Fokus: Transdisziplinäre Lehre einfordern – zur Wiederbelebung des Projektstudiums

Transdisziplinäres Forschen und Lehren heißt „sozial robustes Wissen“ zu schaffen – über Fachgrenzen hinweg und unter Einbezug der Wissensbestände nicht-wissenschaftlicher Akteure. Ausgangspunkt dafür sind konkrete gesellschaftliche Fragestellungen:

Wie lässt sich mehr Demokratie in unserer Hochschule umsetzen? Wie kann der Energieverbrauch in der Uni erheblich gesenkt werden? Das sind Fragen, die sich in jeder Hochschule bearbeiten lassen – fachübergreifend und besonders wichtig: unter Einbezug von Studierenden auf gleicher Augenhöhe, deren Wissen z.B. über eigene Verhaltensmuster und das von Kommilitonen oder über innovative Nutzungsformen des Web 2.0 wichtige Bausteine für eine solche Lehre liefern können. Transdisziplinäres Lernen bringt den Hochschulen das durch die Bachelor- und Masterstrukturen fast völlig verschwundene Projektstudium zurück – heute nochmals sehr viel stärker methodologisch und konzeptionell abgesichert.

Empfehlung: Fordern Sie im Rahmen der Reformierung der Bachelor- und Masterstudiengänge an ihrer Hochschule mindestens ein transdisziplinäres Projektmodul ein, in dem Lehrende und Studierende auf gleicher Augenhöhe Wissensgenerierung im Modus 2 betreiben und gleichzeitig dazu beitragen, konkrete Probleme und gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen.

Links: Projekt „Sparkling Science“ des österreichischen Wissenschaftsministeriums.

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