusammenfinden. Eine inhaltliche Beschreibung der Workshops kann dem Tagungsprogramm entnommen werden.

 

Reallabore als Katalysator für eine lernende Gesellschaft auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Entwicklung

Was sind die Schlüsselelemente einer nachhaltigen Entwicklung? Uwe Schneidewind und Mandy Singer-Brodowski setzen sich in ihrem Artikel „Vom experimentellen Lernen zum transformativen Experimentieren – Reallabore als Katalysator für eine lernende Gesellschaft auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Entwicklung“ mit der Frage auseinander, wie der Wissenstransfer von Nachhaltigkeitsthemen gelingen und zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen beitragen kann und welche Rolle dabei Reallabore spielen.
Der Beitrag knüpft an die Inhalte der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an und schlüsselt auf, wie sich Lernende über die Durchführung eigener Projekte, die real existierende Probleme thematisieren (real-world-problems), Kompetenzen im Sinne einer reflektierten Lebensweise aneignen können. Dabei steht die Reflexion des eigenen Denkens und Handels im Sinne eines emanzipatorischen Ansatzes im Vordergrund. Lernende sollen mittels der Projektarbeit selbständig auf Probleme aufmerksam werden und Lösungen für diese entwickeln als auch kooperatives Handeln erlernen. Schneidewind und Singer stellen die Vorteile des Erfahrungslernens (experiential learning) in Nachhaltigkeitsprojekten dar und erklären wie diese Form des Lernens einen gesellschaftlichen Wandel fördern und somit zur großen Transformation beitragen kann. Sie zeigen die Notwendigkeit von Realexperimenten bzw. von Reallabors für die transdisziplinäre Forschung und Bildung auf und benennen die methodischen und normativen Herausforderungen ihrer Umsetzung.
Der Beitrag ist in der Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu 1/2015) erschienen und steht mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlags nun hier als Download zur Verfügung.

„Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?“ Workshop am 11.05.2015 in Düsseldorf

Die Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende veranstaltet in Kooperation mit dem NABU-NRW und der Verbraucherzentrale NRW einen Workshop „Forschungspolitik – ein lohnendes Thema für zivilgesellschaftliche Organisationen?“. Ziel der Veranstaltung ist es das Verständnis für Forschung und Innovation in zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken und Ansätze für eine Beteiligung und Vernetzung zu entwickeln. Im Rahmen der Veranstaltung soll gemeinsam mit den Gästen diskutiert werden, wie zivilgesellschaftliche Organisationen in Forschungspolitik und Forschungsstrategien erfolgreich beteiligt werden können. Als Rednerin ist auch die nordrhein-westfälische Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze, eingeladen.
Der Workshop findet am Montag, den 11. Mai 2015, von 10:00 – 17:00 Uhr im NABU Nordrhein-Westfalen (Völklinger Straße 7-9) in Düsseldorf statt.

Bis zum 5. Mai 2015 können Sie sich kostenlos unter info@nabu-nrw.de anmelden. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Plätze begrenzt ist.

Koalitionsvertrag Hamburg greift „Nachhaltige Wissenschaft“ auf

SPD und Grüne Hamburg haben am 08.04. ihren Koalitionsvertrag „Zusammen schaffen wir das moderne Hamburg“ vorgestellt. Auch das Thema „Nachhaltige Wissenschaft“ wird darin aufgegriffen: „Dass Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung eine größere Rolle spielen soll, wird von uns positiv begleitet. Wir unterstützen eine Wissenschaftskultur, die über die Grenzen der Fachdisziplin hinweg auch die großen Zukunftsprobleme im Austausch mit der Gesellschaft bearbeitet (transdisziplinäre Forschung). Zur wissenschaftlichen Anregung und Begleitung von Transformationsprozessen sollen durch die Wissenschaftseinrichtungen geeignete Formate identifiziert und geprüft werden und zum Einsatz kommen.“ (S. 50)

Die grüne Landeschefin Katharina Fegebank, die von 2007 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium der Leuphana Universität Lüneburg war, soll in Zukunft die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung führen.

 

„Sustainability – Higher Education’s New Fundamentalism“ – Kritischer Bericht der US-amerikanischen National Association of Scholars

Im März 2015 hat die National Association of Scholars einen kritischen Bericht über die Nachhaltigkeitsbewegung im US-amerikanischen Hochschulsektor veröffentlicht. Der Report versucht eine erste kritische Analyse der Nachhaltigkeitsinitiativen an US-amerikanischen Hochschulen und ihren „ideologischen, ökonomischen und praktischen Effekten“ zu liefern.
Vor dem Hintergrund des – vor allem unter den US-amerikanischen Studierenden – steigenden Zuspruchs zu einer Nachhaltigkeitsausrichtung der eigenen Hochschulen wollen die Autoren des Berichtes,  Peter Wood und Rachelle Peterson, diese Bewegung umfassend in Frage stellen: „“Sustainability” is a key idea on college campuses in the United States and the rest of the Western world. To many, sustainability is just a new name for environmentalism. But the word has come to mean something much larger: an ideology that demands new limits on economic, political, and intellectual freedom as the price that must be paid to ensure the welfare of future generations“ (Executive Summary, S. 11). Die Autoren kritisieren u.a. die 685 Hochschulen, die das American College and University President’s Climate Commitment unterzeichnet haben. Der Bericht hat in der US-amerikanischen Szene eine kontroverse Debatte entfacht.
Er kann hier heruntergeladen werden.

Programm zum Workshop „Nachhaltigkeitswissenschaften und die Suche nach neuen Wissensregimen“ veröffentlicht

Die Nachwuchsgruppe EnergyCultures veranstaltet in Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für Nachhaltigkeitsforschung | ECS am 29. und 30. April an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen einen Workshop zum Thema „Nachhaltigkeitswissenschaften und die Suche nach neuen Wissensregimen“. 

Der Workshop untersucht die Entwicklungslinien, Bedingungen und Anforderungen an eine entstehende transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung. Das Programm des Workshops steht nun fest und kann hier heruntergeladen werden.
Programm_Auftakt_ENCULT_2015

Bei organisatorischen Fragen zum Workshop kann Janet Gauss kontaktiert werden: janet.gauss(at)zu.de.

