Hamburg: Potenziale – versunken in Konflikten?

Hamburg wäre eigentlich ein idealer Standort für eine nachhaltigkeits-orientierte Wissenschaftsstrategie: Weltweit führend in der Klimaforschung (und hier auch mit einem Exzellenzcluster an der Universität Hamburg ausgezeichnet), zudem viele wissenschaftliche Potenziale, die die globale Vernetzung der Hafenstadt Hamburg spiegeln – von Afrikastudien bis zur globalen Logistik. Zudem verfügt die Stadt mit der neu gegründeten Hafen City University (HCU) über eine der wenigen deutschen Universitäten, die sich konsequent an einem inhaltlichem Schwerpunkt (den Perspektiven und der Entwicklung von Metropolen) ausrichtet ist und dieser Schwerpunkt mitten im Kern der Nachhaltigkeitsfrage liegt.

Jedoch leidet die Stadt seit vielen Jahren unter Konflikten, die ihr Potenzial erheblich schwächen – Konflikten innerhalb der Universität, die erst vor wenigen Monaten im erzwungenen Rücktritt der Präsidentin gipfelten, Rivalitäten zwischen den unterschiedlichen Hochschulen , und Streitpunkten zwischen Hochschulen und Landesregierung.

Gerade für einen schwarz-grünen Senat würden in einer zukunftsgewandten Entwicklung des Wissenschaftsstandortes interessante Potenziale zur Profilierung des Landes Hamburg liegen. Es ist zu hoffen, dass dies in Zukunft in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen gelingt.

Kommentieren Sie den Beitrag! Zurück zum Übersichtsbeitrag über alle Bundesländer geht es hier.