Alternativen zur Mainstream-Ökonomik? Vortragsreihe heterodoxe Ökonomik im SoSe 2012 der FU Berlin

Wirtschaftswissenschaften in der Krise? Was tut sich eigentlich jenseits der Neoklassik?
Die Neoklassik und ihre diversen Spielarten haben sich sehr breit gemacht in den Hörsälen – von theoretischer und methodischer Vielfalt ist zumindest in der Lehre keine Spur – so der Eindruck vieler Studierender. Dem wollen engagierte und kritische Wirtschaftsstudierende mit einem erfrischenden Blick über den Tellerrand entgegenwirken: Was ist eigentlich Post-Keynesianismus? Was macht feministische oder ökologische Ökonomik aus? Was ist dran an Marx‘ Krisentheorie?

Veranstaltungsort
Freie Universität Berlin, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Garystr. 21, 14195 Berlin (U-Bhf Thielplatz) Kontakt zu den Kriwis und Programmaktualisierungen finden Sie auf http://www.kritische-wirtschaftswissenschaften.de

„Evidence for Sustainable Development“ – Konferenz des Forschungszentrums für Umweltpolitik der FU Berlin und des Network of Excellence LIAISE

Das Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin und das LIAISE (Linking Impact Assessment Instruments to Sustainability Expertise) Network of Excellence laden am 5. und 6. Oktober 2012 in Berlin zur 11ten Konferenz der Reihe Conferences on the Human Dimensions of Global Environmental Change ein. Die Themen der Konferenz sind die Wissensbasierung von politischen Entscheidungen für eine Nachhaltige Entwicklung, die Konstruktion von wissenschaftlichem Wissen („evidence“) und die Wege, wie solches Wissen in politischen Entscheidungen genutzt wird.

Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaftler_innen verschiedener Fachrichtungen und Forschungsgebiete, die Wissen produzieren, welches zur Unterstützung der Entscheidungsfindung für eine nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann, zusammenzubringen mit jenen Wissenschaftler_innen, die über die Nutzung dieses Wissens forschen. Darüberhinaus sind politische Entscheidungsträger_innen und Praktiker_innen, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik arbeiten oder sich mit dem Umgang mit wissenschaftlichem Wissen in der Politik befassen, herzlich eingeladen. 

Abstracts für Papers können bis zum 1. April 2012 eingereicht werden. Alle Einreichungen werden von einem internationalen Review-Team begutachtet. Die Bekanntgabe des Reviews wird spätestens zum 30. Juni 2012 per E-Mail mitgeteilt. Die vollständigen Papers werden bis zum 15. September 2012 erwartet.

Weitere Informationen zu den Konferenzthemen entnehmen Sie dem Call for Papers.
Zu den allgemeinen Informationen zur Konferenz besuchen Sie bitte die Website: http://www.berlinconference.org/2012/

Die Helmholtz-Allianz „Zukünftige Infrastrukturen der Energieversorgung“ nimmt Arbeit auf

Unter Leitung von Prof. Dr. Armin Grunwald und Prof. Dr. Ortwin Renn startet in diesen Tagen die Helmholtz-Allianz „Zukünftige Infrastrukturen der Energieversorgung. Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit“ ihre Arbeit. Die Allianz ist auf 5 Jahre ausgelegt und wird von der Helmholtz-Gemeinschaft mit 8,25 Mio. Euro gefördert. Die Federführung der Allianz liegt beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Weitere beteiligte Helmholtz-Zentren sind das Forschungszentrum Jülich, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Darüber hinaus arbeiten am Zentrum Wissenschaftler der Universität Stuttgart, der Otto von Guericke Universität Magdeburg, der FU Berlin sowie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim mit.

Der Schwerpunkt der Arbeit der neuen Allianz liegt an der Schnittstelle zwischen Energietechnik, Planungsverfahren und Verbraucherverhalten. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die aktuelle Transformation des Energiesystems vorwiegend auf regenerative Energiequellen und Energieeffizienz setzt und damit die Energienachfrageseite mehr und mehr in den Fokus von Forschung und Energiepolitik rückt.

Weitere Informationen zur Allianz finden sich unter:
o http://www.helmholtz.de/index.php?id=2270
o Pressemeldung der Universität Stuttgart
o Pressemeldung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Internationale Konferenz „Planning Research for the Future?“ vom 13.-15.10.2011 an der FU Berlin

Vom 13.-15.10.2011 veranstaltet das „Center for Cluster Development“ an der FU Berlin (Prof. Dr. Carsten Dreher) eine internationale Konferenz zum Thema „Planning Research for the Future?“. Im Zentrum der Konferenz steht die Frage, inwiefern Forschung -insbesondere solche, die sich an gesellschaftlichen Schlüsselherausforderungen orientiert- geplant werden kann und werden sollte. Die Konferenz adressiert damit Schlüsselfragen, die von hoher Relevanz für die Diskussion über eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft sind. Das Programm der Konferenz kann hier heruntergeladen werden.

Berlin: Wo bleibt die Nachhaltige Politische Kraft der Universitäten?

Berlin hat mit der FU Berlin, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin drei große Universitäten, deren Politik und Management der letzten Jahre insbesondere durch massive Einsparprogramme gekennzeichnet waren – Folge des überschuldeten Landeshaushaltes der Bundeshauptstadt. Proaktive Wissenschaftspolitik fällt dadurch alles andere als leicht, Rivalitäten um knappe Ressourcen sowie Dauerkonflikte mit der Landesregierung, insbesondere dem Finanzsenator prägen dann schnell das Bild eines Wissenschaftsstandortes.

Dabei sind die Universitäten und Hochschulen in hohem Masse potent, mit der FU Berlin war eine der Berliner Universitäten als Eliteuniversität erfolgreich, insgesamt gingen vier Exzellenzcluster und sieben Graduiertenschulen an die Berliner Universitäten.

Gerade für die Wissenschaftseinrichtungen in der Bundeshauptstadt ist das Vorleben einer gesellschaftsoffenen und –orientierten Wissenschaft eine besondere Herausforderung. Im Themenfeld „Nachhaltigkeit“ sind die Voraussetzungen in Berlin dafür durchaus sehr gut. Die Technische Universität Berlin hat die meisten ihrer Forschungsschwerpunkte in Themenfeldern unmittelbarer Nachhaltigkeitsrelevanz (Energie, Wasser, Verkehr/Mobilität, Gestaltung von Lebensräumen, Ernährung/Gesundheit). Mit freien Instituten wie dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), dem IZT oder Ecologic sitzen wichtige ökologische Vordenkereinrichtungen der freien Institutslandschaft in Berlin, mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Mitglied der Leibnizgemeinschaft) das der führenden Wirtschaftsinstitute mit einer profilierten umweltwirtschaftlichen Abteilung. Einige der Berliner Fachhochschulen wie die FHW oder FHTW waren früh Vorreiter der Ökologie- und Nachhaltigkeitsdebatte und mit privaten Hochschulen wie der Hertie School of Governance verfügt Berlin über weltweit führende Wissenschaftseinrichtungen für die globale politische Steuerung, die zunehmend von Nachhaltigkeitsthemen bestimmt ist.

Die Wissenschaftslandschaft der Bundeshauptstadt bringt mithin alles mit, um eine nationale Politik wissenschaftlich zu unterstützen, die den Anspruch erhebt, international in Nachhaltigkeitsfragen federführend zu sein. Dazu sollte sich die Berliner Wissenschaftspolitik noch aktiver bekennen.

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