„Transformative Wissenschaft – eine neue Ordnung im Wissenschaftsbetrieb?“ – Armin Grunwald antwortet auf Peter Strohschneiders Kritik an der „Transformativen Wissenschaft“

In der aktuellen GAIA verteidigt Prof. Dr. Armin Grunwald die Idee der Transformativen Wissenschaft. Er bezieht sich dabei auf einen Artikel des DFG-Präsidenten, Prof. Dr. Peter Strohschneider, der sowohl den Ansätzen der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung als auch der Transformativen Wissenschaft vorwirft, durch eine zu starke Lösungsorientierung und Entgrenzung die Idee eines unabhängigen wissenschaftlichen Erkenntnisinteresses zu gefährden. Armin Grunwald greift die zentralen Kritikpunkte Strohschneiders auf und zeigt am Beispiel der aktuellen internationalen und nationalen Praxis der Nachhaltigkeitsforschung, dass es in diesen Ansätzen nicht um ein gegenseitiges Ausspielen sondern um eine Balance zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und praktischer Relevanz geht. Weiterhin zieht Grunwald eine Analogie zur historischen Entwicklung der Technikwissenschaften, die sich am Beginn ihrer wissenschaftlichen Etablierung ähnlichen Vorwürfen des Solutionismus und der Wertgebundenheit von Forschung ausgesetzt sah. Ihre erfolgreiche Verankerung im Kanon der Disziplinen zeigt nach Grunwald, dass sie nicht – wie zunächst befürchtet – die wissenschaftlichen Qualitätskriterien abgeschafft hat, sondern zu einer inhaltlichen und methodischen Erweiterung der Wissenschaftslandschaft beigetragen hat.

Fuer eine erweiterte Governance von Wissenschaft – Ein wissenschaftspolitischer Rueckblick auf das Jahr 2014 von Uwe Schneidewind

Auf den NaWis-Seiten der aktuellen GAIA gibt Prof. Dr. Uwe Schneidewind einen wissenschaftspolitischen Rückblick auf das Jahr 2014, zeichnet aktuelle Entwicklungen in den Bundesländern NRW, Baden Württemberg und Niedersachsen sowie auf Bundesebene nach. Schwerpunkt des Beitrages sind die aktuellen wissenschaftspolitischen Konfliktlinien im Kontext einer „Nachhaltigen Wissenschaft“. Diese beziehen sich insbesondere auf die „Governance“ von Wissenschaft und Gesellschaft.  Auf drei Governance-Ebenen verlaufen dabei die Konflikte: 1. der Ebene der Governance „in“ der Wissenschaft, also diejenigen institutionellen Strukturen, die eine nachhaltigkeitsorientierte Wissenschaft langfristig im Wissenschaftssystem verankern, 2. der Governance „von“ Wissenschaft durch neue gesellschaftliche Kräfte, die die gesellschaftlichen Einfluss- Möglichkeiten auf die Wissenschaft umfasst und 3. der Ko-Governance von Gesellschaft „durch“ Wissenschaft als das weitreichendste Form des Zusammenspiels von Wissenschaft und Gesellschaft. In allen drei Governance-Bereichen haben sich im Jahr 2014 erhebliche Kontroversen ergeben.
Der Beitrag ist in GAIA 24/1 (2015) erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

„Transforming Higher Education for Sustainable Development“ – Policy Brief zum Beitrag der Wissenschaft zu den SDGs

2015 veröffentlicht die UN ihren ersten Global Sustainable Development Report (GSDR). Darin wird eine erste Bilanz zu den Themen der im selben Jahr zu beschließenden Sustainable Development Goals (SDGs) gezogen. Im Vorfeld des GSDR wurden über das online Portal der UN zu den SDGs einige Beiträge zur Rolle der Wissenschaft im Rahmen der SDGs gesammelt. Diese Beiträge stehen nun auf der UN Sustainable Development Knowledge Plattform zur Einsicht und Diskussion.
Clemens Mader (Leuphana Universität Lüneburg, Universität Zürich) und Christian Rammel, (Wirtschaftsuniversität Wien) haben einen Policy Brief zu „Transforming Higher Education for Sustainable Development“ beigetragen. Dieser GSDR-Brief verdeutlicht die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Hochschulsystems und der Institutionen für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei wird auf eine globale Hochschulstudie Bezug genommen, welche sie in Kooperation mit der International Association of Universities und dem Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft durchgeführt haben.
Download und Kommentare zum GSDR-Brief sind noch bis zum 31. März auf dieser Webseite möglich.

Universität Kassel veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht

Die Universität Kassel, Mitglied der NaWis-Runde, hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) übergeben. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht unterstreicht die Universität Kassel erneut ihr Ziel eine nachhaltige Hochschule zu werden und eine langfristig tragfähige, gleichzeitige und gleichberechtigte Entwicklung in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu unterstützen. Der Bericht geht auf eine Zielvereinbarung vom 15. Juni 2011 zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Universität Kassel für den Zeitraum 2011 bis 2015 zurück, in der sowohl die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, der Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements als auch die Etablierung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung angestrebt wird. „Die Universität hat ihre letzte Entwicklungsperiode dazu genutzt, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen und eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zu etablieren. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist ein Instrument, sich dem Ziel der Nachhaltigkeit über die zahlreichen bereits begonnenen Maßnahmen der letzten Jahre hinaus anzunähern.“ (Nachhaltigkeitsbericht Universität Kassel 2015, S. 91)

Mit dem Bericht wurde eine erste Eröffnungsbilanz zur Nachhaltigkeit in den verschiedenen Bereichen der Universität Kassel vorgelegt, auf der in den kommenden Berichten aufgebaut werden soll. Der ganze Bericht kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

„Ohne Forschung können wir die großen gesellschaftlichen Herausforderungen nicht lösen“ – Diskussionsbeitrag von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze

Auf dem Portal der NRW-Landesregierung stellt sich die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze der Diskussion zum Thema Verantwortung der Wissenschaft. In ihrem Diskussionsbeitrag fordert sie insbesondere eine stärkere Beteiligung der Zivilgesellschaft ein: „Und ich wünsche mir selbstbewusste Vereine und Verbände, Interessensgruppen und Initiativen, die ihre Fragen laut stellen und den Dialog mit der Wissenschaft dazu einfordern.“ Unter https://land.nrw/de/blogbeitrag/ohne-forschung-koennen-wir-die-grossen-gesellschaftlichen-herausforderungen-nicht-loesen können Sie zum Thema mitdiskutieren.

