Hochschule Bochum stärkt ihr Nachhaltigkeitsprofil

Die Hochschule Bochum macht sich auf den Weg zu einer umfassenden Integration Nachhaltiger Entwicklung in Lehre, Forschung und Campusmanagement – das demonstriert die aktuelle Ausgabe des Hochschulmagazins der Hochschule. Bereits mit der Formulierung des Hochschulentwicklungsplans 2011-2016 hatte sich die Hochschule die strukturelle Verankerung des Leitbildes Nachhaltiger Entwicklung vorgenommen. Am 19.06.2013 fand in Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren ein hochschulübergreifender Aktionstag statt. Mit dem aktuell beginnenden Wintersemester startet auch der Bachelor „Nachhaltige Entwicklung“ – ein innovatives Studienangebot bei dem fünf Fachbereiche und die zentrale wissenschaftliche Einheit „Bildung, Kultur und nachhaltige Entwicklung“ ihre Kompetenzen zusammengelegt haben. Neben den komplexen theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeitswissenschaften sollen in diesem BA-Studiengang auch praktische Anwendungen und Umsetzungen in den Bereichen Infrastruktur- und Flächenmanagement, Ingenieurwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften statt finden. Langfristig wird die Entwicklung von Master-Studiengängen und langfristig eines Promotionskollegs zum Thema angestrebt.
Die Hochschule Bochum ist damit neben der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde eine weitere Hochschule, die als Pionier einer Nachhaltigen Hochschulentwicklung heraussticht. Mehr Informationen über die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Hochschule Bochum finden Sie hier.

Weitere Aktivitäten von Vorreiter-Instituten und Pilothochschulen finden Sie hier.

Wer sind Pionierhochschulen einer Wissenschaft für Nachhaltigkeit in Deutschland?

Noch vor wenigen Jahren kamen die Pionierhochschulen einer Wissenschaft für Nachhaltigkeit überwiegend aus dem Feld der mittelgroßen Universitäten. Jetzt haben sie sich ausdifferenziert und umfassen mittelgoße Universitäten ebenso wie große Volluniversitäten und Fachhochschulen. In der Studie Transformative Wissenschaft werden vier Hochschulen und ihr Weg zur Profilbildung im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung beschrieben.

„Pilothochschulen stellen mithin den Keim für einen Wandel des Wissenschaftssystems von unten zu mehr Nachhaltigkeit dar. Sie sind vermutlich die wichtigsten „Nischen-Akteure“ für eine Veränderung“ (S. 346). „Die Beispiele der Universitäten Kassel und Lüneburg, Hamburg und der Hochschule Eberswalde zeigen unterschiedliche Pfade einer hochschulweiten Nachhaltigkeitsstrategie auf. Sie verdeutlichen, dass es verschiedene Wege und Durchsetzungsmuster für eine solche Strategie an Hochschulen gibt, die sich grundsätzlich nicht nur auf kleine Hochschulen beschränkt“ (S. 359).

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Pilothochschulen findet sich im Buch auf den Seiten 345-359.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.