Präsident des Bauernverbands will mehr Forschung für Öko-Landbau

„Wir wollen einen möglichst großen Anteil am Öko-Wachstum.“ Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, hat sich für die Aufstockung der Forschungsmittel für die ökologische Landwirtschaft ausgesprochen. Denn der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln hat sich in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren zwar verdreifacht. Die Anbaufläche für Öko-Betriebe habe sich im selben Zeitraum jedoch nur verdoppelt.

Die Inlandsnachfrage wird deswegen zunehmend durch Importe gedeckt. Importanteil von Lebensmitteln aus Öko-Landbau in Deutschland bei Getreide bei 15 Prozent, bei Kartoffeln bei 26 Prozent und bei Möhren und Äpfeln bei etwa 50 Prozent.

Mit der Forderung die Forschungsmittel für die ökologische Landwirtschaft aufzustocken, stellt sich der deutsche Bauerpräsident an die Seite des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Dieser hatte der Bundesregierung im Sommer vergangenen Jahres empfohlen, 20 Prozent des nationalen Agrarforschungsbudgets für den Öko-Landbau zu verwenden. Begründet hat der RNE das unter anderem mit Nachholbedarf bei produktionstechnischen Entwicklungen und beim betrieblichen Wissensmanagement.

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