Forschung für Nachhaltigkeit: 8 Millionen Euro für die nachhaltige Entwicklung von Städten in Baden-Württemberg

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fordert Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen des Landes zur Teilnahme an der Ausschreibung „Reallabor Stadt“ auf. Mit dieser zweiten Ausschreibungsrunde im Rahmen der Strategie „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ werden Projekte gefördert, die in Zusammenarbeit mit Kommunen gesellschaftliche Herausforderungen des urbanen Raumes wissenschaftlich bearbeiten und die Stadtentwicklung aktiv vorantreiben.
„Viele gesellschaftliche Herausforderungen zeigen sich besonders deutlich in unseren Städten. Dazu gehören Einwanderung, neue Formen von Wohnen und Mobilität, Digitalisierung, die Alterung unserer Gesellschaft“, so Wissenschaftsministerin Bauer. Zugleich werde in Städten an Lösungen für diese Probleme gearbeitet: „Städte sind Labore der Zukunft, weil hier Wissenschaft, Kommunen, die Wirtschaft und Bürger gemeinsam Lösungsansätze entwickeln können“. Diese Form der Zusammenarbeit soll die ausgeschriebene neue Förderlinie des Wissenschaftsministeriums stärken. Dafür stehen insgesamt 8 Mio. Euro zur Verfügung, die nach Begutachtung durch ExpertInnen im November 2015 vergeben werden. Die Frist zum Einreichen von Anträgen ist der 26.06.2015. Die vollständige Ausschreibung finden Sie unter diesem Link.

„Viel Einfluss, wenig Vielfalt? Die Rolle der Wirtschaftswissenschaften in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ – NRW-Fortschrittslecture Wirtschaftswissenschaften am 22. April in Berlin

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze lädt zu einer Veranstaltung ein, die den aktuellen Diskurs um den Status und die Zukunft der Wirtschaftswissenschaften aufgreift: die NRW-Fortschrittslecture „Viel Einfluss, wenig Vielfalt? Die Rolle der Wirtschaftswissenschaften in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft“ am 22. April 2015, ab 19 Uhr, in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin.

Sind die Forderungen nach mehr Methoden- und Theorienvielfalt sowie eine stärkere interdisziplinäre Herangehensweise gerechtfertigt? Brauchen wir in den Wirtschaftswissenschaften neue Ansätze und Perspektiven, um den (ökonomischen) Herausforderungen unserer Zeit angemessen zu begegnen? Diese und weitere Fragen diskutieren u.a. Till van Treeck (Professor für Sozialökonomie von der Universität Duisburg-Essen) Ulrike Herrmann (Wirtschaftskorrespondentin der taz) und Lino Zeddies (Studierender der Wirtschaftswissenschaften von der Freien Universität Berlin). Moderiert wird die Veranstaltung von Harald Schumann, Wirtschaftsredakteur beim Tagesspiegel.

Eine Anmeldemöglichkeit zur Veranstaltung finden Sie hier.

„Forschungswende: Wissen schaffen für die Große Transformation“ – Schwerpunktheft der Zeitschrift politische ökologie

Der aktuelle Band der Zeitschrift politische ökologie beschreibt, wie sich Forschungsinhalte und Hochschulsystem ändern müssen, damit die Wissenschaft ihrer Verantwortung für die Gesellschaft gerecht werden kann. Die Autor(inn)en der Zeitschrift  fordern eine Wissenschaft, die disziplinäre Grenzen überwindet, lebensnahe Schwerpunkte in Forschung und Lehre setzt und mit Politik und Zivilgesellschaft an einem Strang zieht. Und sie beleuchten Nischen, in denen das heute schon passiert.

Das Heft wurde in Kooperation mit der Kommission Wissenschaftspolitik im Wissenschaftlichen Beirat des BUND herausgegeben und nimmt vor allem die zivilgesellschaftliche Beteiligung an Forschung und Lehre in den Blick. In dem Eingangsbeitrag „Verantwortung für die Gesellschaft – Wissenschaft in der Großen Transformation“ erläutert Uwe Schneidewind warum die Wissenschaft wieder stärker ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden muss und wo es Vorreiter einer Transformativen Wissenschaft gibt. Der Artikel „Forschung, bitte wenden! – Wissenschaftspolitik für nachhaltige Entwicklung“ von Wilfried Kühling, Rudi Kurz und Hubert Weiger begründet, dass vor allem die Partizipation zivilgesellschaftlicher Verbände im Wissenschaftssystem dessen Transparenz und Effektivität entscheidend erhöhen kann. Doch auch Studierende sind wichtige Impulsgeber für eine Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung: Das zeigt Michael Wihlenda in seinem Beitrag Curriculum Change now! – Studentische Initiativen als Treiber der Transformation“. Die zunehmende Vernetzung von Studierenden, zivilgesellschaftlichen Akteuren und WissenschaftlerInnen führt in der Kombination mit aktuellen Steuerungsanreizen der Politik für eine Nachhaltigkeitsorientierte Forschung zu einer neuen Governance der Wissenschaft – das begründet nicht zuletzt Mandy Singer-Brodowski in ihrem Beitrag „Die Governance einer Wissenschaft für die Gesellschaft“.

Das Heft der politischen ökologie (Band 140) „Forschungswende: Wissen schaffen für die Große Transformation“ ist im oekom Verlag erschienen. Sein Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

Internationales Symposium „Klima – Wandel im Gipfeljahr 2015“ am 18.03. in Hamburg

Anlässlich seines 75. Geburtstags am 18. März 2015 würdigt die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) und mit weiteren Unterstützern die wissenschaftliche Tätigkeit sowie das politische und zivilgesellschaftliche Engagement Hartmut Graßls mit einem internationalen Symposium zu den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels im Gipfeljahr 2015.

