Reformvorschlag 20: Virtuelle BNE Academy für Nachhaltigkeitslehre in den General- Studies-Bereichen der deutschen Universitäten

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Virtuelle BNE Academy für Nachhaltigkeitslehre in den General- Studies-Bereichen der deutschen Universitäten

Um die Möglichkeiten der General-Studies-Bereiche der Bachelor- und Master-Studiengänge konsequent und auf hohem Qualitätsniveau für eine nachhaltigkeits-orientierte Lehre zu nutzen, bietet sich die enge Kooperationen mehrerer Hochschulen an, um auf diese Weise ein Lehrangebot zu schaffen, das standortübergreifend von Studierenden belegt werden kann – idealerweise im Rahmen von internationalen Kooperationen.

Genau in diese Richtung zielt die im Jahr 2009 vom Kon-Rektor für Studium und Lehre in Bremen, Georg Müller-Christ, initiierte Initiative für eine virtuelle BNE-Academy. Hier soll in enger Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen ein internet-basiertes Lehrangebot zu Nachhaltigkeits-Themenfeldern entstehen, das an möglichst vielen deutschen Hochschulen im Rahmen des Lehrangebotes der General-Studies-Bereiche als komplett virtuelle Studienangebote oder im Rahmen von „Blended-Learning“-Designs (d.h. in Kopplung mit Präsenzveranstaltungen an der jeweiligen Universität) angeboten wird.

Aktuelle Entwicklung (seit 2009)

Dieser Vorschlag wurde erfolgreich umgesetzt und läuft seit 2011 unter dem Link: http://www.va-bne.de/. Mit Lehrveranstaltungen zu „World in Transition“ (eine Lehrveranstaltung des WBGU), „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, „Transition Management“, „Klimaschutz und Anpassung“ sowie „Nachhaltigkeit und BWL“ existieren bereits zahlreiche Vorlesungen, die online verfügbar sind und mit einem eigenen Prüfungstool an jeder beliebigen Hochschule Deutschlands im Lehrplan eingesetzt werden können. Die Organisation der Virtuellen Akademie ist dabei einerseits auf die Bedürfnisse der Lehrenden zugeschnitten und erlaubt einen modularisierten Einsatz spezieller einzelner Vorlesungen bis hin zu einer Adaption der kompletten Lehrveranstal- tung inklusive Prüfung. Andererseits kommt sie dem flexiblen Studierverhalten der heutigen Generation Studierender entgegen und ermöglicht ein Studium ohne Präsenz in Hörsälen.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.

Reformvorschlag 19: BNE-Ranking deutscher Hochschulen einführen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

BNE-Ranking deutscher Hochschulen einführen

Angelehnt an internationale Best-Practice-Beispiele wie dem asisatischen ProSPER.NET sollte ein BNE-Ranking deutscher Hochschulen eingeführt werden. Es könnte sich auf in den letzten Jahren entstandene Indikatorensysteme stützen, würde die Weiterentwicklung einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung im deutschen Hochschulsystem abbilden und die Diffusion von Best-Practice-Beispielen erleichtern. Eine Erprobung und Vorab-Einführung in einzelnen Vorreiterbundesländern wäre denkbar.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“ .

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

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Reformvorschlag 18: Studentisches Nachhaltigkeits-Engagement anerkennen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Studentisches Nachhaltigkeits-Engagement anerkennen

In vielen Veranstaltungen wird studentisches Engagement bereits mit ECTS/Kreditpunkten honoriert – z.B. wenn Studierende im Rahmen von Service-Learning-Veranstaltungen in sozialen Einrichtungen mit- arbeiten. Dieses Modell kann weiter ausgedehnt und damit die Aner- kennung studentischen Engagements gefördert werden, sowie die erworbenen informellen Kompetenzen für den Studienabschluss nutzbar gemacht werden. Die offizielle Anrechnung studentischen (Nachhaltigkeits-) Engagements insbesondere in General-Studies Mo- dulen oder Angeboten des Service-Learnings ist für immer mehr Hoch- schulen ein erfolgreicher Weg der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen. Beispielsweise hat die Universität des Saarlandes im Sommer 2011 in ihrer Prüfungsordnung eine Anerkennung studentischen Engagements in Gremien etc. in Form von ECTS-Punkten verankert. Diese Ansätze gilt es bundesweit zu stärken.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

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Reformvorschlag 17: Schaffung von deutschen „Resilience“- oder „Tyndall“-Zentren

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Schaffung von deutschen „Resilience“- oder „Tyndall“-Zentren

Im Sinne eines globalen „Capacity Building“ für mehr transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung sollte es in Deutschland eine Initiative für die Schaffung von einem oder sogar mehreren Zentren für eine transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung geben. Diese Zentren könnten sowohl vom Bund als auch von einzelnen Bundesländern, aber auch von privaten Stiftern initiiert werden und sollten sich mit ihren jeweiligen Themenschwerpunkten in das internationale Netzwerk vergleichbarer Zentren einbringen.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Die Gründung einer entsprechenden Bündelungsinstanz steht bisher aus. Die stattgefundenen losen Netzwerkinitiativen wie z.B. der NaWis- Verbund können eine solche Struktur nicht vollständig ersetzen.

