Brandenburg: Advanced Studies als Motor?

Für das Land Brandenburg ist der Wissenschaftsstandort Potsdam von zentraler Bedeutung. Neben der Universität selber befindet in Potsdam eine große Zahl bedeutender nationaler außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Alle profitieren von der Nähe zur Bundeshauptstadt und deren Wissenschaftseinrichtungen. Die Universität Potsdam hat diese Potenziale erkannt und setzt mit dem „Potsdam Research Network (PEARLS)“ auf eine Netzwerkstrategie der Potsdamer Wissenschaftseinrichtungen.

Mit dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist eines der weltweit führenden und hoch interdisziplinär arbeiten Forschungsinstitute im Feld der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung vertreten. Das im Jahr 2009 gestartete und von der Bundesregierung geförderte „Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS)“ unter Leitung von Klaus Töpfer soll zum Think-Tank für die globalen Vordenker von Nachhaltigkeitsstrategien werden. Damit befinden sich zwei der Leuchtturminstitutionen der deutschen Nachhaltigkeitsforschung in Brandenburg.

Und auch über Potsdam hinaus finden sich Nachhaltigkeitsansätze in der brandenburgischen Wissenschaft. Die Fachhochschule Eberswalde hat sich in Ihrer Leitorientierung der „Nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes“ verpflichtet und kann als eine der führenden Nachhaltigkeits-Fachhochschulen in Deutschland gelten. Die TU Cottbus hat zentrale Schwerpunkte in der Energie- und Umweltforschung und dort auch ihren einzigen Sonderforschungsbereich angesiedelt („Strukturen und Prozesse der initialen Ökosystementwicklung in einem künstlichen Wassereinzugsgebiet“).

Durch seine Leuchtturminstitutionen hat Brandenburg mithin heute schon eine führende Stellung in einer nachhaltigkeits-orientierten Wissenschaft. Dieses „Pfund“ sollte das Land noch aktiver spielen, gerade weil es in den letzten beiden Runden der Exzellenzinitiative leer ausgegangen ist.

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