Prof. Dr. Hartmut Graßl steht mit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit und seinem politischen Engagement beispielhaft für die notwendigen Schritte in Richtung Klimaschutz. Seit nun vier Jahrzehnten begleitet er aktiv die nationale und internationale Forschung ebenso wie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Fragen des Klimawandels. Mit kritischem Blick auf das eigene Handeln als Wissenschaftler und die Entwicklungen des Wissenschaftssystems war und ist Hartmut Graßl stets offen für ein neues Denken und für neue Lösungsansätze im Zusammenspiel mit Akteuren jenseits der Forschung.

Im Mittelpunkt des internationalen Symposiums steht die Ausgestaltung klimarelevanter Prozesse wissenschaftlicher Forschung, politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Transformation, die in ihrem Zusammenwirken über unsere Zukunft und jene des Planeten entscheiden. Hierbei sollen wissenschaftliche Herausforderungen des Klimawandels benannt und Möglichkeiten aufgezeigt werden, die sich aus dem Zusammenwirken der jeweiligen Zugänge in Forschung, Politik und Zivilgesellschaft ergeben können. Zusammen mit Rednern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft wird aufgezeigt, in welche Richtung zukünftige Anstrengungen gehen sollten und welche Ansätze sich besonders zielführend für die Lösung drängender Probleme der Klimaerwärmung erweisen.

Das Programm zum Symposium erhalten Sie hier:
Flyer_Graßl75_Klima-Wandel_18März_Hamburg

„Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft“ Tagung des Hochschulnetzwerks Bildung durch Verantwortung am 23./24. April in Berlin

Das „Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung“ ist ein seit 2009 bestehender Zusammenschluss von mittlerweile über 30 Hochschulen, die das zivilgesellschaftliche Engagement von Studierenden, Lehrenden und anderen Hochschulangehörigen stärken möchten. Ziel ist es, die Qualität der akademischen Lehre sowie des wechselseitigen Wissenstransfers zwischen Hochschule und Gesellschaft zu verbessern und damit einen spezifischen Beitrag zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinander zu leisten. Im Frühjahr 2015 wird sich das Netzwerk als eingetragener Verein institutionalisieren. Gerahmt wird die Gründungsfeier von einer Fachtagung zum Thema „Lehre. Forschung. Gesellschaft. Neue Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft“ am 23./24. April 2015 in Berlin. Mit ihr soll auf Bundesebene der Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft angeregt werden. Welche Erwartungen haben beide aneinander? Wie wollen sie Kooperationen aufbauen? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?

Der erste Tag der Tagung reflektiert diese Fragen auf (hochschul-)politischer Ebene. Am zweiten Tag werden die Ergebnisse des von fünf Hochschulen durchgeführten Verbundprojekts „Potenzialförderung für Lernen durch Engagement und gesellschaftliche Verantwortung an Hochschulen“ vorgestellt, das seit 2012 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde.

Die Tagung richtet sich an Hochschulleitungen und -mitarbeitende sowie an Vertreter_innen und Interessierte politischer und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie will Impulse geben zum aktiven Austausch zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft und die Zusammenarbeit zu konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen im Hinblick auf Bildung, Politik, Wirtschaft, Sozialem, Kultur und Umwelt anregen. Eine ausführliche Einladung zur Tagung können Sie hier herunterladen.

Treffen der AG Hochschule und Nachhaltigkeit am 19.03. in Hamburg

Das Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit der Universität Hamburg lädt zu dem nächsten Treffen der AG Hochschule und Nachhaltigkeit am 19.3.2015 (11-16 Uhr) ein. Im Mittelpunkt soll das Thema Nachhaltigkeitskodex für Hochschulen stehen. Dieses Werkzeug zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde vom Rat für Nachhaltigkeit für Unternehmen entwickelt und es soll im Rahmen des Treffens diskutiert werden, wie es auf Hochschulen übertragen werden kann. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat in seiner jüngsten Sitzung ein weiteres Engagement in den Bestrebungen um mehr Nachhaltigkeit an Hochschulen beschlossen. Bereits im letzten Jahr hatte er eine große Konferenz veranstaltet: „Vom Piloten zum Standard: Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb implementieren“.
Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an der Veranstaltung haben, können Sie sich unter dem diesem Link unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse eintragen.
 

„Managementverantwortliche inter- und transdisziplinaerer Verbuende – Rollen, Kompetenzen, Karrieren“ – Call for Paper in der Zeitschrift „Forschung. Politik – Strategie – Management“

In der Zeitschrift „Forschung. Politik – Strategie – Management“ wird ein Special Issue „Managementverantwortliche inter- und transdisziplinärer Verbünde – Rollen, Kompetenzen, Karrieren“ gestaltet. GastherausgeberInnen sind Rico Defila, Antonietta Di Giulio und Michael Scheuerman. Die HerausgeberInnen lenken mit dem Special Issue den Blick auf diejenigen Personen, die inter- und transdisziplinäre Forschungsprozesse in Forschungsverbünden gestalten. Diese Personen benötigen sowohl eine auf den jeweiligen Forschungsschwerpunkt als auch auf Inter- bzw. Transdisziplinarität bezogene sachliche und methodische Expertise. Ihre Rollen, Kompetenzen und Karrieren wurden jedoch in der bisherigen Forschungsliteratur kaum beleuchtet.
Frist für die Einreichung von Abstracts (deutsch oder englisch) ist der 6. März 2015.

Ausführlichere Informationen zur Zeitschrift und zum Call for Paper sind hier zu finden.

Call for Papers: Wirkungsevaluation umweltpsychologischer Interventionen

UmweltpsychologInnen versuchen, häufig zusammen mit kommunalen oder zivilgesell-schaftlichen Akteuren an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft mitzuwirken und durch sozialwissenschaftlich fundierte Interventionen konkrete gesellschaftliche Transformationsprozesse zu verstehen und zu gestalten. Mit diesem doppelten Anspruch des forschenden Intervenierens können sie auch für die Nachhaltigkeitswissenschaften wichtige inhaltliche und methodische Impulse setzen. Inwieweit umweltpsychologische Interventionen tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielen, lässt sich aus der Sicht der Umweltpsychologie mithilfe einer Wirkungsevaluation feststellen. Die Zeitschrift „Umweltpsychologie“ widmet ihre Ausgabe im Frühjahr 2015 dem Schwerpunktheft  Wirkungsevaluation, Überprüfung der Wirksamkeit und Wirkungsweise umweltpsychologischer Interventionen.
Einsendeschluss für Beiträge ist der 15.06.2015. Den ausführlichen Call for Paper finden Sie hier.

