Öffentliche Diskussion der Empfehlungen aus dem Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2013

Am 04.11. um 18.30Uhr bis 21Uhr findet in der GIZ Repräsentanz in Berlin eine öffentliche Vorstellung der Ergebnisse des Peer-Review der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie statt. Der Vorsitzende der internationalen Expertengruppe, Prof. Dr. Björn Stigson, erläutert die Schlussfolgerungen aus der fast einjährigen intensiven Befassung zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und -politik und stellt sich der Diskussion. In ihrem Bericht nehmen die Experten eine Bestandsaufnahme erzielter Fortschritte in der Nachhaltigkeitspolitik seit dem ersten Peer Review 2009 vor und leiten daraus und unter Bezugnahme auf neue Herausforderungen zentrale Empfehlungen ab.

Die Wissenschaft wird in den insgesamt 15 Empfehlungen der internationalen ExpertInnen zwei mal thematisiert.

Forschung und Entwicklung: Wissen und Lösungen für die Transformation stärken

Im Rahmen dieser Empfehlung wird die Erhöhung der Ausgaben für nachhaltigkeitsbezogenen Forschung und Entwicklung, sowie die Erforschung innovativer Nachhaltigkeitslösungen außerhalb der Mainstream-Forschung diskutiert (vgl. Peer-Review 2013, S. 82). Für das Überbrücken disziplinärer Grenzen wird die Stärkung von transdisziplinären Ansätzen empfohlen und im Zusammenhang mit der forschungspolitischen Agenda eine engere Verschränkung mit der nationalen Nachhaltigkeitsagenda angeraten. Für beides ist die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft unabdingbar (vgl. ebd., S. 83). Nicht zuletzt raten die Expertinnen Kenngrößen für die Bewertung wissenschaftlicher Exzellenz im Gebiet der Nachhaltigkeitsforschung zu entwickeln, sowie die Performance wissenschaftlicher Einrichtungen an Nachhaltigkeitskriterien zu messen (vgl. ebd., S. 84).

Bildung: Nachhaltigkeit wirkungsvoller in alle Bildungsstufen integrieren

In Bezug auf die stärkere Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sollten von Bund und Ländern mehr Mittel für die Schritte vom Projekt zur Struktur bereit gestellt werden. Die lokale Vernetzung von Bildungseinrichtungen mit Unternehmen, Behörden, Kirchen und NGOs kann hierbei hilfreich sein (vgl. ebd., S. 86). Darüber hinaus sollten die Hochschulen von Bund und Ländern zur Einführung von Bildungsprogrammen zur nachhaltigen Entwicklung angehalten werden – vor allem um junge Menschen mit den gesellschaftlich benötigten Führungskompetenzen auszustatten.

Die komplette Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.
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Nachfolgetagung „Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung“ am Fr, dem 3.12.2010 in Berlin

Die Nachfolgeveranstaltung zu der am 15. April in Bremen von Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Deutschen Unesco-Kommission (DUK) durchgeführten Tagung „Hochschulen für eine Nachhaltige Entwicklung“ wird am Fr, dem 3.12.2010 im Berliner Harnack-Haus stattfinden. Die Tagung wird diesmal auch vom Nachhaltigkeitsrat unterstützt, in dem seit kurzem Walter Hirche wirkt, der Vorsitzende der Deutschen Unesco-Kommission. Die Koordination der Veranstaltung liegt bei der Arbeitsgruppe Hochschule und Nachhaltigkeit der Deutschen Unesco-Kommission unter Leitung von Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Konrektor Lehre an der Universität Bremen.

Die Tagung am 3.12.2010 hat zwei Schwerpunkte:

1. Mit führenden Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird über die Frage diskutiert, in welchem Verhältnis eine Lehre und Forschung für Nachhaltige Entwicklung zur Ausdifferenzierung im deutschen Wissenschaftssystem steht. Vor dem Hintergrund der zweiten Runde der Exzellenzinitiative existieren hier aktuell interessante Dynamiken.

2. In parallelen Workshops werden „Good-Practice“-Beispiele einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den Feldern „Lehrerbildung“, „Fachübergreifende Veranstaltungen“, „E-Learning“ präsentiert und Möglichkeiten der Übertragung auf andere Hochschulen erörtert.

Das endgültige Programm wird ca. Ende September zur Verfügung stehen. Weitere Informationen sind erhältlich über Prof. Dr. Georg Müller-Christ oder Dipl. Oek. Nadine Dembski.