Reformvorschlag 9: Sozial- und kulturwissenschaftliche Förderoffensive für Nachhaltigkeit starten

Im Buch „Transformative Wissenschaft“ bieten über 30 Reformvorschläge Impulse, wie ein Umsteuern im Wissenschaftssystem möglich ist. Diese werden im Laufe der kommenden Wochen hier vorgestellt. Bei den Reformvorschlägen, die bereits in dem Buch „Nachhaltige Wissenschaft“ 2009 publiziert wurden, werden die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre nachgezeichnet.

Sozial- und kulturwissenschaftliche Förderoffensive für Nachhaltigkeit starten

Um das eklatante Defizit der sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektive in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung zu beseitigen, gilt es eine umfassende Förderoffensive für diese Forschung zu starten. Eine solche Initiative sollte u.a. Folgendes umfassen:

  • eine Ausweitung der sozial- und kulturwissenschaftlichen Programmförderung,
  • die Gewinnung von >Leitwissenschaftlern
  • die Einrichtung von Professuren zu „Sozialwissenschaften und Nach- haltigkeit/ Klimawandel“,
  • den Aufbau „sozialwissenschaftlicher Infrastrukturen“ im Sinne von Panels für Längsschnittanalysen aber auch in Form von sozialwissenschaftlichen „Laboren“.

Aktuelle Entwicklungen (seit 2009)

Seit 2009 hat sowohl vom BMBF insgesamt als auch im Programm der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) eine Stärkung sozial- und kulturwissenschaftlicher Bezüge stattgefunden. Das von der DFG 2011 neu eingerichtete Instrument der Kolleg-Forschergruppen wird ebenfalls den Anforderungen kultur- und sozialwissenschaftlicher Forschung besser gerecht. Der Ausbau sozialwissenschaftlicher Labore bleibt eine Herausforderung.

Weitere der 31 Reformvorschläge und deren Entwicklung seit 2009 finden Sie im Buch „Transformative Wissenschaft“.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.