People and the Planet in the Anthropocene – Transformationskonferenz des Stockholm Resilience Centre

Vom 05. bis 07. Oktober 2015 wird vom Stockholm Resilience Centre die internationale Konferenz „Transformation – People and the Planet in the Anthropocene“ organisiert. Ziel der Konferenz ist es ein inter- und transdisziplinäres Verständnis über systemische Veränderungen und grundlegende Neuausrichungen in den Mensch-Umwelt-Beziehungen zu bekommen und den Herausforderungen des Anthropozän zu begegnen. Wissenschaftliche Beiträge können in vier verschiedenen Themensträngen bis zum 20. März eingereicht werden:
  • Patterns of transformations
  • Scaling up for transformative impact
  • The role of change agents in sustainability transformations
  • New and emerging approaches for studying sustainability transformations

Den ausführlichen Call for Paper finden Sie hier.

Freie Universität Berlin wird für den Aufbau eines neuen internationalen Netzwerks zu Nachhaltigkeit und Hochschulen gefördert

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat der Freien Universität Berlin rund eine Million Euro für den Aufbau einer strategischen Partnerschaft unter dem Namen „University Alliance for Sustainability“ bewilligt. Die vier Partneruniversitäten (Hebrew University of Jerusalem (Israel), University of British Columbia (Kanada), St. Petersburg State University (Russland) und die Peking University (China)) werden das Thema „Nachhaltigkeit“ als Querschnittsthema für ihre Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Campus-Management nutzen.

„Die University Alliance for Sustainability wird die komplementären Stärken der internationalen Partner nutzen, um gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte zu entwickeln, Hochschulangehörigen den Austausch zu ermöglichen und das interinstitutionelle Lernen in Hinblick auf Managementfragen zu fördern. Hierzu sollen beispielsweise Studien- und Promotionsprogramme gemeinsam mit den Partneruniversitäten entwickelt werden. Studierenden soll es ermöglicht werden, ihre Initiativen zu vernetzen. Eingerichtet werden sollen Forschungsaufenthalte für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Sommerschulen für Promovierende, Tagungen für Verwaltungskräfte rund um das Thema „Green Campus“ und erweiterte Möglichkeiten für Studien- und Praktikumsaufenthalte.“ (Pressemitteilung der FU Berlin)

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Call for Papers: Nachhaltigkeitswissenschaften und die Suche nach neuen Wissensregimen

Die Nachwuchsgruppe EnergyCultures veranstaltet in Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für Nachhaltigkeitsforschung | ECS am 29. und 30. April an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeitswissenschaften und die Suche nach neuen Wissensregimen.

Der Workshop untersucht die Entwicklungslinien, Bedingungen und Anforderungen an eine entstehende transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung. Eingeladen werden Beiträge, die die epistemische Ordnung solch einer „transformativen Wissenschaft“ wie auch deren Beziehung zu Gesellschaft und Politik im Allgemeinen empirisch und theoretisch untersuchen.

Vorschläge (ca. 300 Wörter) für Beiträge können bis zum 1. März per Email eingereicht werden an thomas.pfister@zu.de. Abhängig von den Beiträgen besteht die Absicht die Ergebnisse im Nachgang des Workshops zu publizieren.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne eigene Reisemittel können von den Veranstaltern zumindest anteilig unterstützt werden. Dazu soll mit der Anmeldung eine Aufstellung der anfallenden Reisekosten aufgelistet werden.

Den ausführlichen Call for Papers erhalten Sie hier:
Auftakt_ENCULT_CFP_VERSION3

Diskussionsbeitrag: Zum Erhalt der Vielfalt im Wissenschaftssystem: Diskussionsbeitrag zur Schließung der Interfakultären Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie an der Universität Bern

Antonietta Di Giuliophoto von Dr. Antonietta Di Giulio
Universität Basel, MGU und

 

 

von Mandy Singer-Brodowski 
Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt

Zu Ende des Jahres 2013 wurde die „Interfakultäre Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie“ (IKAÖ) an der Universität Bern nach 25 Jahren erfolgreicher Forschung und Lehre aufgelöst. 2014/15 beendet auch das „Forum für Allgemeine Ökologie“, das Aufsichtsgremium der IKAÖ, seine Tätigkeit, und die letzten Studierenden schließen ihr Studium in Allgemeiner Ökologie ab. Ein Teil der Aufgaben der IKAÖ wurde vom Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern übernommen.

Die rund 30 MitarbeiterInnen der IKAÖ aus verschiedenen Disziplinen namentlich der Sozial- und Geisteswissenschaften beschäftigten sich inter- und transdisziplinär mit Fragen der Mensch-Umwelt-Beziehung und mit Umweltproblemen im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung (zur Entstehung und Institutionalisierung der Allgemeinen Ökologie an der Universität Bern s. Defila/DiGiulio 2007). Ihre Arbeiten haben dabei national und international immer wieder großes Interesse erfahren.

Die Auflösung eines solchen universitären Komptenzzentrums (mit eigenem Lehrstuhl) für transdisziplinäre Forschung und Lehre entspricht einem allgemeinen Trend in der Wissenschaft, den z.B. der BUND als  „Artensterben ganz besonderer Art“ bezeichnete (vgl. 2012, S. 7). Eine Analyse dieses Verlusts an „Biodiversität“ im schweizerischen Wissenschaftssystem (ein alternativer Weg zur Auflösung der Einheit wurde in Basel mit der Transformation des Programms Mensch Gesellschaft Umwelt (MGU) beschritten) kann auch für die Diskussion in Deutschland aufschlussreich sein, denn beide „Ökosysteme“ weisen strukturelle Ähnlichkeiten auf in der Stellung der Nachhaltigkeitsforschung und -lehre. Dazu sollen im Folgenden einige Punkte dargelegt werden.

