Europäische „Innovationsunion“ konzentriert sich insbesondere auf Innovationsherausforderungen im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich

Anfang Oktober hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag einer „Innovationsunion“ als einen Baustein zur Umsetzung der Europa 2020-Strategie (in der ein „smart, sustainable and inclusive growth“ als Politikziel eine zentrale Rolle spielt) vorgelegt. Die Innovationsunion folgt der schon mit der Lissabon-Strategie eingeschlagenen Richtung, die künftige Forschungspolitik so auszurichten, dass aus der Forschung schneller marktfähige Produkte und Dienstleistungen und werden und so zur Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Europa beitragen. Interessant dabei ist jedoch, dass im Rahmen dieser Strategie ökologische Herausforderungen wie Klima, Energie, Wasser, Ressourcenknappheit, nachhaltige Landwirtschaft und intelligente Städte im Zentrum stehen (vgl. die Ankündigung der Kommission vom Oktober 2010). Es lohnt sich daher zu verfolgen, ob die Instrumente der Innovationsunion im ab 2013 anstehenden 8. Forschungsrahmenprogramm Ansätze für eine durchaus transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft bieten.