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Reformvorschlag 14: Netzwerk von Kompetenzzentren für transdisziplinäre Forschung schaffen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Netzwerk von Kompetenzzentren für transdisziplinäre Forschung

Sowohl die großen nationalen Wissenschaftsgemeinschaften als auch die mit Zukunftskonzepten erfolgreichen Universitäten der Exzellenzinitiative sollten Kompetenzzentren für Methoden und das Management transdisziplinärer Forschung einrichten. Sie verfügen heute schon über die kritische Masse und den Anspruch, gesellschaftsrelevante Forschung in stark interdisziplinären Zusammenhängen zu betreiben. Gut vernetzte Kompetenzzentren für transdisziplinäre Forschung würden die Methodenprofessionalisierung und den Methodentransfer verbessern und den Stellenwert einer transdisziplinären Forschung verdeutlichen.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Bisher ist es noch zu keiner Einrichtung entsprechender Zentren gekommen, obwohl gerade die Mittel für die Zukunftskonzeptförderung der Exzellenzinitiative hier entsprechende Möglichkeiten bieten würde. Die weitgehendsten Konzepte für den Aufbau entsprechender Kompetenzzentren hat bisher das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt vorgelegt.

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Reformvorschlag 13: Institut für transdisziplinäre Methoden schaffen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Institut für transdisziplinäre Methoden schaffen

Angelehnt an das Leibniz-Institut GESIS im Bereich der Sozialwissenschaften sollte in den kommenden Jahren ein Institut für transdisziplinäre Methoden entstehen.

Ein solches Institut würde Forschung zu transdisziplinären Methoden betreiben, Systeme zu ihrer Qualitätssicherung vorantreiben sowie umfassende Schulungs- und Qualifizierungsangebote für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anbieten. Einen besonderen Stellenwert hätte dabei die Entwicklung von „Reallaboren“, ihr Betrieb, ihr Monitoring sowie die Vernetzung der in Reallaboren gewonnenen Erkennt- nisse.

Ein entsprechendes Institut sollte eine enge Kooperation mit Hochschulen und Vorreiterinstitutionen einer transdiszplinären Forschung pflegen.

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Reformvorschlag 12: Stärkung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Stärkung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland

Die sozial-ökologische Forschung sollte in den kommenden Jahren insbesondere mit folgenden Vorstößen gestärkt werden:

  • Es sollten mehr Mittel in die Bildung von fest institutionalisierten Netzwerken zwischen Hochschulen, nationalen und freien Forschungsinstituten fließen. Diese Förderprogramme sollten auf innovativen Formen der integrierten Bund-Länder-Förderung basieren, die auch die Hochschulen im Hinblick auf die Verstetigung sozial-ökologischer Forschung in die Pflicht nehmen.
  • Es sollte unbedingt die stärkere Vernetzung der nationalen sozial- ökologischen Forschung mit internationalen Wissenschaftsprogrammen wie dem IHDP erfolgen.
  • Das Mittelvolumen für sozial-ökologische Forschungsansätze sollte erheblich ausgeweitet werden, insbesondere dadurch, dass in bestehenden Forschungsprogrammen mit hoher Nachhaltigkeitsrelevanz Anreize für eine stärkere sozial-ökologische Ausrichtung der Forschung geschaffen werden.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Die Fortsetzung und Stärkung des SÖF-Programmes ab dem Jahr 2013 steht fest auf der Agenda des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit einem umfassenden Agendaprozess sowie dem 2012 veröffentlichten und von über 1000 WissenschaftlerInnen unterstützten Memorandum zur Weiterentwicklung der sozial-ökologischen Forschung in Deutschland sind die Konturen für die Weiterentwicklung des Programmes gezeichnet.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

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Reformvorschlag 11: Alternativer Nobelpreis für transdisziplinäre Forschung

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Alternativer Nobelpreis für transdisziplinäre Forschung

WissenschaftlerInnen, WissenschaftspolitikerInnen und Wissenschafts-organisationen weltweit sollten sich in einer Initiative für einen (alternativen) Nobelpreis für transdisziplinäre Forschung stark machen. Mit diesem Preis würde jedes Jahr eine herausragende Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler für ihre Arbeit im Bereich transdisziplinärer Forschung ausgezeichnet werden.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Eine entsprechend prominente Positionierung dieser Art steht noch aus und könnte beispielsweise von einer innovativen Stiftung in Angriff genommen werden. Die Auszeichnung von Pionieren transdisziplinärer Forschung nimmt jedoch bei der Verleihung von Wissenschaftspreisen zu.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

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Reformvorschlag 5: Innovationsministerien im Zeichen des Klimawandels nutzen

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Verstärkung der sozial- und geisteswissenschaftlichen Kompetenzen in den nationalen Wissenschaftsgemeinschaften

Gerade die Kombination von Wissenschafts- und Wirtschaftsressort bietet vor dem Hintergrund einer Nachhaltigen Entwicklung die interessante Chance, die vorherrschende Dominanz von Wirtschaft vor Wissenschaft in einem solchen „Innovations-Ministerium“ umzudrehen: d.h. eine Wirtschaftspolitik konsequent so zu gestalten, dass die Erkenntnisse zu den Anpassungsherausforderungen an eine nachhaltige Entwicklung in wirtschaftspolitische Impulse für Schlüsselbranchen eines Landes übersetzt werden. Dies ist leider immer noch die Ausnahme, die Wirtschaftsministerien oft „Blockade“- und nicht „Förder“- Ministerien für einen nachhaltigen Wandel.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Seit 2009 hat es noch keine Umsetzung eines solchen Ressortzuschnittes gegeben. Aber es gibt in einzelnen Bundesländern Schritte, die in diese Richtung weisen: So wird das Wissenschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen seit 2010 mit Svenja Schulze von einer ausgewiesenen Umweltpolitikerin geleitet. Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg ist seit 2011 stark in die Nachhaltigkeits-Landesstrategie des Ministerpräsidenten eingebettet.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

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