Netzwerktreffen des „Future Earth Early Career Scientist Network“ zum Thema Methoden transdisziplinaerer Forschung

Am 23. und 24.3.2015 wird in Tübingen das Netzwerktreffen der Early Career Scientists im Rahmen der Initiative Future Earth statt finden. Auf dem Treffen sollen die methodischen Herausforderungen im Rahmen von Future Earth im Mittelpunkt stehen. Dazu sind ExpertInnen der transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaften eingeladen, wie Dr. Daniela Gottschlich (Universität Lüneburg) und Prof. Dr. Martina Padmanabhan (Universität Passau) – beide ehemalige NachwuchsforschungsgruppenleiterInnen im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung. Darüber hinaus werden Dr. Johannes Karte (DFG) über die Möglichkeiten der Förderungen transdisziplinärer Projekte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und Dr. Bettina Schmalzbauer (DKN Future Earth Sekretariat) über die Entwicklungen bei Future Earth berichten. Die Veranstaltung ist kostenlos.
Eine formlose Anmeldung ist bis zum 15.2.2015 möglich unter: simon.meisch@uni-tuebingen.de an.
Es besteht auch die Möglichkeit eine konkrete Thematik im Rahmen des Schwerpunktes zu besprechen. Dazu soll mit der Anmeldung eine kurze Skizze zur der Fragestellung (maximal 500 Worte) eingereicht werden.
Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier:
Programm_ECS_FE_Transdisziplinarität

Ausschreibung zu transdisziplinären Forschernachwuchsgruppen im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen des Förderschwerpunkts der Sozial-ökologischen Forschung die Förderung von transdisziplinären Forschernachwuchsgruppen ausgeschrieben. Ziel dieser „Infrastrukturförderung“ ist vor allem die Weiterentwicklung von personellen und institutionellen Kapazitäten für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland. Die bisherigen Förderinitiativen zu Nachwuchsgruppen im Rahmen der SOEF mit Start in 2002 und 2008 haben erheblich zu einem Capacity Building für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung beigetragen (siehe Hintergrund-Information unten).
Antragsteller können Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sein, die Förderdauer erstreckt sich auf 5 Jahre und erfährt nach dem ersten Jahr eine Zwischenevaluation. Die komplette Ausschreibung können Sie hier lesen.

Hintergrund: Nachwuchsförderung im Programm Sozial-ökologische Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 13 Jahren Nachwuchsgruppen der Sozial-ökologischen Forschung. Eine Evaluation der beiden bisherigen Förderphasen, an denen die Ecornet-Institute mit insgesamt zehn Projekten beteiligt waren, kam zu dem Ergebnis, dass die SÖF-Nachwuchsgruppen überaus positiv bewertet werden. Die ausführliche Bilanzierung wurde bereits 2013 vom Projektträger im DLR durchgeführt und steht auf www.fona.de/de/9880 zum Download bereit. Grundlage war eine Befragung der Gruppenmitglieder und der beteiligten Institutionen.

Wichtige Alleinstellungsmerkmale sind:

  •         Förderung von Kompetenzen der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung
  •         Natur- und Sozialwissenschaften übergreifender Ansatz
  •         Zusammenarbeit von Hochschulen und außeruniversitären Instituten
  •         Beteiligung von Praxispartnern und Zivilgesellschaft
  •         Thematische Offenheit

Aus den bisherigen Nachwuchsgruppen sind bereits zehn ordentliche Professuren und zwölf weitere Professuren hervorgegangen (Stand Februar 2015). Rund drei Viertel der Gruppenmitglieder arbeiten nach Ende der Förderung in einer wissenschaftlichen Einrichtung – das ist deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt.

In der neuen Bekanntmachung greift das BMBF Verbesserungsvorschläge aus der Evaluation der bisherigen Förderung auf.

„Gesellschaft spaltet Wissenschaft“ – Kommentar von Manfred Ronzheimer zur verschobenen Abstimmung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates in der taz

In der taz vom 05.02. kommentiert Manfred Ronzheimer die verschobene Abstimmung des Wissenschaftsrates über die Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Große gesellschaftliche Herausforderungen“. Die Diskussion über die Ansprüche der Gesellschaft an die Wissenschaft und damit verbunden das Empfehlungspapier erweisen sich als große Herausforderung für den Wissenschaftsrat selbst, so Ronzheimer. Er verdeutlicht mit Verweis auf einen Beitrag in der duz vom Januar 2015 weiterhin die besondere Rolle von Wolfgang Marquardt (ehemaliger Leiter des Wissenschaftsrates) und dessen Engagement für die Arbeitsgruppe und das Papier. Dass trotz dieser besonderen Themen-Schirmherrschaft bisher keine Einigkeit über das Papier entsteht, zeigt nicht zuletzt wie kontrovers das Thema wissenschaftspolitisch diskutiert wird. Ronzheimer zitiert einen Kommentar von Uwe Schneidewind, der die Verschiebung der Empfehlungen letztlich für eine gute Nachricht hält. Dadurch wird der wichtigen Diskussion über einen konstruktiven Umgang der Wissenschaft mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen mehr Zeit gegeben und weitere Akteure werden eingeladen sich daran zu beteiligen.

Den Beitrag von Manfred Ronzheimer können Sie hier lesen.

 

Vorzeigeprojekte und Lücken zu BNE-Weiterbildungen für Hochschullehrende – Erste Ergebnisse aus dem EU-Projekt „University Educators for Sustainable Development“

Im Rahmen des UE4SD-Projektes („University Educators for Sustainable Development“) haben 54 Hochschulinstitutionen aus 33 europäischen Ländern zwischen Februar und Mai 2014 den aktuellen Stand von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Hochschulen erhoben. Die Projektpartner repräsentieren ein Gebiet mit mehr als 3.000 Hochschulen und 24 Millionen Studierenden. Es wurde die Integration von BNE in der europäischen Hochschullandschaft recherchiert, wobei der Fokus auf BNE-Weiterbildungsangeboten für Hochschullehrende lag. Gute Lehre wird im Projekt als essentiell angesehen, um Studierenden jene Kompetenzen zu vermitteln, die sie brauchen, um Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern.

