Fokus: Freiräume für studentisches Engagement erkämpfen

Die Vielfalt der studentischen Aktionen während der Protesttage der letzten Wochen hat gezeigt, welches Potenzial für gutes Lernen in studentischem Engagement steckt. Für diesen Elan gilt es auch in Zukunft Freiräume zu schaffen. Nirgendwo besser lässt sich Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz in engem Zusammenspiel weiterentwickeln als im Rahmen studentischen Engagements – sei es in der Studierendenschafts- oder Fachschaftsarbeit, in studentischen Organisationen wie AIESEC oder christlichen Hochschulgemeinden oder im ehrenamtlichen Engagement außerhalb der Hochschule.

Diese Form der Lernens lässt sich durchaus mit den neuen Studienstrukturen verknüpfen. Sogenannte „Joker“-Module (wie z.B. an der Universität Oldenburg) schaffen die Chance, sich studentisches Engagement auf die „Workload“ anrechnen zu lassen und damit zeitliche Freiräume zu schaffen. Die Verknüpfung von Engagement mit studentischen Job-Möglichkeiten schafft finanzielle Freiräume. Auch hier weisen erste Hochschulen wie die Universität Duisburg-Essen mit ihrem Projekt Uniaktiv vorbildliche Wege. Die General-Studies-Bereiche bieten für entsprechende Vorhaben ein hervorragendes Gefäß – und warum nicht ein Modul schaffen, dass alle Studierenden am Anfang des Studiums in die Möglichkeiten des Engagements an der eigenen Hochschule sowie die Möglichkeiten der Mitgestaltung der eigenen Hochschule einführt?

Empfehlung: Entwickeln Sie Ideen dafür, wie sich studentisches Engagement mit den Rahmenbedingungen der Bachelor- und Masterstudiengänge verknüpfen lässt. Initiieren Sie in Ihrer Hochschule Modellprojekte und öffnen Sie damit auch neue Wege für die Zusammenarbeit von Studierenden mit innovativen Lehrenden und Studiengangsplanern.

Zurück zum Überblicksbeitrag.