Die Ergebnisse der 33 nationalen Recherchen wurden in vier regionale Berichte zusammengeführt. Daraus wiederum wurde ein zusammenfassender Bericht generiert, dessen Resultate am Jahrestreffen des UE4SD-Projekts am 2. Oktober 2014 an der Karls-Universität in Prag präsentiert wurden. Das Team des UNESCO Chairs „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ war für einen Regionalberichts und für den zusammenfassenden Bericht zuständig.

Wesentliche Ergebnisse: Bildung für nachhaltige Entwicklung gewinnt an europäischen Hochschulen an Bedeutung. In fast allen UE4SD-Partnerländern existieren Richtlinien oder Gesetze, die auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Hochschulsystem hinweisen. Aus einem Großteil der Länder wurde berichtet, dass Hochschulen Leitbilder und Strategien entwickelt haben, die auf BNE verweisen. Allerdings fehlen in vielen Ländern BNE-Weiterbildungsangebote für Hochschullehrende. Es konnten nur wenige umfassende Programme für Lehrende eruiert werden, die die Aneignung von BNE-Lehrkompetenzen ermöglichen. Beispiele guter Praxis sollen im Rahmen einer Publikation und auf einer Online-Ressourcenplattform ausführlich vorgestellt werden.

Inwiefern nachhaltige Entwicklung in der europäischen Hochschullandschaft integriert ist, hängt vom kulturellen und institutionellen Kontext ab. Wie diese unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse z.B. in die Arbeit einer länderübergreifenden Akademie zur Entwicklung von BNE-Kompetenzen für Hochschullehrende integriert werden können, wird noch eine Herausforderung im weiteren Projektverlauf darstellen.

Der zusammenfassende Bericht sowie die Regionalberichte können auf www.ue4sd.eu/outcomes heruntergeladen werden. Mehr allgemeine Informationen zum Projekt erhalten Sie auf www.ue4sd.eu oder www.copernicus-alliance.org, dem europäischen Hochschulnetzwerk für nachhaltige Entwicklung, welche das UE4SD-Projekt initiiert hat. Oder kontaktieren Sie die Projektkoordinatorin Marlene Mader am UNESCO Chair der Leuphana Universität Lüneburg.

Erster Student Sustainability Summit am 23.03. in Leeds

„Bildung zu verändern ist der erste Schritt Gesellschaft zu verändern!“ – so die Einladung zum ersten Student Sustainability Summit am 23.03.2015 an der Leeds University/ England. Die OrganisatorInnen wollen daher mit der Veranstaltung Studierende ins Zentrum der Lösungen für ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen setzen. Der Kreis der Organisatoren besteht aus einer kraftvollen Partnerschaft (studentischer) Vereinigungen in Großbritannien, die bereits in der Vergangenheit als wichtige Lobbygruppe für eine stärkere Ausrichtung der Hochschulen in Richtung Nachhaltigkeit fungiert haben. Der Summit ist daher mit einer weiteren Nachhaltigkeitskonferenz für den Hochschulsektor in Großbritannien zusammengelegt: der EAUC Annual Conference am 24. und 25.03.2015, eine Konferenz die vor allem engagierte Hochschullehrende zusammen bringt.
Mehr Informationen zum Student Sustainability Summit finden Sie hier.

Wissenschaftsrat verschiebt seine Empfehlungen zur Bedeutung großer gesellschaftlicher Herausforderungen für das Wissenschaftssystem ein weiteres Mal – ein Kommentar

Eigentlich hatte der Wissenschaftsrat für heute, den 2.2.2015 zur Pressekonferenz geladen, um über die Ergebnisse seiner Wintersitzung am 29./30.01.2015 zu berichten. Diese Pressekonferenz wurde kurzfristig abgesagt. Ein Grund dafür: Ein weiteres Mal gelang es dem Gremium nicht, das Positionspapier „Große gesellschaftliche Herausforderungen als wissenschaftspolitisches Leitbild“ zu verabschieden.

Das Positionspapier hat inzwischen eine lange Vorgeschichte. Im Juli 2012 setzte der Wissenschaftsrat eine Arbeitsgruppe ein, um sich mit dem Thema „Bedeutung großer gesellschaftlicher Herausforderungen für das Wissenschaftssystem“ zu beschäftigen. Die Arbeitsgruppe legte unter Leitung des damaligen Wissenschaftsratsvorsitzenden Wolfgang Marquardt einen umfassenden Empfehlungsentwurf vor. Dieser wurde vom Wissenschaftsrat im April 2014 erstmalig diskutiert und an die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates zur Überarbeitung zurückverwiesen. Es entstand eine erheblich verkürzte Fassung, die ursprünglich für die Sitzung des Wissenschaftsrates im Herbst 2014 vorgesehen war, endgültig auf der jetzt gerade stattgefundenen Januar 2015-Sitzung diskutiert wurde. Hier fiel die Entscheidung zu einer weiteren Vertagung auf den April 2015. (Vgl. zum Papier und seinen Hintergrund auch den Bericht in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Universitätszeitung (DUZ): http://www.duz.de/duz-magazin/2015/02/experten-entwerfen-leitbild-fuer-berater/294).

Vermutlich ist die Verschiebung sogar eine gute Nachricht. Sie zeigt, dass die Diskussion darüber, wie sich Wissenschaft gegenüber den gesellschaftlichen Schlüsselherausforderungen des 21. Jahrhunderts positionieren soll, einen Nerv trifft. Wenn selbst der Wissenschaftsrat, der häufig schon zukunftsweisender Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems in den letzten Jahrzehnten war, hier keinen gemeinsamen Nenner findet, wird deutlich, wie tief die Diskussion über das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft das Wissenschaftssystem und seine aktuelle Aufstellung herausfordert.

Die fehlende „weise“ Empfehlung des Wissenschaftsrates schafft Raum, diese Debatte in der nötigen Intensität zu führen. Sie ist eine Einladung an die vielen Akteure und gesellschaftlichen Gruppen, die sich längst in diese wissenschaftspolitische Debatte eingemischt haben, sich weiterhin intensiv einzubringen. Sie ist auch eine Aufforderung an Vorreiter-Einrichtungen – ob Institute, Hochschulen, Citizen-Science-Organisationen, Stiftungen oder Forschungsförderer-  einer gesellschaftsorientierten Wissenschaft, noch plastischer werden zu lassen, wie eine inter- und transdisziplinäre Wissenschaft aussehen muss, die sich in ein produktives Verhältnis zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen stellt.

Und egal wie die Position des Wissenschaftsrates im April 2015 – oder wann immer sie kommt – aussehen wird, durch die vielen Verschiebungen ist eine intensive Diskussion über diese Position sicher.

Podiumsdiskussion „Nachhaltige Humboldt-Universität?! Gemeinsam die Uni transformieren“ – ein Veranstaltungsbericht

Im gut gefüllten Senatssaal der Humboldt-Universität wurde am Dienstag, den 27.01.2015, diskutiert, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit an der Humboldt-Universität in Zukunft einnehmen könnte. Deren Bedeutung wurde von allen Beteiligten bekräftigt – nicht zuletzt durch das große Interesse der 130 Gäste im Publikum. Die DiskutantInnen verwiesen auf notwendige Schritte und Herausforderungen auf dem Weg zur Nachhaltigen Humboldt-Universität. Von vielen Seiten wurde Unterstützung für das Vorhaben signalisiert, darunter auch durch die Stiftung Humboldt-Universität. Der Präsident der Universität Jan-Hendrik Olbertz lud das studentische Nachhaltigkeitsbüro, Veranstalter der Podiumsdiskussion, und die Dekanate zum weiteren Gespräch zur Erarbeitung von Umsetzungskonzepten ein.
Die vollständige Meldung zur Podiumsdiskussion können Sie hier lesen.

Sehr gutes Ergebnis der Ecornet-Institute im internationalen Think-Tank-Ranking

Die Mitglieder des Ecornet, des Netzwerks der führenden außeruniversitären, gemeinnützigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland, haben ihre sehr guten Vorjahresergebnisse beim renommierten Global Go To Think Tank Ranking bestätigt. Das Ecologic Institut erreichte als einzige deutsche Institution eine Platzierung in den Top 10 im Bereich „Umwelt“. Zu den Top 50 in dieser Kategorie zählen weiterhin das Wuppertal-Institut (Platz 27, zuvor 41) und das Öko-Institut (Platz 48, zuvor 49). Gute Ergebnisse konnten die Ecornet-Institute auch in anderen Kategorien erzielen, etwa in den Kategorien Management, „Think Tanks to watch“ und beim Einsatz von gedruckten und digitalen Medien.

Thomas Korbun, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Sprecher von Ecornet erklärt zu den Ranking-Ergebnissen: „Die wissenschaftliche Politikberatung und die gesellschaftlichen Impulse, die die Ecornet-Mitgliedsinstitute leisten, um die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu unterstützen, erfahren durch das Think-Tank-Ranking eine besondere Anerkennung. Die vorderen Plätze der Institute in dem Ranking bestätigen die besondere Exzellenz ihrer unabhängigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.“

Das Global Go To Think Tanks Ranking wird von der Universität von Pennsylvania durchgeführt. Es basiert auf einem weltweiten Nominierungs- und Auswahlverfahren, an dem mehr als 21.500 Wissenschaftler/innen, Peer-Institutionen, Journalist/innen, politische Entscheidungsträger/innen sowie öffentliche und private Geber/innen beteiligt waren. Bewertet wurden unter anderem die Kriterien Qualität und Ansehen von Forschung und Forschungsergebnissen, Anzahl und Einfluss der Publikationen sowie die Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen und die Beratung von politischen Entscheidungsträger/innen. Insgesamt waren Experten und Institutionen aus über 200 Ländern aufgerufen, an der Studie teilzunehmen.

Die ersten drei Plätze im Bereich „Umwelt“ belegten das World Resources Institute (USA), das Stockholm Environment Institute (SEI, Schweden) und das Worldwatch Institute (USA). In die Top 20 wurden zudem das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gewählt.

Der Report kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Registrierung möglich für den Green Academic Footprint Workshop „Sustainability at Universities – How to Combine Management and Participation?”.

Die Freie Universität Berlin und das UNICA Academic Footprint Network (UGAF) veranstalten vom 25. bis zum 27. März 2015 den 5.UNICA Green Academic Footprint Workshop zum Thema „Sustainability at Universities – How to Combine Management and Participation?”. Der Workshop widmet sich den Aufgaben internationaler Nachhaltigkeitsnetzwerke und den Möglichkeiten eines gesamtinstitutionellen Ansatzes. Er richtet sich an Nachhaltigkeits- und Umweltbeauftragte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an europäischen Hochschulen. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Das vorläufige Programm kann hier heruntergeladen werden. Die Registrierung für die Tagung ist nun online möglich unter http://www.unica-network.eu/event/5th-ugaf-workshop .

Weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Lesetipp: The Public Shaping of Medical Research – neuer Sammelband zur zivilgesellschaftlichen Partizipation in der Wissenschaft

Die Gesundheitsforschung ist neben der Nachhaltigkeitsforschung eines der Felder, in denen zivilgesellschaftliche Organisationen und Interessensvereinigungen aktuell viel Einfluss auf die Forschungspolitik gewinnen. Patientenvereinigungen zur Erforschung seltener Krankheiten oder Netzwerke von Betroffenen zur Erforschung lokaler Umwelt- und Gesundheitsrisiken (sowie deren Zusammenhang) gestalten das Agendasetting der Forschungspolitik mit, finanzieren konkrete Forschungsprojekte oder versuchen die Entwicklung von Medikamenten oder Therapien zu beschleunigen. Die Rolle solcher Vereinigungen und Intiativen in ihrem Wirken auf die aktuelle Forschungspolitik ist bisher wenig untersucht. Der neue Sammelband von Peter Wehling, Willy Viehöver und Sophia Koenen „The Public Shaping of Medical Research.Patient Associations, Health Movements and Biomedicine“ bringt wesentliche internationale Erkenntnisse über die zivilgesellschaftliche Partizipation im Feld der Wissenschafts- und Forschungspolitik zusammen und kann damit auch als Inspiration für die aktuellen zivilgesellschaftlichen Bemühungen um eine größere Gesellschafts- und Nachhaltigkeitsorientierung der deutschen Wissenschaftslandschaft bieten. Das Buch ist im Routledge Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.